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Dokumentenidentifikation DE4442269B4 08.12.2005
Titel Käfig für ein Rollenlager und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder NTN Corp., Osaka, JP
Erfinder Furukawa, Taichiro, Hamamatsu, Shizuoka, JP;
Kondoh, Kohhei, Shizuoka, JP;
Yamashita, Atsushi, Fukuroi, Shizuoka, JP;
Kanbori, Seiji, Iwata, Shizuoka, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 28.11.1994
DE-Aktenzeichen 4442269
Offenlegungstag 01.06.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse F16C 33/46
IPC-Nebenklasse B21D 53/12   B21K 1/05   F16C 33/54   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Käfigs für ein Rollenlager nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Daneben betrifft die Erfindung einen Käfig für ein Rollenlager nach dem Oberbegriff der Ansprüche 8 und 9.

Ein Käfig wird in einem Rollenlager benötigt, um formschlüssig das Herausfallen der Nadelrollen zu verhindern. Es muß für diesen Zweck einfach zu handhaben sein und auch die einfache Montage der Rollen ermöglichen.

Es ist ein Verfahren zum Lagesichern der Rollen in einem solchen Käfig bekannt, wie es in den 11 und 12 angedeutet ist. Dieses Verfahren umfaßt die Schritte des Stanzens eines Stahlstreifens 21 mit einem Gegenhalter und einem Stanzwerkzeug, um Taschen 22 zum Lagesichern der Rollen zu formen. Danach werden obere und untere Anschlagnasen 23 und 24 durch Kaltverformen bzw. Verstemmen beider Seiten der Taschen 22 mit Formwerkzeugen 26, 27 gebildet, um zu verhindern, daß die Rollen 25 aus den Taschen herausfallen können. Nach dem Formen der Anschlagnasen wird der Stahlstreifen 21 in die Form des ringförmigen Käfigs gebracht. Bei einem zweiten in den 13 und 14 gezeigten Verfahren werden die Querstäbe 32, die die Rollentaschen 31 begrenzen, so gebogen, daß sie zum Teil unterhalb der Mittelachse jeder Rolle und zum anderen Teil oberhalb der Mittelachse der Rolle verlaufen. Gemäß 14 dienen die nach unten und die nach oben gebogenen Abschnitte der Querstäbe 32 als obere und untere Anschlagnasen, die verhindern, daß die Rollen 33 aus den Taschen herausfallen können.

Bei dem ersten Verfahren zeigen die Seitenflächen der Taschen 22 aufgrund des Stanzvorganges eine ebene Scherfläche a, die dort liegt, wo der Stanzvorgang beginnt bzw. in Stanzrichtung hinten, und eine nach außen abweichende Bruchfläche b, die im Anschluß an die Scherfläche a und in Stanzrichtung vom bzw. an der der Stanzbeginnseite abgewandten Seite geformt ist. Wenn die Seitenflächen von der Scherfläche a in Richtung zur Bruchfläche b mit den die Anschlagnasen bildenden Formwerkzeugen 26, 27 verstemmt worden sind, ergeben sich abnehmende Tendenzen für Dimensionsvariationen der Nasen. Bei derart geformten Nasen kann das Ausmaß ihres Überstandes zu gering sein. In einem extremen Fall werden sogar überhaupt keine Anschlagnasen geformt.

Bei dem zweiten Verfahren muß die Dicke der Querstababschnitte 32 weniger als die Hälfte der Rollendurchmesser betragen, da die Rollen 33 bei ihrer Positionierung die Dicke der Querstababschnitte 32 benutzen. Wenn jedoch der Rollendurchmesser klein und der Innendurchmesser des Käfigs relativ groß ist, nimmt das Dicken/Durchmesserverhältnis des Käfigs bis zu einem solchen Maß ab, daß der Käfig nur mehr unbefriedigende Steifigkeit hat.

Aus US 34 94 684 ist ein Käfig für ein Rollenlager bekannt, bei dem die Seitenflächen der Taschen teilweise durch Abtrecken geglättet (ironed) sind, um Anschlagnasen für die Rollen an den diametral äußeren und inneren Enden jeder Tasche zu formen. In diesem Fall sind die ganzen Seitenflächen der Querstäbe nicht durch den kaltverformenden Glättungsprozeß behandelt und trotzdem als Führungsflächen für die Rollen benutzt. Ein Nachteil dieser Anordnung liegt darin, daß es schwierig ist, gleichförmige Führungsflächen mit hoher Präzision zu formen, da große Teile der Seitenflächen der Querstäbe als Rollenführungsflächen benutzt werden.

