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Dokumentenidentifikation DE10020992B4 29.12.2005
Titel Überwachungsverfahren und -vorrichtung
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Holzmann, Manfred, Dipl.-Ing. (FH), 91171 Greding, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.2000
DE-Aktenzeichen 10020992
Offenlegungstag 30.11.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse B60Q 11/00
IPC-Nebenklasse B60Q 9/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung eines akustischen Signalgebers in einem Fahrzeug.

Aus dem Dokument DE 296 09 378 U1 ist eine Warnvorrichtung für Kraftfahrzeuge bekannt, die den Fahrer eines Fahrzeuges selbst bei lauten Geräuschen im Fahrzeuginnenraum oder bei Schwerhörigkeit auf Warntöne von außerhalb des Fahrzeugs aufmerksam macht, beispielsweise auf ein herannahendes Polizei- oder Rettungsfahrzeug mit eingeschaltetem Martinshorn. Hierbei verfügt die Vorrichtung über einen Signalgeber im Innenraum des Fahrzeugs, eine Empfangseinheit (Mikrophon), das Schallwellen von außerhalb des Fahrzeugs aufnimmt, und eine Identifizierungseinheit, das die aufgenommenen Schallwellen von außerhalb analysiert. Wird festgestellt, dass ein bekannter Warnton (z.B. Martinshorn) von außerhalb empfangen wurde, wird der Signalgeber eingeschaltet. Der Signalgeber kann sowohl ein akustisches Signal (Warnton) als auch ein optisches Signal abgeben und somit den Fahrer auf die Rettungsfahrzeuge hinweisen.

Daneben sind weitere Sicherheitseinrichtungen bekannt. Beispielsweise wird ein Ton oder Gong ausgelöst, wenn kritische Situationen für das Fahrzeug und dessen Insassen während einer Autofahrt bestehen. In diesem Fall wird mittels eines im Fahrzeug eingebauten Abstandsradars während der Fahrt der Abstand des Fahrzeuges zu einem davor fahrenden Fahrzeug gemessen und festgestellt, dass der gemessene Abstand zwischen den Fahrzeugen bei der gefahrenen Geschwindigkeit für die Sicherheit des Autos und der Insassen durchaus gefährlich ist. Bei Unterschreiten einer vorbestimmten Distanz und Erkennen der riskanten Situation wird der Gong ausgelöst, so dass der Fahrer auf diesen sicherheitsgefährdenden Abstand hingewiesen wird. Wird der Gong infolge eines Defektes in diesem Fall nicht ausgelöst, kann es zu sehr schweren Unfällen kommen. Aus der DE 689 06 390 T2 ist es bekannt, die Funktion von Fahrzeugbeleuchtungseinrichtungen zu überwachen. Weiterhin ist es aus der EP 0 740 278 A1 bekannt, bei akustisch arbeitenden Signalgebern den das Signal generierenden Stromkreis zu überwachen oder auch ein Mikrophon einzusetzen.

Aus dieser EP 0740 278 A1 sind die Merkmale der Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche für allgemeine Alarmanlagen bekannt.

Die nachveröffentlichte DE 199 20 502 A1 offenbart ein Verfahren zum Absetzen einer Notfallmeldung nach einem Unfall. Eine regelmäßi9ge Überprüfung eines akustischen Signalgebers zum Hinweis auf eine Gefahrensituation erfolgt hierbei nicht.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, die Sicherheit der Fahrzeuginsassen bzw. des Fahrzeugs zu erhöhen und das Unfallrisiko zu verringern, ohne dazu weitere zusätzliche Mittel vorzusehen und damit mit geringstmöglichem Aufwand die Erhöhung der Sicherheit zu erreichen.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Vorrichtung gemäß der Merkmale des Anspruchs 8.

Erfindungsgemäß wird bei dem Verfahren zur Überwachung eines akustischen Signalgebers in einem Fahrzeug, der Signalgeber und/oder der Zustand des Signalgebers von einer mit dem Signalgeber zusammenwirkenden Sensorik überprüft. Vorrangig ist es hierbei, dass das Ertönen des akustischen Signalgebers (z.B. Gong) und/oder der Ton bzw. die Signale des Signalgebers als solches überwacht werden. Das Ziel der Erfindung besteht darin, dass der Signalgeber jederzeit einsatzbereit ist. In Folge dieser Überwachung wird festgestellt, ob der Zustand des Signalgebers unbeschädigt ist und der Signalgeber ordnungsgemäß funktioniert. Nur im intakten Zustand des Signalgebers wird gewährleistet, dass der Fahrer eines Fahrzeuges und weitere Insassen des Fahrzeuges stets in schwierigen Situationen gewarnt oder auf bestimmte erforderliche Reaktionen hingewiesen werden. Eine derartige kritische Situation kann dadurch entstehen, dass der Abstand zwischen zwei fahrenden Fahrzeugen zu gering ist. In diesem Risikofall löst das Abstandsradar den akustischen Signalgeber aus. Die Erfindung ist beispielsweise auch in Verbindung mit einem Navigationssystem einsetzbar um sicherzustellen, dass die Hinweise des Gerätes auch tatsächlich ertönen.

