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Dokumentenidentifikation DE102004017112A1 29.12.2005
Titel Pudermittel-Verfahren und Verwendung
Anmelder Henkel KGaA, 40589 Düsseldorf, DE
Erfinder Aßmann, Georg, Dr., 41363 Jüchen, DE;
Brückner, Erik, Dr., 40721 Hilden, DE;
Blasey, Gerhard, Dr., 40599 Düsseldorf, DE
DE-Anmeldedatum 07.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004017112
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse C11D 3/34
IPC-Nebenklasse C11D 3/06   C11D 11/00   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Herstellung nichtklebriger, aniontensidhaltiger Pulver oder Granulate durch Abpuderung mit bestimmten Pudermitteln beschrieben. Auch die Verwendung von Pudermitteln zur Abpuderung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, wobei das Pudermittel zumindest ein Hydrotrop umfaßt, welches vorzugsweise aus der Gruppe der aromatischen Sulfonate gewählt ist, sowie teilchenförmige Waschmittelbestandteile mit bestimmten Aniontensidgehalten, die mit bestimmten Mengen bestimmter Pudermittel abgepudert sind, werden beschrieben.

Beschreibung[de]

Diese Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Herstellung nichtklebriger, aniontensidhaltiger Pulver oder Granulate, wobei diese nach der Herstellung mit bestimmten Pudermitteln abgepudert werden, sowie die Verwendung von Pudermitteln zur Abpuderung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, wobei das Pudermittel zumindest ein Hydrotrop umfaßt, welches aus der Gruppe der aromatischen Sulfonate gewählt ist. Ebenso betrifft diese Anmeldung teilchenförmige Waschmittelbestandteile mit bestimmten Aniontensidgehalten, die mit bestimmten Mengen an Pudermittel abgepudert sind.

Die Lager-, Transport- und/oder Weiterverarbeitungsfähigkeit partikulärer Mittel wird in nicht unerheblichem Maße durch deren Oberflächeneigenschaften, wie beispielsweise deren Klebrigkeit oder Adhäsion, bestimmt. Unerwünschte Haftwirkungen zwischen den Oberflächen einzelner aktivstoffhaltiger Partikel gleicher oder unterschiedlicher Zusammensetzung und/oder zwischen den Oberflächen dieser aktivstoffhaltigen Partikel und weiteren Oberflächen, wie den Oberflächen von Verpackungs-, Verarbeitungs- oder Transportmitteln, bewirken beispielsweise die Verklumpung dieser Mittel. Mögliche Folgen sind die nachteilige Beeinflussung der Partikelgrößenverteilung oder der Rieselfähigkeit sowie Transport- oder Lagerungsverluste gänzlich unbrauchbar gewordenen Materials. Insbesondere treten solche Probleme im Zusammenhang mit aniontensidhaltigen Pulvern oder Granulaten auf.

Zur Lösung der genannten Probleme wird im Stand der Technik insbesondere die Beschichtung und die Abpuderung aktivstoffhaltiger Mittel beschrieben. Beide Methoden beruhen auf dem Versuch die Oberflächeneigenschaften partikulärer Mittel unabhängig von deren Inhaltstoffen gezielt zu beeinflussen, wobei verbesserte Lager-, Transport- und Weiterverarbeitungseigenschaften angestrebt werden.

Zur Verbesserung der Lager- und/oder Rieselfähigkeit fester partikulärer Mittel durch Abpuderung dieser Mittel besteht sowohl bezüglich der Pudermittel, als auch bezüglich von Herstellungsverfahren in denen solche Pudermittel eingesetzt werden, ein umfangreicher Stand der Technik.

So offenbart die amerikanische Patentschrift US 4,970,017 (Lion Corporation) ein Verfahren zur Herstellung granularer Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen hoher Schüttdichte, die neben verbesserten Dispersions- und Lösungseigenschaften ebenso über eine verbesserte Rieselfähigkeit und eine verringerte Neigung zur Verklumpung aufweisen. Die erwähnten vorteilhaften Eigenschaften werden gemäß dieser Patentschrift durch Abpuderung des Wasch- und Reinigungsmittelgranulats mit feinteiligen Feststoffen wie Calciumstearat, Zeolithe oder Siliziumdioxid erreicht.

Die internationale Patentanmeldung WO97/32952 (Procter Gamble) offenbart ein Verfahren zur Herstellung Tensid-haltiger Partikel mit verbesserter Löslichkeit. Grundlage für die Verbesserung der Rieselfähigkeit des Agglomerats ist deren Abpuderung mit feinteiligen Pudermitteln aus der Gruppe der Zeolithe, Carbonate und Siliziumoxide oder Mischungen dieser Verbindungen.

Obwohl im Stand der Technik neben den genannten Dokumenten zahlreiche weitere Schriften existieren, die den Einsatz von Pudermitteln zur Verbesserung der Lager- und Rieselfähigkeit von partikulären Mitteln beschreiben, so sind die bisher offenbarten Lösungsvorschläge, insbesondere bei langanhaltender Lagerung der entsprechenden Mittel, noch immer verbesserungswürdig, gerade was insbesondere Aniontensid-haltige partikuläre Mittel anbelangt.

Der vorliegenden Erfindung lag folglich die Aufgabe zugrunde, ein einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Herstellung partikulärer Mittel, welche vorzugsweise Aniontensid(e) beinhalten, bereitzustellen, welche aufgrund einer gezielten Oberflächenbehandlung dieser partikulären Mittel, die zuvor genannten unerwünschten adhäsiven Eigenschaften nicht aufweisen.

Dementsprechend ist der erste Gegenstand dieser Erfindung ein Verfahren zur Herstellung nichtklebriger, aniontensidhaltiger Pulver oder Granulate, bei welchem man diese nach der Herstellung abpudert und wobei zur Abpuderung Pudermittel eingesetzt werden, die ausgewählt sind aus der Gruppe der Hydrotrope, insbesondere gewählt aus Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen, und/oder Zeolithe P, X und/oder Y, insbesondere aber Zeolith P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP besonders bevorzugt.

