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Dokumentenidentifikation DE102004024076A1 08.12.2005
Titel Werkstückaufnahme einer Bearbeitungsvorrichtung und Bearbeitungsvorrichtung mit der Werkstückaufnahme
Anmelder AB SKF, Göteborg, SE
Erfinder Fucks, Thomas, 97520 Röthlein, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 13.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004024076
Offenlegungstag 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse B21D 39/02
IPC-Nebenklasse B21D 5/16   
Zusammenfassung Eine Werkstückaufnahme, die wenigstens entlang einer Raumachse bewegbar ist, einer Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere ein Falzbett einer Falzvorrichtung, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückaufnahme mit einem Ende wenigstens eines Hebels drehbar verbunden ist und das andere Ende des Hebels für das Bewegen der Werkstückaufnahme im Wesentlichen senkrecht zu besagter Raumachse bewegbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Werkstückaufnahme, die wenigstens entlang einer Raumachse bewegbar ist, einer Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere ein Falzbett einer Falzvorrichtung, und Bearbeitungsvorrichtung mit der Werkstückaufnahme.

Beispielsweise aus der DE 43 30 683 A1 ist eine Falzvorrichtung bekannt, bei der ein Falzbett mittels eines vertikal gerichteten Falzzylinders auf- und abwärts bewegt werden kann.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte, entlang einer Raumachse bewegbare Werkstückaufnahme zu schaffen, die unter anderem zusammen mit einem Antrieb für das Bewegen der Werkstückaufnahme als kompakte Einheit ausbildbar ist.

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß Anspruch 1 ist eine Werkstückaufnahme, die wenigstens entlang einer Raumachse bewegbar ist, einer Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere ein Falzbett einer Falzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückaufnahme mit einem Ende wenigstens eines Hebels drehbar verbunden ist und das andere Ende des Hebels für das Bewegen der Werkstückaufnahme im wesentlichen senkrecht zu besagter Raumachse bewegbar ist.

Durch die Ausgestaltung gemäß dem Anspruch 1 ist unterhalb einer Werkstückaufnahmeoberfläche, die das Werkstück beim Bearbeiten bestimmungsgemäß berührt, derart Raum geschaffen, dass dort für ein Bewegen der Werkstückaufnahme ein entsprechender Antrieb mit unterbringbar ist. Dadurch wird ein kompakter Gesamtaufbau erzielt. Weiterhin ist mit der Anordnung gemäß Anspruch 1 eine Anpassung einer Kraftübertragung vom Hebel auf die Werkstückaufnahme an unterschiedliche Anforderungen ohne prinzipielle technische Änderungen der Anordnung bewerkstelligbar.

Neben der bereits hervorgehobenen Ausbildung der Erfindung als Falzbett einer Falzvorrichtung, insbesondere in der Automobilindustrie, beispielsweise zum Falzen von Fahrzeugtüren, ist die Erfindung auch bei anderen Maschinen, beispielsweise Press- und/oder Tiefziehvorrichtungen, mit Vorteil einsetzbar.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im nachfolgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren. Dabei zeigen:

1 eine Seitenansicht eines entlang einer Raumachse bewegbaren Falzbetts und

2 eine Prinzipskizze eines Hebels und dessen Antrieb zum Bewegen eines Falzbetts in einer weiteren Ausführungsform.

Die 1 zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Seitenansicht eines entlang einer Raumachse bewegbaren Falzbetts 10 einer Falzvorrichtung. Dabei umfasst das Falzbett 10 zum geführten Bewegen entlang besagter Raumachse entsprechend ausgestaltete Linearführungsmittel 14. Weiterhin sind an einer Unterseite des Falzbetts 10 die Enden zweier Hebel 11 und 12 drehbar mit dem Falzbett 10 verbunden. Die anderen Enden der Hebel 11 oder 12 sind für ein geradliniges Bewegen senkrecht zu besagter Raumachse entsprechend auf einem bestimmungsgemäß feststehenden Teil 18 der Falzvorrichtung gelagert.

In einem unteren Bereich der beiden Hebel 11 und 12 sind zwischen den beiden Hebeln 11 und 12 Linearantriebsmittel 16 angeordnet, die drehbar mit beiden Hebeln 11 und 12 verbunden sind. Über ein Betätigen besagter Linearantriebsmittel 16 ist ein Abstand zwischen den beiden Befestigungspunkten der Linearantriebsmittel 16 an den beiden Hebeln 11 und 12 veränderbar, so dass hierüber eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Falzbetts 10 bewerkstelligbar ist. Die vorausgehend beschriebene Hebelanordnung der 1 entspricht somit sozusagen dem Prinzip einer "halben" Schere. Dabei ist in der 1 mit durchgezogenen Linien eine erste Stellung der Hebel 11 und 12 und des Falzbetts 10 dargestellt und mit gestrichelten Linien eine zweite, von der ersten verschiedene Stellung dargestellt, wobei hinsichtlich der mit gestrichelter Linie dargestellten Stellung aus Gründen der Übersichtlichkeit die Linearantriebsmittel 16 nicht mit dargestellt sind.

