Diese Anmeldung ist ein continuation-in-part aus Anmeldung Nr. 08/467,404,
eingereicht 06. Juni 1995, deren Inhalt zur Gänze durch Bezugnahme hier aufgenommen
ist.
Hintergrund der ErfindungBereich dieser Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neuartige Steroidderivate
der Androstan- und der Pregnanreihe sowie auf pharmazeutischen Zusammensetzungen
und Verfahren zur Regulierung der Erregbarkeit des Gehirns. Genauer gesagt bezieht
sich die Erfindung auf 3&agr;-Hydroxy, 17-(un-)substituierte Derivate der Androstanreihe
und 21-substituierte Derivate der Prognanreihe.
Verwandtes Fachgebiet
Die Erregbarkeit des Gehirns ist definiert als die Intensität des
Erregungszustands eines Tieres, ein Kontinuum, das vom Koma bis zum Krampf reicht
und durch zahlreiche Neurotransmitter reguliert wird. Im Allgemeinen sind Neurotransmitter
für die Regulierung der Leitfähigkeit der Ionen über neuronale Membranen verantwortlich.
In Ruhe hat die neuronale Membran ein Potential (oder eine Membranspannung) von
ungefähr –80 mV; das Innere der Zelle ist dabei im Vergleich zum Äußeren der
Zelle negativ. Das Potential (die Spannung) ist das Ergebnis des Ausgleichs der
Ionen (K+, Na+, Cl–, organische Anionen)
über die neuronale semipermeable Membran. Die Neurotransmitter werden in präsynaptischen
Vesikeln gespeichert und unter dem Einfluss neuronaler Aktionspotentiale freigegeben.
Wenn sie in den synaptischen Spalt freigegeben werden, löst ein anregender chemischer
Transmitter wie Acetylcholin eine Depolarisation der Membran (Potentialänderung
von –80 mV auf –50 mV) aus. Diese Wirkung wird durch postsynaptische
Nikotinrezeptoren vermittelt, die durch Acetylcholin dazu angeregt werden, die Membranpermeabilität
für Na+-Ionen zu steigern. Das verminderte Membranpotential stimuliert
die neuronale Erregbarkeit in Form eines postsynaptischen Aktionspotenzials.
Im Falle des GABA Rezeptorkomplexes (GRC) wird die Wirkung auf die
Erregbarkeit des Gehirns durch GABA, einen Neurotransmitter, vermittelt. GABA hat
einen starken Einfluss auf die gesamte Erregbarkeit des Gehirns, da bis zu 40% der
Neuronen im Gehirn GABA als einen Neurotransmitter nutzen. GABA reguliert die Erregbarkeit
von einzelnen Neuronen durch die Regulierung der Leitfähigkeit von Chloridionen
über die neuronale Membran. GABA wirkt an seinem Erkennungsort am GRC, um den Fluss
von Chloridionen durch ein elektrochemisches Gefälle des GRC zur Zelle zu fördern.
Eine intrazelluläre Steigerung des Niveaus dieses Anions verursacht eine Hyperpolarisation
des transmembranen Potentials und macht damit das Neuron weniger empfänglich für
Reizimpulse (d. h. reduzierte Neuronenerregbarkeit). In anderen Worten, je höher
die Konzentration der Chloridionen im Neuron ist, desto niedriger ist die Erregbarkeit
des Gehirns (das Niveau der Erregbarkeit).
Es ist ausführlich dokumentiert, dass der GRC für die Vermittlung
von Angst, Krampfaktivität und Beruhigung verantwortlich ist. Daher rufen GABA und
Medikamente, die sich wie GABA verhalten oder die Wirkungen von GABA fördern (z.
B. die therapeutisch nutzbaren Barbiturate und Benzodiazepine (BZs) wie Valium)
ihre therapeutisch nutzbaren Wirkungen durch die Interaktion mit speziellen Erkennungsorten
am GRC hervor.
Gesammelte Beweise zeigen jetzt, dass der GRC zusätzlich zum Benzodiazepin-
und Barbituratbindungsort einen eigenen Ort für neuroaktive Steroide enthält (Lan,
N. C. et al., Neurochem. Res. 16: 347–356 (1991)). Neuroaktive Steroide können
endogen auftreten. Die wirksamsten endogenen neuroaktiven Steroide sind 3&agr;-Hydroxy-5-reduzierte
Pregnan-20-on und 3&agr;,21-dihydroxy-5-reduzierte Pregnan-20-on Metaboliten von
hormonellem Steriodprogesteron, beziehungsweise Deoxycorticosteron. Die Fähigkeit
dieser Steroidmetaboliten, die Erregbarkeit des Gehirns zu verändern, wurde 1986
erkannt (Majewska, M. D. et al., Science 232: 1004–1007 (1986), Harrison,
N. L. et al., J. Pharmacol. Exp. Ther, 241: 346–353 (1987)). Der therapeutische
Nutzen dieser Steriodmetaboliten und ihrer Derivate (neuroaktive Steroide) wurde
jedoch von in diesem Bereich Tätigen aufgrund eines unvollständigen Verständnisses
der Wirksamkeit und des Wirkungsortes dieser neuroaktiven Steroide nicht erkannt.
Die Erfindung des Antragstellers bezieht sich teilweise auf eine pharmazeutische
Anmeldung des Wissens, das von einem weiterentwickelten Verständnis der Wirksamkeit
und des Wirkungsortes bestimmter Steroidverbindungen gewonnen wurde.
Wie gezeigt wurde, haben die Ovarialhormone Progesteron und dessen
Metaboliten eine starke Wirkung auf die Erregbarkeit des Gehirns (Backstrom, T.
et al., Acta Obstet Gynecol. Scan. Suppl. 130: 19–24 (1985); Pfaff, D. W.
und McEwen, B. S., Science 219: 808–814 (1983); Gyermek et al., J. Med. Cham.
11: 117 (1968); Lambert, J. et al., Trends Pharmacol Sci. 8: 224–227 (1987)).
Der Spiegel von Progesteron und seinen Metaboliten variiert abhängig von der Phase
des Menstruationszyklus. Es wurde ausführlich dokumentiert, dass Progesteron und
seine Metaboliten vor dem Einsetzen der Menstruation absinkt. Das monatliche Wiederauftreten
bestimmter körperlicher Symptome vor dem Einsetzen der Regel wurde ebenfalls ausführlich
beschrieben. Diese Symptome, die mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) verbunden
werden, umfassen Stress, Angst und migräneartige Kopfschmerzen (Dalten, K., Premenstrual
Syndrome and Progesterone Therapy, Zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984)).
Patientinnen mit PMS haben ein monatliches Wiederauftreten von Symptomen, die prämenstruell
vorhanden sind und postmenstruell fehlen.
Auf ähnliche Weise ist eine Zunahme der Anfallsfrequenz bei Epileptikerinnen
zeitweise auf ein Sinken des Progesteronspiegels bezogen worden, d. h. Menstruationsepilepsie
(Laidlaw, J., Lancet, 1235–1237 (1956)). Ein direkterer Zusammenhang ist bei
einer Senkung des Spiegels von Progesteronmetaboliten beobachtet worden (Rosciszewska
et al., J. Neurol. Neurosurg. Psych. 49: 47–51 (1986)). Zusätzlich wurde bei
Patientinnen mit primär generalisierter Petit Mal Epilepsie das temporale Auftreten
von Anfällen auf das Auftreten der Symptome des Prämenstruellen Syndroms bezogen
(Backstrom, T. et al., J. Psychosom. Obstet. Gynaecol. 2: 8–20 (1983)). Die
Steroid-Deoxycorticosterone wurden bei der Behandlung von Patienten mit epileptischen
Anfällen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus für wirksam befunden (Aird,
R. B. und Gordan, G., J. Amer. Med. Soc. 145: 715–719 (1951)).
Ein Syndrom, das ebenfalls mit einem niedrigen Progesteronspiegel
in Verbindung steht, ist die Postnatale Depression (PND). Unmittelbar nach der Geburt
sinkt der Progesteronspiegel drastisch ab, was zum Ausbruch der PND führt. Die Symptome
der PND reichen von leichten Depressionen bis zur Psychose, die eine stationäre
Behandlung erfordert. PND kann auch mit schweren Angstzuständen und erhöhter Reizbarkeit
verbunden sein. Eine durch PND verursachte Depression ist durch eine Behandlung
mit klassischen Antidepressiva nicht beeinflussbar und Frauen, die an einer PND
leiden, zeigen ein erhöhtes Auftreten des PMS (Dalton, K., Premenstrual Syndrome
and Progesterone Therapy, Zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984)).
Insgesamt gesehen ergibt sich aus diesen Beobachtungen eine entscheidende
Rolle für Progesteron und Deoxycorticosteron und, spezifischer, deren Metaboliten
bei der homöostatischen Regulierung der Erregbarkeit des Gehirns, die sich in einer
Zunahme der Anfallserscheinungen oder der Symptome im Zusammenhang mit menstruell
bedingter Epilepsie, PMS und PND manifestiert. Die Wechselbeziehung zwischen erniedrigtem
Progesteronspiegel und den Symptomen, die mit PMS, PND und menstruell bedingter
Epilepsie verbunden werden (Backstrom, T. et al., J. Psychosom. Obstet. Gynaecol.
2: 8–20 (1983)); Dalton, K., Premenstrual Syndrome and Progesterone Therapy,
Zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984)) hat die Verwendung von Progesteron
in der Therapie dieser Symptome veranlasst (Mattson et al., „Medroxyprogesterone
therapy of catamenial epilepsy," in Advances in epileptology: XVth Epilepsy International
Symposium, Raven Press, New York (1984), S. 279–282, und Dalton, K., Premenstrual
Syndrome and Progesterone Therapy, Zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984)).
Progesteron ist jedoch bei der Behandlung der zuvor erwähnten Syndrome nicht einheitlich
wirksam. Es existiert zum Beispiel keine Dosiswirkungsbeziehung für Progesteron
in der Behandlung des PMS (Maddocks, et al., Obster. Gynecol. 154: 573–581
(1986); Dennerstein, et al., Brit. med. J. 290: 16–17 (1986)).
Templeton et al., Steroids 48: 339–346 (1986) entdeckten eine
stereoselektive und regioselektive Reduzierung von Steroidketonen zur Bildung axialer
Alkohole bei C-3. Die Verbindung 17&bgr;-Methoxy-2&bgr;-methyl-5&agr;-androstan-3&agr;-ol
wird gebildet aus 17&bgr;-Methoxy-2&agr;,3&agr;-epoxy-5&agr;-androstan.
Grieco et al., J. Am. Chem. Soc. 11: 7799–7801 (1990) zeigten
den Gebrauch von 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3&agr;-ol als Ausgangsstoff für
die Bildung von Konjugaten, die an Steroidsubstrate gebundenes Metalloporphyrin
beinhalten, auf.
Babcock et al., U.S. Patent Nr. 4,297,350, ausgegeben am 27. Oktober
1991, beschrieben allgemein steroidale Androstane und Androsten 17-Ether und ihren
Gebrauch als Kontrazeptiva für Männer.
Neef et al., Tetrahedron Letters 21: 903–906 (1980) gaben die
Verbindung 17&bgr;-Methoxymethoxy-3&bgr;-(1-propynyl)-5&agr;-androsten-3&agr;-ol
als ein Zwischenprodukt bei der Bildung von Steriodderivaten bekannt.
FR 1,437,361, veröffentlicht am 6. Mai 1966, und U.S. Patent Nr. 3,135,744,
ausgegeben am 2. Juni 1964, beschrieben die 17-(2-Methyl-2-butenyl) und Cykloalkenyl-Ether
von 5&agr;-Androstan-3&agr;, 17&bgr;-diol und 3-niedrige Alkanoyl-Ester davon. Die
Verbindungen wurden so gestaltet, dass sie androgene und/oder anabolische Wirkungen
aufweisen.
Phillips et al., U.S. Patent Nr. 4,197,296, ausgegeben am 8. April
1980, machten Steroide der Androstanreihe bekannt, die eine 3&agr;-Hydroxy Gruppe,
ein 5&agr;- oder 5&bgr;-Wasserstoffatom und eine 11&agr;-substituiene Aminogruppe
aufweisen, wobei, die 17 Position unsubstituiert sein kann. Die Verbindung 11&agr;-N,N-dimethylamino-2&bgr;-ethoxy-5&agr;-androstan-3&agr;-ol
wurde beschrieben. Das Patent offenbart, dass diese Verbindungen anästhetische Wirkung
haben.
Phillips et al., U.S. Patent Nr. 3,882,151, ausgegeben am 6. Mai 1975,
und Phillips et al., U.S. Patent Nr. 3,969,345, erteilt am 13. Juli 1976, zeigen
3&agr;-oxydierte Pregnan-21-Ether, die eine 3&agr;-Hydroxy-Gruppe oder einen Ester
davon besitzen, eine Keto-Gruppe in der 20-Position und eine etherifizierte Hydroxylgruppe
in der 21-Position auf. Der 21-Ether Substituent ist vorzugsweise eine Alkoxy-,
Cykloalcoxy-, Aralkoxy- oder eine Aryloxygruppe, die zusätzliche Substituenten tragen
kann. Die Patente zeigen auf, dass diese Verbindungen eine anästhetische Wirkung
haben.
Phillips et al., U.S. Patent Nr. 3,959,260, ausgegeben am 25. Mai
1976, beschreiben Steroidanästhetika der Pregnan- und 19-Norpregnanreihe, die eine
3&agr;-Hydroxy Gruppe und eine 20-oxo Gruppe besitzen und auf der 21-Position den
Rest eines Schwefels, der Nucleophile oder ein Sulfon oder eine Sulfoxidgruppierung
enthält. Der 3&bgr;-Substituent kann entweder Wasserstoff oder Alkyl sein.
Clayton et al., U.S. Patent Nr. 3,822,298, erteilt am 2. Juli 1974,
beschreiben ein Verfahren zur Aufbereitung von 3&agr;-Hydroxy-5&agr;-Steroiden.
Das Patent beschreibt die Aufbereitung von 21-Benzyloxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-pregnan-11,20-dion.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neuartige Steroidderivate
der Androstan- und Pregnanreihe sowie pharmazeutische Zusammensetzungen und Verfahren
zur Regulierung der Erregbarkeit des Gehirns. Genauer gesagt, die Erfindung bezieht
sich auf 3&agr;-Hydroxy, 17-Etherderivate der Androstanreihe. Diese Derivate können
an einem kürzlich identifizierten Ort auf dem GRC wirken und dabei die Erregbarkeit
des Gehirns auf eine Art regulieren, die Stress, Ängstlichkeit, Schlafstörungen
und Stimmungsleiden, die auf GRC-aktive Wirkstoffe ansprechen (z. B. Depressionen)
und Anfallserscheinungen lindern.