Überraschenderweise konnte festgestellt werden, daß bei der erfindungsgemäßen Abpuderung, insbesondere bei der Abpuderung mit einem Pudermittel gewählt aus der Gruppe Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen, und/oder Zeolithe P, die resultierenden aniontensidhaltigen Pulver oder Granulate sehr vorteilhafte Fließeigenschaften aufweisen, wobei als Zeolith P der Zeolith MAP besonders bevorzugt ist. Vorteilhafterweise wird eine stark verringerte Neigung zur Verklumpung, insbesondere Freiheit von Verklumpungen erreicht. Diese positiven Eigenschaften bleiben vorzugsweise auch bei langanhaltender Lagerung, insbesondere über Monate der Lagerung erhalten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält das aniontensidhaltige Pulver oder Granulat Aniontenside in Mengen von größer 10 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 20 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 30 Gew.-%, in vorteilhafterer Weise größer 40 Gew.-%, in noch vorteilhafterer Weise größer 50 Gew.-%, in besonders vorteilhafter Weise größer 60 Gew.-%, in überaus vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, insbesondere größer 80 Gew.-%, wobei Aniontensidmengen größer 90 Gew.-% am vorteilhaftesten sind, jeweils bezogen auf das aniontensidhaltige Pulver oder Granulat.

Gerade mit Blick auf sehr hohe Aniontensid-Gehalte, die oftmals zu sehr klebrigen Partikeln führen, ist das erfindungsgemäße Verfahren sehr vorteilhaft.

Beispielsweise konnte überraschend gefunden werden, daß bei Einsatz von Zeolith P die Fließeigenschaften von aniontensidhaltigem Pulver oder Granulaten selbst dann sehr positiv bleiben, wenn widrige Bedingungen vorliegen, z. B. in der Form, daß das Pulver oder die Granulate einem erhöhtem Pressdruck, beispielsweise durch ihr Eigengewicht in einem sehr großen Behälter, unterliegt. Selbst bei Vorliegen solcher erhöhter Pressdrucke konnte bei Verwendung von Zeolith P als Pudermittel für Aniontensid-haltige Pulver oder Granulate ein sehr gutes Fließverhalten des Pulvers oder der Granulate eingestellt werden und auch die Neigung zu Verklumpungen konnten sehr vorteilhaft minimiert werden, insbesondere bis hin zur Freiheit von Verklumpungen. Überraschenderweise zeigte Zeolith P als Pudermittel in diesem Zusammenhang signifikant bessere Leistungen als andere Standardpudermittel, wie insbesondere Zeolith A. Diese positiven Eigenschaften bleiben vorzugsweise auch bei langanhaltender Lagerung, insbesondere über Monate der Lagerung erhalten.

Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung liegt in der Verwendung von Pudermitteln zur Abpuderung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, wobei das Pudermittel zumindest ein Hydrotrop umfaßt, welches aus der Gruppe der aromatischen Sulfonate gewählt ist, wobei es sich bei dem Hydrotrop insbesondere um Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen handelt.

Überraschenderweise konnte gefunden werden, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Pudermittel, insbesondere wenn sie Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen umfassen, zu sehr guten Resultaten im Hinblick auf die Fließfähigkeit teilchenförmiger Waschmittelbestandteile führen. Die Neigung zu Verklumpungen wird in sehr vorteilhafter Weise minimiert, insbesondere bis hin zur Freiheit von Verklumpungen. Vorteilhafterweise liefert auch der Zeolith P in diesem Zusammenhang sehr gute Ergebnisse.

Diese positiven Eigenschaften bleiben vorzugsweise auch bei langanhaltender Lagerung, insbesondere über Monate der Lagerung erhalten.

Es konnte gefunden werden, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Pudermittel vorzugsweise dann besonders vorteilhaft sind, wenn sie bestimmte Mindestmengen an aromatischen Sulfonat(en) umfassen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind dementsprechend in dem Pudermittel aromatische Sulfonat(e) in Mengen von mindestens 20 Gew.-%, vorteilhafterweise von mindestens 30 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 40 Gew.-%, insbesondere in Mengen von mindestens 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthalten.

Weiterhin konnte überraschenderweise gefunden werden, daß die erfindungsgemäße Verwendung besonders mit Blick auf solche teilchenförmige Waschmittelbestandteile von Vorteil ist, welche Aniontenside enthalten. Gerade bei diesen besteht vergleichsweise oft die Problematik sehr schlechter Rieselfähigkeit und Verklumpung.

Wenn daher der abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteil Aniontenside enthält, vorzugsweise in Mengen von größer 10 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 20 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 30 Gew.-%, in vorteilhafterer Weise größer 40 Gew.-%, in noch vorteilhafterer Weise größer 50 Gew.-%, in besonders vorteilhafter Weise größer 60 Gew.-%, in überaus vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, insbesondere größer 80 Gew.-%, wobei Aniontensidmengen größer 90 Gew.-% am vorteilhaftesten sind, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, so liegt gleichfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die enthaltenen Aniontenside ausgewählt aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkoholsulfaten, Alkoholethersulfaten, Alkylsulfonaten und/oder Alkylestersulfonaten.

Es wurde gefunden, daß das erfindungsgemäß zu verwendende Abpuderungsmittel gerade dann überaus vorteilhaft ist, wenn die Aniontenside in hohen Konzentrationen vorliegen. Hohe Aniontensid-Konzentrationen führen oftmals zu einer besonderen Klebrigkeit der aniontensidhaltigen Partikel sind, und mindern das Fließverhalten solcher Partikel mitunter sehr. Auch mit Blick auf bestimmte Aniontenside, die an sich sehr problematisch hinsichtlich der Klebrigkeit der Partikel sind, und deshalb üblicherweise das Fließverhalten solcher Partikel sehr beeinträchtigen, ist das erfindungsgemäße Pudermittel sehr vorteilhaft ist. Solche sehr problematischen Aniontenside sind Gegenstand der folgenden drei bevorzugten Ausführungsformen.

Wenn als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylestersulfonat, insbesondere Methylestersulfonat, enthalten ist, vorzugsweise in Mengen von zumindest 20 Gew.-%, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en), jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, so liegt wiederum eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylbenzolsulfonat, vorzugsweise in Mengen von zumindest 40 Gew.-%, vorteilhafterweise von zumindest 50 Gew.-%, vorzugsweise von zumindest 60 Gew.-%, insbesondere in Mengen von zumindest 70 Gew.-% enthalten, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, wobei in weiter vorteilhafter Weise weitere(s) Aniontensid(en) enthalten ist.

Sofern als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkoholsulfat enthalten ist, vorzugsweise solches mit verzweigter Kohlenstoffkette und/oder Doppelbindung(en) enthaltender Kohlenstoffkette, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en), liegt ebenfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

Die Verwendung des erfindungsgemäßen Pudermittels kann mit Blick auf das Fließverhalten und vorteilhafterweise mit Blick auf eine sehr vorteilhafte Reduktion der Verklumpungsneigung der abzupudernden Waschmittelbestandteile, insbesondere bis hin zur Freiheit von Verklumpungen, besonders dann als sehr vorteilhaft eingestuft werden, wenn das Pudermittel in bestimmten Mengen eingesetzt wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich deshalb dadurch aus, daß der abgepuderte teilchenförmige Waschmittelbestandteil bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 20 Gew.-%, vorteilhafterweise 0,5 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 12 Gew.-% an Pudermittel enthält, jeweils bezogen auf den abgepuderten teilchenförmigen Waschmittelbestandteil.

Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Verwendung mit Blick auf das Fließverhalten der abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile ebenfalls dann, wenn der Partikeldurchmesser der abzupudernden Waschmittelbestandteile nicht zu groß und nicht zu klein ist.

Liegt dementsprechend der Partikeldurchmesser der abzupudernden Waschmittelbestandteile im Bereich 100 bis 1800&mgr;m, so handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.

Ebenso ist es weiterhin vorteilhaft für die erfindungsgemäße Verwendung hinsichtlich des Fließverhaltens der abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile, wenn der Partikeldurchmesser des Pudermittels bestimmte Größenvorgaben erfüllt.

Weist nämlich das Pudermittel einen mittleren Partikeldurchmesser im Bereich von weniger als 200 &mgr;m, vorteilhafterweise weniger als 100&mgr;m, vorzugsweise weniger als 50 &mgr;m, insbesondere weniger als 20 &mgr;m auf, dann liegt wiederum eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Pudermittel weitere Bestandteile, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Carbonate, der Sulfate, der Silikate, insbesondere Kieselsäuren, und/oder der Aluminiumsilikate, vorteilhafterweise Zeolithe A, P, X und Y, insbesondere Zeolith P, welcher vorzugsweise übertrocknet ist. Als Zeolith P ist insbesondere Zeolith MAP geeignet.

Der Vorteil der weiteren Pudermittelbestandteil ergibt sich daraus, daß diese Bestandteile neben dem Zweck der Abpuderung auch beim weiteren Einsatz des abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteils weitere Funktionen übernehmen könne, so wirken beispielsweise die Stoffe aus der Gruppe der Aluminiumsilikate im Waschprozess als Builder, so daß das Pudermittel neben der Verbesserung der Fließfähigkeit weitere Bedürfnisse erfüllt.

Sind die weiteren Pudermittelbestandteile in Mengen von weniger als 50 Gew.-%, vorteilhafterweise von weniger als 40 Gew.-%, vorzugsweise von weniger als 30 Gew.-%, insbesondere in Mengen weniger als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthalten, liegt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das Pudermittel eine Mischung aus aromatischem Sulfonat, vorzugsweise ausgewählt aus Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen, und aus Aluminiumsilikat(en), vorzugsweise ausgewählt aus Zeolithe A, P, X und/oder Y, insbesondere Zeolith P, vorteilhafterweise übertrockneter Zeolith P.

Liegt das Mischungsverhältnis der aromatischen Sulfonate zu den Aluminiumsilikaten im Bereich 6:1 bis 1:2, vorteilhafterweise 5:1 bis 1:1,2, vorzugsweise 3:1 bis 1:1,1, insbesondere 2:1 bis 1:1, so handelt es sich wiederum um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform liegt dann vor, wenn die abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile zumindest anteilsweise durch Granulation, Agglomeration, Preßagglomeration oder Sprühtrocknung, insbesondere durch Naßgranulation, Walzenkompaktierung, Pelletierung, Vermahlung, Extrusion oder in der Wirbelschicht hergestellt wurden.

Die Verwendung der erfindungsgemäßen Pudermittel zur Verbesserung der Fließeigenschaften teilchenförmiger Waschmittelbestandteile ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Gleichermaßen bevorzugt ist die Verwendung zur Reduktion der Verklumpungsneigung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, insbesondere bis hin zur Freiheit von Verklumpungen. Diese positiven Eigenschaften bleiben vorzugsweise auch bei langanhaltender Lagerung, insbesondere über Monate der Lagerung erhalten.

Bei einem weiteren Gegenstand der Erfindung handelt es sich um teilchenförmige Waschmittelbestandteile mit Aniontensidgehalten im Bereich von mindestens 10 Gew.-%, die mit 0,25 bis 30 Gew.-% Pudermittel abgepudert sind, jeweils bezogen auf den abgepuderten teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, wobei

  • a) das Pudermittel zumindest anteilsweise aromatischen Sulfonate, insbesondere Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen enthält, und daß
  • b) das Aniontensid zumindest anteilsweise ausgewählt ist aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkoholsulfaten, Alkoholethersulfaten, Alkylsulfonaten und/oder Alkylestersulfonaten, insbesondere aber aus der Gruppe der Alkylestersulfonate, vorzugsweise Methylestersulfonate.

Diese Mittel zeichnen sich vorteilhafterweise durch sehr gute Fließeigenschaften aus, wobei vorzugsweise die Verklumpungsneigung sehr vorteilhaft minimiert ist, insbesondere bis hin zu Freiheit von Verklumpungen. Diese positiven Eigenschaften bleiben vorzugsweise auch bei langanhaltender Lagerung, insbesondere über Monate der Lagerung erhalten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dieses Mittels enthält das Pudermittel aromatische(s) Sulfonat(e) in Mengen von mindestens 20 Gew.-%, vorteilhafterweise von mindestens 30 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 40 Gew.-%, insbesondere in Mengen von mindestens 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthält.

Ist der Aniontensidgehalt größer 50 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 60 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, noch vorteilhafter größer 80 Gew.-%, insbesondere größer 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, so liegt eine weitere bevorzugte Ausführungsform dieses Mittels vor.

Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform dieses Mittels ist als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylestersulfonat, insbesondere Methylestersulfonat enthalten, vorzugsweise in Mengen von zumindest 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf die teilchenförmigen Waschmittelbestandteile, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en).

Wenn in dem erfindungsgemäßen Mittel als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylbenzolsulfonat, vorzugsweise in Mengen von zumindest 40 Gew.-%, vorteilhafterweise von zumindest 50 Gew.-%, vorzugsweise von zumindest 60 Gew.-%, insbesondere in Mengen von zumindest 70 Gew.-% enthalten ist, jeweils bezogen auf die teilchenförmigen Waschmittelbestandteile, wobei in weiter vorteilhafter Weise weitere(s) Aniontensid(en) enthalten ist, so liegt gleichfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.

Bei einem erfindungsgemäßen Mittel, in welchem als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkoholsulfat enthalten ist, vorzugsweise solches mit verzweigter Kohlenstoffkette und/oder Doppelbindung(en) enthaltender Kohlenstoffkette, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en), handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels weisen die Waschmittelbestandteile ohne Pudermittel mittlere Partikeldurchmesser von zumindest 200 &mgr;m, vorteilhafterweise von zumindest 300 &mgr;m, vorzugsweise von zumindest 400 &mgr;m, insbesondere von zumindest 500 &mgr;m auf.

