Die Erfindung betrifft ein Feuerzeug, insbesondere Gasfeuerzeug, gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Feuerzeuge sind seit langem und in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt.
So gibt es hochwertige Feuerzeuge mit einem fest installierten Brennstofftank, welcher
über ein Ventil aus einem externen Brennstoffressource aufgefüllt werden kann. Als
Brennstoff findet vorrangig Flüssiggas Verwendung.
Weiterhin sind so genannte Wegwerffeuerzeuge bekannt, die bei ihrer
Herstellung mit Gas befüllt werden und zum einmaligen Gebrauch gedacht sind.
Die Feuerzeuge verfügen über einen Zündmechanismus, welcher vorzugsweise
auf piezzo-elektrischen Prinzipien basiert.
Nachteilig bei den bekannten hochwertigen Feuerzeugen ist, dass sich
das individuelle Nachfüllen mit Brennstoff schwierig gestaltet. Ein weiterer Nachteil
bekannter Feuerzeuge ist, dass sie nicht ausreichend gegen unbefugte Benutzung,
insbesondere durch Kinder, gesichert sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Feuerzeug, insbesondere
Gasfeuerzeug, zu schaffen, welches mit einfachen Mitteln mit Brennstoff versorgbar
ausgebildet ist und eine zusätzliche Sicherung gegen unbefugte Benutzung aufweist.
Diese Aufgabe wird gelöst, durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Versorgung
mit Brennstoff auf einfache und effektive Weise erfolgt, indem ein in einem Gehäuse
auswechselbar ausgebildeter Brennstofftank angeordnet ist, welcher eine Dichtung
aufweist und an dem Gehäuse ein oberer Schiebedeckel zur Abdeckung des Zündmechanismus
und ein Verriegelungsmechanismus angeordnet ist. Ein weiterer Vorteil der Erfindung
besteht darin, dass der Zündmechanismus vor unbefugter Betätigung, insbesondere
durch Kinder, geschützt ist, indem ein Verriegelungsmechanismus im Verriegelungszustand
in eine Verriegelungsausnehmung in den oberen Schiebedeckel eingreift.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Verriegelungsmechanismus
ein Verriegelungsbetätigungselement aufweist, welches als solches insbesondere für
Kinder nicht erkennbar ist und als Träger für Werbebotschaften, Logos o.dgl. verwendbar
ausgebildet ist.
Ein einfaches Austauschen des Brennstofftanks wird dadurch gewährleistet,
dass am Gehäuse und/oder an dem Brennstofftank spezifische Führungsnuten angeordnet
sind, welche mit entsprechenden Gegenelementen zusammenwirken.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von zumindest teilweise in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigen:
1: eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Feuerzeuges mit abgenommenem oberen Schiebedeckel und unterem Schiebeboden;
2: eine Prinzipdarstellung des austauschbaren
Brennstofftanks.
Wie in 1 in einer Prinzipdarstellung zu
ersehen ist, weist ein Feuerzeug einen Zündmechanismus 1 und ein Gehäuse
2 auf. In das Gehäuse 2 ist ein auswechselbar ausgebildeter Brennstofftank
3, wie in 2 dargestellt, einschiebbar. Der
Brennstofftank 3 weist eine Dichtung 5 auf, durch welche eine
Kanüle 11 in den Brennstofftank 3 hinein einführbar ist. Die Dichtung
5 gewährleistet, dass kein Brennstoff unkontrolliert austreten kann. Für
die Einführung des Brennstofftanks 3 in das Gehäuse 2 des Feuerzeuges
ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der untere Schiebeboden 9 abgenommen.
Zum Austausch kann der Brennstofftank 3 nach unten herausgezogen oder auch
von oben herausgeschoben werden. Nach erfolgtem Austausch des Brennstofftanks
3 wird der untere Schiebeboden 9 wieder eingeschoben und mit einer
Halteschraube 10, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel in eine im
Brennstofftank 3 eingebrachte Nut 12 eingreift, arretiert.
