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Dokumentenidentifikation DE102004020451A1 01.12.2005
Titel Uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen, welche bei niedriger Temperatur härtbar sind und (teil-)kristalline Harze enthalten
Anmelder Degussa AG, 40474 Düsseldorf, DE
Erfinder Spyrou, Emmanouil, Dipl.-Chem. Dr., 46282 Dorsten, DE;
Weiß, Jörn Volker, Dipl.-Chem. Dr., 45721 Haltern am See, DE;
Grenda, Werner, 44627 Herne, DE
DE-Anmeldedatum 27.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020451
Offenlegungstag 01.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.2005
IPC-Hauptklasse C08L 75/04
IPC-Nebenklasse C09D 5/03   C09D 5/46   C08G 18/22   C08G 18/40  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen, welche bei niedriger Temperatur härtbar sind und (teil-)kristalline Harze enthalten, insbesondere für Polyurethan-Pulverlack- und Klebstoffzusammensetzungen, welche bei niedriger Temperatur härtbar sind, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen, welche bei niedriger Temperatur härtbar sind und (teil-)kristalline Harze enthalten, insbesondere für Polyurethan-Pulverlack- und Klebstoffzusammensetzungen, welche bei niedriger Temperatur härtbar sind, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung.

Bei Raumtemperatur feste, extern oder intern blockierte Polyisocyanate stellen wertvolle Vernetzer für thermisch vernetzbare Polyurethan (PUR)-Pulverlack- und Klebstoffzusammensetzungen dar.

So beschreibt z. B. die DE-OS 27 35 497 PUR-Pulverlacke mit hervorragender Witterungs- und Wärmestabilität. Die Vernetzer, deren Herstellung in der DE-OS 27 12 931 beschrieben wird, bestehen aus mit &egr;-Caprolactam blockiertem, Isocyanuratgruppen enthaltendem Isophorondiisocyanat. Es sind auch urethan-, biuret- oder harnstoffgruppenhaltige Polyisocyanate bekannt, deren Isocyanatgruppen ebenfalls blockiert sind.

Der Nachteil dieser extern blockierten Systeme besteht in der Abspaltung des Blockierungsmittels während der thermischen Vernetzungsreaktion. Da das Blockierungsmittel somit in die Umwelt emittieren kann, müssen aus ökologischen und arbeitshygienischen Gründen besondere Vorkehrungen zur Reinigung der Abluft und Wiedergewinnung des Blockierungsmittels getroffen werden. Zudem weisen die Vernetzer eine geringe Reaktivität auf. Es sind Härtungstemperaturen oberhalb von 170 °C erforderlich.

Die DE-OS 30 30 539 und DE-OS 30 30 572 beschreiben Verfahren zur Herstellung von uretdiongruppenhaltigen Polyadditionsverbindungen, deren terminale Isocyanatgruppen mit Monoalkoholen oder Monoaminen irreversibel blockiert sind. Nachteilig sind insbesondere die Ketten abbrechenden Bestandteile der Vernetzer, die zu geringen Netzwerkdichten der PUR-Pulverlackbeschichtungen und damit zu mäßigen Lösemittelbeständigkeiten führen.

Hydroxylgruppenterminierte, uretdiongruppenhaltige Polyadditionsverbindungen sind Gegenstand der EP 669 353. Sie weisen aufgrund ihrer Funktionalität von zwei eine verbesserte Resistenz gegenüber Lösemitteln auf. Den Pulverlackzusammensetzungen auf Basis dieser uretdiongruppenhaltigen Polyisocyanate ist gemeinsam, dass sie bei der Härtungsreaktion keine flüchtigen Verbindungen emittieren. Allerdings liegen die Einbrenntemperaturen mit mindestens 180 °C auf hohem Niveau.

Der Einsatz von Amidinen als Katalysatoren in PUR-Pulverlackzusammensetzungen wird in der EP 803 524 beschrieben. Diese Katalysatoren führen zwar zu einer Erniedrigung der Aushärtungstemperatur, zeigen aber eine beträchtliche Vergilbung, die im Beschichtungsbereich allgemein unerwünscht ist. Ursache dieser Vergilbung sind vermutlich die reaktiven Stickstoffatome in den Amidinen. Diese können sich mit Luftsauerstoff zu N-Oxiden umsetzen, die für die Verfärbung verantwortlich sind. In der EP 803 524 werden auch andere Katalysatoren erwähnt, die bislang für diesen Zweck verwendet wurden, ohne aber eine besondere Wirkung auf die Aushärtetemperatur zu zeigen. Dazu gehören die aus der Polyurethan-Chemie bekannten metallorganischen Katalysatoren, wie z. B. Dibutylzinndilaurat (DBTL), oder aber tertiäre Amine, wie z. B. 1,4-Diazabicylco[2.2.2]octan (DABCO).

