GRUNDLAGEN DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft eine galvanische Isolationskopplung einer Stromschleife
mit einem Operationsverstärker als Teil der Stromschleife und einem Optoisolator
mit zwei Empfängern. Solch eine galvanische Isolationskopplung ist in der
US 5107202 A (G. Render), vom 21.04.1992,
1, beschrieben.
Stromschleifen werden gemeinhin eingesetzt, um Messdaten zu übertragen.
Ein Konstantstromsignal, das durch die Stromschleife läuft, wird durch einen Messsensor
und einen Messtransmitter erzeugt, wobei eine zu messende Variable zum Beispiel
eine Temperatur oder ein Druck sein kann. Das Konstantstromsignal hat typischerweise
eine Größe von 4...20 mA, wobei der untere Grenzwert für den Messbereich der zu
messenden Variablen entsprechend dem 4 mA Stromsignal und der entsprechende obere
Grenzwert für den Messbereich entsprechend dem 20 mA Stromsignal gesetzt werden.
Es ist oft erwünscht, dass die das Stromsignal übertragende Stromschleife galvanisch
getrennt ist von dem Schaltkreis, der die Messdaten verarbeitet. Zum Beispiel kann
die gemessene Information als Rückkopplung für eine Steuerung dienen. Eine galvanische
Isolation erlaubt es, die Messdaten in Bezug auf ein Potential zu verarbeiten, welches
von dem der Stromschleife unterschiedlich ist, wobei die Zuverlässigkeit der Verarbeitung
verbessert und der Aufbau der erforderlichen Kopplung vereinfacht sind. Um die Information
des Stromsignals in der Stromschleife ungestört in einen isolierten Stromkreis zu
übertragen, muss die Isolationskopplung sehr zuverlässig in ihrem Aufbau und in
ihrem Betrieb sein. Störungen bei der Isolation stellten ein Problem bei Isolationskopplungen
von Stromschleifen gemäß dem Stand der Technik dar und dementsprechend war es schwierig,
das Messsignal angemessen zu verarbeiten.
KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Isolationskopplung
für eine Stromschleife bereitzustellen, mit der die oben genannten Nachteile vermieden
werden können und die es ermöglicht, eine Information zuverlässig und genau unter
Verwendung einer einfachen Schaltkreislösung von einem Stromsignal einer Stromschleife
in einen Schaltkreis zu übertragen, der galvanisch von der Stromschleife getrennt
ist. Dies wird erreicht mit einer Kopplung gemäß der Erfindung, welche dadurch gekennzeichnet
ist, dass die Isolationskopplung auch einen ersten Widerstand aufweist, der als
Teil der Stromschleife in Reihe liegt mit einem Operationsverstärker, und eine transmittierende
LED eines Optoisolators, derart, dass ein erster Pol des ersten Widerstandes mit
der Stromschleife und ein zweiter Pol des ersten Widerstandes mit einem positiven
Spannungspunkt des Operationsverstärkers verbunden sind und die Anode der transmittierenden
LED mit einem negativen Spannungspunkt des Operationsverstärkers verbunden ist,
wodurch die Stromschleife über die Kathode der transmittierenden LED geschlossen
ist, und wobei die Kopplung zusätzlich folgendes aufweist:
Eine Parallelkopplung einer Zener-Diode und eines Kondensators zwischen den positiven
und negativen Spannungszuführpunkten des Operationsverstärkers derart, dass die
Kathode der Zener-Diode an den positiven Spannungszuführpunkt des Operationsverstärkers
gekoppelt ist, der weiterhin an den positiven Eingang des Operationsverstärkers
gekoppelt ist,
Eine Fotodiode, deren Anode mit dem Ausgang des Operationsverstärkers verbunden
ist und deren Kathode mit der Kathode der transmittierenden LED verbunden ist, Einen
zweiten Widerstand, dessen erster Pol mit dem ersten Pol des ersten Widerstandes
und dessen zweiter Pol mit dem negativen Eingang des Operationsverstärkers verbunden
ist, wodurch die Kathode der ersten empfangenden PIN-Diode des Optoisolators mit
dem negativen Eingang des Operationsverstärkers und die Anode mit der Kathode der
transmittierenden LED verbunden ist, und
Einen Schaltkreis, der galvanisch von der Stromschleife isoliert ist und eine zweite
empfangende PIN-Diode des Optoisolators aufweist.
Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass für die galvanische Isolation
eine Operationsverstärkerkopplung zusammen mit einem Optoisolator eingesetzt werden
kann, der zwei Empfänger hat. Somit kann die zweite empfangende PIN-Diode des Optoisolators
zur Rückkopplung in die Isolationskopplung verwendet werden. Aufgrund der Rückkopplung
folgt der Strom der PIN-Diode des galvanisch isolierten Schaltkreises eng dem Strom
in der Stromschleife.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Isolationskopplung ist die hohe
Genauigkeit und die bei der Isolation erreichte große Bandbreite. Darüber hinaus
ist die Isolationskopplung einfach zu implementieren und hat einen stabilen Aufbau.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
Nachfolgend wird die Erfindung in Bezug auf bevorzugte Ausführungsbeispiele
mit Blick auf die Zeichnung näher beschrieben, wobei
1 eine galvanische Isolationskopplung
einer Stromschleife gemäß der Erfindung zeigt.
BESCHREIBUNG VON EINZELHEITEN DER ERFINDUNG
1 zeigt eine Isolationskopplung gemäß der
Erfindung, mit der eine Stromsignalinformation, die in einer Stromschleife vorliegt,
in einen galvanisch isolierten Schaltkreis überführt wird. Die Stromschleife führt
einen Strom, dessen Stärke den Wert einer zu messenden Variablen wiedergibt. Die
Erfindung ist insbesondere geeignet zur Verwendung bei Stromsignalen eines dynamischen
Nullsignals. Das Stromsignal eines dynamischen Nullsignals entspricht dem Minimalwert
des Stromsignals von 4 mA. Dieses Stromsignal hat den Vorteil, dass ein möglicher
Fehler, der in der Stromschleife oder beim Messsensor oder beim Transmitter auftritt,
detektiert werden kann da die Stärke des Stromsignals auf 0 Ampere abfällt.
Eine Isolationskopplung gemäß der Erfindung weist einen Widerstand
R1 auf, einen Operationsverstärker A1 und eine transmittierende LED, die LED1 des
Optoisolators 1, in Reihe mit der Stromschleife. Der Optoisolator kann beispielsweise
vom Typ IL300 sein, hergestellt von Siemens, mit zwei empfangenden PIN-Dioden. Ein
erster Pol 3 des Widerstandes R1 ist mit der Stromschleife verbunden, sodass die
Stromrichtung der Stromschleife von der Schleife zum Widerstand R1 verläuft. Der
zweite Pol 2 des Widerstandes ist mit dem positiven Spannungszuführpunkt V+ des
Operationsverstärkers A1 verbunden, der mit dem positiven Eingang Uin+ des Operationsverstärkers
verbunden ist. Der Widerstand A1 wird verwendet, um die Stärke des Schleifenstromes
aufgrund des Spannungsabfalles über dem Widerstand zu messen. Ist beispielsweise
der Widerstand 100 Ohm, beträgt der Spannungsabfall 0,4...2 Volt, in Abhängigkeit
von der Stärke des Schleifenstromes.
Nach der Erfindung weist die Kopplung auch eine Zenerdiode Z auf und
einen Kondensator C1, die parallel geschaltet sind zwischen den positiven und negativen
Spannungszuführpunkten des Operationsverstärkers. Die Kopplung wird so implementiert,
dass die Kathode der Zenerdiode mit dem positiven Spannungszuführpunkt V+ verbunden
ist. Da der Eingangsstrom des Operationsverstärkers typischerweise wesentlich schwächer
ist als der minimale Strom in der Schleife, fließt der Stromüberschuss über die
Zenerdiode. Zusammen mit dem Kondensator C1, der als ein Filterkondensator dient,
bildet also die Zenerdiode eine stabilisierte Spannungsquelle für den Operationsverstärker
A1. Die Spannungstoleranzen der Zenerdiode können zum Beispiel bei 3,3 Volt liegen,
womit die Versorgungsspannung des Operationsverstärkers auch bei 3,3 Volt liegt.