Ebenso ist es möglich, den Boden mit einem Scharnier auszustatten
und von dem Gehäuse 2 abzuklappen.
Zum sicheren Einführen des Brennstofftanks in das Gehäuse
2 sowie zur exakten Lagefixierung des Brennstofftanks 3 im Gehäuse
2 sind an dem Brennstofftank 3 und/oder in dem Gehäuse
2 in den Figuren nicht dargestellte Führungsnuten 4 angeordnet.
Diese Führungsnuten 4 korrespondieren mit entsprechenden Erhebungen und
realisieren ein Ineinandergreifen. Durch die Anordnung der Führungsnuten
4 im Zusammenwirken mit den Erhebungen wird sichergestellt, dass der Brennstofftank
3 nicht verkehrt herum eingesetzt werden kann.
Zum Schutz vor unberechtigter Betätigung ist der
obere Schiebedeckel 6 derart ausgebildet, dass er im Verriegelungszustand
die Betätigung des Zündmechanismus 1 verhindert, indem der obere Schiebedeckel
6 das Betätigungselement für den Zündmechanismus 1 überdeckt.
Diese das Betätigungselement des Zündmechanismus 1 überdeckende Position
des Schiebedeckels 6 ist der Standardzustand des Feuerzeugs. Soll das Feuerzeug
betätigt werden, so ist der Verriegelungsmechanismus 7 zu betätigen. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel wird der Verriegelungsmechanismus 7 über
das Verriegelungsbetätigungselement 7a nach unten geschoben, wodurch der
Verriegelungsmechanismus 7 aus der Verriegelungsausnehmung 8 im
oberen Schiebedeckel 6 herausbewegt wird und den oberen Schiebedeckel
6 für eine waagerechte Verschiebebewegung freigibt. Somit kann der obere
Schiebedeckel 6 von dem Betätigungselement des Zündmechanismus
1 nach hinten weggeschoben werden, und der Zündmechanismus 1 ist
für die Betätigung freigegeben.
Ist die Benutzung des Feuerzeuges beendet, wird der obere Schiebedeckel
6 wieder über das Betätigungselement des Zündmechanismus 1 geschoben,
der Verriegelungsmechanismus 7 greift in die Verriegelungsausnehmung
8 ein und der obere Schiebedeckel 6 ist erneut verriegelt und
das Feuerzeug gegen unbefugte Betätigung gesichert.
Der obere Schiebedeckel 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
an der dem Zündmechanismus 1 zugewandten Seite offen auf gebildet.
Dadurch, dass das Verriegelungsbetätigungselement 7a als
Träger für Werbebotschaften, Logos o.dgl. vorgesehen ist, ist insbesondere für Kinder
die Verriegelungs- bzw. Entriegelungsfunktion nicht offensichtlich zu ersehen. Hierdurch
erhöht sich die Sicherheitswirkung der Verriegelung für die unbefugte Benutzung
durch Kinder. Anstelle des unteren Schiebebodens 9 ist auch die Verwendung
eines Klappdeckels möglich. Für den oberen Schiebedeckel 6 ist auch eine
zweite Arretierung möglich, welche dann den oberen Schiebedeckel 6 im zurückgeschobenen
Zustand festlegt und eine ständige Betätigung des Zündmechanismus 1 ermöglicht.
Der obere Schiebedeckel 6 sowie der Verriegelungsmechanismus
7 können federbelastet ausgebildet sein, so dass bestimmte vorgegebene
Positionen durch den Federdruck automatisch eingenommen werden.
Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die hier dargestellten Ausführungsbeispiele.
Vielmehr ist es möglich, durch Kombination und Variation der genannten Merkmale
weitere Ausführungsformen der Erfindung zu realisieren, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
1- Zündmechanismus
2- Gehäuse
3- Brennstofftank
4- Führungsnut
5- Dichtung
6- Schiebedeckel
7- Verriegelungsmechanismus
7a- Verriegelungsbetätigungselement
8- Verriegelungsausnehmung
9- Schiebeboden
10- Halteschraube
11- Kanüle