In der WO 00/34355 werden Katalysatoren auf der Basis von Metallacetylacetonaten, z. B. Zinkacetylacetonat, beansprucht. Solche Katalysatoren sind tatsächlich in der Lage, die Aushärtungstemperatur von uretdiongruppenhaltigen Polyurethan-Pulverlackzusammensetzungen zu erniedrigen, zeigen als Reaktionsprodukte aber hauptsächlich Allophanate (M. Gedan-Smolka, F. Lehmann, D. Lehmann „New catalysts for the low temperature curing of uretdione powder coatings" International Waterborne, High solids and Powder Coatings Symposium, New Orleans, 21. – 23.02.2001).

Bestimmte Katalysatoren beschleunigen die Rückspaltung von Uretdiongruppen so stark, so dass sich bei Verwendung uretdiongruppenhaltiger Härter die Aushärtetemperatur von Pulverlack- bzw. Klebstoffzusammensetzungen beträchtlich erniedrigen lässt. Aufgrund der niedrigen Aushärtungstemperatur liegt eine hohe Schmelzviskosität vor. Dies führt zu Verlaufsproblemen und Oberflächenstörungen der Pulverlackfilme. Der hohe Glasübergangspunkt von herkömmlichen PUR-Pulverlackrohstoffen kann bei unzureichender Vernetzung zu spröden Lacken führen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, hochreaktive uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen zu finden, die sich bereits bei sehr niedrigen Temperaturen aushärten lassen und sich insbesondere zur Herstellung von Kunststoffen sowie von flexiblen gut verlaufenden hochglänzenden oder matten, licht- und wetterstabilen Pulverlackbeschichtungen und Klebstoffen eignen.

Überraschend wurde gefunden, dass in Niedrigtemperatur härtenden uretdionhaltigen Systemen der Einsatz von (teil-)kristallinen Harzen sowohl den Verlauf der Pulverlacke verbessert als auch die Flexibilität der Pulverlacke und Klebstoffe entscheidend erhöht.

Herkömmliche uretdionhaltige Lack- bzw. Klebstoffzusammensetzungen lassen sich unter normalen Bedingungen (DBTL-Katalyse) erst ab 180 °C aushärten. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen bei Niedrigtemperatur härtenden Polyurethanzusammensetzungen kann bei 100 bis 160 °C Aushärtungstemperatur nicht nur Energie und Aushärtungszeit gespart werden, sondern es lassen sich auch viele temperatursensible Substrate beschichten bzw. verkleben, die bei 180 °C unerwünschte Vergilbungs-, Zersetzungs- und/oder Versprödungserscheinungen zeigen würden. Neben Metall, Glas, Holz, Leder, Kunststoffen und MDF-Platten sind auch bestimmte Aluminiumuntergründe prädestiniert. Bei letzteren führt eine zu hohe Temperaturbelastung mitunter zu einer unerwünschten Änderung der Kristallstruktur.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind hochreaktive uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, im Wesentlichen enthaltend

  • A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%; und
  • B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen; und
  • C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;
  • D) gegebenenfalls
  • D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls
  • D2) Katalysatoren die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;
  • E) gegebenenfalls mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;
  • F) gegebenenfalls mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges oder amingruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm bzw. einem vergleichbaren Amingehalt, mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;
  • G) gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 %;
wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt.

Weiterer Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der Polyurethanzusammensetzung.

Gegenstand der Erfindung sind auch Pulverlacke und die Verwendung der erfindungsgemäßen Polyurethanzusammensetzungen zur Herstellung von Lackbeschichtungen auf Metall-, Kunststoff-, Glas-, Holz-, oder Ledersubstraten oder sonstigen hitzeresistenten Untergründen.

Gegenstand der Erfindung sind auch Klebstoffzusammensetzungen und die Verwendung der erfindungsgemäßen Polyurethanzusammensetzungen zur Herstellung von Verklebungen von Metall-, Kunststoff-, Glas-, Holz-, oder Ledersubstraten oder sonstigen hitzeresistenten Untergründen.

