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Dokumentenidentifikation DE60202252T2 08.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001312887
Titel Vorrichtung zur Gleichgewichthaltung des Laufs einer Kipplaufwaffe
Anmelder FABBRICA D'ARMI PIETRO BERETTA - S.P.A., Brescia, IT
Erfinder Gussalli Beretta, Ugo, 25063 Gardone val Trompia (Brescia), IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 60202252
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.11.2002
EP-Aktenzeichen 020796512
EP-Offenlegungsdatum 21.05.2003
EP date of grant 15.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.2005
IPC-Hauptklasse F41C 7/11
IPC-Nebenklasse F41A 3/58   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufausgleichsvorrichtung für zusammenlegbare Schusswaffen.

Im Allgemeinen gibt es in dem Bereich der Handschusswaffen, insbesondere der Gewehre, wobei die Schusswaffe durch eine Drehung des Laufes (oder der Läufe) mit Bezug zu der Verschlussebene (oder Funktionskörperebene) geöffnet wird, unterschiedliche Lösungen, welcher in gewisser Weise darauf abzielen, den Lauf oder die Läufe auszugleichen.

Im Folgenden wird speziell Bezug auf Gewehre mit übereinanderliegenden Läufen zum Jagen oder Schießen genommen, auch wenn das Ergebnis auf alle zusammenlegbaren Schusswaffen einschließlich Schusswaffen mit nebeneinanderliegenden Läufen, halbautomatische, gezogene und militärische Schusswaffen usw. angewendet werden kann.

Da vorausgesetzt wird, dass die Erfindung die Experten in dem Bereich der Schusswaffen betrifft, wird darüber hinaus die detaillierte Beschreibung der Handhabung eines Gewehrs, insbesondere eines Gewehrs mit übereinanderliegenden Läufen, wie z. B. das, welches beschrieben wird, ausgelassen. Es wird nur an die Funktionen der Schusswaffenteile erinnert, welche von dem technischen Problem, welches die Basis der Erfindung bildet, berührt sind.

Kurz erwähnt werden sollte jedoch ein gewöhnliches Gewehr 20, welches in 1 dargestellt ist, wobei sein zentraler Teil in einer geschlossenen Position dargestellt ist.

In dieser Fig. ist ein Lauf oder eine Laufgruppe 9 dargestellt, welche mit einem Funktionskörper 6 durch ein Gelenkstift 7 verbunden ist. Wenn das Gewehr einmal durch einen oberen Öffnungshebel 13 entriegelt ist, erlaubt solch ein Gelenkstift die Drehung der Laufgruppe 9 mit Bezug zu dem Funktionskörper 6. Es ist klar, dass in einer offenen Position eine Stellung der Laufgruppe vorliegt, so dass der Auswurf der Patronenhülsen und das Laden von neuen Patronen zum nachfolgenden Schießen durch den Schützen ermöglicht werden.

Ein Eisenvorderlauf 8, welcher in einen Vorderlauf 12 eingeführt ist, der die Funktion eines Griffes für die Hand des Benutzers aufweist, besitzt die Aufgabe die Laufgruppe 9, welche mit dem Funktionskörper 8 verriegelt ist, zu halten und ihre mögliche Demontage zu ermöglichen, wenn einmal ein geeignet vorgesehener Vorderlaufeisenverschluss 11 gelöst worden ist. Tatsächlich verhält sich der Eisenvorderlauf bei der Handhabung des Gewehrs wie eine Gegenstange zwischen einem Zapfen der Läufe 10 und dem Funktionskörper 6. Die Verriegelung, welche durch den Gelenkstift 7 realisiert ist, wird somit sichergestellt, auch wenn die Läufe offen sind, wobei die zufällige Demontage der Läufe selbst verhindert wird.

Neben dieser Hauptfunktion ist es übliche Praxis, dem Eisenvorderlauf die Aufgabe zu geben, einen ausreichenden "Zug" zwischen der Laufgruppe und dem Funktionskörper sicherzustellen, was eine Eigenschaft ist, welche realisiert wird, indem der Eisenvorderlauf durch eine geeignete Einstellung der Position des vorher erwähnten Zapfens gedrückt wird.

Diese "Zug"-Eigenschaft wird insbesondere angestrebt, da sie, indem eine Gegenkraft in dem Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Kontakt realisiert wird, eine Reibung erzeugt, welche geeignet ist, einen Gleichgewichtszustand der offenen Läufe zu erzeugen, welche sonst auf Grund ihres Gewichts nicht ausgeglichen wären.

