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Dokumentenidentifikation DE102004014934B3 08.12.2005
Titel Zündspule und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Beru AG, 71636 Ludwigsburg, DE
Erfinder Tridico, Francesco, 71679 Asperg, DE
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Anmeldedatum 26.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014934
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse H01F 38/12
Zusammenfassung Zündspule für eine Brennkraftmaschine, die nach Art einer Kerzenschachtzündspule ausgebildet ist, und Verfahren zur Herstellung einer derartigen Zündspule. Die Zündspule umfasst ein zylindrisches Gehäuse (1) aus einem Kunststoffmaterial, einen im Gehäuse (1) angeordneten Hohlzylinder (2) aus einem elektrisch leitenden Blechmaterial und Primär- und Sekundärwicklungen, die im Hohlzylinder (2) angeordnet sind. Um eine Beschädigung der Wicklungen beim Einbau in den Hohlzylinder (2) zu vermeiden, sind die Kanten (3) des Hohlzylinders (2) an seinen axialen Stirnseiten durch Teile des Gehäuses (1) umhüllt, was dadurch erfolgen kann, dass vor dem Einbau der Wicklungen der Hohlzylinder (2) in ein Spritzwerkzeug eingelegt und mit dem Gehäuse (1) umspritzt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zündspule für eine Brennkraftmaschine, die nach Art einer Kerzenschachtzündspule ausgebildet ist und ein zylindrisches Gehäuse aus einen Kunststoffmaterial, einen im Gehäuse angeordneten Hohlzylinder aus einem elektrisch leitenden Blechmaterial und Primär- und Sekundärwicklungen aufweist, die im Hohlzylinder angeordnet sind.

Eine derartige Zündspule ist aus der DE 298 05 372 U1 bekannt. Bei dieser bekannten Zündspule ist der Hohlzylinder vollständig vom Gehäuse ummantelt, indem er in dieses so eingelegt ist, dass er innen und außen von einer Gehäusewand vollständig bedeckt ist.

Aus der DE 197 02 438 C2, die sich mit einer Stabzündspule für Brennkraftmaschinen befasst, sind weiterhin Abdeckungen für Abschirmbleche bekannt, die in den Bereichen, in denen sie die Stirnseiten der Abdeckbleche abdecken, abgerundet sind.

Bei einer üblichen Zündspule der eingangs genannten Art wird das Gehäuse, das als Träger für die inneren Bauteile der Zündspule dient, durch Spritzgießen aus einem Kunststoffmaterial hergestellt. Der Hohlzylinder, der aus einem elektrisch leitenden Blechmaterial, insbesondere einem Elektroblech besteht und als magnetischer Rückschluss dient, wird durch Rollieren hergestellt und bei der Herstellung der Zündspule in das, durch Spritzgießen vorgefertigte Gehäuse montiert.

Bei der bekannten Zündspule, bei der der Hohlzylinder, d.h., das Rückschlussblech vollständig vom Gehäuse ummantelt ist, ist die Gesamtwandstärke der Gehäuses aus den beiden Gehäusewänden und dem dazwischen angeordneten Rückschlussblech sehr groß. Weiterhin ist es bei dieser Ausbildung nicht möglich, das Rückschlussblech, d.h., den Hohlzylinder in einem vorgefertigten Zündspulenkörper zu montieren, da nur eine direkte Umspritzung in Frage kommt.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, eine Zündspule der eingangs genannten Art zu schaffen, die mit einem geringeren Herstellungsaufwand gefertigt werden kann.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Ausbildung gelöst, die im Patentanspruch 1 angegeben ist.

Bei der erfindungsgemäßen Zündspule, bei der auf eine vollständige Umhüllung des Rückschlussbleches verzichtet wird, kann die Umhüllung wahlweise durch Umspritzen des Hohlzylinders mit dem Gehäuse, aber auch dadurch gebildet werden, dass der Hohlzylinder in einen vorgefertigten Spulenkörper eingesetzt wird.

Besonders bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Zündspule sind Gegenstand der Patentansprüche 2 und 3.

Im Folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnungen ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen

1 in einer Schnittansicht und einer Detailansicht eine Zündspule nach dem Stand der Technik und

2 in einer entsprechenden Schnittansicht und Detailansicht ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zündspule.

Wie es in 1 dargestellt ist, besteht eine übliche Zündspule, die nach Art einer Kerzenschachtzündspule ausgebildet ist, aus einem zylindrischen Gehäuse 1 aus einem Kunststoffmaterial, das durch Spritzgießen hergestellt wird, einem Hohlzylinder 2 aus einem Elektroblech, das den magnetischen Rückschluss bildet und durch Rollieren hergestellt ist, wobei der Hohlzylinder 2 im Gehäuse 1 und an dessen Innenseite anliegend montiert ist, sowie den nicht dargestellten inneren Bauteilen der Zündspule, insbesondere der Primär- und Sekundärwicklungen.