Ebenfalls Gegenstand der Erfindung sind Metallbeschichtungszusammensetzungen, insbesondere für Automobilkarossen, Motor- und Fahrräder, Gebäudeteile und Haushaltsgeräte, Holzbeschichtungszusammensetzungen, Glasbeschichtungszusammensetzungen, Lederbeschichtungszusammensetzungen und Kunststoffbeschichtungszusammensetzungen.

Uretdiongruppen enthaltende Polyisocyanate sind wohlbekannt und werden beispielsweise in US 4 476 054, US 4 912 210, US 4 929 724 sowie EP 0 417 603 beschrieben. Einen umfassenden Überblick über industriell relevante Verfahren zur Dimerisierung von Isocyanaten zu Uretdionen liefert das J. Prakt. Chem. 336 (1994) 185-200. Im Allgemeinen erfolgt die Umsetzung von Isocyanaten zu Uretdionen in Gegenwart löslicher Dimerisierungskatalysatoren, wie z. B. Dialkylaminopyridinen, Trialkylphosphinen, Phosphorigsäure-triamiden, Triazolderivaten oder Imdidazolen. Die Reaktion – optional in Lösemitteln, bevorzugt aber in Abwesenheit von Lösemitteln durchgeführt – wird bei Erreichen eines gewünschten Umsatzes durch Zusatz von Katalysatorgiften abgestoppt. Überschüssiges monomeres Isocyanat wird im Anschluss durch Kurzwegverdampfung abgetrennt. Ist der Katalysator flüchtig genug, kann das Reaktionsgemisch im Zuge der Monomerabtrennung vom Katalysator befreit werden. Auf den Zusatz von Katalysatorgiften kann in diesem Fall verzichtet werden. Grundsätzlich ist zur Herstellung von Uretdiongruppen enthaltenden Polyisocyanaten eine breite Palette von Isocyanaten geeignet. Erfindungsgemäß werden Isophorondiisocyanat (IPDI), Hexamethylendiisocyanat (HDI), Diisocyanatodicyclohexylmethan (H12MDI), 2-Methylpentandiisocyanat (MPDI), 2,2,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat/2,4,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat (TMDI), Norbornandiisocyanat (NBDI), Methylendiphenyldiisocyanat (MDI), Toluidindiisocyanat (TDI) und Tetramethylxylylendiisocyanat (TMXDI) bevorzugt verwendet. Ganz besonders bevorzugt werden IPDI, HDI und H12MDI.

Die Umsetzung dieser Uretdiongruppen tragenden Polyisocyanate zu Uretdiongruppen aufweisenden Härtern A) beinhaltet die Reaktion der freien NCO-Gruppen mit hydroxylgruppenhaltigen Monomeren oder Polymeren, wie z. B. Polyestern, Polythioethern, Polyethern, Polycaprolactamen, Polyepoxiden, Polyesteramiden, Polyurethanen oder niedermolekularen Di-, Tri- und/oder Tetraalkoholen als Kettenverlängerer und gegebenenfalls Monoaminen und/oder Monoalkoholen als Kettenabbrecher und wurde schon häufig beschrieben (EP 0 669 353, EP 0 669 354, DE 30 30 572, EP 0 639 598 oder EP 0 803 524). Bevorzugte Uretdiongruppen aufweisende Härter A) haben einen freien NCO-Gehalt von weniger als 5 Gew.-% und einen Gehalt an Uretdiongruppen von 1 bis 18 Gew.-% (berechnet als C2N2O2, Molekulargewicht 84). Bevorzugt werden Polyester und monomere Dialkohole. Außer den Uretdiongruppen können die Lack- bzw. Klebstoffhärter auch Isocyanurat-, Biuret-, Allophanat-, Urethan- und/oder Harnstoff-Strukturen aufweisen.

Beispiele für Katalysatoren unter B1) ist Dibutylzinndilaurat, unter B2) Dibutylzinndibutylat unter B3) Zinkacetylacetonat, Cobaltacetylacetonat, Lithiumacetylacetonat und Zinnacetylacetonat.

Selbstverständlich können auch Mischungensolcher Katalysatoren verwendet werden. Die Katalysatoren sind in einer Menge von 0,001 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtformulierung, in der Polyurethanzusammensetzung enthalten.