Weiterhin werden unvermeidlich durch das kaltverformende Abstrecken Grate geformt. Wenn solche Grate nicht entfernt werden, kommen sie mit den Rollen in unerwünschten Kontakt und erschweren die gleichförmige saubere Führung der Rollen.

Weitere, fernliegendere Verfahren bzw. Rollenlagerkäfige sind aus der DE 11 27 857 B und aus der DE 12 50 690 B bekannt.

Schließlich sind ein Verfahren zum Herstellen eines Käfigs für ein Rollenlager sowie solche Käfige für ein Rollenlager der eingangs genannten Art aus der DE 23 20 901 B2 bekannt. Diese Druckschrift zeigt ein Verfahren, um aus einem Metallstreifen mittels eines Stanzvorganges und mehrerer nachfolgender Pressumformschritte sowie eines abschließenden Schrittes, bei dem der Metallstreifen ringförmig gebogen wird, einen Käfig für ein Rollenlager herzustellen.

Indem jedoch Oberseite und Unterseite nicht gleichzeitig, sondern nacheinander pressverformt werden, kann dies zu unkontrollierten Verformungen der Querstäbe führen, insbesondere da die Lagerkäfige üblicherweise aus sehr dünnem Material gefertigt werden und somit leicht zu Formveränderungen tendieren.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Käfig für ein Rollenlager der eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung dahingehend zu verbessern, dass in den Käfig aufgenommene Rollkörper zuverlässiger als bisher gehalten werden können.

Diese Aufgabe wird für ein Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens von Anspruch 1 gelöst.

Für einen Käfig für ein Rollenlager der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe jeweils erfindungsgemäß durch die Merkmale der Kennzeichen der Ansprüche 8 und 9 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können alternativ auch die zwischen den Taschen geformten Querstäbe in ihrer Dickenrichtung zwischen ihrem jeweiligen Zentralabschnitt und ihren beiden Enden in Dickenrichtung gebogen werden. Die Seitenflächen der Querstäbe werden an den Mittelabschnitten und an den beiden Enden durch das Abstrecken geglättet und dabei zur Bildung der Rollenanschlagnasen verformt.

Um an den Seitenflächen der Querstäbe des Käfigs Rollen- Anschlagnasen zu formen, werden die Flächen des Käfigs in Richtung von ihren Scherflächen zu den Bruchflächen oder umgekehrt abgestreckt (ironed oder scarfed). Da die Nasen durch Kaltverformen des Materials geformt werden, wobei das fließende Material die gegebenenfalls unebene Bruchfläche ausfüllt oder ergänzt, können Rollen-Anschlagnasen zuverlässig sogar an der gebrochenen oder der Bruchfläche gebildet werden.

Da die glatten und ebenen, durch das Kaltverformen oder Abstrecken geformten Flächen an den Vorsprüngen als Führungsflächen für die Rollen verwendet werden und von Graten frei sind, lassen sich die Rollen sauber und mit hoher Präzision führen, so daß das Ausmaß der zulässigen Steig- oder Sinkbewegung der Rollen exakt und leicht gesteuert bzw. vorherbestimmt werden kann.

Da weiterhin die Dicke der Querstäbe zwischen den Taschen frei gewählt werden kann, ist es möglich, eine unerwünschte Abnahme der Steifigkeit des Käfigs zu vermeiden, auch wenn der Käfig einen großen Durchmesser haben sollte. Da schließlich die Nasen präzise und formgenau mit den Formen der Formwerkzeuge beim Kaltverformen bildbar sind, wird eine hohe Produktivität erreicht.

Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.

