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Dokumentenidentifikation DE10002800B4 29.12.2005
Titel NH-Sicherungsleiste
Anmelder Wöhner GmbH & Co. KG Elektrotechnische Systeme, 96472 Rödental, DE
Erfinder Büttner, Alex, 96472 Rödental, DE
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 24.01.2000
DE-Aktenzeichen 10002800
Offenlegungstag 09.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse H01H 85/22
IPC-Nebenklasse H01H 31/12   H01F 38/30   H02B 1/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine NH-Sicherungsleiste mit eingebautem Stromwandler.

Bei bekannten NH-Sicherungsleisten werden die Stromwandler üblicherweise an den innerhalb der Sicherungsleiste angeordneten, etwa Z-förmig verlaufenden Zugangsschienen montiert, was zur Folge hat, daß die Tiefe der gesamten Sicherungsleiste inklusive der Stromwandler durch die Höhe der Stromwandler vergrößert wird, die Stromwandler unterhalb der Sicherungsleiste von dieser wegstehen und damit die Stromwandler die Einbautiefe mitbestimmen. Eine derartige Sicherungsleiste ist aus der DE 297 05 224 U1 bekannt.

Die DE 36 22 486 A1 gibt eine Sicherungsleiste an, die ohne Zwischenschaltung von Stromwandlern direkt auf eine Sammelschiene aufzusetzen ist.

Aus der EP 4 55 589 B1 ist eine Sicherungsschaltereinheit bekannt, bei der ein Stromwandler unterseitig der Sicherungsleiste hervor tritt.

In der DE 298 07 732 U1 ist ein Niederspannungs-Leistungsschalter angegeben, bei dem durch eine neue Gestaltung der Rückwand die Anordnung des Verschlussdeckels und seine Befestigungselemente so angeordnet sind, dass durch eine Öffnung in der Wandung ein Stromwandler eingesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine NH-Sicherungsleiste zu schaffen mit eingebautem bzw. integriertem Stromwandler.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Weitere Abwandlungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die erfindungsgemäße NH-Sicherungsleiste nimmt vorteilhafter Weise die jeweiligen Stromwandler innerhalb des durch die U-förmige Profilierung definierten Raumes auf, was zur Folge hat, daß die Höhe bzw. Tiefe der Sicherungsleiste mit integriertem Stromwandler nicht durch Stromwandler selbst mitbestimmt, sondern durch die Leiste allein bestimmt wird.

Bei der erfindungsgemäßen Sicherungsleiste lassen sich die Stromwandler auf einfache und sichere Weise in die Sicherungsleiste integrieren und gegenüber der Sicherungsleiste montieren, so daß die Sicherungsleiste bereits mit den jeweiligen Stromwandlern bestückt an Ort und Stelle gegenüber den Stromschienen schnell montiert werden kann.

Die Stromwandler selbst rufen somit keinen Überstand gegenüber der Sicherungsleiste hervor, vielmehr kann jeder Stromwandler komplett in den Standard-Leistenkörper der Sicherungsleiste eingesetzt werden und die Einbautiefe der Sicherungsleiste bleibt gegenüber dem Zustand ohne Stromwandler unverändert.

Die jeweiligen Stromwandler lassen sich in die Sicherungsleiste auf einfache Weise einfädeln. Die Wandleranschlüße sind vorzugsweise als Steckanschlüße nach oben geführt und können durch vorgesehene Öffnungen im Leistenkörper von oben bedient werden. Dadurch ist es möglich, die komplette Unterseite der Sicherungsleiste für die Aufnahme der Stromwandler großräumig auszusparen.

Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der NH-Sicherungsleiste anhand der Zeichnung zur Erläuterung weiterer Merkmale beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematische Teilschnittansicht der erfindungsgemäßen NH-Sicherungsleiste mit integrierten Stromwandlern,

2 eine vergrößerte Teilschnittansicht entsprechend 1,

3 eine Draufsicht auf einen Stromwandler,

4 eine Schnittansicht des Stromwandlers nach 3 entlang der Linie A-A in 3,

5 eine Schnittansicht des Stromwandlers gemäß 3 entlang der Schnittlinie B-B-, und

6 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Einbaus eines Stromwandlers.

