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Dokumentenidentifikation DE102004004665B4 29.12.2005
Titel Vorrichtung zum Einstellen einer von einer Walze in einem Walzenstreifen auf einen benachbarten Rotationskörper ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze an den Rotationskörper oder zum Abstellen der Walze von dem Rotationskörper
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Faist, Bernd, 97199 Ochsenfurt, DE
DE-Anmeldedatum 30.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004004665
Offenlegungstag 25.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse F16C 13/02
IPC-Nebenklasse B41F 13/24   

Beschreibung[de]

Vorrichtung zum Einstellen einer von einer Walze in einem Walzenstreifen auf einen benachbarten Rotationskörper ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze an den Rotationskörper oder zum Abstellen der Walze von dem Rotationskörper

Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Einstellen einer von einer Walze in einem Walzenstreifen auf einen benachbarten Rotationskörper ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze an den Rotationskörper oder zum Abstellen der Walze von dem Rotationskörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, 5 oder 14.

Durch die DE 102 44 043 A1 sind Vorrichtungen zum Einstellen von Walzen in einer Druckmaschine bekannt, wobei beide Enden einer eine Anpresskraft auf einen benachbarten Rotationskörper ausübenden Walze jeweils in einem Stützlager mit einer radialhubfähigen Walzenaufnahme gelagert sind, wobei jedes Stützlager mehrere auf die Walze wirkende, mit einem Druckmittel druckbeaufschlagbare Aktore aufweist. Eine derartig verstellbare Walze ist z. B. auch gegen einen Formzylinder angestellt.

Durch die DE 38 25 517 A1 ist eine Vorrichtung zum An- und Abstellen sowie Einstellen von Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalzen einer Druckmaschine bekannt, wobei ein speicherprogrammierbares Steuergerät anhand eines eingegebenen vorbestimmten Anstelldruckes die Lage einer Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze bezüglich einer ortsfesten Reiberwalze automatisch regelt. Das speicherprogrammierbare Steuergerät gibt einen Stellbefehl an ein elektrisch angesteuertes Stellglied ab, wobei das Stellglied den Stellbefehl an ein Stellelement weiterleitet, wobei das Stellelement für die mechanische Verstellung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze verantwortlich ist. Das elektrisch angesteuerte Stellglied sowie das Stellelement sind in einem Walzenschloss der verstellbaren Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze angeordnet. Mit der durch die DE 38 25 517 A1 bekannten Vorrichtung ist eine Fernverstellung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen möglich. Ausgehend von einer Grundstellung der verstellbaren Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen sind für unterschiedliche Produktionsarten Stellwerte für andere Stellungen in dem speicherprogrammierbaren Steuergerät speicherbar. Damit sind die Stellwerte für die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen von der gewählten Produktionsart abhängig, wobei voreingegebene Stellwerte für die entsprechend der Produktionsart unterschiedlichen Stellungen durch das speicherprogrammierbare Steuergerät mit einem Programm bestimmt werden.

Durch die WO 03/049946 A2 sind Verfahren zum Betrieb eines Farbwerks oder Feuchtwerks einer Druckmaschine bekannt, wobei im Farbwerk oder Feuchtwerk zumindest drei Walzen bzw. Zylinder vorgesehen sind, die in zumindest zwei Walzenstreifen aneinander zur Anlage kommen können, und wobei zumindest eine der Walzen relativ zu den anderen Walzen verstellbar in einem Maschinengestell gelagert ist. Die verstellbar gelagerte Walze wird zur variablen Einstellung des jeweiligen Anpressdruckes in den beiden Walzenstreifen mit einer in Größe und Richtung verstellbaren Kraft in den Spalt zwischen die anliegenden Walzen gedrückt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorrichtungen zum Einstellen einer von einer Walze in einem Walzenstreifen auf einen benachbarten Rotationskörper ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze an den Rotationskörper oder zum Abstellen der Walze von dem Rotationskörper zu schaffen, wobei eine Breite des zwischen der Walze und ihres benachbarten Rotationskörpers ausgebildeten Walzenstreifens auch während einer laufenden Produktion des Druckwerks bedarfsgerecht einstellbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1, 5 oder 14 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die von einer Walze in einem Walzenstreifen auf einen benachbarten Rotationskörper ausgeübte Anpresskraft von einer Steuereinheit einstellbar und damit vorzugsweise ferngesteuert, z. B. während einer laufenden Produktion des Druckwerks, veränderbar ist. Durch die Veränderbarkeit der Anpresskraft ist eine Breite des zwischen der Walze und ihres benachbarten Rotationskörpers ausgebildeten Walzenstreifens bedarfsgerecht einstellbar, was sich vorteilhaft auf die Qualität des mit dem Druckwerk erzeugten Druckerzeugnisses auswirkt. Die Einstellung der Anpresskraft erfolgt mit Walzenschlössern, wobei in jedem Walzenschloss einzeln identifizierbare und damit von der Steuereinheit einzeln ansteuerbare Aktoren angeordnet sind, wobei die betätigten Aktoren jeweils eine in das Innere ihres Walzenschlosses gerichtete radiale Kraft ausüben, wobei vorzugsweise von mehreren Aktoren ausgeübte radiale Kräfte in ihrer Vektorsumme die von der Walze auf den benachbarten Rotationskörper ausgeübte Anpresskraft bilden, wobei die von den Aktoren ausgeübten radialen Kräfte vorzugsweise einzeln und unabhängig voneinander einstellbar sind. Die Aktoren sind ebenso wie die jeweiligen Walzenstreifen und die ihnen zugeordneten Walzenschlösser jeweils aufgrund einer Kennung eindeutig identifizierbar. An einer gemeinsamen Druckversorgung angeschlossene Aktoren sind vorzugsweise einzeln aktivierbar. Oder es sind die an unterschiedlichen Druckversorgungen angeschlossenen Aktoren eines bestimmten Walzenschlosses gemeinsam aktivierbar, wobei an denselben Druckversorgungen angeschlossene Aktoren eines anderen Walzenschlosses inaktiv bleiben. Insbesondere bei einem nicht vollständig mit Druckformen belegten Formzylinder kann die von einer an diesem Formzylinder angestellten Walze ausgeübte Anpresskraft an den beiden axialen Enden dieser Walze unterschiedlich eingestellt sein. Wann immer die Steuereinheit zur Einstellung der Anpresskraft die Anweisung erhält, in einem ausgewählten Walzenstreifen die Anpresskraft zu verändern, berechnet die Steuereinheit, welcher Aktor des betroffenen Walzenschlosses mit welchem Druck zu beaufschlagen ist und nimmt gegebenenfalls die erforderliche Anpassung in der Druckeinstellung vor. Zur Durchführung der in ihrem Wert geänderten Anpresskraft steuert die Steuereinheit in den Druckleitungen angeordnete Ventile, insbesondere schnell reagierende, elektrisch oder elektromagnetisch betätigte Proportionalventile, sodass die Durchführung der Einstellung einer in ihrem Wert geänderten Anpresskraft binnen weniger Sekunden erfolgt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 in einem Ausschnitt ein Druckwerk mit einem Farbwerk und einem Feuchtwerk jeweils mit in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen;

2 in einem Ausschnitt ein Druckwerk mit einem Farbwerk und einem Feuchtwerk jeweils mit in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen, wobei im Farbwerk zwei in ihrer Anpresskraft steuerbare Walzen gegeneinander angestellt sind;

3 ein Walzenschloss in einem Längsschnitt;

4 das Walzenschloss der 3 in einer perspektivischen Ansicht mit einem teilweisen Längsschnitt in zwei orthogonal aufeinander stehenden Ebenen;

5 eine schematische Darstellung von Aktoren auf eine steuerbare Walze ausgeübter radialer Kräfte ohne eine Auslenkung der steuerbaren Walze;

6 eine schematische Darstellung von Aktoren auf eine steuerbare Walze ausgeübter radialer Kräfte mit einer Auslenkung der steuerbaren Walze;

7 einen Pneumatikplan zur Ansteuerung von zu einem Druckwerk gehörenden Aktoren und Fixiereinrichtungen.

1 zeigt in einer schematischen, vereinfachten Darstellung in einem Ausschnitt ein Druckwerk 01 mit einem Farbwerk 02 und einem Feuchtwerk 03 jeweils mit in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11. Die in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 sind verstellbar gelagert. In diesem dargestellten Beispiel steht jede dieser steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 zu zwei benachbarten Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 in einem Berührungskontakt, d. h. jede dieser Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 ist gleichzeitig an zwei der in dieser Anordnung vorgesehenen Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 angestellt, sodass jede dieser Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 jeweils an ihrer Mantelfläche zwei auch nip-Stellen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 genannte, sich im Wesentlichen axial zur jeweiligen Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 erstreckende Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 aufweist. Jede in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 drückt in ihrem jeweiligen Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 mit einer einstellbaren Anpresskraft gegen ihren benachbarten Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17.

