| Dokumentenidentifikation |
DE102004034371B3 01.12.2005 |
| Titel |
Mischvorrichtung |
| Anmelder |
Mai International GmbH, Feistritz, AT |
| Erfinder |
Papousek, Hannes, Brückl, AT; Kampitsch, Klaus, Kamering, AT; Steinwender, Franz, Radenthein, AT; Schön, Zdravko, Villach, AT; Seppele, Marc, Nikelsdorf, AT |
| Vertreter |
WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München |
| DE-Anmeldedatum |
16.07.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004034371 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
01.12.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
01.12.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B28C 5/14
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| IPC-Nebenklasse |
B01F 7/02
B01F 3/12
B01F 7/04
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung (10), insbesondere zum Erzeugen einer Suspension aus mindestens je einer Flüssigkomponente und einer Feststoffkomponente. Die Mischvorrichtung weist eine Mischkammer auf, in der drehbar eine Welle (12) angeordnet ist, welche eine Drehachse (A) festlegt. An der Welle (12) sind mehrere Mischflügel (16) zur Drehung mit der Welle (12) in einer Vorzugsdrehrichtung (R) befestigt. Wenigstens zwei der Mischflügel (16) haben einen im Querschnitt keilförmigen Grundkörper (24), der sich von der Welle (12) radial nach außen erstreckt, und einen mit dem freien Ende des Grundkörpers (24) verbundenen, ebenfalls keilförmigen Mischflügelkopf (28). Keilspitzen (26 und 30) des Grundkörpers (24) bzw. des Mischflügelkopfes (28) sind beide in Vorzugsdrehrichtung (R) der Welle gerichtet und der Mischflügelkopf (28) erweitert sich, ausgehend von der zugehörigen Keilspitze (30), in Axialrichtung stärker als der Grundkörper (24), so dass zwischen dem schmaleren Grundkörper (24) und dem breiteren Mischflügelkopf (28) auf wenigstens einer Seite des Grundkörpers (24) ein Übergangsbereich (36) ausgebildet ist. Dieser Übergangsbereich (36) ist bezüglich der Drehachse (A) der Welle (12) so geneigt, dass bei sich in Vorzugsdrehrichtung (R) drehender Welle (12) in der Mischkammer enthaltenes, zu vermischendes Gut nach innen zur Welle (12) gefördert wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung, insbesondere zum Erzeugen
einer Suspension aus mindestens je einer Flüssigkomponente und einer Feststoffkomponente.
Solche Mischvorrichtungen werden beispielsweise in sogenannten Durchlaufmischern
eingesetzt, die in einem kontinuierlichen Betrieb aus den zugeführten Komponenten
die gewünschte Mischung, z.B. eine Betonmischung, erzeugen. Ebenfalls zum Einsatz
kommt eine solche Mischvorrichtung in einer sogenannten Mörtelmischpumpe, die aus
den zugeführten Flüssig- und Feststoffkomponenten sofort verwendbaren Mörtel herstellt,
der mittels der Mörtelmischpumpe ein- oder aufgespritzt werden kann, beispielsweise
im Tunnelbau. Unabhängig von den soeben genannten Einsatzgebieten ist die beschriebene
Mischvorrichtung aber auch für viele andere Anwendungen geeignet, bei denen mehrere
Feststoffkomponenten miteinander oder insbesondere Flüssig- und Feststoffkomponenten
miteinander vermischt werden sollen.
Wie bei Mischvorrichtungen der genannten Art üblich ist in einer Mischkammer
eine Welle drehbar angeordnet, die eine Drehachse festlegt und die mehrere Mischflügel
trägt, die an der Welle zur Drehung mit derselben befestigt sind. Grundsätzlich
besteht bei Mischvorrichtungen dieser Art das Problem, eine möglichst homogene Vermischung
innerhalb kurzer Zeit und mit geringem Energieaufwand zu erreichen. Insbesondere
dann, wenn eine oder mehrere Flüssigkomponenten mit einer oder mehreren Feststoffkomponenten
vermischt werden sollen, ist es mit herkömmlichen Mischvorrichtungen nicht einfach,
eine schnelle und gleichmäßige Durchmischung dieser Komponenten zu erzielen.
