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Dokumentenidentifikation DE102004021325A1 08.12.2005
Titel Optisches Eingabegerät
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Feil, Henry, 81545 München, DE;
Frensch, Ewald, 86415 Mering, DE
DE-Anmeldedatum 30.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021325
Offenlegungstag 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse G06K 11/18
IPC-Nebenklasse G06F 3/033   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein optisches Eingabegerät 10 mit einem Abstandsstift 12 zum Definieren von Zeichen und/oder Positionen, welche von dem optischen Eingabegerät erfasst werden, ein Leuchtmittel 13, 18, 19, 20 zum Aussenden von Lichtstrahlen, ein optisches Detektionsmittel 15, 16 zum Detektieren von von dem Leuchtmittel ausgesendeten Lichtstrahlen und eine Auswertungselektronik 17, welche mit dem optischen Detektionsmittel in Verbindung steht und die detektierten Lichtstrahlen auswertet. Das optische Eingabegerät weist ferner ein Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung 14 auf, welches geeignet ist, in Abhängigkeit von einer detektierten Lichtstrahlung 19'' ein Signal zu generieren, welches das optische Eingabegerät in einen aktiven Betriebszustand versetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein optisches Eingabegerät mit einem Abstandsstift, einem Leuchtmittel, einem optischen Detektionsmittel, einer Auswertungselektronik und einem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung

Optische Eingabegeräte der eingangs genannten Art können unter Anderem bei Eingabestiften mit automatischer Schriftzeichenerkennung Anwendung finden.

Bekannt sind optische Eingabegeräte, wie beispielsweise mobile Schrifteingabegeräte, welche Schriftzeichen erfassen, erkennen und digitalisieren können.

1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur optischen Erfassung von Schriftzeichen. Dabei können auf einer Schreibunterlagen 8 mit Hilfe eines Abstandsstiftes 2 Schriftzeichen geschrieben werden. An dem Abstandsstift 2 ist mit Hilfe eines Befestigungsmittels 7 eine Kamera 4 und eine Lichtquelle 3 angebracht. Die Kamera 4 weist eine Linse 5 auf und ist an eine Auswertungselektronik 6 angeschlossen. Von der Lichtquelle 3 werden Lichtstrahlen zu der Schreibunterlage 8 ausgesendet und nach einer Reflexion an dieser von der Kamera 4 detektiert. Bei einer solchen Vorrichtung zur optischen Erfassung von Schriftzeichen benötigt man einen Mechanismus, um das Aufsetzen des Abstandsstiftes auf die Schreibunterlage zu detektieren. Dies ist notwendig, damit die Vorrichtung erkennen kann, wann ein Schreiben beabsichtigt ist und um es von sonstigen Bewegungen auf der Oberfläche zu unterscheiden. Dabei kann der Abstandsstift zum Einen über die Schreibunterlage bewegt werden, um den Stift zu positionieren, wobei der Stift von der Schreibunterlage abgehoben werden muss. Zum Anderen kann man mit dem Abstandsstift auf der Schreibunterlage schreiben, wobei in diesem Fall der Abstandsstift während des Schreibvorgangs auf die Schreibunterlage gedrückt wird.

Denkbar wäre, am inneren Ende der Vorrichtung einen Schalter vorzusehen, welcher einen Schaltkreis schließt, sobald ein Druck auf den Abstandsstift ausgeübt wird. Somit könnte detektiert werden, wann der Stift auf die Oberfläche aufgesetzt wird. Dies hat jedoch Nachteile, da ein solcher bekannter Schalter mechanisch ausgebildet ist, was zu einem permanenten Verschleiß führt und somit die Lebensdauer der Vorrichtung grundsätzlich begrenzt. Darüber hinaus sind mechanische Schalter relativ teuer und groß, was insbesondere bei mobilen, miniaturisierten Geräten vermieden werden soll.

Somit ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein optisches Eingabegerät bereitzustellen, welches miniaturisiert ausgebildet ist und in einer energiesparenden Weise betrieben werden kann.