Die Walze 04 ist z. B. als eine Feuchtauftragswalze 04 ausgebildet und bildet ihre erste nip-Stelle N11 mit einem z. B. als einen Zylinder 12, insbesondere als einen Formzylinder 12 ausgebildeten Rotationskörper 12 und ihre zweite nip-Stelle N12 mit einem z. B. als einen Feuchtreiber 13 ausgebildeten Rotationskörper 13. Die Walze 06 ist z. B. als eine Farbauftragswalze 06 ausgebildet und bildet ihre erste nip-Stelle N21 mit dem Formzylinder 12 und ihre zweite nip-Stelle N22 mit einem z. B. als eine Farbübertragungswalze 16 ausgebildeten Rotationskörper 16. Die Walze 07 ist gleichfalls z. B. als eine Farbauftragswalze 07 ausgebildet und bildet ihre erste nip-Stelle N31 mit dem Formzylinder 12 und ihre zweite nip-Stelle N32 mit der Farbübertragungswalze 16. Im Feuchtwerk 03 ist z. B. eine weitere in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 08 vorgesehen, z. B. eine Zwischenwalze 08, die ihre erste nip-Stelle N41 mit dem Feuchtreiber 13 und ihre zweite nip-Stelle N42 mit einer weiteren Feuchtwerkswalze 14 ausbildet. Im Farbwerk 02 sind z. B. zwei weitere in ihrer Anpresskraft steuerbare Walzen 09 und 11 vorgesehen, z. B. zwei Zwischenwalzen 09 und 11, wobei die Walze 09 ihre erste nip-Stelle N51 mit der Farbübertragungswalze 16 und ihre zweite nip-Stelle N52 mit einer weiteren Farbwerkswalze 17 und die Walze 11 ihre erste nip-Stelle N61 mit der Farbübertragungswalze 16 und ihre zweite nip-Stelle N62 mit der weiteren Farbwerkswalze 17 ausbilden.

Das in der 2 gleichfalls nur schematisch und in einem Ausschnitt gezeigte Druckwerk 01 mit einem Farbwerk 02 und einem Feuchtwerk 03 jeweils mit in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 unterscheidet sich von dem in der 1 gezeigten Druckwerk 01 in der Anordnung der Walze 11 im Farbwerk 02. In dem in der 2 gezeigten Druckwerk 01 steht die Walze 11 mit ihrer ersten nip-Stelle N61 nicht mit der Farbübertragungswalze 16 in Berührungskontakt, sondern die Walze 11 ist gegen die Walze 09 angestellt, sodass die Walze 09 ihre zweite nip-Stelle N52 nicht mit der weiteren Farbwerkswalze 17, sondern mit der Walze 11 ausbildet. Die nip-Stellen N52; N61 bezeichnen also in diesem Beispiel denselben Walzenstreifen N52; N61.

Die steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 weisen in den in der 1 und 2 gezeigten Anordnungen jeweils zwei nip-Stellen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf. Es kann im Druckwerk 01 jedoch auch eine Betriebsstellung zumindest einer dieser steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 vorgesehen sein, in der diese Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 mit nur einem benachbarten Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 im Berührungskontakt steht und von ihrem zweiten benachbarten Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 abgestellt ist. Eine weitere Betriebsstellung zumindest einer der steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 kann vorsehen, dass diese steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 von allen ihren benachbarten Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 abgestellt ist, während die übrigen steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 dieses Druckwerks 01 jeweils zumindest mit einem benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 im Berührungskontakt stehen. Im Druckwerk 01 kann für zumindest eine der steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 auch nur ein einziger benachbarter Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 vorgesehen sein.

Das Druckwerk 01 ist in einer ein Druckerzeugnis produzierenden Druckmaschine angeordnet, wobei die Druckmaschine z. B. als eine Zeitungsdruckmaschine ausgebildet ist und z. B. über mehrere Druckwerke 01 jeweils zumindest mit einem Farbwerk 02 und/oder einem Feuchtwerk 03 verfügt. Das Druckwerk 01 arbeitet z. B. in einem Flachdruckverfahren, vorzugsweise in einem Offsetdruckverfahren, wobei ein zum Druckwerk 01 gehörender Übertragungszylinder sowie ein mit dem Übertragungszylinder zusammenwirkender Gegendruckzylinder in den 1 und 2 nicht dargestellt sind. Das Feuchtwerk 03 entfällt, wenn das Druckwerk 01 in einem Trockenoffsetdruckverfahren betrieben wird.

Die Mantelfläche des Formzylinders 12 ist mit mindestens einer Druckform (nicht dargestellt) belegt. Vorzugsweise sind in axialer Richtung des Formzylinders 12 mehrere Druckformen angeordnet, insbesondere vier oder sechs Druckformen. In Umfangsrichtung des Formzylinders 12 sind jeweils z. B. zwei Druckformen hintereinander angeordnet, sodass insgesamt bis zu acht oder zwölf Druckformen auf der Mantelfläche desselben Formzylinders 12 angeordnet sind. Das Druckwerk 01 kann in seinem Farbwerk 02 und seinem Feuchtwerk 03 insgesamt deutlich mehr, aber auch weniger steuerbare Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 aufweisen, als in den 1 und 2 beispielhaft dargestellt sind.

Im Berührungskontakt zwischen aneinander angestellten Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 und Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 ergibt sich an der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11, am Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 oder an beiden eine Abplattung von deren jeweils zylindrischen Mantelfläche, wobei die Sehne der Abplattung einer am Umfang der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 oder des Rotationskörpers 12; 13; 14; 16; 17 verlaufenden Breite des Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 entspricht. Die Abplattung der ansonsten zylindrischen Mantelfläche der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 oder des Rotationskörpers 12; 13; 14; 16; 17 ist möglich, weil die Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 oder ihr benachbarter Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 oder beide eine elastisch verformbare Mantelfläche aufweisen. Beispielsweise besitzen die Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 eine gummierte Mantelfläche.

In der Praxis besteht zur Erzielung einer guten Qualität für das mit dem Druckwerk 01 zu produzierende Druckerzeugnis das Bedürfnis, die im Druckwerk 01 vorhandenen Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf eine bestimmte Breite einzustellen, wobei die Breite im Bereich einiger Millimeter liegt und z. B. zwischen 1 mm und 10 mm beträgt. Die in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 und ihre benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 haben einen Durchmesser von z. B. 100 mm bis 340 mm und eine axiale Länge z. B. zwischen 1.000 mm und 2.400 mm. Die Breite des Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 korrespondiert mit der von der jeweiligen steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 auf ihren benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 in dem jeweiligen Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft.

Jede in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 ist jeweils mit ihren beiden Enden 18 jeweils in einem Stützlager 21 mit einer radialhubfähigen Walzenaufnahme 39 gelagert, d. h. in einem sogenannten Walzenschloss 21, wobei jedes Stützlager 21 bzw. Walzenschloss 21 mehrere auf die Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 wirkende Aktoren 22 aufweist, wobei die Aktoren 22 ihrerseits vorzugsweise in einem zum Stützlager 21 bzw. Walzenschloss 21 gehörenden Gehäuse angeordnet und jeweils mit einem Druckmittel druckbeaufschlagbar sind. Der im z. B. gestellfest angeordneten Stützlager 21 zulässige Radialhub der Walzenaufnahme 39 führt zu einer exzentrischen Verstellung der Walzenaufnahme 39 in dem vorzugsweise als Radiallager ausgebildeten Stützlager 21. In den 3 und 4 ist ein Walzenschloss 21 beispielhaft dargestellt. Die 3 zeigt dabei das Walzenschloss 21 in einem zur Achse 19 der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 parallelen Längsschnitt. Die 4 zeigt das Walzenschloss 21 der 3 in einer perspektivischen Ansicht mit einem teilweisen Längsschnitt in zwei orthogonal aufeinander stehenden Ebenen.

Das Gehäuse des Walzenschlosses 21 weist einen z. B. hülsenförmigen Rahmenhalter 23 auf, in dessen Innerem ein Walzenhalter 24 gelagert ist, wobei die Aktoren 22 bei ihrer Betätigung auf den Walzenhalter 24 wirken und den Walzenhalter 24 in einem radial um die Achse 19 ausgebildeten Spalt zwischen dem Rahmenhalter 23 und dem Walzenhalter 24 radial verschieben können. Der Spalt zwischen dem Rahmenhalter 23 und dem Walzenhalter 24 hat z. B. eine Weite von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise von etwa 2 mm. Die Aktoren 22 sind z. B. in dem Spalt zwischen dem Rahmenhalter 23 und dem Walzenhalter 24 oder jeweils in einer Kammer oder Aussparung des Rahmenhalters 23 angeordnet, wobei der in der Kammer oder Aussparung des Rahmenhalters 23 angeordnete Aktor 22 eine auf den Walzenhalter 24 gerichtete wirksame Fläche 38 aufweist, mit welcher der Aktor 22 in seinem mit einem Druckmittel beaufschlagten Betriebszustand eine Flächenpressung auf den Walzenhalter 24 ausübt.

Die Aktoren 22 sind im Gehäuse des Walzenschlosses 21 gegenüber diesem Gehäuse oder zumindest gegenüber dem Rahmenhalter 23 vorzugsweise drehfest angeordnet. Die Aktoren 22 sind z. B. jeweils als ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer Hohlkörper, z. B. als ein Druckschlauch, ausgebildet, wobei der Hohlkörper mindestens eine Fläche 38 (4) aus einem reversibel verformbaren Elastomerwerkstoff aufweist, wobei diese Fläche 38 z. B. in einer weiteren nicht gezeigten Ausführungsform als eine Membran ausgebildet ist, wobei die Membran 38 bei der Druckmittelbeaufschlagung des Hohlkörpers vorzugsweise auf einer äußeren Mantelfläche des Walzenhalters 24 zur Auflage kommt. Die reversibel verformbare Fläche 38 entspricht daher zumindest weitgehend der zur Ausübung der Flächenpressung wirksamen Fläche 38. Die Aktoren 22 weisen in der hier bevorzugten Ausführung keinen in einem Zylinder geführten Kolben auf und sind kolbenstangenlos. Die Integration der Aktoren 22 in das Gehäuse des Walzenschlosses 21 führt ersichtlich zu einer äußerst kompakten Bauweise des Walzenschlosses 21. Das Druckmittel wird den Aktoren 22 jeweils über eine Druckmittelleitung 41 zugeführt (4).