Man geht davon aus, dass das 3&agr;-Hydroxyl auch als ein pharmazeutisch
annehmbarer Ester getarnt sein kann, aufgrund der Tatsache, dass der Ester bei der
Umwandlung der Vorstufe zu einer Wirksubstanz abgespalten wird. Diese werden hierin
als spaltbare Ester bezeichnet.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind Modulatoren für die
Erregbarkeit des zentralen Nervensystems, was durch ihre Fähigkeit zur Regulierung
von Chloridionenkanälen, die mit dem GABA Rezeptorkomplex verbunden sind, vermittelt
wird. Die Experimente des Patentanmelders haben ergeben, dass diese Verbindungen
antikonvulsive, anxiolytische und sedative, hypnotische Wirkungen haben, ähnlich
den Wirkungen bekannter Wirkstoffe wie den BZs, und sie aber an einem eigenen Ort
des GRC wirken.
Die Beziehung von endogenen Metaboliten des Progesterons mit Prozessen,
die mit der Reproduktion in Verbindung stehen (Regelzyklus und Schwangerschaft)
ist gut bekannt. (Marker, R. E. et al., J. Am. Chem. Soc. 59: 616–618 (1937)).
Es wurde jedoch erst vor Kurzem erkannt, wie Störungen durch das Verfahren zum Regulieren
der Erregbarkeit des Gehirns durch die Behandlung mit Steroidmetaboliten und ihren
Derivaten zu behandeln sind. Siehe U.S. Patent Nr. 5,208,227, erteilt am 4. Mai
1993; U.S. Patent Nr. 5,120,723, erteilt am 9. Juni 1992; und U.S. Patent Nr. 5,232,917,
erteilt am 3. August 1993.
Wünschenswerte Ziele für die pharmazeutischen Verbindungen und Verfahren
dieser Erfindung sind die Behandlung von Stress, Angst, PMS und PND sowie von Anfällen
wie jene, die durch Epilepsie ausgelöst werden, zu verbessern, oder Angstattacken,
überhöhte Muskelspannung und Depressionen, wie sie bei Patienten, die an diesen
Abnormitäten des zentralen Nervensystems leiden, verbreitet sind, zu mildern oder
diesen Symptomen vorzubeugen. Ein weiteres wünschenswertes Ziel für diese Verbindungen
und Verfahren ist die Behandlung von Schlafstörungen und das Herbeiführen
von hypnotischen Wirkungen. Ein anderes wünschenswertes Ziel für diese Verbindungen
und Verfahren ist es, eine Schmerzunempfindlichkeit zu bewirken, vor allem bei intravenöser
Verabreichung. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neuartige Verbindungen
und deren Gebrauch in pharmazeutischen Zusammensetzungen und Verfahren, um solche
Störungen durch die Regulierung der Erregbarkeit des Gehirns zu behandeln.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zum Herbeiführen des Schlafes und im Wesentlichen zur Beibehaltung des
Anteils des REM-Schlafes, der im normalen Schlaf zu finden ist, wobei keine wesentlich
Rückschlag-Schlaflosigkeit, wie hierin beschrieben, verursacht wird. Dieses Verfahren
beinhaltet die Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung der Erfindung.
Die Verbindungen der Erfindung können den Nicht-REM-Schlaf und die Gesamtschlafdauer
verlängern, ohne den Anteil des REM-Schlafes wesentlich zu beeinträchtigen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Die vorliegende Erfindung kann eventuell besser verstanden werden
und ihre Vorteile können besser geschätzt werden, wenn man sich auf die beiliegende
Zeichnung bezieht, worin:
1 ein Diagramm der Zeitkurve der antimetrazolen
Wirkung einer Wirkstoffvorstufe von 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(verabreicht i. p. in einer Dosis von 20,0 mg/kg) ist.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Formen
Frühere Studien (Gee, K. W. et al., European Journal of Pharmacology,
136: 419–423 (1987)) zeigten, dass bestimmte 3&agr;-hydroxylierte Steroide
die Folgen von Größen sind, die als Modulatoren des GRC wirksamer sind als andere
die zuvor berichtet wurden (Majewska, M. D. et al., Science 232: 1004–1007
(1986); Harrison, N. L. et al., J. Pharmacol. Exp. Ther. 241: 346–353 (1987)).
Majewska et al. und Harrison et al. beschrieben, dass 3&agr;-hydroxylierte-5-reduzierte
Steroide nur wesentlich geringere Wirksamkeitsniveaus haben. In vitro und in vivo
gewonnene Experimentsdaten haben jetzt gezeigt, dass die höhere Wirksamkeit dieser
Steroide diese dazu befähigt, bei der Regulierung der Erregbarkeit des Gehirns über
den GRC (Gee, K. W. et al., European Journal of Pharmacology, 136: 419–423
(1987); Wieland et al., Psychopharmacology 118(1): 65–71 (1995)) therapeutisch
wirksam zu sein. Zahlreiche synthetische Steroide wurden zu neuroaktiven Steroiden
aufbereitet. Siehe, zum Beispiel, U.S. Patent Nr. 5,232,917, erteilt am 3. August
1993, welches neuroaktive Steroidverbindungen als nützlich und therapeutisch vorteilhaft
wirksam beschreibt bei der Behandlung von Stress, Angst, Schlafstörungen, Anfallserscheinungen
und Stimmungsleiden wie Depressionen, die auf GRC-aktive Wirkstoffe ansprechen.
Außerdem wurde kürzlich gezeigt, dass diese Steroide an einem einmaligen Ort auf
dem GRC aufeinander wirken, der von den anderen bekannten Orten der Wechselwirkung
(z. B. Barbiturate, BZ und GABA) abgesondert ist, und wo vorher therapeutisch vorteilhafte
Wirkungen auf Stress, Ängstlichkeit, Schlaf- und Stimmungsleiden und Anfallserscheinungen
ausgelöst worden sind (Gee, K. W. und Yamamura, H. I., „Benzodiazepines and
Barbiturates: „Drugs for the Treatment of Anxiety, Insomnia and Seizure Disorders,"
in Central Nervous System Disorders, D. C. Horvell, Hrsg., Marcel-Dekker, New York
(1985), S. 123–147; Lloyd, K. G. und Morselli, P. L., „Psychopharacology
of GABAergic Drugs," in Psychopharmacology: The Third Generation of Progress, H.
Y. Meltzer, Hrsg., Raven Press, N.Y. (1987), S. 183–195; und Gee, K. W. et
al., European Journal of Pharmacology, 136: 419–423 (1987). Diese Verbindungen
sind aufgrund ihrer Dauer, Wirksamkeit und oralen Wirkung (zusammen mit anderen
Formen der Verabreichung) erstrebenswert.
Definitionen
Gemäß der vorliegenden Erfindung und wie auch darin benutzt haben
die folgenden Begriffe, wenn sie für sich stehen oder als Teil einer Einheit auftreten,
die folgenden Bedeutungen, wenn es nicht explizit anders angegeben wird:
Der Betriff „Alkyl", wie er hierin bei allen Gelegenheiten
benutzt wird, bezieht sich auf saturierte aliphatische Gruppen, die geradkettige,
verzweigte und zyklische Gruppen enthalten, die alle jeweils gegebenenfalls substituiert
sein können. Bevorzugte Alkylgruppen enthalten 1 bis 10 Kohlenstoffatome. Passende
Alkylgruppen beinhalten Methyl, Ethyl und Ähnliche und können gegebenenfalls substituiert
sein.
Der Begriff „Alkenyl", wie er hierin bei allen Gelegenheiten
benutzt wird, bezieht sich auf ungesättigte Gruppen, die mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
und geradkettige, verzweigte und zyklische Gruppen enthalten, von denen jede jeweils
gegebenenfalls substituiert sein kann. Bevorzugte Alkynylgruppen
haben 2 bis 10 Kohlenstoffatome.
Der Begriff „Alkynyl", wie er hierin bei allen Gelegenheiten
benutzt wird, bezieht sich auf ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppen, die mindestens
eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung und geradkettige, verzweigte und zyklische
Gruppen enthalten, die jeweils gegebenenfalls substituiert sein können. Bevorzugte
Alkynylgruppen haben zwei bis achtzehn Kohlenstoffatome. Mehr bevorzugte Alkynylgruppen
haben zwei bis zwölf Kohlenstoffatome. Die bevorzugtesten Alkynylgruppen haben zwei
bis sieben Kohlenstoffatome. Geeignete Alkynylgruppen sind Ethynyl, Propynyl, Butynyl,
Pentynyl und Ähnliche, die gegebenenfalls mit Cyano, Acetoxy, Halo, Hydroxy oder
Keto substituiert sein können.
Der Begriff „Alkoxy" bezieht sich auf Ether-O-alkyl, wobei
Alkyl wie oben beschreiben definiert wird.
Der Begriff „Aryloxy" bezeiht sich auf Ether-O-aryl, worin
Aryl wie unten beschrieben definiert ist.
Der Begriff „Aryl" bezieht sich auf aromatische Gruppen, die
mindestens einen Ring haben, der ein konjugiertes Pi-Elektronensystem hat und carbozyklisches
Aryl und Biaryl enthält, von denen beide jeweils gegebenenfalls substituiert werden
können. Bevorzugte Arylgruppen haben 6 bis 10 Kohlenstoffatome. Passende Arylgruppen
enthalten Phenyl und Naphthyl.
Der Begriff „carbocyclisches Aryl" bezieht sich auf Gruppen,
in denen die Ringatome auf dem aromatischen Ring Kohlenstoffatome sind. Carbocyclische
Arylgruppen beinhalten Phenyl- und Naphthylgruppen, deren Gruppen gegebenenfalls
substituiert sein können. Substituiertes Phenyl hat bevorzugterweise einen bis drei,
vier oder fünf Substituenten, die vorzugsweise niedriges Alkyl, Amino, Aminocarbonyl,
Cyano, carboxydierten Ester, Hydroxy, niedriges Alkoxy, Halogen, niedriges Acyl
und Nitro sind.
Der Begriff „Aralkyl" bezieht sich auf eine Alkylgruppe, die
mit einer Arylgruppe substituiert ist. Geeignete Aralkylgruppen beinhalten Benzyl
und Ähnliche und können gegebenenfalls substituiert sein.
Der Begriff „Alkanoyloxy" bezieht sich auf -O-C(O)Ra,
wobei Ra Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl oder Aralkyl ist.
Der Begriff „Carbalkoxy" bezieht sich auf -C(O)ORb,
wobei Rb Alkyl, Alkenyl, Alkenyl, Aryl oder Aralkyl ist.
Der Begriff „Carboxamido" bezieht sich auf -C(O)NRcRd,
worin Rc und Rd unabhängig ausgewählt sind aus Wasserstoff,
Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl oder Aralkyl.
Der Begriff „Acyl" bezieht sich auf die Alkanylgruppe -C(O)Rg,
wobei Rg Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl oder Aralkyl ist.
Der Begriff „Amino" bezieht sich auf -NRhRi,
wobei Rh und Ri unabhängig Wasserstoff oder niedriges Alkyl
oder aneinander gebunden sind (mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind),
um einen 5- oder 6-gliedrigen Ring zu ergeben, z. B. Pyrrolidin-, Morpholino- oder
Piperidinringe. Der Begriff „Dialkylamino" bezieht sich auf -NReRf,
wobei Re und Rf unabhängig niedrige Alyklgruppen oder, zusammen
mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, den Rest einer Morpholinogruppe
bilden. Geeignete Dialkylaminogruppen beinhalten Dimethylamino, Diethylamino und
Morpholino.
Der Begriff „Thio" bezieht sich auf -SRm, wobei
Rm Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl oder Aryl(niedrtiges)Alkyl
ist.
Der Begriff „Sulfinyl" bezieht sich auf -SORn, wobei
Rn Alkyl, Alkenyl, Alkenyl, Aryl oder Aryl(niedriges)alkyl ist.
Der Begriff „Sulfonyl" bezieht sich auf -SO2Ro,
wobei Ro Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl oder Aryl(niedriges)Alkyl
ist.
Der Begriff „Sulfonamido" bezieht sich auf -SO2NRkRl,
wobei Rk und Rl unabhängiger Wasserstoff oder niedriges Alkyl
sind.
Der Begriff „gegebenenfalls substituiert" oder „substituiert",
wenn hierin nicht anderweitig genauer definiert, bezieht sich auf
Gruppen, die durch ein bis fünf Substituenten substituiert sind, die unabhängig
ausgewählt sind aus: niedriges Alkyl (acyclisch und cyclisch), Aryl (Carboaryl und
Heteroaryl), Alkenyl, Alkynyl, Alkoxy, Halo, Haloalkyl (einschließlich Trihaloalkyl,
z. B. Trifluoromethyl), Amino, Mercapto, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl,
Nitro, Alkanoyl, Alkanoyloxy, Alkanoyloxyalkanoyl, Alkoxycarboxy, Carbalkoxy (-COORj,
worin Rj ein niedriges Alkyl ist), Carboxyamido (-CONRkRl,
worin Rk und Rl wie oben beschrieben definiert sind), Formyl,
Carboxy, Hydroxy, Cyano, Azido, Alkanoylamido, Heteroaryloxy, Heterocarbocyclicoxy
und Hemisuccinat-Estersalze.
Der Begriff „niedrig" wird hierin in Verbindung mit organischen
Radikalen oder Verbindungen gebraucht und definiert ein bis zu einschließlich zehn,
vorzugsweise bis zu und einschließlich sechs, und günstigstenfalls ein bis vier
Kohlenstoffatome. Solche Gruppen können geradkettig, verzweigt oder cyclisch sein.
Der Begriff „heterocyclisch" bezieht sich auf Kohlenstoff,
der Radikale mit drei-, vier-, fünf-, sechs- oder siebengliedrigen Ringen und ein
oder zwei O-, N- oder S-Heteroatomen beinhaltet, z. B. Thiazolidin, Tetrahydrofuran,
1,4-Dioxan, 1,3,5-Trioxan, Pyrrolidin, Piperidin, Quinuclidin, Dithian, Tetrahydropyran,
&egr;-caprolacton, &egr;-caprolactam, &ohgr;-thiocaprolactam und Morphin.