Diese Aufgabe wird durch das optische Eingabegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Das erfindungsgemäße optische Eingabegerät weist einen Abstandsstift zum Definieren von Zeichen und/oder Positionen, welche von dem optischen Eingabegerät erfasst werden, ein Leuchtmittel zum Aussenden von Lichtstrahlen, ein optisches Detektionsmittel zum Detektieren von von dem Leuchtmittel ausgesendeten Lichtstrahlen und eine Auswertungselektronik, welche mit dem optischen Detektionsmittel in Verbindung steht und die detektierten Lichtstrahlen auswertet, auf. Das optische Eingabegerät weist des Weiteren ein Mittel zur Detektion von Lichtstrahlen auf, welches geeignet ist, in Abhängigkeit von einer detektierten Lichtstrahlung ein Signal zu generieren, welches das optische Eingabegerät in einen aktiven Betriebszustand versetzt.

Bei dem erfindungsgemäßen Abstandsstift kann es sich um jede Art von Stift handeln, welche insbesondere mit der Hand eines Benutzers bewegt werden kann. Bevorzugt handelt es sich dabei um die Form eines Schreibstiftes, welcher zum manuellen Schreiben von Buchstaben und/oder Zeichen verwendet werden kann. Mit dem Abstandsstift ist es aber auch möglich, eine Position anzugeben. Prinzipiell ist die Beschaffenheit des Abstandsstiftes auf keine Ausführungsform bzw. auf kein Material beschränkt. Der Abstandsstift kann auch bevorzugt in einem mobilen Endgerät, insbesondere in einem Mobilfunkgerät, integriert sein.

Das optische Detektionsmittel ist bevorzugt in der Umgebung des Abstandsstiftes angeordnet. Bevorzugt ist es auf geeignete Weise, beispielsweise mit Hilfe einer Befestigungsvorrichtung, an dem Abstandsstift befestigt. Denkbar ist auch, dass eine entsprechende Befestigungsvorrichtung mit dem Abstandsstift integral ausgebildet ist. Bei dem optischen Detektionsmittel handelt es sich bevorzugt um eine Kamera mit mindestens einer Linse, welche ausgesendete, insbesondere reflektierte Lichtstrahlen, detektieren kann.

Bevorzugt ist das optische Eingabegerät geeignet, von dem Leuchtmittel ausgesendete Lichtstrahlen von einer Schreibunterlage reflektieren zu lassen und die reflektierten Lichtstrahlen mit Hilfe des optischen Detektionsmittels zu erfassen. Bei der Schreibunterlage kann es sich bevorzugt um eine Unterlage ohne sichtbare Textur, insbesondere Papier, handeln. Somit ist keine speziell beschichtete Schreibunterlage für die optische Erkennung notwendig. Ein handelsübliches weißes Blatt Papier ist ausreichend.

In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung um einen Phototransistor.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das optische Eingabegerät geeignet, falls von dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung nur Lichtstrahlen detektierte werden, welche unter einer vorbestimmten Intensitätsschwelle liegen, einen inaktiven Betriebszustand, insbesondere einen Energiesparmodus, einzunehmen. Die Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung können die von einer Schreibunterlage reflektierten Lichtstrahlen detektieren. Falls die detektierte Lichtstrahlung unter einer vorbestimmten Intensitätsschwelle liegt, wird dem optischen Eingabegerät signalisiert, dass sich dieses nicht im Einsatz befindet, sondern entfernt von der Schreibunterlage benutzt wird. In einem solchen Fall können die weiteren Elemente des optischen Eingabegeräts in einen inaktiven Betriebszustand, vorzugsweise einen Energiesparmodus, versetzt werden. Somit können insbesondere mobile optische Eingabegeräte, welche batteriebetrieben sind, längere Betriebszeiten aufweisen.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Leuchtmittel geeignet, während eines inaktiven Betriebszustandes des optischen Eingabegeräts die Lichtstrahlen gepulst auszusenden. Durch eine entsprechende Pulsung kann während eines inaktiven Betriebszustandes, das heißt während eines "Nichtschreibens", Strom gespart werden.