Des weiteren wird die Sicherheit des Fahrzeuges und die Zuverlässigkeit des Signalgebers gesteigert, wenn der Signalgeber und dessen Zustand während der Fahrt des Fahrzeuges überprüft wird. Wird das Fahrzeug in Betrieb genommen, so kann der Signalgeber erfindungsgemäß geprüft werden. Durch die Überwachung des Signalgebers wird gewährleistet, dass der Warngeber, wenn er normalerweise d.h. im Fahrzeugbetrieb gebraucht wird, zuverlässig arbeitet. Die Überprüfung des Signalgebers kann natürlich auch grundsätzlich bei Inbetriebnahme des Fahrzeuges und/oder bei jeder bestimmungsgemäßen Ansteuerung des Signalgebers erfolgen.

Des weiteren wird vorzugsweise der Signalgeber und dessen Zustand in vorbestimmten Zeitabständen und/oder Fahrdistanzen überprüft. Hierdurch wird der Signalgeber regelmäßig kontrolliert. Zu den vorbestimmten Zeitabständen kann es u.a. gehören, dass ein Test durchgeführt wird, wenn das Auto eine längere Zeitdauer nicht benutzt wurde. In diesem Fall kann die Überwachung des Signalgebers bei Inbetriebnahme des Fahrzeugs vorgenommen werden. Darüber hinaus findet eine Prüfung in vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitabständen oder gefahrenen Kilometern während der Fahrt des Fahrzeuges statt.

Außerdem bietet sich die Möglichkeit, dass der Signalgeber und dessen Zustand bei Aktivierung, inbesondere bei jeder Aktivierung des Signalgebers überprüft wird. Wird beispielsweise der Signalgeber in einer kritischen Fahrsituation ausgelöst, so kann gleichzeitig das abgegebene Signal zum Test des Signalgebers verwendet werden.

Mittels des durchgeführten Tests wird erfindungsgemäß der Verschleiß und/oder eine Beschädigung des Signalgebers erfasst. Insgesamt kann die Lebensdauer des Signalgebers bzw. dessen Einzelteile überwacht werden.

Wird festgestellt, dass der Signalgeber nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, so kann ein Austausch erfolgen. Beispielsweise können hierdurch Risse oder andere Schäden an der Membrane des Lautsprechers oder Schäden an der Ansteuerung des Signalgebers festgestellt werden.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird für die Überprüfung des Signalgebers ein Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand des Signalgebers verglichen. Treten größere Abweichungen in der Lautstärke oder anderen messbaren Eigenschaften des Signalgebers (z.B. dessen Tonspektrum) auf, so kann diese Abweichung oder Störung angezeigt werden, um eine Reparatur oder einen Austausch durchzuführen.

Um über einen Defekt des Signalgebers oder der gesamten Anlage den Fahrzeugführer oder einem Reparateur zu informieren, wird in Abhängigkeit des durchgeführten Vergleichs der Zustand des Signalgebers, vorzugsweise optisch und/oder akustisch angezeigt. Mittels eines Ersatzsignals, eines Displays oder mittels Ansagen erhält der Fahrer des Autos entsprechende Kenntnis über den mangelhaften und sicherheitsgefährdenden Zustand der Signaleinrichtung. Dabei können auch entsprechende Instruktionen an eine Person z.B. in einer Reparaturwerkstatt ebenfalls mitgeteilt werden. Ebenso kann es vorteilhaft sein eines oder mehrere der Systeme im Fahrzeug eventuell bis zur Instandsetzung des Signalgebers zu deaktivieren, wenn ein Defekt des Signalgebers festgestellt wurde. Die Deaktivierung kann dabei beispielsweise mittels eines optischen Hinweises auf die Deaktivierung des Systems angezeigt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn zur Überwachung des Signalgebers vom Signalgeber Signale in einem für einen Menschen nicht-wahrnehmbaren Bereich, insbesondere im Ultraschallbereich, ausgesendet werden. Hierdurch wird der Fahrer während der Überprüfung des Signalgebers nicht irritiert. Durch die Aussendung von Signalen (Töne) oder Signalfolgen im Hörbereich größer als 15 kHz wird der Signalgebertest durchgeführt.