Eines der Enden 18 der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 ist in der am Walzenhalter 24 ausgebildeten z. B. halbkreisförmigen, vorzugsweise als ein Schnellverschluss ausgebildeten Walzenaufnahme 39 gelagert und mit dem Walzenhalter 24 starr verbunden, wobei die in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 jeweils um ihre eigene Achse 19 drehbar sind. Alternativ zur starren Verbindung von der Walzenaufnahme 39 mit dem Ende der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 weist die Walzenaufnahme 39 ein Lager auf, z. B. ein Wälzlager oder Gleitlager, in dem das Ende der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 drehbar gelagert ist. Der Rahmenhalter 23 ist z. B. an einer Gestellwand 36 des Druckwerks 01 befestigt. Das Walzenschloss 21 ist an seiner der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 zugewandten Stirnseite vorzugsweise mit einem insbesondere den Spalt zwischen dem Rahmenhalter 23 und dem Walzenhalter 24 abdeckenden Dichtelement 37 gegen Staub, Feuchtigkeit und andere Verschmutzungen abgedichtet, wobei das Dichtelement 37 z. B. an dem Rahmenhalter 23 angeschraubt ist. Durch das Dichtelement 37 sind auch insbesondere die Aktoren 22 vor Verschmutzung und damit vor einer Störung in ihrer Beweglichkeit geschützt. Durch die radiale Verschiebung des Walzenhalters 24 im Rahmenhalter 23 kann eine Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 auch an ihren benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 angestellt oder von diesem abgestellt werden.

Das Walzenschloss 21 weist z. B. eine Fixiereinrichtung auf, die den Walzenhalter 24 und damit die starr mit ihm verbundene Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 in einer ersten Betriebsstellung fixiert und damit gegen jede radiale Verschiebung gegenüber dem Rahmenhalter 23 sperrt oder in einer zweiten Betriebsstellung für eine derartige Verschiebung freigibt. Die Fixiereinrichtung weist z. B. ein vorzugsweise koaxiales, starr z. B. mit dem Walzenhalter 24 verbundenes erstes Lamellenpaket 26 und ein gleichfalls vorzugsweise koaxiales zweites Lamellenpaket 27 auf, wobei das zweite Lamellenpaket 27 mit seinen Lamellen zwischen die Lamellen des ersten Lamellenpaketes 26 greift. Die Fixierung erfolgt beim Ineinandergreifen der Lamellen vorzugsweise reibschlüssig oder formschlüssig. Nach einem Lösen des Reißschlusses oder Formschlusses der Lamellen ist das zweite Lamellenpaket 27 in axialer Richtung des Walzenschlosses 21 bewegbar.

Die axiale Bewegung des zweiten Lamellenpaketes 27 kommt z. B. dadurch zustande, dass ein Druckmittel durch einen in der Gestellwand 36 ausgebildeten Kanal 28 in eine im Walzenschloss 21 angeordnete Druckkammer 29 geführt wird, wobei eine in der Druckkammer 29 angeordnete Druckplatte 31 gegen die Kraft eines Federelementes 32 einen vorzugsweise in dem Walzenhalter 24 angeordneten Stempel 33 axial bewegt. Das zweite Lamellenpaket 27 ist an einem Stempelkopf 34 des Stempels 33 befestigt und wird bei einer axialen Bewegung des Stempels 33 gleichfalls bewegt, wodurch die Lamellen der Lamellenpakete 26; 27 außer Eingriff gelangen. Durch ein Abstellen des vom Druckmittel in der Druckkammer 29 auf die Druckplatte 31 ausgeübten Druckes führt die vom Federelement 32 ausgeübte Kraft die Lamellen der Lamellenpakete 26; 27 wieder miteinander in Eingriff und fixiert damit den gegenüber dem Rahmenhalter 23 von den Aktoren 22 des Walzenschlosses 21 radial verschiebbaren Walzenhalter 24 im Rahmenhalter 23.

In dem in den 1 bis 4 gezeigten Beispiel weist jedes Walzenschloss 21 jeweils vier zirkular um die Achse 19 der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 angeordnete Aktore 22 auf, wobei die Aktore 22 vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen um die Achse 19 der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 verteilt sind. Die Aktore 22 sind fernsteuerbar, d. h. durch eine Steuereinheit betätigbar, und vorzugsweise als pneumatische Aktore 22 ausgebildet. Als Druckmittel kommt z. B. ein vorgespanntes Gas, vorzugsweise Druckluft, zum Einsatz. Eine Alternative bilden hydraulische, mit einer Flüssigkeit druckbeaufschlagte Aktore 22. Wie in den 5 und 6 in einer schematischen Darstellung gezeigt ist, übt jeder Aktor 22 bei seiner Druckmittelbeaufschlagung eine in das Innere ihres Walzenschlosses 21 gerichtete radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 auf die mit dem Walzenschloss 21 verbundene, in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 aus, wobei sich die Aktore 22 vorzugsweise am oder im Rahmenhalter 23 des Walzenschlosses 21 radial abstützen und durch die Flächenpressung auf den im Rahmenhalter 23 radial verschiebbar angeordneten Walzenhalter 24 die radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 auf die am Walzenhalter 24 angebrachte, in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 ausüben. Der vom Druckmittel im jeweiligen Aktor 22 ausgeübte Druck und die radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 dieses Aktors 22 korrespondieren demnach miteinander. Von Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 gleichzeitig ausgeübte radiale Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 bilden einen Öffnungswinkel &agr; miteinander, der von 0° und 180° verschieden ist, vorzugsweise zwischen 45° und 135° liegt und z. B. 90° beträgt. Die von einer in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf einen benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 ausgeübte Anpresskraft ergibt sich dann als eine Vektorsumme aus den gleichzeitig ausgeübten radialen Kräften Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 von Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 – gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer von der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 aufgrund ihrer eigenen Masse auf den benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 zumindest teilweise ausgeübten Gewichtskraft.

Mit einem Identifizierungsmerkmal n in der Bezeichnung der radialen Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 ist ein bestimmtes Walzenschloss 21 kennzeichenbar. Auf die Bedeutung des Identifizierungsmerkmals n wird nachfolgend noch eingegangen. Denn jedem Walzenschloss 21 eines bestimmten Druckwerks 01 der Druckmaschine ist eine Kennung zugeordnet, mit dem das Walzenschloss 21 in dem betreffenden Druckwerk 01 eindeutig identifizierbar ist. Ebenso ist jedem zu einem Walzenschloss 21 gehörenden Aktor 22 eine Kennung zugeordnet, mit dem jeder Aktor 22 in einem der im jeweiligen Druckwerk 01 angeordneten Walzenschlösser 21 eindeutig identifizierbar ist. Überdies ist analog zu den zuvor beschriebenen Kennungen der zur Fixiereinrichtung jedes Walzenschlosses 21 gehörenden Druckkammer 29 eine Kennung zugeordnet, wodurch letztlich auch jede Fixiereinrichtung von den im Druckwerk 01 angeordneten Walzenschlössern 21 eindeutig identifizierbar ist. Die jeweilige Kennung der Walzenschlösser 21, ihrer Aktoren 22 und ihrer Fixiereinrichtung ist vorzugsweise maschinenlesbar und kann in der Steuereinheit, vorzugsweise einer elektronischen, digitale Daten verarbeitenden Steuereinheit, gespeichert werden.