Bei den hydroxylgruppenhaltigen (teil-)kristallinen Polymeren C) werden bevorzugt Polyester, Polyether, Polyacrylate, Polyurethane, Polyether und/oder Polycarbonate mit einer OH-Zahl von 10 bis 500 (in mg KOH/Gramm) eingesetzt. Besonders bevorzugt werden hydroxylgruppenhaltige Polyester mit einer OH-Zahl von 20 bis 150, einem mittleren Molekulargewicht von 500 bis 6 000 g/mol. Selbstverständlich können auch Mischungen solcher Polymere eingesetzt werden. Der Gew.-Anteil dieser (teil-)kristallinen Komponente C) an der Gesamtformulierung kann zwischen 1 % und 95 % betragen, bevorzugt werden 2 bis 50 %.

(Teil-)kristalline hydroxylgruppenhaltige Polyester werden hergestellt durch Polykondensation. Dazu wird eine Säurekomponente, bestehend aus 80-100 Molprozent einer gesättigten linearen aliphatischen oder cycloaliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 14 Kohlenstoffatomen und 0 bis 20 Molprozent einer anderen aliphatischen oder cycloaliphatischen oder aromatischen Di- oder Polycarbonsäure, mit einer Alkoholkomponente, bestehend aus 80 bis 100 Molprozent eines linearen aliphatischen Diols mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen und 0 bis 20 % eines anderen aliphatischen oder cycloaliphatischen Di- oder Polyols mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen, umgesetzt. Die so hergestellten kristallinen hydroxylgruppenhaltigen Polyester haben eine OH-Zahl von 15 bis 150 mg KOH/g, eine Säurezahl < 5 mg KOH/g und einen Schmelzpunkt von 40 bis 130 °C.

Für die Herstellung von (teil-)kristallinen Polyestern bevorzugte Carbonsäuren sind Bernstein-, Adipin-, Kork-, Azelain, Sebacin-, Dodecandi-, Tetrahydrophthal-, Hexahydrophthal-, Hexahydroterephthal-, Endomethylentetrahydrophthal-, Glutarsäure bzw. – soweit zugänglich – deren Anhydride. Besonders gut geeignet ist Dodecandisäure.

Als Polyole sind die folgenden Diole Ethylenglykol, Propandiol-(1,2) und -(1,3), 2,2-Dimethylpropandiol-(1,3), Butandiol-(1,4), Pentandiol-(1,5), Hexandiol-(1,6), 2-Methylpentandiol-(1,5), 2,2,4-Trimethylhexandiol-(1,6), 2,4,4-Trimethylhexandiol-(1,6), Heptandiol-(1,7), Decandiol-(1,10), Dodecandiol-(1,12), Octadecen-9,10-diol-(1,12), Octadecandiol-(1,18), 2,4-Dimethyl-2-propylheptandiol-(1,3), Butendiol-(1,4), Butindiol-(1,4), Diethylenglykol, Triethylenglykol, Tetraethylenglykol, trans- und cis-1,4-Cyclohexandimethanol, die Triole Glycerin, Hexantriol-(1,2,6), 1,1,1-Trimethylolpropan und 1,1,1-Trimethylolethan und das Tetraol Pentaerythrit, geeignet.

Beachtet werden muss in diesem Zusammenhang, dass die Aktivität der Katalysatoren unter B) in Anwesenheit von Säuren deutlich abnimmt. Zu den herkömmlichen Reaktionspartnern der uretdionhaltiger Lack- bzw. Klebstoffhärter gehören hydroxylgruppenhaltige Polyester. Aufgrund der Herstellungsweise von Polyestern tragen diese mitunter in geringem Umfang noch Säuregruppen. In Gegenwart von solchen Säuregruppen tragenden Polyestern bietet es sich an, die erwähnten Katalysatoren entweder im Überschuss, bezogen auf die Säuregruppen, zu verwenden, oder aber reaktive Verbindungen zuzusetzen, die in der Lage sind, Säuregruppen abzufangen. Sowohl monofunktionelle als auch mehrfachfunktionelle Verbindungen können hierzu eingesetzt werden.

