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Dokumentenidentifikation DE102004015194B4 22.12.2005
Titel Vorrichtung zum Bebildern von Druckplatten
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Lassen, Bernd, 24248 Mönkeberg, DE
DE-Anmeldedatum 29.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004015194
Offenlegungstag 03.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.2005
IPC-Hauptklasse B41C 1/00
IPC-Nebenklasse G03F 7/20   B65H 5/20   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bebilderung von Druckplatten, umfassend einen Tranportweg für zu bebildernde Druckplatten, der von einer Druckplatteneingabe zur einer Bebilderungseinrichtung und von dort zu einer Druckplattenausgabe verläuft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung im Hinblick auf die Ergonomie und die von ihr benötigte Stellfläche zu verbessern, vorzugsweise für die Bebilderung kleinformatiger Druckplatten, zum Beispiel sogenannte 2-up.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Tranportweg im Bereich der oder zur Druckplatteneingabe und im Bereich der oder zur Druckplattenausgabe im Wesentlichen horizontal orientiert ist und dass der Tranportweg zwischen der Druckplatteneingabe und der Druckplattenausgabe wenigstens in einem Abschnitt etwa diagonal oder geneigt orientiert ist, derart, dass der Verlauf des Transportweges in Seitenansicht im Wesentlichen etwa Z-förmig verläuft.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bebilderung von Druckplatten, umfassend einen Transportweg für zu bebildernde Druckplatten, der von einer Druckplatteneingabe zu einer Bebilderungseinrichtung und von dort zu einer Druckplattenausgabe verläuft, wobei der Transportweg im Bereich der oder zur Druckplatteneingabe und im Bereich der oder zur Druckplattenausgabe im Wesentlichen horizontal orientiert ist und der Transportweg zwischen der Druckplatteneingabe und der Druckplattenausgabe wenigstens in einem Abschnitt etwa diagonal oder geneigt orientiert ist, derart, dass der Verlauf des Transportweges in Seitenansicht im wesentlichen etwa Z-förmig verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Ladeeinrichtung für die Druckplatten aufweist, die auf die im wesentlichen horizontale Druckplatteneingabe aufgesetzt ist

Insbesondere kann es sich um einen Druckplattenbelichter handeln, der Druckplatten optisch oder thermisch, vorzugsweise mit geeigneten Lasern, belichtet. Es kommen aber auch andere Bebilderungstechniken, wie zum Beispiel per Inkjet, in Betracht.

Gegenstand der Betrachtung ist vorrangig der Transportweg der zu bebildernden Druckplatten durch die oben genannte Vorrichtung.

Hierbei ist es aus der US 6,412,413 B1 bekannt, zur Verringerung der Stellfläche eine Druckplatte im Wesentlichen horizontal auf einen Schwenktisch aufzulegen, den Schwenktisch in eine Schräglage zu verschwenken, so dass die Druckplatte zur Belichtung einem Bebilderungszylinder zugeführt wird, und nach der Bebilderung die Druckplatte auf einen horizontalen Ausgabetisch auszugeben. Sollen mehrere Druckplatten nacheinander bebildert werden, so müssen sie nacheinander auf den Schwenktisch manuell übergeben werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung im Hinblick auf die Ergonomie und die von ihr benötigte Stellfläche zu verbessern, vorzugsweise für die Bebilderung kleinformatiger Druckplatten, zum Beispiel sogenannte 2-up, wobei die Druckplattenübergabe ebenso platzsparend auf einfachere Weise erfolgen soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung eine Ladeineinrichtung für die Druckplatte aufweist, die auf die im Wesentlichen horizontale Druckplatteneingabe aufgesetzt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann dafür insbesondere auch leicht mit einem sogenannten Autoloader ausgerüstet oder nachgerüstet werden, indem, wie bei einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, eine vorzugsweise automatische oder semiautomatische Ladeeinrichtung für die Druckplatten einfach auf die im wesentlichen horizontale Druckplatteneingabe aufgesetzt wird.

Dieser Transportwegverlauf ergibt überraschend und in einfacher Weise einen geringen Stellflächenbedarf und gleichzeitig kombiniert damit ein ergonomisch günstiges Druckplatteneingabeniveau, da die Vorrichtung schmaler und höher, und damit schlanker, gestaltet werden kann.