In dem in den 1 bis 4 gezeigten Beispiel besteht für jedes Walzenschloss 21 die Kennung seiner Aktore 22 und Fixiereinrichtung aus einer Ziffernfolge, wobei die erste Ziffer das betreffende Walzenschloss 21 und die zweite Ziffer den betreffenden Aktor 22 in dem jeweiligen Walzenschloss 21 oder dessen Fixiereinrichtung kennzeichnet. So bezeichnet eine Kennung nm jeweils mit einem Identifizierungsmerkmal n; m für das Walzenschloss 21, seiner Aktore 22 und seiner Fixiereinrichtung ein im Druckwerk 01 eindeutig bestimmtes Walzenschloss 21, einen im Druckwerk 01 eindeutig bestimmten Aktor 22 und eine im Druckwerk 01 eindeutig bestimmte Fixiereinrichtung. Dabei kennzeichnet die Kennung nm mit ihrem ersten Identifizierungsmerkmal n ein Walzenschloss 21 und mit ihrem zweiten Identifizierungsmerkmal m einen bestimmten Aktor 22 dieses Walzenschlosses 21 oder dessen Fixiereinrichtung. Beispielsweise kennzeichnet die aus einer z. B. zweistelligen Zahl bestehende Kennung „12" mit ihrer ersten Ziffer das mit der Zahl „1" gekennzeichnete Walzenschloss 21, welches in dem in den 1 bis 4 gezeigten Beispiel der Feuchtauftragswalze 04 zugeordnet ist, wobei in der Ziffernfolge mit der zweiten Ziffer, die hier als die Zahl „2" gewählt wurde, ein ganz bestimmter Aktor 22 in dem mit der Zahl „1" gekennzeichneten Walzenschloss 21 gemeint ist. Die Kennung „15" kennzeichnet in diesem Beispiel die Fixiereinrichtung des mit der Ziffer „1" gekennzeichneten Walzenschlosses 21. In dem in den 1 bis 4 gezeigten Beispiel betrifft die Kennung nm Ziffernfolgen mit einem ersten Identifizierungsmerkmal n mit einer Zahl zwischen „1" und „6", weil sechs voneinander zu unterscheidende Walzenschlösser 21 vorgesehen sind, und mit einem zweiten Identifizierungsmerkmal m mit einer Zahl zwischen „1" und „5" für die je vier Aktore 22 je Walzenschloss 21 und die zugehörige Fixiereinrichtung. Dadurch, dass in dem Druckwerk 01 jedem Walzenschloss 21, jedem seiner Aktore 22 und jeder Fixiereinrichtung eine Kennung nm zugeordnet ist, ist jedes Walzenschloss 21, jeder Aktor 22 und jede Fixiereinrichtung eindeutig identifizierbar. Die Kennungen nm können z. B. in der Steuereinheit jeweils als eine Adresse hinterlegt sein, wodurch jedes Walzenschloss 21, jeder Aktor 22 und jede Fixiereinrichtung von der Steuereinheit einzeln und unabhängig von anderen in dem Druckwerk 01 angeordneten Walzenschlössern 21, Aktoren 22 und Fixiereinrichtungen angesprochen und gesteuert werden kann.

Die mindestens zwei Aktore 22 jeden Walzenschlosses 21 sind mit Bezug auf eine bestimmte Position des Walzenschlosses 21 in jedem Walzenschloss 21 in ihrer vorzugsweise zirkularen Verteilung stets gleich angeordnet, sodass in allen Walzenschlössern 21 eines Druckwerks 01 das Identifizierungsmerkmal m von deren Aktoren 22 und Fixiereinrichtung stets in derselben Reihenfolge zugeordnet werden können. Für in dieser Reihenfolge positionsgleiche Aktore 22 ist demnach stets dasselbe Identifizierungsmerkmal m vergeben. Beispielsweise sind die Aktore 22 und Fixiereinrichtung in einer aufsteigenden Reihenfolge gekennzeichnet, wobei in dieser Reihenfolge für die Fixiereinrichtung die Kennung z. B. mit dem höchsten Wert vergeben ist. Damit sind die Aktore 22 in jedem Walzenschloss 21 in einer festen Reihenfolge gekennzeichnet. Beispielsweise ausgehend von einer bestimmten Position am Umfang des Walzenschlosses 21 sind die Aktore 22 in jedem Walzenschloss 21 in Umfangsrichtung in derselben festen Reihenfolge gekennzeichnet.

Die Aktore 22 sind in jedem Walzenschloss 21 jeweils durch eine Druckmittelleitung 41 mit einer Druckmittelquelle 42, z. B. einem Kompressor 42, verbunden. Wie aus dem in der 7 gezeigten Pneumatikplan ersichtlich ist, kann vorgesehen sein, dass in verschiedenen Walzenschlössern 21 angeordnete Aktore 22, die aufgrund ihrer gleichen Anordnung im jeweiligen Walzenschloss 21 dasselbe Identifizierungsmerkmal m aufweisen, in einer Parallelschaltung mit derselben Druckmittelleitung 41 an derselben Druckmittelquelle 42 oder zumindest an demselben Druckniveau 42 angeschlossen sind.

Auch sind in demselben Walzenschloss 21 angeordnete Aktore 22 mit einem sich unterscheidenden Identifizierungsmerkmal m mit verschiedenen Druckmittelleitungen 41 an verschiedenen Druckmittelquellen 42 oder zumindest an verschiedenen Druckniveaus 42 angeschlossen.

Es kann vorgesehen sein, dass die in den Walzenschlössern 21 angeordneten Aktore 22 stets druckbeaufschlagt sind und dass sich der anstehende Druck nur dann im Sinne einer Verschiebung der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 und/oder einer zu verändernden auf die steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 ausgeübten Anpresskraft auswirkt, wenn und solange die Fixiereinrichtung des betreffenden Walzenschlossers 21 gelöst ist, d. h. sich in der die Verschiebung der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 gestattenden Betriebsstellung befindet. Wenn und solange die Fixiereinrichtung des betreffenden Walzenschlossers 21 die Verschiebung der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 sperrt, wirkt sich ein an mindestens einem der Aktore 22 anstehender Druck oder eine Änderung des dort anstehenden Druckes nicht auf die steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 aus. Wenn und solange eine Auswirkung auf die steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 nicht beabsichtigt ist, können die Druckmittelleitungen 41 zu den mit dieser Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 zusammenwirkenden Aktoren 22 alternativ zu ihrer ständigen Druckbeaufschlagung zumindest teilweise auch drucklos oder zumindest erheblich druckreduziert gestellt werden.

Vorzugsweise weisen mit derselben in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 verbundene Walzenschlösser 21 dieselbe Anzahl von Aktoren 22 auf. Wie in dem hier beschriebenen Beispiel können die Walzenschlösser 21 mehrerer oder sogar aller jeweils in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 dieselbe Anzahl von Aktoren 22 aufweisen. In einem Druckwerk 01 wird üblicherweise eine Gestellwand 36, in oder an der sich jeweils eine erste Lagerstelle für die in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 und deren benachbarte Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 befinden, als „Seite I" und die gegenüberliegende Gestellwand 36 mit jeweils einer zweiten Lagerstelle für die in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 und deren benachbarte Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 als „Seite II" bezeichnet.

Im Regelfall üben Aktore 22 in mit derselben Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 verbundenen Walzenschlössern 21 eine sich an beiden Enden 18 dieser Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 im Betrag gleiche Anpresskraft in dem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf den benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 aus. Wenn jedoch der als Formzylinder 12 ausgebildete Rotationskörper 12 in seiner axialen Richtung nicht gleichmäßig mit Druckformen belegt ist, sondern der Formzylinder 12 z. B. nur in einer Hälfte mit Druckformen belegt ist, ist es vorteilhaft, die an den beiden Enden 18 derselben Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 auf den Formzylinder 12 ausgeübte Anpresskraft im Betrag unterschiedlich einzustellen. Damit unterscheidet sich die Vektorsumme der radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 der Aktore 22 im Walzenschloss 21 auf der „Seite I" von der Vektorsumme der radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 der Aktore 22 im Walzenschloss 21 auf der „Seite II".

In dem in der 7 gezeigten Beispiel für eine pneumatische Beschaltung der Aktore 22 aller in dem Druckwerk 01 angeordneten Walzenschlösser 21 bestimmen in der von einer Druckmittelquelle 42 ausgehenden Druckleitung 41 angeordnete, reaktionsschnelle, vorzugsweise elektrisch oder elektromagnetisch betätigte Proportionalventile EP1; EP2; bzw. EP3; EP4, z. B. 3/3-Wege-Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4, das Druckniveau 42, das an den jeweiligen Aktoren 22 anliegt. Mit zwei weiteren in der Beschaltung vorgesehenen, vorzugsweise elektrisch oder elektromagnetisch betätigten Ventilen EP5; EP6, z. B. 5/2-Wegeventilen, die in der Druckleitung 41 auf dem Weg des Druckmittels von seiner Druckmittelquelle 42 zu den Aktoren 22 in einer Reihenschaltung jeweils einem der Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4 nachgeordnet sind, ist wählbar, ob Aktoren 22 auf der „Seite I" der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 mit demselben Druck wie auf der „Seite II" oder mit einem unterschiedlichen Druck beaufschlagt werden. Das Druckniveau 42 kann mit den Proportionalventilen EP1; EP2; EP3; EP4 auf einen beliebigen Wert z. B. zwischen 0 bar und 10 bar, vorzugsweise zwischen 0 bar und 6 bar, eingestellt werden.

Die Fixiereinrichtungen von Walzenschlössern 21 derselben Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 sind in ihrer jeweiligen Druckleitung 41 z. B. parallel geschaltet und wechseln somit ihre Betriebsstellung vorzugsweise gleichzeitig. Mit vorzugsweise gleichfalls elektrisch oder elektromagnetisch betätigten Ventilen V15; V25; V35; V45; V55; V65, z. B. 3/2-Wegeventilen V15; V25; V35; V45; V55; V65, wird jede Fixiereinrichtung wahlweise in eine erste Betriebsstellung, in der die Fixiereinrichtung die im Wesentlichen radiale Verschiebung der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 sperrt, oder in eine zweite Betriebsstellung, in der die Fixiereinrichtung die im Wesentlichen radiale Verschiebung der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 freigibt, gebracht.