Daher ist es zum Zeitpunkt des Zusammenbaus eine festgelegte Praxis, eine manuelle Einstellung auf dem Zapfen der Läufe 10 vorzunehmen, um so ein Drücken des Eisenvorderlaufs zu erzielen. Solch ein Drücken, welches dem Gewehr die kennzeichnende "schwere" oder mit einem bestimmten Widerstand der Läufe versehene Drehung gibt, besitzt jedoch Nachteile.

Tatsächlich zwingt dieses Drücken des Eisenvorderlaufs den Benutzer oder Schützen bei dem Schritt eines Ladens des Gewehrs dazu, auch wenn es das Gewicht der Läufe optimal ausgleicht, eine wesentliche zusätzliche Kraft aufzubringen, um die Reibungswiderstände zu überwinden.

Des Weiteren erzeugt eine kleine Änderung der Einstellung der Zapfenposition, welche manuell ausgeführt wird, wobei die große Steifigkeit des Eisenvorderlaufelements vorausgesetzt wird, eine große Veränderung der Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Kontaktkraft. Solch eine Veränderung kann, neben dem Erzeugen einer Reibung und damit einer äußerst unterschiedlichen Handhabung von Gewehr zu Gewehr, für den Fall eines extremen Ziehens Probleme von Blockierungen der Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Kontaktoberflächen verursachen.

Schließlich sollte nicht vergessen werden, wobei der kritische Zustand der Drückposition vorausgesetzt wird, dass eine kleine Änderung davon, aufgrund eines normalen Verschleißes durch Handhabung, die idealen Handhabungsbedingungen früh verschlechtern können. In der Praxis tritt bereits ein Verlust des anfänglichen Zuges nach ein paar hundert Öffnungen/Schließungen auf.

Bei dem Versuch dieses technischen Problem zu lösen, ist gelehrt worden, einen selbst ausgleichenden gesteuerten Zustand, welcher gegenüber einem Betriebsverschleiß nicht empfindlich ist, durch die Einführung eines elastischen Elements zu realisieren. Die Zugfunktion, welche gewöhnlich durch den Eisenvorderlauf (Franchi-Patent) ausgeführt wird, wird von diesem elastischen Element übernommen. Solch ein Element, in der Form einer sehr kräftigen Feder, welche in dem Eisenvorderlauf integriert ist, löst das durch die Reibung erzeugte Problem jedoch nicht. Da tatsächlich kleine Kontaktkräfte in der Größenordnung zwischen 200 und 300 kg erzeugt werden müssen, um einen akzeptablen Ausgleich zu realisieren, wird ein wesentlicher Widerstand gegenüber der Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Drehung erzeugt.

Daher ist es ein Zweck der vorliegende Erfindung, diese Einschränkungen des Standes der Technik zu überwinden und zu versuchen, einen ausgeglichenen Zustand zu erreichen, welcher lange vorhält und zeitlich konstant ist, was ein einfaches Öffnen und Schließen der Schusswaffe durch den Benutzer ermöglicht.

Ein anderer Zweck der vorliegenden Erfindung ist, dass die möglichst kleinste Reibung mit einem kleinen Unterschied zwischen einer Schusswaffe und der nächsten, bei z. B. einem Gewehr, realisiert wird.

Ein Zweck, welcher gegenüber den vorhergehenden elementar ist, ist, geringe Betätigungskräfte und einen geringen Verschleiß aufzuweisen zu können.

Ein noch anderer Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine gute Kosteneffizienz der Konstruktion und eine Einfachheit der Montage aufzuweisen zu können.

Erfindungsgemäß werden diese und andere Zwecke erzielt, indem eine Laufausgleichsvorrichtung für zusammenlegbare Schusswaffen realisiert wird, wie es in dem beigefügten Anspruch 1 zusammengefasst ist.

Die anderen Ansprüche definieren die zusätzlichen Merkmale der vorliegenden Erfindung.