Weist das Pudermittel einen mittleren Partikeldurchmesser im Bereich von weniger als 200 &mgr;m, vorteilhafterweise weniger als 100&mgr;m, vorzugsweise weniger als 50 &mgr;m, insbesondere weniger als 20 &mgr;m aufweist, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels vor.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Mittels enthält das Pudermittel weitere Bestandteile, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Carbonate, der Sulfate, der Silikate, insbesondere Kieselsäuren, und/oder der Aluminiumsilikate, vorteilhafterweise Zeolithe A, P, X und Y, insbesondere Zeolith P, welcher vorzugsweise übertrocknet ist.

Sind die weiteren Pudermittelbestandteile in Mengen von weniger als 50 Gew.-%, vorteilhafterweise von weniger als 40 Gew.-%, vorzugsweise von weniger als 30 Gew.-%, insbesondere in Mengen von weniger als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthalten, dann liegt wiederum eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels vor.

Sofern das Pudermittel eine Mischung aus aromatischem Sulfonat, vorzugsweise ausgewählt aus Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen, und aus Aluminiumsilikat(en), vorzugsweise ausgewählt aus Zeolithe A, P, X und/oder Y, insbesondere Zeolith P, ist, handelt es such um eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Mittels, wie zuvor beschrieben, bei welchem das Aufbringen der Pudermittel auf die teilchenförmigen Waschmittelbestandteile durch Vermischen der Waschmittelbestandteile mit Pudermittel in einer Weise erfolgt, daß der abgepuderte teilchenförmige Waschmittelbestandteil zu 30 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 20 Gew.-%, vorteilhafterweise 0,25 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 12 Gew.-% an Pudermittel enthält, jeweils bezogen auf den gesamten abgepuderten teilchenförmigen Waschmittelbestandteil.

In einer bevorzugten Ausführungsform dieses Verfahrens werden die Waschmittel-Partikel nach dem Abpudern anderen teilchenförmigen Waschmittelformulierungen bzw. Waschmittelpartikeln, -granulaten und/oder -compounds zugemischt. Die anderen Waschmittelpartikel, -granulate und/oder -compounds können die üblichen Waschmittel-Inhaltsstoffe beinhalten, insbesondere aus den Gruppen der Builder, Cobuilder, Tenside, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Farbstoffe, Duftstoffe, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotrope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungs-inhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel und/oder UV-Absorber, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, pH-Stellmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren sowie Mischungen hieraus zugemischt.

Die zuvor genannten, weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe werden in der Folge näher beschrieben. Selbstverständlich können gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sämtliche vorgenannten Waschmittelinhaltstoffe auch in den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteilen enthalten sein:

Die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, können alle üblicherweise in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzten Gerüststoffe enthalten, insbesondere Silikate, Carbonate, organische Cobuilder und auch die Phosphate. Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel NaMSixO2x+1·H2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt.

Insbesondere sind sowohl &bgr;- als auch &dgr;-Natriumdisilicate Na2Si2O5·yH2O bevorzugt.

Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na2O:SiO2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6, welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.

Als Carbonate können sowohl die Monoalkalimetallsalze als auch die Dialkalimetallsalze der Kohlensäure als auch Sesquicarbonate enthalten sein. Bevorzugte Alkalimetallionen stellen Natrium- und/oder Kaliumionen dar. In einer Ausführungsform kann es bevorzugt sein, das Carbonat und/oder Bicarbonat zumindest teilweise als weitere Komponente separat bzw. nachträglich zuzumischen. Auch Compounds aus beispielsweise Carbonat, Silikat und gegebenenfalls weiteren Hilfsstoffen wie beispielsweise Aniontensiden oder anderen, insbesondere organischen Buildersubstanzen, können als separate Komponente vorliegen.

Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden sollte.

Unter der Vielzahl der kommerziell erhältlichen Phosphate haben die Alkalimetallphosphate unter besonderer Bevorzugung von Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium- bzw. Kaliumtripolyphosphat) in der Wasch- und Reinigungsmittel-Industrie die größte Bedeutung.

Alkalimetallphosphate ist dabei die summarische Bezeichnung für die Alkalimetall-(insbesondere Natrium- und Kalium-)-Salze der verschiedenen Phosphorsäuren, bei denen man Metaphosphorsäuren (HPO3)n und Orthophosphorsäure H3PO4 neben höhermolekularen Vertretern unterscheiden kann. Die Phosphate vereinen dabei mehrere Vorteile in sich: Sie wirken als Alkaliträger, verhindern Kalkbeläge auf Maschinenteilen bzw. Kalkablagerungen auf dem Spülgut und tragen überdies zur Reinigungsleistung bei.

Geeignete Phosphate sind das Natriumdihydrogenphosphat, NaH2PO4, das Dinatriumhydrogenphosphat (sekundäres Natriumphosphat), Na2HPO4, das Trinatriumphosphat, tertiäres Natriumphosphat, Na3PO4, das Tetranatriumdiphosphat (Natriumpyrophosphat), Na4P2O7, sowie die durch Kondensation des NaH2PO4 bzw. des KH2PO4 entstehen höhermolekulare. Natrium- und Kaliumphosphate, bei denen man cyclische Vertreter, die Natrium- bzw. Kaliummetaphosphate und kettenförmige Typen, die Natrium- bzw. Kaliumpolyphosphate, unterscheiden kann. Insbesondere für letztere sind eine Vielzahl von Bezeichnungen in Gebrauch: Schmelz- oder Glühphosphate, Grahamsches Salz, Kurrolsches und Maddrellsches Salz. Alle höheren Natrium- und Kaliumphosphate werden gemeinsam als kondensierte Phosphate bezeichnet.

Das technisch wichtige Pentanatriumtriphosphat, Na5P3O10 (Natriumtripolyphosphat), ist erfindungsgemäß genau wie Natriumtripolyphosphat, Kaliumtripolyphosphat oder Mischungen aus diesen beiden einsetzbar; auch Mischungen aus Natriumtripolyphosphat und Natriumkaliumtripolyphosphat oder Mischungen aus Kaliumtripolyphosphat und Natriumkaliumtripolyphosphat oder Gemische aus Natriumtripolyphosphat und Kaliumtripolyphosphat und Natriumkaliumtripolyphosphat sind erfindungsgemäß einsetzbar. Trotz des höheren Preises werden in der Reinigungsmittel-Industrie die leichter löslichen, daher hochwirksamen, Kaliumphosphate gegenüber entsprechenden Natrium-Verbindungen vielfach bevorzugt.

