| Dokumentenidentifikation |
DE102004023486A1 01.12.2005 |
| Titel |
Hochleistungsverseilmaschine |
| Anmelder |
Warschau, Katrin, 39112 Magdeburg, DE |
| Erfinder |
Führer, Werner, Dipl.-Ing., 39108 Magdeburg, DE; Gensicke, Wolfgang, Dipl.-Ing., 39104 Magdeburg, DE |
| Vertreter |
Dr. Heyner & Dr. Sperling Patentanwälte, 01277 Dresden |
| DE-Anmeldedatum |
06.05.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004023486 |
| Offenlegungstag |
01.12.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
01.12.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
D07B 3/04
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| IPC-Nebenklasse |
H01B 13/02
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Hochleistungsverseilmaschine, insbesondere eine Korbverseilmaschine ohne Rückdrehung, zur Herstellung von axial- und torsionssteifen Spezialkabeln und Spezialseilen sowie zur Verseilung von AL- und Cu-Drähten. Die neue Hochleistungsverseilmaschine besteht dabei aus mindestens einem Verseilkorb (1), der mehrere koaxial und voneinander beabstandete, auf einer rotierenden Verseilwelle (9) fest angeordnete, aber drehbar gelagerte Spulen (8) zur Aufnahme der zu einem Kabel zu verseilenden Einzeldrähte (12) aufweist, und aus Mitteln, mit denen die beim Verseilen von den Spulen (8) abgewickelten Einzeldrähte (12) einem jenseits vom distalen Ende (5) der Verseilwelle (9) angeordneten gemeinsamen Verseilpunkt (13) zugeführt werden. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass als Mittel für die Zuführung der Einzeldrähte (12) zum Verseilpunkt (13) sich parallel zur Verseilwelle (9) erstreckende Rollenbügel (2) mit Umlenkrollen (2.1) eingesetzt werden, wobei die kraft- und ggf. formschlüssig mit der Verseilwelle (9) in Wirkverbindung stehenden Rollenbügel (2) derart ausgebildet sind, dass sie eine konzentrische Rotationsbewegung um die Verseilwelle (9) ausführen können und jeder Rollenbügel (2) mindestens ein steuerbares Mitnahmeelement (6) aufweist, um eine zugehörige Spule (8) während des Verseilens in Rotation zu versetzen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Hochleistungsverseilmaschine, insbesondere
eine Korbverseilmaschine ohne Rückdrehung, zur Herstellung von axial- und torsionssteifen
Spezialkabeln und Spezialseilen, sowie zur Verseilung von AL- und Cu-Drähten, gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige axial- und torsionssteife Spezialkabel und Spezialseile
werden beispielsweise als geophysikalische Mess- und Erkundungskabel in der Erdöl-
und Erdgasförderindustrie eingesetzt. Diesen Spezialkabeln und Spezialseilen ist
immanent, dass die den Kabelkern bildenden Mess- und Steuerleitungen von einem als
Armierung eingesetzten Außenmantel umhüllt sind, der aus mindestens einer Lage Z-Drähte
aufgebaut ist.
Zur Herstellung dieser Spezialkabel und Spezialseile werden sehr hohe
Anforderungen an die Verseilmaschinen gestellt. Das liegt zum einen daran, dass
die für die Armierung der axial- und torsionssteifen Spezialkabel eingesetzten kraft-
und ggf. formschlüssig ineinander greifenden Z-Drähte mittels einer geeigneten Zuführeinrichtung
einem Verseilpunkt exakt zugeführt und zueinander ausgerichtet werden müssen. Zum
anderen müssen die vor der Verseilmaschine platzierten Beschicksysteme sowie das
Materialhandling zwischen Beschicksystem und Verseilmaschine für große Kabel- und
Seillängen ausgelegt sein.