Die Erfindung will diesbezüglich Abhilfe schaffen und stellt hierzu
ausgehend von dem eingangs genannten Stand der Technik eine Mischvorrichtung bereit,
bei der an der Welle mehrere Mischflügel zur Drehung in einer Vorzugsdrehrichtung
befestigt sind. Wenigstens zwei dieser Mischflügel haben dabei einen im Querschnitt
keilförmigen Grundkörper, der sich von der Welle radial nach außen erstreckt. Der
Begriff "keilförmiger Querschnitt" schließt alle Querschnittsformen ein, mit denen
eine Keilwirkung erreicht wird, unabhängig davon, ob der Keil spitz, abgerundet
oder abgestumpft ist und unabhängig davon, ob die den Keil bildenden Seitenwangen
plan, konvex oder konkav sind. Auf dem freien Ende des Grundkörpers jedes dieser
wenigstens zwei Mischflügel befindet sich ein mit dem Grundkörper verbundener, ebenfalls
keilförmiger Mischflügelkopf. Der Mischflügelkopf kann einstückig mit dem zugehörigen
Grundkörper ausgeführt sein, er kann jedoch auch ein separates Teil sein, das auf
geeignete Art und Weise mit dem Grundkörper verbunden ist. Sowohl die Keilspitze
des Grundkörpers als auch die Keilspitze des Mischflügelkopfes jedes so ausgebildeten
Mischflügels weist in die Vorzugsdrehrichtung der Welle, d.h. beim Rotieren der
Welle in Vorzugsdrehrichtung kommen die Keilspitzen von Grundkörper und Mischflügelkopf
als erste mit dem zu vermischenden Material in Berührung. Sowohl der Grundkörper
als auch der Mischflügelkopf erweitert sich, ausgehend von der zugehörigen Keilspitze,
in Axialrichtung der Welle, jedoch ist diese Erweiterung beim Mischflügelkopf stärker
ausgeprägt als beim Grundkörper, so dass im Ergebnis ein breiterer Mischflügelkopf
auf einem schmaleren Grundkörper angeordnet ist. Die Erweiterung kann nur zu einer
Seite des Keils hin erfolgen oder auch zu beiden Seiten des Keils. Auch kann sich
der Grundkörper und/oder der Mischflügelkopf nach der Erweiterung wieder verjüngen.
In jedem Fall ist zwischen dem schmaleren Grundkörper und dem breiteren Mischflügelkopf
auf wenigstens einer Seite des Grundkörpers ein Übergangsbereich ausgebildet, der
bezüglich der Drehachse der Welle so geneigt ist, dass bei sich in Vorzugsdrehrichtung
drehender Welle in der Mischkammer enthaltenes, zu vermischendes Gut nach innen
zur Welle gefördert wird. Der Übergangsbereich kann durch eine gekrümmte Fläche
gebildet sein, die in mehreren Ebenen gegenüber der Drehachse der Welle geneigt
ist und deren Neigung sich über ihren Verlauf kontinuierlich ändert.
Es hat sich gezeigt, dass mit einer solchermaßen ausgeführten Mischvorrichtung
das Vermischen der einzelnen Komponenten miteinander, insbesondere das Erzeugen
einer Suspension aus mindestens einer Flüssigkomponente und einer Feststoffkomponente,
viel einfacher als bisher möglich ist. Bereits nach kurzer Mischzeit wird eine homogene
Mischung erhalten. Weil die wie beschrieben ausgeführten Mischflügel das zu vermischende
Gut in der Mischkammer nach innen fördern, d.h. in Richtung auf die Welle, und weil
andererseits die sich drehende Welle im Gut Zentrifugalkräfte erzeugt, die das Gut
aus dem zentralen Bereich der Mischkammer wieder radial nach außen transportieren,
kommt es in der Mischkammer zu einer sehr intensiven und damit effektiven Vermischung
der einzelnen Komponenten.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
erweitert sich der Mischflügelkopf bezüglich des Grundkörpers axial nach beiden
Seiten. Es kann dann auf jeder Seite des Grundkörpers ein Übergangsbereich zwischen
dem Grundkörper und dem Mischflügelkopf ausgebildet sein. Eine solche Ausgestaltung
intensiviert die Vermischung nochmals.