Als organische Cobuilder können die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jenen weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können insbesondere Polycarboxylate/Polycarbonsäuren, polymere Polycarboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine, weitere organische Cobuilder (siehe unten) sowie Phosphonate enthalten. Diese Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.

Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Methylglycindiessigsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.

Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Waschoder Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.

Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol.

Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen Mw der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert. Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmassen sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.

Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse von 1000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 1000 bis 10000g/mol, und besonders bevorzugt von 1200 bis 4000 g/mol, aufweisen, bevorzugt sein.

Besonders bevorzugt werden in den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteilen und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffen, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, sowohl Polyacrylate als auch Co-Polymere aus ungesättigten Carbonsäuren, Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sowie gegebenenfalls weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren eingesetzt. Die Sulfonsäuregruppen-haltigen Copolymere werden in der Folge ausführlich beschrieben.

Erfindungsgemäß abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, können vorzugsweise Copolymere aus

  • i) ungesättigten Carbonsäuren der Formel (1) R1(R2)C=C(R3)COOH(1), in der R1 bis R3 unabhängig voneinander für -H, -CH3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit – NH2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder für -COOH oder -COOR4 steht, wobei R4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettiger oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist,
  • ii) Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren der Formel (2) R5(R6)C=C(R7)-X-SO3H(2), in der R5 bis R7 unabhängig voneinander für -H, -CH3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit -NH2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder für -COOH oder -COOR4 steht, wobei R4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettiger oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH2)n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH2)k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH3)2- und -C(O)-NH-CH(CH2CH3)
  • iii) gegebenenfalls weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren enthalten.

In den Polymeren können die Sulfonsäuregruppen ganz oder teilweise in neutralisierter Form vorliegen, d.h. daß das acide Wasserstoffatom der Sulfonsäuregruppe in einigen oder allen Sulfonsäuregruppen gegen Metallionen, vorzugsweise Alkalimetallionen und insbesondere gegen Natriumionen, ausgetauscht sein kann. Entsprechende Mittel, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Sulfonsäuregruppen im Copolymer teil- oder vollneutralisiert vorliegen, sind erfindungsgemäß bevorzugt. Die Molmasse der eingesetzten Polymere kann variiert werden, um die Eigenschaften der Polymere dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen. Bevorzugte Copolymere weisen Molmassen von 2000 bis 200.000 gmol–1, vorzugsweise von 4000 bis 25.000 gmol–1 und insbesondere von 5000 bis 15.000 gmol–1 auf.

Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 100000 g/mol, vorzugsweise 20000 bis 90000 g/mol und insbesondere 30000 bis 80000 g/mol.

Der Gehalt abgepuderter Mittel an (co-)polymeren Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%. Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren, wie beispielsweise Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.

Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate enthalten.

Weitere bevorzugte Copolymere weisen als Monomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/-Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat auf.

Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren, deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren bzw. deren Salze und Derivate.

Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen aufweisen, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren wie Gluconsäure und/oder Glucohaptonsäure erhalten.

Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten werden können.

Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich von 2000 bis 30000 g/mol.

Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren. Ein an C6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.

Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat, sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N-disuccinat (EDDS) bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate. Geeignete Einsatzmengen liegen bei zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen abgepuderten Mitteln zwischen 3 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das gesamte abgepuderte Mittel.

Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei Säuregruppen enthalten. Eine weitere Substanzklasse mit Cobuildereigenschaften stellen die Phosphonate dar. Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate. Unter den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert. Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkanphosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere wenn die Mittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.

Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkaliionen auszubilden, als Cobuilder in den partikulären Mitteln enthalten sein.

Die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, können vorzugsweise Gerüststoffe, vorteilhafterweise aus der Gruppe der Silikate, Carbonate, organische Cobuilder und/oder Phosphate in Mengen von 0,1 bis 99,5 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt von 5 bis 90 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 80 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel, enthalten.

Die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, enthalten im Rahmen der vorliegenden Anmeldung vorzugsweise ein oder mehrere Tensid(e) aus den Gruppen der anionischen, nichtionischen, kationischen und/oder amphoteren Tenside. Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von &agr;-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), z.B. die &agr;-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet. Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.

Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C12-C18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C10-C20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C12-C16-Alkylsulfate und C12-C15-Alkylsulfate sowie C14-C15-Alkylsulfste bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.

Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C7_21-Alkohole, wie 2-Methyl- verzweigte C9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens werden sie bevorzugten nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel, eingesetzt. Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure, die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten C8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet, die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten). Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.

Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.

Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.

Eine weitere Gruppe der waschaktiven Substanzen sind die nichtionischen Tenside. Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.

Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester. Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkypolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)z, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten, gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwischen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen 1,1 und 1,4. Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycoside, die aus einem Glucoserest und einer n-Alkylkette bestehen.

Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.

Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N- Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.

Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (3),

in der R8CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R9 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und 3 bis 10 Hydroxylgruppen; steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können.

Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (4),

in der R10 für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen, R11 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R12 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes. [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten, beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose. Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.

Handelt es sich um Waschmittel(bestandteile) mit Blick auf das maschinelle Geschirrspülen, kommen als Tenside im allgemeinen alle Tenside in Frage. Bevorzugt sind für diesen Anwendungszweck aber die vorstehend beschriebenen nichtionischen Tenside und hier vor allem die schwachschäumenden nichtionischen Tenside. Besonders bevorzugt sind die alkoxylierten Alkohole, besonders die ethoxylierten und/oder propoxylierten Alkohole. Dabei versteht der Fachmann allgemein unter alkoxylierten Alkoholen die Reaktionsprodukte von Alkylenoxid, bevorzugt Ethylenoxid, mit Alkoholen, bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung die längerkettigen Alkohole (C10 bis C18, bevorzugt zwischen C12 und C16, wie z. B. C11-, C12-, C13-, C14-, C15-, C16-, C17-, und C18-Alkohole). In der Regel entstehen aus n Molen Ethylenoxid und einem Mol Alkohol, abhängig von den Reaktionsbedingungen ein komplexes Gemisch von Additionsprodukten unterschiedlichen Ethoxylierungsgrades. Eine weitere Ausführungsform besteht im Einsatz von Gemischen der Alkylenoxide bevorzugt des Gemisches von Ethylenoxid und Propylenoxid. Auch kann man gewünschtenfalls durch eine abschließende Veretherung mit kurzkettigen Alkylgruppen, wie bevorzugt der Butylgruppe, zur Substanzklasse der "verschlossenen" Alkoholethoxylaten gelangen, die ebenfalls im Sinne der Erfindung eingesetzt werden kann. Ganz besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind dabei hochethoxylierte Fettalkohole oder deren Gemische mit endgruppenverschlossenen Fettalkoholethoxylaten.