Alternativ oder zusätzlich zu der in der 7 gezeigten Beschattung der Aktore 22 kann jedem Walzenschloss 21 jeweils eine steuerbare Einrichtung zugeordnet sein, wobei die steuerbare Einrichtung jeweils mehrere, vorzugsweise alle, mit ihrer jeweiligen Druckmittelquelle 42 verbundene Druckmittelleitungen 41 von Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 jeweils gleichzeitig in einer ersten Betriebsstellung mit einem ersten Druckniveau 42 und in einer zweiten Betriebsstellung mit einem zweiten Druckniveau 42 druckbeaufschlagt, wobei in beiden Betriebsstellungen das jeweils an den Aktoren 22 anstehende Druckniveau 42 jeweils zumindest für einen der Aktore 22 desselben Walzenschlosses 21 von Null verschieden ist. Alle Aktore 22 desselben Walzenschlosses 21 sind damit gleichzeitig jeweils mit ihrem jeweiligen, sich in den beiden Betriebsstellungen der steuerbaren Einrichtung vorzugsweise voneinander unterscheidenden Druckniveau 42 druckbeaufschlagt. In den beiden Betriebsstellungen der steuerbaren Einrichtung ist auch das an mehreren oder allen Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 jeweils anstehende Druckniveau 42 durchaus voneinander verschieden, sodass die Aktore 22 desselben Walzenschlosses 21 jeweils mit einem anderen Druckniveau 42 druckbeaufschlagt werden. Mit demselben Identifizierungsmerkmal m gekennzeichnete Aktore 22 in verschiedenen Walzenschlössern 21 können dasselbe Druckniveau 42 aufweisen, wohingegen Aktore 22 desselben Walzenschlosses 21 mit sich unterscheidenden Identifizierungsmerkmalen m im Regelfall unterschiedliche Druckniveaus 42 aufweisen. Der Wechsel zwischen der ersten Betriebsstellung und der zweiten Betriebsstellung erfolgt vorzugsweise sprunghaft durch einen von der Steuereinheit ausgelösten Schaltvorgang der steuerbaren Einrichtung. Die steuerbare Einrichtung wirkt demnach auf zu allen Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 führende Druckmittelleitungen 41 gleichermaßen und kann z. B. durch ein Sperrventil mit mehreren voneinander unabhängigen Durchgängen oder mehrere synchron, d. h. gleichzeitig schaltende Sperrventile oder eine Schaltstellung der Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4 verwirklicht sein. Wenn mehrere jeweils in Walzenschlössern 21 gelagerte Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 vorgesehen sind, wobei jedes Walzenschloss 21 ein Identifizierungsmerkmal n aufweist, wählt die Steuereinheit die jedem Walzenschloss 21 zugeordnete steuerbare Einrichtung jeweils anhand des Identifizierungsmerkmals n aus.

Das Druckwerk 01 weist bezüglich der von Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 ausgeübten Anpresskräfte eine Standardkonfiguration auf, wobei die Standardkonfiguration einen Satz von Werten FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 umfasst, wobei jeder Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 mit einer von einer Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 dieses Druckwerks 01 in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf einen zur jeweiligen Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 ausgeübte Anpresskraft korrespondiert. Die Standardkonfiguration kann beispielsweise aus in einer Tabelle oder Grafik hinterlegten Zahlenwerten, Wertepaaren oder Wertereihen bestehen. In dem in der 1, 2 und 7 gezeigten Beispiel sind im Druckwerk 01 sechs in ihrer Anpresskraft steuerbare Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 mit insgesamt zwölf Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 vorgesehen, wobei jede in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 jeweils in einem Walzenschloss 21 mit jeweils vier Aktoren 22 gelagert ist. Unter Berücksichtigung der Möglichkeit, auf der „Seite I" und auf der „Seite II" des Druckwerks 01 sich in ihrem Wert unterscheidende Anpresskräfte einstellen zu können, kann die Standardkonfiguration für dieses Druckwerks 01 einen Satz mit vierundzwanzig Werten FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 umfassen. Für jeden dieser Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 wird der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der jeweiligen dort ausgeübten Anpresskraft aus einer Vektorsumme der von Aktoren 22 desselben Walzenschlosses 21 gleichzeitig ausgeübten radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 gegebenenfalls unter Berücksichtigung der von der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 aufgrund ihrer eigenen Masse auf ihren benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 zumindest teilweise ausgeübten Gewichtskraft gebildet. Damit sind jedem Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für eine der Anpresskräfte jeweils fünf weitere Werte, die sich aus den vier radialen Kräften Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 und gegebenenfalls der Masse der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 zusammensetzen, zugeordnet. Überdies kann jeder Wert für eine radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 in eine Angabe für ihren absoluten Betrag und ihre Wirkrichtung unterteilt sein.

Die Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der in den Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskräfte, die ihnen jeweils zugeordneten Werte für die radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4, vorzugsweise unterteilt in Betrag und Wirkrichtung, und gegebenenfalls die Masse der steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 sind vorzugsweise in einem Speicher der Steuereinheit hinterlegt. Gleichfalls sind in dem Speicher der Steuereinheit vorzugsweise auch der Wert der Gravitationskonstanten zur Berechnung der Gewichtskraft aus der Masse der steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 sowie für jede in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 jeweils ein Wert für den Abstand des auf ihrer Achse 19 liegenden Mittelpunktes der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 von dem Mittelpunkt ihres jeweiligen mit ihr in Berührungskontakt stehenden benachbarten Rotationskörpers 12; 13; 14; 16; 17 abgelegt, wobei jeder Wert für einen der Abstände in eine Angabe nach absolutem Betrag und der Raumrichtung unterteilt sein kann.

In der Standardkonfiguration ergibt sich aufgrund der für die Anpresskräfte im Speicher der Steuereinheit gespeicherten Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 im Berührungskontakt zwischen aneinander angestellten in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 und Rotationskörpern 12; 13; 14; 16; 17 an der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11, am Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 oder an beiden ein bestimmtes Maß für die Abplattung von deren jeweils zylindrischen Mantelfläche, wobei die Sehne der Abplattung der am Umfang der Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 oder des Rotationskörpers 12; 13; 14; 16; 17 verlaufenden Breite des Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 entspricht. Die Standardkonfiguration erzeugt ein Maß der Abplattung, das einem bestimmten Sollwert für die Breite jeden Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 entspricht, um mit dem Druckwerk 01 unter standardmäßigen Betriebsbedingungen eine gute Qualität für das zu produzierende Druckerzeugnis zu erzielen.

Bei vom Standard abweichenden Betriebsbedingungen, weil der Durchmesser einer der in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 oder der Durchmesser eines der Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17 z. B. durch einen Stoffeinschluss, insbesondere durch eine Feuchtigkeitsaufnahme, gequollen ist oder sich durch Abnutzung verringert hat, ist es notwenig, die sich aufgrund der Veränderung des Durchmessers veränderte Breite eines Walzenstreifens oder mehrerer Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 dahingehend zu korrigieren, dass die Breite jedes Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 wieder ihrem Sollwert entspricht. Andererseits können es die Betriebsbedingungen auch erfordern, dass die Breite jedes Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 auf einen neuen Sollwert einzustellen ist. In beiden Fällen ist die in jedem betroffenen Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft auf einen neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einzustellen, was zur Folge hat, dass Werte für die radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 der betroffenen Walzenschlösser 21 zu verändern sind.

Die Steuereinheit verfügt über mindestens ein Bedienelement und z. B. über eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen eines oder mehrerer Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für die in einem bestimmten Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft. Die hier beispielhaft gewählten Bezugszeichen der Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 können auch gleichzeitig jeweils als eine Kennung für die Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 verwendet werden, sodass jeder Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 aufgrund seiner Kennung eindeutig identifizierbar ist.

Mit dem z. B. als Taster, als eine Tastatur oder als ein Zeigerinstrument ausgebildeten Bedienelement der Steuereinheit kann ein bestimmter Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 z. B. aus einer Liste aller mit einer Kennung versehenen Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 eines Druckwerks 01 ausgewählt werden oder die Kennung eines bestimmten Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 wird der Steuereinheit mit deren Bedienelement eingegeben. Zu jedem dieser Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ist im Speicher der Steuereinheit zumindest für die Standardkonfiguration ein Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62, insbesondere ein Sollwert, für die in dem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft gespeichert. Dieser Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 wird bei der Auswahl oder der Eingabe der Kennung eines bestimmten Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 mit der z. B. alphanumerischen oder grafikfähigen Anzeigeeinrichtung z. B. numerisch, alphanumerisch, in einem Diagramm oder in einem Piktogramm angezeigt.

Mit dem Bedienelement wird der angezeigte Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für die in dem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft auf einen neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für die in dem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft eingestellt, indem der angezeigte Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 z. B. kontinuierlich oder schrittweise, vorzugsweise in Schritten von 10 % vom angezeigten Wert, mit dem Bedienelement verändert wird. Oder es wird mit dem Bedienelement aus einer Liste zur Verfügung stehender Faktoren ein bestimmter Faktor ausgewählt, um den der angezeigte Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 verändert werden soll.

Die Steuereinheit berechnet für den neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der in dem ausgewählten Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft die zugehörigen Werte für die in dem betroffenen Walzenschloss 21 ausgeübten radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 und/oder die in den Aktoren 22 jeweils neu einzustellenden Drücke und speichert die errechneten Werte für die radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 und/oder die Drücke in ihrem Speicher ab. Ebenso steuert die Steuereinheit auch die Ventile V15; V25; V35; V45; V55; V65, die Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4 und die Ventile EP5; EP6. Die Durchführung der Berechnung der neuen Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 und/oder die Steuerung der Ventile V15; V25; V35; V45; V55; V65, der Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4 und/oder der Ventile EP5; EP6 erfolgt vorzugsweise, nachdem die Steuereinheit dazu eine bestimmte, z. B. mit dem Bedienelement eingebbare oder auswählbare Anweisung erhalten hat.