Im Folgenden wird die Erfindung mit weiteren Einzelheiten anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Perspektivansicht eines Verfahrensschrittes, bei dem Taschen gestanzt werden;

2 eine Perspektivansicht einer Seite einer durch Stanzen gebildeten Tasche;

3 eine Perspektivansicht zur Verdeutlichung eines Kaltverformungsschrittes unter Verwendung von nasenbildenden Formwerkzeugen;

4 eine schematische Schnittansicht beim Kaltverformungsschritt;

5 eine Perspektivansicht einer Seite einer Tasche nach dem Abstrecken;

6A eine Schnittansicht eines Käfigs, der durch Rollen gebildet ist;

6B eine vertikale Schnittansicht des Käfigs von 6A;

7A eine Schnittansicht einer anderen Ausführungsform eines solchen Käfigs;

7B eine vertikale Schnittansicht des Käfigs von 7A;

8 ein Perspektivansicht einer Seite einer Tasche nach dem Ausstanzen bei einer zweiten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens;

9 eine Perspektivansichtseite der Tasche nach dem Kaltverformungsschritt;

10 eine Schnittansicht eines Käfigs nach dem Rollen;

11 eine Schnittansicht zur Verdeutlichung der Formung von Taschen bei einem Verfahren des Standes der Technik;

12 eine vergrößerte Schnittansicht, die verdeutlicht, wie Nasen bei dem Verfahren des Standes der Technik geformt werden;

13 eine teilweise vergrößerter Schnittansicht eines konventionellen Käfigs einer anderen Ausbildung; und

14 einen Vertikalschnitt des Käfigs von 13.

Anhand der 1 bis 6 wird eine Verfahrensvariante zum Herstellen eines erfindungsgemäßen Käfigs erläutert.

Bei diesem Verfahren wird gemäß der 1 und 2 in einen Stahlstreifen 3 mit vorbestimmten Winkelabständen mittels eines Stanzwerkzeuges 11 und eines Gegenhaltewerkzeuges 12 eine Vielzahl von Rollen-Taschen 4 gestanzt.

Das Stanzwerkzeug 11 weist drei bis vier Nuten 13 an jeder Seite auf, so daß drei bis vier Vorsprünge 5 und 6 an jeder Seite 4a, 4b jeder Tasche 4 geformt werden, die an Querstababschnitten 7 angebracht sind. Die Vorsprünge 5 und 6 stehen von den Seitenflächen 4a und 4b der Querstababschnitte 7 um ein Maß t vor, das gleich oder größer ist als der Abstand, um den die Bruchfläche b an der Oberfläche jedes Vorsprungs 5, 6 gegenüber der Scherfläche a (2 und 4) zurücktritt.

Nach dem Stanzen der Taschen werden gemäß den 3 und 4 nasenformende Formwerkzeuge 14 und 15 von oben bzw. unten gegen die Querstababschntite 7 zwischen den Taschen gepreßt, um die Oberflächen der Vorsprünge 5 und 6 abzustrecken.

Die Abstreck-Formwerkzeuge 14 und 15 weisen komplementäre Verstemmarme 16 und 17 auf, die mit gegenüberliegend angeordneten Abstreck- und Formnuten 18 versehen sind, deren Weite im wesentlichen gleich der Weite der Vorsprünge 5 und 6 ist. Der Abstand S zwischen den gegenüberliegenden Wänden der Nuten 18 (Abstreckweite für die Querstäbe 7) ist im wesentlichen gleich oder kleiner als die minimale Weite W der Teile der Querstäbe 7, an denen die Vorsprünge 5 und 6 geformt sind (4).

Das obere Abstreck-Formwerkzeug 14 wird verwendet, um die mittleren Vorsprünge 5 nach unten zu bearbeiten, während das untere Abstreck-Formwerkzeug 15 benutzt wird, um die Vorsprünge 6 nahe den Enden der Taschen nach oben zu bearbeiten. Die Abstreck-Formwerkzeuge 14 und 15 werden nicht vollständig durch die Vorsprünge 5 und 6 hindurchgeschoben, sondern werden kurz vor deren unteren bzw. oberen Enden angehalten und dann zurückgezogen, so daß sie unter Glätten der Flächen der Vorsprünge beim Abstrecken Material verlagern, das in den nach innen vorstehenden Nasen (8, 9) konzentriert wird.

