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Dokumentenidentifikation DE202005009311U1 22.12.2005
Titel Küchenmöbel
Anmelder Maass Metallwarenfabrik GmbH, 32689 Kalletal, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33613 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202005009311
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.12.2005
Registration date 17.11.2005
Application date from patent application 13.06.2005
IPC-Hauptklasse A47B 77/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Küchenmöbel, bestehend aus einer mit elektrischer Energie betreibbaren Kochmulde und einem Unterschrank, wobei die Kochmulde mit zu den Kochstellen führenden Kabel versehen ist, und der Unterschrank mit einem unterhalb der Kochmulde angeordneten Schubkasten ausgerüstet ist.

Bei vielen Kücheneinrichtungen werden Lösungen ohne einen Herd bevorzugt. Die Kochmulde ist üblicherweise ein sogenanntes Ceranfeld. Der sonst übliche Backofen wird dann anderweitig innerhalb der Kücheneinrichtung installiert. Die Kochmulde wird üblicherweise in eine Aussparung oder eine Öffnung der Arbeitsplatte installiert. Die zu den Kochstellen führenden Kabel liegen unterhalb der Kochmulde. Es ist nicht auszuschließen, dass in den Schubkasten abgelegte Gegenstände sich mit den Kabeln verzurren, so dass das Ausziehen des Schubkastens verhindert oder zumindest erschwert wird. Wenn solche Fälle auftreten, wird naturgemäß die auf den Schubkasten einwirkende Auszugskraft erhöht. Das kann dazu führen, dass Kabel beschädigt werden oder dass die Verbindungen zu den Kochstellen abgerissen werden. Die notwendige Sicherheit ist dann nicht mehr gegeben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Küchenmöbel der eingangs näher beschriebenen Art so zu gestalten, dass zur Erhöhung der Sicherheit gewährleistet ist, dass die in dem Schubkasten abgelegten Gegenstände keinen Kontakt mit den zu den Kochstellen führenden Kabel erhalten.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem zwischen der Kochmulde und den Oberkanten des Schubkastens zur Bildung einer Kabelkammer ein im Abstand zur Kochmulde stehender Zwischenboden angeordnet ist.

Nunmehr liegen die Kabel sinngemäß auf den Zwischenboden auf. Selbst wenn sich die im Schubkasten abgelegten Gegenstände beim Ausziehen des Schubkastens aufrichten, sind die Kabel stets geschützt. Der Zwischenboden wird in geeigneter Weise am Unterschrank festgelegt.

In einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass der Zwischenboden aus einem Metallblech gefertigt ist. Da der Zwischenboden dann relativ dünn sein kann, beispielsweise eine Dicke von 0,5 mm hat, geht kein Raum verloren. Außerdem kann die notwendige Formgebung durch Kaltumformung erfolgen. So ist vorgesehen, dass der Zwischenboden zumindest an der der Frontseite des Schubkastens zugeordneten Randbereich eine Abkantung oder eine Sicke aufweist. In bevorzugter Ausführung ist jedoch vorgesehen, dass der Zwischenboden an der der Frontseite des Schubkastens zugeordneten Randbereich doppellagig ausgebildet ist, und dass dieser Randbereich mit einer Leiste des Unterschrankes verschraubt oder verklebt ist. Zur Erhöhung der Stabilität des Zwischenbodens ist jedoch vorgesehen, dass dieser Zwischenboden in der Rückwand des Küchenmöbels zugeordneten Randbereich eine Abkantung oder eine Sicke aufweist.

Es ist ferner vorgesehen, dass der Zwischenboden an der der Rückwand des Küchenmöbels zugeordneten Seite abgewinkelt ist, damit er mit der Rückwand verklebt oder verschraubt werden kann. Es ist ferner noch vorgesehen, dass auch die den Seitenwänden des Küchenmöbels zugeordneten Randbereiche abgewinkelt sind, so dass eine flächige Anlage mit den Innenflächen der Seitenwände des Küchemöbels möglich ist, so dass auch diese abgewinkelten Bereiche mit den Seitenwänden des Küchenmöbels verschraubt oder verklebt werden können.

Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:

1 ein erfindungsgemäßes Küchenmöbel, den oberen Bereich in perspektivischer Darstellung, stark schematisiert;

2 einen Schnitt längs der Linie II-II, und

3 und 4 den Zwischenboden in einer Seitenansicht in zwei verschiedenen Ausführungen.

Das in der 1 dargestellte Küchenmöbel 10 besteht aus einem allgemein bekannten Unterschrank 11 und einer oberen Arbeitsplatte 12, in die eine Öffnung eingearbeitet ist, in die eine Kochmulde eingesetzt ist, die vier Kochstellen 13 aufweist. Diese Kochmulde ist ein sogenanntes Ceranfeld, welches über Kabel 14 mit einer Steckdose verbunden ist. Unterhalb der Arbeitsplatte 12 ist das Küchenmöbel 10 mit einem Schubkasten 15 versehen.

