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Dokumentenidentifikation DE102004005865B3 08.12.2005
Titel Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug
Anmelder Edscha Cabrio-Dachsysteme GmbH, 94491 Hengersberg, DE
Erfinder Schlederer, Stefan, 94491 Hengersberg, DE;
Saxinger, Alois, 94491 Hengersberg, DE;
Wüllrich, Heinrich, 94447 Plattling, DE;
Obendiek, Klaus, 94032 Passau, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 05.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004005865
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse B60J 7/20
IPC-Nebenklasse B60J 7/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug, umfassend ein Verdeckgestänge (3), wobei das Verdeckgestänge (3) gegenüber einer Karosserie (4) des Fahrzeugs bewegbar ist, ein flächiges Abdeckelement (5), wobei das flächige Abdeckelement (5) in einem geschlossenen Verdeckzustand an das Verdeckgestänge (3) angrenzt und eine Durchtrittsöffnung (6) für das Verdeckgestänge (3) aufweist, wobei die Durchtrittsöffnung (6) mittels eines ersten, um eine erste Schwenkachse (1a) verschwenkbaren Klappenelements (1) und zumindest eines zweiten, um eine zweite Schwenkachse (2a) verschwenkbaren Klappenelements (2) verschließbar ist. Ein Verdeck, bei dem eine vorteilhafte Kaschierung von funktionell relevanten Teilen ermöglicht ist, wird erfindungsgemäß dadurch geschaffen, daß die erste Schwenkachse (1a) und die zweite Schwenkachse (2a) im Zuge einer Öffnung oder Schließung der Klappenelemente (1, 2) nicht relativ zueinander bewegbar sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Beim Bau von Cabrioletverdecken tritt allgemein das Problem der optischen Kaschierung von funktionell relevanten Teilen des Verdecks auf. Insbesondere betrifft dies den Bereich von Durchtrittsöffnungen, in denen ein Verdeckgestänge, welches häufig im geschlossenen Verdeckzustand einen seitlichen Dachrahmen ausbildet, aus einem meist heckseitigen Ablagebereich in den Passagierraum des Fahrzeugs eintritt.

DE 299 21 497 U1 beschreibt eine Gestängeaustrittsklappe für ein Cabrioletverdeck, welche zumindest zwei zueinander verlagerbare Abschnitte aufweist. Dabei ist der eine Abschnitt der Gestängeaustrittsklappe mittels eines Scharniers an dem anderen Abschnitt der Gestängeaustrittsklappe bewegbar aufgenommen, wobei der andere Abschnitt der Verdeckaustrittsklappe über ein Hauptscharnier an einem Rand einer Durchtrittsöffnung für ein Verdeckgestänge vorgesehen ist.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein eingangs genanntes Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug anzugeben, bei dem eine vorteilhafte Kaschierung von funktionell relevanten Teilen des Verdecks ermöglicht ist.

Diese Aufgabe wird für ein eingangs genanntes Cabrioletverdeck erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Hierdurch wird vorteilhaft eine besonders große Flexibilität bei der Bewegung des ersten Klappenelements und des zweiten Klappenelements relativ zu der Durchtrittsöffnung erreicht. Insbesondere werden Limitierungen verhindert, die sich dadurch ergeben, dass das eine Klappenelement an dem anderen Klappenelement aufgenommen ist. Zudem wird durch die erfindungsgemäßen Klappenelemente bei Bedarf nur wenig Bauraum beansprucht. Das erste Klappenelement und das zweite Klappenelement sind zwangsgesteuert miteinander verbunden, wodurch auf einfache Weise eine Koordinierung der Bewegungen des ersten und des zweiten Klappenelements ermöglicht ist.

Insbesondere vorteilhaft kann die zwangsgesteuerte Verbindung der Klappenelemente mittels eines Umlenkhebels erfolgen, oder auch alternativ dazu mittels eines Drehgetriebes, beispielsweise zweier rechtwinklig zueinander angeordneter Kegelräder. Beide Ausführungsformen sind einfach und kostengünstig realisierbar.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist zumindest eines der Klappenelemente mittels einer von dem Verdeckgestänge unabhängigen Antriebsvorrichtung antreibbar, wodurch eine hohe Flexibilität der Ansteuerung der Klappenelemente erzielbar ist. Alternativ hierzu kann es jedoch vorteilhaft sein, dass zumindest eines der Klappenelemente durch eine Bewegung des Verdeckgestänges antreibbar bewegbar ist, wodurch auf zusätzliche Antriebsvorrichtungen für die Klappenelemente kostengünstig verzichtet werden kann.