Der Begriff „Heteroaryl" bezieht sich auf Kohlenstoff, der
5- bis 14-gliedrige cyclische unsaturierte Radikale enthält, die ein, zwei, drei
oder vier O-, N- oder S-Atome enthalten und 6, 10 oder 14&pgr; Elektronen haben,
ausgelagert in einen Ring oder mehrere, z. B. Pyridin, Oxazol, Indol, Purin, Pyrimidin,
Imidazol, Benzimidazol, Indazol, 2H-1,2,4-Triazol, 1,2,3-Triazol, 2H-1,2,3,4-Tetrazol,
1H-1,2,3,4-Tetrazol, Benzotriazol, 1,2,3-Triazolo[4,5-&bgr;]pyridin, Thiazol, Isoxazol,
Pyrazol, Quinolin, Cytosin, Thymin, Uracil, Adenin, Guanin, Pyrazin, Picolinsäure,
Picolin, Furancarbonsäure, Furfural, Furylalkohol, Carbazol, 9H-pyrido[3,4-&bgr;]indol,
Isoquinolin, Pyrrol, Thiophen, Furan-9(10H)-acridon, Phenoxazin und Phenothiazin,
von denen jedes jeweils gegebenenfalls substituiert sein kann, wie oben bereits
beschrieben.
Der Begriff „quaternäres Ammoniumsalz" bezieht sich auf quaternäre
Ammoniumsalze von Aminoverbindungen und Heteroarylverbindungen, wie oben beschrieben,
geformt durch die Reaktion der Aminoverbindung oder der Heteroarylverbindung mit
einem elektrophilen Reagens wie ein Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Cycloalkylalkyl, Aralkyl
oder Aralkynyl, Halid, Tosylat, Sulfat, Mesylat oder Ähnliche. Spezifische Beispiele
von elektrophilen Reagenzien beinhalten Methyliodid, Ethyliodid, n-butyliodid und
Phenethyliodid.
Der Begriff „EDA" bezieht sich auf Ethylendiamin.
Der Begriff „pharmazeutisch annehmbare Ester oder Salze" bezieht
sich auf Ester oder Salze der Formel I, die von der Kombination einer Verbindung
dieser Erfindung mit einer organischen oder anorganischen Säure oder einer Base
abgeleitet ist. Basische Salze werden gebildet durch das Vermischen einer Lösung
einer bestimmten Verbindung der vorliegenden Erfindung mit einer Lösung einer pharmazeutisch
annehmbaren, nichtgiftigen Base wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumbicarbonat,
Natriumcarbonat oder einer Aminoverbindung wie Cholinhydroxid, Tris, bis-Tris, N-methylglucamin,
Arginin und Ähnliche. Saure Salze werden gebildet durch die Vermischung einer Lösung
einer bestimmten Verbindung der vorliegenden Erfindung mit einer Lösung einer pharmazeutisch
annehmbaren, nichtgiftigen organischen Säure oder dioischen Säure wie Essigsäure,
Propionsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Ascorbinsäure, Pimelinsäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Bismethylen-Salicylsäure, Methansulfonsäure, Ethandisulfonsäure, Oxalsäure,
Weinsäure, Salicylsäure, Zitronensäure, Gluconsäure, Itaconsäure, Glycolsäure, p-aminobenzonsäure,
Asparaginsäure, Glutaminsäure, Gammaaminobuttersäure, &agr;-(2-Hydroxyethylamino)propionsäure,
Glyzin und andere &agr;-Aminosäuren, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Glucuronsäure
und 1-Methyl-1,4-dihydronicotinsäure. Ester werden aus steroidalen Alkoholen und
einer entsprechend aktivierten Säure gebildet. Ester werden hierin weiter besprochen.
Der Begriff „dioische Säuren" bezieht sich auf C1-5-Alkylengruppen,
substituiert mit zwei Carboxygruppen, zum Beispiel Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure, Pimelinsäure und Suberinsäure. Hemiestersalze der dioischen Säuren
beinhalten die Natrium-, Lithium-, Kalium-, Magnesium- und Kalziumsalze hieraus.
Gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten Ketale Diether von niedrigen
Alkanolen, z. B. Dimethyl und Diethylketale, sowie cyclische Ketale, die Diether
von C2-3 Alkandiolen enthalten, die gegebenenfalls substituiert sein
können, z. B. Ethylenketale und Propylenketale.
Im weitesten Sinne bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Steroidderivate
mit der allgemeinen Formel I:
oder einem pharmazeutisch annehmbaren 3-Ester davon,
worin:
R eines von Wasserstoff, Amino, Thio, Sulfinyl, Sulfonyl, Halogen, C1-10
Alkoxy, substituiertes Alkyl, Alkenyl, oder substituiertes Alkynyl ist;
R1 eines von: Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Haloalkyl, Dihaloalkyl,
Trihaloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Aralkynyl, Alkoxyalkyl, Aminoalkyl,
Cyano, Cyanoalkyl, Thiocyanoalkyl, Azidoalkyl, gegebenenfalls substituiertes Arylalkyl,
Arylalkenyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, gegebenenfalls substituiertes Aralkylalkynyl,
Alkanyloxyalkynyl, gegebenenfalls substituiertes Heteroaryloxyalkynyl, Oxoalkynyl
oder ein Ketal hiervon, Cyanoalkynyl, gegebenenfalls substituiertes Heteroarylalkynyl,
Hydroxyalkynyl, Alkoxyalkynyl, Aminoalkynyl, Acylaminoalynyl, Mercaptoalynyl, Hydroxyalkynyl
dioische Säureemiester oder ein Salz davon oder Alynyloxyalkynyl ist.
R2 eines von Wasserstoff, Alkoxy, eine Ketogruppe oder Dimethylaminogruppe
ist.
R3 eines von gegebenenfalls substituiertem Alkoxy, Alkenyloxy, Alkynyloxy,
gegebenenfalls substituieres Aryloxy, gegebenenfalls substituiertes Arylalkyloxy
ist.
R4 Wasserstoff oder Methyl ist.
R5, R6, R7, R8, R9 und R10
sind jeweils Wasserstoff;
und die gepunkteten Linien stehen jeweils für Einzelbindungen;
Vorausgesetzt:
wenn R3 C1-6 Alkoxy oder C1-6 substituiertes Alkoxy
oder C1-6-Alkenyloxy und R Wasserstoff oder &agr;-Methyl ist,
dann ist R1 ein anderer Stoff als Wasserstoff; und
wenn R3 C1-4Alkoxy(C1-4)alkoxy ist, dann ist R1
ein anderer Stoff als Wasserstoff oder 1-Propynyl;
Der Begriff „substituiert" oder „gegebenenfalls substituiert"
ist wie zuvor definiert.
Die vorliegende Erfindung beinhaltet auch pharmazeutisch annehmbare
Ester und Salze der Verbindungen von Formel I, einschließlich Säureadditionssalzen.
Man glaubt, dass das 3&agr;-Hydroxyl auch als ein pharmazeutisch annehmbarer Ester
getarnt sein kann, aufgrund der Tatsache, dass der Ester abgespaltet werden wird,
wenn die Wirkstoffvorstufe zum Wirkstoff umgewandelt wird. Diese werden hierin als
spaltbare Ester bezeichnet.
Bevorzugte Werte für alle Formen der Erfindung
Jeder der bevorzugten Werte für die folgenden Gruppen bezieht sich
auf alle Formen der vorliegenden Erfindung, wenn nicht anderweitig genauer beschrieben.
Bevorzugte Verbindungen der Formel I beinhalten Verbindungen, worin R Wasserstoff
oder niedriges Alkoxy ist, wobei Wasserstoff mehr bevorzugt ist; R3 ist
wie oben definiert und ist vorzugsweise eine der Gruppen, die hierin unten beschrieben
werden; und R1 ist substituiertes Arylalkynyl, z. B. R1 ist
4-substituiertes Phenylalkynyl wie 4-Acetylphenylethynyl, 4-Methoxyphenylethynyl,
4-N,N-Dimethylaminophenylethyny 4-Cyanophenylethynyl, 4-Carboxyphenylethynyl Ethylester,
4-N,N-dialkylamidophenylethynyl, oder worin R1 Oxoalkynyl, Hydroxalkynyl,
Acetoxyalkynyl, Cyanoalkynyl oder Alkoxyalkynyl ist.
Zusätzliche bevorzugte Verbindungen sind Verbindungen der Formel I,
worin R Wasserstoff, Halo, niedriges Alkoxy, Alkynyl oder substituiertes Alkynyl
ist; R1 ist substituiertes Arylethynyl; R2 ist Wasserstoff,
eine Ketogruppe oder eine Dimethylaminogruppe, und R4 ist Wasserstoff
oder Methyl.
Die bevorzugteren neuroaktiven Steroide entsprechend diesem Aspekt
der vorliegenden Erfindung beinhalten
3&bgr;-(4'-acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan;
3&bgr;-(4'-carboxylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstanethylester;
3&bgr;-(4'-acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-carboxylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstanethylester;
3&bgr;-(4'-acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-19-norandrostan;
3&bgr;-(4'-carboxylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-19-norandrostanethylester;
3&bgr;-(4'-dimethylaminophenyl)ethynyl-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan; 3&bgr;-(4'-biphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&agr;-hydroxy-3&bgr;-(4'-methoxyphenyl)ethynyl-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-trifluormethylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-chlorphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-[4'(R/S)-hydroxypentynyl]-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-hydroxybutynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan, 3&bgr;-(4'-hydroxybutynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan;
und 3&agr;-hydroxy-3&bgr;-[3-(2'H-1,2,3-triazol-2'-yl)-1-propynyl]-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan.
Die insbesondere bevorzugten neuroaktiven Steroide entsprechend diesem
Aspekt der vorliegenden Erfindung beinhalten 3&bgr;-(4'-Acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan;
3&bgr;-(4'-Acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'carboxylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstanethylester;
3&bgr;-(4'-carboxyphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstanethylester;
3&bgr;-(4'-dimethylaminophenyl)ethynyl-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan; 3&bgr;-(4'-biphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-hydroxybutynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan; 3&bgr;-(4'-hydroxybutynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan;
3&agr;-hydroxy-3&bgr;-[3-(2'H-1,2,3-triazol-2'-yl)-1-propynyl]-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan;
3&bgr;-(4'-acetylphenyl)ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-19-norandrostan;
und 3&bgr;-[4'(R/S)-hydroxypentynyl]-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan.
Synthetische Methoden
Die Verbindungen gemä&bgr; der Erfindung können durch jedes geeignete
Verfahren hergestellt werden, z. B. durch den Gebrauch konventioneller Techniken
wie die in Djerassi, Steroid Reactions, Holden-Day, Inc. San Francisco (1963) oder
Fried and Edwards, Organic Reactions in Steroid Chemistry, Van Nostrand-Reinhold
Co., New York (1972) beschriebenen.
Die C17 Ether der vorliegenden Erfindung sind aus 17&bgr;-Hydroxy
Verbindungen durch Methoden hergestellt worden, die bei Fachleuten zur Herstellung
von Ethern aus den entsprechende Alkoholen gut bekannt sind. Die meisten dieser
Verfahren sind in Larock, Comprehensive Organic Transformations VCH Publishers,
New York (1959) beschrieben. Die 17&bgr;-Hydroxy Ausgangsstoffe sind Fachleuten
für diese Art der Herstellung gut bekannt. Es ist ratsam, die 3-keto Gruppe durch
vorherige Bildung eines Ketals zu schützen. Das Ketal kann dann durch bekannte Verfahren
zur Reaktion gebracht werden, so dass es den C17 Ether und das Ketal bildet, das
hydrolysiert wird, um die 3-keto-17-ether Verbindungen zu erhalten. Zahlreiche Nucleophile
können zu dem 3-on dieser Verbindungen gegeben werden, um die 3&bgr;-substituierten-3&agr;-hydroxy-C17-ether
Derivate zu erhalten.
Eine weitere Methode zum Erzielen der C17-Ether ist die Nutzung von
C17-Ketalen, gewonnen aus den entsprechenden C17-onen, mit Lithiumaluminiumhydrid
und AlCl3, wie von Cross et al., Steroids 5: 557 (1965) beschrieben.
Die Phenylethynyl-Substituenten können durch Palladium (Pd) durch
katalysiertes Verbinden der entsprechenden Ethynylderivate mit Phenyliodiden oder
Phenylbromiden im Beisein eines Amins hergestellt werden.
Pharmazeutische Verwendungen
Die Verbindungen dieser Erfindung und jene, die dafür verwendet werden,
das sind die ungiftigen, pharmazeutisch annehmbaren, natürlichen und synthetischen,
direkt wirkenden und „Wirkstoffvorstufen-" Formen von Steroidderivaten, haben
bisher nicht gekannte Wirkungen im Gehirn am GABAA Rezeptorkomplex. Die
vorliegende Erfindung zieht einen Vorteil aus der Entdeckung dieses bisher unbekannten
Mechanismus und dieser Wirkung.
Die pharmazeutischen Zusammensetzungen dieser Erfindung sind in konventionellen
Dosierungseinheitsformen durch Einbringen einer aktiven Verbindung der Erfindung
oder einer Mischung aus solchen Verbindungen mit einem ungiftigen pharmazeutischen
Träger gemäß der anerkannten Verfahren und in einer ungiftigen Menge hergestellt,
die ausreicht, um die erwünschte pharmakodynamische Wirkung bei einem Subjekt, Tier
oder Menschen, hervorzurufen. Vorzugsweise enthält die Zusammensetzung den Wirkstoff
in einer wirksamen, aber ungiftigen Menge, ausgewählt aus ungefähr 1 mg bis ungefähr
500 mg des Wirkstoffs pro Dosierungseinheit. Diese Menge ist abhängig von der genauen
biologischen Wirkung, die gewünscht wird, und der körperlichen Verfassung des Patienten.
Der eingesetzte pharmazeutische Träger kann, zum Beispiel, entweder
ein fester, ein flüssiger oder ein zeitverzögernd freisetzender sein (siehe z. B.
Remington's Parmaceutical Sciences, 14. Ausgabe (1970)). Repräsentable Feststoffträger
sind Laktose, Terra alba, Sukrose, Talcum, Gelatine, Agar, Pectin, Akazie, Magnesiumstearat,
Stearinsäure, mikrokristalline Zellulose, Polymerhydrogele und ähnliche. Typische
Flüssigträger sind Propylenglykol, Glykofurol, wässrige Lösungen aus Cyclodextrinen,
Sirup, Erdnussöl und Olivenöl und ähnliche Emulsionen. In ähnlicher Weise kann der
Träger oder Verdünner jegliches zeitverzögernde Material, das in diesem Bereich
bekannt ist, enthalten, so wie Glycerolmonostearate oder Glyceroldistearate allein
oder mit Wachs, Mikrokapseln, Mikrosphären, Liposomen und/oder Hydrogelen.