Gemäß den 4 und 5 wird die gesamte Scherfläche und auch ein Teil der Bruchfläche an der Oberfläche der jeweiligen Vorsprünge 5, 6 durch die Formwerkzeuge 14 und 15 abgestreckt. An beiden Seiten der Querstäbe 7 werden so an den Vorsprüngen 5, 6 ebene Flächen mit einer präzisen Oberflächenrauhigkeit geformt, die die gleiche Weite haben wie die Glättnuten 18 in den Formwerkzeugen 14, 15.

Durch das Abstrecken der Vorsprünge 5 wird Material, das die Vorsprünge bildet, nach unten zu den untenliegenden Enden der Vorsprünge verlagert. Hingegen wird Material, das die Vorsprünge 6 bildet, nach oben in Richtung zu deren oberen Enden verlagert. In jedem Fall werden die Unebenheiten der Bruchflächen ausgefüllt und das verlagerte Material in den präzise geformten Anschlagnasen 8, 9 konzentriert. Es werden auf diese Weise Rollenanschlagnasen 8 und 9 geformt, die von den Querstäben 7 nach innen vorstehen. Der Abstand f zwischen den Nasen 8 und 9 muß kleiner sein als der Durchmesser der Rollen 2, während der Fläche-zu-Fläche-Abstand e zwischen den Vorsprüngen 5 und 6 größer sein muß als der Rollendurchmesser d.

Nach der Formung der Nasen 8, 9 wird der Stahlstreifen 3 in ein ringförmiges Glied verformt. Die Enden im ringförmigen Glied werden zusammengeschweißt oder auf andere Weise miteinander verbunden, um den ringförmigen Käfig zu bilden.

Danach werden Rollen 2 in den Käfig 1 von außerhalb der Rollenanschlagnasen 8 und 9 durch Pressen eingepaßt. Sobald die Rollen in den Taschen 4 sitzen, werden sie durch die Rollen-Anschlagnasen 8, 9 an einem Herausfallen aus den Taschen gehindert. Ferner werden die Rollen 2 in Kontakt mit den Flächen der Vorsprünge 5 und 6 gehalten und dadurch geführt, wobei die Vorsprünge 5 und 6 von beiden Seiten 4a, 4b der Querstäbe 7 vorstehen.

Da die Flächen der Vorsprünge 5 und 6 durch das Abstrecken mittels der Abstreck-Formwerkzeuge 14 und 15 geformt sind, haben sie eine präzise Weite und sind sie ausreichend eben. Die Rollen 2 können deshalb mit höherer Genauigkeit geführt werden als in konventionellen Anordnungen, in denen die Rollen entlang den ganzen Seitenflächen der Querstäbe geführt werden, d.h. auch an den unebenen Bruchflächen.

Ferner ist es möglich, die Weite und die Oberflächenkonfiguration der Vorsprünge 5 und 6 zu verändern durch eine Änderung der Dimension und der Form der Glättnuten 18 in den Abstreck-Formwerkzeugen 14 und 15. Dies läßt sich also durch Steuern der Form der Abstreck-Formwerkzeuge 14 und 15 erreichen, und auch durch die Eindrücktiefe der Formwerkzeuge 14, 15 in die Taschen 4, das Ausmaß der Steig- oder Sinkbewegung der Rollen in Relation zum Käfig 1 mit hoher Präzision einzustellen.

7 verdeutlicht eine andere Ausführungsform eines Käfigs. Bei dieser Ausführungsform sind die Querstäbe 7 zwischen den Taschen 4 in Dickenrichtung zwischen ihren Mittelabschnitten 7a und beiden Enden 7b gebogen. Die Vorsprünge 5 und 6 zum Führen der Rollen 2 sind an dem mittleren gebogenen Abschnitt 7a und an beiden Enden 7b angeformt.

An den radial inneren und an den radial äußeren Enden der Vorsprünge 5 und 6 sind wie bereits erläutert, durch Kaltverformen bzw. Abstrecken Rollen-Anschlagnasen 8 und 9 angeformt.

Da die Querstäbe 7 auf diese erläuterte Weise gebogen sind, läßt sich der Führungsabstand für die Rollen 2 in Dickenrichtung der Taschen vergrößern. Auf diese Weise werden, obwohl die Querstäbe 7 dieser Ausführungsform dünner sind als die der Ausführungsform gemäß 6, die Rollen mit ausreichender Steifigkeit geführt.

