Diese Erfindung betrifft Verbrennung im allgemeinen und insbesondere
Brenner und Verfahren zur Verwendung derselben, um einen Brennstoff mit einem Sauerstoffträger
zu verbrennen, der eine Sauerstoffkonzentration hat, die höher als diejenige von
Luft ist.
2. Stand der Technik
In der Brennertechnik, in der Sauerstoffträger mit einer Sauerstoffkonzentration
verwendet werden, die höher als die Sauerstoffkonzentration von Luft ist, besteht,
wenn solche Brenner für die Glasherstellung eingesetzt werden, eine Aufgabe darin,
eine leuchtende Flamme mit niedriger Temperatur zu erzeugen. Diese Flammen haben
oft niedrige Gasgeschwindigkeiten und eine sehr einfache Mischstrategie (beispielsweise
eine Rohr-in-Rohr-Konfiguration). Die Verwendung von Brennerblöcken mit zylindrischen
Brennkammern ist bekannt, wobei der Hauptprozeß aus einem von einem sauerstoffreichen
Mantel im Inneren des zylindrischen Hohlraums umgebenen brennstoffreichen Kern besteht.
Ein Brennerblock in zylindrischer Form (gelegentlich als ein Vorbrenner bezeichnet)
hat ein L/D-Verhältnis (Länge/Durchmesser) des zylindrischen Hohlraums, das zwischen
2 und 6 liegt. Im Bereich dieses L/D-Verhältnisses werden die Brennstoff- und Sauerstoffgeschwindigkeiten
(weniger als 208,8 m/Sek. (600 Fuß/Sek.)) für Brenntemperaturbereiche von bis zu
5,858 MM W (20 MM Btu/h) gewählt. Hier besteht die Aufgabe darin, eine lange, träge
und helleuchtende Sauerstoff-/Brennstoffflamme durch verzögertes Mischen zu erzeugen.
Die Erzeugung von Rußteilchen aufgrund thermischen Krackens (im brennstoffreichen
Kern) und die nachfolgende Verbrennung sorgen für das Leuchten der Flamme. Außerhalb
des obigen Bereichs des L/D-Verhältnisses nimmt die Flamme ein sehr hohes "axiales"
Momentum an und wird sehr nichtleuchtend.
Obwohl solche Brenner für zahlreiche Zwecke geeignet sind, weisen
derartige Brenner Nachteile auf. Der Hauptnachteil solcher Brennerblöcke besteht
darin, daß die Flammenform, insbesondere der maximale Flammendurchmesser und/oder
die maximale Flammenlänge, immer vom Brennerblock-L/D-Verhältnis und von den Brennstoff-
und Sauerstoffträgergeschwindigkeiten bestimmt werden. Die allgemeinen Flammenmerkmale
sind eine lange, träge und helleuchtende Flamme ohne irgendeine wesentliche Komponente
für eine Konvektionserwärmung, eine größere Flammenoberfläche für die erhöhte Chargenabdeckung
oder Berücksichtigungen zur Reduzierung der Wirkung des Teilchen-"Einsaugungseffekts"
in der Nähe der heißen Oberfläche des Brennerblocks (Rezirkulationszone). Die Axialmomentumflamme
solcher Brenner erzeugt aufgrund der Verbrennung einen Niedrigdruckbereich.
Die Größe und Festigkeit der obigen dreidimensionalen Rezirkulationszone
hängen vom Momentum der Axialflammenverbrennungsprodukte ab. Je höher das Flammenmomentum
ist, um so höher sind der Einsaugungseffekt der Rezirkulationszone und die Größenordnung
des Niedrigdruckbereichs um die heiße Fläche des Brennerblocks.
Der Niedrigdruckbereich in der Nähe der heißen Brennerblockfläche
läßt es zu, daß sich verschiedene Prozeßteilchen (beispielsweise Glasgemenge, flüchtige
Bestandteile, Kondensate und dergleichen) an der heißen Brennerblockfläche ablagern
oder manchmal sogar in den Brennerblockhohlraum hineingezogen werden (wenn zwischen
der Sauerstoffträgerströmung und der Brennerblockinnenfläche ein Leerraum vorhanden
ist). Dies ist sehr üblich, wenn der Brennerblockhohlraum nicht dafür konstruiert
ist, sich vollständig mit Flammengasen zu füllen. Die Aufgabe, einen dichten Brennerblock
ohne irgendeinen Leerraum zu konstruieren, wird sehr schwierig, wenn die Brenntemperatur
des Brenners (Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen) über einen weiten Bereich
variiert wird. Ein geringfügiger Spalt im Brennerblock um die Flammenhülle herum
kann aufgrund des Vorhandenseins des Niedrigdruckbereichs und der anschließenden
Pumpwirkung der Rezirkulationszone Verbrennungsprodukte in den Brennerblockhohlraum
einsaugen. Als Folge eines verstopften Brennerblocks kann sich eine erhöhte Wartungshäufigkeit
(in Form einer Brenner- und/oder Blockreinigung und/oder einer kürzeren Brenner-/Block-Lebensdauer)
oder ein katastrophaler Ausfall (Abschmelzen des Blocks/Brenners) aufgrund eines
direkten oder indirekten Aufprallens/Ablenkens der Hochtemperaturflamme ergeben.
Ein anderer Nachteil einer Brennerblockkonstruktion in einer Rohr-in-Rohr-Konfiguration
ist die Schwierigkeit, eine Flamme zu erzeugen, die sich in einer radialen Richtung
allgemein senkrecht zur Richtung der Brennstoff- und Sauerstoffträgergasströmungen
ausdehnt; hierin als eine "flache" Flamme bezeichnet. Die Rohr-in-Rohr-Brenner mit
zylindrischer Geometrie haben keinerlei Vorkehrung, um zu bewirken, daß sich das Ausdehnen
der Flamme in der radialen Richtung entwickelt. Die radiale, flache Flammenform
ist in Luft-/Brennstoff-Brennern zur Erwärmung eines Ofeninneren mit konstantem
Wärmefluß sehr üblich. Ein sehr einfaches Beispiel ist ein Stahlnachwärmofen, in
dem Luft-/Brennstoff-Brenner am Ofendach (Krone) montiert sind, die Wärme an die
darunter befindliche Stahlcharge (Blöcke, Platten) abstrahlen. Der Vorteil einer
sich radial ausdehnenden flachen Flamme (üblicherweise Verwirbeln) besteht darin,
daß nur eine sehr geringe axiale Erwärmungskomponente bereitgestellt wird und die
meiste Wärme auf einer Abstrahlung von der erwärmten Wand beruht. Es hat sich gezeigt,
daß sich die flache Flamme durch einen Coanda-Effekt an die Wandoberfläche andrückt
und eine Wärmequelle erzeugt, um eine gleichmäßige Strahlung zu bewirken. Luft-/Brennstoff-Brenner
in dieser Ausführung sind in der Industrie unter dem Handelsnamen "Wall Hugger"
bekannt. Die sich an die Wand andrückende Flamme wird durch das Verwirbeln von Luft
mit hoher Geschwindigkeit erzeugt. Der gleiche Prozeß hat sich jedoch noch nicht
als für Sauerstoff-/Brennstoff-Brenner geeignet erwiesen.
In der US 4,125,359 ist eine
Brennereinheit beschrieben, die einen feuerfesten Block mit einer Bohrung umfaßt,
in der die Düse des Brenners koaxial montiert ist. Das Erdgas entströmt der Düse
durch eine radial vorgesehene Öffnung, die im Düsenkopf ausgebildet ist.
Es sind verwirbelnde Sauerstoffträger-/Brennstoff-Brenner bekannt,
in denen der Sauerstoffträger eine Sauerstoffkonzentration hat, die höher als die
Konzentration in der Luft ist. Der Brennerblock hat typischerweise einen zylindrischen
Hohlraum, wobei der Brenner innerhalb eines zylindrischen Hohlraums mit einem Rücksprung
ausgebildet ist. Eine Brennstoffeinspritzung und -verwirbelung mit hoher Geschwindigkeit
und eine Sauerstoffeinspritzung mit geringer Geschwindigkeit im ringförmigen Raum
sind vorgesehen. Eine wirbelstabilisierte Flamme wird innerhalb eines zylindrischen
Blockhohlraums mit einem konstanten Durchmesser gebildet. Diese Konstruktion sieht
keine Ausdehnung einer abgelenkten Sauerstoffströmung aufgrund der Bewegung des
wirbelnden Sauerstoffs vor. Die sich ergebende Flamme ist eine "enge" zylindrische
Flamme auf der Basis eines Ausgangsdurchmessers D. Die Rohrformbrennkammer, gekoppelt
mit einer engen Ausgangsgeometrie, sieht keinen ausreichenden Raum vor, damit sich
die Flamme in der radialen Richtung ausdehnen oder sich in einer extremen Situation
eine flache Flamme ausbilden kann. Die Geometrie mit konstantem Durchmesser (Rohrform)
beeinträchtigt die Aufrechterhaltung einer Sauerstoffträgerverwirbelung aufgrund
der Wandreibung. Wenn sich eine wirbelnde Fluidströmung nicht in der radialen Richtung
ausdehnen kann, stirbt die Verwirbelungsintensität aufgrund von Wandreibungseffekten
rasch ab. Andererseits reagiert der wirbelnde Sauerstoffträger aufgrund der engen
Nähe in der Brennkammer auch schnell mit dem Brennstoff. Dieser Vorgang erzeugt
eine kurze intensive Flamme. Die Kühlung des Brennerblocks wird aufgrund des schnellen
Ausbrennens des wirbelnden Sauerstoffträgers in einem Brennerblock mit relativ engem
Durchmesser auch negativ beeinflußt.