Gemäß der Erfindung ist ein Widerstand R2, dessen zweiter Pol auch
mit dem ersten Pol 3 des Widerstandes R1 verbunden ist, an den negativen Eingang
des Operationsverstärkers A1 angeschlossen. An den Pol des Widerstandes R2, der
mit dem Operationsverstärker verbunden ist, ist auch die Kathode der ersten empfangenden
PIN-Diode PIN1 des Optoisolators angeschlossen. Die Anode dieser PIN-Diode ist ihrerseits
mit der Kathode der transmittierenden LED, LED1, des Optoisolators verbunden wie
1 zeigt. Eine Fotodiode LED2 ist an den Ausgang Alout
des Operationsverstärkers A1 angeschlossen, sodass die Anode der Fotodiode an den
Ausgang und die Kathode an die Kathode der transmittierenden LED, LED1 angeschlossen
sind.
Die Eingangspole des Operationsverstärkers A1 sind verbunden, um den
Spannungsabfall entsprechend dem Schleifenstrom in dem Widerstand R1 zu vergleichen
und im Widerstand 2 wird ein Spannungsabfall, der durch den Strom der PIN-Diode
PIN1 verursacht wird, als Rückkopplung im Optoisolator verwendet. Es ist eine Eigenschaft
des Operationsverstärkers, die Ausgangsspannung auf ein Maximum zu erhöhen, wenn
die Spannung des positiven Eingangs Uin+ die Spannung am negativen Eingang Uin-
überschreitet. Wohingegen in dem Falle, in dem die Spannung am negativen Eingang
höher ist, die Spannung des Ausgangs einen Minimalwert annimmt. Aufgrund der Rückkoppelung
ist die Spannungsdifferenz zwischen den Eingängen des Operationsverstärkers immer
0 Volt und dementsprechend sind die Spannungen über den Widerständen R1 und R2 gleich.
Der Zustand des Verstärkerausgangssignals hängt vom Differenzpotential zwischen
den Eingangspolen des Verstärkers ab, so dass der Verstärker über die transmittierende
LED, LED1 des Optoisolators nur einen Strom zulässt, der eine Größe hat, um die
Spannungsverluste in den oben erwähnten Widerständen aneinander anzugleichen, und
zwar innerhalb der Grenzen der Toleranz des Verstärkers.
Somit kann der Anteil (des Stroms) der durch die lichtemittierende
Diode LED1 des Obtoisolators 1 fließt, mit dem Operationsverstärker A1
gesteuert werden. Steigt der Ausgangspegel des Verstärkers in positiver Richtung,
in Bezug auf die negative Versorgungsspannung des Verstärkers, an, so steigt auch
der Strom, der durch die anzeigende LED2 fließt an, welche mit dem Ausgang des Verstärkers
verbunden ist und die transmittierende LED des Optoisolators überbrückt. Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung, kann die anzeigende LED2 durch einen
geeigneten Widerstand oder Dioden ersetzt sein. PIN-Dioden, die in Optoisolatoren
verwendet werden, arbeiten so, dass durch die Wirkung des von der transmittierenden
LED emittierten Lichtes ein Strom in umgekehrter Richtung durch die PIN-Diode fließt.
Die Stärke des Stroms ist proportional der Intensität des von der transmittierenden
LED emittierten Lichtes, wobei die Lichtintensität ihrerseits proportional ist zu
der Stärke des Stromes durch die transmittierende LED. Somit stellt sich der interne
Lichtpegel des Optoisolators immer so ein, dass der Strom der PIN-Diode PIN1 sehr
nahe dem Schleifenstrom folgt, jedoch in einem Maße geringer ist entsprechend
dem Verhältnis der inversen Werte der Widerstände. Beträgt der Widerstand R1 100
&OHgr;, wie oben erwähnt, und der Beträgt der Widerstand R2 10 k&OHgr;, so beträgt
der Strom der PIN-Diode PIN1 ein hundertstel des Schleifenstromes. Für die vorliegende
Erfindung ist es wichtig, dass die Widerstände R1 und R2 genau in Bezug zueinander
eingestellt sind.