Daneben ist es auch denkbar, dass nicht nur akustische Signale für die Überwachung verwendet werden, sondern auch optische oder gar elektronische Signale oder hierfür ausgebildete Prüfeinrichtungen. Beispielsweise kann der Signalgeber mittels einer elektronischen Schaltung bzw. Einrichtung getestet werden. Auch optische Einrichtungen sind realisierbar für das Ziel der Erfindung.

Gemäß der Erfindung wird zur Überwachung ein vom Signalgeber abgegebenes Signal mittels eines Mikrophons erfasst. Das abgegebene Signal kann ein bestimmter Ton oder mehrere Töne oder auch eine Tonfolge sein, die von einem Mikrophon aufgenommen werden. Das Mikrophon kann hierfür vorzugsweise direkt am Signalgeber oder in der Nähe des Signalgebers angebracht sein. Erfindungsgemäß wird dazu eine bereits vorhandene Mikrophoneinrichtungen, z.B. für Mobiltelefone oder für Spracheingabe-Systeme im Fahrzeug, eingesetzt.

Erfindungsgemäß wird mittels einer Auswerteeinrichtung das vom Mikrophon erfasste Signal ausgewertet. Die Auswerteeinrichtung kann die empfangenen Signale analysieren und bei einem entsprechenden Ergebnis (nicht intakter Signalgeber) die Fehlfunktion der Warneinrichtung anzeigen bzw. entsprechend reagieren.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn mittels der Einrichtung, insbesondere einer Sensoreinrichtung auf eine Gefahrensituation hingewiesen wird. Hierdurch trägt das erfindungsgemäße Verfahren deutlich zur Sicherheit der Insassen des Fahrzeuges bei.

Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren sieht eine weitere Lösung der Aufgabe eine Vorrichtung zur Überwachung eines Signalgebers in einem Fahrzeug vor, der von einer Einrichtung aktivierbar ist, wobei eine Sensorik zum Empfang von Signalen des Signalgebers ausgebildet ist. Die Vorrichtung ist auch geeignet zur Durchführung des beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens.

Durch die Sensorik wird die Funktionsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Funktion des Signalgebers geprüft und überwacht. Insgesamt wird für eine zuverlässige Funktion der Signaleinrichtung gesorgt.

Vorteilhafterweise ist die Einrichtung mit einer Sensoreinrichtung verbunden und ist von dieser, insbesondere bei Ermittlung einer Gefahrensituation, aktivierbar. Hierdurch wird ein wirksamer Beitrag zur Verkehrssicherheit erzielt, da der Fahrer auf Gefahrensituationen aktiv aufmerksam gemacht wird.

Ist die Einrichtung ein Kombiinstrument im Fahrzeug, so kann eine kostengünstige Integration der Erfindung im Fahrzeug erfolgen.

Die Sensorik weist einen Signalempfänger und eine Auswerteeinrichtung auf. Der Signalempfänger nimmt die ausgesendeten Signale des Signalgebers auf und leitet sie an eine Auswerteeinrichtung weiter, die die Signale analysiert. Liefert die durchgeführte Analyse das Ergebnis, dass der Signalgeber nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, können entsprechende Warnungen dem Fahrer angezeigt werden.

Der Signalgeber ist zur Aussendung von hörbaren und nicht-hörbaren Signalen ausgebildet. Die hörbaren Signale dienen als Warnhinweis auf eine gefährliche Situation des Fahrzeugs. Die nicht-hörbaren Signale dienen zur Überprüfung des Signalgebers.

Für eine akustische Sensorik ist der Signalempfänger als Mikrophon ausgebildet. Das Mikrophon empfängt neben hörbaren Tönen auch Signale im Ultraschallbereich bzw. hochfrequenten Bereich (>8 kHz).

Ferner ist vorteilhafterweise die Auswerteeinrichtung als elektronische Schaltung und/oder als eine Rechnereinheit ausgebildet. Die vom Mikrophon aufgenommenen Signale werden durch die elektronische Schaltung oder Rechnereinheit analysiert.