Durch Reduzieren der Dicke der Querstäbe 7 ist es möglich, das Ausmaß der Abstreckung (ironing) der Vorsprünge 5, 6 zu vermindern und auch die durch das Stanzen entstehende Größe der Bruchfläche zu reduzieren.

Die 8 bis 10 verdeutlichen eine zweite Ausführungsform des Verfahrens zum Herstellen eines Käfigs.

Bei dieser Verfahrensvariante werden nur die Vorsprünge 6 an beiden Enden und an jeder Seite des Querstabes 7 durch Stanzen geformt. Jeder Vorsprung wird dann von der Scherfläche a in Richtung zur Bruchfläche b mit einem Formwerkzeug bearbeitet, um an der Bruchfläche eine Rollen-Anschlagnase 9 zu formen.

Auch werden die Seitenflächen 4a und 4b der Tasche zwischen den Vorsprüngen 6 direkt durch Abstrecken bearbeitet, um Rollenanschlagnasen 8, dort an der Scherfläche a, zu formen, wobei diese Abstreckbehandlung direkt an den Seitenflächen 4a und 4b in Richtung von der Bruchfläche b zur Scherfläche a erfolgt. In diesem Fall ist, da die Scherfläche a ohnedies beim Stanzen mit relativ hoher Genauigkeit geformt worden ist, es möglich, das Material an der Scherfläche und zu dieser hin so zu verstemmen, daß die Rollen-Anschlagnasen 8 wie auch die Nasen 9 mit einer vorbestimmten Größe geformt werden, und zwar ohne zuvor Vorsprünge zu bilden.

Nach dem Herstellen der Nasen 8, 9 wird der Stahlstreifen in die Ringform gebracht, wobei die Bruchflächen b radial nach außen weisen sollen. Auf diese Weise entsteht ein ringförmiger Käfig. Durch Rollen des Stahlstreifens auf diese erwähnte Weise werden die Bruchflächen b deformiert, so daß sie sich nach außen aufspreizen und deshalb zu keiner Zeit mit den Rollen 2 in Kontakt kommen. Mit anderen Worten werden die Rollen nur mit den Oberflächen der Vorsprünge 6 in Kontakt gebracht und von diesen geführt.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Herstellen eines Käfigs für ein Rollenlager mit folgenden Schritten:

    – Positionieren eines Streifens (3) zwischen einem Stanzwerkzeug (11) und einem Gegenhaltewerkzeug (12), und Ausstanzen einer Vielzahl von voneinander beabstandeter Taschen (4) zum Aufnehmen von Rollen (2) und dabei Ausbilden je eines Querstabes (7) zwischen zwei benachbarten Taschen (4) mit von beiden Seitenflächen (4a, 4b) des Querstabes (7) in die Taschen (4) vorstehenden Vorsprüngen (5, 6), und

    – Überführen des Streifens (3) in eine ringförmige Gestalt,

    gekennzeichnet durch die Zwischenschritte:

    – Positionieren des Querstabes (7) zwischen einem oberen Abstreck-Formwerkzeug (14) und einem unteren Abstreck-Formwerkzeug (15),

    – Pressen der beiden Abstreck-Formwerkzeuge (14, 15) von oben und unten gegen den Querstab (7) und dabei

    – Abstrecken (ironing) der Vorsprünge (5, 6) oder der Vorsprünge (5, 6) und von Teilen der Seitenflächen (4a, 4b) an beiden Seiten des Querstabes (7) in beiden Dickenrichtungen des Streifens (3), und dabei

