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Dokumentenidentifikation DE102004015455B3 08.12.2005
Titel Ballspielschläger, insbesondere Tennisschläger
Anmelder Völkl Tennis GmbH, 94315 Straubing, DE
Erfinder Schwenger, Ralf, 94315 Straubing, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 30.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004015455
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse A63B 49/02
IPC-Nebenklasse A63B 49/06   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen neuartigen Ballspielschläger, insbesondere Tennisschläger mit einem einen Schlägerkopfrahmen für die Schlägerbespannung, ein Herzstück sowie einen Schaft bildenden Hohlrahmen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Ballspielschläger gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.

Bekannt sind Tennisschläger (US 2003/0060312 A1), bei denen der Schlägerkopfrahmen beidseitig von einer Tennisschlägers-Längsachse durchgehend geschlitzt ist. Der von einem Schlägerrahmenhohlprofils gebildete Schlägerkopfrahmen besitzt hierfür beispielsweise einen sich über den gesamten Schlägerkopfrahmen oder einen Großteil dieses Schlägerkopfrahmens erstreckenden, an beiden Seiten des Schlägerkopfrahmens offenen und zum Innenraum des Schlägerrahmenhohlprofils geschlossenen Schlitz, der zur Absorption von Stößen, Vibrationen oder Schwingungen dient und mit einem absorbierenden Material ausgefüllt ist. Bei einer Ausführungsform dieses bekannten Tennisschlägers ist der Schlägerkopfrahmen beidseitig von der Längsachse des Tennisschlägers mit jeweils einem einzigen sehr langen Schlitz versehen, der sich nahezu über die Hälfte des Schlägerkopfrahmens erstreckt, ebenfalls zum Innenraum des Schlägerrahmenhohlprofils geschlossen ist und ebenfalls zur Aufnahme eines Dämpfungen bzw. Vibrationen oder Stößen dämpfenden Materials dient.

Bekannt ist weiterhin ein Tennisschläger (DE 39 10 890 C2), bei dem ein Teil des Herzstückes bildender Abschnitt des Schlägerkopfrahmens durchgehend geschlitzt ist, um dadurch ein verbessertes Dämpfungsverhalten gegenüber Schwingungen zu erreichen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Ballspielschläger, insbesondere Tennisschläger aufzuzeigen, der ein weiches und kontrolliertes Spielverhalten aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Ballspielschläger entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.

Durch die Schlitze im Bereich des Schlägerkopfrahmens weist der Schlägerrahmen dort eine reduzierte Torsionssteifigkeit auf, ohne dass die Biegesteifigkeit des Schlägerrahmens insgesamt beeinträchtigt wird. Die Schlitze sind dabei dort vorgesehen, wo ein außermittiges Auftreffen eines Tennisballs oder ein außermittiges Schlagen zu besonders hohen Torsionsbelastungen führt. Diese Belastungen werden dann durch die geringere Torsionssteifigkeit im Rahmen aufgenommen und gelangen nicht an den Schlägergriff, sodass ein weicheres, aber kontrolliertes Spielverhalten erreicht ist.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Tennisschläger gemäß der Erfindung in Draufsicht;

2 den Tennisschläger der 1 in Seitenansicht;

3 einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der 1.

Der in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Tennisschläger besteht im Wesentlichen aus einem Schlägerkopf 2, aus einem an den Schlägerkopf 2 anschließenden und von Stegen 3.1 gebildeten Herzstück 3 sowie aus einem an das Herzstück 3 anschließenden Schlägerhals oder-schaft 4, auf dem der übliche Griff 4.1 vorgesehen ist.

Der Schlägerkopf 2 weist in einem Schlägerkopfrahmen 5 die übliche, die Schlagfläche des Tennisschlägers 1 bildende Saitenbespannung 6 auf. Weiterhin sind der Schlägerkopfrahmen 5, die Herzstege 3.1 und der Schaft 4 Teil eines bei der dargestellten Ausführungsform symmetrisch zu einer Schlägerlängsachse L ausgebildeten, nach Außen hin geschlossenen und aus faserverstärktem Kunststoff hergestellten Hohlrahmens. Die Schlägerlängsachse L ist dabei achsgleich mit der Längsachse des Schlägerschaftes 4 angeordnet. An seiner Außenfläche ist der Schlägerkopfrahmen 5 an einem Bereich 5.1, der sich zwischen den beiden Stegen 3.1 erstreckt und den dem Schlägergriff 4 entfernt liegenden Kopfbereich des Schlägerkopfrahmens 5 einschließt, mit einer nutenförmigen Ausnehmung 7 versehen, die in üblicher Weise zur Aufnahme eines Ösenbandes 8 für die Halterung der Bespannung 6 dient.