Eine große Vielzahl pharmazeutischer Formen kann eingesetzt werden.
Daher kann bei Gebrauch eines Feststoffträgers die Aufbereitung zusatzfrei zermahlen
mikronisiert, in Öl, als Tabletten, in eine harte Gelatine gelegt oder als enterische
Kapsel in Form mikronisierten Pulvers oder eines Pellets, oder in Form einer Pastille
oder einer Pille sein. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auch in
Form von Zäpfchen zur rektalen Verabreichung gegeben werden. Die Verbindungen können
mit Stoffen wie Kakaobutter und Polyethylenglycol oder anderen passenden, nichtreizenden
Materialien gemischt werden, die bei Raumtemperatur fest, bei rektaler Temperatur
jedoch flüssig sind. Bei Gebrauch eines Flüssigträgers kann das Präparat die Form
einer Flüssigkeit haben, so wie eine Ampulle, oder einer wässerigen oder nichtwässrigen
Flüssigsuspension. Für flüssige Dosierungsformen werden auch pharmazeutisch annehmbare
Konservierungsmittel benötigt. Außerdem sind aufgrund der niedrigen Dosierung, die
auf der Grundlage dieser Daten benötigt wird, die parentale Verabreichung, das Nasenspray,
die sublinguale und bukkale Verabreichung und zeitverzögernd freisetzende Pflaster
ebenfalls geeignete pharmazeutische Formen zur topischen Verabreichung.
Das Verfahren zur Auslösung von anxiolytischen, antikonvulsiven, stimmungsverändernden
(wie z. B. anti-depressiven) oder sedativen Wirkungen gemäß dieser Erfindung umfasst
die Verabreichung einer Verbindung der Erfindung an eine Versuchsperson oder ein
Versuchstier, das eine solche Wirkung benötigt. Gewöhnlich wird diese Verbindung
in einer Zusammensetzung wie den oben beschriebenen, mit einem pharmazeutischen
Träger und in einer ungiftigen Menge hergestellt, die ausreicht, um die genannte
Wirkung zu erreichen.
Während der Menses variiert der Spiegel der abgesonderten Progesteronmetaboliten
ungefähr um das Vierfache (Rosciszewska et al., J. Neurol. Neurosurg. Psych. 49:
47–51 (1986)). Daher beinhaltet die Therapie zur Kontrolle der Symptome der
Patientin das Aufrechterhalten eines höheren Spiegels des Progesteronmetaboliten,
als es normalerweise in der prämenstruellen Phase bei PMS Patientinnen der Fall
ist. Die Plasmaspiegel von aktiven und größeren Metaboliten werden bei der Patientin
prä- und postmenstruell überwacht. Die Menge der Verbindungen der Erfindung, die
entweder einzeln oder als Mischung verabreicht wird, wird daher so berechnet, dass
ein Spiegel erreicht wird, der gleich der GABAA-Rezeptoraktivität oder
höher als der Spiegel der Progesteronmetaboliten bei einer gesunden Frau während
der prämenstruellen Phase ist.
Die Methode, bei der Schlaf herbeigeführt wird und dabei grundsätzlich
der Anteil des REM-Schlafs beim normalen Schlaf aufrechterhalten wird, worin wesentliche
Reaktionen in Form von Rebound-Schlafstörungen gemäß der vorliegenden Erfindung
nicht ausgelöst werden, beinhaltet die Verabreichung einer wirksamen Menge eines
Steroidderivats wie die hierin beschrieben an eine Versuchsperson, die diese Wirkung
benötigt. Die Verbindungen der Erfindung können den Nicht-REM-Schlaf und die Gesamtschlafzeit
verlängern, ohne den Anteil des REM Schlafs wesentlich zu beeinträchtigen. Rebound-Schlafstörungen
sind definiert als Reduzierung des Nicht-REM-Schlafes, nachdem die schlaffördernde
Wirkung der Behandlung auf ein Kontrollniveau reduziert wurde. Methoden zur Einschätzung
der Wirkungen der Verbindungen der Erfindung auf REM und Nicht-REM-Schlaf sind in
WO 94/27608, veröffentlicht am 8. Dezember 1994, beschrieben, deren Inhalt durch
Bezugnahme in vollem Umfang hierin aufgenommen wird.
Der Weg der Verabreichung kann jeder Weg sein, der die aktive Verbindung
wirksam zu den GABAA-Rezeptoren transportiert, die stimuliert werden
sollen. Die Verabreichung kann parenteral, enteral, rektal, intravaginal, intradermal,
intramuskulär, sublingual oder nasal erfolgen; oral, intramuskulär und dermal sind
zu bevorzugen. Eine Dosis in einem Pflaster kann zum Beispiel den Wirkstoff für
einen Zeitraum von bis zu einer Woche an den Patienten abgeben. Der parenterale
Weg wird jedoch bevorzugt im Falle des Status epilepticus genutzt.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen das Verfahren und die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung, bedeuten jedoch keine Beschränkung darauf. Andere geeignete
Modifikationen und Anpassungen der Vielzahl von Umständen und Parametern, auf die
man normalerweise stößt und die für Fachleute offensichtlich sind, entsprechen dem
Sinn und Umfang der Erfindung.
Beispiel 13&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-(3'-methylbut-3'-en-1'ynyl)-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 2-Methyl-1-buten-3-yn (150 mg, 0,21 ml, 2,25 mmol)
in trockenem THF (20 ml) wurde mit n-BuLi (2,5 M in THF, 2,25 mmol, 0,9 ml) bei
–70°C behandelt. Nachdem die Mischung bei –75°C für 0,5 Std.
gerührt wurde, wurde eine Lösung aus 17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan-3-on (228
mg, 0,75 mmol) in THF (20 ml) hinzugefügt und die Mischung bei –78°C für
30 min gerührt. Das Kühlungsbad wurde entfernt und die Mischung wurde mit NH4Cl
Lösung (2 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand
mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen.
Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie
gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde
dann in einer kleinen Menge CH2Cl2 aufgelöst und auf eine
Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit Hexan : Azetonmischung (9 : 1) ergab
3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-(3'-methylbut-3'-en-1'-ynyl)-5&bgr;-androstan
(133 mg) in Form eines farblosen Feststoffs; Schmelzpunkt 145–147°C; TLC
Rf (Hexan : Azeton 85 : 15) = 0,21.
Beispiel 23&agr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
und 3&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 3-Butyn-1-ol (0,114 ml, 1,5 mmol) in trockenem THF
(15 ml) wurde mit n-BuLi (1,2 mL, 2,5 M in THF, 3 mmol) bei –75°C behandelt.
Nachdem die Mischung bei –78°C für 0,5 Std. gerührt wurde, wurde eine
Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&bgr;-androstan-3-on (152 mg, 0,5 mmol) in THF (20 ml)
dazugegeben und die Mischung bei –78°C für 5 min gerührt. Das Kühlungsbad
wurde dann entfernt und die Mischung wurde bei Raumtemperatur 45 min lang weitergerührt.
Die Mischung wurde dann mit NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel
wurden entfernt und der Rückstand mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde
mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach der Trocknung über anhyd. MgSO4
wurde die Lösung gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu gewinnen. Dieses
Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge CH2Cl2 aufgelöst
und auf eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit Toluen : Azetonmischung
(4 : 1) ergab 3&agr;-(4'Hydroxy-1'-butynyl)-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(20 mg), und dann 3&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(70 mg) in Form eines farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 132–134°C; TLC
Rf (Toluen : Azeton 4 : 1) = 0,19.
Beispiel 33&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
4'-hemisuccinat und Natriumsalz davon
Eine Lösung aus 3&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(350 mg, 0,93 mmol) in Pyridin (6 ml) wurde mit Bernsteinsäureanhydrid (372 mg,
3,7 mmol) und 4-(NN-Dimethyl)aminopyridin (20 mg) behandelt. Die Mischung wurde
für drei Stunden auf 70–75°C erhitzt. Das TLC zeigte 100% Umwandlung.
Die Mischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und in eiskalte 2 N HCl gegossen.
Die organischen Anteile wurden mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde
mit 0,2 N HCl, Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach der Trocknung über anhyd. MgSO4
wurde die Lösung gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu gewinnen. Dieses
Rohprodukt wurde danach in einer kleinen Menge CH2Cl2 aufgelöst
und auf eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit Hexan : Azeton Mischung
(7 : 3) ergab 3&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
4'-hemisuccinat (360 mg).
Eine Mischung aus dem oben genannten Hemisuccinat (360 mg 0,76 mmol),
NaHCO3 (64 mg 0,76 mmol), Wasser (3 ml) und CH2Cl2
(5 ml) wurde bei Raumtemperatur eine Stunde lang gerührt. Das Lösungsmittel wurde
entfernt und der Rückstand wurde in Azeton (5 ml) suspendiert. Der weiße Feststoff
wurde dann durch Filtration gesammelt und getrocknet, um das Natriumsalz in Form
eines farblosen Feststoffes (210 mg) zu gewinnen.
Beispiel 43&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
und 3&agr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 3-Butyn-1-ol (0,15 ml, 2 mmol) in trockenem THF (15
ml) wurde mit n-BuLi (1,6 ml, 2,5 M in THF, 4 mmol) bei –75°C behandelt.
Nachdem die Mischung bei –78°C 0,5 Stunden lang gerührt worden war, wurde
eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3-on (304 mg, 1 mmol) in THF (20
ml) hinzugefügt, und die Mischung wurde bei –78°C 5 min lang gerührt.
Das Kühlungsbad wurde dann entfernt und es wurde bei Raumtemperatur für 45 min weitergerührt.
Die Mischung wurde dann mit NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel
wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht
wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nach der Trocknung über anhyd. MgSO4
wurde die Lösung gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu gewinnen. Dieses
Rohprodukt wurde danach in einer kleinen Menge CH2Cl2 aufgelöst
und auf eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit Toluen : Azeton Mischung
(4 : 1) ergab 3&bgr;-(4'-Hydroxy-1'-butynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(50 mg); Schmelzpunkt 184–186°C; TLC Rf (Toluen : Azeton 4
: 1) = 0,35; und danach 3&agr;-(4'Hydroxy-1'-butynyl)-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(225 mg) in Form eines farblosen Feststoffs; Schmelzpunkt 185–187°C; TLC
Rf (Toluen : Azeton 4 : 1) = 0,24.
Beispiel 53&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-methyl-5&agr;-androstan
und 3&bgr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&agr;-methyl-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3-on (101 mg, 0,33
mmol) in trockenem THF (20 ml) wurde mit MeLi (1 ml, 1,5 M in THF, 1,5 mmol) bei
–75°C behandelt. Nachdem die Mischung bei –78°C 0,5 Std. lang
gerührt worden war, wurde sie mit NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die
Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die
organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung
über anhydr. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert,
um das Rohprodukt zu gewinnen. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge
CH2Cl2 aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die
Eluierung mit Toluen : Azeton Mischung (95 : 5) ergab 3&bgr;-Methyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(35 mg); Schmelzpunkt 151–154°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7 :
3) = 0,43; und dann 3&agr;-Methyl-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(30 mg) in Form eines farblosen Feststoffs; TLC Rf (Hexan : Azeton 7
: 3) = 0,27.
Beispiel 63&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-trifluoromethyl-5&agr;-androstan
und 3&bgr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&agr;-trifluoromethyl-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3-on (220 mg, 0,75
mmol) in trockenem THF (20 ml) wurde mit Trifluoromethyltrimethylsilan (3 ml, 0,5
M in THF, 1,5 mmol) und Tetrabutylammoniumfluorid (TBAF) (10 mg) bei 0°C behandelt.
Nachdem die Mischung bei 23°C 2 Std. lang gerührt worden war, wurde die Mischung
wieder auf 0°C gekühlt. Eine Lösung aus TBAF (1 M in THF, 2 ml, 2 mmol) wurde
hinzugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur für 10 min gerührt, danach mit
NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und
der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser
und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4 getrocknet
worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses
Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst
und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Etyhlacetat
Mischung (9 : 1) ergab 3&bgr;-Trifluoromethyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(9 mg), TLC Rf (Hexan : EtOAc 8 : 2) = 0,51; und dann 3&agr;-Trifluoromethyl-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(170 mg) in Form eines farblosen Feststoffes; TLC Rf (Hexan : EtOAc 8
: 2) = 0,45.
Beispiel 73&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-trifluoromehtyl-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&bgr;-androstan-3-on (304 mg, 1 mmol)
in trockenem THF (20 ml) wurde mit Trifluoromethyltrimethylsilan (7 ml, 0,5 M in
THF, 3,5 mmol) und Tetrabutylammoniumfluorid (TBAF) (10 mg) bei 0°C behandelt.
Nachdem die Mischung bei 23°C 2 Std. lang gerührt worden war, wurde die Mischung
wieder auf 0°C gekühlt. Eine Lösung aus TBAF (1 M in THF, 3,5 ml, 3,5 mmol)
wurde hinzugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 10 min lang gerührt, danach
mit NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt
und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser
und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4 getrocknet
worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses
Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst
und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Etyhlacetat
Mischung (9 : 1) ergab 3&bgr;-Trifluoromethyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(220 mg); Schmelzpunkt 122–127°C; TLC Rf (Hexan : EtOAc 8 :
2) = 0,38.
Eine Lösung aus 17&bgr;-Hydroxy-5&agr;-androstan-3-on (130 mg, 0,42
mmol) in trockenem THF (15 ml) wurde mit Lithium tri(tert-Butoxy)aluminiumhydrid
(1 ml, 1 M in THF, 1 mmol) bei –73°C behandelt. Nachdem die Mischung bei
–75°C 3 Std. lang und danach bei –10°C 1,5 Std. lang gerührt
worden war, wurde die Mischung mit NaOH Lösung (1 N, 2 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel
wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht
wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4
getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu
erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2
aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung
mit einer Toluen : Azeton Mischung (9 : 1) ergab 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(107 mg); Schmelzpunkt 151–156°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7
: 3) = 0,18.