Weiter bevorzugt erfolgt die Versetzung in den aktiven Betriebszustand bei Überscheitung einer vorbestimmten Intensitätsschwelle der von dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlen detektierten Lichtstrahlung. In dem aktiven Betriebszustand ist das optische Eingabegerät geeignet, die Zeichen und/oder Positionen zu erfassen.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung an einer entfernt von der Spitze des Abstandsstiftes gelegenen Position in dem Abstandsstift integriert. Denkbar ist auch, das Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung an einer anderen Position in dem optischen Eingabegerät anzubringen. Wichtig ist dabei jedoch, dass das Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung von einer Schreibunterlage reflektierte Lichtstrahlung detektieren kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Abstand zwischen dem Leuchtmittel und der Schreibunterlage bei Benutzung des optischen Eingabegerätes gering, insbesondere geht der Abstand gegen Null, das heißt das Leuchtmittel ist in direkter Berührung mit der Schreibunterlage.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das optische Detektionsmittel geeignet, nur Lichtstrahlen zu detektieren, die im Wesentlichen quer zu der Haupterstreckungsrichtung des Abstandsstiftes von dem Leuchtmittel ausgesendet werden. Bei Schreibunterlagen ohne sichtbare Textur, beispielsweise bei einem weißen Blatt Papier, werden für das menschliche Auge nicht sichtbare Unebenheiten der Schreibunterlage schräg angeleuchtet und dadurch eine "Schattentextur" generiert. Somit wird bei der Detektion der Lichtstrahlen durch das optische Detektionsmittel nur der Lichtanteil des Leuchtmittels verwendet, welcher schräg auf die Oberfläche der Schreibunterlage fällt und von einer Unebenheit reflektiert wird.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Leuchtmittel eine in der Spitze des Abstandsstiftes angeordnete Lumineszenzdiode auf. Lumineszenzdioden verwenden Halbleiterkristalle wie Gallium-Arsenid, um elektrische Signale in Lichtsignale zu wandeln. Die typischen Ausgangsleistungen heute bekannter Lumineszenzdioden liegen bei ungefähr 1 mW. Somit hat der Einsatz von Lumineszenzdioden in der Spitze des Abstandsstiftes die Vorteile, dass der Abstand von der Lumineszenzdiode zu der Schreibunterlage bei bestimmungsgemäßem Einsatz des Abstandsstiftes gering ist, insbesondere gegen Null geht, und der Energieverbrauch des optischen Eingabegerätes minimal gehalten werden kann.

Bei einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Leuchtmittel mindestens einen Lichtwellenleiter, insbesondere eine Glasfaser und eine Lichtquelle auf. Bevorzugt ist die Lichtquelle entfernt von der Spitze des Abstandsstiftes angeordnet und der mindestens eine Lichtwellenleiter leitet die von der Lichtquelle generierten Lichtstrahlen zu der Spitze des Abstandsstiftes und strahlt diese von dort ab. Das Licht von der Lichtquelle wird über einen Lichtwellenleiter aus dem Inneren des Stiftes zu der Spitze des Abstandsstiftes herangeführt. Da der Lichtwellenleiter flexibel ausgebildet werden kann, besteht die Möglichkeit, die Position der Lichtquelle innerhalb des Stiftes konstruktionstechnischen Belangen unterzuordnen. Die Lichtquelle kann an einer Position in dem optischen Eingabegerät bzw. dem Abstandsstift angeordnet werden, an welcher Raumreserven vorhanden sind. Dies hat den Vorteil, dass hinsichtlich der konstruktiven Ausführung des optischen Eingabegerätes eine große Freiheit besteht. Dies ist insbesondere bei mobilen optischen Eingabegeräten von großem Vorteil, da diese meist miniaturisiert ausgebildet sind. Denkbar ist auch, dass der Abstandsstift komplett als Lichtwellenleiter ausgebildet ist.

