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Dokumentenidentifikation DE69732290T2 22.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000884739
Titel PRODUKT ZUR UNTERDRÜCKUNG VON ELEKTROMAGNETISCHEN INTERFERENZEN
Anmelder Nec Tokin Corp., Sendai, Miyagi, JP
Erfinder YOSHIDA, Shigeyoshi, Sendai-shi, Miyagi 982, JP;
SATO, Mitsuharu, Sendai-shi, Miyagi 982, JP;
KAMEI, Koji, Sendai-shi, Miyagi 982, JP
Vertreter PRÜFER & PARTNER GbR, 81545 München
DE-Aktenzeichen 69732290
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.09.1997
EP-Aktenzeichen 979412244
WO-Anmeldetag 24.09.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/JP97/03396
WO-Veröffentlichungsnummer 0098014962
WO-Veröffentlichungsdatum 09.04.1998
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 19.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.2005
IPC-Hauptklasse H01F 1/00
IPC-Nebenklasse H01Q 17/00   H05K 9/00   H01F 1/26   H01F 1/37   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz im Hochfrequenzbereich, insbesondere einem Mikrowellenband, und insbesondere auf ein magnetisches Kompositmaterial dafür.

Hintergrundstechnik

In den vergangenen Jahren war die Verbreitung elektronischer Vorrichtungen, einschließlich digitaler elektronischer Vorrichtungen, unter Verwendung von Hochfrequenzwellen im Fortschritt begriffen und dabei war die Verbreitung von Vorrichtungen der Mobilkommunikation unter Verwendung von Quasi-Mikrowellenbändern oder Mikrowellenbändern beachtlich. In solchen Vorrichtungen der Mobilkommunikation, die durch tragbare Telefone repräsentiert werden, ist der Bedarf an einer Verringerung der Größe und des Gewichts so groß, daß der Einbau von elektronischen Komponenten in hoher Dichte zum größten technischen Problem geworden ist. Da sich folglich die elektronischen Komponenten, die gedruckte Verdrahtung, die Zwischenmodulverdrahtung, etc., die in übermäßiger Enge montiert werden, einander extrem annähern, und da ferner die Beschleunigung der Signalprozessiergeschwindigkeit geplant ist, wird die Zwischenzeilenkopplung aufgrund der elektrostatischen Kopplung und/oder der elektromagnetischen Kopplung groß, und es wird eine Interferenz aufgrund Strahlungsrauschen oder dergleichen verursacht, so daß nicht wenige Situationen aufgetreten sind, bei denen ein normaler Betrieb der Vorrichtungen gestört wird.

H. J. Kwon et al. in "Journal Of Applied Physics", Bd., 75, Nr. 10, Teil 2A, S. 6109–6111 (1994) berichten über die Mikrowellenabsorption und Resonanzphänomene von Mikrowellenabsorbern von Y-hexagonalem Ferrit. Kompositkörper wurden hergestellt durch Vermischen von Ni2–xZnxY-Pulvern mit Silicongummis.

Der Patent Abstracts of Japan, Bd., 1995, Nr. 3 (1995) (JP-A-06-342715) bezieht sich auf ein Staub-Kernmaterial, welches Legierungspulver enthält, dessen Hauptkomponenten Eisen, Kobalt und Vanadium sowie ein organisches Bindemittel wie Siliconharz sind, welches das Legierungspulver bindet. Der Staub-Kern dämmt die Erhöhung des Wirbelstromverlusts ein und stellt ausgezeichnete Mikrowellenfrequenzeigenschaften zur Verfügung.

Die JP-A-62-213 101 offenbart ein magnetisches Kompositmaterial, welches eine komplexe magnetische Permeabilität und eine komplexe Dielektrizitätskonstante aufweist, die die folgenden Formeln erfüllen: 0,05 ≤ (log &mgr;r'')/f ≤ 0,2; und 3 ≤ &egr;r' ≤ 20.