Die Merkmale und Vorteile einer erfindungsgemäßen Laufausgleichsvorrichtung für zusammenlegbare Schusswaffen soll durch die folgende Beschreibung mindestens einer Ausführungsform mit Bezug auf die beigefügten Figuren verständlicher werden, wobei sie als ein Beispiel und nicht beschränkend anzusehen ist. Dabei gilt:

1 ist eine Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, eines Stückes eines zentralen Teiles eines geschlossenen Gewehres nach dem Stand der Technik, wobei der Eisenvorderlauf auf den Funktionskörper gedrückt ist,

2 ist eine Seitenansicht eines zentralen Teiles eines erfindungsgemäßen Gewehres, teilweise im Querschnitt und wobei die Läufe geschlossen sind,

3 ist eine Seitenansicht, welche zu derjenigen in 1 ähnlich ist, wobei das erfindungsgemäße Gewehr die Läufe geöffnet hat, und

4 ist eine Draufsicht des Eisenvorderlaufs, welcher die Vorrichtung trägt.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird Bezug auf die angegebenen 2, 3 und 4 genommen, in welchen eine Laufausgleichsvorrichtung für zusammenlegbare Schusswaffen dargestellt ist, wobei insbesondere ein Gewehr mit einem einfachen Kaliber oder mit zwei übereinanderliegenden Läufen dargestellt ist.

Die Erfindung schlägt vor, dass das Ausgleichsmoment nicht länger mittels eines Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Drückens und der resultierenden Kontaktreibung realisiert wird, sondern vielmehr durch die Bewegung einer aktiven Ausgleichskraft, um so eine gleichwertige und entgegengesetzte Bewegung zu derjenigen der Gewichtskraft zu erzeugen.

Insbesondere kann die Erfindung deutlich aus den Figuren entnommen werden, in welchen die Elemente, welche ähnlich zu denjenigen des Standes der Technik sind oder diesen entsprechen, mit denselben Bezugszeichen wie in der vorhergehenden 1 bezeichnet sind.

Es sollte daher bei dem dargestellten Beispiel angemerkt werden, dass bei einem zusammenlegbaren Gewehr 20 vorgeschlagen wird, Ausgleichskräfte zu realisieren, welche geeignet sind, ein Gegenmoment zu erzeugen, um einem Moment entgegenzuwirken, welches durch die Gewichtskraft erzeugt wird. Insbesondere wird das bei diesem Beispiel durch eine elastische Gruppe erzielt, welche zwei Ausgleichselemente, ein rechtes 24 und ein linkes 25, jeweilige Federführungen 22 und Federn 23 vorsieht. Bei dem Beispiel sind verschiedene Elemente in Paaren vorhanden, aber eine einfache Anordnung mit einer geeigneten Kraft könnte vorgesehen sein. Als eine Alternative zu der oben beschriebenen elastischen Gruppe ist es denkbar, irgendein anderes elastisches oder viskoelastisches System zu verwenden, d. h. ein viskoses Merkmal, welches der fallenden Bewegung des Laufes entgegenwirkt, und eine Position wiedererlangende elastische Funktion.

Solche Kräfte, welche von der Kompression der Federführungen 22 durch geeignete Schubstangen 21, welche auf dem Funktionskörper 6 angebracht sind, herrühren, wirken direkt auf den Eisenvorderlauf 8 und daher durch den Zapfen 10 auf die Laufgruppe 9 gemäß einer Bewegungslinie, welche geeignet bezüglich der Achse des Gelenksstifts 7 nicht ausgerichtet ist, und wirken folglich der Gewichtskraft entgegen. Genauer wirken die Schubstangen 21 auf den Nockenoberflächen 26, welche an der Rückseite der rechten 24 und/oder linken 25 Ausgleichselemente ausgebildet sind. Insbesondere weisen die Ausgleichselemente 24 und 25 ein derart optimiertes Profil auf, dass ein perfekter Ausgleich bezüglich des Öffnungswinkels und eine Stoppfunktion an dem Ende des Öffnungshubs des Laufs 9 realisiert ist.

Es sollte auch angemerkt sein, dass solche Ausgleichselemente, die jeweiligen Federn und die Federführung gemäß der in 2, 3 und 4 dargestellten Zeichnung in der Struktur des Vorderlaufes 12 integriert sind (obwohl dies nicht notwendigerweise so sein muss, da es genauso praktikabel wäre, sie auf der Seite des Funktionskörpers zu integrieren), um so vollständig verdeckt zu sein, wenn das Gewehr zusammengebaut ist.

Die Ausgleichselemente 24 und 25 kommen aus dem Körper des Eisenvorderlaufs 8 durch geeignete Schlitze einer Höhe, welche proportional zu dem Drehhub des Laufes 9 ist, wobei die drückende Oberfläche 26 den Gegenschubstangen 21 gegenüberliegt.