Des weiteren wird der gesamte Brennerkörper (üblicherweise ein metallisches
Rohr) in den Brennerblock eingeführt, bis die Brennerspitze (Brennstoffdüsenspitze)
eine Distanz "L" von der heißen Fläche des Brennerblocks aufweist. Der wirbelnde
Sauerstoffträger wird unmittelbar stromaufwärts vor dem Düsenausgang eingeleitet
und der Sauerstoffträger überwiegend durch einen metallischen Brennerkörper, ohne
eine wesentliche Brennerblocklänge zu kühlen, geleitet. Es hat den Anschein, daß
mit der Verwendung eines wirbelnden Sauerstoffträgers bessere Mischbedingungen für
den Brennstoff als mit veränderten Flammenmerkmalen in der radialen Richtung herbeigeführt
werden können. Aufgrund der feststehenden Brennerblockgeometrie (zylindrische Form)
werden Flammenmerkmale, wie beispielsweise die Flammenformveränderung in radialer
Richtung, das Kühlen der Brennerspitzen und des Blockinneren durch die Sauerstoffträgerströmung
sowie das Reinigen des Brennerblockinneren mit einer durchströmenden Sauerstoffträgerströmung,
stark eingeschränkt.
In den US-Patenten 4,313,789, 3,905,751 und 5,620,316 sind Brenner
beschrieben, deren Ausgänge mit einer konischen Ausdehnungskammer in Verbindung
stehen, die mit einer zylindrischen oder torischen Brennkammer verbunden ist.
Es besteht somit in der Verbrennungstechnik ein Bedarf an einem Brenner,
der einige oder alle obigen Probleme, die im Zusammenhang mit bekannten Brennern
bestehen, löst.
Zusammenfassung der Erfindung
In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung werden Brennervorrichtungen
und Verfahren zur Verwendung derselben bereitgestellt, mit denen viele der im Zusammenhang
mit bisherigen Konstruktionen auftretenden Probleme überwunden werden können.
Ein erster Aspekt der Erfindung ist eine Brennervorrichtung, die folgendes
umfaßt:
a) einen Brennerblock mit einer Brennstoffleitung, wobei die Brennstoffleitung
einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei sich der Auslaß der Brennstoffleitung in
eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer öffnet;
b) den Brennerblock, der weiterhin einen im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
hat, wobei die Brennstoffleitung innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs
positioniert ist;
c) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang, der ein Einlaßende
in der Nähe des Brennstoffeinlasses und einen Auslaß in der Nähe des Brennstoffleitungsauslasses
hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung
zu erzeugen;
d) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang, der an seinem
Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
im Brennerblock steht, wobei die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
einen Einlaßdurchmesser Ds und einen solchen Auslaßdurchmesser Dc hat, daß Dc mindestens
110% von Ds entspricht;
e) eine im wesentlichen zylindrische Brennkammer mit einem Durchmesser Dc sowie
mit einem Einlaß und einem Auslaß, wobei der Auslaß der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer in Fluidverbindung mit dem Einlaß der im wesentlichen
zylindrischen Brennkammer positioniert ist und sich der Auslaß der im wesentlichen
zylindrischen Brennkammer zu einer Ofenkammer hin öffnet; und
f) den Auslaß der Brennstoffleitung, der mit einem Rücksprung über eine Distanz
Lr vom im wesentlichen zylindrischen Brennkammerauslaß ausgebildet ist, wobei Lr
= Lc + Le, wobei Lc = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer und Le = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer.
Bevorzugte Brennervorrichtungen gemäß diesem Aspekt der Erfindung
sind diejenigen, bei denen die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
einen von etwa 5° bis etwa 60° reichenden Ausdehnungswinkel, bevorzugter
einen von etwa 10° bis etwa 30° reichenden Ausdehnungswinkel sowie besonders
bevorzugt einen von etwa 15° bis etwa 25° reichenden Ausdehnungswinkel aufweist.
Weitere bevorzugte Brennervorrichtungen in Übereinstimmung mit dem ersten Aspekt
der Erfindung sind diejenigen Brennervorrichtungen, bei denen es sich bei dem mindestens
einen Verwirbeler um mehrere Schaufeln handelt, die jeweils einen von etwa 5°
bis etwa 30° reichenden Schaufelwinkel und bevorzugter einen von etwa 30°
bis etwa 60° reichenden Schaufelwinkel aufweisen. Ebenfalls bevorzugt sind diejenigen
Brennervorrichtungen in Übereinstimmung mit dem ersten Aspekt der Erfindung, bei
denen Le etwa 10% bis etwa 50% von Lr beträgt.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung ist eine Brennervorrichtung, die
folgendes umfaßt:
a) einen Brennerblock mit einer Brennstoffleitung, wobei die Brennstoffleitung
einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei sich der Auslaß der Brennstoffleitung in
eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer hinein öffnet;
b) den Brennerblock, der weiterhin einen im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
hat, wobei die Brennstoffleitung innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs
positioniert ist;
c) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang, der ein Einlaßende
in der Nähe des Brennstoffleitungseinlasses und einen Auslaß in der Nähe des Brennstoffleitungsauslasses
hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung
zu erzeugen;
d) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang, der an seinem
Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
im Brennerblock steht, wobei die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
einen Einlaßdurchmesser Ds und einen solchen Auslaßdurchmesser Dc hat, daß Dc mindestens
110 von Ds entspricht;
e) den Auslaß der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer,
der in Fluidverbindung mit einer torischen Brennkammer positioniert ist, die einen
Einlaß und einen Auslaß hat, wobei sich der Auslaß der torischen Brennkammer zu
einer Ofenkammer hin öffnet, wobei die torische Brennkammer einen Krümmungsradius
R hat;
f) den Auslaß der Brennstoffleitung, der mit einem Rücksprung über eine Distanz
Lr vom Auslaß der torischen Brennkammer ausgebildet ist, wobei Lr = Lt + Le, wobei
Lt = Länge in axialer Richtung der torischen Brennkammer und Le = Länge in axialer
Richtung der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer.
Bevorzugte Brennervorrichtungen in Übereinstimmung mit dem zweiten
Aspekt der Erfindung sind diejenigen, bei denen Le etwa 10% bis etwa 50% von Lr
beträgt.
Brennervorrichtungen in Übereinstimmung mit beiden Brennervorrichtungsaspekten
sind diejenigen, bei denen die Brennstoffleitung eine Brennstoffdüse mit einem Einlaßende
und einem Auslaßende umfaßt, wobei die Düse in der Brennstoffleitung
zwischen dem Verwirbeler und dem Auslaß der Brennstoffleitung positioniert ist,
wobei die Düse einen größeren Außendurchmesser an ihrem Einlaßende als an ihrem
Auslaßende hat.
Ein dritter Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbrennung
eines Brennstoffs, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
a) Einleiten eines Brennstoffs und eines Sauerstoffträgers in einen Brennerblock,
wobei der Brennerblock in Übereinstimmung mit dem ersten Aspekt der Erfindung ist;
b) Bilden eines wirbelnden Sauerstoffträgers bei seinem Durchgang durch den
Verwirbeler;
c) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im
wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer, wobei der Brennstoff im
wesentlichen in der Nähe des axialen Zentrums der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
strömt, wobei der wirbelnde Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer vorbeiströmt;
d) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im
wesentlichen zylindrische Brennkammer;
e) Verbrennen des Brennstoffs und Sauerstoffträgers in der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer, während der Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer vorbeiströmt; und
f) Einströmen der Verbrennungsprodukte aus der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer in einen Ofen.
Bevorzugte Verfahren in Übereinstimmung mit dem dritten Aspekt der
Erfindung sind diejenigen, bei denen sich der wirbelnde Sauerstoffträger bei seinem
Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer mit
einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen Ausdehnungsrate ausdehnt, wobei der
Ausdehnungswinkel von etwa 5° bis etwa 60° reicht, der Ausdehnungswinkel
bevorzugter von etwa 10° bis etwa 30° reicht und der Ausdehnungswinkel besonders
bevorzugt von etwa 15° bis etwa 25° reicht. Bevorzugte Verfahren in Übereinstimmung
mit dem dritten Aspekt der Erfindung sind auch diejenigen, bei denen der Brennstoff
eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 45,72 m/Sek. (150 Fuß/Sek.) ist oder
diesem Wert entspricht, und bei denen der Sauerstoffträger eine Geschwindigkeit
hat, die geringer als 91,44 m/Sek. (300 Fuß/Sek.) ist oder diesem Wert entspricht.
Ein vierter Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbrennung
eines Brennstoffs, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
a) Einleiten eines Brennstoffs und eines Sauerstoffträgers in einen Brennerblock,
wobei der Brennerblock in Übereinstimmung mit dem zweiten Aspekt der Erfindung konstruiert
ist;
b) Bilden eines wirbelnden Sauerstoffträgers bei seinem Durchgang durch den
Verwirbeler;
c) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im
wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer, wobei der Brennstoff im
wesentlichen in der Nähe des axialen Zentrums der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
strömt, wobei der wirbelnde Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer vorbeiströmt;
d) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im
wesentlichen torische Brennkammer;
e) Verbrennen des Brennstoffs und Sauerstoffträgers in der im wesentlichen torischen
Brennkammer, während der Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen torischen
Brennkammer vorbeiströmt; und
f) Einströmen der Verbrennungsprodukte aus der im wesentlichen torischen Brennkammer
in einen Ofen.