Um das Ergebnis der Analyse der Auswerteeinrichtung dem Fahrer oder einem Reparateur mitzuteilen, ist die Auswerteeinrichtung mit einer, vorzugsweise optischen und/oder akustischen, Anzeige verbunden. Durch entsprechende optische oder akustische Warnhinweise wird darüber informiert, dass der Signalgeber nicht mehr ordnungsgemäß einsatzbereit ist. Darüber hinaus ist es möglich, dass in Abhängigkeit der festgestellten Fehlfunktion des Warngebers entsprechende Anweisungen per Display oder per Ansage zur Instandsetzung des Signalgebers oder andere Instruktionen an eine Person mitgeteilt werden. Tritt beispielsweise ein Verschleiß des Signalgebers auf (z.B. durch Risse der Lautsprechermembrane), so kann der aufgetretene Schaden entdeckt werden und entsprechend angezeigt werden.

Vorteilhafterweise wird eine regelmäßige Kontrolle in gewissen Zeit- und Fahrabständen durchgeführt. Eine regelmäßige Kontrolle der gesamten Gefahrenwarneinrichtung lässt sich erfindungsgemäß im nicht-hörbaren Bereich problemlos durchführen, da durch die nicht-hörbaren Signale der Fahrer des Fahrzeugs nicht irritiert wird.

Mittels der Erfindung wird die Sicherheit von Fahrzeuginsassen erhöht, indem vorhandene Warneinrichtungen (Gong) überwacht werden. Als geeignete Warneinrichtungen in Gefahrensituationen haben sich akustische Signale bewährt, da der Fahrer durch eine optische Anzeige in der Regel zu spät gewarnt oder gar irritiert wird. Außerdem kann eine optische Anzeige zu spät oder gar nicht vom Fahrer registriert werden, da im allgemeinen sich viele Anzeigen und Instrumente im Fahrzeug befinden. Deshalb kommt der akustischen Warnung im Fahrzeug eine immer größere Bedeutung zu, da sie direkt und unmittelbar vom Fahrer und den Insassen gehört wird.

Anhand eines Ausführungsbeispiels, gezeigt in der beiliegenden zeichnerischen Darstellung wird die Erfindung näher erläutert.

Sie zeigt eine Warneinrichtung 1 für kritische Situationen eines Fahrzeuges und eine Einrichtung 2 zur Überwachung eines Signalgebers 3 der Warneinrichtung 1. Die Warneinrichtung 1 besteht aus einer Ansteuerungseinrichtung 4, z.B. Kombiinstrument im Fahrzeug, die bei einer kritischen Situation des Fahrzeuges (z.B. zu geringer Abstand zum vorderen Fahrzeug) den mit ihr verbundenen Signalgeber 3 (Lautsprecher) aktiviert. Die Ansteuerungseinrichtung 4 wird wiederum von einer Sensoreinrichtung 11, insbesondere einer Umgebungssensoreinrichtung (z.B. Abstandsradar) aktiviert. Die Sensoreinrichtung 11 kann allgemein jede Einrichtung sein, die eine akustische Anzeige nutzt. Durch die Aktivierung des Signalgebers 3 ertönt ein akustisches Signal (Gong) oder eine bestimmte Tonfolge. Während der Aktivierung ist es möglich, dass alle anderen Tonquellen z.B. Radio, Kassettenrecorder, CD-Player oder ähnliches abgeschaltet werden, so dass die akustischen Warnsignale deutlich wahrgenommen werden.

Gleichzeitig werden neben den hörbaren Tönen auch Signale im nichthörbaren Bereich (Ultraschalltöne) ausgesendet, die von einem Mikrophon 5 aufgenommen werden. Die aufgenommenen Töne werden vom Mikrophon 5 an eine Auswerteeinrichtung 6 weitergeleitet und analysiert. Die Auswerteeinrichtung 6 ist mit der Sensoreinrichtung 4 über eine Leitung 7 verbunden. Bei Auslösen eines Warntons durch die Ansteuerungseinrichtung 4 wird mittels eines weiteren Signals über die Leitung 7 die Auswerteeinrichtung 6 getriggert. Wird in einer Analyse der Auswerteinrichtung 6 festgestellt, dass eine Beschädigung des Signalgebers 3 vorliegt, so kann dieses Ergebnis mittels eines Lautsprechers 8 und/oder einer Signallampe 9 und/oder eines Displays 10, die mit der Auswerteeinrichtung 6 verbunden sein können, angezeigt werden.

Die Durchführung der Überwachung kann bei Auslösen eines Warntons in einer kritischen Situation des Fahrzeuges gleichzeitig erfasst werden. Darüber hinaus kann in gewissen Zeitabständen und/oder Fahrabständen die Warneinrichtung 1 regelmäßig überwacht werden. Die Auswerteeinrichtung 6 kann in diesem Fall über die Leitung 7 einen Befehl an die Ansteuerungseinrichtung 4 senden, wodurch die Ansteuerungseinrichtung 4 den Signalgeber 3 aktiviert. Der Signalgeber 3 sendet in diesem Fall nur nicht-hörbare Töne aus, die von Mikrophon 5 aufgenommen werden. So wird die Funktion der gesamten Warneinrichtung 1 und der Zustand des Signalgebers 3 automatisch geprüft.