In einer vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdecks ist die erste Schwenkachse im Wesentlichen senkrecht zu der zweiten Schwenkachse angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine besonders hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung des Verschlusses der Durchtrittsöffnung durch die Klappenelemente. Alternativ kann aber je nach Anforderungen und Formgebung des Verdeckgestänges eine von einem rechten Winkel deutlich abweichende Anordnung der Schwenkachsen zueinander oder sogar eine parallele Anordnung der Schwenkachsen zueinander vorteilhaft sein.

Insbesondere ist es vorteilhaft, dass in einem geschlossenen Verdeckzustand sowohl das erste Klappenelement als auch das zweite Klappenelement in einem geöffneten und jeweils einen Teil der Durchtrittsöffnung freigebenden Zustand angeordnet sind. Hierbei verschließen vorteilhaft das erste Klappenelement und das zweite Klappenelement in einem geöffneten Verdeckzustand jeweils einen Teil der Durchtrittsöffnung. Insbesondere kann hierdurch vorteilhaft erreicht werden, dass die Klappenelemente in dem geöffneten Zustand nur in einem geringen Maß im Verhältnis zu einer lichten Weite der Durchtrittsöffnung von der Durchtrittsöffnung abstehen, so daß nur wenig Bauraum für die Klappenelemente im Verhältnis zur Größe der Durchtrittsöffnung beansprucht wird.

In einer vorteilhaften Weiterbildung eines erfindungsgemäßen Verdecks weist zumindest eines der Klappenelemente in einem Randbereich des Klappenelements eine Abstufung auf, wobei das jeweils andere Klappenelement in einem geschlossenen Zustand der Klappenelemente formschlüssig in die Abstufung eingreift. Hierdurch ist nicht nur eine lückenlose Überdeckung der Durchtrittsöffnung durch Überlappen der Klappenelemente ermöglicht, sondern es werden auch Vibrationsgeräusche vermieden, wie sie etwa bei einem einfachen stoßbündigen Anliegen der Klappenelemente auftreten können.

Vorteilhaft ist zumindest eines der Klappenelemente in einem geschlossenen Zustand gegen eine in Schließrichtung auf das Klappenelement wirkende Kraft abgestützt, so dass etwa ein Auflehnen eines Fahrzeugpassagiers auf das Klappenelement unschädlich ist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdecks sind das erste Klappenelement und das zweite Klappenelement an einem Verdeckkastendeckel aufgenommen und gemeinsam mit dem Verdeckkastendeckel verschwenkbar. Vorteilhaft erfolgt eine Bewegung zumindest eines der Klappenelemente durch ein Zusammenwirken des Klappenelements mit einem Fahrzeugteil, insbesondere mit dem Verdeckgestänge, im Zuge einer Bewegung des Verdeckkastendeckels. Hierdurch kann auf Antriebsvorrichtungen verzichtet werden. Insbesondere ist diese Anordnung bei Hartschalen-Klappverdecken vorteilhaft ermöglicht, bei denen ein hinteres, die Heckscheibe umfassendes Dachteil oder Verdeckelement in Fahrtrichtung über die weiteren Verdeckteile bewegbar ist.

Alternativ kann das erfindungsgemäße Verdeck auch ein Faltverdeck sein, wobei ein an sich bekannter Verdeckstoff-Spannbügel in einem geschlossenen Verdeckzustand auf dem Verdeckkastendeckel aufliegt und im Zuge einer Öffnungsbewegung zunächst von dem Verdeckkastendeckel wegschwenkt und diesen freigibt.

Besonders bevorzugt ist der Verdeckkastendeckel einstückig mit einer im geschlossenen Verdeckzustand im Innenraum des Fahrzeugs angeordneten Hutablage ausgebildet. Die erfindungsgemäßen Klappenelemente befinden sich dann im wesentlichen seitlich der Hutablage, und der Verdeckkastendeckel kann, nachdem ein Verdeckteil oder ein Verdeckstoffspannbügel von seiner Oberfläche weggeschwenkt wurde, in einem Stück geöffnet werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgendem Ausführungsbeispiel sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Nachfolgend werden zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben und anhand der anliegenden Zeichnungen näher erläutert.

1 zeigt eine räumliche Detaildarstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdecks in einem geschlossenen Verdeckzustand.

2 zeigt das Verdeck aus 1 in einer räumlichen Ansicht von vorne.

3 zeigt eine räumliche Detailansicht des erfindungsgemäßen Verdecks während einer Schließbewegung des Verdecks bei noch geschlossenen Klappenelementen.