Aus dem Stand der Technik ist eine Verseilmaschine vorbekannt, die
in DE 42 31 588 beschrieben ist. Die Verseilmaschine
besteht aus mehreren Verseilkörben, die jeweils eine Verseilwelle mit mehreren koaxial
und hintereinander angeordneten Spulen aufweist. Jeder einzelnen Spule ist hierbei
ein zugehöriger Drahtabnahmearm zugeordnet, der während des Verseilens zur Entnahme
des Verseilgutes von der Spule vorgesehen ist. Aus Gründen der Verringerung der
Baulänge sind jeweils zwei Drahtabnahmearme paarweise und diagonal gegenüberliegend
zwischen zwei Spulen auf der Verseilwelle drehfest angeordnet. Die Spulen werden
mittels Reibrädern angetrieben, die fest auf einer axial verschiebbaren Spulwelle
mit einem Drehantrieb angeordnet sind. Der Nachteil dieser Erfindung besteht in
der geringen Flexibilität. Die Axialverschiebung der Spulwelle bewirkt nämlich,
dass entweder alle Reibräder, für den Fall des Verseilens, mit allen Spulen in Eingriff
gebracht werden oder, für den Fall des Bespulens des Verseilkorbes, von diesen getrennt
werden.
In US 2,659,192 ist eine weitere
Verseilmaschine offenbart, die zwei auf einer gemeinsamen Verseilwelle hintereinander
angeordnete Gruppen mit axial zueinander angeordneten Spulen, nämlich eine vordere
Gruppe und eine hintere Gruppe, Mittel zum wechselseitigen Aufnehmen und zum Führen
der Einzeldrähte der Spulen in Richtung einer Ablage sowie Mittel zum Antrieb der
Spulen einer Gruppe unabhängig von den Spulen der anderen Gruppe zum Zwecke des
wechselseitigen Bespulens und des Verseilens aufweist. Besonders nachteilig an dieser
Erfindung ist die große Baulänge der Verseilmaschine, da die Spulen beider Gruppen
hintereinander auf einer Verseilwelle platziert sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, eine Hochleistungsverseilmaschine,
insbesondere eine Korbverseilmaschine ohne Rückdrehung zu entwickeln, mit der die
Zuführung der von den Spulen abgewickelten Einzeldrähte zu einem Verseilpunkt sowie
das Bespulen des Verseilkorbs vereinfacht wird.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Hochleistungsverseilmaschine
mindestens einen Verseilkorb mit mehreren, koaxial und voneinander beabstandeten,
auf einer rotierenden Verseilwelle fest angeordneten, aber drehbar gelagerten Spulen
zur Aufnahme der zu einem Kabel zu verseilenden Einzeldrähte aufweist. Die Zuführung
der beim Verseilen von den Spulen abgewickelten Einzeldrähte zu einem jenseits vom
distalen Ende der Verseilwelle angeordneten gemeinsamen Verseilpunkt erfolgt mittels
jeweils eines sich parallel zur Verseilwelle erstreckenden Rollenbügels mit Umlenkrollen.
Die kraft- und ggf. formschlüssig mit der Verseilwelle in Wirkverbindung stehenden
Rollenbügel sind derart ausgebildet, dass sie eine konzentrische Rotationsbewegung
um die Verseilwelle ausführen können. Jeder Rollenbügel weist mindestens ein steuerbares
Mitnahmeelement auf, um eine zugehörige Spule während des Verseilens in Rotation
zu versetzen.
Üblicherweise weist die erfindungsgemäße Hochleistungsverseilmaschine
mehrere Verseilkörbe mit Spulen auf, deren jeweilige Verseilwellen vorzugsweise
parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Anzahl der eingesetzten Verseilkörbe
mit den zugehörigen Spulen bemisst sich hierbei nach der Anzahl der zum Aufbau eines
Kabel oder eines Seils zu verseilenden Einzeldrähte.
Die Wirkverbindung zwischen der Verseilwelle und den Rollenbügeln
wird hierbei mittels eines Getriebes erzielt, das fest auf der rotierenden Verseilwelle
angeordnet ist. Bei dem Getriebe kann es sich um ein ein- oder mehrteilig aufgebautes
Kettengetriebe, Reibradgetriebe, Riemengetriebe, Zahnradgetriebe, Kurbelgetriebe
oder bevorzugt um eine Bremsscheibe handeln.