In einer Weiterbildung der Erfindung leitet der mindestens eine Lichtwellenleiter Lichtstrahlen an die Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung weiter. Ist die Lichtquelle entfernt von der Spitze des Abstandsstiftes angeordnet und leitet der mindestens eine Lichtwellenleiter die von der Lichtquelle generierten Lichtstrahlen an die Spitze des Abstandsstiftes weiter und strahlt diese von dort ab, so sind die Luminanzbedingungen relativ unabhängig von der Umgebung. Somit kann das von der Oberfläche der Schreibunterlage reflektierte Licht ebenfalls mit Hilfe des Lichtwellenleiters zu dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung geleitet werden und den großen Anstieg der Strahlungsleistung beim Aufsetzen des Abstandsstiftes auf die Oberfläche der Schreibunterlage detektieren. Dabei hängt die Strahlungsleistung quadratisch von der Entfernung des Reflexionsmediums ab. Denkbar ist auch, unterschiedliche Glasfasern für das Leiten der Lichtstrahlen zu der Spitze des Abstandsstiftes und von der Spitze des Abstandsstiftes einzusetzen. Insbesondere mit einer Softwaresteuerung kann sodann das Aufsetzen des Abstandsstiftes auf die Schreibunterlage detektiert werden.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein mobiles Endgerät, insbesondere ein Mobilfunkgerät, welches ein erfindungsgemäßes optisches Eingabegerät umfasst. Insbesondere bei mobilen Endgeräten besteht immer das batteriebedingte Problem des limitierten Energievorrats. Bei solchen Endgeräten werden zur Schriftzeichenerkennung bzw. zur Eingabe bevorzugt Vorrichtungen eingesetzt, welche energieoptimiert ausgebildet sind.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist das mobile Endgerät eine Anzeigevorrichtung, insbesondere ein Display, auf, welche geeignet ist, die mit Hilfe des Abstandsstiftes definierten Zeichen anzuzeigen.

Weiter bevorzugt ist die Auswertungselektronik geeignet, die mit Hilfe des Abstandsstiftes definierten Zeichen zu digitalisieren. Denkbar ist, dass mit Hilfe des mobilen Endgerätes Schriftzeichen auf einer Schreibunterlage geschrieben werden, diese definierten Schriftzeichen mit Hilfe der von dem Abstandsstift ausgesendeten Lichtstrahlen nach einer Reflexion an der Schreibunterlage von dem optischen Detektionsmittel detektiert werden, anschließend von der Auswertungselektronik ausgewertet und auf der Anzeigevorrichtung dargestellt werden. Alternativ können Zeichen, welche Wörter bilden, auch über einen Lautsprecher ausgegeben werden.

Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die dort dargestellten Merkmale und auch die bereits oben beschriebenen Merkmale können nicht nur in der genannten Kombination, sondern auch einzeln oder in anderen Kombinationen erfindungswesentlich sein. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines mobilen Schrifteingabegerätes nach dem Stand der Technik;

2 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines optischen Eingabegerätes; und

3 eine schematische Darstellung eines optischen Stiftes.

1 zeigt eine Ausführungsform eines bekannten Schrifteingabegerätes und wurde bereits in der Einleitung der Beschreibung erläutert, so dass an dieser Stelle darauf verwiesen wird.

2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines optischen Eingabegeräts 10 mit einem Abstandsstift 12, einer Kamera 15, einer Auswertungselektronik 17 und einer Schreibunterlage 21. In dem Abstandsstift 12 ist an einer von der Spitze des Abstandsstiftes entfernt gelegenen Position ein Phototransistor 14 angeordnet. In dem Abstandsstift sind eine Reihe von Lichtwellenleiter untergebracht, von denen exemplarisch nur die Lichtwellenleiter 18, 19 und 20 eingezeichnet sind. An dem der Spitze des Abstandsstiftes gegenüberliegenden Ende ist eine Lichtquelle 13 angebracht. Die Lichtquelle 13 generiert Lichtstrahlen, welche über die Lichtwellenleiter 18, 19 und 20 zu der Spitze des Abstandsstiftes geleitet und von dort abgestrahlt werden. Der von dem Lichtwellenleiter 18 generierte Lichtstrahl 18' trifft auf die Schreibunterlage 21 und wird von dieser reflektiert. Der von dem Lichtwellenleiter 19 generierte Lichtstrahl wird zum Einen als Lichtstrahl 19' von der Schreibunterlage 21 reflektiert und nach außen abgestrahlt, zum Anderen trifft er als Lichtstrahl 19" auf den Phototransistor 14. Der Phototransistor 14 detektiert folglich eine höhere Lichtintensität wenn sich der Abstandsstift 12 auf der Schreibunterlage 21 befindet und somit ein Schreibvorgang durch den Nutzer des optischen Eingabegerätes 10 gestartet werden soll. Der Phototransistor 14 gibt sodann ein Signal ab, welches dem optischen Eingabegerät 10 signalisiert, dass das Gerät von einem Bereitschaftszustand in einen aktiven Betriebszustand versetzt werden kann.

