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Dokumentenidentifikation DE102004021881A1 01.12.2005
Titel Vibrationsdämpfendes Waschmaschinenuntergestell
Anmelder Heß, Roland, 99974 Mühlhausen, DE
Erfinder Heß, Roland, 99974 Mühlhausen, DE
Vertreter Patentanwälte Liedtke & Partner, 99096 Erfurt
DE-Anmeldedatum 04.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004021881
Offenlegungstag 01.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.2005
IPC-Hauptklasse A47B 77/08
IPC-Nebenklasse A47B 81/00   A47B 67/04   D06F 37/26   
Zusammenfassung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Waschmaschinenuntergestell der eingangs genannten Art anzugeben, auf das eine Waschmaschine einfach platziert werden kann und das eine hohe Stabilität verbunden mit hoher Lebensdauer aufweist.
Erfindungsgemäß gelingt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass auf dem Untergestell mindestens eine tragfähige Fläche angeordnet ist und zwischen dieser Fläche und dem Untergestell vibrationsdämpfende Elemente angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft ein Waschmaschinenuntergestell, geeignet für übliche Waschmaschinen, Waschautomaten und Wäschetrockner, mit höhenverstellbaren Standfüßen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Waschmaschinenuntergestell, geeignet für übliche Waschmaschinen, Waschautomaten und Wäschetrockner, mit höhenverstellbaren Standfüßen.

Insbesondere für große Personen sind auf dem Fußboden stehende Waschmaschinen Wäschetrockner sehr unbequem zu be- und entladen. Je nach körperlicher Verfassung ist besonders bei größeren Lasten wie feuchter oder nasser Wäsche das nötige Bücken auch aus physiologischen Gründen unerwünscht.

Im Stand der Technik sind daher zahlreiche Bemühungen bekannt, um die Erreichbarkeit von Waschmaschinen zu verbessern. Dabei werden Unterschränke und Untergestelle diverser Spielarten vorgeschlagen.

Beispielsweise wird in DE 203 02 572 U1 ein Unterschrank für Waschmaschinen und -automaten mit einer abschließbaren Schublade zum Aufbewahren von Waschmitteln beschrieben. Der Unterschrank weist höhenverstellbare Standfüße und eine ausziehbare Arbeitsplatte auf.

Dieser Unterschrank hat mehrere Nachteile: Damit die Arbeitsplatte belastet werden kann, muss die Schublade herausgezogen sein, um die Arbeitsplatte darauf abzustützen, was einen zusätzlichen Arbeitsschritt erfordert. Eine Waschmaschine muss durch spezielle Schrauben mit dem Unterschrank verbunden werden, der dazu außerdem noch Bohrungen an den zur jeweiligen Waschmaschine passenden Stellen aufweisen muss. Diese starre Verbindung überträgt zudem die starken Vibrationen der Waschmaschine, die insbesondere beim Schleudern auftreten, auf den Unterschrank. Dieser muss daher extrem stabil gebaut sein, um die Vibrationen auf Dauer zu überstehen. Das Eindringen von Wasser in die Schublade wird zwar konstruktiv vermieden, das Wasser läuft aber dennoch am Schrank hinab und auf den Fußboden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Waschmaschinenuntergestell der eingangs genannten Art anzugeben, auf das eine Waschmaschine einfach platziert werden kann und das eine hohe Stabilität verbunden mit hoher Lebensdauer aufweist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einer Anordnung, welche die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale enthält, gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die zwischen einer tragfähigen Fläche, auf die eine Waschmaschine gestellt werden kann, und dem Untergestell angeordneten vibrationsdämpfenden Elemente verringern die von der Waschmaschine auf das Untergestell übertragenen Vibrationen stark, so dass das Untergestell nur wenig belastet wird und daher dauerhaft stabil bleibt. Die Maschine kann ohne zusätzliche Bohrungen auf die tragfähige Fläche gestellt werden, vorzugsweise wird sie dabei durch Verkleben befestigt.

Durch eine wasserdichte Wanne wird austretendes Wasser zuverlässig aufgefangen, so dass es nicht auf die Ablage, in das Untergestell oder auf den Fußboden gelangen kann. Die Wanne kann dabei selbst eine tragfähige Fläche darstellen oder auf einer solchen angeordnet sein.

Dadurch, dass in der Wanne ein Wassersensor angeordnet ist, kann frühzeitig vor austretenden Wasser gewarnt werden, wenn der Sensor mit einem entsprechenden Alarmmelder verbunden ist.

Eine in dem Untergestell angeordnete, ausziehbare Schublade bietet platzsparenden Stauraum für Wäsche und/oder Waschutensilien.

Mit mindestens einer Tür kann das Untergestell zusätzlich oder alternativ als Schrank genutzt werden.