Die Berechnung der neuen Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für die Anpresskräfte berücksichtigt, dass diese Werte und die radialen Kräfte Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 in ihrem ursprünglichen und in ihrem neuen Zustand jeweils als eine Vektorgröße zu betrachten sind. Entsprechend wendet die Steuereinheit bei der Berechnung für Vektorgrößen geeignete Berechnungsmethoden an. So können zusätzlich zu anzuwendenden algebraischen Berechnungsmethoden z. B. trigonometrische Berechnungsmethoden zur Berechnung einzelner Komponenten der jeweiligen Vektoren zur Anwendung kommen. Bei der Berechung bezieht die Steuereinheit im erforderlichen Maße ihr zuvor eingegebene im Wesentlichen unveränderliche Werte ein, z. B. die jeweilige Masse der steuerbaren Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 sowie den Mittelpunktsabstand für jede in ihrer Anpresskraft steuerbaren Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 zu ihrem jeweiligen benachbarten Rotationskörper 12; 13; 14; 16; 17. Das Ergebnis der Berechnung kann mit der Anzeigeeinrichtung der Steuereinheit z. B. wie die ursprünglichen Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 angezeigt werden.

Um in einem ausgewählten Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 den neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der dort ausgeübten Anpresskraft einzustellen, betätigt die Steuereinheit mit mindestens einem der Ventile V15; V25; V35; V45; V55; V65 zunächst die Fixiereinrichtung desjenigen Walzenschlosses 21, in dem die radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 mindestens eines Aktors 22 auf den errechneten neuen Wert einzustellen ist, sodass die in diesem Walzenschloss 21 gelagerte steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 radial verschiebbar ist. Sodann betätigt die Steuereinheit mindestens eines der Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4 und/oder mindestens eines der Ventile EP5; EP6, um die radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 mindestens eines Aktors 22 in dem betroffenen Walzenschloss 21 auf den errechneten neuen Wert einzustellen. Danach betätigt die Steuereinheit wieder das mindestens eine zuvor betätigte Ventil V15; V25; V35; V45; V55; V65, um die Fixiereinrichtung desjenigen Walzenschlosses 21, in dem die radiale Kraft Fn1; Fn2; Fn3; Fn4 mindestens eines Aktors 22 auf den errechneten neuen Wert eingestellt worden ist, in diejenigen Betriebsstellung zu versetzen, in der die in diesem Walzenschloss 21 gelagerte in ihrer Anpresskraft steuerbare Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 nicht mehr radial verschiebbar ist. Mit dem neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 für die in einem ausgewählten Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft ergibt sich in der Folge auch eine veränderte Breite dieses Walzenstreifens N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62.

Die vorstehend beschriebene Veränderung eines Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der in einem ausgewählten Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft kann für mehrere in ihrer Anpresskraft steuerbare Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 gleichzeitig oder sequentiell erfolgen. Beispielsweise kann der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32 aller von Auftragswalzen 04; 06; 07, also der Feuchtauftragswalze 04 und der Farbauftragswalzen 06; 07 ausgeübten Anpresskräfte gleichzeitig verändert. Oder es wird der Wert FN21; FN22; FN31; FN32; FN51; FN52; FN61; FN62 aller Anpresskräfte, die Walzen 06; 07; 09; 11 des Farbwerks 02 ausüben, oder der Wert FN11; FN12; FN41; FN42 aller Anpresskräfte, die Walzen 04; 08 des Feuchtwerks 03 ausüben, oder der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskräfte aller Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 des Druckwerks 01 gleichzeitig verändert. Es können somit Gruppen von gleichzeitig veränderbaren Werten FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 gebildet werden. Mit der Steuereinheit kann der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskräfte aller Walzen 04; 06; 07; 08; 09; 11 des Druckwerks 01 in einem Zeitraum von weniger als einer Minute, vorzugsweise in einem Zeitraum von wenigen Sekunden, neu eingestellt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass jeder einmalig oder sogar mehrmals veränderte Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der von einer Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 ausgeübten Anpresskraft z. B. mit dem Bedienelement der Steuereinheit auf den der Standardkonfiguration entsprechenden Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62, insbesondere auf den Sollwert für die in dem entsprechenden Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübte Anpresskraft, zurückgesetzt werden kann.

Die Steuereinheit ist z. B. als Bestandteil eines zur Druckmaschine oder zumindest zu einem Druckwerk 01 gehörenden Leitstandes ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit z. B. als eine mobile Baueinheit ausgebildet sein, die nur dann, wenn ein Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft zu verändern ist, mit dem Druckwerk 01, d. h. insbesondere mit der Betätigung der Proportionalventile EP1; EP2; EP3; EP4, der Ventile EP5; EP6 und der Ventile V15; V25; V35; V45; V55; V65, verbunden wird.

Für die Durchführung einer Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft kann der Nachweis einer Autorisierung erforderlich sein, indem vor der Durchführung der Veränderung der Steuereinheit mit ihrem Bedienelement z. B. ein zulässiges Kennwort einzugeben ist.

Die Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft kann während der Rotation der betroffenen Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 durchgeführt werden. Sofern an der Mantelfläche des Formzylinders 12 in dessen axialer Richtung mindestens ein Kanal mit einer vorzugsweise schlitzförmigen Öffnung zur Aufnahme von an den Druckformen abgekanteten Einhängeschenkeln ausgebildet ist, erfolgt die Veränderung des Wertes FN11; FN21; FN31 der in diesem Walzenstreifen N11; N21; N31 ausgeübten Anpresskraft dann, wenn die Öffnung des Kanals und der Walzenstreifen N11; N21; N31 keine gemeinsame sich überdeckende Fläche aufweisen, sodass die Walze 04; 06; 07 während der Einstellung des neuen Wertes ihrer in diesem Walzenstreifen N11; N21; N31 ausgeübten Anpresskraft nicht in die Öffnung des Kanals drückt. Wenn diese Bedingung nicht oder nur mit Erschwernissen erfüllbar ist, werden der Formzylinder 12 zusammen mit derjenigen Walze 04; 06; 07, in deren gemeinsamen Walzenstreifen N11; N21; N31 der Wert FN11; FN21; FN31 der darin ausgeübten Anpresskraft zu verändern ist, in Rotation versetzt, und zwar mit einer derartigen Drehzahl, dass sich ein Überrollen der Öffnung des Kanals durch die Walze 04; 06; 07 während der Einstellung des neuen Wertes ihrer in diesem Walzenstreifen N11; N21; N31 ausgeübten Anpresskraft nicht negativ auswirkt. Im Übrigen hat die Durchführung der Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft während der Rotation der betroffenen Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 auch den Vorteil, dass slip-stick-Effekte vermieden werden. Die Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft wird daher während der Rotation der betroffenen Walze 04; 06; 07; 08; 09; 11 und ihres betroffenen benachbarten Rotationskörpers 12; 13; 14; 16; 17 mit einer Drehzahl z. B. von mindestens 3.000 Umdrehungen pro Stunde, vorzugsweise 5.000 Umdrehungen pro Stunde, durchgeführt. Die Durchführung der Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62 ausgeübten Anpresskraft kann daher auch während der laufenden Produktion des Druckwerks 01 erfolgen.

01Druckwerk 02Farbwerk 03Feuchtwerk 04Walze, Feuchtauftragswalze 05 06Walze, Farbauftragswalze 07Walze, Farbauftragswalze 08Walze, Zwischenwalze 09Walze, Zwischenwalze 10 11Walze; Zwischenwalze 12Rotationskörper, Zylinder, Formzylinder 13Rotationskörper, Feuchtreiber 14Rotationskörper, Feuchtwerkswalze 15 16Rotationskörper, Farbübertragungswalze 17Rotationskörper, Farbwerkswalze 18Ende (04; 06; 07; 08; 09; 11) 19Achse (04; 06; 07; 08; 09; 11) 20 21Stützlager, Walzenschloss 22Aktor 23Rahmenhalter 24Walzenhalter 25 26Lamellenpaket 27Lamellenpaket 28Kanal 29Druckkammer 30 31Druckplatte 32Federelement 33Stempel 34Stempelkopf 35 36Gestellwand 37Dichtelement 38Fläche (22), Membran 39Walzenaufnahme 40 41Druckmittelleitung 42Druckmittelquelle, Kompressor, Druckniveau &agr;Öffnungswinkel EP1Proportionalventil, 3/3-Wege-Proportionalventil EP2Proportionalventil, 3/3-Wege-Proportionalventil EP3Proportionalventil, 3/3-Wege-Proportionalventil EP4Proportionalventil, 3/3-Wege-Proportionalventil EP5Ventil, 5/2-Wegeventil EP6Ventil, 5/2-Wegeventil V15Ventil, 3/2-Wegeventil V25Ventil, 3/2-Wegeventil V35Ventil, 3/2-Wegeventil V45Ventil, 3/2-Wegeventil V55Ventil, 3/2-Wegeventil V65Ventil, 3/2-Wegeventil Fn1Kraft, radiale Fn2Kraft, radiale Fn3Kraft, radiale Fn4Kraft, radiale N11Walzenstreifen, nip-Stelle N12Walzenstreifen, nip-Stelle N21Walzenstreifen, nip-Stelle N22Walzenstreifen, nip-Stelle N31Walzenstreifen, nip-Stelle N32Walzenstreifen, nip-Stelle N41Walzenstreifen, nip-Stelle N42Walzenstreifen, nip-Stelle N51Walzenstreifen, nip-Stelle N52Walzenstreifen, nip-Stelle N61Walzenstreifen, nip-Stelle N62Walzenstreifen, nip-Stelle