Reaktive säureabfangende Verbindungen D1) sind in der Lackchemie allgemein bekannt. So setzen sich beispielsweise Epoxyverbindungen, Carbodiimide, Hydroxyalkylamide oder 2-Oxazoline, aber auch anorganische Salze, wie Hydroxide, Hydrogencarbonate oder Carbonate, mit Säuregruppen bei erhöhten Temperaturen um. In Frage kommen dabei z. B. Triglycidyletherisocyanurat (TGIC), EPIKOTE® 828 (Diglycidylether auf Basis Bisphenol A, Schell), Versaticsäureglycidylester, Ethylhexylglycidylether, Butylglycidylether, Polypox R 16 (Pentaerythrittetraglycidylether, UPPC AG) sowie andere Polypoxtypen mit freien Epoxygruppen, Vestagon EP HA 320, (Hydroxyalkylamid, Degussa AG), aber auch Phenylenbisoxazolin, 2-Methyl-2-oxazolin, 2-Hydroxyethyl-2-oxazolin, 2-Hydroxypropyl-2-oxazolin, 5-Hydroxypentyl-2-oxazolin, Bariumhydroxid, Natriumcarbonat und Calziumcarbonat. Selbstverständlich kommen auch Mischungen solcher Substanzen in Frage. Diese reaktive Verbindungen können in Gewichtsanteilen von 0,1 bis 10 %, bevorzugt von 0,5 bis 3 %, bezogen auf die Gesamtformulierung, eingesetzt werden.

Für die Reaktion von Säurefängern mit Säuren können zusätzliche Co-Katalysatoren (D2) eingesetzt werden. Dies können quartäre Ammoniumsalze und/oder Phosphoniumsalze sein. Beispiele dafür sind Tetrabutylammoniumbromid, Tetramethylammoniumformiat, Tetramethylammoniumacetat, Tetramethylammonium-propionat, Tetramethylammoniumbutyrat, Tetramethylammoniumbenzoat, Tetraethylammoniumformiat, Tetraethylammoniumacetat, Tetraethylammoniumpropionat, Tetraethylammoniumbutyrat, Tetraethylammoniumbenzoat, Tetrapropylammoniumformiat, Tetrapropylammoniumacetat, Tetrapropylammoniumpropionat, Tetrapropylammoniumbutyrat, Tetrapropylammoniumbenzoat Tetrabutylammoniumformiat, Tetrabutylammoniumacetat, Tetrabutylammoniumpropionat, Tetrabutylammoniumbutyrat und Tetrabutylammoniumbenzoat und Tetrabutylphosphoniumacetat, Tetrabutylphosphoniumformiat und Ethyltriphenylphosphoniumacetat, Tetrabutylphosphorniumbenzotriazolat, Tetraphenylphosphoniumphenolat, Trihexyltetradecylphosphoniumdecanoat, Methyltributylammoniumhydroxid, Methyltriethylammoniumhydroxid, Tetramethylammoniumhydroxid, Tetraethylammoniumhydroxid, Tetrapropylammoniumhydroxid, Tetrabutylammoniumhydroxid, Tetrapentylammoniumhydroxid, Tetrahexylammoniumhydroxid, Tetraoctylammoniumhydroxid, Tetradecylammoniumhydroxid, Tetradecyltrihexylammoniumhydroxid, Tetraoctadecylammoniumhydroxid, Benzyltrimethylammoniumhydroxid, Benzyltriethylammoniumhydroxid, Trimethylphenylammoniumhydroxid, Triethylmethylammoniumhydroxid, Trimethylvinylammoniumhydroxid, Tetramethylammoniumfluorid, Tetraethylammoniumfluorid, Tetrabutylammoniumfluorid, Tetraoctylammoniumfluorid und Benzyltrimethylammoniumfluorid, und Tetrabutylphosphoniumhydroxid, und Tetrabutylphosphoniumfluorid. Diese reaktive Verbindungen können in Gewichtsanteilen von 0,1 bis 10 %, bevorzugt von 0,5 bis 3 %, bezogen auf die Gesamtformulierung, eingesetzt werden.

Säuren, die unter E) genannt werden, sind alle Stoffe, fest oder flüssig, organisch oder anorganisch, monomer oder polymer, die die Eigenschaften einer Brönstedt- oder einer Lewissäure besitzen. Als Beispiele seien genannt: Schwefelsäure, Essigsäure, Benzoesäure, Malonsäure, Terephthalsäure, aber auch Copolyester oder Copolyamide mit einer Säurezahl von mindestens 20. Sie sind in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %, enthalten.

