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Dokumentenidentifikation DE102004025305A1 08.12.2005
Titel Akkommodierbare Intraokularlinse
Anmelder HumanOptics AG, 91054 Erlangen, DE
Erfinder Meßner, Arthur, Dr., 91220 Schnaittach, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 19.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004025305
Offenlegungstag 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse A61F 2/16
Zusammenfassung Akkommodierbare Intraokularlinse zur Implantation in den Kapselsack eines Auges mit einer Optik (2), welche aufweist einen im Wesentlichen kreisförmigen Rand (5), eine optische Achse (3), eine parallel zur optischen Achse (3) verlaufende Anterior-Richtung (6) und eine diametral entgegengesetzte Posterior-Richtung (9), eine senkrecht zur optischen Achse (3) verlaufende Linsenebene (4), und eine anteriore Außenfläche (7) und eine dieser gegenüberliegend posteriore Außenfläche (8), mit mindestens zwei an der Optik (2) befestigten, einteilig mit der Optik (2) ausgebildeten Haptiken (10; 10a; 10b) zur Abstützung der Optik (2) gegenüber dem Kapselsack, und mit mindestens einer Zellbarriere (27, 30) zur Vermeidung von Zellmigrationen in Richtung auf die optische Achse (3), wobei die Zellbarriere (27, 30) zumindest im Bereich jeder Haptik (10; 10a; 10b) angeordnet ist und von der jeweiligen Haptik (10; 10a; 10b) kammartig in die Posterior-Richtung (9) unter Bildung einer scharfkantigen Kammlinie (28, 31) hervorsteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine akkommodierbare Intraokularlinse zur Implantation in den Kapselsack eines Auges, insbesondere eines menschlichen Auges.

Akkommodierbare Intraokularlinsen sind seit langem, insbesondere aus der DE 101 39 027 A1, bekannt. Kommt es zu einer Trübung der natürlichen Linse im Auge, so wird diese aus dem Kapselsack entfernt, wobei letzterer erhalten bleibt. Anschließend wird eine akkommodierbare Linse implantiert. Bei der Operation wird versucht, die Linsenepithelzellen soweit wie möglich aus dem Kapselsack zu entfernen. Dies ist nicht immer vollständig möglich. In diesen Fällen kann es nach der Operation zu einem Zellwachstum, sogenanntem Nachstar, kommen, das zu einer Abnahme der Transparenz im Bereich der Optik der Intraokularlinse führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine akkommodierbare Intraokularlinse zu schaffen, bei der eine postoperative Zellmigration innerhalb des Kapselsacks weitgehend vermieden wird.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin, zumindest im Bereich jeder Haptik eine posterior vorspringende, scharfkantige Zellbarriere vorzusehen, die sicherstellt, dass eine Migration von Linsenepithelzellen in Richtung auf die optische Achse nicht stattfindet.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Zusätzliche Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung dreier Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Intraokularlinse gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

2 eine anteriore Ansicht der Intraokularlinse gemäß 1,

3 einen Querschnitt einer Intraokularlinse gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und

4 eine posteriore Ansicht einer Intraokularlinse gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Eine insgesamt einteilig ausgebildete Intraokularlinse 1 weist eine zentrale Optik 2 auf, die die Form einer beidseitig konvexen optischen Linse hat. Die Intraokularlinse 1 wird beispielsweise aus einem transparenten Acrylat durch spanende Bearbeitung hergestellt. Bei der Bearbeitung ist das Material hart. Anschließend wird das Zwischenprodukt in eine wässrige Kochsalzlösung gegeben, wodurch das Acrylat Wasser aufnimmt und elastisch wird. Dieses Material wird als pHEMA, Polyhydroxyethylmethacrylat, bezeichnet. Es ist reversibel verformbar. Dies bedeutet, dass das Material nach einer Deformation, z. B. durch ein Zusammendrücken der Haptiken, nach dem Wegfall der äußeren Einwirkung wieder den ursprünglichen Zustand einnimmt. Es können auch andere Materialien verwendet werden. Die Optik 2 besitzt mittig eine optische Achse 3 sowie eine senkrecht zur optischen Achse 3 und mittig durch die Optik 2 verlaufende Linsenebene 4. Im vorliegenden Fall ist die Optik 2 spiegelsymmetrisch bezüglich der Linsenebene 4. Es ist jedoch auch möglich, Optiken vorzusehen, bei denen dies nicht der Fall ist. Die Optik 2 weist einen im Wesentlichen kreisförmigen Rand 5 auf. Die Optik 2 weist eine in eine parallel zur optischen Achse 3 verlaufende Anterior-Richtung 6 weisende anteriore Außenfläche 7 sowie eine der Außenfläche 7 gegenüberliegende posteriore Außenfläche 8 auf. Die posteriore Außenfläche 8 weist in eine der Anterior-Richtung 6 diametral entgegengesetzte Posterior-Richtung 9.

