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Dokumentenidentifikation DE202005014064U1 15.12.2005
Titel Textiler Wandbelag
Anmelder Johann Borgers GmbH & Co. KG, 46397 Bocholt, DE
DE-Aktenzeichen 202005014064
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.12.2005
Registration date 10.11.2005
Application date from patent application 07.09.2005
IPC-Hauptklasse D06N 7/00

Beschreibung[de]

Wandbeläge sind in mannigfaltiger Ausführung und Form im Einsatz. Sie erfüllen dabei ästhetische, gleichwie mechanische Funktion. Erwähnt seien solche auf Basis Papier, Textil, Linoleum, Elastomer (Kautschuk) u.a.m. Sie werden vollflächig oder in Form stückiger Platten appliziert. Jene mit vorzugsweise ästhetischer Funktion basieren auf der Gestaltbarkeit mit Blick auf Optik, auch Haptik; die mit vorzugsweise mechanischer Funktion gründen in ihrer Art auf der Konstruierbarkeit hinsichtlich des Verhaltens beim Aufkommen von mechanischen Kräften.

Das Aufkommen bzw. Auftreffen mechanischer Kräfte kann – mit Blick auf dieses Verhalten zweifach, beidseitig, relevant sein: in Bezug auf den Schutz einer Wand und ferner auf den Schutz des Überträgers der Kräfte. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang z.B. die lokale Bestückung von Garagen mit solchen Flächengebilden. Hier werden die Wand und das den Belag gegebenenfalls berührende Automobil geschützt.

Wandbeläge auf Basis homogener Platten aus Elastomer, auch solche aus Textil etwa sind an derartigen Stellen bereits im Einsatz. Sie bewähren sich im großen und ganzen. Doch haften ihnen noch Nachteile an. Erwähnt seien z.B. für die Platten auf Elastomerbasis, dass diese – aufgrund ihres relativ hohen Gewichts – eines besonderen Befestigungsaufwandes bedürfen, dass sie akustisch unwirksam sind und durch Geruchsemissionen belastet. Ein besonderer Nachteil besteht aber darin, dass die Elastomerbeläge Radiereffekte bedingen, welche sich insbesondere beim Aufkommen von im Winkel gerichteten Kräften auswirken. Schleifspuren auf Bauteilen der Automobile können dabei resultieren.

Jene bisherigen Textilbeläge stellen sich demgegenüber in den meisten der beschriebenen Kriterien günstiger dar. Sie aber sind hinsichtlich ihres Oberflächen- und Stauchverhaltens optimal nicht auf derartige Beanspruchungen hin adaptiert.

Hier nun setzt die vorliegende Erfindung an. Sie ist ein textiler Wandbelag, welcher in seinem Querschnitt progressiv aufgebaut ist, d.h. die Dichte seiner Struktur nimmt von seiner Oberfläche bis zur Basis hin zu.

Nachstehendes Beispiel (Bild) dient der Erläuterung.

Ein Polvliesbelag, auf Basis PET-Fasergut, 600 g/m2, 3,5 mm dick wird im Bezug auf seinen Querschnitt von oben nach unten progressiv hergestellt, d.h. mit zunehmender Dichte. Er besteht aus einem Pol (1), einem Zwischenbereich (2) und einer Grundschicht (3). Die Dichte der Schichten (kg/m3) in dieser Abfolge steht im Verhältnis 1:2, 8:4,0.

Aus dieser Beschreibung (Bild) wird auch das Wesen der Erfindung erkennbar: Durch die Raumform im Querschnitt des erfindungsgemäßen Wandbelages bedingt, ist das Stauchverhalten der möglichen Beanspruchung angepasst. Er schützt sowohl Wände, wie auch Überträger von Kräften, wie Automobile. Radiereffekte und Schleifspuren bleiben vermieden.

Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das angeführte Beispiel beschränkt. Vielmehr könne weitere und andere Schichten zur Gestaltung des progressiven Querschnittaufbaus des textilen Wandbelages herangezogen werden.


Anspruch[de]
  1. Textiler Wandbelag, zum Schutz von Wänden und Überträgern von Kräften, dadurch gekennzeichnet, dass er mit Blick auf seinen Querschnitt in seiner Dichte progressiv aufgebaut ist.
  2. Textiler Wandbelag, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er in seiner Zusammensetzung homogen ist.
  3. Textiler Wandbelag, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er aus verschiedenen Werkstoffen besteht.
  4. Textiler Wandbelag, nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Polvliesbelag ist.
  5. Textiler Wandbelag, nach Anspruch 1,2 oder 3 und gegebenenfalls 4 dadurch gekennzeichnet, dass er auf seiner Rückseite mit einem Adhäsiv beaufschlagt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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