Die unterschiedlichen Betriebsarten im Vergleich zu dem herkömmlichen System (aktive Ausgleichskraft gegenüber passiver Reibungskraft) verringert den Eisenvorderlauf-/Funktionskörper-Kontaktdruck auf ein sehr geringes Niveau. Nur zur Verdeutlichung kann die Kraft, welche für jede der zwei Federn benötigt wird, auf ungefähr 20 Kilogramm eingestellt werden, wobei dies in jedem Fall abhängig von den Hebelarmen und der Masse der Laufgruppe ist.

Folglich baut die erfindungsgemäße Vorrichtung keinen nennenswert großen passiven Widerstand, d. h. eine Reibung, für das Schließen der Läufe auf. Tatsächlich kann ein zumindest teilweise selbst schließender Effekt realisiert werden. Darüber hinaus ist das Problem von möglichen Blockierungen aufgrund übermäßiger Kontaktkräfte gelöst. Der Verschleiß von einem Kontakt zwischen den Schubstangen 21 und den Ausgleichelementen 24, 25, wenn er vorhanden ist, hat keinen Einfluss auf die Betriebsbedingungen, welche über die gesamte Lebenszeit der Schusswaffe konstant bleiben.

Der ausgleichende Effekt wird kaum durch das Scharfmachen der Waffe beeinflusst, da die Kraft der Federn 23 wesentlich größer als diejenige der Auswerferhammerfedern (nicht dargestellt) ist. Die Kalibrierung der Vorrichtung bezüglich des ausgleichenden Effekts wird in dem Zwischenzustand durch einen einfachen unbelasteten Auswerferhammer realisiert.

Ein geeignetes Kalibrieren der Ausgleichselemente, beispielsweise eine spezielle Winkelbildung der Kontaktoberfläche mit den Schiebestangen, um so eine geeignete Fehlausrichtung der Ausgleichskraft bezüglich des Öffnungswinkels des Laufes zu erzeugen, erlaubt, dass die kennzeichnende Ausgleichskurve optimiert wird und dass spezielle elastische Elemente, wie z. B. variable Abstandsfedern ("Pitch Springs"), Progressivfedern, usw. verwendet werden. Zum Beispiel ermöglicht eine Veränderung in der Steigung in dem letzten Teil des Arbeitshubs der Ausgleichselemente, dass eine Stoppposition an dem Ende des Öffnungshubs der Läufe selbst erzielt wird, indem der Arm der Ausgleichskraft bezüglich dem Drehzentrum des Laufes invertiert wird.

Ein anderer sehr erstrebenswerter Vorteil der Erfindung besteht in der Einfachheit einer Demontage des Vorderlaufs, wenn der Eisenvorderlaufsverschluss 11 einmal gelöst ist, wobei ein Vorteil als Folge des äußerst geringen Drückens erzielt wird, welches durch die Kraft begrenzt ist, welche durch die Federn des Eisenvorderlaufs zwischen dem Laufzapfen und dem Funktionskörper aufgebracht wird.

Vorteilhafterweise ist es möglich, alternative Materialien, wie z. B. leicht Legierungen, für den Eisenvorderlauf zu verwenden, indem eine erfindungsgemäße Vorrichtung vorgesehen wird, um Einsparungen in Bezug auf Bearbeitungskosten und Gewicht zu erzielen.

Es ist klar, dass eine erfindungsgemäße Vorrichtung auf eine Schusswaffe mit zusammenlegbarem(n) Lauf (Läufen) montiert werden kann, d. h. wobei das Öffnen der Schusswaffe durch eine Drehung des Laufs (oder der Läufe) bezüglich der Ebene des Verschlusses (oder des Funktionskörpers) realisiert wird, ohne dass eine Einschränkung bezüglich des Typs der Schusswaffe, welcher der Typ sein kann, der zum Sport verwendet wird (zum Beispiel ein Gewehr mit übereinanderliegenden Läufen, mit nebeneinander liegenden Läufen oder einem einfachen Kaliber, in diesem Fall sogar mit einem halbautomatischen Betrieb) mit einem glatten oder einem gezogenen Kaliber vorhanden ist. Es ist auch klar, dass der Lauf oder die Laufgruppe, welche mit Zielsichtteilen ausgestattet sein kann, bezüglich einer Drehung mit Bezug auf einen festen Gelenkpunkt, welcher auf einem Verschluss oder dem Funktionskörper angeordnet ist, bewegbar ist.