Bevorzugte Verfahren in Übereinstimmung mit dem vierten Aspekt der
Erfindung sind diejenigen, bei denen sich der wirbelnde Sauerstoffträger bei seinem
Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer mit
einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen Ausdehnungsrate ausdehnt, wobei der
Ausdehnungswinkel von etwa 5° bis etwa 60° reicht, diejenigen Verfahren,
bei denen der Brennstoff eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 30,48 m/Sek.
(50 Fuß/Sek.) ist oder diesem Wert entspricht, sowie diejenigen Verfahren, bei denen
der Sauerstoffträger eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 91,44 m/Sek. (300
Fuß/Sek.) ist oder diesem Wert entspricht.
Mit dem hierin verwendeten Begriff "im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer"
ist eine Kammer mit einem Einlaß und einem Auslaß gemeint, wobei der Auslaß einen
größeren Durchmesser als der Einlaß hat, und wobei der Querschnitt der Kammer allgemein
kreisförmig ist, obwohl auch einige ovale und schlitzförmige Konfigurationen unter
diese Erfindung fallen.
Mit dem hierin verwendeten Begriff "im wesentlichen ringförmiger Sauerstoffträgerdurchgang"
ist ein Bereich mit einem Einlaß und einem Auslaß gemeint, wobei ein Längenmaß in
der axialen Richtung größer als der durch einen Hohlraum im Brennerblock definierte
Außendurchmesser ist und ein Innendurchmesser durch die äußere Oberfläche der Brennstoffleitung
definiert ist. Obwohl der im wesentlichen ringförmige Sauerstoffträgerdurchgang,
im Querschnitt durch eine senkrecht zur axialen Strömungsrichtung verlaufende Ebene
betrachtet, vorzugsweise eine kreisförmige Form hat, kann die Form auch nicht kreisförmig
sein, wie allgemein durch die Form des Eingangs in die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer festgelegt.
Mit dem Begriff "Verwirbeler" ist ein Bauteil gemeint, das, wenn es
im Weg der Sauerstoffträgerströmung im im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
plaziert ist, bewirkt, daß der Sauerstoffträger eine wesentliche radiale Strömungskomponente
hat, obwohl auch eine wesentliche axiale Sauerstoffträgerströmung dadurch zugelassen
wird. Als eine Folge davon ist mit dem Begriff "wirbelnde Sauerstoffträgerströmung"
eine Sauerstoffträgerströmung sowohl mit einer radialen Strömungskomponente als
auch mit einer axialen Strömungskomponente gemeint.
Mit der Formulierung "im wesentlichen zylindrische Brennkammer" ist
eine Kammer gemeint, die es zuläßt, daß dadurch Fluide ohne wesentliche Ausdehnung
in der axialen Richtung strömen. Es versteht sich, daß es in der Kammer gewisse
Unvollkommenheiten geben kann, beispielsweise aufgrund von Herstellungsmethoden,
die eine gewisse lokale Ausdehnung von Gasen zulassen. Es versteht sich weiterhin,
daß Brennkammern mit kreisförmigen, ovalen oder schlitzförmigen Querschnitten unter
den Begriff "im wesentlichen zylindrisch" fallen können.
Mit dem hierin verwendeten Begriff "im wesentlichen torische Brennkammer"
ist eine Kammer mit einem Einlaß und einem Auslaß gemeint, wobei der Auslaß einen
größeren Durchmesser als der Einlaß hat, der Querschnitt der Kammer allgemein kreisförmig
ist und die Kammerwand einen Krümmungsradius hat, wie allgemein in 4
dieser Erfindung dargestellt.
Mit dem hierin verwendeten Begriff "Sauerstoffträger" ist eine Gasströmung
gemeint, die vorzugsweise eine Sauerstoffkonzentration hat, die größer als die Sauerstoffkonzentration
von Luft unter lokalen Bedingungen ist. Luft kann als der Sauerstoffträger verwendet
werden. In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen ist mit "Sauerstoffträger"
ein Gas gemeint, das eine Sauerstoffkonzentration von mehr als 50 Prozent hat und
in einigen Fällen vorzugsweise mehr als 90 Prozent Sauerstoff enthält.
Die Verfahren und Vorrichtungen der Erfindung stellen einen verbesserten
selbstkühlenden Sauerstoff-/Brennstoff-Brenner zur Erzeugung der traditionellen
(zylindrischen) Flamme und der flachen Flamme in Abhängigkeit von den Wärmeerfordernissen
der Charge bereit. Die neuartigen Merkmale des Brennerblocks beinhalten: einen drei
Kammern aufweisenden Brennerblock mit einer Verwirbelungskammer, einer Ausdehnungskammer
und einer Brennkammer. Die dimensionslosen Schlüsselverhältnisse sind:
• Ls/Ds-Bereiche von etwa 0,5 bis etwa 5,
• Le/Ds-Bereiche von etwa 0,25 bis etwa 3, wobei "s" die Verwirbelungskammer
angibt,
• Ausdehnungswinkel-(&Lgr;)-Bereiche von etwa 5° bis etwa 60°,
• Lc/Dc-Bereiche von 0 bis etwa 2 für die zweite Brennerausführungsform
und Bereiche von etwa 1 bis etwa 3 für die erste Brennerausführungsform,
• Rc/Dc1-Bereiche von etwa 0,25 bis etwa 2 in der zweiten Brennerausführungsform
der Erfindung, wobei "c" den Durchmesser der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer
und "c1" den Durchmesser der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
an ihrem breitesten Punkt angeben,
• Verwirbelungswinkel-(&bgr;)-Bereiche von etwa 5° bis etwa 30°
für die erste Brennerausführungsform und von etwa 30° bis etwa 60° für die
zweite Brennerausführungsform.
Die Brennstoffgeschwindigkeit beträgt vorzugsweise weniger als 45,72
m/Sek. (150 Fuß/Sek.) für den Brenner und das Verfahren des ersten und des dritten
Aspekts der Erfindung und weniger als 30,48 m/Sek. (50 Fuß/Sek.) für die vom Brenner
und nach dem Verfahren des zweiten und des vierten Aspekts der Erfindung erzeugte
flache Flamme. Die Sauerstoffträgergeschwindigkeiten betragen, abhängig von der
axialen/tangentialen Verwirbelungskonfiguration, weniger als 91,44 m/Sek. (300 Fuß/Sek.).
Die spezifische Strömungsgeometrie für Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen
in den verschiedenen Aspekten der Erfindung sorgen für eine aktive Kühlung und Durchströmung
des Brennerblockinneren, um einen kühleren Betrieb zu erzielen und das Einsaugen
von Teilchen zu verhindern.
Die Brenner in Übereinstimmung mit der Erfindung nutzen eine neuartige
Ausführung der Spitze. Diese Ausführung ist in zweierlei Hinsicht neuartig, wobei
erstens eine aerodynamische Form vorgesehen ist, die stromlinienförmige Mischbedingungen
für die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung und die mit niedriger Geschwindigkeit
strömende Brennstoffströmung erzeugt, die Brennerleistung verbessert und Heißstellen
und Niedrigdruckbereiche in der Nähe der Düsenspitze verhindert. Die Düsengeometrie
mit einer äußeren konischen Ausbildung von 5° bis 7° und einem geraden internen
Brennstoffdurchgang sind wesentliche Teile dieser Form. Zweitens wird eine thermisch
wirksame Konstruktion durch eine dickere Brennstoffdüse und durch Konduktions-/Konvektionswärmeabstrahlungsmoden
unter Verwendung von Konduktionsrippen erzielt.