Im Folgenden wird auf 1 Bezug genommen.

1 zeigt eine NH-Sicherungsleiste, die von ihrer Oberseite wegstehend mehrere zueinander parallele Kontakte 1, 2, 3, 4, 5, 6 aufweist, die zum Einsatz von Sicherungselementen bzw. Sicherungseinheiten dienen. Die Kontakte 1 bis 6 sind mit Ausnahme eines Schlitzes zum Einschieben der Sicherungskontakte mit nicht weiterbezeichneten Schutzhauben abgedeckt.

Jeder der Kontakte 1, 3, 5 ist mit einer Zugangsschiene 8, 9, 10 elektrisch verbunden, wobei jede Zugangsschiene 8, 9, 10 gemäß der Darstellung nach 1, also von der Seite betrachtet, etwa Z-förmigen Verlauf hat.

Jede Zugangsschiene 8, 9, 10 ist bei montierter NH-Sicherungsleiste mit den zugehörigen Stromschienen 12, 13, 14 verbunden.

Die Leiste hat im wesentlichen ein U-förmiges Profil in Schnittansicht quer zur Zeichnungsebene in 1 und besteht somit aus zwei im wesentlichen zueinander parallelen Seitenwänden 16, von welchen in 1 nur die hintere Seitenwand dargestellt ist, und einer Querwand 17, die als Basis die beiden Seitenwände 16 miteinander verbindet, wie dies aus 1 erkennbar ist. Derartige Leisten sind an sich bekannt.

Somit wird die NH-Sicherungsleiste hinsichtlich ihrer Abmessungen im wesentlichen durch die Seitenwände 16 und die Querwand 17 bestimmt, wobei die Kontakte 1 bis 6 von der Querwand oder Basis 17 nach oben wegstehen.

Die erfindungsgemäße NH-Sicherungsleiste enthält gemäß 1 Stromwandler 18, 19, 20 als integrierte Bauelemente, wobei die Stromwandler 18 bis 20 in den Hohlraum der Sicherungsleiste eingebracht sind, wie dies aus 1 hervorgeht.

Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform ist jeder Stromwandler 18, 19, 20 vorzugsweise unterhalb des zugehörigen Kontaktes 1, 3, 5 angeordnet und liegt in einer Ebene parallel zur oberen Querwand 17.

Wie 1 weiterhin zeigt, sind die Stromwandler 18 bis 20 mit einer vorbestimmten Distanz gegenüber der Querwand oder Basis 17 beabstandet und liegen somit innerhalb des durch die Seitenwände 16 und die Querwand 17 definierten Raumes innerhalb der NH-Sicherungsleiste.

Zur Fixierung jedes Stromwandlers 18, 19, 20 ist unterhalb der Querwand 17 jeweils ein Befestigungssockel 22 und ein Auflagesockel 23 ausgebildet, die mit gleicher Distanz bzw. Tiefe gegenüber der Querwand 17 vorgesehen sind, wodurch der Stromwandler 18 parallel zur Querwand 17 liegend innerhalb der NH-Sicherungsleiste aufgenommen wird.

Der Befestigungssockel 22 ist mit einer Bohrung 24 versehen, die zu Aufnahme einer Schraube oder Mutter 25 dient, die von der Unterseite des Stromwandlers 18 in die Bohrung 24 eingeschraubt werden kann.

Die Befestigungssockel 22 können paarweise und in Querrichtung zur Leiste beabstandet vorgesehen sein, wie dies nachfolgend noch durch die detaillierte Erläuterung des Stromwandlers 18 in Verbindung mit 3 erkennbar wird.