Eine Lösung aus 17&bgr;-Hydroxy-5&agr;-androstan-3-on cyclisch 3-(1,2-ethanediyl
Acetal) (1,03 g, 3 mmol) in trockenem THF (20 ml) wurde mit KOt-Bu (12 ml, 1 M in
THF, 12 mmol) bei 23°C behandelt. Nachdem die Mischung bei 55°C 2,5 Std.
lang gerührt worden war, wurde sie auf –50°C heruntergekühlt. Propargylbromid
(80% Lösung in Toluen, 1,3 ml, 11 mmol) wurde hinzugefügt und es wurde weiter gerührt
bei 50–55°C 2,5 Std. lang. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand
wurde mit Azeton (25 ml) behandelt. Nachdem die Mischung mit 2 N HCl angesäuert
worden war, wurde sie bei Raumtemperatur 15 Std. lang gerührt. Die Mischung wurde
mit 2 N NaOH Lösung neutralisiert. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand
wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4 getrocknet worden war,
wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt
wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst und
über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung
(8 : 2) ergab 17&bgr;-(2-Propynyloxy)-5&agr;-androstan-3-on (700 mg).
Referenzbeispiel 103&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-17&bgr;-(2-propynyloxy)-5&agr;-androstan
und 3&bgr;-Hydroxy-3&agr;-methyl-17&bgr;-(2-propynyloxy)-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 17&bgr;-(2-Propynyloxy)-5&agr;-androstan-3-on (230
mg, 0,7 mmol) in trockenem THF (20 ml) wurde mit MeLi (5 ml, 1 M in THF, 5 mmol)
bei –70°C behandelt. Nachdem die Mischung bei –70°C 0,5 Std.
lang gerührt worden war, wurde das Kühlungsbad entfernt und sie wurde auf 10°C
erwärmt. Die Mischung wurde mit NH4Cl Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die
Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die
organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung
über anhydr. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert,
um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge
von CH2Cl2 aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen.
Die Eluierung mit einer Toluen : Azeton Mischung (98 : 2) ergab 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-17&bgr;-(2-propynyloxy)-5&agr;-androstan
(40 mg); TLC Rf (Toluen : Azeton 95 : 5) = 0,31; und danach 3&bgr;-Hydroxy-3&agr;-methyl-17&bgr;-(2-propynyloxy)-5&agr;-androstan
(70 mg) in Form eines farblosen Feststoffes; TLC Rf (Hexan : Azeton 7
: 3) = 0,27.
Eine Lösung aus 4-Iodoacetophenon (16 mg, 0,06 mmol), 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-17&bgr;-(2-propynyloxy)-5&agr;-androstan
(22 mg, 0,06 mmol) in trockenem entgastem Triethylamine (1 ml) wurde unter Argon
bei 23°C gerührt. Bis(triphenylphosphin)palladiumchlorid (2 mg) und CuI (2 mg)
wurden hinzugefügt und die Mischung wurde bei dieser Temperatur 45 Min. lang gerührt.
CH2Cl2 (4 ml) wurde hinzugefügt und die Mischung wurde bei
23°C 1 Std. lang gerührt. Das TLC zeigte 100% Umwandlung des Ausgangsstoffes
an, daher wurde das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand durch Chromatographie
auf Kieselerdengel gereinigt. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung (85
: 15) ergab 17&bgr;-[3-(4-Acetylphenyl)-2-propynyloxy]-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methyl-5&agr;-androstan
(19 mg) in Form eines farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 52–55°C; TLC
Rf (Hexan : Azeton 85 : 15) = 0,15
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-5&agr;-androstan-17-on zyklisch 17-(1,2-ethynediyl
Acetal) (166 mg, 0,5 mmol) in trockenem THF (10 ml) wurde mit LAH (18 ml, 0,5 mmol)
und AlCl3 (266 mg, 2 mmol) bei 23°C behandelt. Nachdem die Mischung
bei 45°C 2 Std. lang gerührt worden war, wurde sie mit NH4Cl Lösung
(2 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit
EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit verd. HCl, Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4 getrocknet
worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses
Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst
und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung
(8 : 2) ergab 17&bgr;-(2-Hydroxyethoxy)-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstan (123 mg);
Schmelzpunkt 181–183°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7 : 3) = 0,31.
Eine Lösung aus 1,2-Dibromethylen (1,6 ml, 3,7 g 19,71 mmol) in trockenem
THF (10 ml) wurde mit n-BuLi (16,4 ml, 2,4 M in THF, 39,4 mmol) bei –75°C
behandelt. Nachdem die Mischung bei –78°C 0,25 Std. lang gerührt worden
war, wurde eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&bgr;-androstan-3-on (2 g, 6,57 mmol)
in THF (20 mL) hinzugegeben und die Mischung wurde bei –78°C für 15 min
gerührt. Danach wurde das Kühlungsbad entfernt und die Mischung wurde mit einer
NH4Cl Lösung (3 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und
der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser
und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhydr. MgSO4 getrocknet
worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses
Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst
und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Toluen : Azeton Mischung
(95 : 5) ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan (1,7
g) in Form eines farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 62–65°C; Rf
(Toluen : Azeton 95 : 5) = 0,23.
Beispiel 143&bgr;-(4'-Acetylphenylethynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 4-Iodoacetophenon (112 mg, 0,45 mmol) und 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(150 mg, 0,45 mmol) in trockenem, entgastem Triethylamin (1 ml) wurde unter Argon
bei 23°C gerührt. Bis(triphenylphosphin)palladiumchlorid (5 mg) und CuI (5 mg)
wurden hinzugefügt und die Mischung wurde bei dieser Temperatur 45 Min. lang gerührt.
CH2Cl2 (5 ml) wurde hinzugefügt und die Mischung wurde bei
23°C eine Stunde lang gerührt. Das TLC zeigte 100% Umwandlung des Ausgangsstoffes
an, daher wurde das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand wurde durch Chromatographie
auf Kieselerdengel gereinigt. Die Eluierung mit einer Hexan : EtOAc (7 : 3) ergab
3&bgr;-(4'-Acetylphenylethynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(130 mg) in Form eines farblosen Feststoffs; Schmelzpunkt 189–191°C; TLC
Rf (Hexan : Azeton 4 : 1) = 0,31.
Beispiel 153&agr;-Ethynyl-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
und 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 1,2-Dibromoethylen (1,7 ml, 21 mmol) in trockenem
THF (25 ml) wurde mit n-BuLi (16,8 ml, 2,5 M in THF, 42 mmol) bei –65°C
behandelt. Nachdem die Mischung bei –70°C 0,25 Std. lang gerührt worden
war, wurde eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3-on (2,128 g, 7 mmol)
in THF (22 ml) hinzugegeben und die Mischung wurde bei –78°C 30 Min. lang
gerührt. Das Kühlungsbad wurde dann entfernt und die Mischung wurde mit NH4Cl
Lösung (3 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand
wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie
gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde
dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst und über
eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Toluen : Azeton Mischung (95
: 5) ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan (100 mg)
in Form eines farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 138–145°C; TLC Rf
(Hexan : Azeton 7 : 3) = 0,45; und dann 3&agr;-ethynyl-3&bgr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(1,6 g) in Form eines farblosen Feststoffs.
Beispiel 163&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 1,2-Dibromoethylen (0,9 ml, 2,0 g, 10,85 mmol) in
trockenem THF (10 ml) wurde mit n-BuLi (9 ml, 2,4 M in THF, 21,7 mmol) bei –75°C
behandelt. Nachdem die Mischung bei –78°C 0,25 Std. lang gerührt worden
war, wurde eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan-3-on (1 g, 3,62
mmol) in THF (20 ml) hinzugegeben und die Mischung wurde bei –78°C 20
Min. lang gerührt. Das Kühlungsbad wurde dann entfernt und die
Mischung wurde mit NH4Cl Lösung (3 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel
wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht
wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4
getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu
erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2
aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Toluen
: Azeton Mischung (98 : 2) ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan
(750 mg) in Form eines farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 152–154°C;
TLC Rf (Hexan : Azeton 7 : 3) = 0,58.
Beispiel 173&bgr;-(4'Acetylphenylethynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 4-Iodoacetophenon (117 mg, 0,47 mmol) und 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan
(150 mg, 0,47 mmol) in trockenem, entgastem Triethylamin (1 ml) wurde unter Argon
bei 23°C gerührt. Bis(triphenylphosphin)palladiumchlorid (5 mg) und CuI (5 mg)
wurden hinzugefügt und die Mischung wurde bei dieser Temperatur 45 Min. lang gerührt.
CH2Cl2 (5 ml) wurde hinzugegeben und die Mischung wurde bei
23°C eine Stunde lang gerührt. Das TLC zeigte 100% Umwandlung des Ausgangsstoffes
an, daher wurde das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand wurde durch Chromatographie
auf Kieselerdengel gereinigt. Die Eluierung mit Toluen : Azeton (95 : 5) ergab 3&bgr;-(4'Acetylphenylethynyl)-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan
(105 mg) in Form eines farblosen Feststoffs; Schmelzpunkt 148–150°C; TLC
Rf (Hexan : Azeton 4 : 1) = 0,52.
Beispiel 183&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-trifluoromethyl-19-nor-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus 17&bgr;-Methoxy-19-nor-5&bgr;-androstan-3-on (300
mg, 1,08 mmol) in trockenem THF (15 ml) wurde mit Trifluoromethyltrimethylsilan
(5 ml, 0,5 M in THF, 2,5 mmol) und TBAF (5 mg) bei 0°C behandelt. Nachdem die
Mischung bei 23°C 2 Stunden lang gerührt worden war, wurde sie wieder auf 0°C
abgekühlt. Eine Lösung aus TBAF (1 M in THF, 3,5 ml, 3,5 mmol) wurde hinzugefügt.
Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 10 Min. lang gerührt und danach mit NH4Cl
Lösung (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand
wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung
gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war,
wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt
wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst und
über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung
(9 : 1) ergab 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-trifluoromethyl-19-nor-5&bgr;-androstan
(210 mg); Schmelzpunkt 40–42°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7 :
3) = 0,66.
Eine Lösung aus Trimethylsulfoxoniumiodid (2,42 mg, 11 mmol) und Kot-Bu
(1,12 g, 10 mmol) in trockenem THF (40 ml) wurde für 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde 17&bgr;-Methoxy-5&agr;-androstan-3-on
(2,432 g, 8 mmol) hinzugefügt und die Mischung wurde bei dieser Temperatur 3 Stunden
lang gerührt. Danach wurde sie mit Wasser (5 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel
wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht
wurde mit verd. HCl, Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd.
MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das
rohe 3(R)-Spiro-2'-oxiran-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan (2,5 g) zu gewinnen.
Dieses Rohprodukt wurde dann als solches für den nächsten Schritt benutzt.
Beispiel 203&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-(2-propynyl)-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus rohem 3(R)-Spiro-2'-oxiran-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(318 mg, 1 mmol) und Lithiumacetylid, EDA (95%, 485 mg, 5 mmol) in DMSO (10 ml)
wurde bei Raumtemperatur 15 Stunden lang gerührt. Sie wurde dann mit Wasser (30
ml) abgeschreckt und mit EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser
und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden
war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt
wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2
aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan :
Azeton Mischung (8 : 2) ergab 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-(2-propynyl)-5&bgr;-androstan
(200 mg); Schmelzpunkt 145–150°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7
: 3) = 0,6.
Beispiel 213&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-methoxymethyl-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus rohem 3(R)-Spiro-2'-oxiran-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(318 mg, 1 mmol) und Natrium (29 mg, 1,3 mmol) in MeOH (10 ml) wurde 2,5 Stunden
lang unter Rückfluß erhitzt. Sie wurde dann mit Wasser (1 ml) abgeschreckt. Die
Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die
organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung
über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um
das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge
von CH2Cl2 aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen.
Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung (8 : 2) ergab 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-3&bgr;-methoxymethyl-5&bgr;-androstan
(230 mg); Schmelzpunkt 93–99°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 7 :
3) = 0,56.
Beispiel 223&bgr;-Chloromethyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus rohem 3(R)-Spiro-2'-oxiran-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(318 mg, 1 mmol), Tetramethylammoniumchlorid (166 mg, 1,5 mmol) und Essigsäure (0,5
ml) in DMF (10 ml) wurde bei 90–95°C 2,5 Stunden lang gerührt. Sie wurde
auf Raumtemperatur abgekühlt und danach mit Wasser (25 ml) abgeschreckt. Nach der
Neutralisation mit 2 N NaOH wurde die Mischung mit EtOAc extrahiert. Die organische
Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem die Lösung über anhyd.
MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt
zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2
aufgelöst und über eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan :
Azeton Mischung (95 : 5) ergab 3&bgr;-Chloromethyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(138 mg); mp 138–145°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 8 : 2) = 0,26.
Beispiel 233&bgr;-Ethenyl-3&agr;-hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
Eine Lösung aus Trimethylsulfoniumiodid (632 mg, 3,1 mmol) in trockenem
THF (10 ml) wurde mit n-BuLi (2,5 M in THF, 3 mmol, 1,2 ml) bei –5°C behandelt.
Nachdem die Mischung bei 0°C 0,5 Stunden lang gerührt worden war, wurde eine
Lösung 3(R)-Spiro-2'oxiran-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan (318 mg, 1 mmol) in
THF (10 ml) hinzugefügt. Das Kühlungsbad wurde entfernt und die Mischung wurde bei
Raumtemperatur 2 Stunden lang gerührt. Sie wurde dann mit NH4Cl Lösung
(2 ml) abgeschreckt. Die Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit
EtOAc extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen.
Nachdem die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie
gefiltert und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde
dann in einer kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst und über
eine Kieselgelsäule gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung (7
: 3) ergab 3&bgr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan (220 mg) in Form eines
farblosen Feststoffes; Schmelzpunkt 104–111°C; TLC Rf (Hexan
: Azeton 7 : 3) = 0,5.
Beispiel 243&agr;-Hydroxy-2&bgr;-isopropoxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-isopropoxy-5&agr;-androstan-17-on
17-dimethylacetal (hergestellt durch die Epoxidöffnung von 2&agr;,3&agr;-Epoxy-5&agr;-androstan-17-on
mit Isopropoxid, gefolgt von Ketalisierung von 17-on) (490 mg, 1,25 mmol) in trockenem
THF (15 ml) wurde mit LAH (48 mg, 1,33 mmol) und AlCl3 (332 mg, 2,5 mmol)
bei –30°C behandelt. Nachdem die Mischung bei 23°C eine Stunde lang
gerührt worden war, wurde sie mit NH4Cl Lösung (2 ml) abgeschreckt. Die
Lösungsmittel wurden entfernt und der Rückstand wurde mit EtOAc extrahiert. Die
organische Schicht wurde mit verd. HCl, Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem
die Lösung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert
und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer
kleinen Menge von CH2Cl2 aufgelöst und über eine Kieselgelsäule
gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton Mischung (9 : 1) ergab 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-isopropoxy-17&bgr;-methoxy-5&agr;-androstan
(43 mg) in Form eines Schaums; TLC Rf (Hexan : Azeton 7 : 3) = 0,41.