Die selbstkühlenden Brennervorrichtungen der vorliegenden Erfindung
werden für einen Einsatz mit Sauerstoffträgern bevorzugt, die eine Sauerstoffkonzentration
haben, die größer als diejenige von Luft ist. Die erfindungsgemäßen Brenner und
Düsen können in Hochtemperaturöfen (1204 bis 1649°C) (2200°F bis 3000°F)
sowie in Öfen mit einem hohen Teilchenanteil (oder mit einem hohen Anteil an flüchtigen
Prozeßbestandteilen/Kondensaten) betrieben werden, ohne ihre metallische Brennerdüse
und das feuerfeste Brennerblockinnere durch Überhitzung oder eine chemische Korrosion
zu beschädigen. Durch die Verwendung verschiedener Ausführungsformen der Düsen-
und Blockform kann der Brenner, abhängig von den Wärmeerfordernissen der Charge,
eine traditionelle zylindrische Flamme oder eine flache Flamme bieten. Die neuen
Merkmale dieses Brenners beinhalten eine einzigartige Brennstoffdüsenausführung
für das stromlinienförmige Mischen der Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen,
eine gesteuerte Verwirbelungseingabe in die Sauerstoffträgerströmung für die gewünschten
Flammenmerkmale, eine gesteuerte Ausdehnung der Flammenhülle in der radialen und
der axialen Dimension sowie eine wirksame Durchströmung an der inneren Brennerblockoberfläche
unter Verwendung des Sauerstoffträgers, um für eine Konvektionskühlung zu sorgen
und einen Aufbau von Prozeßteilchen zu vermeiden. Zusätzlich ermöglicht eine eine
relativ dicke Wand aufweisende metallische Düsenausführung mit Konduktionsrippen
eine wirksame Wärmeabstrahlung von der Düsenspitze und sorgt für einen wartungsfreien
Brennerbetrieb.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Querschnittsseitenansicht
einer ersten Brennerausführungsform;
2 ist eine schematische Darstellung verschiedener
Abmessungen der ersten Brennerausführungsform;
3 ist eine teilweise schematische Querschnittsseitenansicht
der ersten Brennerausführungsform, aus der der wirbelnde Sauerstoffträger ersichtlich
ist;
4 ist eine Querschnittsseitenansicht
einer zweiten Brennerausführungsform mit verschiedenen Abmessungen;
5 ist eine schematische Darstellung einer
Brennstoffdüse in Übereinstimmung mit der Erfindung;
6 ist eine zweite schematische Darstellung
der Düse der 5, aus der die ausführungstypischen Wärmeübertragungseffekte
ersichtlich sind;
7a und 7b
zeigen Daten eines Flammenformgebungsprogramms der ersten Brennerausführungsform
mit bzw. ohne wirbelnden Sauerstoffträger; und die
8a und 8b
zeigen Daten eines Flammenformgebungsprogramms der zweiten Brennerausführungsform
mit bzw. ohne wirbelnden Sauerstoffträger.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
Es gibt in jeder Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennerkonstruktionen
drei Schlüsselmerkmale, die sich realisieren lassen, um den Betrieb in Öfen mit
hohem Teilchenanteil und in Hochtemperaturöfen zu verbessern. Zu diesen drei Schlüsselmerkmalen
zählen:
1. Eine Brennerblockausführung mit drei Kammern zur Erzeugung einer Sauerstoff-/Brennstoffflamme
mit variabler Form und mit entsprechenden Flammenmerkmalen, um die Flammen-/Chargen-Wärmeübertragung
zu verbessern.
2. Eine spezifische Strömungsgeometrie sowohl für die Brennstoff- als auch für
die Sauerstoffträgerströmung, um das Brennerblockinnere mechanisch zu durchströmen
und einen Aufbau von Teilchen/flüchtigen Bestandteilen im Brennerblockinneren
und in den Brennerspitzen zu verhindern.
3. Eine neuartige Ausführung und Konstruktion der Spitzen, um die Wärmeabstrahlung
zu verbessern.
1, auf die nunmehr Bezug genommen wird,
zeigt in einer Querschnittsseitenansicht die erste Brennerausführungsform
2 in Übereinstimmung mit der Erfindung. In dieser Ausführungsform umfaßt
die Brennervorrichtung einen Brennerblock 4, vorzugsweise in feuerfester
Ausführung, mit einem Ende oder einer heißen Fläche 6, einem Ausgang
8 für die Flammen- und heißen Verbrennungsgase sowie mit einem kalten Ende
10. Eine Brennstoffleitung 12 und eine Sauerstoffträgerleitung
14 stehen in Fluidverbindung mit dem kalten Ende 10 des Brennerblocks
4. Die Brennstoffleitung 12, vorzugsweise ein metallisches Rohr,
hat eine daran befestigte Düse 16, die in einer Düsenspitze 18
endet. Die Sauerstoffträgerleitung 14 speist ein Sauerstoffträgerplenum
20, das in Fluidverbindung mit dem kalten Ende 10 steht, so daß
Sauerstoffträger in einen im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
22 einströmen kann. Auf seinem Weg zu einem oder mehreren Sauerstoffträgerverwirbelern
24 strömt der Sauerstoffträger durch die Sauerstoffträgerleitung
14, das Plenum 20 und durch den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
22, der die Brennstoffleitung 12 umgibt. Der Sauerstoffträger
erhält somit eine radiale/tangentiale Strömungskomponente, während er axial durch
eine Verwirbelungskammer 26 strömt, und kann sich dann, während noch eine
Verwirbelung erfolgt, ausdehnen, während er axial durch eine im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer 28 strömt. Abschließend strömt der Sauerstoffträger,
der sich mit dem Brennstoff zu mischen beginnt, in einer wirbelnden Bewegung axial
durch einen allgemein zylindrischen Verbrennungshohlraum 30, bevor er durch
den Austritt 8 austritt. Der Grad der Ausdehnung in dieser Ausführungsform
ist ausreichend, um in der axialen/tangentialen Richtung eine solche Drehung zu
bewirken, daß eine traditionelle Flamme erhalten wird. Die Sauerstoffträgerverwirbeler
24 beeinflussen auch den Grad der tangentialen Strömung. Eine überwiegend
tangentiale Verwirbeleranordnung wird verwendet, um eine flache Flamme zu erhalten.
Die Flamme wird dadurch gebildet, daß eine Brennstoffströmung mit
einer relativ geringen Geschwindigkeit (vorzugsweise im Bereich von etwa 5 Fuß/Sek.
bis etwa 150 Fuß/Sek.) und eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung mit verschiedenen
axialen/tangentialen Geschwindigkeiten (im Bereich von etwa 50 Fuß/Sek. bis etwa
300 Fuß/Sek.) verwendet werden. Die Brennstoffgeschwindigkeit zur Bildung einer
traditionellen Flammenform wird bei etwa 100 Fuß/Sek. oder höher gehalten, während
die Erzeugung einer flachen Flamme eine geringere Brennstoffgeschwindigkeit, vorzugsweise
im Bereich von etwa 5 Fuß/Sek. bis etwa 50 Fuß/Sek., erfordert. Die Sauerstoffträgerströmung
entwickelt sich zunächst durch eine ausreichende Verwirbelungsstärke und -richtung
(tangential/axial oder tangential) im Inneren der Verwirbelungskammer
26 und kann sich dann in der radialen Richtung unter Verwendung der im
wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer 28, die eine vorbestimmte
auseinandergehende Geometrie hat, ausdehnen. Drittens kann sich der wirbelnde Sauerstoffträger
wahlweise oder teilweise mit der Brennstoffströmung im Inneren des im wesentlichen
zylindrischen Verbrennungshohlraums 30 mischen, der spezifische Abmessungen
für eine Verbrennung und für die Entwicklung einer wirbelnden Flamme mit traditioneller
Form oder für die Entwicklung einer flachen Flamme unter Verwendung einer spezifischen
gekrümmten Geometrie hat, wie hierin detailliert beschrieben. Die obigen Brennerblockbereiche
für die Gesamtflammenbildung sind in den folgenden Abschnitten ausführlich beschrieben.
Der drei Kammern aufweisende Brennerblock des ersten Aspekts der Erfindung
ist in 2 schematisch dargestellt, um die verschiedenen
Abmessungen zu veranschaulichen. Jeder Bereich des Brennerblocks erfüllt hinsichtlich
der Erzeugung der optimalen Flammenmerkmale auf der Basis der Gesamtflammenbildung
einen spezifischen Zweck. Die Verwirbelungskammer 26 hat einen Verwirbelungsbereich
32. Die Verwirbelungskammer 26 hat vorzugsweise mehrere Führungsschaufeln
(in einer vorbestimmten Anzahl), die an der äußeren Oberfläche der Brennstoffdüse
16 in einem vorbestimmten Winkel installiert sind (alternativ können eine
oder mehrere Führungsschaufeln in dem im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang
22 zwischen der Brennstoffdüse 16 und dem feuerfesten Brennerblock
4 vorgesehen sein). Die Anzahl der Führungsschaufeln 24 variiert
vorzugsweise zwischen 4 und 16, abhängig vom Gesamtdurchmesser
der Verwirbelungskammer. Bei den Führungsschaufeln 24 handelt es sich vorzugsweise
um dünne Rippen aus Metall, die an der äußeren Oberfläche der Brennstoffdüse
16 angeschweißt sind. Der Führungsschaufelwinkel &bgr; (zur Flammenaxialachse)
liegt im Bereich von 5° bis 30°, um eine traditionelle (zylindrische) Flamme
zu entwickeln. In sehr kleinen Brennern oder Systemen, die für die Erzeugung einer
brennstoffreichen Flamme ausgelegt sind, können die Führungsschaufeln in einer Brennstoffdüse
mit einer relativ dicken Wand durch maschinelles Bearbeiten herausgearbeitet werden.
Der ringförmige Bereich um die Brennstoffdüse und stromabwärts hinter den Führungsschaufeln
wird als die Verwirbelungskammer bezeichnet. Sie hat spezifische Abmessungen zur
Erzeugung eines wirbelnden Sauerstoffträgers mit der erforderlichen Stärke (Verwirbelungszahl)
oder dem erforderlichen axialen/tangentialen Momentum. Das erste dimensionslose
Schlüsselverhältnis ist Ls/Ds, das vorzugsweise von etwa 0,5
bis etwa 5 reicht. Die Länge Ls stellt eine Distanz bereit, in der sich
die durch den Sauerstoffträgerverwirbeler erzeugte Verwirbelung
in einem Bereich mit konstantem Durchmesser vollständig entwickelt. Dieser Bereich
wird vorzugsweise nicht über das Verhältnis (Ls/Ds) = 5 hinaus
vergrößert; bei über 5 liegenden Werten beginnt sich die bereits entwickelte Sauerstoffträgerverwirbelung
abzuschwächen und ihre Stärke in der tangentialen/axialen Richtung zu verlieren.