Das Maß der axialen Erweiterung des Grundkörpers
und/oder des Mischflügelkopfes auf der einen Seite kann sich von dem Maß der axialen
Erweiterung auf der anderen Seite unterscheiden, d.h. die axiale Erweiterung des
Grundkörpers und/oder des Mischflügelkopfes braucht nicht spiegelbildlich zu erfolgen,
sondern kann durchaus asymmetrisch sein. Auch ist es möglich, dass sich z.B. der
Grundkörper nur auf einer Seite axial erweitert, während der Mischflügelkopf sich
auf beiden Seiten axial erweitert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
fluchten die Keilspitzen vom Grundkörper und Mischflügelkopf miteinander, d.h. sie
sind längs einer gemeinsamen Geraden angeordnet. Bei anderen Ausführungsformen kann
die Keilspitze des Mischflügelkopfes gegenüber der Keilspitze des Grundkörpers versetzt
sein, beispielsweise kann die Keilspitze des Mischflügelkopfes in Drehrichtung der
Keilspitze des Grundkörpers vorauseilen. Auch kann sich die Neigung der Keilspitze
des Mischflügelkopfes von der Neigung der Keilspitze des Grundkörpers bezüglich
der Drehachse der Welle unterscheiden. Bei einer Ausführungsform ist der zwischen
einer Normalen zur Drehachse der Welle und der Keilspitze des Mischflügelkopfes
eingeschlossene Winkel größer als der entsprechende Winkel des Grundkörpers.
Bei bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungemäßen Mischvorrichtung
weist jeder Mischflügel eine ringförmige Basis auf, an der der Grundkörper befestigt
ist. Die ringförmige Basis ist mit einer axialen Durchgangsausnehmung versehen,
so dass der gesamte Mischflügel auf die Welle aufschiebbar ist. Wenn der Querschnitt
der Welle kreisförmig ist, kann auch die axiale Durchgangsausnehmung des Mischflügels
kreisförmig sein und z.B. einen etwas kleineren Durchmesser als die Welle aufweisen,
so dass der Mischflügel durch eine Presspassung oder durch Reibschweißen auf der
Welle befestigbar ist. Bei anderen Ausführungsformen kann der Wellenabschnitt, auf
dem der Mischflügel befestigt werden soll, eine bestimmte Profilform aufweisen,
und dann hat die axiale Durchgangsausnehmung des Mischflügels eine zu dem Wellenabschnitt
komplementäre Profilform. Auf diese Weise wird nach dem Aufschieben des Mischflügels
auf den zugehörigen Wellenabschnitt ein Formschluss zwischen der Welle und dem Mischflügel
erreicht, der eine sichere Drehmomentübertragung von der Welle auf den Mischflügel
gewährleistet. Jegliche hierzu geeignete Profilform ist möglich, beispielsweise
kann eine Sternprofilform und insbesondere eine Polygonprofilform vorgesehen werden.
Der Vorteil solcher Ausführungsformen besteht darin, dass sich jeder Mischflügel
einfach auf der Welle befestigen und auch wieder entfernen lässt und dass bei montiertem
Mischflügel eine einwandfreie Übertragung auch hoher Drehmomente problemlos möglich
ist.