Als besonders bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung schwach schäumende Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten aufweisen. Unter diesen sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei jeweils eine bis zehn EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block aus den jeweils anderen Gruppen folgt. Bevorzugt sind als nichtionische(s) Tensid(e) Tenside der allgemeinen Formel 5 enthalten

in der R13 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten C6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R14 bzw. R15 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH3; -CH2CH3, -CH2CH2-CH3, -CH(CH3)2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.

Die bevorzugten Niotenside der Formel 5 lassen sich durch bekannte Methoden aus den entsprechenden Alkoholen R13-OH und Ethylen- bzw. Alkylenoxid herstellen. Der Rest R13 in der vorstehenden Formel kann je nach Herkunft des Alkohols variieren. Werden native Quellen genutzt, weist der Rest R13 eine gerade Anzahl von Kohlenstoffatomen auf und ist in der Regel unverzeigt, wobei die linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, bevorzugt sind.

Aus synthetischen Quellen zugängliche Alkohole sind beispielsweise die Guerbetalkohole oder in 2-Stellung methylverzweigte bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vor liegen. Unabhängig von der Art des zur Herstellung der enthaltenen Niotenside eingesetzten Alkohols sind Mittel bevorzugt, bei denen R13 für einen Alkylrest mit 6 bis 24, vorzugsweise 8 bis 20, besonders bevorzugt 9 bis 15 und insbesondere 9 bis 11 Kohlenstoffatomen steht.

Als Alkylenoxideinheit, die alternierend zur Ethylenoxideinheit in den bevorzugten Niotensiden enthalten ist, kommt neben Propylenoxid insbesondere Butylenoxid in Betracht. Aber auch weitere Alkylenoxide, bei denen R2 bzw. R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2CH2-CH3 bzw. -CH(CH3)2 sind geeignet. Bevorzugt ist, wenn R14 bzw. R15 für einen Rest -CH3, w und x unabhängig voneinander für Werte von 3 oder 4 und y und z unabhängig voneinander für Werte von 1 oder 2 stehen. Zusammenfassend sind als Bestandteile der erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jener weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxid Einheiten, gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten aufweisen. Als bevorzugte zusätzliche Tenside werden schwachschäumende nichtionische Tenside eingesetzt.

Besonders bevorzugt ist ein nichtionisches Tensid, das einen Schmelzpunkt oberhalb Raumtemperatur aufweist. Vorzugsweise sind nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25 und 60°C und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, enthalten.

Weitere bevorzugte Inhaltsstoffe sind nichtionische Tenside, die Schmelz- bzw. Erweichungspunkte im zuvor genannten Temperaturbereich aufweisen, wie beispielsweise schwachschäumende nichtionische Tenside, die bei Raumtemperatur fest oder hochviskos sind.

Werden bei Raumtemperatur hochviskose Niotenside eingesetzt, so ist bevorzugt, daß diese eine Viskosität oberhalb von 20 Pas, vorzugsweise oberhalb von 35 Pas und insbesondere oberhalb 40 Pas aufweisen. Auch Niotenside, die bei Raumtemperatur wachsartige Konsistenz besitzen, sind bevorzugt. Bevorzugt einzusetzende Niotenside, die bei Raumtemperatur fest sind, stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside, insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/-Polyoxypropylen (PO/EO/PO)-Tenside. Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch gute Schaumkontrolle aus.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das nichtionische Tensid mit einem Schmelzpunkt oberhalb Raumtemperatur ein ethoxyliertes Niotensid, das aus der Reaktion von einem Monohydroxyalkanol oder Alkylphenol mit 6 bis 20 C-Atomen mit vorzugsweise mindestens 12 Mol. besonders bevorzugt mindestens 15 Mol. insbesondere mindestens 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol bzw. Alkylphenol hervorgegangen ist.

Ein besonders bevorzugtes bei Raumtemperatur festes, einzusetzendes Niotensid wird aus einem geradkettigen Fettalkohol mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen (C16-20-Alkohol), vorzugsweise einem -C18-Alkohol und mindestens 12 Mol. vorzugsweise mindestens 15 Mol und insbesondere mindestens 20 Mol Ethylenoxid gewonnen. Hierunter sind die sogenannten "narrow range ethoxylates" (siehe oben) besonders bevorzugt.

Demnach enthalten besonders bevorzugte erfindungsgemäß abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, ethoxylierte(s) Niotensid(e), das/die aus C20-Monohydroxyalkanolen oder C6-20-Alkylphenolen oder C16-20-Fettalkoholen und mehr als 12 Mol, vorzugsweise mehr als 15 Mol und insbesondere mehr als 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol gewonnen wurde(n).

Das Niotensid besitzt vorzugsweise zusätzlich Propylenoxideinheiten im Molekül. Vorzugsweise machen solche PO-Einheiten bis zu 25 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen Tensids aus. Besonders bevorzugte nichtionische Tenside sind ethoxylierte Monohydroxyalkanole oder Alkylphenole, die zusätzlich Polyoxyethylen-Polyoxypropylen Blockcopolymereinheiten aufweisen. Der Alkohol bzw. Alkylphenolteil solcher Niotensidmoleküle macht dabei vorzugsweise mehr als 30 Gew.-%, besonders bevorzugt mehr als 50 Gew.-% und insbesondere mehr als 70 Gew.-% der gesamten Molmasse solcher Niotenside aus. Bevorzugt sind ethoxylierte und propoxylierte Niotenside enthalten, bei denen die Propylenoxideinheiten im Molekül bis zu 25 Gew.-%, bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen Tensids ausmachen, enthalten.

Weitere besonders bevorzugt einzusetzende Niotenside mit Schmelzpunkten oberhalb Raumtemperatur enthalten 40 bis 70% eines Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Blockpolymerblends, der 75 Gew.-% eines umgekehrten Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen mit 17 Mol Ethylenoxid und 44 Mol Propylenoxid und 25 Gew.-% eines Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen, initiiert mit Trimethylolpropan und enthaltend 24 Mol Ethylenoxid und 99 Mol Propylenoxid pro Mol Trimethylolpropan.

Nichtionische Tenside, die mit besonderem Vorzug eingesetzt werden können, sind beispielsweise unter dem Namen Poly Tergent® SLF-18 von der Firma Olin Chemicals erhältlich. Vorzugsweise können im Rahmen der vorliegenden Erfindung weiterhin nichtionische Tenside der Formel R16O[CH2CH(CH3)O]x[CH2CH2O]y[CH2CH(OH)R17] in der R16 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R17 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 1,5 und y für einen Wert von mindestens 15 steht, enthalten sein.

Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen Poly(oxyalkylierten) Niotenside der Formel R18O[CH2CH(R20)O]x[CH2]kCH(OH)[CH2]jOR19 in der R18 und R19 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R20 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2- Butyl- oder 2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen 1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x mindestens 2 ist, kann jedes R20 in der obenstehenden Formel unterschiedlich sein. R18 und R19 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R20 sind H, -CH3 oder -CH2CH3 besonders bevorzugt.

Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis 20, insbesondere von 6 bis 15.

Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R20 in der obenstehenden Formel unterschiedlich sein, falls x mindestens 2 ist. Hierdurch kann die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klemmer variiert werden. Steht x beispielsweise für 3, kann der Rest R20 ausgewählt werden, um Ethylenoxid- (R20 = H) oder Propylenoxid- (R20 = CH3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise (EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO). Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen einschließt, oder umgekehrt. Insbesondere bevorzugte endgruppenverschlossenen Poly(oxyalkylierte) Alkohole der obenstehenden Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so daß sich die vorstehende Formel zu R20O[CH2CH(R23)O]xCH2CH(OH)CH2OR22 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R21, R22 und R23 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste R21 und R22 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R23 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.

Fasst man die letztgenannten Aussagen zusammen, so sind vorzugsweise endgruppenverschlossenen Poly(oxyalkylierten) Niotenside der Formel R24O[CH2CH(R26)O]x[CH2]kCH(OH)[CH2]jOR25 enthalten, in der R24 und R25 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R26 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder 2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen 1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen, wobei Tenside des Typs R24O[CH2CH(R26)O]xCH2CH(OH)CH2OR25 in denen x für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 6 bis 18 steht, besonders bevorzugt sind.

Die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, können als Tensidkomponente auch anionische, kationische und/oder amphotere Tenside enthalten.

Wenn die erfindungsgemäß abgepuderten Waschmittelbestandteile zu anderen Waschmittelgranulaten, -compounds oder -partikeln zugemischt und diese Gemische dann (hoch)verdichtet wurden, vorzugsweise zu Tabletten, dann ist es vorteilhaft, wenn diese Gemische Desintegrationshilfsmittel beinhalten. Um den Zerfall dieser hochverdichteten partikulären Mittel zu erleichtern und um die Zerfallszeiten zu verkürzen, ist es also bevorzugt, Desintegrationshilfsmittel, sogenannte Tablettensprengmittel, einzuarbeiten. Unter Tablettensprengmitteln bzw. Zerfallsbeschleunigern werden gemäß Römpp (9. Auflage, Bd. 6, S. 4440) und Voigt "Lehrbuch der pharmazeutischen Technologie" (6. Auflage, 1987, S. 182-184) Hilfsstoffe verstanden, die für den raschen Zerfall von Tabletten in Wasser oder Magensaft und für die Freisetzung der Pharmaka in resorbierbarer Form sorgen.

Diese Stoffe, die auch aufgrund ihrer Wirkung als "Sprengmittel" bezeichnet werden, vergrößern bei Wasserzutritt ihr Volumen, wobei einerseits das Eigenvolumen vergrößert (Quellung), andererseits auch über die Freisetzung von Gasen ein Druck erzeugt werden kann, der die Tablette in kleinere Partikel zerfallen läßt. Altbekannte Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise Carbonat-Citronensäure-Systeme, wobei auch andere organische Säuren eingesetzt werden können.

Quellende Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise synthetische Polymere wie Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder natürliche Polymere bzw. modifizierte Naturstoffe wie Cellulose und Stärke und ihre Derivate, Alginate oder Casein-Derivate. Alle genannten Desintegrationshilfsmittel sind erfindungsgemäß einsetzbar.

Als bevorzugte Desintegrationshilfsmittel werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis eingesetzt und es ist bevorzugt, daß die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, ein Desintegrationshilfsmittel, vorzugsweise ein Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis, vorzugsweise in granularer, cogranulierter oder kompaktierter Form, in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere von 4 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel, enthalten.

Reine Cellulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C6H10O5)n auf und stellt formal betrachtet ein &bgr;-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen dabei aus ca. 500 bis 5000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durchschnittliche Molmassen von 50, 000 bis 500,000. Als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis verwendbar sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Cellulose erhältlich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hydroxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Carboxymethylcellulose (CMC), Celluloseester und -ether sowie Aminocellulosen.

Die genannten Cellulosederivate werden vorzugsweise nicht allein als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis eingesetzt, sondern in Mischung mit Cellulose verwendet Der Gehalt dieser Mischungen an Cellulosederivaten beträgt vorzugsweise unterhalb 50 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 20 Gew.-%, bezogen auf das Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis. Besonders bevorzugt wird als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis reine Cellulose eingesetzt, die frei von Cellulosederivaten ist. Als weiteres Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis oder als Bestandteil dieser Komponente kann mikrokristalline Cellulose verwendet werden. Diese mikrokristalline Cellulose wird durch partielle Hydrolyse von Cellulosen unter solchen Bedingungen erhalten, die nur die amorphen Bereiche (ca. 30% der Gesamt-Cellulosemasse) der Cellulosen angreifen und vollständig auflösen, die kristallinen Bereiche (ca. 70%) aber unbeschadet lassen. Eine nachfolgende Desaggregation der durch die Hydrolyse entstehenden mikrofeinen Cellolosen liefert die mikrokristallinen Cellulosen, die Primärteilchengrößen von ca. 5 &mgr;m aufweisen und beispielsweise zu Granulaten mit einer mittleren Teilchengröße von 200 &mgr;m kompaktierbar sind. Zusätzlich zu den bisher genannten Inhaltsstoffen kann ein gasfreisetzendes System aus organischen Säuren und Carbonaten/Hydrogencarbonaten enthalten sein.

Als organische Säuren, die aus den Carbonaten/Hydrogencarbonaten in wässriger Lösung Kohlendioxid freisetzen, sind beispielsweise die festen Mono-, Oligo- und Polycarbonsäuren einsetzbar.

Aus dieser Gruppe wiederum bevorzugt sind Citronensäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Malonsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Oxalsäure sowie Polyacrylsäure. Organische Sulfonsäuren wie Amidosulfonsäure sind ebenfalls einsetzbar. Kommerziell erhältlich und als Acidifizierungsmittel im Rahmen der vorliegenden Erfindung ebenfalls bevorzugt einsetzbar ist Sokalan DCS (Warenzeichen der BASF), ein Gemisch aus Bernsteinsäure (max. 31 Gew.-%), Glutarsäure (max. 50 Gew.-%) und Adipinsäure (max. 33 Gew.-%).

Die genannten Säuren müssen nicht stöchiometrisch zu den in den Tabletten enthaltenen Carbonaten bzw. Hydrogencarbonaten eingesetzt werden.