Dies ist auf die Wandreibung im Inneren der Verwirbelungskammer zurückzuführen.
Das zweite wichtige Merkmal, wie in 2
dargestellt, ist die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
28, die einen Bereich einer sich ausdehnenden Sauerstoffträgerströmung
34 definiert. Dies ist ein auseinandergehender Bereich, in dem sich die
wirbelnde Sauerstoffträgerströmung in der radialen Richtung ausdehnen kann. Der
Zweck besteht darin, die Sauerstoffträgerströmung radial auszudehnen und einen gesteuerten
Mischungszustand mit der Brennstoffströmung aufrechtzuerhalten, wie schematisch
in 3 dargestellt. Wenn die Ausdehnung nicht durchgeführt
wird, vermischt sich die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung (auf der Basis der Verwirbelungsstärke)
innig mit der Brennstoffströmung und erzeugt ein gründlich gemischtes Gemisch aus
Brennstoff und Sauerstoffträger. Die Verbrennung eines solchen Gemisches erfolgt
aufgrund der relativ hohen Reaktionsraten unverzüglich und erzeugt eine Flamme mit
sehr hoher Temperatur, die die meisten feuerfesten Brennerblöcke zum Schmelzen bringen
kann. Um das Mischvermögen der Sauerstoffträgerströmung zu reduzieren, reicht der
Ausdehnungswinkel &Lgr; vorzugsweise von etwa 5° bis etwa 60°. Die axiale
Länge Le der Ausdehnungskammer ist auf ein bestimmtes Le/Ds-Verhältnis
festgelegt, das von etwa 0,25 bis etwa 3 reicht. Eine größere Länge Le
bewirkt, daß sich die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung (und auch die Flamme
38) mehr in der radialen Richtung (abhängig vom Ausdehnungswinkel &Lgr;)
ausdehnt, bevor sie sich mit der Brennstoffströmung vermischt. Dies erfolgt insbesondere
(bei großen Ausdehnungswinkeln), um eine flache Flamme zu entwickeln. Eine kleinere
Länge Le läßt es sofort zu, daß sich die Sauerstoffträgerströmung mit der Brennstoffströmung
vermischt, was nützlich sein kann, um eine traditioneller geformte Flamme zu entwickeln.
Der im wesentlichen zylindrische Verbrennungshohlraum 30
erzeugt einen Verbrennungsbereich 36 (2).
Dies ist ein Endbereich, in dem Brennstoff und Sauerstoffträger für die Gesamtflammenbildung
in gesteuerter Weise vermischt werden. Der im wesentlichen zylindrische Verbrennungshohlraum
30 ist so ausgeführt, daß darin das Vermischen des Brennstoffs und des
wirbelnden Sauerstoffträgers, das bereits in der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
28 stattgefunden hat, ergänzt wird. Die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung
kann sich in der radialen Richtung in einem gewissen Ausmaß in der im wesentlichen
konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer 28 ausdehnen. Der im wesentlichen
zylindrische Verbrennungshohlraum 30 wird verwendet, um den Ausdehnungsprozeß
in der radialen Richtung anzuhalten und im Bereich 36 auf der Basis der
Mischbedingungen eine Flamme 38 zu erzeugen. Das dimensionslose Lc/Dc-Verhältnis
der Brennkammer (siehe 2) ist auf der Basis der gewünschten
Flammenform gewählt. In Tabelle I sind einige Flammengrundtypen auf der Basis des
Flammenmomentums und des ungefähren Bereichs des Lc/Dc-Verhältnisses
aufgelistet. Diese Zahlen basieren auf kumulativen experimentellen Daten und Berechnungsstudien
bei verschiedenen Brenntemperaturen.
Tabelle I. Flammentypen
Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung, auf den nunmehr Bezug genommen
wird, ist die Ausführung der Brennkammer für die Bildung einer flachen Flamme, verglichen
mit der traditionellen (zylindrischen) Flamme, etwas anders gestaltet. Die flache
Flamme wird aufgrund des "Coanda"-Effekts und unter Verwendung einer gekrümmten
Geometrie im Brennkammerausgang gebildet, wie durch die Brennervorrichtung
50 in 4 veranschaulicht. Hier erstreckt sich
die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer 28 in die
Brennkammer hinein, wobei der Radius Rc tangential zum auseinandergehenden
Bereich der Ausdehnungskammer verläuft. Das Rc/Dc1-Verhältnis
reicht von etwa 0,25 bis etwa 2. Ein kleineres Verhältnis für den Radius Rc
wird für kleinere Brenner und ein größeres Verhältnis für größere Brenner verwendet.
Das allmähliche Auseinandergehen in der radialen Richtung in der in
4 dargestellten Brennervorrichtung ist notwendig, um
die Flammendrehung in der sich ständig ausdehnenden radialen Richtung zu unterstützen
und eine Entwicklung der Flamme in der flachen Formstruktur zu ermöglichen. Der
Verwirbelerwinkel (Führungsschaufelwinkel &bgr; im Verhältnis zur Flammenachse)
für die Erzeugung einer flachen Flamme wird auch relativ hoch gehalten und reicht
vorzugsweise von etwa 30° bis etwa 60°. Es wurde festgestellt, daß sich die
flache Flamme an die Wand der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
und anschließend aufgrund des Coanda-Effekts an die Ofenwand andrückt. Die sich
drehende Flamme mit einem relativ großen Durchmesser in der Nähe der heißen Fläche
des Brennerblocks sorgt für den Strahlungswärmefluß zur Charge.
Die Ausführung der Brennkammer und insbesondere verschiedene Abmessungen,
dimensionslose Verhältnisse und Winkel sind so gewählt, daß immer ein Film aus relativ
kühlem Sauerstoffträger in der Nähe der inneren Wand der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer und der stromabwärts dahinter befindlichen Abschnitte
der Brennervorrichtung vorhanden ist. Eine Hauptaufgabe der Brennervorrichtungen
und Verfahren der Erfindung besteht darin, einen Film aus sich drehendem Sauerstoffträger
aufrechtzuerhalten, der über den gesamten Flammenweg immer nahe an der inneren Wandoberfläche
verbleibt. Dies ist in 3 für die erste Brennervorrichtung
der Erfindung dargestellt.
Für die Brennstoffströmung und die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung
wird eine spezifische Strömungsgeometrie vorgeschlagen, so daß das Vermischen zwischen
Brennstoff und Sauerstoffträger sorgfältig gesteuert wird, um ein Brennerleistungsverhalten
mit variabler Flammenform zu bieten. Eine traditionelle zylindrische Flamme oder
eine flache Flamme kann dadurch erhalten werden, daß einfach die Brennerspitzen
und die innere Brennerblockgeometrie verändert werden. In vielen Fällen kann ein
feuerfester Einsatz mit der erforderlichen internen Geometrie in den vorhandenen
Brennerblock eingesetzt werden, um die interne Brennerblockgeometrie zu verändern.
Dies würde eine lange Unterbrechung des Erwärmungsprozesses verhindern. Die Gesamtaufgabe
wird mit einem gleichmäßigen Wärmefluß zur Charge und ohne übermäßige Flammentemperaturen
oder eine Überhitzung von Brennerteilen erfüllt. In Öfen, die hohe Konzentrationen
von Prozeßteilchen oder flüchtigen Bestandteilen enthalten, ist dieses Konzept eines
aktiven Durchströmens des Brennerblockinneren sehr wichtig, weil sich ansonsten
Material innerhalb des Brennerblocks aufbauen könnte. Unter einigen Strömungsbedingungen,
insbesondere bei hohen Brenntemperaturen, können sich Bereiche mit niedrigem Druck
oder Rezirkulationszonen entwickeln, und Teilchen aus der Ofenatmosphäre können
in das Innere der Brennkammer eindringen und dort Teilchenmaterial ablagern. Wenn
ein aktives Durchströmen nicht durchgeführt wird, können sich Teilchen ansammeln
und einen negativen Einfluß auf die Gesamtflammenfluiddynamik ausüben. Es ist nicht
unüblich, daß die Flamme abgelenkt wird, auf die feuerfeste innere Oberfläche des
Blocks aufprallt und dadurch einen katastrophalen Blockausfall bewirkt. Die schematische
Darstellung in 3 zeigt die aktive Brennerblockkühlung
und den Teilchendurchströmungsprozeß.
Die Kondensation flüchtiger Bestandteile an der Brennerdüsenspitze
kann auch unter gewissen Bedingungen ohne aktives Durchströmen des Brennerblocks
erfolgen. Kondensierte Salze können mit metallischen Düsenspitzen reagieren. Im
Falle einer chemischen Reaktion kann eine beschleunigte Korrosion einen vorzeitigen
Ausfall zur Folge haben. Die kondensierten Salze können sich auch in aufeinanderfolgenden
Schichten an der Düsenspitze aufbauen, was Strömungseinschränkungen oder Flammenablenkungen
bewirken kann. Es kann wiederum zu einem katastrophalen Ausfall des Blocks kommen.