4 zeigt eine räumliche Detailansicht des erfindungsgemäßen Verdecks aus 1 im geöffneten Verdeckzustand mit geschlossenen Klappenelementen.

5 zeigt eine weitere räumliche Detailansicht des erfindungsgemäßen Verdecks aus 1 bei geöffneten Klappenelementen.

6 zeigt eine räumliche Detailansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdecks.

Das in 1 bis 6 dargestellte Verdeck ist ein Hartschalen-Klappverdeck mit zumindest einer festen Verdeckschale 9. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Hartschalen-Klappverdecke beschränkt und kann auch vorteilhaft bei herkömmlichen Faltverdecken eingesetzt werden.

1 zeigt einen Ausschnitt des Verdecks in einem geschlossenen Verdeckzustand. Ein Abdeckelement 5 ist als entgegen der Fahrtrichtung aufschwenkbarer Verdeckkastendeckel ausgebildet und ein Verdeckgestänge 3 erstreckt sich von einem nicht dargestellten Hauptlager unterhalb des Verdeckkastendeckels bis zu einem Frontscheibenrahmen (nicht dargestellt), wobei ein Paar von Hauptlenkern 3a eine an dem Verdeckkastendeckel 5 vorgesehene Durchtrittsöffnung 6 durchgreift. Die Durchtrittsöffnung 6 ist von einem abgesetzten Randbereich 5a des Verdeckkastendeckels 5 umgeben.

Die in den Figuren dargestellten Bereiche des Verdeckkastendeckels 5 befinden sich im geschlossenen Verdeckzustand unterhalb des hinteren Dachelements 10 (siehe 1), so daß sie die Funktion einer Hutablage aufweisen. Bevorzugt erstreckt sich der Verdeckkastendeckel 5 unter dem Dachelement 10 hinweg und bildet somit auch im geschlossenen Verdeckzustand einen Teil der Außenkarosserie des Fahrzeugs.

Ein erstes Klappenelement 1 sowie ein zweites Klappenelement 2 sind jeweils schwenkbar an dem Verdeckkastendeckel 5 aufgenommen, wobei eine dem ersten Klappenelement 1 zugeordnete Schwenkachse 1a sowie eine dem zweiten Klappenelement 2 zugeordnete Schwenkachse 2a jeweils in der Nähe des Randbereiches 5a an dem Verdeckkastendeckel 5 angeordnet sind. Wie insbesondere die Detaildarstellung gemäß 5 zeigt, sind die Schwenkachsen 1a, 2a dabei im Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet und liegen annähernd in einer Ebene mit einer Unterseite des Abdeckelements bzw. Verdeckkastendeckels 5. Die erste Schwenkachse 1a ist dabei im Wesentlichen parallel zu einer Fahrzeugquerachse ausgerichtet und die zweite Schwenkachse 2a ist dabei im Wesentlichen parallel zu einer Fahrzeuglängsachse ausgerichtet.

Die beiden Klappenelemente 1, 2 weisen in ihren Randbereichen, insbesondere in den Randbereichen, in denen sie in einem geschlossenen Zustand einander berühren, Abstufungen 1b, 2b auf. In einem geschlossenen Zustand der Klappenelemente 1, 2 überlappen die Abstufungen 1b, 2b der Klappenelemente untereinander sowie mit korrespondierenden Abstufungen des Randbereichs 5a, so dass die Klappenelemente 1, 2 nicht stoßbündig aneinander anliegen, sondern sich teilweise überdecken und solcherart formschlüssig ineinander greifen, dass Vibrationsgeräusche durch Anstoßen der Klappenelemente aneinander oder an dem Randbereich 5a wirkungsvoll vermieden sind. Insbesondere können die Bereiche der Abstufungen mit weichen, geschäumten Kunststoffen beschichtet sein. Besonders vorteilhaft liegen die Klappenelemente 1, 2 im geschlossenen Zustand (siehe 4) durch Federkraft oder durch geeignet angebrachte Magneten kraftunterstützt auf.

Die erste Schwenkachse 1a sowie die zweite Schwenkachse 2a sind über eine Zwangssteuerung miteinander verbunden, so dass eine Schwenkbewegung des ersten Klappenelements 1 eine entsprechende Schwenkbewegung des zweiten Klappenelements 2 bedingt. Die Zwangssteuerung ist in dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß 5 dadurch ausgebildet, dass die erste Schwenkachse 1a an einem der zweiten Schwenkachse 2a zugewandten Ende ein gezahntes Kegelrad 8a aufweist, welches mit einem korrespondierenden Zahnrad 8b der zweiten Schwenkachse 2a in Eingriff steht.