Der Lauf oder die Laufgruppe gemäß der Erfindung besitzt seinen/ihren Schwerpunkt in einer nicht mit dem Gelenkpunkt ausgerichteten Position, um so ein nicht ausgeglichenes Moment zu erzeugen, welches dazu führt, dass er/sie spontan fällt, wenn die Verschlussvorrichtung oder der obere Hebel einmal entriegelt wird.

Somit erfüllt eine erfindungsgemäße Vorrichtung alle ihre Zwecke.

Eine erfindungsgemäße Laufausgleichsvorrichtung für Schusswaffen, welche somit konstruiert ist, ist anfällig für zahlreiche Veränderungen und Varianten, welche alle durch die Erfindung selbst abgedeckt werden.

Darüber hinaus können in der Praxis die verwendeten Materialien wie auch ihre Größen und die Komponenten gemäß den technischen Anforderungen ausgelegt sein.


Anspruch[de]
  1. Laufausgleichsvorrichtung für zusammenlegbare Schusswaffen (20), wobei mindestens ein Lauf (9), welcher zur Drehung um ein fixiertes Gelenk (7) beweglich auf einem Funktionskörper (6) angeordnet ist, vorhanden ist, wobei ein oberer Hebel (13) zum Öffnen und Schließen zwischen einer geschlossenen ausgerichteten Position des mindestens einen Laufs (9) und des Funktionskörpers (6), und einer Position, welche gelöst und auf Grund eines Öffnens des mindestens einen Laufs (9) bezüglich des Funktionskörpers (6) gedreht ist, vorgesehen ist, wobei der mindestens eine Lauf (9) durch einen Eisenvorderlauf (8) getragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine elastische oder viskoelastische Gruppe (21, 22, 23, 24, 25, 26) vorhanden ist, welche zwischen dem Eisenvorderlauf und dem Funktionskörper (6) wechselwirkt, um der fallenden Bewegung des mindestens einen Laufs entgegenzuwirken, wenn der obere Hebel (13) zum Öffnen und Schließen einmal entriegelt ist, und um einen ausgleichenden Schub bezüglich des Gewichts des mindestens einen Laufs (9) zu realisieren, wenn die zusammenlegbare Schusswaffe (20) geschlossen wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine elastische oder viskoelastische Gruppe auf der einen Seite mindestens ein Ausgleichselement (24, 25), mindestens eine Federführung (22) und mindestens eine auf ihr angeordnete Feder (23) umfasst, wobei sich die mindestens eine Federführung (22) auf der anderen Seite mit dem mindestens einen Ausgleichselement (24, 25) in Eingriff befindet.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenvorderlauf (8) auf einer Seite und der Funktionskörper (6) auf der anderen angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schubstange (21) entsprechend einer Bewegungslinie wirkt, welche nicht mit dem Gelenk (6) ausgerichtet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schubstange (21) an einer Nockenoberfläche (26) wirkt, welche auf der Rückseite des mindestens einen Ausgleichselements (24, 25) ausgebildet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ausgleichselement (24, 25), die mindestens eine Federführung (22) und die mindestens eine Feder (23) in der Struktur eines Vorderlaufs (12) der Schusswaffe integriert sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ausgleichselement (24, 25) aus dem Körper des Eisenvorderlaufs (8) durch Schlitze einer Höhe, welche proportional zu dem Drehhub des Laufs (9) ist, kommt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ausgleichselement (24, 25) ein derart optimiertes Profil aufweist, dass ein perfekter Ausgleich oder ein zumindest teilweise selbst schließender Effekt bezüglich des Öffnungswinkels und eine Stoppfunktion an dem Ende des Öffnungshubs des Laufs (9) realisiert ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Lauf (9) mit einem Zielsystem ausgestaltet ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Lauf (9) den Schwerpunkt in einer nicht mit dem Gelenk (7) ausgerichteten Position aufweist, um so ein unausgeglichenes Moment zu erzeugen, welches dazu führt, dass er spontan zum Fallen gebracht wird, wenn der obere Hebel (13) zum Öffnen und Schließen entriegelt wird.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenvorderlauf (8) eine geformte Endoberfläche aufweist, welche in einem Dreheingriff mit einer angepassten Endoberfläche, welche dem Funktionskörper (6) gegenüberliegt, platziert ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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