An der Optik 2 sind im Bereich ihres Randes 5 vier sich radial nach außen erstreckende, identische, um 90° gegeneinander versetzte Haptiken 10 angeordnet. Es ist möglich, auch eine andere Zahl von Haptiken vorzusehen, solange diese gleichmäßig über den Umfang der Optik verteilt sind. Häufig werden auch nur zwei Haptiken verwendet. Die Haptiken 10 weisen ein inneres Gelenk 11, das in Form eines Filmscharnieres ausgebildet ist, auf, über das die Haptik 10 am Rand 5 der Optik 2 angelenkt ist. Das Gelenk 11 weist eine in der Mitte des Gelenks 11 angeordnete Schwenkachse 12 bzw. Schwenklinie auf, die im Wesentlichen in der Linsenebene 4 liegt. Die Verschwenkbarkeit der Haptiken 10 erfolgt somit in einer Ebene, die senkrecht zur Linsenebene 4 verläuft. In radialer Richtung hinter dem Gelenk 11 weist die Haptik 10 einen Arm 13 auf, der geschlossen plattenförmig ausgebildet ist. Die seitlichen Stirnflächen 14, 15 jeder Haptik 10 verlaufen parallel zueinander. Die Arme 13 besitzen in Draufsicht im Wesentlichen die Form eines Rechtecks, wobei der radiale Außenbereich kreisbogenförmig gekrümmt ist. Die in die Anterior-Richtung 6 weisende Außenfläche 16 des Armes 13 verläuft eben. Die der Außenfläche 16 gegenüberliegende, in die Posterior-Richtung 9 weisende Außenfläche 17 ist konvex ausgebildet, sodass der Arm 13 in radialer Richtung bis zur Mitte eine zunehmende Dicke und von der Mitte weiter nach außen eine abnehmende Dicke besitzt. Am äußeren Ende des Armes 13 ist ein weiteres als Filmscharnier ausgebildetes äußeres Gelenk 18 vorgesehen. Die Schwenkachse 19 bzw. Schwenklinie dieses Gelenks 18 verläuft im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse 12 derselben Haptik 10. Die Haptik 10 weist eine sogenannte Angulation in die Posterior-Richtung 9 auf. Dies bedeutet, dass eine durch die beiden Schwenkachsen 12 und 19 definierte Ebene einen Angulationswinkel b mit der Linsenebene 4 einschließt, für den gilt: 2° ≤ b ≤ 25° und vorzugsweise b ≅ 5°. Am äußeren Ende der Haptik 10 ist ein an der Außenseite des Gelenks 18 angelenkter Stütz-Steg vorgesehen. Der Stütz-Steg 20 ist in der Ansicht gemäß 2 insgesamt kreisbogenförmig um die optische Achse 3 gekrümmt. Die endseitigen Stirnflächen des Steges 20 fluchten mit den Stirnflächen 14 und 15. Der Stütz-Steg 20 weist eine in radialer Richtung außenliegende Abstützfläche 21 auf, die beginnend an ihrem posterioren Ende 22 in die Anterior-Richtung 6 zu einem Teil auf einem Kreiszylindermantel verläuft und dann kontinuierlich nach innen auf die optische Achse 3 zu gekrümmt und abgerundet ist. Die Abstütz-Fläche 21 ist dafür vorgesehen, an der Innenseite des Kapselsacks in dessen Äquatorialbereich anzuliegen. Der in die Anterior-Richtung 6 weisende Abschnitt der Abstützfläche 21 ist ein Bogenabschnitt 23. Die von der Außenfläche 16 des Armes 13 in Richtung 6 vorstehende Innenfläche 24 des Stütz-Steges 20 verläuft auf einem Kreiszylindermantelabschnitt um die optische Achse 3, d. h. in dem in 1 dargestellten Schnitt parallel zur optischen Achse 3. Der Bogenabschnitt 23 und die Innenfläche 24 treffen sich entlang einer abgerundeten Kammlinie 25, die wie 2 zeigt, ebenfalls auf einem Kreisbogenabschnitt um die optische Achse 3 liegt. Die sich von der posteriosen Außenfläche 17 des Armes 13 von dem Gelenk 18 in die Posterior-Richtung 9 und in radiale Richtung nach außen erstreckende Flankenfläche 26 verläuft schräg zur Linsenebene 4, insbesondere unter einem Winkel von ungefähr 45°. Die Abstützfläche 21 und die Flankenfläche 26 begrenzen eine posterior vorstehende Zellbarriere 27. Die Zellbarriere 27 weist die Form eines scharfkantigen spitzen Kamms mit einer in die Posterior-Richtung 9 vorstehenden scharfkantigen Kammlinie 28 auf. Der Krümmungsradius R der Zellbarriere 27 im Bereich der Kammlinie 28 ist kleiner gleich 25 &mgr;m, insbesondere kleiner gleich 10 &mgr;m. Der axiale Abstand zwischen der Kammlinie 28 und der abgerundeten Kammlinie 25 beträgt 2a, wobei a ≅ 0,4 mm ist. Mittig zwischen den Kammlinien 25 und 28, d. h. im axialen Abstand a von der Kammlinie 28 wird auf der Abstützfläche 21 eine Außen-Mittel-Linie 29 definiert. Diese Linie 29 liegt in Posterior-Richtung 9 gesehen hinter der Linsenebene 4, d. h. in 1 rechts von der Linsenebene 4. Falls die Schwenkachsen 12 nicht in der Linsenebene 4 liegen, muss die Außen-Mittel-Linie 29 in Posterior-Richtung 9 zur aus den Schwenkachsen 12 gebildeten, in 3 dargestellten Schwenkachsen-Ebene 37 versetzt sein. Dies ist vor allem dann von Relevanz, wenn die Optik 2 gegenüber den Schwenkachsen 12 nach hinten versetzt ist. Die Zellbarriere 27 weist im in 1 dargestellten Querschnitt die Form eines spitzen Dreiecks auf, wobei die in radialer Richtung äußere Flanke parallel zur optischen Achse verläuft und die in radialer Richtung innere Flanke schräg verläuft.