Bei einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung sind
wenigstens zwei in Axialrichtung der Welle miteinander fluchtende Mischflügel vorhanden,
d.h. die beiden Mischflügel befinden sich in Bezug auf die Umfangsrichtung der Welle
an gleicher Stelle, und die Grundkörper beider Mischflügel sind durch einen sich
parallel zur Welle und in radialem Abstand von der Welle erstreckenden Mischstab
miteinander verbunden. Dieser Mischstab stellt ein zusätzliches Mischelement dar,
welches die schnelle und zugleich innige Vermischung weiter verbessert. Selbstverständlich
können zwischen mehreren Paaren miteinander fluchtender Mischflügel solche Mischstäbe
vorhanden sein. Dabei kann der radiale Abstand der einzelnen Mischstäbe von der
Welle unterschiedlich sein, so dass unterschiedliche Bereiche der Mischkammer der
Wirkung der Mischstäbe ausgesetzt sind. Je nach radialer Erstreckung der Mischflügel
können auch mehrere Mischstäbe zwischen einem Paar miteinander fluchtender Mischflügel
vorhanden sein. Gemäß einer Ausführungsform ist jedes Ende eines Mischstabes in
einer im zugehörigen Grundkörper ausgebildeten Ausnehmung herausnehmbar aufgenommen.
Mischstäbe können so bei Bedarf einfach montiert und wieder demontiert werden, was
nicht nur bei unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich des zu vermischenden
Gutes von Vorteil sein kann, sondern auch bei einem allfälligen Ersatz eines verschlissenen
Mischstabes.
Bei bestimmten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn jeder Mischflügel einen Kern aus
Metall aufweist, der mit einem Kunststoff überzogen ist. Auf diese Weise ist der
Mischflügel äußerst stabil und gleichzeitig leicht zu reinigen. Der Kunststoff kann
auf den Metallkern aufgespritzt oder aufgeformt, insbesondere aufgegossen sein.
Als Kunststoffbeschichtungen bieten sich insbesondere solche Kunststoffmaterialien
an, die eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen abrasive Beanspruchung aufweisen
und an denen die zu vermischenden Komponenten möglichst wenig anhaften.
Wenn die Mischflügel klein genug sind und/oder wenn der Grundkörper
einen ausreichend großen Querschnitt im Verhältnis zu seiner radialen Erstreckung
aufweist, können die Mischflügel auch vollständig auf Kunststoff bestehen und beispielsweise
einteilig durch ein Gussverfahren hergestellt werden. Ferner kann jeder Mischflügel
– zur Erhöhung der Stabilität – ein Einlegeteil aus einem Kunststoff,
der besonders stabil ist, und eine Ummantelung aus einem anderen Kunststoff, der
beispielsweise gute Antihafteigenschaften hat, aufweisen. Schließlich kann jeder
Mischflügel aus Kunststoffen mit unterschiedlicher Shorehärte aufgebaut sein. Alternativ
können die Mischflügel vollständig aus Metall bestehen, beispielsweise aus Stahlguss.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
anhand der beigefügten, schematischen Figuren näher erläutert. Es zeigt:
1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Mischvorrichtung mit mehreren Mischflügeln zum Einsatz in einem Durchlaufmischer
in räumlicher Ansicht,
2 einen Mischflügel aus 1
in vergrößerter, räumlicher Darstellung,
3 eine Vorderansicht des Mischflügels
aus 2,
4 eine Seitenansicht des Mischflügels
aus 2,
5 eine Draufsicht des Mischflügels aus
2,
6 den Schnitt VI-VI aus 4,
7 eine Vorderansicht eines gegenüber
dem Ausführungsbeispiel aus 2 etwas abgewandelten Mischflügels,
8 eine Seitenansicht des Mischflügels
aus 7,
9 eine Draufsicht des Mischflügels aus
7,
10 den Schnitt X-X aus 8,
und
11 ein zweites Ausführungsbeispiel einer
Mischvorrichtung zum Einsatz in einer Mörtelmischpumpe.
1 zeigt eine Mischvorrichtung
10, die hier zur Verwendung in einem sogenannten Durchlaufmischer (nicht
dargestellt) ausgestaltet ist. Mit einem Durchlaufmischer kann kontinuierlich aus
zugeführten Komponenten eine gewünschte Mischung hergestellt werden, beispielsweise
Fertigbeton. Die Mischvorrichtung 10 befindet sich dabei in einer hier
nicht dargestellten Mischkammer des Durchlaufmischers und ist in dieser Mischkammer
mittels einer Welle 12, welche eine Drehachse A festlegt, drehbar in der
Mischkammer angeordnet.