Auf diese Weise ist durch die beiden Zahnräder 8a, 8b ein Drehgetriebe 8 ausgebildet, welches das erste Klappenelement zwangsgesteuert mit dem zweiten Klappenelement 2 verbindet.

In einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß 6 ist die zwangsgesteuerte Verbindung der ersten Schwenkachse 1a mit der zweiten Schwenkachse 2a mittels eines Umlenkhebels 7 realisiert. Der Umlenkhebel 7 ist dabei einendig über ein Kugelgelenk mit einem Fortsatz 7a der ersten Schwenkachse 1a beziehungsweise des ersten Klappenelements 1 verbunden und andernendig über ein Kugelgelenk mit einem entsprechenden Fortsatz 7b des zweiten Klappenelements 2. Davon abgesehen ist das Verdeck gemäß der zweiten Ausführungsform baugleich mit der ersten Ausführungsform.

Allgemein sind unter den Schwenkachsen 1a, 2a im Sinne der Erfindung nicht notwendig gegenständliche Achsen zu verstehen, sondern geometrische Achsen. Wie 5 und 6 zeigen, ist das zweite Klappenelement 2 mittels teilkreisförmiger Scharnierarme 2c mit dem Abdeckelement 5 verbunden, wobei bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 5 das Zahnrad 8b der Zwangssteuerung einstückig mit einem der Scharnierarme ausgebildet ist. Dagegen ist das erste Klappenelement tatsächlich an einer gegenständlichen Achse 1c gelagert.

Die Erfindung funktioniert nun wie folgt:

In einem geöffneten Verdeckzustand (siehe 4) sind die Klappenelemente 1, 2 jeweils geschlossen und bilden zusammen mit dem Abdeckelement 5 sowie einer oberen Karosserieabschlußkante 4a einer Fahrzeugkarosserie 4 einen im Wesentlichen in einer Ebene liegenden oberen Abschluß eines Cabriolet-Fahrzeugs. Zur Einleitung einer Verdeckschließbewegung wird zunächst der Verdeckkastendeckel 5 entgegen der Fahrtrichtung aufgeschwenkt, wonach ein mehrteiliges Hartschalen-Klappverdeck, welches ein Verdeckgestänge 3 umfasst, aus einem heckseitigen Ablagebereich ausgefahren wird. Dabei bleibt zunächst ein hinteres, die Heckscheibe und C-Säulen des Fahrzeugs umfassendes Verdeckelement 10 mittels Lenkern 11 so in Fahrtrichtung über die vorderen Verdeckteile verschwenkt, dass der Verdeckkastendeckel 5 ohne mit einem Verdeckteil zu kollidieren wieder zugeschwenkt werden kann. 3 zeigt das erfindungsgemäße Verdeck in einer Stellung, in der der Verdeckkastendeckel 5 bereits teilweise wieder zugeschwenkt ist, wobei das hintere Verdeckteil 10 (in 3 nicht dargestellt) noch über die weiter vorne liegenden Verdeckteile verschwenkt ist.

Ausgehend von der Verdeckposition gemäß 3 wird der Verdeckkastendeckel 5 nunmehr vollständig zugeschwenkt, wobei der Verdeckkastendeckel 5 mit dem nunmehr aus dem Heckbereich des Fahrzeugs heraustretenden Verdeckgestänge 3 kollidieren würde, wenn nicht die erfindungsgemäße Anordnung der Klappenelemente vorgesehen wäre.

Sobald durch die Bewegung des Verdeckkastendeckels 5 das erste Klappenelement 1 die Hauptlenker 3a des Verdeckgestänges 3 berührt (siehe 3), schwenkt das erste Klappenelement 1 entgegen der Fahrtrichtung auf, wobei durch die zuvor beschriebene zwangsgesteuerte Verbindung der beiden Klappenelemente 1, 2 das zweite Klappenelement 2 quer zur Fahrtrichtung aufschwenkt. Bei vollständig zugeschwenkten Verdeckkastendeckel 5 ist eine Position der Klappenelemente 1, 2 wie in 1, 2, 5 oder 6 erreicht. Dabei ist das erste Klappenelement 1 etwa mit 45 Grad Neigung an den Hauptlenkern 3a angelehnt, wobei eine Kraft durch eine nicht dargestellte Feder das Klappenelement 1 in seiner Schließrichtung vorspannt. Das zweite Klappenelement 2 ist im Wesentlichen senkrecht orientiert und parallel und benachbart zu einer Innenwand einer C-Säule des Fahrzeugs ausgerichtet.