Im Folgenden wird kurz das Akkommodationsverhalten der Linse 1 beschrieben. Nach Anlegen der kreisrunden, zentrierten Kapsulorhexis und der Entfernung der natürlichen Linse aus dem Kapselsack im menschlichen Auge wird die Intraokularlinse 1 durch einen kleinen Schlitz in der Hornhaut in den Kapselsack eingeführt, sodass die Anterior-Richtung 6 der Linse 1 im Auge nach vorne und die Posterior-Richtung 9 im Auge nach hinten in Richtung auf die Netzhaut weist. Die Stütz-Stege 20 der Haptiken 10 liegen an der Innenseite des Kapselsacks in dessen Äquatorialbereich an. Die Linse 1 ist in die Anterior-Richtung 6 gewölbt in dem Sinne, dass der Angulationswinkel b > 0° ist und somit die äußeren Schwenkachsen 9 hinter der Schwenkachsen-Ebene 37, d. h. in 1 rechts davon, liegen. Dieser Zustand entspricht dem Fernsichtzustand des menschlichen Auges. Soll ein näherliegendes Optik durch den Betrachter fokussiert werden, so kommt es zu einer Kontraktion des Ziliarmuskels, wobei eine radial nach innen gerichtete Kraft auf die Stütz-Stege 20 ausgeübt wird. Hierdurch kommt es zu einer Verschiebung der Optik 2 in die Anterior-Richtung 6, d. h. die Linse 1 wird stärker nach vorne gewölbt. Bei dem Akkommodationsprozess bleibt die Optik 2 im Wesentlichen unverändert, sodass deren optische Eigenschaften unverändert erhalten bleiben.