Um jedoch die Rollenbügel im Fall des Bespulens des Verseilkorbes
von der Verseilwelle entkoppeln zu können, ist zwischen Getriebe und Verseilwelle
eine schaltbare Kupplung vorgesehen. Die Kupplung kann durch von hand schaltbare,
jedoch elektrisch überwachte Kuppelstellen erfolgen, sie kann aber auch nach einem
vorgegebenen Programm automatisch steuerbar ausgebildet werden. Beim Leerfahren
der Spulen der Verseilkörbe wird die Verseilmaschine angehalten und nachfolgend
neu bespult. Jeder Verseilkorb weist dazu vorteilhafterweise eine nicht näher beschriebene
Verlegeeinrichtung auf.
Beim Verseilen hingegen werden das Getriebe und die Verseilwelle mittels
der Kupplung in Eingriff gebracht, so dass die Rollenbügel und die Verseilwelle
gemeinsam vorzugsweise mit der gleichen Rotationsgeschwindigkeit drehen.
Jeder auf der Verseilwelle angeordneten Spule ist vorzugsweise ein
Rollenbügel zugeordnet, so dass ein üblicherweise 6 Spulen aufweisender Verseilkorb
auch 6 Rollenbügel umfasst. Diese Rollenbügel sind einzeln oder im Verbund, beispielsweise
als rahmenartige Konstruktion, mit dem Getriebe gekoppelt.
Die auf der Verseilwelle angeordneten Spulen sind unter Verwendung
von Lagern, vorzugsweise Wälzlager, oder Lagerbuchsen frei drehbar gelagert. Somit
wird eine nahezu reibungsfreie Rotation der Spulen um die Längsachse der Verseilwelle
während des Verseilens sichergestellt.
Gemäß der Konzeption der Erfindung sind auf der Verseilwelle zwischen
den voneinander beabstandeten Spulen steuerbare Mittel vorgesehen, die zum temporären
Arretieren jeder einzelnen Spule während des Bespulens des Verseilkorbes eingesetzt
werden. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind als Mittel
Kurzhubzylinder vorgesehen, die zum Bespulen des Verseilkorbs ausgefahren werden
und dabei in die Spulen eingreifen, um eine unerwünschte Rotationsbewegung der Spulen
zu verhindern. Eine einfachere Möglichkeit, die Verseilwelle und die auf ihr angeordneten
Spulen miteinander zu koppeln besteht in der Erzeugung eines Reibschlusses. Während
des Verseilens sind die Kurzhubzylinder eingefahren und damit von der zugehörigen
Spule beabstandet, so dass die Spule ungebremst und frei rotieren kann. Jeder Spule
ist mindestens ein Kurzhubzylinder zugeordnet. Die Kurzhubzylinder arbeiten folglich
während des Verseilens als Spulenbremse und während des Bespulens als Kupplung.
Die an den Rollenbügeln platzierten Umlenkrollen dienen dazu, die
vertikal gegenüber der Verseilwelle abgewickelten Einzeldrähte vorzugsweise einer
90°-Umlenkung zu unterziehen. Im Bereich der sich parallel zur Verseilachse
erstreckenden Rollenbügel werden die Einzeldrähte dann vorzugsweise parallel zu
den Rollenbügeln oder innerhalb der Rollenbügel geführt. Im Endbereich der Rollenbügel
werden die Einzeldrähte dann erneut einer zweifachen 90°-Umlenkung unterzogen
und verlaufen nunmehr unmittelbar an der Verseilwelle bis zum Erreichen eines jenseits
des distalen Endes der Verseilwelle angeordneten gemeinsamen Verseilpunktes aller
eingesetzten Verseilkörbe. Die den Einzeldraht kontaktierenden Laufflächen der Umlenkrollen
können unterschiedlich ausgebildet sein. Eine besondere Ausgestaltung der Laufflächen
der Umlenkrollen kann darin bestehen, dass sie dem Querschnitt eines z. B. Z-förmigen
Einzeldrahtes angepasst sind.
Jede Spule des Verseilkorbs weist beidseitig angeordnete Bremsscheiben
auf. Mindestens eine der beiden Bremsscheiben steht in Wirkverbindung mit dem oder
den Mitnahmeelement(en) der Rollenbügel. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
der Mitnahmeelemente sind steuerbare Hubmagnete vorgesehen.