Bei den hydroxylgruppenhaltigen amorphen Polymeren F) werden bevorzugt Polyester, Polyether, Polyacrylate, Polyurethane, Polyether und/oder Polycarbonate mit einer OH-Zahl von 20 bis 500 (in mg KOH/Gramm) eingesetzt. Besonders bevorzugt werden hydroxylgruppenhaltige Polyester mit einer OH-Zahl von 20 bis 150, einem mittleren Molekulargewicht von 500 bis 6 000 g/mol. Selbstverständlich können auch Mischungen solcher Polymere eingesetzt werden. Solche amorphen Polymere können in einem Gewichtsanteil von 1 bis 95 % bezogen auf die Gesamtformulierung eingesetzt werden.

Für die Polyurethanzusammensetzung können die in der Lack- bzw. Klebstofftechnologie üblichen Zusatzstoffe G) wie Verlaufsmittel, z. B. Polysilicone oder Acrylate, Lichtschutzmittel z. B. sterisch gehinderte Amine, oder andere Hilfsmittel, wie sie z. B. in EP 669 353 beschrieben wurden, in einer Gesamtmenge von 0,05 bis 5 Gew.-% zugesetzt werden. Füllstoffe und Pigmente, wie z. B. Titandioxid, können in einer Menge bis zu 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung zugesetzt werden.

Optional können zusätzliche Katalysatoren, wie sie in der Polyurethanchemie bereits bekannt sind, enthalten sein. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um tertiäre Amine, wie z. B. 1,4-Diazabicylco[2,2,2,]octan, in Mengen von 0,001 bis 1 Gew.-%.

Die Homogenisierung aller Bestandteile zur Herstellung der erfindungsgemäßen Polyurethanzusammensetzung kann in geeigneten Aggregaten, wie z. B. beheizbaren Rührkesseln, Knetern, oder auch Extrudern, erfolgen, wobei Temperaturobergrenzen von 120 bis 130 °C nicht überschritten werden sollten. Die gut vermischte Masse wird durch geeignete Auftragung, z. B. Walzen, Sprühen, auf das Substrat aufgebracht. Das Auftragen von sprühfertigen Pulvern auf geeignete Substrate kann nach den bekannten Verfahren, wie z. B. durch elektrostatisches Pulversprühen, Wirbelsintern, oder elektrostatisches Wirbelsintern, erfolgen. Nach dem Auftrag werden die beschichteten Werkstücke zur Aushärtung 4 bis 60 Minuten auf eine Temperatur von 60 bis 220 °C, vorzugsweise 6 bis 30 Minuten bei 80 bis 160 °C erhitzt.

Nachfolgend wird der Gegenstand der Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert.

Polyurethanzusammensetzungen [Pulverlack] (Angaben in Gew.-%):
A) Unpigmentierte Systeme
B) Pigmentierte Systeme

Zusätzlich wurden in jeder der pigmentierten Formulierungen 1,5 Gew.-% RESIFLOW PV 88, 0,5 % Benzoin, 1,0 % TBABr und 2,21 Gew.-% Araldit PT 910 eingesetzt.

Allgemeine Herstellungsvorschrift für die Pulverlacke:

Die zerkleinerten Einsatzstoffe – Pulverlackhärter, Katalysatoren, Verlaufsmittel – werden in einem Kollergang innig vermischt und anschließend im Extruder bis maximal 130 °C homogenisiert. Nach dem Erkalten wird das Extrudat gebrochen und mit einer Stiftsmühle auf eine Korngröße < 100 &mgr;m gemahlen. Das so hergestellte Pulver wird mit einer elektrostatischen Pulverspritzanlage bei 60 KV auf entfettete Eisenbleche appliziert und in einem Umlufttrockenschrank 30 Minuten bei 130 °C eingebrannt. (Schichtdicke 70 bis 80 &mgr;m)

Erichsentiefung nach DIN 53 156

Kugelschlag nach ASTM D 2794-93

Smoothness: 10 optimal, 1 minimal


Anspruch[de]
  1. Hochreaktive uretdiongruppenhaltige Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, im Wesentlichen enthaltend

    A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen, aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%;

    und

    B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen;

    und

    C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm, mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt.
  2. Polyurethanzusammensetzung mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C gemäß Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    D)

    D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls

    D2) Katalysatoren, die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %; und/oder