Dieser Test kann regelmäßig ausgeführt werden, ohne dass die betriebenen oben genannten Schallquellen (Radio etc.) hierbei unterdrückt oder ausgeblendet oder abgeschaltet werden müssen. Zur Untersuchung des Warn- und Signalgebers 3 aktiviert die Ansteuerungseinrichtung 4 den Signalgeber 3 im Ultraschallbereich, so dass der Test durchgeführt werden kann, ohne dass der Fahrer oder die Insassen davon Kenntnis erlangen und irritiert werden können. Als Mikrophon 5 wird ein bereits im Fahrzeug vorhandenes Mikrophon verwendet.

Insgesamt wird durch die Tests des Signalgebers im Fahrzeug und der Analyse seines Zustandes die Sicherheit der Fahrzeuginsassen bedeutend gesteigert, da durch die automatische Erkennung von riskanten Situationen der Fahrer zusätzlich mittels des eines akustischen Signals gewarnt wird.


Anspruch[de]
  1. Verfahren in einem Fahrzeug mit einer Sensoreinrichtung (4, 11) zur Aktivierung eines hörbaren Warntones eines akustischen Signalgebers (3) zum Hinweis auf eine Gefahrensituation, wobei der Signalgeber (3) von einer mit dem Signalgeber (3) zusammenwirkenden Sensorik (2) auf seine Funktionsfähigkeit überprüft wird, und zur Überwachung ein vom Signalgeber (3) abgegebenes nicht hörbares Signal mittels eines Mikrophons (5) erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Mikrophon (5) ein bereits im Fahrzeug vorhandenes Mikrophon für Mobiltelefone oder Spracheingabe-Systeme eingesetzt wird und der Signalgeber (3) mittels dessen Signal in regelmäßigen Abständen im Fahrzeugbetrieb auf seine Funktionsfähigkeit und seinen Zustand überprüft wird, ohne dass andere im Fahrzeug betriebene Schallquelen für die Überprüfung unterdrückt oder ausgeblendet oder abgeschaltet werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsfähigkeit des Signalgebers (3) und dessen Zustand während der Fahrt des Fahrzeugs überprüft wird.
  3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (3) und dessen Zustand in vorbestimmten Zeitabständen und/oder vorbestimmten Fahrdistanzen überprüft wird.
  4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (3) und dessen Zustand bei Aktivierung, vorzugsweise bei jeder Aktivierung des Signalgebers (3) überprüft wird.
  5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschleiß und/oder eine Beschädigung des Signalgebers (3) erfasst wird.
  6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Überprüfung ein Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand des Signalgebers (5) verglichen wird und dass in Abhängigkeit des Vergleichs der Zustand des Signalgebers (3), vorzugsweise optisch und/oder akustisch, angezeigt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit des Vergleichs Systeme im Fahrzeug, die den Signalgeber (3) nutzen, deaktiviert werden.
  8. Vorrichtung in einem Fahrzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche mit einer Sensoreinrichtung (4, 11) zur Aktivierung eines hörbaren Warntones eines akustischen Signalgebers (3) zum Hinweis auf eine Gefahrensituation, wobei dem Signalgeber (3) eine Sensorik (2) mit einem Signalempfänger zum Empfang von nicht hörbaren Signalen des Signalgebers (3) zur Überprüfung seiner Funktionsfähigkeit zugeordnet ist, und dass der Signalempfänger als Mikrophons (5) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon (5) ein bereits im Fahrzeug vorhandenes Mikrophon (5) für Mobiltelefone oder Spracheingabe-Systeme ist und eine Auswerteeinrichtung (6) vorgesehen ist, mittels welcher die Funktionsfähigkeit des Signalgebers (3) und dessen Zustand in regelmäßigen Abständen im Fahrzeugbetrieb mittels dessen Signal überprüft wird, ohne dass andere im Fahrzeug betriebene Schallquellen für die Überprüfung unterdrückt oder ausgeblendet oder abgeschaltet werden.
  9. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4) ein Kombiinstrument ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (2) derart ausgebildet ist, dass sie die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Signalgebers (3) und dessen Zustand in vorbestimmten Zeitabständen und/oder vorbestimmten Fahrdistanzen durchführt.
  11. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (6) mit einer vorzugsweisen optischen und/oder akustischen Anzeige (8, 9, 10) verbunden ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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