Herkömmlicherweise ist gegen eine solche, sogenannte elektromagnetische Hochfrequenzinterferenz hauptsächlich die Maßnahme unternommen worden, eine Leiterabschirmung anzuwenden.

Da jedoch die Leiterabschirmung eine Gegenmaßnahme gegen elektromagnetische Interferenz unter Verwendung der Reflexion von elektromagnetischen Wellen aufgrund einer Impedanzfehlanpassung gegenüber dem Raum darstellt, kann sie zwar eine Abschirmwirkung bereitstellen, besitzt jedoch einen Nachteil, daß die elektromagnetische Kopplung aufgrund der Reflexion von einer unerwünschten Strahlungsquelle gefördert wird. Zum Lösen eines solchen Nachteils könnte eine zweite elektromagnetische Interferenz-Gegenmaßnahme als wirksam angesehen werden, daß ein magnetischer Verlust eines magnetischen Körpers benutzt wird, d. h. ein Imaginärteil der Premeabilität &mgr;'', um die unerwünschte Strahlung zu unterdrücken.

Es ist bekannt gewesen, daß die Absorptionseffizienz einer unerwünschten Strahlung entsprechend einer Größe &mgr;'' in einem Frequenzbereich zunimmt, in dem &mgr;'' > &mgr;'. Zum Erhalten eines großen magnetischen Verlusts in einem Mikrowellenband ist es folglich notwendig, eine Charakteristik zu verwirklichen, wo der Realteil der Permeabilität gedämpft wird aufgrund der magnetischen Resonanz in einem VHF-Band (30 MHz bis 300 MHz), einem Quasi-Mikrowellenband (300 MHz bis 3 GHz) oder einer Niedrigfrequenzseite eines Mikrowellenbands (3 GHz bis ungefähr 10 GHz).

Deshalb ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen magnetischen Kompositkörper bereitzustellen, bei dem die magnetische Resonanz in einem Bereich vom VHF-Band bis zum Mikrowellenband erscheint und als einem Ergebnis ein magnetischer Verlust im Mikrowellenband groß ist (d. h. ein Imaginärteil der Permeabilität &mgr;'' groß ist). Es ist eine weitere Aufgabe, einen Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz unter Verwendung eines solchen magnetischen Kompositkörpers bereitzustellen.

Offenbarung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz gemäß Anspruch 1 erhalten. Weiterentwicklungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz erhalten, bei dem der vorbezeichnete magnetische Kompositkörper als einem Material davon verwendet wird und der einen hohen magnetischen Verlust bei einem Mikrowellenband aufweist.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Diagramm, welches schematisch einen Abschnitt eines magnetischen Kompositkörpers der vorliegenden Erfindung zeigt;

2 ist ein Diagramm, das die &mgr;-f-Charakteristika der Probe 1 und der Probe 4 eines magnetischen Kompositkörpers gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt; und

3 ist ein schematisches Diagramm, welches ein Prüfsystem zeigt, das zur Prüfung der Eigenschaften eines Körpers zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz unter Verwendung einer Probe eines magnetischen Kompositkörpers der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

Beste Ausführungsform der Erfindung

In der vorliegenden Erfindung wird als einem Rohmaterial ein halb-hartes magnetisches Material mit einer Koerzitivkraft Hc von 790-23.700 A/m (10 bis 300 Oe), zum Beispiel ein metallischer Magnetkörper wie eine Fe-Co-Mo-Legierung, eine Co-Fe-Nb-Legierung oder eine Fe-Co-V-Legierung, verwendet.