    – Ausformen von Rollen-Anschlagnasen (8, 9) nahe beider Ränder des Streifens (3).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Ausstanzens der Taschen (4) an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) eine glatte und ebene Scherfläche (a) und im Anschluss daran eine von den Taschen (4) nach außen abweichende Bruchfläche (b) gebildet werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des Ausstanzens der Taschen (4) die Vorsprünge (5, 6) an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) um ein Maß (t) hervorstehend ausgebildet werden, das gleich oder größer dem Abstand ist, um den die Bruchfläche (b) an der Oberfläche jedes Vorsprunges (5, 6) gegenüber der Scherfläche (a) zurücktritt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstrecken mittels Abstreck-Formwerkzeugen (14, 15) erfolgt, die jeweils komplementäre Verstemmarme (16, 17) aufweisen, die mit gegenüberliegend angeordneten Abstreck- und Formnuten (18) versehen sind, wobei ein Abstand (s) zwischen gegenüberliegenden Wänden der Abstreck- und Formnuten (18) im wesentlichen gleich oder kleiner ist, als eine minimale Weite (W) der Teile der Querstäbe (7), an denen die Vorsprünge (5, 6) geformt sind.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (6) an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) von der Scherfläche (a) in Richtung zur Bruchfläche (b) durch Abstrecken bearbeitet werden, wobei an der Bruchfläche (b) Rollen-Anschlagnasen (9) geformt werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass direkt die Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) zwischen den Vorsprüngen (6) von der Bruchfläche (b) in Richtung zur Scherfläche (a) durch Abstrecken bearbeitet werden, wobei an der Scherfläche (a) Rollen-Anschlagnasen (8) geformt werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstäbe (7), die zwischen den Taschen (4) geformt sind, in Dickenrichtung zwischen ihren Mittelabschnitten (7a) und beiden Enden (7b) gebogen werden, und daß die Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) an den Mittelabschnitten (7a) und an den beiden Enden (7b) der Querstäbe (7) durch Abstrecken bearbeitet werden.
  8. Käfig für ein Rollenlager, insbesondere hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, in dessen Umfangsfläche eine Vielzahl von durch Querstäbe (7) getrennte Taschen (4) zur Aufnahme von Rollen (2) durch Stanzen eines Streifens ausgebildet sind, wobei die Querstäbe (7) eine Vielzahl von Rollen-Anschlagnasen (8, 9) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstäbe (7) an ihren jeweiligen Seitenflächen (4a, 4b) eine glatte und ebene Scherfläche (a) und eine, im Anschluss daran ausgebildete, von den Taschen (4) nach außen abweichende Bruchfläche (b) aufweisen, wobei Vorsprünge (5, 6) zur Führung der Rollen (2) an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) ausgebildet sind, und eine Vielzahl von Rollen-Anschlagnasen (8, 9) an den Vorsprüngen (5, 6) an in Dickenrichtung oberen und unteren Randbereichen der Seitenflächen (4a, 4b) geformt sind.
  9. Käfig für ein Rollenlager, insbesondere hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, in dessen Umfangsfläche eine Vielzahl von durch Querstäbe (7) getrennte Taschen (4) zur Aufnahme von Rollen (2) durch Stanzen eines Streifens ausgebildet sind, wobei die Querstäbe (7) eine Vielzahl von Rollen-Anschlagnasen (8, 9) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstäbe (7) an ihren jeweiligen Seitenflächen (4a, 4b) eine glatte und ebene Scherfläche (a) und eine, im Anschluss daran ausgebildete, von den Taschen (4) nach außen abweichende Bruchfläche (b) aufweisen, wobei Vorsprünge (6) zur Führung der Rollen (2) an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) ausgebildet sind, und eine Vielzahl von Rollen-Anschlagnasen (8, 9) an den Vorsprüngen (6) und direkt an den Scherflächen (a) der Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) an in Dickenrichtung oberen und unteren Randbereichen der Seitenflächen (4a, 4b) geformt sind.
  10. Käfig für ein Rollenlager nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die während des Ausstanzens der Taschen (4) gebildeten Vorsprünge (5, 6) von den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) um ein Maß (t) hervorstehen, das gleich oder größer dem Abstand ist, um den die unebene Bruchfläche (b) an der Oberfläche jedes Vorsprunges (5, 6) gegenüber der glatten und ebenen Scherfläche (a) zurücktritt.
  11. Käfig für ein Rollenlager nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Vorsprüngen (5, 6) der Seitenflächen (4a, 4b) durch Abstrecken geformten Rollen-Anschlagnasen (9) an einem Rand der Bruchfläche (b) ausgebildet sind.
  12. Käfig für ein Rollenlager nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die direkt an den Seitenflächen (4a, 4b) der Querstäbe (7) zwischen den Vorsprüngen (6) durch Abstrecken geformten Rollen-Anschlagnasen (8) an einem Rand der glatten und ebenen Scherfläche (a) ausgebildet sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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