Im Bereich des distalen Endes der Verseilwelle ist ein Tänzer angeordnet,
der zur Steuerung der als Hubmagnete ausgebildeten Mitnahmeelemente eingesetzt wird.
Unter Verwendung dieses Tänzers werden die einzelnen Mitnahmeelemente sequentiell
gesteuert und somit die Abfolge der Freigabe der auf den Spulen aufgewickelten Einzeldrähte
festgelegt.
Der Verseilkorb der Hochleistungsverseilmaschine ist zum Zwecke der
Rotationsbeaufschlagung zwischen einem Antriebsständer und einem Gegenlagerständer
des Gestells drehbar gelagert und gehaltert. Der Antriebsständer kann in vorteilhafter
Weise auch zum mittelbaren Antrieb der Rollenbügel genutzt werden, da die Rollenbügel
über das fest mit der Verseilwelle verbundene Getriebe mit der Verseilwelle gekoppelt
sind.
Das Materialhandling zwischen der Ziehmaschine und der zum Verseilen
eingesetzten Verseilmaschine erfolgt unter Verwendung von Bunden, Fässern oder Spulen,
die problemlos vor der Verseilmaschine unabhängig von aufwendigen und störanfälligen
Beschicksystemen angeordnet werden können.
Die erfindungsgemäße Hochleistungsverseilmaschine ist aufgrund ihrer
hohen Leistungsparameter und der guten Verkettungsmöglichkeiten besonders gut für
Verseilaufgaben geeignet, die einen möglichst gleichbleibenden Betrieb hinsichtlich
Drahtdicke und Drahtquerschnitt, vor allem im Dauerbetrieb, erfordern.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung erschließen sich dem Fachmann
des Weiteren aus der folgenden detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
im Hinblick auf die anliegenden Zeichnungen; in diesen zeigen:
1: schematische Darstellung des Querschnitts
eines Verseilkorbes der Hochleistungsverseilmaschine
2: schematische Darstellung des Axialschnitts
eines Verseilkorbes der erfindungsgemäßen Hochleistungsverseilmaschine mit den Rollenbügeln
1 und 2
illustrieren in Schnittzeichungen die schematische Darstellung eines Verseilkorbes
1 der erfindungsgemäßen Hochleistungsverseilmaschine. Die gesamte Hochleistungsverseilmaschine
besteht üblicherweise aus mehreren nachfolgend beschriebenen Verseilkörben
1 (s. 1), wobei aufgrund des identischen Aufbaus
dieser Verseilkörbe 1 nur exemplarisch ein einzelner Verseilkorb
1 dargestellt ist. Der Verseilkorb 1 umfasst im Wesentlichen eine
mit sechs Spulen 8 bestückte rotierende Verseilwelle 9, die zwischen
einem Antriebsständer 11.1 und einem Gegenlagerständer 11.2 des
Gestells 11 des Verseilkorbs 1 gelagert und gehaltert ist. Die
frei drehbar gelagerten Spulen 8 sind koaxial und voneinander gleichmäßig
beabstandet auf der Verseilwelle 9 fest angeordnet und dienen zur Aufnahme
der zum Verseilen notwendigen Einzeldrähte 12 (s. 1).
Jede Spule 8 weist beidseitig eine Spulenbremse 8.1 auf (s.
1).
In 1 sind vom Betrachter oberhalb und
unterhalb der Verseilwelle 9 jeweils ein Rollenbügel 2 vorgesehen,
die sich parallel zur Verseilwelle 9 zwischen dem Antriebsständer
11.1 und dem Gegenlagerständer 11.2 des Gestells 11 des
Verseilkorbs 1 erstrecken. Die Rollenbügel 2 sind über ein mit
dem Bezugszeichen 4 gekennzeichnetes Getriebe mit der Verseilwelle
9 des Verseilkorbs 1 kraft- und ggf. formschlüssig verbunden.