Wenn das Rohmaterial ein metallischer Magnetkörper darstellt, wird grobes Pulver erhalten durch ein mechanisches Mühlverfahren, ein Atomisierungsverfahren oder dergleichen, wonach unter Verwendung einer Naßmühle wie einem Zerreiber planiert wird und danach unter Verwendung eines organischen Bindemittels gebunden bzw. bondiert wird, um einen magnetischen Kompositkörper zu erhalten. Wenn andererseits das Rohmaterial ein oxidischer Magnetkörper ist, wird flaches oder nadelförmiges Feinpulver direkt hergestellt durch ein Kristallisationsverfahren, wie einem hydrothermalen Syntheseverfahren oder dergleichen, und dann unter Verwendung eines organischen Bindemittels gebunden bzw. bondiert, um einen magnetischen Kompositkörper zu erhalten.

Zum Erhalt eines großen Imaginärteils der Permeabilität &mgr;'' im vorgenannten magnetischen Kompositkörper wird das magnetische Pulver planiert oder in Nadelform gebracht, um eine Dicke zu erhalten, die gleich der Eindringtiefe oder geringer ist, wird ein Längen/Seitenverhältnis des planierten oder in Nadelform gebrachten, halb-harten magnetischen Materials auf ungefähr nicht weniger als 10 eingestellt, um den diamagnetischen Feldkoeffizienten Nd auf ungefähr 1 einzustellen, und wird das magnetische Pulver im magnetischen Kompositkörper orientiert/ausgerichtet. Die Eindringtiefe &dgr; ist hier gegeben durch die folgende Gleichung: &dgr; = (&rgr;/&pgr;&mgr;f)1/2

In der voranstehenden Gleichung gibt &rgr; den spezifischen Widerstand an, &mgr; gibt die Permeabilität an und f gibt die Frequenz an. Obgleich Werte sich in Abhängigkeit von den Zielfrequenzen unterscheiden, ist es hier zum Erhalt der gewünschten Eindringtiefe und des gewünschten Längen/Breiten-Verhältnisses eine der einfachsten Maßnahmen, den mittleren Teilchendurchmesser des Pulvers des Ausgangsmaterials festzulegen, wenn der metallische Magnetkörper verwendet wird.

Als typische Mahlmittel, die zum Planieren des metallischen Magnetmaterials verwendet werden können, können eine Kugelmühle, ein Zerreiber, eine Stiftmühle, etc. genannt werden. Solange die Dicke und das Längen/Breiten-Verhältnis des magnetischen Pulvers, welches die vorangehenden Bedingungen erfüllt, erhalten werden können, gibt es bezüglich der Mahlmittel keine Beschränkung.

Zum Sicherstellen einer elektrischen Isolierung zwischen den einzelnen magnetischen Pulverteilen im magnetischen Kompositkörper, um eine Funktion wie eine elektrische Isolierung gegenüber dem magnetischen Kompositkörper selbst in einem Zustand hoher Ladungsdichte des magnetischen Pulvers zu geben, ist es bevorzugt, dielektrische Schichten auf den Oberflächen des magnetischen Pulvers eines Legierungsmaterials zu bilden. Die dielektrischen Schichten können realisiert werden in Form von Oxidschichten von Metallelementen, die die Legierung aufbauen, indem die Oberflächen des metallischen Magnetpulvers oxidiert werden. Als ein Beispiel einer Maßnahme zur Oxidation der Oberflächen des metallischen Pulvers ist es im Hinblick auf Einfachheit, Stabilität und der Sicherheit einer Kontrolle bevorzugt, einen Oxidationsprozeß mittels einer Säureentfernungsmethode in flüssiger Phase oder einer Säureentfernungsmethode in Gasphase durchzuführen, wo Stickstoff/Sauerstoff-Mischgas bei einem eingestellten Sauerstoffpartialdruck in einem organischen Kohlenwasserstofflösungsmittel oder einer Inertgas-Atmosphäre eingeführt wird, insbesondere für metallisches Pulver, welches eine hohe Aktivität und eine relativ kleine Größe aufweist.

Als einem organischen Bindemittel, das als einer Bestandteilskomponente des metallischen Kompositkörpers der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, können Polyetherharz, Polethylenharz, Polyvinylchloridharz, Polyvinylbutyralharz, Polyurethanharz, Celluloseharz, ABS-Harz, Nitril-Butadien-Harz, Styrol-Butatien-Harz, Epoxyharz, Phenolharz, Amidharz, Imidharz oder Copolymere davon genannt werden.