    E) dass mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %; und/oder

    F) dass mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    enthalten ist.
  3. Polyurethanzusammensetzung mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren G) mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 % enthalten sind.
  4. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass uretdionhaltige Härter A) auf Basis von Isophorondiisocyanat (IPDI), Hexamethylendiisocyanat (HDI), Diisocyanatodicyclohexylmethan (H12MDI), 2-Methylpentamethylendiisocyanat (MPDI), 2,2,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat/2,4,4-Trimethyl-hexamethylendiisocyanat (TMDI), Norbornandiisocyanat (NBDI), Methylendiphenyldiisocyanat (MDI), Toluidindiisocyanat (TDI) und Tetramethylxylylen-diisocyanat (TMXDI), allein oder in Mischungen, enthalten sind.
  5. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass uretdionhaltige Härter auf Basis von IPDI, H12MDI und/oder HDI enthalten sind.
  6. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass uretdionhaltige Härter A) auf Basis hydroxylgruppenhaltiger Polyester, Polythioether, Polyether, Polycaprolactame, Polyepoxide, Polyesteramide, Polyurethane, niedermolekulare Di-, Tri- und/oder Tetraalkohole, Monoamine und/oder Monoalkohole, allein oder in Mischungen, enthalten sind.
  7. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Polyester und/oder monomere Dialkohole enthalten sind.
  8. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als hydroxylgruppenhaltige Verbindungen Polyester, Polyether, Polyacrylate, Polyurethane und Polycarbonate, allein oder in Mischungen, enthalten sind.
  9. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Polyester mit einer OH-Zahl von 30 bis 150 mg KOH/g und einem mittleren Molekulargewicht von 500 bis 6000 g/mol enthalten sind.
  10. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator B1) Dibutylzinndilaurat enthalten ist.
  11. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator B2) Dibutylzinndibutylat enthalten ist
  12. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Katalysatoren B3), ausgewählt aus Zinkacetylacetonat, Cobaltacetylacetonat, Lithiumacetylacetonat und Zinnacetylacetonat enthalten sind.
  13. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als hydroxylgruppenhaltige (teil-)kristalline Polymere C) Polyester, Polyether, Polyacrylate, Polyurethane, Polyether und/oder Polycarbonate mit einer OH-Zahl von 10 bis 500 (in mg KOH/Gramm) enthalten sind.
  14. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass hydroxylgruppenhaltige Polyester mit einer OH-Zahl von 15 bis 150 und einem mittleren Molekulargewicht von 500 bis 6 000 g/mol, enthalten sind.
  15. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Polyester auf Basis von Bernsteinsäure, Adipinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandisäure, Tetrahydrophthalsäure, Hexahydrophthalsäure, Hexahydroterephthalsäure, Endemethylentetrahydrophthalsäure, Glutarsäure bzw. – soweit zugänglich – deren Anhydride enthalten sind.
  16. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Polyester auf Basis von Ethylenglykol, Propandiol-(1,2) und -(1,3), 2,2-Dimethylpropandiol-(1,3), Butandiol-(1,4), Pentandiol-(1,5), Hexandiol-(1,6), 2-Methylpentandiol-(1,5), 2,2,4-Trimethylhexandiol-(1,6), 2,4,4-Trimethylhexandiol-(1,6), Heptandiol-(1,7), Decandiol-(1,10), Dodecandiol-(1,12), Octadecen-9,10-diol-(1,12), Octadecandiol-(1,18), 2,4-Dimethyl-2-propylheptandiol-(1,3), Butendiol-(1,4), Butindiol-(1,4), Diethylenglykol, Triethylenglykol, Tetraethylenglykol, trans- und cis-1,4-Cyclohexandimethanol, die Triole Glycerin, Hexantriol-(1,2,6), 1,1,1-Trimethylolpropan und 1,1,1-Trimethylolethan und das Tetraol Pentaerythrit.
  17. Polyurethansammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente D1) Epoxyverbindungen, Carbodiimide, Hydroxyalkyalamide, basische Salze und/oder 2-Oxazoline enthalten sind.
  18. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Co-Katalysatoren D2) quartäre Ammoniumsalze und/oder Phosphoniumsalze enthalten sind.
  19. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Säure E) Schwefelsäure, Essigsäure, Benzoesäure, Malonsäure, Terephthalsäure, oder auch Copolyester oder Copolyamide mit einer Säurezahl von mindestens 20 enthalten sind.
  20. Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als hydroxylgruppenhaltige amorphe Polymere F) Polyester, Polyether, Polyacrylate, Polyurethane, Polyether und/oder Polycarbonate mit einer OH-Zahl von 20 bis 500 (in mg KOH/Gramm) enthalten sind.
  21. Verfahren zur Herstellung von hochreaktiven, uretdiongruppenhaltigen Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, im Wesentlichen enthaltend