Die Kamera 15 weist eine Linse 16 auf. Der von dem Lichtwellenleiter 20 generierte Lichtstrahl wird ebenfalls an de Schreibunterlage 21 reflektiert und in die beiden Lichtstrahlen 20' und 20'' gestreut, anschließend von der Kamera 15 detektiert, durch die darin enthaltene Linse 16 fokussiert und der Auswertungselektronik 17 zugeführt. Die Auswertungselektronik 17 kann die erfassten Schriftzeichen anschließend digitalisieren bzw. weiterverarbeiten. Der Lichtstrahl 20 tritt quer zu der Haupterstreckungsrichtung des Abstandsstiftes 12 aus der Spitze des Abstandsstiftes 12 aus und wird an für das menschliche Auge unsichtbaren Unebenheiten der Schreibunterlage 21, d.h. in diesem Fall einem Blatt weißen Papier, reflektiert.

Der Einsatz des Phototransistors 14 zur Detektion, wann das optische Eingabegerät 10 in einen aktiven bzw. in einen inaktiven Betriebszustand versetzt werden muss, liefert eine Reihe von Vorteilen. Zum Einen funktioniert das optische Eingabegerät bezüglich der Detektion eines Schreibvorgangs verschleißfrei, da keine mechanische Bauteile eingesetzt werden. Somit ist die diesbezügliche Lebensdauer grundsätzlich nicht beschränkt. Darüber hinaus kostet ein Phototransistor nur einen Bruchteil dessen, was ein mechanischer Schalter kostet. Des Weiteren sind Phototransistoren um ein Vielfaches kleiner als bekannte mechanische Schalter, was eine weitere Miniaturisierung des optischen Eingabegeräts ermöglicht. Das von der Lichtquelle 13 generierte Licht wird gepulst ausgesendet, wodurch Energie eingespart werden kann.

Die 3 zeigt schematisch ein mobiles Schrifteingabegerät. Eine Hand eines Benutzers 31 führt das mobile Eingabegerät 30 auf einer Schreibunterlage (nicht eingezeichnet) und schreibt eine Reihe von Buchstaben. Das optische Eingabegerät 30 umfasst zusätzlich die Funktionalität eines Mobilfunkgerätes. Die von der Hand mit Hilfe des optischen Eingabegerätes 30 geschriebenen Zeichen können entweder auf einem Display 32 dargestellt, oder mit Hilfe eines akustischen Ausgabemittels 33, insbesondere einem Lautsprecher, ausgegeben werden. Denkbar ist, dass das Display und der Lautsprecher in dem optischen Eingabegerät integriert sind, oder aber, dass das optische Eingabegerät die digitalisierten Daten an ein externes Display oder einen externen Lautsprecher weiterleitet. Die Schrifteingabe kann bei einem mobilen Endgerät, insbesondere einem Mobilfunkgerät zur Eingabe von Kurznachrichten, sogenannten SMS (Short Message Service), als auch für Steuerungsaufgaben eingesetzt werden.

Die vorliegende Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass die Intensität der Lichtstrahlen nicht ausschließlich von der Entfernung der Lichtquelle zu der Oberfläche abhängt, da sich die Lichtquelle bei Benutzung direkt oberhalb der Schreibunterlage befindet. Dies führt zu einer Erhöhung der Eingabequalität, da diese von der Lichtintensität abhängt.

Des Weiteren erlaubt die geringe Entfernung des Leuchtmittels zur Schreibunterlage, die Strahlungsintensität zu verringern, was zu einer Stromersparnis führt und somit eine erhöhte Bereitschaftszeit des optischen Eingabegeräts ermöglicht. Darüber hinaus hängt die Ausleuchtung der Oberfläche der Schreibunterlage nicht nur von der individuellen Orientierung des Abstandsstiftes des jeweiligen Benutzers ab.