Bezüglich der vorangehenden Mittel zum Kneten/Dispergieren des halb-harten magnetischen Pulvers und des organischen Bindemittels zum Erhalt des magnetischen Kompositkörpers gibt es keine besondere Einschränkung, und ein bevorzugtes Verfahren kann ausgewählt werden unter Verwendung der Eigenschaften eines zu verwendenden Bindemittels und der Einrichtung der Prozesse als Auswahlkriterien.

Als Mittel zur Orientierung/Ausrichtung der magnetischen Teilchen in der gekneteten/dispergierten magnetischen Mischung gibt es ein Verfahren unter Verwendung einer Scherbeanspruchung und ein Verfahren unter Verwendung einer magnetischen Feldorientierung, wobei das eine oder das andere verwendet werden kann.

Zum Erläutern einer Struktur des magnetischen Kompositkörpers der vorliegenden Erfindung ist sein Schnitt in 1 schematisch gezeigt. Auf diese Figur bezug nehmend ist ein magnetischer Kompositkörper 1 gebildet, in dem flache, halb-harte Magnetteilchen 2 in einer Schicht eines organischen Bindemittels 3 dispergiert werden und diese gebunden werden. 4 bezeichnet andererseits einen Träger, der bereitgestellt wird, wenn die Festigkeit zur Handhabung erforderlich ist, oder wenn ergänzend zur magnetischen Hochfrequenzverlustcharakteristik eine Abschirmcharakteristik als einem Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz erforderlich ist. Er kann eine isolierende Platte sein, wenn lediglich auf eine Verbesserung der mechanischen Festigkeit abgezielt wird. Wenn andererseits die Abschirmungscharakteristik erforderlich ist, ist es nötig, eine elektrische Eigenschaft in Betracht zu ziehen und ein in bezug auf die elektrische Leitfähigkeit ausgezeichnetes Material auszuwählen. Eine Kupferplatte in 3, die später beschrieben wird, wird ebenfalls als ein Abschirmungselement mit hoher elektrischer Leitfähigkeit verwendet.

Nachfolgend werden konkretere Beispiele beschrieben.

Zuerst wurden eine Vielzahl von Blöcken aus Fe-Co-Mo-Legierung, Co-Fe-Nb-Legierung und Fe-Co-V-Legierung hergestellt und grob durch ein Stampfwerk gemahlen, dann unter Verwendung eines Zerreibers unter verschiedenen Bedingungen Mahlprozessen unterworfen. Während Stickstoff/Sauerstoff-Mischgas bei einem 35%-igen Sauerstoffpartialdruck eingeführt wurde, wurden sie ferner für acht Stunden in einem organischen Kohlenwasserstofflösungsmittel in Bewegung versetzt und einem Säureentfernungsprozeß in flüssiger Phase unterworfen. Danach wurde ein Klassifizierungsprozeß durchgeführt, um eine Vielzahl von Proben flacher magnetischer Pulver mit unterschiedlichen Koerzitivkräften Hc zu erhalten. Als einem Ergebnis der Analyse der Oberflächen der erhaltenen Pulver wurde die Erzeugung von Metalloxiden klar bestätigt, so daß das Vorliegen von Oxidfilmen auf den Oberflächen der Probenpulver bestätigt wurde.

Andererseits wurden &ggr;-Fe2O3-Pulver und Pulver aus Co-Ti-substituiertem Ba-Ferrit durch die hydrothermale Synthesemethode hergestellt, um Proben oxidischer Magnetpulver zu erhalten.

Unter Verwendung dieser Pulver wurden unten beschriebene Proben von magnetischen Kompositkörpern zum Prüfen der &mgr;-f-Eigenschaften hergestellt.