In dem Abschnitt 5.1 sind im Schlägerkopfrahmen 5 mehrere an den beiden Seiten des Tennisschlägers 1 offene, d. h. durchgehende und sich senkrecht zur Ebene der Bespannung 6 erstreckende Schlitze 9 eingebracht. Bei der dargestellten Ausführungsform sind insgesamt sechs Schlitze 9 vorgesehen, und zwar jeweils drei derartige Schlitze beidseitig von der Längsachse L derart, dass sich bezogen auf eine senkrechte zur Längsachse L orientierte und in der Bespannungsebene liegende Mittelachse M, die von der oberen und unteren Begrenzung der Bespannung 6 bzw. der Schlagfläche jeweils den selben Abstand aufweist, an jeder Seite der Längsseite L zwei derartige Schlitze 8 oberhalb der Mittelebene M, d. h. an der dem Schlägergriff 4 abgewandten Seite dieser Mittelebene M und ein derartiger Schlitz unterhalb der Mittelebene M, d. h. an der dem Griff 4 zugewandten Seite der Mittelebene M vorgesehen ist.

Die Schlitze 9 besitzen bei der dargestellten Ausführungsform jeweils die gleich Länge, und zwar eine Länge, die in etwa gleich der doppelten Breite ist, die der Schlägerkopfrahmen 5 bzw. das diesen Rahmen bildende Hohlprofil in der Querschnittsachse des Rahmens parallel zur Ebene der Bespannung 6 aufweist, und zwar außerhalb der Ausnehmung bzw. Vertiefung 7.

Das den Schlägerrahmen und dabei insbesondere auch den Schlägerkopfrahmen 5 bildende Profil ist auch im Bereich des jeweiligen Schlitzes 9 vollständig geschlossen, d. h. entsprechend der 3 ist jeder Schlitz 9 durch eine in an den Längsseiten und an den Schlitzenden begrenzenden und einstückig mit dem Schlägerkopfrahmen 5 ausgebildeten Wandabschnitt 10 verschlossen.

Weiterhin ist die Ausbildung so getroffen, dass der Schlägerkopfrahmen 5 im Bereich der beiden oberen Schlitze 9 in etwa kreisbogenförmig gekrümmt ist und diese Schlitze bezogen auf den auf der Längsachse L liegenden Krümmungsmittelpunkt gegenüber dieser Längsachse um 40° bzw. 70° versetzt sind. Der untere Schlitz 9 ist dabei so angeordnet, dass er dem Übergang zwischen dem Schlägerkopfrahmen 5 und einen benachbarten Steg 3.1 etwas näher liegt als der Mittelachse M.

Die Anordnung der Schlitze 9 ist weiterhin so getroffen, dass ausgehend vom Übergang zwischen einem Steg 3.1 und dem Schlägerkopfrahmen 5 der erste, unterhalb der Mittelachse M vorgesehene Schlitz 9 von einer sich senkrecht zur Längsachse L erstreckenden Saitenlänge 6.1 der Bespannung 6, der zweite, auf diesen ersten Schlitz folgende Schlitz 9 oberhalb der Mittelachse ebenfalls von einer senkrecht zur Längsachse L verlaufenden Saitenlänge 6.2 der Bespannung 6 und der dritte, am weitesten vom Schlägergriff 4 entfernte Schlitz 9 von einer parallel zur Längsachse L verlaufenden Saitenlänge 6.3 der Bespannung geschnitten bzw. überbrückt wird.

Durch die Schlitze 9 und deren Anordnung wird eine gezielte Reduzierung der Torsionssteifigkeit ohne Verminderung der Biegesteifigkeit des Schlägerrahmens dort erreicht, wo bei einem außermittigen Schlagen oder Auftreffen eines Balles eine Torsionsbelastung auftritt. Durch die gezielte Reduzierung der Torsionssteifigkeit mit Hilfe der Schlitze 9 an diesen Bereichen wird ein weicheres und kontrollierteres Spielgefühl erreicht, ohne das bezüglich der Biegesteifigkeit des Schlägerrahmens 1 Kompromisse eingegangen werden müssen.

Wie die 1 auch zeigt, weist der Schlägerkopfrahmen 5 in der üblichen Weise eine von der Kreisform abweichende Formgebung, d. h. bei der dargestellten Ausführungsform eine ovale Formgebung mit der längeren Schlagflächen- oder Bespannungsachse parallel zur Längsachse L auf, wobei dann die Schlitze 9, die mit ihrer Längserstreckung in Richtung des Verlaufs des Schlägerkopfrahmens 5 orientiert sind, jeweils im Bereich des kleineren Krümmungsradius der ovalen Form des Schlägerkopfrahmens vorgesehen sind.