Eine Lösung aus 21-Brom-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-(4-hydroxybutynyl)-5&bgr;-pregnan-20-on
(230 mg, 0,494 mmol), 4-Mercaptopyridin 90% (77 mg, 0,618 mmol), und Triethylamin
(86 &mgr;L, 0,618 mmol) in 10 ml Azetonnitril wurde bei Raumtemperatur für 3 Stunden
gerührt. Die Mischung wurde zwischen EtOAc und Wasser verteilt. Die organische Schicht
wurde mit sat. an. NaCl gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet und
in vacuo konzentriert. Der rohe Rückstand wurde einer Flash Column Chromatographie
ausgesetzt. Die Eluierung mit 35% → 50% Azeton in CH2Cl2
führte zur Gewinnung von 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-(4-hydroxybutynyl)-21-(pyrid-4-ylthio)-5&bgr;-pregnan-20-on
(196 mg) in Form eines gelben Schaums. TLC Rf (Azeton: CH2Cl2
45 : 55) = 0,36.
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&bgr;-pregnan-20-on
(62 mg, 0,145 mmol) und 1 ml Methyliodid in 5 ml EtOAc wurde bis zum Rückfluß einige
Stunden lang erhitzt, bis die Reaktion gemäß TLC abgeschlossen war. Die Mischung
wurde dann auf Raumtemperatur abgekühlt und in vacuo zu einem rohen Rückstand konzentriert.
Der Rückstand wurde mit Ether verrieben und unter Vakuum getrocknet, sodass er 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&bgr;-pregnan-20-on
N-methyliodid (70 mg) in Form eines orangefarbenen Feststoffes ergab.
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&agr;-pregnan-20-on
(29 mg, 0,068 mmol) und 100 &mgr;l Methyliodid in 5 ml THF wurde zum Rückfluß erhitzt.
Nach 15 Min. setzte sich ein Feststoff ab und das Erhitzen unter Rückfluß wurde
für einige Stunden fortgesetzt. Die Mischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und das überschüssige Methyliodid ließ man evaporieren. Der Feststoff wurde sodann
gefiltert, mit kaltem THF gewaschen, was zu einem 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&agr;-pregnan-20-on
N-methyliodid (26 mg) in Form eines hellen orangefarbenen Feststoffes führte.
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-propoxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&agr;-pregnan-20-on
(50 mg, 0,103 mmol) und 130 &mgr;l Methyliodid in 5 ml THF wurde einige Stunden
lang bis zum Rückfluß erhitzt, bis die Reaktion gemäß TLC abgeschlossen war. Die
Mischung wurde dann auf Raumtemperatur abgekühlt und in vacuo konzentriert, was
zu 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-propoxy-21-(pyrid-4-ylthio)-5&agr;-pregnan-20-onN-methyliodid
(64 mg) in Form eines hellgelben Feststoffes führte.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurden: 3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methyl-21-(4'-trimehtylammoniumphenoxy)-5&agr;-pregnan-20-on
Iodidsalz;
3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-propoxy-21-(4'-N,N,N-trimethylammoniumphenoxy)-5&agr;-pregnan-20-on
Iodidsalz; und
3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-21-(quinolin-6-yloxy)-5&agr;-pregnan-20-on N-methyliodid.
Eine Lösung aus 21-Bromo-3&bgr;-ethynyl-3&agr;-hydroxy-5&bgr;-pregnan-20-on
(150 mg, 0,356 mmol), 2-Mercaptoethanol (31 &mgr;l, 0,445 mmol) und Triethylamin
(62 &mgr;l, 0,445 mmol) in 5 ml THF wurde bei Raumtemperatur über Nacht gerührt.
Die Mischung wurde zwischen EtOAc und Wasser verteilt. Die organische Schicht wurde
mit sat. aq. NaCl gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet und in
vacuo konzentriert. Dies führte zu 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxyethylthio-5&bgr;-pregnan-20-on
(141 mg) in Form eines weißen Feststoffes; Schmelzpunkt 122–126°C; TLC
f (Hexan : Azeton 3 : 1) = 0,11.
Eine Lösung aus 21-Bromo-3&bgr;-ethynyl-3&agr;-hydroxy-5&bgr;-pregnan-20-on
(150 mg, 0,356 mmol), Mercaptoessigsäure (31 &mgr;l, 0,445 mmol) und Triethylamin
(124 &mgr;l, 0,89 mmol) in 5 ml DMF wurde bei Raumtemperatur einige Stunden lang
gerührt. Die Mischung wurde zwischen EtOAc und 2 N HCl verteilt. Die organische
Schicht wurde mit Wasser und sat. aq. NaCl gewaschen, mit Na2SO4
getrocknet und in vacuo zu einem Rückstand konzentriert. Der Rückstand wurde in
5 ml CH2Cl2 aufgelöst und 1 eq. Natriumbicarbonat in 1 ml
Wasser wurde hinzugefügt. Die Mischung wurde 30 min lang gerührt und danach bis
zur Trockenheit durch Hochvakuum konzentriert, was zu 3&bgr;-ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-thioethanoat-5&bgr;-pregnan-20-on
Natriumsalz (120 mg) in Form eines weißen Feststoffes führte; Zersetzung > 120°C.
Eine Lösung aus 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxyethylthio-5&bgr;-pregnan-20-on
(140 mg, 0,335 mmol), Schwefel-trioxid-trimethylamin-Komplex (100 mg, 0,736 mmol)
und Schwefel-trioxid-pyridin-Komplex (50 mg) in 4 ml Chloroform wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt. Der Feststoff wurde gefiltert und das Filtrat auf ein
kleines Volumen konzentriert. Der Rückstand wurde der Flash Säulen Chromatographie
ausgesetzt. Die Eluierung mit Chloroform : Methanol 85 : 15 ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-thioethansulfat-5&bgr;-pregnan-20-on
Trimethyl-Ammoniumsalz (69 mg) in Form eines Feststoffes; Zersetzung > 120°C
Eine Lösung aus 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-pregnan-20-on (50 mg, 0,115
mmol) und einem Schwefel-trioxid-trimethylamin-komplex (19 mg, 0,139 mmol) in 0,5
ml Pyridin wurde bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Die Mischung
wurde mit Chloroform verdünnt und mit 2 N HCl, sat. aq. NaCl gewaschen, mit Na2SO4
getrocknet und in vacuo zu einem rohen Rückstand konzentriert. Der Rückstand wurde
der Flash Säulen Chromatographie ausgesetzt. Die Eluierung mit Chloroform : Methanol
85 : 15 ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-thiopropansulfat-5&bgr;-pregnan-20-on
Natriumsalz (20 mg) in Form eines Feststoffs; TLC Rf (Chloroform : Methanol
85 : 15) = 0,12.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurde 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-propoxy-21-sulfonylpropansulfat-5&agr;-pregnan-20-on
Natriumsalz; TLC Rf (Chloroform : Methanol 85 : 15) = 0,15.
Eine Suspension aus 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxypropylthio-5&bgr;-pregnan-20-on
(90 mg, 0,208 mmol) und Natriumperiodat (~200 mg in 0,5 ml Wasser) in Methanol :
THF 3 : 1 wurde über Nacht von 0°C zu Raumtemperatur gerührt. Die Mischung wurde
auf ein kleines Volumen konzentriert und zwischen EtOAc und Wasser verteilt. Die
organische Schicht wurde mit sat. aq. NaCl gewaschen, mit Na2SO4
getrocknet und in vacuo konzentriert. Dies führte zu 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxypropylsulfinyl-5&bgr;-pregnan-20-on
(83 mg) in Form eines Schaums; TLC Rf (Hexan : Azeton 2 : 1) = 0,035.
Auf ähnliche Weise aufbereitet wurde 3&agr;-Hydroxy-2&bgr;-propoxy-21-sulfinylpropansulfonat-5&agr;-pregnan-20-on
Natriumsalz.
Eine Lösung aus 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxypropylsulfinyl-5&bgr;-pregnan-20-on
(65 mg, 0,145 mmol), mCPBA 57%–86% (42 mg) und einer Spatel Natriumbicarbonat
in 5 ml CH2Cl2 wurde über Nacht gerührt, so dass die Temperatur
der Mischung von 0°C auf Raumtemperatur stieg. Die Mischung wurde zwischen CH2Cl2
und aq. Natriumbicarbonat verteilt. Die organische Schicht wurde mit st. aq. NaCl
gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet und in vacuo zur Trockenheit
konzentriert. Dies ergab 3&bgr;-Ethynyl-3&agr;-hydroxy-21-hydroxypropylsulfonyl-5&bgr;-pregnan-20-on
(66 mg) in Form eines weißen Feststoffes; TLC Rf (CH2Cl2
: Azeton 1 : 1) = 0,61.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurde 3&agr;-Hydroxy-21-(3'-hydroxypropylsulfonyl)-2&bgr;-propoxy-5&agr;-pregnan-20-on;
TLC Rf (Hexan : Azeton 2 : 1) = 0,26.
Zu einer Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-21-bromo-5&bgr;-pregnan-20-on (300
mg, 0,76 mmol), in DMF (5 ml) wurden 3-Hydroxypyridin (215 mg, 2,227 mmol) und K2CO3
(313 mg, 2,27 mmol) hinzugefügt, und die erhaltene Mischung wurde bei 25°C 0,5
Stunden lang gerührt. Die Reaktionsmischung wurde dann in einen separaten Trichter
gegossen, der Wasser (30 ml) enthielt, und die Mischung wurde mit EtOAc (3 ×
35 ml) extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurden mit Wasser (2 × 25 ml)
gewaschen und danach über Na2SO4 getrocknet. Die Entfernung
des Lösungsmittels in vacuo ergab das Rohprodukt, das durch Flash Chromatographie
über Kieselgel gereinigt wurde, um das reine 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-3-yl)oxy-5&bgr;-pregnan-20-on
(50 mg) zu gewinnen; Schmelzpunkt 63–66°C; TLC Rf (MeOH : CH2Cl2
5 : 95) = 0,15.
Beispiel 362&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstana. 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androsan-17-onetosylhydrazon
Zu einer Mischung aus 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androsan-17-on
(700 mg, 2,0 mmol) und p-Toluensulfonhydrazid (450 mg, 2,4 mmol) wurde Ethanol (2
ml) hinzugefügt, und die erhaltene Mischung wurde unter Rückfluß 12 Stunden lang
erhitzt. Danach wurde die Reaktionsmischung in CH2Cl2 (150
ml) aufgelöst und mit Wasser (4 × 45 ml) gewaschen. Danach
wurde sie über Na2SO4 getrocknet. Die Entfernung des Lösungsmittels
in vacuo führte zum rohen 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstan-17-on
tosylhydrazon (1,113 g), welches ohne weitere Reinigung für den nächsten Schritt
verwendet. wurde.
b. 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstan
Zu einer Mischung aus 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstan-17-on
Tosylhydrazon (300 mg), NaBH3CN (144 mg) und p-Toluensulfonsäure (30
mg) wurden DMF und Sulfolan (1 : 1,3 ml) hinzugefügt und die erhaltene Mischung
wurde drei Stunden lang auf 110°C erhitzt. Dann wurden zusätzliche Mengen NaBH3CN
(144 mg) und p-Toluensulfonsäure (30 mg) hinzugefügt und die Mischung wurde für
eine weitere Stunde erhitzt. Danach wurde Wasser hinzugegeben und die Mischung wurde
mit EtOAc (2 × 45 ml) extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurde über Na2SO4
getrocknet, und das durch Entfernung des Lösungsmittels erhaltene Rohprodukt wurde
durch Flash Chromatographie über Kieselgel gereinigt, um das reine 2&bgr;-Isopropoxy-3&agr;-hydroxy-5&agr;-androstan
(37 mg) zu gewinnen; TLC Rf (EtOAc : Hexan 1 : 9) = 0,17.
Zu einer Lösung aus 5&bgr;-19-Noradrostan-3,17-dion (0,76 g, 2,77
mmol) in THF (30 ml) bei –78°C wurde eine Lösung aus Lithium Tri(tert-butoxy)aluminiumhydrid
hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dann in einen separaten Trichter gegossen,
der NH4Cl Lösung (50 ml) enthält, und das Produkt wurde mit EtOAc (3
× 50 ml) extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurden über Na2SO4
getrocknet, und die Entfernung des Lösungsmittels führte zum Rohprodukt, das durch
Flash Chromatographie über Kieselgel gereinigt wurde, um das reine 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-19-norandrostan-17-on
(605 mg) zu gewinnen; mp 159–161°C; TLC Rf (Hexan : Azeton
7 : 3) = 0,30.
b. 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-19-norandrostan
Zu einer Mischung aus 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-19-norandrostan-17-on
(0,59 g, 2,13 mmol) und p-Toluensulfonylhydrazid (480 mg, 2,6 mmol) wurde Ethanol
(2 ml) hinzugegeben und die erhaltene Mischung wurde 5 Stunden lang unter Rückfluß
erhitzt. Danach wurde die Reaktionsmischung in CH2Cl2 (100
ml) aufgelöst und mit Wasser (2 × 30 ml) gewaschen. Sie wurde dann über Na2SO4
getrocknet, und die Entfernung des Lösungsmittels in vacuo führte zum Rohprodukt
(1,0 g). Dieses Rohprodukt wurde mit NaBH3CN (555 mg) und p-Toluensulfonsäure
(68 mg), und einer Mischung aus DMF und Sulfolan (1 : 1, 10 ml) gemischt und die
erhaltene Mischung wurden zwei Stunden lang auf 130°C erhitzt. Danach wurde
eine zusätzliche Menge NaBH3CN (200 mg) und p-Toluensulfonsäure (30 mg)
hinzugegeben und das Ganze für eine weiter Stunde erhitzt. Danach wurde Wasser (80
ml) hinzugegeben und die Mischung wurde mit EtOAc (3 × 50 ml) extrahiert.
Die kombinierten Extrakte wurden über Na2SO4 getrocknet und
das durch Entfernung des Lösungsmittels erhaltene Rohprodukt wurde durch Flash Chromatographie
über Kieselgel gereinigt, um das reine 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-19-norandrostan (217
mg) zu gewinnen; Schmelzpunkt 129–132°C; TLC Rf (EtOAc : Hexan
1 : 9) = 0,30.