Stromwandler weisen im allgemeinen eine Öffnung auf, die den Mittelpunkt der im Stromwandler befindlichen Wicklung definiert. Ferne ist jeder Stromwandler 18, 19, 20 nicht nur mit einer mittigen, zylindrischen Öffnung versehen, sondern mit einer schlitzförmigen Öffnung 27, die das Auffädeln jedes Stromwandlers 18 auf die Zugangsschiene 8, 9 ermöglicht.

Zum Anschluß jedes Stromwandlers 18, 19, 20 ist, wie in 2 angedeutet, eine Wandleranschlußleitung 29 vorgesehen, die durch eine entsprechende Öffnung 30 in der Querwand 17 hindurchgeführt ist. Die Anschlußleitung 29 wird auf einen Steckkontakt 31 des Stromwandlers 18 unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Steckschuhes 32 aufgesteckt. Der Steckkontakt 31 des Stromwandlers 18 ist in einer im Stromwandlergehäuse definierten Aussparung 33 vorgesehen, wobei die Aussparung 33 so tief gewählt ist, daß der Steckkontakt 31 geschützt innerhalb dieser Aussparung 33 liegt.

Nach der Darstellung nach 2 befindet sich ein Ende jeder Zugangsschiene 8, 9, 10 zwischen dem Auflagesockel 23, der aus einem isolierendem Material, beispielsweise Kunststoff besteht, und einem den Kontakt 1 tragenden Fuß 35. Dieses Ende der Zugangsschiene 8 ist mit 8a bezeichnet. An den Zugangsschienenabschnitt 8a schließt sich dann ein nach unten geführter schräg oder vertikal verlaufender Abschnitt 8b an, der durch die Öffnung 27 des Stromwandlers 18 hindurchreicht. Der zum Abschnitt 8a parallele Endabschnitt 8c ist wie an sich üblich mit einer Öffnung 36 zur Durchführung der Schraubmittel versehen, die zur Befestigung der Zugangsschiene 8, 9, 10 an der zugehörigen Stromschiene 12, 13, 19 erforderlich ist.

3 zeigt als Beispiel einen Stromwandler 18, der im wesentlichen rechteckige Gestalt besitzt. Die bei Stromwandlern übliche zylindrische Aussparung hat gemäß 3 im wesentlichen schlitzförmige Gestalt, d.h. der mittige Teil dieser Öffnung 27 ist zylindrisch und an den zylindrischen Abschnitt schließen sich seitliche schlitzförmige Verlängerungen an. Die Breite der schlitzförmigen bzw. teilzylindrischen Öffnung 27 entspricht der Breite der Zugangsschienen 8 bis 10.

Somit weist die Öffnung 27 ein Öffnungsprofil auf, welches zum einen der rechteckigen Querschnittsprofilierung der Zugangsschienen 8 bis 10 entspricht und zum anderen die Geometrie der eingesetzten Wicklungen durch die teilzylindrische Gestaltung berücksichtigt.

Weiterhin ist jeder Stromwandler 18 bis 20 mit einem Durchgangsöffnungspaar 38 versehen, welches zur Durchführung der mit 25 bezeichneten Schraubmittel zum Zwecke der Befestigung an der Sicherungsleiste vorgesehen ist.

4 und 5 zeigen Schnittansichten entlang der Linie A-A' und B-B' in 3. Aus der Schnittdarstellung nach 4 ist ersichtlich, daß die Öffnung 27 an ihrer oberen und zur Mitte gerichteten Kante 40 sowie an ihrer unteren und nach außen gerichteten Kante 41 abgeschrägt ist. Das Vorsehen solcher Abschrägungen 40, 41 kann das Einsetzen jedes Stromwandlers 18, 19, 20 über die Zugangsschienen 8 bis 10 hinweg erleichtern und trägt weiterhin dazu bei, daß die Breite der schlitzförmigen Öffnung 27 (3) nicht wesentlich größer dimensioniert sein muß als die Stärke der Zugangsschienen 8 bis 10 selbst.

6 zeigt schematisch das Vorgehen beim Einbringen und Montieren eines Stromwandlers 18. Gemäß 6 wird, zunächst ein Stromwandler 18' in vertikaler Lage auf die Zugangsschiene 8' aufgesetzt.