Die Schlitze besitzen eine Breite, die bedeutend kleiner ist als die Querschnittsabmessung die das den Schlägerkopfrahmen 5 bildende Hohlprofil in der Achsrichtung parallel zur Ebene der Bespannung 6 besitzt, d. h. bei der dargestellten Ausführungsform beträgt die Breite der Schlitze 9 etwa 7% der Breite des Profils des Schlägerkopfrahmens 5, wobei dieses Profil entsprechend der 3 so ausgeführt ist, dass die Höhe dieses Profils, d. h. die Abmessung senkrecht zur Ebene der Bespannung 6 größer ist als die Breite, d. h. als die Abmessung des Profils in der Achsrichtung parallel zur Ebene der Bespannung 6. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Höhe des Profils ist etwa doppelt so groß wie dessen Breite.

Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Neuerung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.

1Tennisschläger 2Schlägerkopf 3Herzstück 3.1Steg 4Schlägergriff oder -schaft 4.1Griffstück 5Schlägerkopfrahmen 5.1Abschnitt des Schlägerkopfrahmens außerhalb des Herzstückes 6Schlägerbespannung 6.1, 6.2, 6.3Saitenlänge der Bespannung 7Ausnehmung für Ösenband 8Ösenband 9Schlitz 10Wandabschnitt 11Schnittpunkt LLängsachse MMittelachse

Anspruch[de]
  1. Ballspielschläger, insbesondere Tennisschläger mit einem einen Schlägerkopfrahmen für die Schlägerbespannung (6), ein Herzstück (3) sowie einen Schaft (4) bildenden Hohlrahmen, wobei der Schlägerkopfrahmen (5) in einem das Herzstück (3) nicht einschließenden Abschnitts (5.1) beidseitig von einer achsgleich mit dem Schlägergriff (4) verlaufenden Längsachse (L) mit durchgehenden und senkrecht zur Ebene der Bespannung (6) sich erstreckenden, an beiden Seiten des Schlägers offenen, aber zum Innenraum des Schlägerrahmenhohlprofils geschlossenen Schlitzen (9) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (9) derart verteilt vorgesehen sind, dass beidseitig von der Längsachse (L) an einer dem Schlägergriff (4) abgewandten ersten Seite einer senkrecht zu der Längsachse (L) und in der Ebene der Bespannung verlaufenden Mittelquerachse (M) des Schlägerkopfes (2) jeweils wenigstens zwei im Verlauf des Schlägerkopfrahmens aufeinander folgende Schlitze (9) und an einer dem Schlägergriff (4) zugewandten zweiten Seite der Mittelquerachse (M) wenigstens ein Schlitz (9) vorgesehen sind.
  2. Ballspielschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägerkopfrahmen (5) im Bereich der beiden beidseitig von der Längsachse (L) an der ersten Seite der Mittelquerachse (M) vorgesehenen Schlitze (9) in etwa kreisbogenförmig gekrümmt ist und die Schlitze (9) bezogen auf einen auf der Längsachse (L) liegenden Krümmungsmittelpunkt, gegenüber der Längsachse (L) um 40 bzw. 70° versetzt sind, und dass die beidseitig von der Längsachse (L) auf der zweiten Seite der Mittelquerachse (M) vorgesehenen Schlitze (9) jeweils so angeordnet sind, dass sie dem Übergang zwischen dem Schlägerkopfrahmen und einem Steg (3.1) des Herzstückes (3) näher liegen als der Mittelquerachse (M).
  3. Ballspielschläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägerkopfrahmen (5) eine von der Kreisform abweichende Form, beispielsweise eine ovale Form aufweist, und dass die Schlitze (9) an Bereichen des Schlägerkopfrahmens (5) mit reduziertem Krümmungsradius vorgesehen sind.
  4. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze in einer Querschnittsrichtung oder -achse des Schlägerkopfrahmens parallel zu der Ebene der Bespannung (6) eine Abmessung aufweisen, die maximal 15 %, vorzugsweise etwa 10 % des Querschnitts beträgt, den der Schlägerkopfrahmen (5) in dieser Querschnittsrichtung aufweist.
  5. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (9) mit ihrer Längserstreckung in Richtung des Verlaufs des Schlägerkopfrahmens orientiert sind.
  6. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (9) eine Länge aufweisen, die größer ist als die Querschnittsabmessung, die das den Schlägerkopfrahmen bildende Hohlprofil in der Querschnittsachse parallel zur Ebene der Bespannung aufweist.
  7. Ballspielschläger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Schlitze (9) etwa doppelt so groß ist wie die Querschnittsabmessung des Rahmenprofils.
  8. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schlitz (9) von wenigstens einer Saitenlänge (6.1, 6.2, 6.3) der Bespannung (6) überbrückt ist.
  9. Ballspielschläger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schlitz (9) von einer sich quer oder senkrecht zur Längsachse (L) erstreckenden Saitenlänge (6.1, 6.2) und wenigstens ein weiterer Schlitz (9) von einer sich in Richtung der Längsachse (L) erstreckenden Saitenlänge (6.3) überbrückt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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