Zu einer Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-19-norandrostan (210 mg,
0,8 mmol) in CH2Cl2 (25 ml) wurden NaOAc (100 mg, 1,2 mmol)
und PCC (520 mg, 2,4 mmol) hinzugegeben, und die erhaltene Mischung wurde eine Stunde
lang bei 25°C gerührt. Danach wurde die Reaktionsmischung durch einen Polster
aus Florisil (15 g) in einen Buchner-Trichter gefiltert, der mit einem Lösungsmittelgemisch
aus Ether und CH2Cl2 (1 : 1, 70 ml) eluiert wird. Das Lösungsmittel
wurde dann in vacuo entfernt und das so erhaltene Rohprodukt wurde durch Flash Chromatographie
über Kieselgel gereinigt, um das reine 5&bgr;-19-Norandrostan-3-on (190 mg) zu gewinnen;
TLC Rf (EtOAc : Hexan 5 : 95) = 0,20.
b. 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-ethynyl-5&bgr;-19-norandrostan
Zu einer Lösung aus 1,2-Dibromoethylen (410 mg, 2,2 mmol) wurde n-BuLi
(2,5 M, 1,8 ml, 4,4 mmol) bei –78°C hinzugefügt, und die Reaktion wurde
bei dieser Temperatur 45 Min. lang gerührt. Dann wurde eine Lösung aus 5&bgr;-19-Norandrostan-3-on
(190 mg, 0,73 mmol) in THF (10 ml) tropfenweise hinzugefügt, um ein Lithiumreagens
zu erzeugen. Danach wurde die Reaktionsmischung in einen separaten Trichter gegossen,
der NH4Cl Lösung (50 ml) enthielt, und das Produkt wurde mit EtOAc (3
× 40 ml) extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurden über Na2SO4
getrocknet, und das durch Entfernung des Lösungsmittels erhaltene Rohprodukt wurde
durch Flash Chromatographie über Kieselgel gereinigt, um das reine 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-ethynyl-5&bgr;-19-norandrostan
(120 mg) zu gewinnen; Schmelzpunkt 152–154°C; TLC Rf (EtOAc
: Hexan 1 : 9) = 0,19.
Zu einer Mischung aus 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-ethynyl-5&bgr;-19-norandrostan
(120 mg, 0,42 mmol), 4-Iodoacetophenon (115 mg, 0,46 mmol), Bis(triphenylphosphin)palladium(II)chlorid
(katalytische Menge) und Kupfer(I)iodid (katalytische Menge) wurde Triethylamin
(1,5 ml) hinzugegeben und die erhaltene Mischung wurde unter Argon 45 Min. lang
gerührt, wobei der Kolben mit Aluminiumfolie umwickelt war. Danach wurde CH2Cl2
(5 ml) hinzugefügt und die Reaktion wurde drei Std. lang gerührt. Danach wurde das
Lösungsmittel in vacuo entfernt und der Rückstand wurde durch Flash Chromatographie
über Kieselgel gereinigt, um 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-(4'-acetylphenyl)ethynyl-5&bgr;-19-norandrostan
(37 mg) zu erhalten. TLC Rf (EtOAc : Hexan 15 : 85) = 0,2.
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan (250
mg, 0,82 mmol) in trockenem Pyridin (2 ml) wurde mit Isobutyrylchlorid (0,12 ml,
1,15 mmol) und N,N-Dimethylaminopyridin (5 mg) bei 5°C behandelt. Nachdem die
Mischung bei 5–10°C eine Stunde lang gerührt worden war, wurde sie mit
HCl Lösung (0,5 N, 25 ml) abgeschreckt. Die Mischung wurde mit EtOAc extrahiert.
Die organische Schicht wurde mit dil. HCl, Wasser und Salzlösung gewaschen. Nachdem
die Mischung über anhyd. MgSO4 getrocknet worden war, wurde sie gefiltert
und evaporiert, um das Rohprodukt zu erhalten. Dieses Rohprodukt wurde dann in einer
kleinen Menge CH2Cl2 aufgelöst und auf eine Kieselgelsäule
gegossen. Die Eluierung mit einer Hexan : Azeton-Mischung (9 : 1) ergab 3&agr;-Isobutyryloxy-17&bgr;-methoxy-5&bgr;-androstan
(266 mg); Schmelzpunkt 82–87°C; TLC Rf (Hexan : Azeton 9 :
1) = 0,6.
Eine Lösung aus 21-Bromo-3&agr;-hydroxy-5&bgr;-pregnan-20-on (500
mg, 1,26 mmol), 4-hydroxypyridin (144 mg, 1,51 mmol) und Triethylamin (200 &mgr;l)
in 10 ml THF wurde unter Rückfluß 4 Stunden lang erhitzt. Die Mischung wurde auf
Raumtemperatur heruntergekühlt und zwischen EtOAc und Wasser verteilt. Die organische
Schicht wurde mit sat. aq. NaCl gewaschen, mit MgSO4 getrocknet und in
vacuo konzentriert. Der rohe Rückstand wurde der Flash Säulen Chromatographie ausgesetzt.
Die Auswaschung mit 50% Azeton in CH2Cl2 erzielte 3&agr;-Hydroxy-21-(pyrid-4-yloxy)-5&bgr;-pregnan-20-on
(40 mg) in Form eines öligen Feststoffes; TLC Rf (Azeton : CH2Cl2
1 : 1) = 0,28.
Eine Lösung aus 21-Bromo-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methyl-5&agr;-pregnan-20-on
(250 mg, 0,61 mmol), 4-Nitrophenol (127 mg, 0,912 mmol), Triethylamin (127 &mgr;l,
0,912 mmol) und einer kleinen Menge Natriumiodid in 2 : 1 Azetonitril : DMF wurde
während der Erhitzung auf ~60°C 6 Stunden lang gerührt. Die Mischung wurde zwischen
EtOAc und 1 : 1 Wasser : sat. aq. Natriumbicarbonat verteilt. Die organische Schicht
wurde mit 2 N HCl, Wasser und sat. aq. NaCl gewaschen, mit Na2SO4
getrocknet und in vacuo konzentriert. Der rohe Rückstand wurde der Flash Säulen
Chromatographie ausgesetzt. Die Auswaschung mit 20% Azeton in Hexan erzielte 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-21-(4'-nitrophenoxy)-5&agr;-pregnan-20-on
(147 mg) in Form eines Feststoffes; Schmelzpunkt 169–172°C; TLC Rf
(Hexan : Azeton 4 : 1) = 0,35.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurde 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-21-(quinolin-6-yloxy)-5&agr;-pregnan-20-on;
TLC Rf (Hexan : Azeton 3 : 1) = 0,22.
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methyl-21-(4'-nitrophenoxy)-5&agr;-pregnan-20-on
(100 mg, 0,213 mmol), Formaldehyd (37% Lösung in Wasser, 800 ml) und 5% Pd/C (30
mg, katalytisch) in Ethanol wurde unter H2-Atmosphäre bei 53 psi (3,65
Bar) über Nacht auf einen Parr-Schüttler gegeben. Ein Katalysator wurde durch die
Waschung mit EtOAc abgefiltert, und das Filtrat wurde in einem separaten Trichter
mit Wasser und sat. aq. NaCl gewaschen. Die organische Schicht wurde danach mit
Na2SO4 getrocknet und in vacuo konzentriert. Der rohe Rückstand
wurde der Flash Säulen Chromatographie ausgesetzt. Die Eluierung mit 20% Azeton
in Hexan gab 21-(4'-Dimethylaminophenoxy)-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methyl-5&agr;-pregnan-20-on
(64 mg) in Form eines Schaums; TLC Rf (Hexan : Azeton 2 : 1) = 0,55.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurde 21-(4'-Dimethylaminophenylthio)-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-5&agr;-pregnan-20-on;
TLC Rf (Hexan : Azeton 3 : 1) = 0,35.
Referenzbeispiel 443&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(R)-(4'-nitrophenylsulfinyl)-5&agr;-pregnan-20-on;
3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(S)-(4'-nitrophenylsulfinyl)-5&agr;-pregnan-20-on;
und 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(4'-nitrophenylsulfonyl)-5&agr;-pregnan-20-on;
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(4'-nitrophenylthio)-5&agr;-pregnan-20-on
(120 mg, 0,23 mmol), mCPBA 57%–86% (111 mg), und NaHCO3 (80 mg,
4 eq.) in CH2Cl2 wurde 2 Stunden lang gerührt, bis sie von
0°C ausgehend Raumtemperatur erreicht hatte. Die Reaktion wurde zwischen CH2Cl2
und aq. NaHCO3 verteilt. Die organische Schicht wurde mit sat. aq. NaCl
gewaschen, danach mit Na2SO4 getrocknet und in vacuo konzentriert.
Der rohe Rückstand wurde der Flash Säulen Chromatographie ausgesetzt. Die Eluierung
mit 40%–50% EtOAc in Hexan gab 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(4'-nitrophenylsulfonyl-5&agr;-pregnan-20-on
(64 mg) in Form eines Feststoffes. TLC Rf (Hexan : EtOAc 1 : 1) = 0,38,
gefolgt von 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(R)-(4'-nitrophenylsulfinyl)-5&agr;-pregnan-20-on
und 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-21-(S)-(4'-nitrophenylsulfinyl)-5&agr;-pregnan-20-on
in unidentifizierbarer Reihenfolge.
Auf ähnliche Weise hergestellt wurde 21-(4'-Fluorophenyl)sulfonyl-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-5&agr;-pregnan-20-on.
Eine Lösung aus 21-(4'-Fluorophenyl)sulfonyl-3&agr;-hydroxy-3&bgr;-methoxymethyl-5&agr;-pregnan-20-on
(100 mg, 0,192 mmol) und Pyrrolidin (21 &mgr;l, 0,25 mmol) in 5 ml DMSO wurde auf
einem Ölbad bei 100°C fünf Stunden lang erhitzt, dann bei RT (Raumtemperatur)
über Nacht gerührt. Danach wurde Wasser hinzugefügt und die Mischung wurde mit CH2Cl2
extrahiert. Die organische Phase wurde mit Na2SO4 getrocknet
und in vacuo konzentriert. Der Rückstand wurde der Flash Säulen Chromatographie
unterworfen; die Eluierung mit Hexan : EtOAc ergab die Titelverbindung (62 mg) in
Form eines gelben Feststoffs.
Eine Lösung aus Natriumethoxyid, hergestellt aus 300 mg Natrium und
10 ml Ethanol, wurde zu einer Lösung von 3&agr;-Hydroxy-5&bgr;-pregnan-20-on (500
mg, 1,57 mmol) und Pyridin-4-carboxaldehyd (165 &mgr;l, 1,73 mmol) in 10 ml Ethanol
mittels einer Kanüle hinzugegeben. Die Mischung wurde bei RT. 30 Stunden lang kräftig
gerührt. Daraus schied sich ein Feststoff ab, der gefiltert, mit Ethanol gewaschen
und danach unter Vakuum getrocknet wurde. Dies führte zur Titelverbindung
(260 mg).
Eine Lösung aus 3&agr;-Hydroxy-21-(4-pyridylmethylen)-5&bgr;-prenan-20-on
(100 mg, 0,245 mmol) in 4 ml Ethanol und 4 ml THF, das 20 mg 5%igen Pd/C enthält,
wurde über einen Ballon einer Wasserstoffatmosphäre ausgesetzt und 5 Stunden lang
gerührt. Der Katalysator wurde danach abgefiltert und die Lösung in vacuo konzentriert.
Der Rückstand wurde der Flash Säulen Chromatographie unterworfen, mit Hexan : Azeton
ausgewaschen, so dass sich die Titelverbindung (38 mg) in Form eines Feststoffes
ergab: TLC Rf (Hexan : Azeton 2 : 1) = 0,28.
Eine Mischung aus 3&agr;-Hydroxy-3&bgr;-trifluoromethyl-5&bgr;-19-norpregnan-20-on
(1,0 g, 2,68 mmol), Dimethyl L-tartrat (1,0 g, 5,61 mmol), p-Toluensulfonsäure Monohydrat
(13 mg, 0,068 mmol) und Trimethylorthoformat (0,35 ml) in 15 ml Toluen wurde unter
Rückfluß mit azeotropischer Entfernung des Wassers erhitzt. Nach 1 Stunde ließ man
die Reaktion zu RT abkühlen und festes NaHCO3 (130 mg) wurde hinzugefügt.
Die so erhaltene Mischung wurde zwischen einer sat. wässrigen NaHCO3
Lösung und Ethylacetat verteilt. Die wässrige Schicht wurde abgetrennt und zweimal
mit Ethylazetat (2 × 20 ml) gewaschen. Die kombinierten Ethylazetatschichten
wurde mit einer sat. NaCl Lösung gewaschen, getrocknet (Na2SO4)
und in vacuo konzentriert. Der Rückstand wurde chromatographiert (17,5% Azeton/Hexan),
was einen weißen Schaum ergab, der mit Hexan verrieben wurde, was Dimethylester
in Form eines weißen Feststoffs ergab. Eine Lösung aus dem Diester in Methanol (2
ml) und Wasser (1 ml) wurde mit festem KOH (78 mg) behandelt: Nachdem sie über Nacht
gerührt worden war, wurde die Reaktion bis zur Trockenheit konzentriert, was die
Titelverbindung in Form eines hellgelben Feststoffes ergab.
Beispiel 49Pharmakologische WirkungWirksamkeit and Wirkungsstärke am GRC-Ort
Die in vitro und in vivo im Experiment ermittelten Daten zeigen, dass
die natürlich vorkommenden Metaboliten von Progesteron/Deoxycorticosteron und ihre
Derivate mit hoher Affinität an einem neuen und besonderen Erkennungsort am GRC
in Wechselwirkung stehen und so die Leitfähigkeit für Chloridionen durch Neuronenmembranen,
die auf GABA reagieren, erhöhen (Gee, K. W. et al., European Journal of Pharmacology,
136: 419–423 (1987); Harrison, N. L. et al., J. Pharmacol. Exp. Ther. 241:
346–353 (1987)).
Die Fachleute, wissen, dass die Modulation der [35S]t-Butylbicyclophosphorothionat-([35S]TBPS)
Bindung eine Messung der Wirksamkeit und Wirkungsstärke von auf den GRC wirkenden
Wirkstoffen ist; derartige Wirkstoffe haben möglicherweise bei der Behandlung von
Stress-, Angst- und Anfallserkrankungen einen therapeutischen Wert (Squires, R.
