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Dokumentenidentifikation DE102004020710B4 08.12.2005
Titel Anordnung zur Erzeugung von Informationsansagen
Anmelder Visteon Global Technologies, Inc., Dearborn, Mich., US
Erfinder Whikehart, J. William, Novi, Mich., US
Vertreter Dr. Heyner & Dr. Sperling Patentanwälte, 01277 Dresden
DE-Anmeldedatum 22.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020710
Offenlegungstag 25.11.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse G10L 13/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Anordnung zur Erzeugung von Informationsansagen für ein Audiosystem.

In modernen Rundfunkempfängersystemen, wie z. B. High-Definition-Rundfunk oder Satellitenrundfunk, werden Informationen, wie z. B. Liedtitel und Künstlername in Textform, empfangen. Titel- und Künstlerinformationen werden oft an der Radioeinheit angezeigt. Bei einem anderen Verfahren werden Textinformationen dem Nutzer unter Verwendung von Text-Sprache-Wandlung mit Hilfe eines im Radio vorhandenen Text-Sprache-Wandlers präsentiert. Es könnte jedoch sein, dass der Hörer die Ansage des Liedtitels allein ohne Kontext als nicht besonders hilfreich empfindet. Dienlicher ist die Ansage des Liedtitels mit einem gewissen Kontext, so dass zum Beispiel, wenn der Liedtitel „Blue Suede Shoes" ist und der Künstler „Elvis" heißt, die Ansage lauten könnte: „Jetzt singt Elvis Presley Blue Suede Shoes". Leider kann die hörbare Bereitstellung der Informationen in stets derselben Form für den Nutzer langweilig werden, wodurch das System inattraktiv werden könnte.

Aus der DE 696 09 926 T2 ist eine Einrichtung zum Generieren von Sprachnachrichteninformationen bekannt, mit Eingabemitteln zum Empfangen festformatiger und codierter Steuerinformationselemente, einem Speicher und einem Sprachgenerator, wobei für ein Nachrichtenformat mit codierten festen und variablen Items solche festen Items in angereicherter Phonemnotation codiert sind und jedes variable Item als direkte Phnemnotation codiert ist, zusammen mit lexikalischen Betonungen, und jedes variable Item mit einem aus einer Vielzahl von Mustern versehen ist, von denen jedes ein jeweiliges anderes Prosodiemuster aus Tonhöhe und/oder Rhythmus zugehöriger Phonemsequenz hat, wobei diese von einem mehrwertigen Kontextsymbol eines zugehörigen Steuerinformationselements hinzugefügt oder implizit darin vorhanden ist, selektierbar sind.

In der DE 38 12 144 C2 ist eine Schaltungsanordnung zur Ausgabe von akustischen Alarmierungsmeldungen für Gefahrmeldeanlagen bekannt, mit einer Alarmauslöseeinrichtung, einem Signalspeicher und einem elektroakustischen Wandler, wobei der Amplitudenverlauf mehrerer unterschiedlicher, von Text- und/oder Geräuschsequenzen mit vorgebbarer Zeitdauer gebildeter Alarmierungsmeldungen digital in einem Halbleiterspeicher gespeichert ist, und mit einem Startsignal der Alarmauslöseeinrichtung zumindest eine der gespeicherten Sequenzen ausgewählt und vom Speicher über einen D/A-Wandler und einen Verstärker an den Wandler gegeben wird, wobei die Auswahl mehrerer, in der Reihenfolge variabler Sequenzen durch von einem Zufallsgenerator erzeugte Steuersignale erfolgt, die dem Speicher zugeführt werden.

Aus der WO 02/49003 A1 ist eine Anordnung zur Erzeugung einer Informationsansage für ein Audiosystem bekannt, mit einem Empfänger von Übertragungsinformationen, einem Ausgabegerät und einem Speicher, bei dem zwischen dem Empfänger und dem Ausgabegerät ein Text-Sprache-Wandler und ein Audiosummator geschaltet sind und wobei der Text-Sprache-Wandler mit einem Nutzereingabegerät und dem Speicher verbunden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu schaffen, mit der eine Verbesserung von Informationsansagen in derzeitig verwendeten Audiosystemen erreicht wird.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen 2 bis 8 beschrieben..