Bei der Operation zur Entfernung der natürlichen Linse verbleiben Linsenepithelzellen innerhalb des Kapselsacks, die nach Möglichkeit vollständig zu entfernen sind. Gelingt dies nicht, so können sich diese postoperativ vermehren und sich vom Äquatorialbereich des Kapselsacks in Richtung auf die optische Achse ausbreiten. Dies kann zu einer Abnahme der Transparenz der Gesamtanordnung im Bereich der Optik 2 führen. Diese Zellmigration wird durch die Zellbarriere 27 verhindert. Von zentraler Bedeutung ist die scharfkantige Ausgestaltung der Kammlinie 28 der Zellbarriere 27. Diese verhindert, dass sich Linsenepithelzellen, die sich im Bereich der Abstützfläche 21 befinden, über die Zellbarriere 27 hinaus in Richtung auf die optische Achse 3 ausbreiten.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten a. Der wesentliche Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, dass im Bereich des Randes 5 der Optik 2 in radialer Richtung vor dem Gelenk 11 eine zweite Innen-Zellbarriere 30 vorgesehen ist, die ebenfalls kammartig ausgebildet ist und eine in die Posterior-Richtung hervorstehende scharfkantige Kammlinie 31 besitzt. Die Höhe der Zellbarriere 30 bezogen auf die Linsenebene 4 ist ungefähr dieselbe wie der Abstand des höchsten Punktes der Optik 2, d. h. deren Scheitel 32, von der Linsenebene 4. Die Zellbarriere 30 weist eine der optischen Achse 3 zugewandte Innenflanke 33 auf, die ausgehend von der Optik 2 zunächst kontinuierlich gekrümmt ist und dann gerade, d. h. parallel zur optischen Achse 3 verläuft. Die Außenflanke 34 steigt beginnend von dem Gelenk 11 schräg zur Linsenebene 3 stetig an. Die Vorgaben für den Krümmungsradius R im Bereich der Kammlinie 31 sind dieselben wie die für den Krümmungsradius R im Bereich der Kammlinie 28. Die Innen-Zellbarriere 30 ist ringförmig ausgebildet, d. h. sie umschließt ringförmig die gesamte Optik 2 und ist nicht nur im Bereich der Haptiken 10 vorgesehen. Sie stellt insofern einen zweiten Migrationsschutz dar, der die gesamte Optik 2 umgibt.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten b. Der wesentliche Unterschied gegenüber den ersten beiden Ausführungsbeispielen besteht darin, dass die Haptiken 10b nicht geschlossen plattenförmig ausgebildet sind, sondern eine im Wesentlichen rechteckige Ausnehmungen 35 aufweisen. Die Außenkontur der Haptiken 10b bleibt im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen erhalten, wobei die Haptiken gemäß 4 eine größere Breite B besitzen als die Haptiken gemäß 2. Die beim ersten Ausführungsbeispiel flächigen, plattenförmigen Arme sind reduziert auf zwei parallel zueinander verlaufende Arm-Stege 36, die an ihren äußeren Enden durch den Stütz-Steg 20b miteinander verbunden sind. Wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel weisen die Stütz-Stege 20b Zellbarrieren 27 auf. Darüber hinaus ist entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel eine Innen-Zellbarriere 30 vorgesehen. Es ist jedoch möglich, nur die innere Zellbarriere oder nur die äußere Zellbarriere vorzusehen. Vorteilhaft an den Ausnehmungen 35 ist, dass das vordere und hintere Kapselblatt des Kapselsacks durch die Ausnehmungen 35 in jeder Haptik 10b miteinander verkleben können, wodurch eine zusätzliche Fixierung der Intraokularlinse 1b gewährleistet wird.