Zur Messung der &mgr;-f-Eigenschaften wurden die verwendeten Proben der magnetischen Kompositkörper zu ringförmigen Formen prozessiert. Durch deren Einbringen in eine Test-Befestigungsvorrichtung unter Bildung einer Ein-Wicklungsspule zur Messung von deren Impedanz wurden &mgr;' und &mgr;'' erzielt.

Probe 1

Eine halb-harte magnetische Paste wurde hergestellt, die die nachfolgende Zusammensetzung aufwies, und durch einen Rakelmesserprozeß zu einem Film geformt. Nach Auferlegung eines Heißpressens darauf wurde eine Härtung für 24 Stunden bei 85°C durchgeführt, um die Probe 1 zu erhalten.

Die erhaltene Probe 1 wurde unter Verwendung eines Abtastelektronenmikroskops analysiert, und es wurde bestätigt, daß die Teilchenausrichtung in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe vorlag. Flacher, halb-harter magnetischer Körper (Fe-Co-Mo-Legierung) Feinpulver A mittlerer Teilchendurchmesser: ∅ 20 &mgr;m × 0,3 &mgr;mt Koerzitivkraft Hc: 1975 A/m (25 Oe) 95 Gewichtsteile Polyurethanharz 8 Gewichtsteile Härtungsmittel (Isocyanat-Verbindung) 2 Gewichtsteile Lösungsmittel (Mischung aus Cyclohexanon und Toluol) 40 Gewichtsteile

Probe 2

Eine halb-harte magnetische Paste wurde hergestellt, die die nachfolgende Zusammensetzung aufwies, und durch einen Rakelmesserprozeß zu einem Film geformt. Nach Auferlegung eines Heißpressens darauf wurde eine Härtung für 24 Stunden bei 85°C durchgeführt, um die Probe 2 zu erhalten.

Die erhaltene Probe 2 wurde unter Verwendung eines Abtastelektronenmikroskops analysiert, und es wurde bestätigt, daß die Teilchenausrichtung in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe vorlag. Flacher, halb-harter magnetischer Körper (Co-Fe-Nb-Legierung) Feinpulver B 95 Gewichtsteile mittlerer Teilchendurchmesser: ∅ 20 &mgr;m × 0,3 &mgr;mt Koerzitivkraft Hc: 2528 A/m (32 Oe) Polyurethanharz 8 Gewichtsteile Härtungsmittel (Isocyanat-Verbindung) 2 Gewichtsteile Lösungsmittel (Mischung aus Cyclohexanon und Toluol) 40 Gewichtsteile

Probe 3

Eine halb-harte magnetische Paste wurde hergestellt, die die nachfolgende Zusammensetzung aufwies, und durch einen Rakelmesserprozeß zu einem Film geformt. Nach Auferlegung eines Heißpressens darauf wurde eine Härtung für 24 Stunden bei 85°C durchgeführt, um die Probe 3 zu erhalten.

Die erhaltene Probe 3 wurde unter Verwendung eines Abtastelektronenmikroskops analysiert, und es wurde bestätigt, daß die Teilchenausrichtung in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe vorlag. Flacher, halb-harter magnetischer Körper (Fe-Co-V-Legierung) Feinpulver C mittlerer Teilchendurchmesser: ∅ 20 &mgr;m × 0,4 &mgr;mt Koerzitivkraft Hc: 10270 A/m (130 Oe) 95 Gewichtsteile Polyurethanharz 8 Gewichtsteile Härtungsmittel (Isocyanat-Verbindung) 2 Gewichtsteile Lösungsmittel (Mischung aus Cyclohexanon und Toluol) 40 Gewichtsteile

Bezugsprobe 4

Eine halb-harte magnetische Paste wurde hergestellt, die die nachfolgende Zusammensetzung aufwies, und durch einen Rakelmesserprozeß zu einem Film geformt. Nach dessen Trocknen in einem magnetischen Feld in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe wurde ein Heißpressen darauf angewandt und eine Härtung für 24 Stunden bei 85°C wurde durchgeführt, um die Bezugsprobe 4 zu erhalten.