Das Getriebe 4 ist zweiteilig aufgebaut, wobei ein erstes Teil des Getriebes
4 im Bereich des Antriebsständers 11.1 und das zweite Teil des
Getriebes 4 im Bereich des Gegenlagerständers 11.2 des Gestells
11 platziert ist. Die beiden Rollenbügel 2 und das zweiteilig
aufgebaute Getriebe 4 ergänzen sich somit in dieser Schnittdarstellung
der 1 zu einem Rechteck. Die beiden Teile des Getriebes
4 sind bevorzugt als Rotorbremsscheibe ausgebildet. Der obere Rollenbügel
2 weist in seinen Endbereichen jeweils eine Umlenkrolle 2.1 auf
(s. auch 2), die zur Führung der von den Spulen
8 abgewickelten Einzeldrähte 12 eingesetzt werden. In Verbindung
mit einer im Bereich des distalen Endes 5 der Verseilwelle 9 angeordneten
weiteren Umlenkrolle werden die Einzeldrähte 12 einer mehrfachen Umlenkung
unterzogen. Wie ersichtlich, verlaufen die Einzeldrähte 12 im Bereich des
Gegenlagerständers 11.2 unmittelbar an der Verseilwelle 9, bis
sie einem jenseits des distalen Endes 5 der Verseilwelle 9 angeordneten
Verseilpunktes 13 zugeführt werden. Zwischen den beiden Umlenkrollen
2.1 des oberen Rollenbügels 2 werden die Einzeldrähte
12 vorzugsweise innerhalb, bzw. außerhalb des Rollenbügels 2 geführt.
Zwischen jeweils benachbarten Spulen 8 sind zwei steuerbare
Kurzhubzylinder 10 platziert, die diametral zueinander auf der Verseilwelle
9 fest angeordnet sind. In der 1 sind exemplarisch
nur zwei Kurzhubzylinder 10 dargestellt, nämlich ein erster ein- und ausfahrbarer
Kurzhubzylinder 10 für die erste Spule 8 und ein zweiter ein-
und ausfahrbarer Kurzhubzylinder 10 für die zweite Spule 8. Jeder
Spule 8 ist vorzugsweise aber ein linker bzw. ein rechter Kurzhubzylinder
10 zugeordnet.
Die Kurzhubzylinder 10 werden ausschließlich während des
Bespulens des Verseilkorbes 1 mit den Spulen 8 bzw. deren beidseitig
angeordneten Bremsscheiben 8.1 in Eingriff gebracht. Während des Verseilens
sind die Kurzhubzylinder 10 eingefahren und sichern das widerstandsfreie
Rotieren der Spulen 8. Während des Verseilens arbeiten die Kurzhubzylinder
10 als Spulenbremse und während des Bespulens als Kupplung. Die Position
der Kurzhubzylinder wird hierbei elektrisch überwacht und gesteuert.
Die Kurzhubzylinder 10 sind ebenso wie die an späterer Stelle
beschriebenen Mitnahmeelemente 6 und der Tänzer 7 mit einer nichtdargestellten
Regelungseinheit verbunden und werden durch diese gesteuert. Die Regelungseinheit
ist ferner mit Sensoren, Schaltelementen, Eingabe- und Ausgabegeräten sowie mit
Mitteln zur Visualisierung der Betriebszustände der Verseilmaschine verbunden. Zu
den Betriebszuständen zählen definitionsgemäß nicht nur das gewöhnliche Verseilen
der Einzeldrähte 12 zu einem Kabel oder das Bespulen des Verseilkorbs
1. nach dem Leerfahren der Spulen 8, sondern auch solche unerwünschten
Zustände, die allein während des Verseilens auftreten können. Dazu zählen z. B.
Drahtriss, Störungen beim Antrieb der Verseilwelle 9 oder Probleme bei
der Generierung der Signale der Regelungseinheit. Der in der 1
dargestellte untere Rollenbügel 2 sowie auch die nicht gezeigten weiteren
Rollenbügel 2 weisen ein als Hubmagnet ausgebildetes Mitnahmeelement
6 auf. Der Hubmagnet wird mittels nichtdargestellter zugehöriger bestrombarer
Spulen 8 in Bezug auf seine Position zu der Bremsscheibe 8.1 der
zugehörigen Spule 8 ausgerichtet. Während des Verseilens sichert jeder
Hubmagnet durch die generierte magnetische Haltekraft die Wirkverbindung zwischen
Rollenbügel 2 und zugehöriger Spule 8. Dadurch rotieren der Rollenbügel
2 und die Spule 8 in die gleiche Drehrichtung.