Für alle Ausführungsbeispiele gilt, dass bei einer erfindungsgemäßen Intraokularlinse nur die äußere Zellbarriere 27, nur die innere Zellbarriere 30 oder beide gleichzeitig vorgesehen sein können.


Anspruch[de]
  1. Akkommodierbare Intraokularlinse zur Implantation in den Kapselsack eines Auges

    a. mit einer Optik (2), welche aufweist

    i. einen im Wesentlichen kreisförmigen Rand (5),

    ii. eine optische Achse (3),

    iii. eine parallel zur optischen Achse (3) verlaufende Anterior-Richtung (6) und eine diametral entgegengesetzte Posterior-Richtung (9),

    iv. eine senkrecht zur optischen Achse (3) verlaufende Linsenebene (4), und

    v. eine anteriore Außenfläche (7) und eine dieser gegenüberliegende posteriore Außenfläche (8),

    b. mit mindestens zwei an der Optik (2) befestigten, einteilig mit der Optik (2) ausgebildeten Haptiken (10; 10a; 10b) zur Abstützung der Optik (2) gegenüber dem Kapselsack, und

    c. mit mindestens einer Zellbarriere (27, 30) zur Vermeidung von Zellmigrationen in Richtung auf die optische Achse (3), wobei die Zellbarriere (27, 30)

    i. zumindest im Bereich jeder Haptik (10; 10a; 10b) angeordnet ist, und

    ii. von der jeweiligen Haptik (10; 10a; 10b) kammartig in die Posterior-Richtung (9) unter Bildung einer scharfkantigen Kammlinie (28, 31) hervorsteht.
  2. Intraokularlinse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am in radialer Richtung äußeren Ende jeder Haptik (10; 10a; 10b) eine zweite Zellbarriere (27) vorgesehen ist.
  3. Intraokularlinse gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Haptik (10; 10a; 10b) einen Arm (13; 13b) aufweist, der an der Optik (2) über ein erstes Gelenk (11) angelenkt ist.
  4. Intraokularlinse gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Haptik (10; 10a; 10b) ein mit dem äußeren Ende des Armes (13; 13b) verbundenes Abstütz-Element (20; 20b) zur Abstützung im Äquatorialbereich des Kapselsacks aufweist, wobei das Abstütz-Element (20; 20b) an dem Arm (13; 13b) mit einem zweiten Gelenk (18) angelenkt ist.
  5. Intraokularlinse gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils an dem ersten Gelenk (11) eine erste Zellbarriere (30) angeordnet ist.
  6. Intraokularlinse gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zellbarriere (30) ringförmig ausgebildet ist.
  7. Intraokularlinse gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammlinie (31) der ersten Zellbarriere (30) in Posterior-Richtung (9) gegenüber der Linsenebene (4) dieselbe Höhe besitzt wie die Optik (2) an ihrem höchsten Punkt (32).
  8. Intraokularlinse gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstütz-Element (20; 20b) gegenüber dem zweiten Gelenk (18) in Anterior-Richtung (6) bis zu einer Anteriorkante (25) vorspringt.
  9. Intraokularlinse gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Zellbarriere (27) eine zweite Kammlinie (28) aufweist, deren axialer Abstand von der Anteriorkante (25) 2a beträgt und mittig zwischen der zweiten Kammlinie (28) und der Anteriorkante (25) eine Außen-Mittel-Linie (29) definiert ist.
  10. Intraokularlinse gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Gelenke (11) der Haptiken (10; 10a; 10b) zugehörige Schwenkachsen (12) besitzen, die in einer gemeinsamen Schwenkachsen-Ebene (37) liegen.
  11. Intraokularlinse gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Außen-Mittel-Linie (29) in die Posterior-Richtung (9) gegenüber der Schwenkachsen-Ebene (37) versetzt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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