Insgesamt kann auf diese Weise unter Beanspruchung eines nur minimalen Bauraums für die Klappenelemente 1, 2 im geöffneten Zustand eine relativ große Durchtrittsöffnung 6 für das Verdeckgestänge 3 vorgesehen sein. Das im geschlossenen Verdeckzustand etwa um 45 Grad geneigte und zum Heck hin abfallende erste Klappenelement 1 kaschiert dabei auf optisch günstige Weise das Verdeckgestänge, wenn ein Betrachter von außen durch die Heckscheibe des Fahrzeugs sieht.


Anspruch[de]
  1. Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug, umfassend

    ein Verdeckgestänge (3), wobei das Verdeckgestänge (3) gegenüber einer Karosserie (4) des Fahrzeugs bewegbar ist,

    ein flächiges Abdeckelement (5), wobei das flächige Abdeckelement (5) in einem geschlossenen Verdeckzustand an das Verdeckgestänge (3) angrenzt und eine Durchtrittsöffnung (6) für das Verdeckgestänge (3) aufweist,

    wobei die Durchtrittsöffnung (6) mittels eines ersten, um eine erste Schwenkachse (1a) verschwenkbaren Klappenelements (1) und zumindest eines zweiten, um eine zweite Schwenkachse (2a) verschwenkbaren Klappenelements (2) verschließbar ist, wobei die erste Schwenkachse (1a) und die zweite Schwenkachse (2a) im Zuge einer Öffnung oder Schließung der Klappenelemente (1, 2) nicht relativ zueinander bewegbar sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    das erste Klappenelement (1) und das zweite Klappenelement (2) zwangsgesteuert miteinander verbunden sind.
  2. Verdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Klappenelement (1) mittels eines Umlenkhebels (7) mit dem zweiten Klappenelement zwangsgesteuert verbunden ist.
  3. Verdeck nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Klappenelement (1) mittels eines Drehgetriebes (8) mit dem zweiten Klappenelement zwangsgesteuert verbunden ist.
  4. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schwenkachse (1a) im wesentlichen senkrecht zu der zweiten Schwenkachse (2a) angeordnet ist.
  5. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Klappenelemente (1, 2) mittels einer von dem Verdeckgestänge (3) unabhängigen Antriebsvorrichtung antreibbar ist.
  6. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Klappenelemente (1, 2) durch eine Bewegung des Verdeckgestänges (3) antreibbar bewegbar ist.
  7. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einem geschlossenen Verdeckzustand sowohl das erste Klappenelement (1) als auch das zweite Klappenelement (2) in einem geöffneten und jeweils einen Teil der Durchtrittsöffnung (6) freigebenden Zustand angeordnet sind.
  8. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Klappenelement (1) und das zweite Klappenelement (2) in einem geöffneten Verdeckzustand jeweils einen Teil der Durchtrittsöffnung (6) verschließen.
  9. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Klappenelemente (1, 2) in einem Randbereich des Klappenelements eine Abstufung (1b, 2b) aufweist, wobei das jeweils andere Klappenelement (1, 2) in einem geschlossenen Zustand der Klappenelemente (1, 2) formschlüssig in die Abstufung (1b, 2b) eingreift.
  10. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Klappenelemente (1, 2) in einem geschlossenen Zustand gegen eine in Schließrichtung auf das Klappenelement (1, 2) wirkende Kraft abgestützt ist.
  11. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Klappenelement (1) und das zweite Klappenelement (2) an einem Verdeckkastendeckel (5) aufgenommen und gemeinsam mit dem Verdeckkastendeckel (5) verschwenkbar sind.
  12. Verdeck nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung zumindest eines der Klappenelemente (1, 2) durch ein Zusammenwirken des Klappenelements (1, 2) mit einem Fahrzeugteil, insbesondere mit dem Verdeckgestänge (3), im Zuge einer Bewegung des Verdeckkastendeckels (5) erfolgt.
  13. Verdeck nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck ein hinteres, als starres Dachteil ausgebildetes Verdeckelement (10) aufweist, wobei ein Verschwenken des Verdeckelements (10) eine Freigabe des Verdeckkastendeckels (5) bewirkt.
  14. Verdeck nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeck einen heckseitigen Verdeckstoff-Spannbügel eines Faltverdecks aufweist, wobei ein Verschwenken des Verdeckstoff-Spannbügels eine Freigabe des Verdeckkastendeckels (5) bewirkt.
  15. Verdeck nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdeckkastendeckel einstückig mit einer im geschlossenen Verdeckzustand im Innenraum des Fahrzeugs angeordneten Hutablage ausgebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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