Der Stromwandler 18' wird mit seiner schlitzförmigen Öffnung 27' auf den Abschnitt 8c der Zugangsschiene 8' aufgesetzt. Anschließend wird der Stromwandler 18' in Richtung eines Pfeiles 43 verlagert, wie dies in 6 Mitte dargestellt ist, wonach der Stromwandler 18' in die durch das Bezugszeichen 18'' gezeigte Schräglage verschwenkt wird, bevor er in die durch das Bezugszeichen 18''' dargestellte Endposition verbracht wird, in welcher der Stromwandler 18 in Anlage steht zu dem Befestigungssockel bzw. den Befestigungssockeln 22, 23.

Bei der in den Figuren dargestellten Sicherungsleiste sind insgesamt drei Stromwandler 18, 19, 20 vorgesehen. Ersichtlicherweise kann die Sicherungsleiste hinsichtlich der Zahl der Kontakte und Stromwandler variiert werden.


Anspruch[de]
  1. NH-Sicherungsleiste mit eingebauten Stromwandlern,

    mit einer profilierten Leiste aus Kunststoff oder dergleichen, entlang deren Achse zueinander beabstandete Kontakte (1, 2, 3, 4, 5, 6) für Sicherungseinheiten vorgesehen sind, bei der die profilierte Leiste etwa U-förmig ausgebildet ist,

    wobei die Schenkel (16, 17) des U-förmigen Profils zumindest teilweise einen Raum zur Unterbringung von Stromwandlern (18, 19, 20) festlegen,

    mit etwa Z-förmig verlaufenden Zugangsschienen (8, 9, 10), die einen ersten Abschnitt (8a) aufweisen, welcher im wesentlichen unterhalb des zugehörigen Kontaktes (1, 3, 5) angeordnet ist, und

    wobei jeder Stromwandler (18, 19, 20) mit einer im wesentlichen schlitzförmigen Durchgangsöffnung (27) zur Durchführung der betreffenden Zugangsschiene (8, 9 , 10) versehen ist.
  2. NH-Sicherungsleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stromwandler (18, 19, 20) im eingebauten Zustand innerhalb der Leiste (16, 17) unterhalb des zugehörigen Kontaktes (1, 3, 5) und in einer Ebene parallel zur oberen Querwand (17) der Leiste (16, 17) angeordnet ist.
  3. NH-Sicherungsleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (8b) jeder Zugangsschiene (8) bei eingebautem Stromwandler (18) schräg oder vertikal gegenüber dem Stromwandler (18) durch dessen Öffnung (27) hindurchgeführt ist.
  4. NH-Sicherungsleiste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugangsschienenabschnitt (8a) und der Endabschnitt (8c) jeder Zugangsschiene zueinander parallel liegen und parallel innerhalb der Leiste (17) angeordnet sind.
  5. Sicherungsleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromwandler (18, 19, 20) gegenüber der Querwand (17) beabstandet sind.
  6. Sicherungsleiste nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querwand (17) Befestigungssockel (22) und Auflagesockel (23) zur Montage der Stromwandler (18, 19, 20) aufweist.
  7. Sicherungsleiste nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stromwandler (18, 19, 20) eine im Querschnitt etwa rechteckige bzw. schlitzförmige Öffnung (27) aufweist, deren mittiger Bereich durch eine zylindrische Ausweitung definiert ist.
  8. Sicherungsleiste nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schlitzförmige Öffnung (27) jedes Stromwandlers (18, 19, 20) an einer zur Mitte weisenden Kante (90) und einer nach außen weisenden Kante (41) abgeschrägt ist.
  9. Sicherungsleiste nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeschrägten Kanten (40, 41) diametral einander gegenüber liegen.
  10. Sicherungsleiste nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Stromwandler (18, 19, 20) mit einer zur Querwand (17) weisenden Aussparung (33) zur Aufnahme eines Steckkontaktes (31) versehen ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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