Die 2 zeigt als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung einen mit Linearantriebsmitteln 26 bewegbaren Hebel 22 zum Bewegen eines Falzbetts 20 entlang einer vorgebbaren Raumachse. Im Unterschied zu der 1 sind bei der 2 die Linearantriebsmittel 26 nicht zwischen zwei Hebeln sozusagen schwimmend angeordnet, sondern an einer vorgebbaren Stelle fest mit einem bestimmungsgemäß feststehenden Teil der Falzvorrichtung verbunden. Weiterhin ist im Unterschied zur 1 bei der 2 nicht das Falzbett 20 als solches linear geführt ausgebildet, sondern an einer Unterseite des Falzbetts 20 angeordnete Verbindungsmittel 32 sind entlang der vorgebbaren Raumachse linear geführt ausgebildet. Dabei sind die Verbindungsmittel 32 mit einem oberen Ende des Hebels 22 drehbar verbunden. Das untere Ende des Hebels 22 ist mit einem horizontal bewegbaren, linear geführten Element 34 drehbar verbunden.

Aus der 2 ist ersichtlich, dass ein Übersetzungsverhältnis einer am Verbindungspunkt zwischen Linearantriebsmitteln 26 und Hebel 22 angreifenden, von den Linearantriebsmitteln 26 aufzubringenden Kraft F2 zu der auf das Falzbett 20 in vertikaler Richtung übertragenen Kraft F1 von einem Verhältnis zwischen einem Abstand a zwischen oberem Drehpunkt des Hebels 22 und dem Angriffspunkt der Linearantriebsmittel 26 am Hebel 22 und einer Länge l des Hebels 22 zwischen seinem oberen und unteren Drehpunkt mit bestimmt ist. Dabei nimmt der Hebel 22 zur Vertikalen einen Winkel &agr; ein. Die Kraft F1 wird bei einer konstanten Kraft F2 dabei um so größer je kleiner der Winkel &agr;wird. Die vorausgehend beschriebenen Zusammenhänge gelten entsprechend natürlich auch für die Anordnung gemäß der 1.

10, 20Falzbett 11, 12, 22Hebel 14, 24Linearführungsmittel 16, 26Linearantriebsmittel 18feststehender Teil 32Verbindungsmittel 34lineargeführtes Element F1, F2Kraft a, lAbstand &agr;Winkel

Anspruch[de]
  1. Werkstückaufnahme, die wenigstens entlang einer Raumachse bewegbar ist, einer Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere ein Falzbett einer Falzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet , dass die Werkstückaufnahme mit einem Ende wenigstens eines Hebels drehbar verbunden ist und das andere Ende des Hebels für das Bewegen der Werkstückaufnahme im wesentlichen senkrecht zu besagter Raumachse bewegbar ist.
  2. Werkstückaufnahme nach Anspruch 1, wobei die Werkstückaufnahme mit einem Ende wenigstens eines weiteren Hebels drehbar verbunden ist und das andere Ende des weiteren Hebels im wesentlichen senkrecht zu besagter Raumachse bewegbar ist.
  3. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das andere Ende wenigstens eines der Hebel drehbar mit einem beweglichen Teil von Linearführungsmitteln verbunden ist, der senkrecht zu besagter Raumachse entlang einer Geraden verschiebbar gelagert ist.
  4. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die anderen Enden der beiden Hebel für ein gleichzeitiges Bewegen in entgegengesetzter Richtung angeordnet sind.
  5. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die einen Enden der beiden Hebel zu einem Mittenbereich der Werkstückaufnahme in etwa gleich beabstandet an der Werkstückaufnahme angeordnet sind.
  6. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei wenigstens einer der Hebel zum Bewegen mit einem senkrecht zu besagter Raumachse bewegbaren Teil von Linearantriebsmitteln verbunden ist.
  7. Werkstückaufnahme nach Anspruch 6, wobei die Linearantriebsmittel einen Elektroantrieb umfassen.
  8. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei beide Hebel mit den gleichen Linearantriebsmitteln verbunden sind.
  9. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 3 oder 8, wobei die Linearführungsmittel und die Linearantriebsmittel eine integrale Baueinheit bilden.
  10. Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei wenigstens die Hebel und/oder die Linearantriebsmittel im wesentlichen in einem Raum angeordnet sind, der durch eine Projektion einer Oberfläche der Werkstückaufnahme in Richtung besagter Raumachse aufgespannt ist.
  11. Bearbeitungsvorrichtung mit der Werkstückaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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