Auf der Welle 12 befinden sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
zunächst, gesehen in Strömungsrichtung der zugeführten, zu vermischenden Komponenten,
zwei Förderflügel 14. Die Förderflügel 14 dienen z.B. dazu, eine
Feststoffkomponente schnell in eine den Förderflügeln 14 nachgeordnete
Intensivmischzone zu befördern, in der die Feststoffkomponente mit einer Flüssigkomponente,
z.B. Wasser, vermischt wird. Da die Förderflügel 14 jedoch im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung keine besondere Bedeutung haben, wird auf sie nicht
weiter eingegangen.
Im Anschluss an die Förderflügel 14 sind auf der Welle
12 mehrere Mischflügel 16 (im gezeigten Ausführungsbeispiel zwölf
Stück) befestigt, die das eigentliche Mischen der zugeführten Komponenten übernehmen.
Es versteht sich, dass die Anzahl der Mischflügel 16, ihr axialer Abstand
voneinander und ihre Winkelanordnung bezüglich der Drehachse A anders als dargestellt
gewählt werden kann, um die Mischvorrichtung 10 unterschiedlichen Bedürfnissen
anzupassen.
Am in 1 linken Ende der Welle
12 ist ein sogenannter Gegenflügel 18 angeordnet. Dieser Gegenflügel
18 erzeugt im Betrieb der Mischvorrichtung 10 einen Druck entgegen
der in 1 nach links gerichteten Hauptströmungsrichtung,
um auf diese Weise das zu vermischende Gut länger in der sich durch die Wirkung
der Mischflügel 16 ausbildenden Intensivmischzone zu halten.
In den 2 bis 6
ist einer der Mischflügel 16 in einem von der Welle 12 abgenommenen
Zustand vergrößert in verschiedenen Ansichten dargestellt. Zur Befestigung auf der
Welle 12 weist der Mischflügel 16 eine kreisringförmige Basis
20 auf, die mit einer axialen Durchgangsausnehmung 22 versehen
ist, welche hier ein im Wesentlichen polygonförmiges Profil hat. Die Welle
12 ist zumindest in dem Bereich, in dem der Mischflügel 16 auf
der Welle 12 befestigt werden soll, mit einem zum Profil der axialen Durchgangsausnehmung
22 komplementären Profil versehen, so dass der in 2
gezeigte Mischflügel 16 sich auf diesen Wellenabschnitt (in 1
nicht zu sehen) aufschieben lässt, wodurch zwischen der Basis 20 und der
Welle 12 eine sichere formschlüssige Verbindung geschaffen ist.
An der Basis 20 befestigt ist, beispielsweise durch einstückige
Ausformung mit der Basis 20, ein sich radial bezüglich der Basis
20 nach außen erstreckender Grundkörper 24 mit keilförmigem Querschnitt
(siehe insbesondere 6). Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Querschnitt des Grundkörpers 24 im Wesentlichen dreieckig, wobei
die von der Dreiecksform eingeschlossene Fläche sich mit zunehmendem radialem Abstand
von der Basis 20 vergrößert (siehe hierzu insbesondere 4).
Der Grundkörper 24 hat eine hier abgerundet ausgeführte Keilspitze
26, die in Richtung einer Vorzugsdrehrichtung R (siehe 1)
weist. Räumlich gesehen bildet die Aneinanderreihung der Keilspitzen 26
aller Querschnitte des Grundkörpers 24 im gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Gerade (siehe 4), allerdings
kann diese Aneinanderreihung der Keilspitzen auch einen konkaven oder konvexen Verlauf
haben oder kann durch mehrere sich aneinander anschließende Geradenabschnitte mit
unterschiedlicher Steigung gebildet sein. Ebenso können verschiedene Geradenabschnitte
durch gekrümmte Übergangsbereiche miteinander verbunden sein. Auch kann der Querschnitt
der Grundkörpers 24 beispielsweise rautenförmig sein, d.h. der Grundkörper
24 kann sich zunächst erweitern und dann wieder verjüngen.