Zur Befriedigung des zuvor genannten Bedarfs und zur Überwindung der Nachteile und anderen Einschränkungen des Stands der Technik stellt die Erfindung eine Anordnung zur Erzeugung einer Informationsansage bereit. Die erfindungsgemäße Anordnung umfasst einen Empfänger zum Empfangen von Übertragungsinformationen und einen Text-Sprache-Wandler zur Erzeugung einer auf den Übertragungsinformationen basierenden Audiomeldung. Der Text-Sprache-Wandler verwendet eine Vielzahl vordefinierter Vorlagen, die in einem Speicher gespeichert sind, und fügt Teile der Übertragungsinformationen in eine der Vorlagen zwecks Bildung einer Meldung ein. Der Text-Sprache-Wandler kann die Vorlage zufällig auswählen, auf einem Zähler basierend zwischen den Vorlagen wechseln oder eine Vorlage auf der Basis eines bestimmten Teils der Übertragungsinformationen wie z. B. des Künstlernamens wählen.

Der Text-Sprache-Wandler stellt dabei außerdem fest, ob die Künstlerinformationen im Plural oder im Singular stehen. In Abhängigkeit davon, ob die Informationen im Plural oder im Singular stehen, kann der Artikel vor dem Künstlernamen modifiziert werden. Außerdem können die Übertragungsinformationen Vorabinformationen, also auf den nächsten zu spielenden Titel bezogene Informationen, enthalten. Der Text-Sprache-Wandler kann eine Vorlage aufgrund der Vorabinformationen auswählen. Außerdem kann der Text-Sprache-Wandler zur Vorlage Phrasen hinzufügen, wobei sich die Phrasen auf die Übertragungsinformationen, wie z. B. die Künstlerinformationen, beziehen. Um dem Nutzer weiteren Genuss zu bereiten, können die Phrasen durch den Nutzer selbst definiert werden.

Das vom Text-Sprache-Wandler erzeugte Audiosignal wird schließlich von einem Audiosummator bereitgestellt, der das Audiosignal mit einem Musiksignal kombiniert, wodurch es dem Nutzer möglich ist, die Informationsansage und die entsprechende Musik gleichzeitig zu hören.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und anhand einer Zeichnung näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

1 ein die Prinzipien der Erfindung verkörperndes Blockdiagramm einer Anordnung zur Erzeugung von Informationsansagen;

2 ein die Prinzipien der Erfindung verkörperndes Blockdiagramm des Steuerungsablaufs zur Erzeugung von Informationsansagen.

In 1 ist eine Anordnung dargestellt, das die Prinzipien der Erfindung verkörpert und mit 10 gekennzeichnet ist. Als seine Hauptkomponenten umfasst die Anordnung 10 einen Text-Sprache-Wandler 12, einen Empfänger 14 und ein Audioausgabegerät 18.

Der Empfänger 14 empfängt eine Signalübertragung 22, die Musik und auf das momentan gespielte Lied bezogene Informationen, welche z. B. den Liedtitel und den Künstlernamen enthalten. Das Übertragungssignal kann von einem IBOC, über Satellitenrundfunk, von einem MP3-System oder von anderen ähnlichen Verteilungssystemen, bei denen liedbezogene Daten verfügbar sind, empfangen werden.

Der Empfänger 14 liefert die Informationen an den Text-Sprache-Wandler 12, der auf seinen Speicher 20 zugreift, um eine Vorlage aus einer Tabelle vordefinierter Vorlagen auszuwählen. Die Übertragungsinformationen werden anschließend in die Vorlage derart eingebunden, dass durch den Text-Sprache-Wandler 12 ein vollständiger Satz bereitgestellt wird. In ihrer einfachsten Form kann die festgelegte Vorlage „Hier ist Liedtitel] von [Künstler]" sein, bei der die erste Lücke mit dem Liedtitel ausgefüllt wird und die zweite Lücke mit dem Künstlernamen ausgefüllt wird. Die Vorlage mit den eingefügten Übertragungsinformationen wird zur Erzeugung eines entsprechenden Audiosignals verwendet. Außerdem wird das die Informationsansage enthaltende Audiosignal mit dem konkreten Musiksignal durch einen Audiosummator 17 kombiniert, der ein zusammengesetztes Audiosignal bereitstellt, das die Informationsansage und die Musik enthält. Das zusammengesetzte Audiosignal wird vom Audiosummator 17 einem Audioausgabegerät 18, wie z. B. einem Rundfunkverstärker oder einem Lautsprecher, bereitgestellt.

