Bei der Benutzung von mobilen (Quellengebundene) Schallaufnehmer (2)
kann das bekannte Stereo Effekt nicht nachgebildet werden, da es nur einen Schallaufnehmer
pro Quelle gibt und diese nicht als Ortsreferenz dienen kann. Somit wird allen Lautsprechern
(4 und 5) die selbe Lautstärke zugeführt was den Effekt hat, dass
der Zuhörer (8) immer eine virtuelle Schallquelle (3) empfindet,
die unabhängig von den Bewegungen der realen Schallquelle (2), immer die
selbe Position hat 1.
Die neue Anordnung soll dieses Nachteil lösen, und dem Zuhörer (8)
die Möglichkeit geben, die Bewegungen der realen Schallquelle (2) auf der
Bühne (1) anhand des wiedergegebenen Schalls nachzuvollziehen.
Das obengenannte Problem wird wie folgt gelöst 2:
• Es werden die Entfernungen (d4) und (d5) der realen Schallquelle (2)
zu den einzelnen Lautsprecher (4) und (5) erfasst.
• An die einzelnen Lautsprecher werden die Lautstärken (s4), bzw. (s5)
zugeführt, die eine Gewichtung der erfasten Lautstärke S0, abhängig von der jeweiligen
Entfernung (d4) bzw. (d5) zum Lautsprecher, darstellen:
Somit empfängt der Zuhörer gleiche Lautstärken aus beiden Lautsprecher
wenn die Quelle sich genau zwischen den beiden Lautsprecher befindet (T0 = 0). Damit
lokalisiert der Zuhörer (8)) richtig die reale Quelle (2) und
somit stimmt die Position der virtuellen Schallquelle (3) mit der realen
überein. Wenn die Quelle (2) und somit der Schallaufnehmer sich z.B. neben
dem Lautsprecher (4) befinden, dann wird die Lautstärke (s4) gleich S0
sein und die Lautstärke (s5) gleich Null sein. Auch in diesem Fall kann der Zuhörer
die Schallquelle richtig lokalisieren, und zwar neben dem Lautsprecher (4).
Wenn die Schallquelle sich im hinteren Bereich der Bühne befindet
(T0 > 0), dann werden beiden Lautsprechern niedrigere Lautstärken als SO zugeführt,
so das der Zuhörer eine größer Entfernung zu der Schallquelle empfindet.
Mit vier Lautsprecher ist die Raumempfindung ähnlich, mit dem Unterschied,
dass die Tiefe der Bühne realitätsnäher vom Zuhörer empfunden wird 3.
1Bühne mit Breite B0 und Tiefe T01.1Bühnen Tiefe T01.2BühnenBreite B02Reele Schallquelle mit Schallaufnehmer3Virtuelle Schallquelle mit Schallaufnehmer4Lautsprecher vorne rechts5Lautsprecher vorne links6Lautsprecher hinten rechts7Lautsprecher hinten links8Zuhörer
Anspruch[de]
Beschallungsanordnung mit mobilen und Schallquelle gebundenen Schallaufnehmer
und stereophonisch angeordneten Lautsprecher (2) ist
dadurch gekennzeichnet, dass die an die Lautsprecher zugeführten Signalstärken
abhängig von der relativen Position der Schallquelle zu den Lautsprecher sind.
Beschallungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die an die Lautsprecher zugeführten Signalleistung entsprechend Gleichung 1 bzw.
Gleichung 2 gewichtet werden.
Beschallungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens zwei stereophonisch angeordnete Lautsprecher verwendet
werden.
Beschallungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens vier Lautsprecher verwendet werden, um sowohl Bewegungen
in der Breite als auch in der Tiefe der Bühne wiedergegeben werden können (3).
Beschallungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass sowohl die Positionserfassung des Schallaufnehmers, bzw. der
Schallquelle, als auch die Schallsignale über Funkstrecken übertragen werden.
Beschallungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass sowohl die Positionserfassung des Schallaufnehmers, bzw. der
Schallquelle, als auch die Schallsignale über die selben Funkstrecken übertragen
werden.
Beschallungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Position des Schallaufnehmers über eine Messung der Leistungen
der Funkstrecken ermittelt wird.