Auf dem freien Ende, d.h. auf dem radial äußeren Ende des Grundkörpers
24, ist ein hier einstückig mit dem Grundkörper 24 ausgebildeter
Mischflügelkopf 28 befestigt, der ebenfalls keilförmig ist und dessen Keilspitze
30 in dieselbe Richtung wie die Keilspitze 26 weist. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel setzt sich der Keilspitzenverlauf ausgehend vom Grundkörper
24 in gerader Linie zum Mischflügelkopf 28 fort, d.h. die Keilspitzen
von Grundkörper 24 und Mischflügelkopf 28 fluchten miteinander.
Bei anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsbeispielen können die Keilspitzen
30 des Mischflügelkopfes 28 in Drehrichtung R vor den Keilspitzen
26 angeordnet sein. Wie insbesondere aus den 2
und 3 ersichtlich, ist die obere Deckfläche
des Mischflügelkopfes 28 nicht eben, sondern hat einen etwas vertiefen
mittleren Bereich 32, von dem aus die beiden seitlichen Abschnitte
34a, 34b in axialer Richtung (bezogen auf die Drehachse A) leicht
ansteigen. Analog zum Grundkörper 24 kann auch der Mischflügelkopf
28 rautenförmig sein, d.h. einen Zweirichtungskeil bilden, insbesondere
dann, wenn der Grundkörper 24 einen rautenförmigen Querschnitt hat.
Sowohl der Grundkörper 24 als auch der Mischflügelkopf
28 erweitern sich, ausgehend von der zugehörigen Keilspitze 26
bzw. 30, in Axialrichtung der Welle 12, d.h. sowohl der Grundkörper
24 als auch der Mischflügelkopf 28 wird in Axialrichtung der Welle
12 immer breiter, wenn man sich ausgehend von der zugehörigen Keilspitze
26 oder 30 in Umfangsrichtung über den Grundkörper oder Mischflügelkopf
bewegt. Allerdings ist diese Erweiterung in Axialrichtung beim Mischflügelkopf
28 stärker ausgeprägt als beim Grundkörper 24, so dass zwischen
dem schmaleren Grundkörper 24 und dem breiteren Mischflügelkopf Übergangsbereiche
36 ausgebildet werden, die jeweils eine Seitenfläche des Grundkörpers
24 mit der zugehörigen Unterseite des Mischflügelkopfes 28 verbinden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese Übergangsbereiche 36 keilförmig
und auf beiden Seiten des Mischflügels 16 vorhanden, jedoch kann auch nur
ein solcher Übergangsbereich existieren, wenn sich beispielsweise der Mischflügelkopf
28 ausgehend von seiner Keilspitze 30 nur nach einer Seite bezüglich
des Grundkörpers 24 erweitert. Auch ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
die Erweiterung vom Grundkörper 24 und Mischflügelkopf 28 symmetrisch,
d.h. bezüglich einer Mittellinie X (siehe 5) spiegelbildlich,
jedoch kann das Maß der Erweiterung vom Grundkörper 24 und/oder Mischflügelkopf
28 in axialer Richtung auf beiden Seiten des Grundkörpers 24 unterschiedlich
sein.