Bei der traditionellen Brennerkonstruktion (in Rohr-in-Rohr-Ausführung)
ist die Erdgasdüse typischerweise näher zur heißen Zone hin vorgesehen, um eine
wesentliche Flammenbildung im Brennerblock zu verhindern. Selbst bei Anwendungen
mit einem geringen Teilchenanteil kann diese Anordnung eine beschleunigte Korrosion
der Düse hervorrufen. Diese Korrosion kann selbst bei exotischen Materialien, beispielsweise
bei Inconel 600- und PM 2000-Legierungen, auftreten. Es wurden zwei unterschiedliche
Korrosionsmechanismen festgestellt. An der Innenseite der Düse, die dem Erdgas ausgesetzt
ist, kann eine starke Metallstaubbildung auftreten, insbesondere bei einer Inconel
600-Legierung. An der Außenseite der Düse kann es zu Lochfraß und zu einer Chromabreicherung
kommen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, ist eine neuartige Düse mit zwei verschiedenen
Auslegungsmerkmalen konstruiert worden.
a) Aerodynamische Form:
Die interne und externe Brennstoffdüsengeometrie ist optimiert, um
die Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen aerodynamisch zu vermischen. Dies
ist schematisch in 5 dargestellt. Wie aus
5 ersichtlich, kann sich die wirbelnde Sauerstoffträgerströmung
(in der axialen/tangentialen Richtung) mit der Brennstoffströmung allmählich und
in einer aerodynamischen Weise vermischen, ohne daß es zu einem scharfen Schnittpunkt
zwischen den beiden Fluidströmungen kommt. Der externe Winkel der Brennstoffdüse,
&thgr;, ist auf einen Wert festgelegt, der nur von etwa 5° bis 7° reicht.
Diese Ausführung vermeidet eine Strömungstrennung in der wirbelnden Sauerstoffträgerströmung.
Die Grenzschichttheorie für einen turbulenten Strahl zeigt, daß bei Gasströmungswinkeln
von mehr als 7° die Möglichkeit einer Strömungstrennung besteht. Eine getrennte
Sauerstoffträgerströmung hat Rezirkulationsbereiche und einen Niedrigdruckbereich
im Staubereich (18a und 18b) der Brennstoffdüse
16 zur Folge. Turbulente Wirbel in den Rezirkulationsbereichen können bewirken,
daß die Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen beschleunigt vermischt werden
und sich die Heißstelle bildet. In einigen Fällen können diese Heißstellen zur Rußbildung
führen oder Prozeßteilchen (d.h. von der gerade erwärmten Charge) dazu anregen,
sich aufgrund der Staubereiche 18a, 18b an der Brennstoffdüsenspitze
abzulagern.
b) Thermisch wirksame Ausführung:
Die Brennstoffdüsenkonstruktion 16 ist so beschaffen, daß
sie sowohl "konduktive" als auch "konvektive" Wärmeübertragungsmechanismen vorteilhaft
für eine wirksame Wärmeabstrahlung nutzen kann. Die Ausführung mit hoher Wärmekonduktion
wird durch die Verwendung einer relativ dickeren Düsenkonstruktion erzielt. Im allgemeinen
Betrieb ist die durch die erfindungsgemäße Brennervorrichtung und nach den Verfahren
der Erfindung erzeugte Flamme an der Düsenspitze verankert. Die Düsenspitze sollte
daher in der Lage sein, Wärme vom konzentrierten Spitzenbereich abzuleiten und sie
über eine gewisse Distanz zu einer Stelle stromaufwärts vor der Brennstoffdüse (zur
Brennstoffzuführung hin) zu übertragen. Wie in 6 dargestellt,
strömen die Brennstoffströmung "F" und die Sauerstoffträgerströmung "O" von stromaufwärts
nach stromabwärts; von links nach rechts, wie aus 6
ersichtlich. Die dickere Düse 16 läßt diesen "Axialkonduktions"-Modus zu,
wie durch die Pfeile 56 verdeutlicht. Die übertragene Wärme wird dann von
den strömenden Brennstoff- und Sauerstoffträgerströmungen (an beiden Seiten der
Düse) durch Zwangskonvektionswärmeübertragung aufgenommen, wie bei 54 dargestellt.
Kurz gesagt: Die relativ dickere Spitze läßt eine wirksame Wärmeübertragung durch
eine Axialkonduktion 56 und anschließend durch eine wirksame Zwangskonvektion
54 zu. Die Zwangskonvektionsmoden beruhen auf der strömenden Brennstoffströmung
und der strömenden (wirbelnden) Sauerstoffträgerströmung. Zusätzlich wirken die
für den wirbelnden Sauerstoffträger verwendeten Führungsschaufeln 24 auch
als "Wärmekonduktionsrippen" und übertragen die Wärme (58) konduktiv ganz
wirksam auf ringförmige wirbelnde Sauerstoffträgerströmungen. Abhängig von der Anzahl
der Rippen (vorzugsweise etwa 4 bis etwa 16) können die Wärmekonduktion und anschließend
der Wirkungsgrad der Zwangskonvektionswärmeübertragung ganz wesentlich verbessert
werden. In den verschiedenen experimentellen Tests hat sich gezeigt, daß die Düsentemperatur
bei Verwendung der obigen Spitzenausführung bei gleicher Brenntemperatur und Verwendung
einer ähnlichen Geometrie für andere Brennerauslegungsparameter von 538°C auf
149°C (von 1000°F auf 300°F) reduziert wurde.
Die neuartigen Düsen der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise
mittels einer Standardgewindeverbindung mit der Brennstoffleitung verbunden, um
die Düse leicht ersetzen oder Düsen für unterschiedliche Brenntemperatureinsätze
ändern zu können.
Eine numerische Simulation des in der ersten Ausführungsform beschriebenen
Brenners wurde unter Verwendung des für fluiddynamische Berechnungen ausgelegten
Computerprogramms FLUENT/UNS durchgeführt. Die verwendete Domäne war ein 2D-achsensymmetrisches
Feld mit Verwirbelung. Zu den eingesetzten physikalischen Modellen zählen das PDF-Modell
für die Verbrennung, das RNG-k-Epsilon-Modell für die Turbulenz und das P1-Modell
zur Berücksichtigung der Wirkungen einer Strahlungswärmeübertragung. Die berücksichtigte
Erdgasströmungsrate betrug 96,93 Nm3/h (2.300 Standardkubikfuß/h), und
die Sauerstoffträgerströmungsrate belief sich auf 206,5 Nm3/h (4.900
Standardkubikfuß/h). Die virtuellen Wände des Brennraums wurden als adiabatisch
angenommen, und die konduktive Wärmeübertragung durch die Blockwand wurde berücksichtigt.
Zu Vergleichszwecken wurden zwei unterschiedliche Fälle untersucht: der Basisfall
ohne Verwirbelung sowie der zweite Fall mit einem Verwirbelungswinkel &thgr; von
20° nur für die Sauerstoffströmung.
Die 7a und 7b
zeigen das Sauerstoffprofil in den beiden Fällen, 7a
für die nicht verwirbelte Strömung und 7b für die Strömung
mit Verwirbelung, für einen in Übereinstimmung mit 1
konstruierten Brenner. Die Ergebnisse zeigen, daß die Verwirbelung einen wichtigen
Einfluß bei der radialen Einschränkung der Sauerstoffstreuung hat, wobei sich der
meiste Sauerstoff näher zur Brennerachse hin konzentriert. Diese Muster werden den
Differenzen im Sauerstoffmomentum zugeschrieben, und die Folgen dieser Muster für
den Brennerbetrieb werden unter Bezugnahme auf die 8a
und 8b erörtert.
Die 8a und 8b
zeigen die Temperaturprofile für den Fall ohne Verwirbelung (8a)
bzw. mit Verwirbelung (8b) wiederum für einen in Übereinstimmung
mit 1 konstruierten Brenner. Die Temperaturprofile
zeigen, daß der Fall mit Verwirbelung in 8b zu einer
längeren Flamme führt, die sich, verglichen mit der "trägeren" Flamme in dem Fall
ohne Verwirbelung (8a), wesentlich mehr zur Brennerachse
hin konzentriert. Die Flamme in dem Fall ohne Verwirbelung tendiert dazu, radial
zur Chargenoberfläche (nach unten) und zu den Wandoberflächen (nach oben) hin zu
streuen. Die Differenz in der Temperaturverteilung ist für verschiedene industrielle
Anwendungen, beispielsweise für die Glasherstellung, von großer Bedeutung. Das
Einführen der Verwirbelung hat somit niedrigere Temperaturen sowohl an der geschmolzenen
Glasoberfläche als auch an den Ofenwänden zur Folge, wie aus den 8a
und 8b erkennbar. Dieses Muster führt zu
geringeren Emissionen aus dem geschmolzenen Glas, was ein sehr wichtiges Merkmal
für den erfindungsgemäßen Brenner ist, sowie zu einem geringeren Verschleiß an der
Ofenkrone. Die aus den 8a und 8b
ersichtlichen Temperaturverteilungen zeigen auch, daß die direktere Flamme der verwirbelten
Strömung zu einem niedrigeren Temperaturprofil im Brennerblock führt. Dies ist angesichts
der in handelsüblichen Glasöfen anfallenden hohen Temperaturen, die die Brennerlebensdauer
drastisch verkürzen und sich folglich auf den Ofenwirkungsgrad auswirken können,
ein anderer wichtiger Parameter der erfindungsgemäßen Brenner. Zusätzlich besitzt
die verwirbelte Strömung ein höheres Momentum für die Sauerstoffströmung, was zu
einer verbesserten Konvektionskühlung der Brennerspitze und des Brennerblocks führt,
wobei die durchschnittlichen Temperaturen im Vergleich zu der Strömung ohne Verwirbelung
niedriger sind. In den hier vorgestellten Fällen ist das durchschnittliche Sauerstoffmomentum
für die verwirbelte Strömung etwa 10% höher als in dem Fall ohne Verwirbelung. Dieser
Faktor, kombiniert mit der durch die Gechwindigkeitstangentialkomponente bereitgestellten
Zentrifugalkraft, führt zu einer verbesserten Strömung in der Nähe der Wände des
Brennerblocks und folglich zu einem höheren konvektiven Wärmeübertragungskoeffizienten.