In einem ersten Modus wählt der Text-Sprache-Wandler 12 die Vorlage aus einer Tabelle vorher festgelegter Vorlagen mithilfe eines zufällig erzeugten Algorithmus aus. Alternativ kann in einem zweiten Modus ein Zähler zum zyklischen Wechsel zwischen den in der Tabelle gespeicherten Vorlagen verwendet werden. Auf diese Weise wird für jede folgende Ansage eine andere Vorlage verwendet, wodurch dem Nutzer mehr Abwechslung geboten wird. In einem dritten Modus ist der Text-Sprache-Wandler 12 so konfiguriert, dass eine Vorlage auf der Basis eines Künstlernamens ausgewählt wird, so dass sich die ausgewählte Vorlage auf die Künstlerinformationen bezieht.

Außerdem umfasst der Text-Sprache-Wandler 12 einen Algorithmus zum Erkennen, ob der Künstlername ein Singular oder ein Plural ist. Ein Künstlername im Singular würde als „... von Elton John" gesprochen, während ein Künstlername im Plural „... von den Beatles" gesprochen würde.

Außerdem können einige Übertragungen, wie z. B. IBOC-Übertragungen, Vorabliedinformationen enthalten (was bedeutet, dass das Radio Text empfängt, der sich auf das nächstfolgende Lied bezieht). Wenn die Vorabinformationen in den Übertragungsinformationen enthalten sind, kann der Text-Sprache-Wandler 12 außerdem für die Auswahl einer Vorlage konfiguriert sein, die eine Phrase, wie z. B. „Als Nächstes folgt dann Liedtitel] mit [Künstler]", enthält, in der die erste Lücke mit dem Liedtitel und die zweite mit den Künstlerinformationen des nächstfolgenden Lieds ausgefüllt wird.

Um dem Nutzer zusätzliche Abwechslung zu bieten, können bestimmte Phrasen auf der Basis der Übertragungsinformationen ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel der Künstlername „Elvis" und der Liedtitel „Blue Suede Shoes" ist, könnte die zusätzliche Phrase „Vielen Dank" sein, wodurch sich die Ansage als „Hier ist Elvis, der Blue Suede Shoes singt. Vielen Dank" liest. Hier ist der Satz „Vielen Dank" hinzugefügt worden, weil es ein mit dem Künstlernamen Elvis Presley verbundenes Schlagwort ist. Wenn ein bestimmter Künstler nicht in der Tabelle aufgelistet ist, wird keine zusätzliche Phrase angehängt. Außerdem wird ein Nutzereingabegerät 16 bereitgestellt, um dem Nutzer die Erzeugung seiner eigenen Phrasen zu ermöglichen und diese im Speicher 20 zu speichern. Das Nutzereingabegerät 16 kann ohne Einschränkung Sprachsteuerung, Tastatureingabe oder Ähnliches umfassen und kann mit dem System physisch oder per Funk verbunden sein.

In 2 ist schematisch die Wirkungsweise des Ablaufs zur Erzeugung von Informationsansagen mit der erfindungsgemäßen Anordnung dargestellt. In geeigneter Weise werden Übertragungsinformationen, wie z. B. der Liedtitel, über die Linie 32 und der Künstlername über die Linie 34 am Block 33 bereitgestellt. Der Künstlername wird außerdem über die Linie 34 am Block 36 bereitgestellt, wo der Künstlername analysiert wird, um festzustellen, ob der Künstler im Singular oder im Plural steht. Ein Verfahren zur Erkennung, ob der Künstlername ein Plural ist, umfasst die Suche nach einem an die Textfolge angehängten „s". Zur Verwendung bei der Zusammensetzung der Informationsansage wird ein Signal von Block 36 an Block 33 geliefert, das anzeigt, ob der Künstlername im Singular oder im Plural steht.