Wie insbesondere aus 4 ersichtlich, verbreitert
der Übergangsbereich 36 sich ausgehend von der Keilspitze zu einem hinteren
Rand 38 des Mischflügels 16 und ist darüber hinaus bezüglich der
Drehachse A der Welle 12 so geneigt, dass bei sich in Vorzugsdrehrichtung
R drehender Welle 12 zu vermischendes Gut von dem Übergangsbereich
36 nach innen, d.h. zur Drehachse A hin gedrückt bzw. gefördert wird. Zugleich
drücken die Übergangsbereiche 36, aufgrund ihrer pfeilförmigen Anwinkelung,
das zu vermischende Gut auch seitlich auseinander, d.h. in Axialrichtung der Welle
12. Auf diese Weise wird das zu vermischende Gut bei einer Drehung der
Mischflügel 16 intensiv "verwirbelt" sowie radial einwärts zur Welle
12 hingedrückt, wobei die durch die Drehbewegung der Mischvorrichtung
10 im Gut hervorgerufenen Zentrifugalkräfte eine Gegenbewegung des Guts
radial nach außen zur Folge haben, was die Durchmischung weiter intensiviert und
damit verbessert.
Zur noch weiteren Verbesserung der Durchmischung kann, wie im Ausführungsbeispiel
gemäß 1 gezeigt, zwischen zwei axial miteinander fluchtenden
Mischflügeln 16 – hier zwischen dem ersten und dem dritten Mischflügel
16 – ein sich parallel zur Welle 12 und in radialem Abstand
von der Welle 12 erstreckender Mischstab 40 vorhanden sein. Jedes
Ende der zwei in 1 gezeigten Mischstäbe 40
ist in einer im zugehörigen Grundkörper 24 des jeweiligen Mischflügels
16 vorgesehenen Ausnehmung 42 herausnehmbar aufgenommen. Der Mischstab
40 kann so durch einfaches axiales Verschieben eines der beiden beteiligten
Mischflügel 16 auf der Welle 12 eingesetzt oder wieder herausgenommen
werden. Obwohl nicht dargestellt, können auch zwischen weiteren Paaren axial fluchtender
Mischflügel 16 Mischstäbe 40 angeordnet sein, und bei entsprechender
radialer Erstreckung des Grundkörpers 24 können auch mehrere Mischstäbe
40 in unterschiedlichem radialem Abstand von der Welle 12 zwischen
einem Paar axial miteinander fluchtender Mischflügel 16 angeordnet sein.
In den 7 bis 10
ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Mischflügels 16 in verschiedenen
Ansichten dargestellt, das sich von dem in den 3 bis
6 dargestellten Ausführungsbeispiel hauptsächlich
durch einen sich ausgehend von der Keilspitze 30 beidseitig stärker erweiternden
Mischflügelkopf 28 und durch bezüglich der Drehachse A stärker geneigte
Übergangsbereiche 36 unterscheidet. Ersichtlich sind im Rahmen des hier
vorgestellten Mischflügelkonzeptes viele Abwandlungen möglich, von denen lediglich
zwei dargestellt sind.
Die Mischflügel 16 können vollständig aus Kunststoff, beispielsweise
aus geeignetem Polyethylen oder Polytetrafluorethylen, ausgeführt sein, wenn die
Stabilitätsanforderungen mit einer solchen Ausführung erfüllt werden können. Dies
wird insbesondere dann der Fall sein, wenn die radiale Erstreckung des Grundkörpers
24 im Verhältnis zum Grundkörperquerschnitt nicht zu groß ist. Das gesamte
Mischflügelelement bestehend aus Basis 20, Grundkörper 24 und
Mischflügelkopf 28 kann dann einteilig aus Kunststoff geformt sein. Bei
Stabilitätsproblemen kann jeder Mischflügel 16 einen Kern aus Metall (nicht
dargestellt) aufweisen, der mit einem Kunststoff überzogen ist. Der Kunststoffüberzug
kann beispielsweise durch Umspritzen oder Aufspritzen auf den Metallkern aufgebracht
werden. Alternativ kann jeder Mischflügel 16 auch vollständig aus Metall
bestehen, z.B. aus Stahlguss.
11 schließlich zeigt eine zum Einsatz
in einer Mörtelmischpumpe gedachte, abgewandelte Mischvorrichtung 10, bei
der auf der Welle 12 anstelle der Förderflügel 14 des zuvor beschriebenen
ersten Ausführungsbeispiels eine Schnecke 44 angeordnet ist. Die Schnecke
44 fördert die Feststoffkomponente der Mörtelmischung in die sich durch
die Wirkung der Mischflügel 16 ausbildende Intensivmischzone, in der die
Flüssigkomponente (Wasser) hinzugegeben wird, und verhindert, dass die Flüssigkomponente
in den Vorratsbereich der Feststoffkomponente eindringt.