Die erhaltene Bezugsprobe 4 wurde unter Verwendung eines Vibrations-Magnetometers analysiert, und es wurde bestätigt, daß eine leichte Magnetisierungsachse in einer Oberflächenausgerichteten Richtung der Probe vorlag. Nadelförmiger, halb-harter magnetischer Körper (&ggr;-Fe2O3) Feinpulver D mittlerer Teilchendurchmesser: ∅ 10,1 &mgr;m × 0,8 &mgr;mt Koerzitivkraft Hc: 21330 A/m (270 Oe) 95 Gewichtsteile Polyurethanharz 8 Gewichtsteile Härtungsmittel (Isocyanat-Verbindung) 2 Gewichtsteile Lösungsmittel (Mischung aus Cyclohexanon und Toluol) 40 Gewichtsteile

Bezugsprobe 5

Eine halb-harte magnetische Paste wurde hergestellt, die die nachfolgende Zusammensetzung aufwies, und durch einen Rakelmesserprozeß zu einem Film geformt. Nach dessen Trocknen in einem magnetischen Feld in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe wurde ein Heißpressen darauf angewandt und eine Härtung für 24 Stunden bei 85°C wurde durchgeführt, um die Bezugsprobe 5 zu erhalten.

Die erhaltene Bezugsprobe 5 wurde unter Verwendung eines Abtastelektronenmikroskops analysiert, und es wurde bestätigt, daß die Teilchenausrichtung in einer Richtung vorlag, die senkrecht zu einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung war, und sie wurde ferner unter Verwendung eines Vibrations-Magnetometers analysiert, und es wurde bestätigt, daß eine leichte Magnetisierungsachse in einer Oberflächen-ausgerichteten Richtung der Probe vorlag. Flacher, halb-harter magnetischer Körper (Co-Ti-substituiertes Ba-Ferrit) Feinpulver E mittlerer Teilchendurchmesser: ∅ 1 &mgr;m × 0,3 &mgr;mt Koerzitivkraft Hc: 23305 A/m (295 Oe) 95 Gewichtsteile Polyurethanharz 8 Gewichtsteile Härtungsmittel (Isocyanat-Verbindung) 2 Gewichtsteile Lösungsmittel (Mischung aus Cyclohexanon und Toluol) 40 Gewichtsteile

In der untenstehenden Tabelle 1 sind die magnetischen Resonanzfrequenzen fr und die imaginären Teile der Permeabilitäten &mgr;'' gezeigt, die bezüglich der jeweiligen vorangehenden Proben gemessen wurden.

Tabelle 1

2 zeigt die &mgr;-f-Eigenschaften der Probe 1 und der Probe 4. Die anderen Proben zeigten Eigenschaften, die ungefähr innerhalb dieser Frequenzbereiche lagen.

Wie aus der vorangehenden Tabelle 1 und 2 gesehen werden kann, können gemäß der vorliegenden Erfindung magnetische Kompositmaterialien mit hohen magnetischen Verlusten im Mikrowellenband erhalten werden.

Unter Verwendung der vorangehenden Proben wurden unter Verwendung eines wie in 3 gezeigten Prüfsystems die elektromagnetische Interferenz-Unterdrückungswirkungen davon gemessen.

Dabei wurde eine Probe eines magnetischen Kompositkörpers 10 mit einer Dicke von 2 mm und einer Länge an jeder Seite von 20 cm mit einer Kupferplatte 11 gebacken, um eine Probe eines Körpers zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz herzustellen. Von einem elektromagnetischen Wellengenerator 12 wurde über eine Mikroschleifenantenne 13 mit einem Schleifendurchmesser von 1 mm eine elektromagnetische Welle auf die Probe einstrahlen gelassen, und bei einer Antenne 14 der gleichen Größe und Form wurde eine reflektierte Welle aus der Probe des Körpers zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz empfangen, um die Stärke der reflektierten Welle durch ein Netzwerkanalysiergerät (Vorrichtung zur Messung elektromagnetischer Feldstärke) 15 gemessen.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 mit den Oberflächen-Widerständen gezeigt.