Da sich die Lichtquelle bei der Benutzung des optischen Eingabegeräts direkt oberhalb der Schreibunterlage befindet, ist der Anteil des schräg einfallenden Lichtes wesentlich höher, was zu einer intensiveren Schattentextur führt und somit eine Erhöhung der Eingabequalität auf weißen Oberflächen ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. Optisches Eingabegerät (10), aufweisend

    einen Abstandsstift (12) zum Definieren von Zeichen und/oder Positionen, welche von dem optischen Eingabegerät (10) erfasst werden,

    ein Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) zum Aussenden von Lichtstrahlen,

    ein optisches Detektionsmittel (15, 16) zum Detektieren von von dem Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) ausgesendeten Lichtstrahlen, und

    eine Auswertungselektronik (17), welche mit dem optischen Detektionsmittel (15, 16) in Verbindung steht und die detektierten Lichtstrahlen auswertet,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    das optische Eingabegerät (10) ein Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) aufweist, welches geeignet ist, in Abhängigkeit von einer detektierten Lichtstrahlung (19'') ein Signal zu generieren, welches das optische Eingabegerät (10) in einen aktiven Betriebszustand versetzt.
  2. Optisches Eingabegerät gemäß Anspruch 1, welches (10) geeignet ist, falls von dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) nur Lichtstrahlen detektiert werden, welche unter einer vorbestimmten Intensitätsschwelle liegen, einen inaktiven Betriebszustand, insbesondere einen Energiesparmodus, einzunehmen.
  3. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) geeignet ist, während eines inaktiven Betriebszustand des optischen Eingabegeräts die Lichtstrahlen gepulst auszusenden.
  4. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Versetzung in den aktiven Betriebszustand bei Überschreitung einer vorbestimmten Intensitätsschwelle der von dem Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) detektierten Lichtstrahlung (19'') erfolgt.
  5. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das optische Eingabegerät (10) in dem aktiven Betriebszustand geeignet ist, die Zeichen und/oder Positionen zu erfassen.
  6. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) an einer entfernt von der Spitze des Abstandstiftes gelegenen Position in dem Abstandsstift (12) integriert ist.
  7. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) einen Phototransistor aufweist.
  8. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welches geeignet ist, von dem Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) ausgesendete Lichtstrahlen an einer Schreibunterlage (21) reflektieren zu lassen und die reflektierten Lichtstrahlen mit Hilfe des optischen Detektionsmittels (15, 16) zu erfassen.
  9. Optisches Eingabegerät gemäß Anspruch 8, bei dem der Abstand zwischen dem Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) und der Schreibunterlage (21) bei Benutzung des optischen Eingabegerätes (10) gering ist, insbesondere gegen Null geht.
  10. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehende Ansprüche, bei dem das optische Detektionsmittel (15, 16) geeignet ist, nur Lichtstrahlen zu detektieren, die im Wesentlichen quer zu der Haupterstreckungsrichtung des Abstandsstiftes (12) von dem Leuchtmittel (13, 18, 19, 20) ausgesendet wurden.
  11. Optisches Eingabegerät gemäß einem der vorhergehende Ansprüche, bei dem das Leuchtmittel eine in der Spitze des Abstandsstiftes angeordnete Lumineszenzdiode aufweist.
  12. Optisches Eingabegerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem das Leuchtmittel mindestens einen Lichtwellenleiter (18, 19, 20), insbesondere eine Glasfaser, und eine Lichtquelle (13) aufweist.
  13. Optisches Eingabegerät gemäß Anspruch 12, bei dem der mindestens eine Lichtwellenleiter (18, 19, 20) Lichtstrahlen an die Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) leitet.
  14. Optisches Eingabegerät gemäß Anspruch 12, bei dem die Lichtquelle (13) entfernt von der Spitze des Abstandsstiftes (31) angeordnet ist und der mindestens eine Leichtwellenleiter (18, 19, 20) die von der Lichtquelle (13) generierten Lichtstrahlen zu der Spitze des Abstandsstiftes leitet und von dort abstrahlt.
  15. Optisches Eingabegerät gemäß einem der Ansprüche 12 bis 14, bei dem der mindestens eine Lichtwellenleiter (18, 19, 20) Lichtstrahlen an die Mittel zur Detektion von Lichtstrahlung (14) leitet.
  16. Mobiles Endgerät, insbesondere Mobilfunkgerät, welches ein optisches Eingabegerät (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
  17. Mobiles Endgerät gemäß Anspruch 16, aufweisend ein Anzeigevorrichtung, wobei die Anzeigevorrichtung geeignet ist, die mit Hilfe des Abstandsstiftes (12) definierten Zeichen anzuzeigen.
  18. Mobiles Endgerät gemäß einem der Ansprüche 16 oder 17, bei dem die Auswertungselektronik (17) geeignet ist, die mit Hilfe des Abstandsstiftes (12) definierten Zeichen zu digitalisieren.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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