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| Anspruch[de] |
- Mischvorrichtung (10), insbesondere zum Erzeugen einer Suspension
aus mindestens je einer Flüssigkomponente und einer Feststoffkomponente, mit
– einer Mischkammer und
– einer drehbar in der Mischkammer angeordneten Welle (12), die eine
Drehachse (A) festlegt und an der mehrere Mischflügel (16) zur Drehung
mit der Welle (12) in einer Vorzugsdrehrichtung (R) befestigt sind, wobei
– wenigstens zwei der Mischflügel (16) einen im Querschnitt keilförmigen
Grundkörper (24), der sich von der Welle (12) radial nach außen
erstreckt, und einen mit dem freien Ende des Grundkörpers (24) verbundenen,
ebenfalls keilförmigen Mischflügelkopf (28) aufweisen, wobei
– die Keilspitze (26) des Grundkörpers (24) und die Keilspitze
(30) des Mischflügelkopfes (28) beide in Vorzugsdrehrichtung (R)
der Welle (12) weisen und, ausgehend von der zugehörigen Keilspitze, der
Mischflügelkopf (28) sich in Axialrichtung stärker erweitert als der Grundkörper
(24), so dass zwischen dem schmaleren Grundkörper (24) und dem
breiteren Mischflügelkopf (28) auf wenigstens einer Seite des Grundkörpers
(24) ein Übergangsbereich (36) ausgebildet ist, und wobei
– der Übergangsbereich (36) bezüglich der Drehachse (A) der Welle
(12) so geneigt ist, dass bei sich in Vorzugsdrehrichtung (R) drehender
Welle (12) in der Mischkammer enthaltenes, zu vermischendes Gut nach innen
zur Welle (12) gefördert wird.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Grundkörper (24) und/oder der Mischflügelkopf (28) sich, ausgehend
von der zugehörigen Keilspitze, axial beidseitig erweitern.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Maß der axialen Erweiterung auf der einen Seite sich von dem auf der anderen Seite
unterscheidet.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
auf beiden Seiten des Grundkörpers (24) je ein Übergangsbereich (36)
ausgebildet ist.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Übergangsbereiche (36) unterschiedlich geneigt sind.
- Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Keilspitzen von Grundkörper (24) und Mischflügelkopf (28)
miteinander fluchten.
- Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Keilspitzen von Grundkörper (24) und/oder Mischflügelkopf (28)
abgerundet oder abgestumpft sind.
- Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Mischflügel (16) eine ringförmige Basis (20) aufweist,
an der der Grundkörper (24) befestigt ist und die mit einer axialen Durchgangsausnehmung
(22) versehen ist, mittels derer der Mischflügel (16) auf die
Welle (12) aufschiebbar ist.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Durchgangsausnehmung (22) eine zu einem zugehörigen Wellenabschnitt komplementäre
Profilform hat, insbesondere eine Polygonprofilform.
- Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass zwei in Axialrichtung der Welle (12) miteinander fluchtende
Mischflügel (16) vorhanden sind und dass die Grundkörper (24)
beider Mischflügel (16) durch einen sich parallel zur und in radialem Abstand
von der Welle (12) erstreckenden Mischstab (40) verbunden sind.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Ende des Mischstabes (40) in einer im zugehörigen Grundkörper
(24) ausgebildeten Ausnehmung (42) herausnehmbar aufgenommen ist.
- Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Mischflügel (16) einen Kern aus Metall aufweist,
der mit einem Kunststoff überzogen ist.
- Mischvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kunststoff aufgespritzt oder aufgegossen ist.
- Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Mischflügel (16) vollständig aus Kunststoff besteht und insbesondere
einteilig ausgeführt ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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