Tabelle 2

Die Oberflächen-Widerstände sind dabei gemäß der ASTM-D-257-Methode gemessene Werte. Die Werte der elektromagnetischen Interferenzunterdrückungswirkung stellen die Signaldämpfung dar, wenn die Kupferplatte auf einen Referenzwert (0 dB) eingestellt wird.

Aus der vorangehenden Tabelle 2 sind die nachfolgenden Wirkungen ersichtlich.

Speziell ist gemäß dem magnetischen Kompositkörper der vorliegenden Erfindung der Wert des Oberflächen-Widerstands 107 bis 108 &OHgr;. Durch Verwendung von zumindest an den Oberflächen davon oxidiertem Magnetpulver kann deshalb dem magnetischen Kompositkörper eine hohe Isolierung verliehen werden, so daß die Oberflächenreflektion der elektromagnetischen Wellen aufgrund der Impedanzfehlausrichtung, die bezüglich des Leiters, der metallischen Magnetkörpermasse oder dergleichen beobachtet werden kann, unterdrückt werden.

Ferner wird klar, daß der magnetische Kompositkörper der vorliegenden Erfindung im Mikrowellenband eine ausgzeichnete Wirkung der Unterdrückung der elektromagnetischen Interferenz aufweist.

Wie oben beschrieben kann gemäß der vorliegenden Erfindung der magnetische Kompositkörper in der Form des halb-harten magnetischen Pulvers, der durch das organische Bindemittel gebunden ist, erhalten werden, wobei dieser einen hohen magnetischen Verlust im Mikrowellenband aufweist und somit die elektromagnetischen Wellen im Mikrowellenband unterdrücken kann. Deshalb kann unter Verwendung des magnetischen Kompositkörpers der dünne Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz erhalten werden, der im Mikrowellenband wirksam ist.

Industrielle Anwendbarkeit

Angesichts der Bestandteilskomponenten davon können dem magnetischen Kompositkörper und dem Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz der vorliegenden Erfindung eine Flexibilität verliehen werden. Somit ist es möglich, mit einer komplizierten Form bzw. Gestalt oder strengen Erfordernissen bezüglich Schwingung und Stoßwiderstand fertig zu werden.


Anspruch[de]
  1. Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz, der aus einem magnetischen Kompositkörper gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Kompositkörper ein halb-hartes, magnetisches Pulver einer magnetischen Metalllegierung mit einer Koerzitivkraft Hc von 790-23.700 A/m (10–300 Oe) sowie ein organisches Bindemittel zum Binden des besagten halb-harten magnetischen Pulvers umfaßt und eine magnetische Resonanz aufweist, die im Bereich vom VHF-Band zum Mikrowellen-Band erscheint.
  2. Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz wie im Anspruch 1 angegeben, dadurch gekennzeichnet, daß das halb-harte magnetische Pulver eine flache oder nadelförmige Gestalt sowie eine Oberflächenbeschichtung eines Metalloxidfilms aufweist und in dem magnetischen Kompositkörper orientiert/ausgerichtet ist.
  3. Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz wie im Anspruch 1 oder 2 angegeben, dadurch gekennzeichnet, daß das halb-harte magnetische Pulver Fe-Co-Mo-Legierungspulver ist.
  4. Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz wie im Anspruch 1 oder 2 angegeben, dadurch gekennzeichnet, daß das halb-harte magnetische Pulver Fe-Co-Nb-Legierungspulver ist.
  5. Körper zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz wie im Anspruch 1 oder 2 angegeben, dadurch gekennzeichnet, daß das halb-harte magnetische Pulver Fe-Co-V-Legierungspulver ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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