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einstellen einer von einer Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf einen benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) an den Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) oder zum Abstellen der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) von dem Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17),

    wobei beide Enden (18) der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) jeweils in einem Stützlager (21) mit einer radialhubfähigen Walzenaufnahme (39) gelagert sind, wobei jedes Stützlager (21) mindestens einen auf die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) wirkenden Aktor (22) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stützlager (21) und jeder Aktor (22) von einer Steuereinheit einzeln und unabhängig von anderen Stützlagern (21) und Aktoren (22) gesteuert ist, wobei an unterschiedlichen Enden (18) derselben Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) sich in ihrem Wert unterscheidende Anpresskräfte einstellbar sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktore (22) jeden Stützlagers (21) jeweils an eine mit einer Druckmittelquelle (42) verbundene Druckmittelleitung (41) angeschlossen und jeweils mit einem Druckmittel druckbeaufschlagbar sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Stützlager (21) jeweils eine steuerbare Einrichtung zugeordnet ist, wobei die steuerbare Einrichtung mehrere Aktore (22) desselben Stützlagers (21) jeweils synchron in einer ersten Betriebsstellung mit einem ersten Druckniveau (42) und in einer zweiten Betriebsstellung mit einem zweiten Druckniveau (42) druckbeaufschlagt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Betriebsstellungen das jeweils an den Aktoren (22) anstehende Druckniveau (42) jeweils zumindest für einen der Aktore (22) desselben Stützlagers (21) von Null verschieden ist.
  5. Vorrichtung zum Einstellen einer von einer Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf einen benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) an den Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) oder zum Abstellen der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) von dem Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17), wobei beide Enden (18) der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) jeweils in einem Stützlager (21) mit einer radialhubfähigen Walzenaufnahme (39) gelagert sind, wobei jedes Stützlager (21) mehrere auf die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) wirkende und mit einem Druckmittel druckbeaufschlagbare Aktore (22) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Stützlager (21) jeweils eine steuerbare Einrichtung zugeordnet ist, wobei die steuerbare Einrichtung mehrere Aktore (22) desselben Stützlagers (21) jeweils synchron in einer ersten Betriebsstellung jeweils mit einem ersten Druckniveau (42) und in einer zweiten Betriebsstellung jeweils mit einem zweiten Druckniveau (42) druckbeaufschlagt, wobei in beiden Betriebsstellungen das jeweils an den Aktoren (22) anstehende Druckniveau (42) jeweils zumindest für einen der Aktore (22) desselben Stützlagers (21) von Null verschieden ist, wobei die steuerbare Einrichtung durch einen Schaltvorgang zwischen der ersten Betriebsstellung und der zweiten Betriebsstellung sprunghaft wechselt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich für voneinander verschiedene Aktore (22) desselben Stützlagers (21) das jeweils an ihnen anstehende erste Druckniveau (42) oder das jeweils an ihnen anstehende zweite Druckniveau (42) jeweils voneinander unterscheiden.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das zweite Druckniveau (42) vom ersten Druckniveau (42) unterscheidet.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere jeweils in Stützlagern (21) gelagerte Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) vorgesehen sind, wobei jedes Stützlager (21) ein Identifizierungsmerkmal n aufweist, wobei die jedem Stützlager (21) zugeordnete steuerbare Einrichtung jeweils anhand des Identifizierungsmerkmals n auswählbar ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktore (22) desselben Stützlagers (21) jeweils eine in ihr Stützlager (21) gerichtete radiale Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) ausüben.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) ausgeübte radiale Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) und/oder zumindest ein Teil einer von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) ausgeübten Gewichtskraft in ihrer Vektorsumme die von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in dem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf den benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübte Anpresskraft ausüben und/oder die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) im Wesentlichen radial verschieben.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) und der Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) in einem Druckwerk (01) einer Druckmaschine angeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Druckwerk (01) zugeordnete Steuereinheit vorgesehen ist, wobei die Steuereinheit aus den von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) aktuell ausgeübten radialen Kräften (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) und/oder aus zumindest einem Teil der von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) ausgeübten Gewichtskraft die von zumindest einer der Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) in zumindest einem der Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübte Anpresskraft in ihrem jeweiligen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 berechnet.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Aktor (22) jeweils mit einem Druckmittel druckbeaufschlagbar ist.
  14. Vorrichtung zum Einstellen einer von einer Walze (04; 06; 07) in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21) auf einen benachbarten Formzylinder (12) ausgeübten Anpresskraft und zum Anstellen der Walze (04; 06; 07) an den Formzylinder (12) oder zum Abstellen der Walze (04; 06; 07) von dem Formzylinder (12),