Der Hohlzylinder 2 ist insbesondere aus mehreren vorzugsweise zwei oder drei Lagen eines Elektrobleches ausgeführt, um Wirbelstromverluste möglichst gering zu halten.

Wie es in insbesondere in der Ansicht des Details in 1 dargestellt ist, stehen nach der Montage des Hohlzylinders 2 im durch Spritzgießen vorgefertigten Gehäuse 1 die zum Teil scharfen Innenkanten 3 des Hohlzylinders 2 an seinen axialen Stirnseiten frei im Gehäuse 1 vor. Wenn anschließend die in der Zeichnung nicht dargestellten inneren Bauteile der Zündspule insbesondere die die Primärwicklung bildende Außenwicklung im Hohlzylinder 2 montiert wird, das heißt in den Innenraum des Hohlzylinders 2 eingebracht wird, stehen diese scharfen Kanten 3 im Weg, so dass sie die Lackisolation des Drahtes der Wicklung beschädigen können. Das hätte einen Kurzschluss der Wicklung zur Folge.

Diese Gefahr ist bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zündspule dadurch beseitigt, dass in der in der Detailansicht dargestellten Weise das Gehäuse mit daran angeformten radial vorstehenden Teilen die scharfen Kanten des Hohlzylinders 2 an seinen axialen Stirnseiten umhüllt. Vorzugsweise sind diese Teile des Gehäuses, die die Kanten des Hohlzylinders 2 umhüllen, an ihren Innenseiten abgerundet, wie gleichfalls in 2 dargestellt ist, so dass auch diese Teile des Gehäuses 1 beim Einbau der Wicklungen nicht stören oder die Wicklungsdrähte beschädigen können.

Die oben beschriebene und in 2 dargestellte Zündspule gemäß der Erfindung wird nach einem Verfahren hergestellt, bei dem vor dem Einbau der Wicklungen der Hohlzylinder 2 in ein Spritzwerkzeug eingelegt und mit dem Gehäuse 1 umspritzt wird. Bei diesem Verfahren kann über ein entsprechende Formgebung des Spritzwerkzeuges erreicht werden, dass die Kunststoffmasse alle Kanten 3 des Hohlzylinders 1 in der in 2 dargestellten Weise umhüllt, so dass von diesen keine Gefahr für die Lackisolation der Wicklungsdrähte beim Einbau der Wicklungen insbesondere der Außenwicklung ausgeht.

In dieser Weise ist gewährleistet, dass bei einer vollautomatischen Montage der Zündspule keine Wicklungsbeschädigungen vorkommen können.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es somit durch die Umspritzung des Hohlzylinders, das heißt der Rückschlussbleche des Hohlzylinders möglich, dessen scharfe Kanten mit Kunststoff zu überdecken, so dass diese bei der Montage der Primärwicklung nicht im Weg stehen und die Lackisolation der Wicklungsdrähte nicht beschädigen können. Dadurch wird die Montage der Primärwicklung für eine vollständig automatisierte Montage der gesamten Zündspule erleichtert.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die bisher häufig verwandten Schutzeinrichtungen, beispielsweise Schutzfolien, die über der Primärwicklung angeordnet sind, nicht mehr benötigt werden.


Anspruch[de]
  1. Zündspule für eine Brennkraftmaschine, die nach Art einer Kerzenschachtzündspule ausgebildet ist und

    – ein zylindrisches Gehäuse (1) aus einem Kunststoffmaterial,

    – einen im Gehäuse (1) angeordneten Hohlzylinder (2) aus einem elektrisch leitenden Blechmaterial und

    – Primär- und Sekundärwicklungen aufweist, die im Hohlzylinder (2) angeordnet sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – am Gehäuse (1) radial vorstehende Teile angeformt sind, die die Kanten (3) des Hohlzylinders (2) an seinen axialen Stirnseiten umhüllen derart, dass nur die Außen- und die Stirnseiten des Hohlzylinder (2) vom Gehäuse (1) ummantelt sind.
  2. Zündspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radial vorstehenden Teile des Gehäuses (1), die die Kanten (3) des Hohlzylinders (2) umhüllen, an ihren Innenseiten abgerundet sind.
  3. Zündspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlzylinder (2) aus mehreren, insbesondere zwei oder drei Lagen des Blechmaterials gebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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