Wie insbesondere die 2 zeigt, ist zwischen der Arbeitsplatte 12 und den oberen Kanten des Schubkastens 15 ein Zwischenboden 16 in den Unterschrank 11 eingesetzt. Dieser Zwischenboden 16 ist aus einem Metallblech geformt, vorzugsweise aus einem Stahlblech. Der Abstand zwischen den oberen Kanten des Schubkastens 15 und der unteren Fläche der Arbeitsplatte 12 liegt im Bereich von 10 mm, so dass die Kabel 14 ungequetscht in diesem Freiraum liegen, der auch als Kabelkammer 17 bezeichnet werden könnte.

In der 3 ist eine Ausführung des Zwischenbodens 16 dargestellt. Danach ist dieser im der Frontseite des Küchenmöbels 10 zugeordneten Randbereich abgekantet. Dadurch wird die Stabilität des Zwischenbodens 16 erhöht. Die Abkantung ist durch das Bezugszeichen 18 dargestellt. Eine weitere Abkantung 19 liegt im hinteren, der Rückwand des Küchenmöbels 10 zugeordneten Randbereich. Außerdem ist dieser Bereich abgewinkelt, so dass ein Steg 20 entsteht, der an der Rückwand anliegt. Dadurch kann der Zwischenboden 16 mit der Rückwand verschraubt oder verklebt werden. Der der Frontseite des Küchenmöbels 10 zugeordnete Randbereich ist doppellagig ausgebildet, wobei diese Doppellagigkeit durch Bördeln gebildet ist. Auch dieser Bereich kann mit einer Leiste des Küchenmöbels 10 verschraubt oder verklebt werden. In nicht näher dargestellter Weise sind die seitlichen Ränder des Zwischenbodens 16 ebenfalls abgewinkelt, so dass durch diese Stege eine Verbindung mit den Innenflächen der Seitenwände des Küchenmöbels 10 möglich ist. Dazu kann der Zwischenboden 16 entweder mit den Seitenwänden verschraubt oder verklebt werden.

Die Ausführung nach der 4 unterscheidet sich von der Ausführung nach der 3, dass anstelle der Abkantungen 18, 19 in den Zwischenboden 16 Sicken 21, 22 eingeformt sind.

Der Zwischenboden 16 ist weiterhin so gestaltet, dass er möglichst glattflächig ist, damit keine störenden Ecken und Kanten entstehen.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Wesentlich ist, dass eine Kabelkammer 17 durch einen Zwischenboden 16 gebildet wird, indem ausschließlich die zu den Kochstellen 13 führenden Kabel 14 abgelegt sind.

10Küchenmöbel 11Unterschrank 12Arbeitsplatte 13Kochstellen 14Kabel 15Schubkasten 16Zwischenboden 17Kabelkammer 18Abkantung 19Abkantung 20Steg 21, 22Sicken

Anspruch[de]
  1. Küchenmöbel (10), bestehend aus einer mit elektrischer Energie betreibbaren Kochmulde und einem Unterschrank (11), wobei die Kochmulde mit zu den Kochstellen (13) führenden Kabel (14) versehen ist, und der Unterschrank (11) mit einem unterhalb der Kochmulde angeordneten Schubkasten (15) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kochmulde und den Oberkanten des Schubkastens (15) zur Bildung einer Kabelkammer (17) ein im Abstand zur Kochmulde stehender Zwischenboden (16) angeordnet ist.
  2. Küchenmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden (16) aus einem Metallblech, vorzugsweise aus einem Stahlblech gefertigt ist.
  3. Küchenmöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden (16) in dem der Frontseite des Küchenmöbels (10) zugeordneten Endbereich mit einer Abkantung (18) oder einer Sicke (21) versehen ist.
  4. Küchenmöbel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden (16) in dem der Frontseite des Küchenmöbels (10) zugeordneten Randbereich doppellagig ausgebildet ist, wobei die Abkantung (18) oder die Sicke (21) außerhalb der beiden Lagen vorgesehen ist.
  5. Küchenmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden (16) an der der Rückwand des Küchenmöbels (10) zugeordneten Randbereich eine Abkantung (19) oder eine Sicke (22) aufweist.
  6. Küchenmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der der Rückwand des Küchenmöbels (10) zugeordnete Randbereich zur Bildung eines Steges (20) abgewinkelt ist, und dass dieser Steg (20) mit der Rückwand des Küchenmöbels (10) verschraubt oder verklebt ist.
  7. Küchenmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen, den Seitenwänden des Küchenmöbels (10) zugewandten Randbereiche abgewinkelt sind, und dass diese Stege mit den Seitenwänden verklebt oder verschraubt sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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