Des weiteren ergibt sich durch den diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt ein Böschungswinkel, der ein selbsttätiges Einziehen der Druckplatten begünstigt und unterstützt. Dies kann durch reibungsvermindernde Maßnahmen, zum Beispiel Luftpolster, weiter erleichtert werden. Ein Bediener wird dadurch entlastet und bekommt seine Hände für anderweitige Tätigkeiten frei.

In unterschiedlichen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die Bebilderungseinrichtung ein Flachbett für die Druckplatte umfasst, das im wesentlichen horizontal orientiert ist und dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt, dass die Bebilderungseinrichtung eine Trommel (Außentrommel) für die Druckplatte umfasst, die dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt oder dass die Bebilderungseinrichtung eine Mulde (Innentrommel) für die Druckplatte umfasst, die dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt.

Vorteilhaft und bedeutsam ist bei diesen unterschiedlichen Ausführungsformen der Bebilderungseinrichtung selbst, dass jeweils immer der im wesentlichen selbe, erfindungsgemäße Z-Verlauf des Transportweges beibehalten werden kann. Vorrangig unterscheidet sich bei diesen Ausführungsformen lediglich der benötigte Bauraum.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens ein Bereich des etwa diagonalen oder geneigten Transportwegabschnitts als Schwenktisch ausgebildet ist und zwischen der horizontalen Orientierung der Druckplatteneingabe und der geneigten Orientierung verschwenkbar ist.

Ausführungsbeispiele, aus denen sich weitere erfinderische Merkmale ergeben können, auf die die Erfindung in ihrem Umfang aber nicht beschränkt ist, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht eines prinzipiellen Verlaufes eines erfindungsgemäßen Transportweges durch einen Außentrommelbelichter,

2 eine Seitenansicht gemäß 1 mit einem erfindungsgemäßen Transportweg durch einen Flachbettbelichter,

3 eine Seitenansicht eines Außentrommelbelichters ohne Ladeeinrichtung mit einem prinzipiellen Transportweg gemäß 1,

4 eine Seitenansicht des Außentrommelbelichters gemäß 3 mit Ladeeinrichtung,

5 eine Seitenansicht eines Flachbettbelichters ohne Ladeeinrichtung mit einem prinzipiellen Transportweg gemäß 2,

6 eine Seitenansicht des Flachbettbelichters gemäß 5 mit Ladeeinrichtung.

Die 1 und 2 zeigen schematische Verläufe eines erfindungsgemäßen Transportweges in der Seitenansicht, einmal für einen Außentrommelbelichter und einmal für einen Flachbettbelichter.

Gestapelte Druckplatten 1 werden vereinzelt und zunächst in horizontaler Orientierung entlang eines ersten Transportwegabschnittes 2 (Druckplatteneingabe) in Richtung eines Pfeils 3 transportiert oder auch manuell verschoben oder verlegt.

Danach wird die jeweilige Druckplatte entlang eines nächsten, geneigten Transportwegabschnittes 5 in Richtung eines Pfeils 6 einer Bebilderungseinrichtung zugeführt, wobei Transportrollen 7 und/oder Luftpolster unterstützen können. Transportrollen oder Luftpolster können natürlich auch im Abschnitt 2 vorgesehen sein. Ein Teil des Abschnittes 2 könnte durch Verschwenkung entlang des Doppelpfeils 4 in einen Teil des Abschnittes 5 überführt werden, indem dieser Teil als ein Schwenktisch ausgebildet ist.

In der 1 ist im Bereich der Bebilderungseinrichtung eine Trommel 8 angedeutet, auf die die Druckplatte zur Bebilderung gespannt werden kann. In der 2 ist an dieser Stelle ein Flachbett 12 mit einem linken Anschlag für die Druckplatte angedeutet.

Nach der Bebilderung wird die jeweilige Druckplatte 9 in Richtung eines Pfeils 11 mit Hilfe von Transportrollen 10 aus der Bebilderungseinrichtung herausgefördert (Druckplattenausgabe), und zwar wiederum in etwa horizontaler Orientierung.