Durch ein Schloss, durch das eine Schublade und/oder eine Tür abschließbar ist, wird insbesondere die Kindersicherheit deutlich erhöht, aber auch in gemeinsamen Waschkellern kann so das Eigentum gesichert aufbewahrt werden.

Eine ausziehbare Ablage, die im ausgezogenen Zustand selbstabstützend ist, ermöglicht ein bequemes Abstellen von Waschkörben oder Ablegen von Wäsche ohne umständliche, separate Unterstützung.

Mit Rund-Oval-Profilen und/oder Kasten-Profilen kann das Untergestell bei hoher Stabilität mit niedrigem Gewicht und relativ geringen Fertigungskosten hergestellt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Dazu zeigen

1 ein Waschmaschinenuntergestell in Frontansicht und

2 dasselbe Waschmaschinenuntergestell in Seitenansicht.

Das in 1 abgebildete Waschmaschinenuntergestell besteht aus dem aus Kasten-Profilen gefertigten Gestell 1, das auf der Oberseite an den vier Ecken je einen Gummisilentblock 3 aufweist. Durch die Gummisilentblöcke 3 wird eine Kunststoffwanne 2 unterstützt, in die eine Waschmaschine gestellt werden kann. Anstelle von Kunststoff könnte auch Metall oder jedes andere wasserdichte Material zum Einsatz kommen. Das Untergestell weist eine Arbeitsplatte 4 und eine Schublade 6 auf, die beide unabhängig voneinander benutzt und mit Hilfe der Griffe 7 ausgezogen werden können. Die Ablage 4 und die Schublade 6 sind in diesem Beispiel in handelsüblichen Führungsschienen gelagert, die in der Zeichnung nicht abgebildet sind. An der Unterseite des Untergestells sind vier höhenverstellbare Standfüße 5 angebracht.

Die Einzelteile des Gestells werden vorzugsweise durch Schweißen, Schrauben oder mittels einer Steckverbindung aneinander befestigt.

Das Untergestell kann auch ohne Schublade 6 und/oder ohne Ablage 4 ausgeführt sein. Stattdessen oder zusätzlich kann das Untergestell auch als Schrank mit einer oder mehreren Türen ausgebildet sind, in diesem Fall kann das Untergestell auch mit Wänden versehen sein. Die Schublade 6 und/oder eine oder mehrere Türen können mit Schlössern versehen sein, beispielsweise als Kindersicherung vor eingelagerten Waschmitteln.

Eine Waschmaschine kann beispielsweise in der Wanne platziert werden, indem sie zunächst hineingestellt und horizontal ausgerichtet wird und daraufhin an ihren Füßen doppelseitige Klebekissen angebracht werden. Dadurch ist ein sicherer Halt gegen Verrutschen gewährleistet. Die Maschine und das Untergestell werden so zu einer Einheit.

In der Wanne kann ein Wassersensor angebracht werden, der beispielsweise mit einem am Untergestell montierten akustischen Alarmmelder elektrisch verbunden ist und vor austretendem Wasser warnt. Zukünftig könnte der Wassersensor auch über entsprechende Schnittstellen an Haus-Bussysteme angeschlossen werden und auf diesem Wege eine weitere Verbreitung oder gezielte Weiterleitung des Alarms erfolgen.

Auf das Untergestell können alle Arten von Haushaltsgeräten gestellt werden, beispielsweise Wäschetrockner.

1Gestell 2Wanne 3Gummisilentblock 4Ablage 5Standfuß 6Schublade 7Griff

Anspruch[de]
  1. Waschmaschinenuntergestell (1), geeignet für übliche Waschmaschinen, Waschautomaten und Wäschetrockner, mit höhenverstellbaren Standfüßen (5), dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Untergestell (1) mindestens eine tragfähige Fläche angeordnet ist und zwischen dieser Fläche und dem Untergestell (1) vibrationsdämpfende Elemente (3) angeordnet sind.
  2. Waschmaschinenuntergestell (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der tragfähigen Fläche eine wasserdichte Wanne (2) angeordnet ist oder die tragfähige Fläche eine wasserdichte Wanne (2) ist.
  3. Waschmaschinenuntergestell (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (2) ein Wassersensor angeordnet ist.
  4. Waschmaschinenuntergestell (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Untergestell (1) eine ausziehbare Schublade (6) angeordnet ist.
  5. Waschmaschinenuntergestell (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell (1) mindestens eine Tür aufweist.
  6. Waschmaschinenuntergestell (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung ein Schloss aufweist.
  7. Waschmaschinenuntergestell (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Untergestell (1) eine ausziehbare Ablage (4) angeordnet ist und die Ablage (4) im ausgezogenen Zustand selbstabstützend ist.
  8. Waschmaschinenuntergestell (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell (1) aus Rund-Oval-Profilen und/oder Kasten-Profilen besteht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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