Somit funktioniert die Kopplung gemäß der Erfindung so, dass dann,
wenn der Schleifenstrom durch den Widerstand R1, den Operationsverstärker A1 und
die transmittierende LED LED1 fließt, ein Spannungsabfall in dem Widerstand R1 erzeugt
wird und gleichzeitig das Potential am positiven Eingang des Operationsverstärkers
sich ändert. Aufgrund dieser Änderung des Potentials reagiert der Operationsverstärker
durch Änderung der Größe seines Ausganges A1out, und errichtet somit gleichzeitig
mehr oder weniger Strom in die Schleife, welcher auf der anzeigenden LED, LED2,
basiert. Gleichzeitig erzeugt der durch die Reihenverbindung fließende Strom in
der transmittierenden LED des Optoisolators einen bestimmten Lichtpegel, der proportional
ist zur Stärke des Stroms, wodurch der Widerstand R2 einen Strom durchlässt mit
einer Stärke, die die Spannungsdifferenz zwischen den positiven und negativen Eingängen
des Optoisolators aufhebt. Die Schaltung gemäß der Erfindung liefert also in Kombination
mit der Stromschleife exakt das gewünschte Ergebnis, wodurch der Strom durch die
PIN-Diode genau bekannt ist.
Der Optoisolator gemäß der Erfindung weist zwei empfangende PIN-Dioden
PIN1, PIN2 auf, die beide in gleicher Weise auf das Licht reagieren, das von der
transmittierenden LED1 ausgesendet wird. Nach der Erfindung wird die PIN-Diode PIN1
als Rückkopplung für den Operationsverstärker A1 verwendet, und die PIN-Diode PIN2
wird verwendet zur Bereitstellung der gewünschten galvanischen Isolation von dem
Stromschleifen Kreis.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Schaltkreis,
der galvanisch von der Stromschleifenschaltung getrennt ist, neben der PIN-Diode
PIN2 einen Operationsverstärker A2 auf und ein Widerstand R3 ist zwischen die Annode
der PIN-Diode und dem Erdpotential des isolierten Schaltkreises geschaltet. Die
Annode ist auch mit der positiven Eingangsspannung Uin+ des Operationsverstärkers
A2 verbunden. Die Kathode der PIN-Diode hingegen ist mit dem positiven Spannungszuführpunkt
V+ des Operationsverstärkers A2 verbunden, welcher seinerseits mit der Betriebsspannung
Vd des isolierten Schaltkreises verbunden ist.
Der Operationsverstärker wird eingesetzt, um eine Spannungsfolgekopplung
zu bilden, und zwar durch Koppelung des negativen Spannungseinganges Uin- direkt
mit dem Ausgang A2out. Die Kopplung weist auch einen Kondensator C2 auf, der zwischen
die Betriebsspannung und das Erdpotential geschaltet ist und dazu dient, einen Filter-Kondensator
für die Betriebsspannung zu bilden. Weiterhin ist die negative Zuführspannung des
Operationsverstärkers an das Erdpotential des Kreises angeschlossen.
Mit einer derartigen Kopplung ist es möglich, die Strominformation
in der Stromschleife in einen Spannungspegel in einem Schaltkreis zu transformieren,
der galvanisch von der Stromschleife getrennt ist. Es wird ein Strom erzeugt, der
genau die gleiche Stärke hat wie ein durch die Rückkoppelungs-PIN-Diode PIN1 fließender,
und zwar in der PIN-Diode PIN2 des isolierten Schaltkreises. Der Widerstand in dem
isolierten Schaltkreis sollte genau angepasst sein an die Widerstände in dem Stromschleifenschaltkreis.
Der Widerstand R3 sollte genau der Summe der Widerstände R1 und R2 entsprechen.
Die Widerstandswerte sind: R1 = 100 &OHgr;, R2 = 10 k&OHgr;, wobei der Widerstand
R3 10,1 k&OHgr; beträgt. Das oben erläuterte konstante Stromsignal erzeugt somit
eine Spannung Vd am Ausgang A2out des Operationsverstärkers A2, wobei die Spannung
entsprechend dem Schleifenstrom in einem Bereich von 0,4...2,0 Volt variiert.
Der Operationsverstärker A2 dient auch zum Puffern der Spannung auf
einen brauchbaren Impedanzpegel. Wird das von dem Stromschleifenkreis galvanisch
isolierte Signal in einem Schaltkreis mit extrem hoher Impedanz verwendet, ist der
Verstärker A2 nicht notwendig.
Es versteht sich für den Fachmann, dass mit fortschreitender Technik
die grundlegende Idee der Erfindung in unterschiedlichen Ausführungsformen implementiert
werden kann. Somit sind die Erfindung und ihre Ausführungsformen nicht auf die beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern können im Rahmen der Ansprüche variieren.