Außerdem wird zwecks Hinzufügen eines Schlagworts der Künstlername einer als Block 38 gekennzeichneten Nachschlagtabelle bereitgestellt. Das zu jedem Künstler gehörende Schlagwort kann zufällig oder mit Hilfe eines Zählers zum Wechseln zwischen allen Schlagwörtern eines entsprechenden Künstlers ausgewählt werden. Zur weiteren Verwendung bei der Zusammensetzung der Informationsansage wird das Schlagwort von Block 38 am Block 33 bereitgestellt.

Analog wird der Künstlername außerdem einer als Block 40 gekennzeichneten Vorlagennachschlagtabelle bereitgestellt. Eine Vorlage wird aus der Vorlagennachschlagtabelle mit Hilfe eines als Block 42 gekennzeichneten Zufallszahlengenerators oder Zählers zum Wechseln zwischen jeder der Satzvorlagen ausgewählt. Außerdem können die Satzvorlagen auf einen Künstler bezogen geordnet sein. Das heißt, es würden bei einem bestimmten Künstler nur bestimmte Vorlagen verwendet. Die Vorlage wird von Block 40 am Block 33 bereitgestellt, wo die Informationsansage auf der Basis der den Liedtitel, den Künstlernamen und ähnliche Informationen enthaltenden Übertragungsinformationen gebildet wird.

Der Block 33 kombiniert die Übertragungsinformationen mit den vom Block 36 bereitgestellten Singular-/Plural-Informationen, den vom Block 38 bereitgestellten zusätzlichen Schlagwortinformationen und der von Block 40 bereitgestellten ausgewählten Vorlage zwecks Erzeugung einer für die Informationsansage repräsentativen Textfolge. Die Textfolge von Block 33 wird am Block 44 bereitgestellt, wo der Text-Sprache-Wandler 12 ein auf der Textfolge basierendes Audiosignal erzeugt. Das Audiosignal wird von Block 44 einem Audiosummator 46 bereitgestellt, wo das Audiosignal mit dem Musiksignal 47 kombiniert und dem als Block 48 gekennzeichneten Rundfunkverstärker und/oder Lautsprecher bereitgestellt wird.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Erzeugung einer Informationsansage für ein Audiosystem, mit einem Empfänger zum Empfangen von Übertragungsinformationen, einem Ausgabegerät zur Ausgabe der Übertragungsinformation, einem Text-Sprache-Wandler, einem damit verbundenen Nutzereingabegerät, einem definierte Informationen enthaltenden Speicher und einem Audiosummator, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem Empfänger (14) und dem Ausgabegerät (18) geschaltete Text-Sprache-Wandler (12) mit einem Zähler korrespondiert und zur zufälligen Auswahl einer Vorlage aus einer Vielzahl vordefinierter Vorlagen aus dem Speicher (20) und dem Einfügen von Teilen der Übertragungsinformationen in eine der Vorlagen zur Bildung einer Meldung konfiguriert ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei der Text-Sprache-Wandler (12) für das Auswählen einer Vorlage aus einer Vielzahl festgelegter Vorlagen auf der Basis von Künstlerinformationen in den Übertragungsinformationen ausgebildet ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Text-Sprache-Wandler (12) für das Feststellen, ob Künstlerinformationen in den Übertragungsinformationen enthalten sind und ob die Künstlerinformationen im Plural stehen, ausgebildet ist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Übertragungsinformationen Vorabinformationen enthalten und der Text-Sprache-Wandler (12) die Vorlage auf der Basis der Vorabinformationen auswählt.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Text-Sprache-Wandler (12) für das Hinzufügen von Phrasen zur Vorlage konfiguriert ist, wobei sich die Phrasen auf die Übertragungsinformationen beziehen.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei sich die Phrasen auf Künstlerinformationen in den Übertragungsinformationen beziehen.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei in dem Nutzereingabegerät (16) die Phrasen durch den Nutzer definierbar vorgegeben sind.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei Audiosummator (17) für das Kombinieren der Meldung mit einem Musiksignal konfiguriert ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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