Der Fall ohne Verwirbelung führt somit zu einem höheren Temperaturprofil im Brennerblockauslaß,
mit Temperaturen, die bis zu 43,3°C (110°F) höher als in dem Fall mit Verwirbelung
liegen.
Die 7a, 7b,
8a und 8b
zeigen auch, daß eine anfänglich ausgedehnte Brennkammer mit nicht konstantem Durchmesser,
gefolgt von einer im wesentlichen zylindrischen Brennkammergeometrie, die Aufrechterhaltung
einer Sauerstoffträgerverwirbelung aufgrund einer geringeren Wandreibung positiv
beeinflußt. Wenn nicht zugelassen wird, daß sich eine wirbelnde Fluidströmung in
der Verwirbelungskammer entwickeln und sich dann in der radialen Richtung ausdehnen
kann, stirbt die Verwirbelungsintensität aufgrund der Wandreibungswirkungen rasch
ab. In einer Brennkammer mit konstantem Durchmesser reagiert andererseits der wirbelnde
Sauerstoffträger aufgrund der engen Nähe in der Brennkammer zu schnell mit dem Brennstoff,
wodurch eine kurze, intensive Flamme erzeugt wird. Die Kühlung des Brennerblocks
wird auch durch das Vorhandensein eines Ausdehnungsbereichs aufgrund des langsameren
Ausbrennens des wirbelnden Sauerstoffträgers in einer Brennkammer mit einem relativ
breiteren Durchmesser positiv beeinflußt.
Nach mehreren Labortests mit einem in Übereinstimmung mit den
1 und 2 konstruierten
Brenner wurden zusätzliche Tests in einem zur Herstellung von Borsilikatwolleisolierung
(Glasfasern) verwendeten Ofen durchgeführt. Die Leistung des Ofens mit einer Schmelzfläche
von 68,75 m2 (740 Quadratfuß) betrug etwa 150 Tonnen/Tag, wobei 10 herkömmliche
Sauerstoff-/Brennstoff-Brenner in Rohr-in-Rohr-Ausführung verwendet wurden, die
unter dem Handelsnamen ALGLASSTM von Air Liquide America Corporation,
Houston, Texas, vertrieben werden. Die Brenntemperatur des Ofens betrug etwa 5.5651
MM W (19 MM Btu/h). Die herkömmlichen Brenner mußten, da sich im Ofen hohe Anteile
von Teilchen, Kondensaten und flüchtigen Bestandteilen angesammelt hatten, wöchentlich
gereinigt werden. Die Brennerdüse und die Brennerblöcke mußten regelmäßig gereinigt
werden. Der Kunde erklärte sich mit einem begrenzten Feldversuch einverstanden,
bei dem ein verbesserter Brenner gemäß dieser Erfindung mit einer Leistung von 500
kW bei Anordnung auf halber Länge eingesetzt wurde. Die Aufgaben bestanden darin,
die Wartungs- und Reinigungserfordernisse bei Verwendung des neuen Brenners zu verringern.
Der herkömmliche Brenner wurde herausgezogen, und der neue Brenner und Brennerblock
(wie schematisch in den
1 und 2
dargestellt) wurden installiert. Die Brenner- und Blockdaten sind wie folgt:
Geschwindigkeit (Sauerstoffträger) = 6,7 bis 26,1 m/Sek. (22 bis 75 Fuß/Sek.);
Geschwindigkeit (Brennstoff) = 13,92 bis 39,62 m/Sek. (40 bis 130 Fuß/Sek.);
Lc/Dc = 1,78;
Dc = 8,59·10-2 m (3,38 Zoll);
Le = 15% der Brennkammergesamtlänge Lt, wobei Lt = Le + Lc;
Ds = 5,56·10-2 m (2,2 Zoll);
Lc = 0,15 m (5,9 Zoll); Ls = 0,05 m (2 Zoll); Le = 2,7·10-2 m
(1,06 Zoll); und Verwirbelungswinkel &thgr; = 10°.
Der Brenner arbeitete mit einer durchschnittlichen Brenntemperatur
von 673670 MW (2,3 MM Btu/h) und erzeugte eine durchschnittliche Flammenlänge von
8 Fuß sowie eine Flammenbreite von etwa 0,51 m (20 Zoll). Die Flamme war sehr leuchtend
(mehr als bei dem unter dem Handelsnamen ALGLASSTM bekannten herkömmlichen
Brenner) und viel breiter. Die Temperaturen im Blockinneren (gemessen mit einem
optischen Pyrometer) waren aufgrund der Kühl-/Durchströmungswirkung des Sauerstoffträgers
niedriger. Die Brennerdüse war mit 93 bis 149°C (200 bis 300°F nach Langzeitbetrieb)
sogar noch kühler. Nach einem mehrwöchigen kontinuierlichen Betrieb wurde der erfindungsgemäße
Brenner zur Inspektion herausgezogen. Er erwies sich als sehr sauber und erforderte
keinerlei Reinigung. Der Brennerblockhohlraum war ebenfalls sehr sauber. In Absprache
mit dem Kunden wurde beschlossen, den gesamten Ofen (10 Brenner) auf die erfindungsgemäßen
Brenner umzurüsten. Nach einem neunmonatigen kontinuierlichen Betrieb hatte sich
gezeigt, daß die neuen Brenner keine regelmäßige Reinigung erforderten.
Die verschiedenen Aspekte der Erfindung wurden mit Blick auf zahlreiche
Vorteile beschrieben, aber für den Fachmann auf diesem Gebiet versteht es sich,
daß an den hierin beschriebenen Brennervorrichtungen und Verfahren kleinere Variationen
und Modifizierungen vorgenommen werden können, die als unter den Schutzbereich der
beiliegenden Ansprüche fallend angesehen werden.
Anspruch[de]
Brennervorrichtung, die folgendes umfaßt:
a) einen Brennerblock (4) mit einer Brennstoffleitung (12), wobei
die Brennstoffleitung (12) einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei sich
der Auslaß der Brennstoffleitung (12) in der axialen Richtung der Brennstoffleitung
und in eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28)
hinein öffnet;
b) den Brennerblock (4), der weiterhin einen im wesentlichen ringförmigen
Sauerstoffträgerdurchgang (22) hat, wobei die Brennstoffleitung (12)
innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs (22)
positioniert ist;
c) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang (22), der
ein Einlaßende in der Nähe des Brennstoffeinlasses und einen Auslaß in der Nähe
des Brennstoffleitungsauslasses hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler (24)
positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung zu erzeugen;
d) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang (22), der
an seinem Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) im Brennerblock (4) steht, wobei die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) einen Einlaßdurchmesser Ds und einen
solchen Auslaßdurchmesser Dc hat, daß Dc mindestens 110 von Ds entspricht;
e) eine im wesentlichen zylindrische Brennkammer (30) mit einem Durchmesser
Dc sowie mit einem Einlaß und einem Auslaß, wobei der Auslaß der im wesentlichen
konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) in Fluidverbindung mit
dem Einlaß der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer (30) positioniert
ist und sich der Auslaß der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer (30)
zu einer Ofenkammer hin öffnet; und
f) den Auslaß der Brennstoffleitung, der mit einem Rücksprung über eine Distanz
Lr vom im wesentlichen zylindrischen Brennkammerauslaß ausgebildet ist, wobei Lr
= Lc + Le, wobei Lc = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer (30) und Le = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen
konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer.
Brennervorrichtung nach Anspruch 1, bei der die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) einen von etwa 5° bis etwa 60°
reichenden Ausdehnungswinkel aufweist.
Brennervorrichtung nach Anspruch 2, bei der die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) einen von etwa 10° bis etwa
30° reichenden Ausdehnungswinkel aufweist.
Brennervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die im wesentlichen
konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (30) einen von etwa 15°
bis etwa 25° reichenden Ausdehnungswinkel aufweist.
Brennervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der es sich
bei dem mindestens einen Verwirbeler (24) um mehrere Schaufeln handelt,
die jeweils einen von etwa 5° bis etwa 30° reichenden Schaufelwinkel aufweisen.
Brennervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der es sich
bei dem mindestens einen Verwirbeler (24) um mehrere Schaufeln handelt,
die einen von etwa 30° bis etwa 60° reichenden Schaufelwinkel aufweisen.
Brennervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Brennstoffleitung
(12) eine Brennstoffdüse (16) mit einem Einlaßende und einem Auslaßende
umfaßt, wobei die Düse (16) in der Brennstoffleitung (12) zwischen
dem Verwirbeler (24) und dem Auslaß der Brennstoffleitung positioniert
ist, wobei die Düse (16) an ihrem Einlaßende einen größeren Außendurchmesser
als an ihrem Auslaßende hat.
Brennervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der Le etwa
10% bis etwa 50% von Lr beträgt.
Brennervorrichtung, die folgendes umfaßt:
a) einen Brennerblock (4) mit einer Brennstoffleitung (12), wobei
die Brennstoffleitung (12) einen Einlaß und einen Auslaß
hat, wobei sich der Auslaß der Brennstoffleitung in der axialen Richtung der Brennstoffleitung
und in eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28)
hinein öffnet;
b) den Brennerblock (4), der weiterhin einen im wesentlichen ringförmigen
Sauerstoffträgerdurchgang (22) hat, wobei die Brennstoffleitung (12)
innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs (22)
positioniert ist;
c) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang (22), der
ein Einlaßende in der Nähe des Brennstoffleitungseinlasses und einen Auslaß in der
Nähe des Brennstoffleitungsauslasses hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler
(24) positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung zu erzeugen;
d) den im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang (22), der
an seinem Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) im Brennerblock (4) steht, wobei die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) einen Einlaßdurchmesser Ds und einen
solchen Auslaßdurchmesser Dc hat, daß Dc mindestens 110 von Ds entspricht;
e) den Auslaß der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer, der
in Fluidverbindung mit einer torischen Brennkammer positioniert ist, die einen Einlaß
und einen Auslaß hat, wobei sich der Auslaß der torischen Brennkammer zu einer Ofenkammer
hin öffnet, wobei die ringförmige Brennkammer einen Krümmungsradius R hat;
f) den Auslaß der Brennstoffleitung, der mit einem Rücksprung über eine Distanz
Lr vom Auslaß der torischen Brennkammer ausgebildet ist, wobei Lr = Lt + Le, wobei
Lt = Länge in axialer Richtung der torischen Brennkammer und Le = Länge in axialer
Richtung der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer.
Brennervorrichtung nach Anspruch 9, bei der Le etwa 10% bis etwa 50%
von Lr beträgt.
Verfahren zur Verbrennung eines Brennstoffs in einer Brennervorrichtung
nach Anspruch 1, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
a) Einleiten eines Brennstoffs und eines Sauerstoffträgers in einen Brennerblock
(4), wobei der Brennerblock (4) eine Brennstoffleitung (12)
hat, wobei die Brennstoffleitung (12) einen Einlaß und einen Auslaß hat,
wobei sich der Auslaß der Brennstoffleitung in der axialen Richtung der Brennstoffleitung
und in eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28)
hinein öffnet, wobei der Brennerblock (4) weiterhin einen im wesentlichen
ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgang (22) hat, wobei die Brennstoffleitung
(12) innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs
(22) positioniert ist, wobei der im wesentlichen ringförmige Sauerstoffträgerdurchgang
(22) ein Einlaßende in der Nähe des Brennstoffeinlasses und einen Auslaß
in der Nähe des Brennstoffleitungsauslasses hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler
(24) positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung zu bilden,
wobei der im wesentlichen ringförmige Sauerstoffträgerdurchgang (22) an
seinem Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) im Brennerblock (4) steht, wobei die im wesentlichen konische
Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) einen Einlaßdurchmesser Ds und einen
solchen Auslaßdurchmesser Dc hat, daß Dc mindestens 110 von Ds entspricht, wobei
der Brennerblock (4) eine im wesentlichen zylindrische Brennkammer (28)
mit einem Durchmesser Dc sowie einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei der Auslaß
der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer in Fluidverbindung
mit dem Einlaß der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer positioniert ist, wobei
sich der Auslaß der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer zu einer Ofenkammer
hin öffnet und der Auslaß der Brennstoffleitung (12) mit einem Rücksprung
über eine Distanz Lr vom Auslaß der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer ausgebildet
ist, wobei Lr = Lc + Le, wobei Lc = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen
zylindrischen Brennkammer und Le = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen
konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer ;
b) Bilden eines wirbelnden Sauerstoffträgers bei seinem Durchgang durch den Verwirbeler;
c) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im wesentlichen
konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28), wobei der Brennstoff im
wesentlichen in der Nähe des axialen Zentrums der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
strömt, wobei der wirbelnde Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer vorbeiströmt;
d) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im wesentlichen
zylindrische Brennkammer (30);
e) Verbrennen des Brennstoffs und Sauerstoffträgers in der im wesentlichen zylindrischen
Brennkammer (30), während der Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen
zylindrischen Brennkammer vorbeiströmt; und
f) Einströmen der Verbrennungsprodukte aus der im wesentlichen zylindrischen Brennkammer
(30) in einen Ofen.
Verfahren nach Anspruch 11, bei dem sich der wirbelnde Sauerstoffträger
bei seinem Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) mit einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen
Ausdehnungsrate ausdehnt, wobei der Ausdehnungswinkel von etwa 5° bis etwa 60°
reicht.
Verfahren nach Anspruch 12, bei dem sich der wirbelnde Sauerstoffträger
bei seinem Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) mit einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen Ausdehnungsrate ausdehnt,
wobei der Ausdehnungswinkel von etwa 10° bis etwa 30° reicht.
Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem sich der wirbelnde Sauerstoffträger
bei seinem Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) mit einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen Ausdehnungsrate ausdehnt,
wobei der Ausdehnungswinkel von etwa 15° bis etwa 25° reicht.
Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei dem der Brennstoff
eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 45,72 m/Sek. (50 Fuß/Sek.) ist oder diesem
Wert entspricht.
Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, bei dem der Sauerstoffträger
eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 91,44 m/Sek. (300 Fuß/Sek.) ist oder
diesem Wert entspricht.
Verfahren zur Verbrennung eines Brennstoffs in einer Brennervorrichtung
nach Anspruch 9, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
a) Einleiten eines Brennstoffs und eines Sauerstoffträgers in einen Brennerblock
(4), wobei der Brennerblock (4) eine Brennstoffleitung (12)
hat, wobei die Brennstoffleitung einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei sich der
Auslaß der Brennstoffleitung in der axialen Richtung der Brennstoffleitung und in
eine im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) hinein
öffnet, wobei der Brennerblock (4) weiterhin einen im wesentlichen ringförmigen
Sauerstoffträgerdurchgang (22) hat, wobei die Brennstoffleitung (12)
innerhalb des im wesentlichen ringförmigen Sauerstoffträgerdurchgangs (22)
positioniert ist, wobei der im wesentlichen ringförmige Sauerstoffträgerdurchgang
(22) ein Einlaßende in der Nähe des Brennstoffeinlasses und einen Auslaß
in der Nähe des Brennstoffleitungsauslasses hat, und in dem mindestens ein Verwirbeler
(24) positioniert ist, um eine wirbelnde Sauerstoffträgerströmung zu bilden,
wobei der im wesentlichen ringförmige Sauerstoffträgerdurchgang (22) an
seinem Auslaßende in Fluidverbindung mit der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) im Brennerblock steht, wobei die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) einen Einlaßdurchmesser Ds und einen solchen Auslaßdurchmesser Dc
hat, daß Dc mindestens 110 von Ds entspricht, wobei der Auslaß der im wesentlichen
konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28) in Fluidverbindung mit
einer torischen Brennkammer steht, die einen Einlaß und einen Auslaß hat, wobei
sich der Auslaß der torischen Brennkammer zu einer Ofenkammer hin öffnet, wobei
die torische Brennkammer einen Kurvenradius R hat, wobei der Auslaß der Brennstoffleitung
mit einem Rücksprung über eine Distanz Lr vom Auslaß der torischen Brennkammer ausgebildet
ist, wobei Lr = Lt + Le, wobei Lt = Länge in axialer Richtung der torischen Brennkammer
und Le = Länge in axialer Richtung der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer;
b) Bilden eines wirbelnden Sauerstoffträgers bei seinem Durchgang durch den Verwirbeler;
c) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im wesentlichen
konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer (28), wobei der Brennstoff im
wesentlichen in der Nähe des axialen Zentrums der im wesentlichen konischen Sauerstoffträgerausdehnungskammer
strömt, wobei der wirbelnde Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen konischen
Sauerstoffträgerausdehnungskammer vorbeiströmt;
d) Einströmen des wirbelnden Sauerstoffträgers und des Brennstoffs in die im wesentlichen
torische Brennkammer;
e) Verbrennen des Brennstoffs und Sauerstoffträgers in der im wesentlichen torischen
Brennkammer, während der Sauerstoffträger an einer Wand der im wesentlichen torischen
Brennkammer vorbeiströmt; und
f) Einströmen der Verbrennungsprodukte aus der im wesentlichen torischen Brennkammer
in einen Ofen.
Verfahren nach Anspruch 17, bei dem sich der wirbelnde Sauerstoffträger
bei seinem Durchgang durch die im wesentlichen konische Sauerstoffträgerausdehnungskammer
(28) mit einer von einem Ausdehnungswinkel abhängigen Ausdehnungsrate ausdehnt,
wobei der Ausdehnungswinkel von etwa 5° bis etwa 60° reicht.
Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, bei dem der Brennstoff eine Geschwindigkeit
hat, die geringer als 30,48 m/Sek. (50 Fuß/Sek.) ist oder diesem Wert entspricht.
Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, bei dem der Sauerstoffträger
eine Geschwindigkeit hat, die geringer als 91,44 m/Sek. (300 Fuß/Sek.) ist oder
diesem Wert entspricht.