    A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%;

    und

    B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen;

    und

    C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    D) gegebenenfalls

    D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls

    D2) Katalysatoren, die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    E) gegebenenfalls mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    F) gegebenenfalls mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    G) gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 %;

    wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt, durch Homogenisierung bei Temperaturen von 60 bis 150 °C.
  22. Pulverlackzusammensetzung, enthaltend Verbindungen nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 20.
  23. Klebstoffzusammensetzung, enthaltend Verbindungen nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 20.
  24. Katalysator zur Beschleunigung der Aushärtung von hochreaktiven, uretdiongruppenhaltigen Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, im Wesentlichen enthaltend

    A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%;

    und

    B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen;

    und

    C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    D) gegebenenfalls

    D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls

    D2) Katalysatoren, die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    E) gegebenenfalls mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    F) gegebenenfalls mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm, mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    G) gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 %;

    wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt.
  25. Verwendung von hochreaktiven, uretdiongruppenhaltigen Polyurethanzusammensetzungen mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 40 °C, im Wesentlichen enthaltend

    A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%;

    und

    B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen,

    und

    C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    D) gegebenenfalls

    D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls

    D2) Katalysatoren, die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    E) gegebenenfalls mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    F) gegebenenfalls mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm, mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    G) gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 %;

    wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt.
  26. Verwendung nach Anspruch 25 zur Herstellung von flüssigen und pulverförmigen Lack- und Klebstoffzusammensetzungen für Metall, Kunststoff, Holz, Glas, Leder oder sonstige hitzeresistente Untergründe.
  27. Metallbeschichtungszusammensetzungen, Holzbeschichtungszusammensetzungen, Glasbeschichtungszusammensetzungen, Lederbeschichtungszusammensetzungen und Kunststoffbeschichtungszusammensetzungen aus Polyurethanzusammensetzungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 20, im Wesentlichen enthaltend

    A) mindestens einen uretdiongruppenhaltigen Härter, basierend auf aromatischen aliphatischen, (cyclo)aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Polyisocyanaten und hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen mit einem freien NCO-Gehalt von kleiner 5 Gew.-% und einem Uretdiongehalt von 1 bis 18 Gew.-%;

    und

    B) mindestens einen metallorganischen Katalysator ausgewählt aus Verbindungen der allgemeinen Formel

    1) R2MeX2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und X = Carboxylat bedeutet;

    2) R2MeY2, in welcher Me = Metall, R = Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und Y = Alkoholat bedeutet;

    3) ZnMe, in welcher Me = Metall, Z = Acetylacetonatrest und n = 2 oder 3 bedeutet;

    oder beliebige Mischungen solcher metallorganischer Verbindungen;

    und

    C) mindestens ein (teil-)kristallines hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 10 und 500 mg KOH/Gramm mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    D) gegebenenfalls

    D1) mindestens eine gegenüber Säuregruppen reaktive Verbindung (Säurefänger); und gegebenenfalls

    D2) Katalysatoren, die die Reaktion von Säuren und Säurefänger beschleunigen; mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    E) gegebenenfalls mindestens eine Säure in monomerer oder polymerer Form in einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,1 bis 10 %;

    F) gegebenenfalls mindestens ein amorphes hydroxylgruppenhaltiges Polymer mit einer OH-Zahl zwischen 20 und 500 mg KOH/Gramm, mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 1 bis 95 %;

    G) gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe und/oder weitere Katalysatoren mit einem Gewichtsanteil, bezogen auf die Gesamtformulierung, von 0,01 bis 50 %;

    wobei der Anteil des Katalysators unter B) 0,001 bis 5 Gew.-% an der Gesamtformulierung beträgt.
  28. Metallbeschichtung nach Anspruch 27 für Automobilkarossen, Motor- und Fahrräder, Gebäudeteile und Haushaltsgeräte.
  29. Beschichtungszusammensetzungen nach einem der Ansprüche 27 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass diese Verbindungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 20 enthalten.
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