F. et al., Mol. Pharmacol., 23: 326 (1983); Lawrence, L. J., et al., Biochem. Biophys.
Res. Comm., 123: 1130–1137 (1984); Wood et al., Pharmacol. Exp. Ther, 231:
572–576 (1984)). Es wurden mehrere Experimente vorher durchgeführt, um die
Art der Modulation von [35S]TBPS, wie durch Einwirkung von neuroaktiven
Steroiden, zu bestimmen. Man fand heraus, dass diese Verbindungen mit einem neuen
Ort am GRC, der sich nicht mit dem Barbiturat- oder dem Benzodiazepinort oder mit
anderen bekannten Orten überlappt, in Wechselwirkung stehen. Außerdem weisen diese
Verbindungen eine hohe Wirksamkeit und Wirkungsstärke am GRC auf, wobei für eine
derartige Wirkung strenge strukturelle Anforderungen bestehen.
Die Verfahren zum Durchführen dieses Tests werden in vollem Umfang
beschrieben in: (1) Gee, K. W, et al., European Journal of Pharmacology, 136: 419–423
(1987)); and (2) Gee, et al., Molecular Pharmacology 30: 218 (1986). Diese Verfahren
wurden wie folgt durchgeführt:
Gehirne von männlichen Sprague-Dawley-Ratten wurden sofort nach der
Tötung entnommen und die Hirnrinde wurde über Eis präpariert. Ein P2
Homogenat wurde wie vorher beschrieben vorbereitet (Gee, et al., Molecular
Pharmacology 30: 218 (1986)). Kurz zusammengefasst wurde die Hirnrinde vorsichtig
in 0,32 M Sucrose homogenisiert, gefolgt von einer zehnminütigen Zentrifugierung
mit 1000 × g. Die überstehende Flüssigkeit wurde gesammelt und 20 Minuten
lang mit 9000 × g zentrifugiert. Das resultierende P2 Pellet wurde
als suspendierte 10%-ige (ursprüngliche Feuchtgutmasse/Volumen) Suspension in 50
mM Na/K Phosphatpuffer (pH 7,4) 200 mM NaCl suspendiert, um das Homogenat zu erzielen.
Einhundert Mikrolitern (ml) Aliquots des P2-Homogenats
(0,5 Milligramm (mg) Protein) wurden mit 2 Nanomolar (nM) [35S]TBPS (70–110
Curie/Millimol, New England Nuclear, Boston, MA) in Anwesenheit oder Abwesenheit
der zu testenden natürlich vorkommenden Steroide oder ihrer synthetischen Derivate
inkubiert. Die getesteten Verbindungen wurden in Dimethylsulfoxid aufgelöst (Baker
Chem. Co., Phillipsburg, NJ) und der Inkubationsmischung in 5 &mgr;l Aliquots hinzugefügt.
Die Inkubationsmischung wurde mit Puffer auf ein endgültiges Volumen von 1 ml gebracht.
Ein unspezifisches Binden wurde als Binden bei Vorhandensein von 2 mM TBPS definiert.
Die Wirkung und die Spezifität von GABA (Sigma Chem. Co., St. Louis, MO) wurde durch
Durchführung von Tests bei Vorhandensein von GABA plus (+) Bicucullin (Sigma Chem.
Co.) ermittelt. Die 90 Minuten bei beibehaltene Bebrütung (stationärer Zustands-Bedingungen)
25°C wurde durch Schnellfilterung durch Glasfaserfilter beendet (Nr. 32, Schleicher
und Schuell, Keene, NH). Die filtergebundene Radioaktivität wurde anhand von Flüssigszintillations-Spektrophotometrie
quantitativ bestimmt. Kinetische Daten und Verbindungs-/[35S]TBPS Dosiswirkungskurven
wurden durch nichtlineare Regression anhand eines computerisierten iterativen Verfahrens
zum Ermitteln von Geschwindigkeitskonstanten und IC50 (Konzentration
der Verbindung, bei der eine halbmaximale Inhibition der basalen [35S]TBPS
Bindung auftritt) Werten analysiert.
Es wurden verschiedene Verbindungen überprüft, um ihr Potential als
Modulatoren der [35S]TBPS Bindung in vitro festzustellen. Diese Tests
wurden gemäß den vorstehend beschriebenen Verfahren durchgeführt. Auf Grundlage
dieser Tests haben wir die Struktur-Wirksamkeitsanforderungen für ihre spezielle
Wechselwirkung am GRC und ihre Rangordnung in Bezug auf Wirksamkeit und Wirkungsstärke
festgestellt. Experimentelle Daten, die bei diesem Test für eine Reihe von 3&agr;-Hydroxypregnan-20-on
Derivaten ermittelt wurden, sind in Gee, K. W., et al., European Journal of Pharmacology,
136: 419–423 (1937) und in U.S.-Patent Nr. 5.232.917 besprochen. Tabelle I
enthält Messungen von IC50 und maximaler Inhibition (IMAX)
für zahlreiche Verbindungen, einschließlich Beispielen, die hierin bekannt gegeben
und beansprucht werden. IC50 wird als Konzentration von Verbindungen
für eine 50%-ige Hemmung der Kontroll-[35S]TBPS-Bindung definiert. Es
stellt einen Hinweis auf die in vitro Wirksamkeit einer Verbindung dar. Maximale
Inhibition ist ein Hinweis auf die in vitro Wirkungsstärke einer Verbindung.
Tabelle 1
Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, haben 3&agr;-Hydroxy-5&agr;-pregnan-20-on,
3&agr;,21-Dihydroxy-5&agr;-pregnan-20-on und Verbindungen dieser Erfindung einen
niedrigen IC50, was die zum Erreichen einer 50%-igen maximalen Inhibition
der [35S]TBPS Bindung erforderliche Konzentration ist, während Verbindungen
wie zum Beispiel Sexualsteroide (R5020, Östradiol und Progesteron), Glucocorticoide
(Corticosteron) und Cholesterin mit einem hohen IC50 im Wesentlichen
inäktiv sind. Daher wird davon ausgegangen, dass hormonale Steroide und Cholesterin
per se keine therapeutische Wirkung in Bezug auf die hier beschiebenen Indikationen
haben werden. Um diese einzigartige Klasse von Steroiden von hormonalen Steroiden
abzugrenzen, werden sie nun als „neuroaktive Steroide" bezeichnet. Sexualsteroide
wie zum Beispiel Progesteron können jedoch im Körper zu Steroiden, die 3&agr;-Hydroxy-5&agr;-pregnan-20-on
ähnlich sind, metabolisiert werden. Daher kann Progesteron als Vorstufe zu der Wirksubstanz
„neuroaktives Steroid" betrachtet werden. Die TBPS-Daten korrelieren in großem
Umfang mit Daten über eine erhöhte 36Cl-Ionen Aufnahme durch verschiedene
3&agr;-hydroxylierte Steroide, wie von Purdy R. H., et al., J. Med. Chem. 33: 1572–1581
(1990) beschrieben. Diese Daten korrelieren außerdem gut mit elektrophysiologischen
Daten, die durch Messen der Wirkung des Steroids zum Potenzieren eines GABA-induzierten
Stroms in Oozyten, in die menschliche GABA Rezeptoren injiziert wurden, ermittelt
wurden; wie bei Hawkinson, J. E. et al., Mol. Pharmacol. 46: 977–985 (1995)
beschrieben. Das weist darauf hin, dass der TBPS-Test eine ungefähre Messung der
Fähigkeit der Steroide zum allosterischen Modulieren der Cl-Kanalaktivität darstellt.
Verbindungen mit begrenzter Wirksamkeit
Da die gewünschte therapeutische Wirkung für den Patienten mit so
wenig unerwünschten Nebenwirkungen wie möglich verbunden sein sollte, umfasst diese
Erfindung auch die Entdeckung von neuen Agonisten mit teilweiser Wirkung (Tabelle
1, Verbindungen mit IMAX < 100%). Bei Patienten, die sich eine Linderung
von Angstgefühlen oder Krämpfen erhoffen, ist Hypnose unerwünscht. Bei Patienten,
die sich eine Linderung von Schlafstörungen erhoffen, ist eine anästhesierende Wirkung
unerwünscht. Die Verbindungen, die als Agonisten mit teilweiser Wirkung beschrieben
werden, werden voraussichtlich die gewünschte Wirkung bei möglichst geringen unerwünschten
Nebenwirkungen erzielen.
Vorteile gegenüber Progesteron
Die Korrelation zwischen einem niedrigen Progesteronspiegel und den
mit PMS, PND und Menstruationsepilepsie verbundenen Symptomen (Backstrom. T., et
al., J. Psychosom. Obstet. Gynaecol. 2: 8–20 (1983)); Dalton, K., Premenstrual
Syndrome and Progesterone Therapy, zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984))
führte zum Einsatz von Progesteron bei ihrer Behandlung (Mattson et al., „Medroxyprogesterone
therapy of catamenial epilepsy," in Advances in epileptology: XVth Epilepsy International
Symposium, Raven Press, New York (1984), S. 279–282; Dalton, K., Premenstrual
Syndrome and Progesterone Therapy, zweite Auflage, Chicago Yearbook, Chicago (1984)).
Progesteron erweist sich bei der Behandlung der vorstehend genannten Syndrome jedoch
nicht als durchgehend wirksam. So gibt es zum Beispiel kein Dosis-Wirkungs-Verhältnis
für Progesteron bei der Behandlung von PMS (Maddocks, et al. (1986). Diese Ergebnisse
sind vorhersehbar, wenn man sie im Licht der Ergebnisse unserer in vitro Studien
betrachtet, die zeigen, dass Progesteron am GRC wie aus Tabelle 1 ersichtlich im
Vergleich zu den in dieser Erfindung beschriebenen neuroaktiven Steroiden eine sehr
geringe Wirksamkeit aufweist.
Die vorteilhafte Wirkung von Progesteron steht wahrscheinlich mit
der variablen Umwandlung von Progesteron in aktive Progesteron-Metaboliten, die
auf den GABAA-Rezeptor einwirken, in Verbindung. Die Verwendung von spezifischen
neuroaktiven Steroiden bei der Behandlung der vorstehend genannten Syndrome übertrifft
eindeutig die Verwendung von Progesteron aufgrund der hohen Wirksamkeit und Wirkungsstärke
dieser Verbindungen (siehe Gee, K. W. et al., European Journal of Pharmacology,
136: 419–423 (1987) und Tabelle 1 oben).
Keine hormonellen Nebenwirkungen
Es stellte sich ebenfalls heraus, dass neuroaktive Steroide aufgrund
der fehlenden Affinität für Rezeptoren für Progesteron und andere hormonale Steroide
keine hormonellen Nebenwirkungen aufweisen (Tabellen 2–5).
Die präsentierten Daten wurden anhand der Durchführung von Tests gemäß den vorstehend
beschriebenen Verfahren ermittelt, um die Wirkung von Progesteron-Metaboliten und
ihren Derivaten und dem Progestin R5020 auf die Bindung von [3H)R5020
auf den Progesteronrezeptor im Uterus von Ratten zu bestimmen (Gee et al., Journal
of Pharmacology and Experimental Therapeutics 246: 803–812 (1988).
3H-Progesteron 0,15 nM) wurde mit Cytosol aus dem Uterus
von Ratten bei Vorhandensein der Testverbindungen inkubiert. Die spezifischen Bindungen
wurden nach der Inkubation bestimmt und mit der Kontrollinkubation ohne den Bestandteilen
verglichen. Die Daten wurden als prozentuale Inhibition der Bindung ausgedrückt.
Wenn sich die Bestandteile an den Progesteronrezeptor mit hoher Affinität binden,
wäre eine 100%-ige Inhibition der Bindung bei der getesteten Konzentration zu erwarten.
Verschiedene hormonale Wirkungsweisen von repräsentativen neuroaktiven
Steroiden wurden weiterhin durch Tests ihrer potentiellen östrogenen, mineralocorticoiden
und glucocorticoiden Wirkung geprüft. Diese Wirkungen wurden durch Überwachen der
Fähigkeit der Bestandteile zum Inhibieren der Bindung der Steroidhormone an den
entsprechenden Hormonrezeptoren analysiert. Die Ergebnisse sind in den Tabellen
3 bis 5 gezeigt. Sie werden als prozentuale Inhibition der 3H-Ligandbindung
an die verschiedenen Steroidhormonrezeptoren für die Verbindungen bei 10–6
M ausgedrückt. Kontrollwerte werden durch die Bindung bei Abwesenheit der Testbestandteile
ausgedrückt.
In Tabelle 4, die Ratten wurden 3 Tage vor dem Töten adrenalektomiert.
Zum Isolieren des Mineralcorticoidrezeptors wurden Cytosol-Fraktionen aus dem Gehirn
wie in Gee et al., Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 246: 803–812
(1988) beschrieben präpariert. Die Wirkstoffe wurden mit 3 nM 3H-Aldosteron
(dem spezifischen Liganden für den Mineralcorticoid-Rezeptor) bei Anwesenheit des
selektiven Typ-II-Agonisten RU28362 (0,5 &mgr;M), der eine Bindung von
3H-Aldosteron an Typ II (Glucocorticoid) Rezeptoren verhindert, inkubiert.
Tabelle 2. Inhibition der 3H Progesteron-Bindung an die
Progesteronrezeptoren im Uterus von KühenTabelle 3. Inhibition der 3H-Aldosteron-Bindung an Mineralocorticoidrezeptoren
im Hippocampus
Für Tabelle 4 wurden Cytosol-Fraktionen aus dem Gehirn wie für Tabelle
3 vorbereitet und die Bestandteile wurden mit 3 nM 3H-Dexamethason (dem
spezifischen Liganden für den Glucocorticoid-Rezeptor) bebrütet.
Tabelle 4. Inhibition der 3H-Dexamethason-Bindung an Glucocorticoidrezeptoren
Tabelle 5 zeigt die Inhibition der Bindung von 3H-Östradiol
(dem spezifischen Liganden für den Östrogenrezeptor) an Cytosol aus dem Uterus von
Kühen, vorbereitet wie vorstehend beschrieben (Gee et al., Journal of Pharmacology
and Experimental Therapeutics 246: 803–812 (1988)). 3H-Östradiol
(0,15 nM) wurde mit dem Cytosol in Anwesenheit der Verbindungen bebrütet.
Tabelle 5. Inhibition der 3H-Östradiol-Bindung an Östrogenrezeptoren
aus dem Uterus von Kühen