    wobei beide Enden (18) der Walze (04; 06; 07) jeweils in einem Stützlager (21) mit einer radialhubfähigen Walzenaufnahme (39) gelagert sind, wobei jedes Stützlager (21) mehrere auf die Walze (04; 06; 07) wirkende Aktore (22) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit den Wert FN11; FN21; FN31 der Anpresskraft in einem mit dem Formzylinder (12) ausgebildeten Walzenstreifen (N11; N21; N31) dann auf einen neuen Wert FN11; FN21; FN31 einstellt, wenn eine an der Mantelfläche des Formzylinders (12) ausgebildete Öffnung eines Kanals des Formzylinders (12) und dieser Walzenstreifen (N11; N21; N31) keine gemeinsame sich überdeckende Fläche aufweisen.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit für eine auf einen bestimmten Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einzustellende Anpresskraft die von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) auszuübenden radialen Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) berechnet.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktore (22) jeweils aufgrund einer Beaufschlagung mit einem Druckmittel ihre radiale Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) ausüben.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die von den Aktoren (22) auszuübenden radialen Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) in ihrem jeweiligen Wert mit steuerbaren Proportionalventilen (EP1; EP2; EP3; EP4) und/oder anderen steuerbaren Ventilen (EP5; EP6) einstellt.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) ausgeübte radiale Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) und/oder zumindest ein Teil der von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) ausgeübten Gewichtskraft die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) im Wesentlichen radial verschieben.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest jedem zu einem der Stützlager (21) gehörenden Aktor (22) ein Identifizierungsmerkmal m zugeordnet ist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in dem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübte Anpresskraft unter Berücksichtigung des Abstandes, den ein Mittelpunkt der an den Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) angestellten Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in derselben Querschnittsebene zu einem Mittelpunkt des Rotationskörpers (12; 13; 14; 16; 17) aufweist, und/oder unter Berücksichtigung einer vom Druck des Druckmittels in mindestens einem der Aktore (22) ausgeübten Flächenpressung und/oder unter Berücksichtigung zumindest eines Teils der durch eine Multiplikation der Gravitationskonstanten mit der Masse der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) berechneten Gewichtskraft berechnet.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit eine Anzeigeeinrichtung und mindestens ein Bedienelement aufweist, wobei die Anzeigeeinrichtung nach Anforderung mit dem Bedienelement den aktuellen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der zumindest in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausgeübten Anpresskraft und/oder den aktuellen Wert zumindest einer radialen Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) mindestens eines Aktors (22) oder eines mit dieser radialen Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) korrespondierenden Druckes des zumindest an einem Aktor (22) anstehenden Druckmittels anzeigt.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein von der Anzeigeeinrichtung angezeigter Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskraft zumindest schrittweise veränderbar ist.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit nach einer Veränderung des angezeigten Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskraft zu diesem Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62) die von Aktoren (22) in diesem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausgeübten radialen Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) berechnet.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit nach der mit dem Bedienelement auf der Anzeigeeinrichtung durchgeführten Veränderung des Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskraft bei einer entsprechenden Aufforderung diesen neuen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 durch die Steuerung der steuerbaren Ventile (EP1; EP2; EP3; EP4; EP5; EP6) einstellt.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den an der Anzeigeeinrichtung veränderten Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in dem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübten Anpresskraft bei laufendem Druckwerk (01) durch die Steuerung der steuerbaren Ventile (EP1; EP2; EP3; EP4; EP5; EP6) einstellt.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den an der Anzeigeeinrichtung veränderten Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in dem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübten Anpresskraft bei einer Drehzahl der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) von mindestens 3.000 Umdrehungen pro Stunde durch die Steuerung der steuerbaren Ventile (EP1; EP2; EP3; EP4; EP5; EP6) einstellt.
  27. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit einen aus den an den Aktoren (22) neu eingestellten radialen Kräften (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) und/oder aus zumindest einem Teil der von der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) ausgeübten Gewichtskraft neu berechneten Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der zumindest von einer Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübten Anpresskraft auf der Anzeigevorrichtung anzeigt.
  28. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stützlager (21) jeweils eine steuerbare Fixiereinrichtung aufweist, wobei die Fixiereinrichtung eine von den Aktoren (22) verursachte, im Wesentlichen radiale Verschiebung der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in einer ersten Betriebsstellung sperrt und in einer zweiten Betriebsstellung freigibt.
  29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsstellung der Fixiereinrichtung der mit derselben Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) verbundenen Stützlager (21) gleichzeitig wechselt.
  30. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wechsel der Betriebsstellung der Fixiereinrichtung von der Steuereinheit mittels mindestens einem Ventil (V15; V25; V35; V45; V55; V65) gesteuert ist.
  31. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) als ein Zylinder (12) ausgebildet ist oder dass zwei Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) gegeneinander angestellt sind.
  32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Druckwerk (01) der Druckmaschine mehrere Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) und/oder mehrere Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) vorgesehen sind.
  33. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) mit mehreren Rotationskörpern (12; 13; 14; 16; 17) gleichzeitig jeweils einen Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausbildet.
  34. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) mit mindestens einer weiteren Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) einen Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausbildet.
  35. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) und der Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) zu einem Farbwerk (02) oder einem Feuchtwerk (03) des Druckwerks (01) der Druckmaschine gehören.
  36. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine als eine Zeitungsdruckmaschine ausgebildet ist.
  37. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) als ein in seiner axialen Richtung mit mehreren Druckformen belegter Formzylinder (12) ausgebildet ist.
  38. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Formzylinder (12) bei einer vollständigen Belegung mit Druckformen in seiner axialen Richtung vier oder sechs Druckformen angeordnet sind.
  39. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Druckmittel in einem der Aktore (22) ausgeübter Druck unabhängig vom Druck in einem anderen Aktor (22) desselben Stützlagers (21) veränderbar ist.
  40. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktore (22) jeweils in einem Gehäuse des Stützlagers (21) angeordnet sind.
  41. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktore (22) jeden Stützlagers (21) bezüglich des Stützlagers (21) drehfest angeordnet sind.
  42. Vorrichtung nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse jedes Stützlagers (21) dessen Aktore (22) um die Achse (19) der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) zirkular verteilt angeordnet sind.
  43. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Stützlager (21) dessen Aktore (22) in ihrer zirkularen Verteilung in einer festen Reihenfolge mit dem Identifizierungsmerkmal m versehen sind.
  44. Vorrichtung nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass in verschiedenen Stützlagern (21) jeweils in der Reihenfolge an derselben Position angeordnete Aktore (22) das gleiche Identifizierungsmerkmal m aufweisen.
  45. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zu verschiedenen Stützlagern (21) gehörende Aktore (22) mit dem gleichen Identifizierungsmerkmal m durch eine Parallelschaltung ihrer Druckmittelleitungen (41) mit demselben Druckniveau (42) druckbeaufschlagt sind.
  46. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zu demselben Stützlager (21) gehörende Aktore (22) mit sich unterscheidenden Identifizierungsmerkmalen m mit ihrer Druckmittelleitung (41) an sich jeweils unterscheidende Druckniveaus (42) angeschlossen sind.
  47. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass mit derselben Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) verbundene Stützlager (21) dieselbe Anzahl von Aktoren (22) aufweisen.
  48. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützlager (21) mehrerer Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) dieselbe Anzahl von Aktoren (22) aufweisen.
  49. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützlager (21) aller Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) dieselbe Anzahl von Aktoren (22) aufweisen.
  50. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmittel Druckluft ist.
  51. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor (22) als ein kolbenstangenloser Hohlkörper ausgebildet ist.
  52. Vorrichtung nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper zumindest teilweise aus einem Elastomerwerkstoff ausgebildet ist.
  53. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (22) durch die Steuereinheit fernbetätigbar sind.
  54. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) ausgeübte radiale Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) einen Öffnungswinkel (&agr;) miteinander bilden.
  55. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) ausgeübte radiale Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) einen von 0° und 180° verschiedenen Öffnungswinkel (&agr;) miteinander bilden.
  56. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass von Aktoren (22) desselben Stützlagers (21) ausgeübte radiale Kräfte (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) einen Öffnungswinkel (&agr;) zwischen 45° und 135° miteinander bilden.
  57. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass Aktore (22) von mit derselben Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) verbundenen Stützlagern (21) eine sich an beiden Enden (18) dieser Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) in ihrem jeweiligen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 unterscheidende Anpresskraft in dem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf ihren benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausüben.
  58. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an beiden Enden (18) der Walze (04; 06; 07) in ihrem jeweiligen Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32 unterscheidende Anpresskraft dann eingestellt ist, wenn der in seiner axialen Richtung mit mehreren Druckformen belegbare Formzylinder (12) in seiner axialen Richtung nicht vollständig mit Druckformen belegt ist.
  59. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stützlager (21) des Druckwerks (01) ein Identifizierungsmerkmal n aufweist.
  60. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) gekennzeichnet ist.
  61. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 59, dadurch gekennzeichnet, dass das Identifizierungsmerkmal n des Stützlagers (21) zusammen mit dem Identifizierungsmerkmal m des Aktors (22) eine Kennung nm bildet.
  62. Vorrichtung nach Anspruch 61, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennung nm maschinenlesbar ist.
  63. Vorrichtung nach Anspruch 60, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Bedienelement der Steuereinheit der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskraft in einem anhand seiner Kennzeichnung ausgewählten Walzenstreifens (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) veränderbar ist.
  64. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit als eine mobile Baueinheit ausgebildet ist.
  65. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit nur dann mit dem Druckwerk (01) verbunden ist, wenn der Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 einer in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausgeübten Anpresskraft zu verändern ist.
  66. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit nur dann mit dem Druckwerk (01) verbunden ist, wenn mindestens eines der Ventile (EP1; EP2; EP3; EP4; EP5; EP6; V15; V25; V35; V45; V55; V65) zu steuern ist.
  67. Vorrichtung nach Anspruch 66, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Steuereinheit zu steuernden Ventile (EP1; EP2; EP3; EP4; EP5; EP6; V15; V25; V35; V45; V55; V65) elektrisch oder elektromagnetisch betätigt sind.
  68. Vorrichtung nach Anspruch 17 und 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit zur Einstellung des neuen Wertes FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der in einem ausgewählten Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) ausgeübten Anpresskraft nacheinander zunächst mit mindestens einem der Ventile (V15; V25; V35; V45; V55; V65) die Fixiereinrichtung desjenigen Stützlagers (21) betätigt, in dem die radiale Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) mindestens eines Aktors (22) auf den neuen Wert einzustellen ist, sodass die in diesem Stützlager (21) gelagerte steuerbare Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) radial verschiebbar ist,

    dass die Steuereinheit dann mindestens eines der Proportionalventile (EP1; EP2; EP3; EP4) und/oder mindestens eines der Ventile (EP5; EP6) betätigt, um die radiale Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) mindestens eines Aktors (22) des betroffenen Stützlagers (21) auf den neuen Wert einzustellen,

    und dass danach die Steuereinheit wieder das mindestens eine zuvor betätigte Ventil (V15; V25; V35; V45; V55; V65) betätigt, um die Fixiereinrichtung desjenigen Stützlagers (21 ), in dem die radiale Kraft (Fn1; Fn2; Fn3; Fn4) mindestens eines Aktors (22) auf den errechneten neuen Wert eingestellt worden ist, in diejenigen Betriebsstellung zu versetzen, in der die in diesem Stützlager (21) gelagerte Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) nicht mehr radial verschiebbar ist.
  69. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit einen Speicher aufweist.
  70. Vorrichtung nach Anspruch 69, dadurch gekennzeichnet, dass im Speicher der Steuereinheit mindestens ein Satz von Werten FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 als eine Standardkonfiguration gespeichert ist, wobei jeder Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 mit einer von einer Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) dieses Druckwerks (01) in einem Walzenstreifen (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) auf einen zur jeweiligen Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) benachbarten Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) ausgeübte Anpresskraft korrespondiert.
  71. Vorrichtung nach Anspruch 70, dadurch gekennzeichnet, dass die Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Standardkonfiguration am Umfang der Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) und/oder des Rotationskörpers (12; 13; 14; 16; 17) eine einem Sollwert für die Breite jeden Walzenstreifens (N11; N12; N21; N22; N31; N32; N41; N42; N51; N52; N61; N62) entsprechende Abplattung erzeugen, um mit dem Druckwerk (01) eine gute Qualität für das zu produzierende Druckerzeugnis zu erzielen.
  72. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass veränderte Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 mit der Steuereinheit auf die Werte FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Standardkonfiguration zurücksetzbar sind.
  73. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (04; 06; 07; 08; 09; 11) und/oder ihr benachbarter Rotationskörper (12; 13; 14; 16; 17) eine elastisch verformbare Mantelfläche aufweisen.
  74. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinheit Gruppen von gleichzeitig veränderbaren Werten FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 gebildet sind.
  75. Vorrichtung nach Anspruch 74, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppen Walzen (06; 07; 09; 11) des Farbwerks (02) oder Walzen (04; 08) des Feuchtwerks (03) betreffen.
  76. Vorrichtung nach Anspruch 74, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppen mit dem Formzylinder (12) zusammenwirkende Auftragswalzen (04; 06; 07) betreffen.
  77. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den Wert FN11; FN12; FN21; FN22; FN31; FN32; FN41; FN42; FN51; FN52; FN61; FN62 der Anpresskräfte aller Walzen (04; 06; 07; 08; 09; 11) des Druckwerks (01) in einem Zeitraum von weniger als einer Minute neu einstellt.
  78. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mantelfläche des Formzylinders (12) mindestens eine einen Kanal des Formzylinders (12) öffnende Öffnung ausgebildet ist.
  79. Vorrichtung nach Anspruch 78, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den Wert FN11; FN21; FN31 der Anpresskraft in einem mit dem Formzylinder (12) ausgebildeten Walzenstreifen (N11; N21; N31) dann auf einen neuen Wert FN11; FN21; FN31 einstellt, wenn die Öffnung des Kanals und dieser Walzenstreifen (N11; N21; N31) keine gemeinsame sich überdeckende Fläche aufweisen.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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