Die 3 und 4 zeigen eine Seitenansicht eines Außentrommelbelichters, der einen Transportweg 2, 5, 11 gemäß 1 umfasst. Der erste Abschnitt 2 ist als eine Art Auflage ausgebildet, der Abschnitt 5 ist als geneigte Rutsche ausgebildet und der Abschnitt 11 ist, nunmehr, zumindest in seinem freien Endabschnitt, nicht genau horizontal orientiert, als Auslagetablett ausgebildet. Mit einem Doppelpfeil 13 ist die relativ geringe Stellbreite der Vorrichtung angedeutet.

In 3 ist die Vorrichtung als manuelles Gerät ausgeführt, während in 4 auf die Vorrichtung auf den Abschnitt 2 eine Ladeeinrichtung 14 für Druckplatten aufgesetzt ist, in die beispielsweise eine Kassette 15 für Druckplatten einführbar ist. Die Ladeeinrichtung 14 übergibt durch eine Ladebewegung eines nicht näher dargestellten Ausschubes entlang eines Doppelpfeils 16 eine vereinzelte Druckplatte auf die Rutsche 5.

Die 5 und 6 zeigen eine Seitenansicht eines Flachbettbelichters, der einen Transportweg 2, 5, 11 gemäß 2 umfasst. Wie in den 3 und 4 ist der erste Abschnitt 2 als eine Art Auflage ausgebildet; der Abschnitt 5 als geneigte Rutsche bzw. als eine Art Mulde ausgebildet und der Abschnitt 11, nunmehr, zumindest in seinem freien Endabschnitt, nicht genau horizontal orientiert, als Auslagetablett ausgebildet. Mit einem Doppelpfeil 13 ist wiederum die relativ geringe Stellbreite der Vorrichtung angedeutet. Außerdem zeigt ein Vergleich der 3 und 4 einerseits und der 5 und 6 andererseits, dass der Flachbettbelichter auch eine geringere Bauhöhe benötigt.

In 5 ist die Vorrichtung wieder als manuelles Gerät ausgeführt, während in 6 auf die Vorrichtung auf den Abschnitt 2 eine Ladeeinrichtung 14 für Druckplatten aufgesetzt ist, in die beispielsweise eine Kassette 15 für Druckplatten einführbar ist. Ein wiederum nicht näher dargestellter Ausschub der Ladeeinrichtung 14 übergibt durch eine Ladebewegung entlang eines Doppelpfeils 16 eine vereinzelte Druckplatte auf die Rutsche 5.

Wie in den 4 und 6 zudem erkennbar ist, gibt es bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung neben der Ladeeinrichtung von selbst weiterhin einen Bypass-Weg, indem nämlich weiterhin bei Bedarf eine Druckplatte manuell auf die Rutsche 5 aufgelegt werden kann. Dabei soll in Erinnerung gerufen werden, dass dieser Bereich auch als Schwenktisch ausgebildet sein kann.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Bebilderung von Druckplatten, umfassend einen Transportweg für zu bebildernde Druckplatten, der von einer Druckplatteneingabe zu einer Bebilderungseinrichtung und von dort zu einer Druckplattenausgabe verläuft,

    wobei der Transportweg im Bereich der oder zur Druckplatteneingabe und im Bereich der oder zur Druckplattenausgabe im wesentlichen horizontal orientiert ist und der Transportweg zwischen der Druckplatteneingabe und der Druckplattenausgabe wenigstens in einem Abschnitt etwa diagonal oder geneigt orientiert ist, derart, dass der Verlauf des Transportweges in Seitenansicht im wesentlichen etwa Z-förmig verläuft,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass sie eine Ladeeinrichtung für die Druckplatten aufweist, die auf die im wesentlichen horizontale Druckplatteneingabe aufgesetzt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bebilderungseinrichtung ein Flachbett für die Druckplatte umfasst, das im wesentlichen horizontal orientiert ist und dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bebilderungseinrichtung eine Trommel für die Druckplatte umfasst, die dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bebilderungseinrichtung eine Mulde für die Druckplatte umfasst, die dem etwa diagonal oder geneigt orientierten Transportwegabschnitt in Wegrichtung folgt.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bereich des etwa diagonalen oder geneigten Transportwegabschnitts als Schwenktisch ausgebildet ist und zwischen der horizontalen Orientierung der Druckplatteneingabe und der geneigten Orientierung verschwenkbar ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bypassweg zur manuellen Auflage von Druckplatten vorhanden ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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