Die erfindungsgemäße Hochleistungsverseilmaschine ist ferner mit einer
in 2 dargestellten Verlegeeinrichtung 14 ausgestattet,
mit der das Bespulen des Verseilkorbes 1 wesentlich vereinfacht wird.
1- Verseilkorb
2- Rollenbügel
2.1- Umlenkrollen
3- Kupplung
4- Getriebe
5- distales Ende der Verseilwelle
6- Mitnahmeelemente
7- Tänzer
8- Spulen
8.1- Bremsscheiben der Spulen
9- Verseilwelle
10- Kurzhubzylinder
11- Gestell
11.1- Antriebsständer
11.2- Gegenlagerständer
12- Einzeldrähte
13- Verseilpunkt
14- Verlegeeinrichtung
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| Anspruch[de] |
- Hochleistungsverseilmaschine, insbesondere eine Korbverseilmaschine
ohne Rückdrehung, mit mindestens einem Verseilkorb (1), der mehrere koaxial
und voneinander beabstandete, auf einer rotierenden Verseilwelle (9) fest
angeordnete, aber drehbar gelagerte Spulen (8) zur Aufnahme der zu einem
Kabel zu verseilenden Einzeldrähte (12) aufweist, und Mittel vorgesehen
sind, mit denen die beim Verseilen von den Spulen (8) abgewickelten Einzeldrähte
(12) einem jenseits vom distalen Ende (5) der Verseilwelle (9)
angeordneten gemeinsamen Verseilpunkt (13) zugeführt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel für die Zuführung der Einzeldrähte
(12) zum Verseilpunkt (13) sich parallel zur Verseilwelle (9)
erstreckende Rollenbügel (2) mit Umlenkrollen (2.1) eingesetzt
werden, wobei die kraft- und ggf. formschlüssig mit der Verseilwelle (9)
in Wirkverbindung stehenden Rollenbügel (2) derart ausgebildet sind, dass
sie eine konzentrische Rotationsbewegung um die Verseilwelle (9) ausführen
können, und jeder Rollenbügel (2) mindestens ein steuerbares Mitnahmeelement
(6) aufweist, um eine zugehörige Spule (8) während des Verseilens
in Rotation zu versetzen.
- Hochleistungsverseilmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenbügel (2) mittels eines Getriebes (4) mit der Verseilwelle
(9) gekoppelt sind, und eine steuerbare Kupplung (3) zwischen
Getriebe (4) und Verseilwelle (9) vorgesehen ist, die ein Kuppeln
zum Zwecke des Verseilens und das Entkuppeln zum Zwecke des Bespulens der leer gefahrenen
Spulen (8) sicherstellt.
- Hochleistungsverseilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, dass ein im Bereich des distalen Endes (5) der Verseilwelle
(9) angeordneter Tänzer (7) vorgesehen ist, der zur Steuerung
der als Hubmagnete ausgebildeten Mitnahmeelemente (6) vorgesehen ist.
- Hochleistungsverseilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen den voneinander beabstandeten Spulen (8)
auf der Verseilwelle (9) steuerbare Kurzhubzylinder (10) angeordnet
sind, die während des Verseilens als Spulenbremse und während des Bespulens als
Kupplung arbeiten.
- Hochleistungsverseilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verseilwelle (9) zwischen einem Antriebsständer
(11.1) und einem Gegenlagerständer (11.2) des Gestells (11)
drehbar gelagert ist, wobei der Antriebsständer (11.1) auch zum mittelbaren
Antrieb des eine Rotation ausführenden Rollenbügels (2) vorgesehen ist.
- Hochleistungsverseilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Spulen (8) beidseitig angeordnete Bremsscheiben
(8.1) aufweisen, die in Wirkverbindung mit den Mitnahmeelementen (6)
der Rollenbügel (2) stehen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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