Vorteilhafterweise kann zusätzlich ein Brausesystem enthalten sein. Das gasentwickelnde Brausesystem besteht in den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteilen und/oder jenen weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffen, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, neben den genannten organischen Säuren aus Carbonaten und/oder Hydrogencarbonaten. Bei den Vertretern dieser Stoffklasse sind aus Kostengründen die Alkalimetallsalze deutlich bevorzugt. Bei den Alkalimetallcarbonaten bzw. -hydrogencarbonaten wiederum sind die Natrium- und Kaliumsalze aus Kostengründen gegenüber den anderen Salzen deutlich bevorzugt.

Selbstverständlich müssen nicht die betreffenden reinen Alkalimetallcarbonate bzw. -hydrogencarbonate eingesetzt werden; vielmehr können Gemische unterschiedlicher Carbonate und Hydrogencarbonate bevorzugt sein, unter ihnen beispielsweise Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumcarbonat (Pottasche) oder Mischsalze aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat (Trona).

Bleichmittel und Bleichaktivatoren sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung weitere bevorzugte Bestandteile der erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jener weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, und dabei können ein oder mehrere Substanzen aus den genannten Gruppen enthalten sein. Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H2O2 liefernden Verbindungen hat das Natriumpercarbonat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperborat-monohydrat, Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H2O2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure, Phthaloiminopersäure oder Diperdodecendisäure. "Natriumpercarbonat" ist eine in unspezifischer Weise verwendete Bezeichnung für Natriumcarbonat-Peroxohydrate, welche streng genommen keine "Percarbonate" (also Salze der Perkohlensäure) sondern Wasserstoffperoxid-Addukte an Natriumcarbonat sind. Die Handelsware hat die durchschnittliche Zusammensetzung 2 Na2CO3·3H2O2 und ist damit kein Peroxycarbonat. Natrium-percarbonat bildet ein weißes, wasserlösliches Pulver der Dichte 2,14 gcm–3, das leicht in Natriumcarbonat und bleichend bzw. oxidierend wirkenden Sauerstoff zerfällt.

Natriumcarbonatperoxohydrat wurde erstmals 1899 durch Fällung mit Ethanol aus einer Lösung von Natriumcarbonat in Wasserstoffperoxid erhalten, aber irrtümlich als Peroxycarbonat angesehen. Erst 1909 wurde die Verbindung als Wasserstoffperoxid-Anlagerungsverbindung erkannt, dennoch hat die historische Bezeichnung "Natriumpercarbonat" sich in der Praxis durchgesetzt. Es können weiterhin Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel enthalten sein. Typische organische Bleichmittel, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, sind die Diacylperoxide, wie z.B. Dibenzoylperoxid. Weitere typische organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind (a) die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstitulerten Derivate, wie Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-&agr;-Naphtoesäure und Magnesiummonoperphthalat, (b) die aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, &egr;-Phthalimidoperoxycapronsäure [Phthaloiminoperoxyhexansäure(PAP)], o-Carboxybenzamidoperoxycapronsäure, N-nonenylamidoperadipinsäure und N-nonenylamidopersuccinate, und (c) aliphatische und araliphatische Peroxydicarbonsäuren, wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelain-säure, Diperoxysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyldiperoxy-butan-1,4-disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäue) können eingesetzt werden.

Als Bleichmittel können auch Chlor oder Brom freisetzende Substanzen enthalten sein.

Unter den geeigneten Chlor oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise hetero-cyclische N-Brom- und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure, Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydanthoin sind ebenfalls geeignet.

Vorteilhafterweise können ein oder mehrere Bleichmittel enthalten sein, vorzugsweise aus der Gruppe der Sauerstoff- oder Halogen-Bleichmittel, insbesondere der Chlorbleichmittel, unter besonderer Bevorzugung von Natriumpercarbonat und/oder Natriumperborat-Monohydrat, in Mengen von 0,5 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 2,5 bis 25 Gew.-% und insbesondere von 5 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel.

Es können zur Erreichung einer verbesserten Bleichwirkung auch Bleichaktivatoren enthalten sein. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylplykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, ins besondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran. Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch sogenannte Bleichkatalysatoren enthalten sein. Bei diesen Stoffen handelt es sich um bleichverstärkende Obergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru- oder Mo-Salenkomplexe oder Carbonylkomplexe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tripod Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Aminkomplexe sind als Bleichkatalysatoren verwendbar.

Es werden erfindungsgemäß abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, bevorzugt, die einen oder mehrerer Stoffe aus der Gruppe der Bleichaktivatoren, insbesondere aus den Gruppen der mehrfach acylierten Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), der N-Acylimide, insbesondere N-Non-anoylsuccinimid (NOSI), der acylierten Phenolsulfonate, insbesondere n- Nonanoyl- oder isono nanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS) und n-Methyl-Morpholinium-Acetonitril-Methylsulfat (MMA), in Mengen von vorteilhafterweise 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere von 1 bis Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel, enthalten. Zu den im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugten Bleichaktivatoren gehören weiterhin die "Nitrilquats", kationische Nitrile der Formel (6),

in denen R27 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R28 und R29 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3, -CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2 OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 und X ein Anion ist.

Unter die allgemeine Formel (6) fällt eine Vielzahl von kationischen Nitrilen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind. Mit besonderem Vorteil enthalten die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, dabei kationische Nitrile, in denen R27 für Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl oder einen n-Butyl, n-Hexyl, n-Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl, n-Tetradecyl, n-Hexadecyl oder n-Octadecylrest steht. R28 und R29 sind vorzugsweise ausgewählt aus Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl und Hydroxyethyl, wobei einer oder beide Reste vorteilhaft auch noch ein Cyanomethylenrest sein kann. Aus Gründen der leichteren Synthese sind Verbindungen bevorzugt, in denen die Reste R27 bis R29 identisch sind, beispielsweise (CH3)3N(+)CH2-CN X, (CH3CH2)3N(+)CH2-CN X, (CH3CH2CH2)3N(+)CH2-CN X, (CH3CH(CH3))3N(+)CH2-CN X, oder (HO-CH2-CH2)3N(+)CH2-CN X, wobei X vorzugsweise für ein Anion steht, das aus der Gruppe Chlorid, Bromid, Iodid, Hydrogensulfat, Methosulfat, p-Toluolsulfonat (Tosylat) oder Xylolsulfonat ausgewählt ist.

Das kationische Nitril der Formel (6) ist vorteilhafterweise in Mengen von 0,1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 0,26 bis 15 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel, enthalten.

Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen, Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere Glykosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen tragen in der Wäsche zur Entfernung von Verfleckungen wie protein-, fett- oder stärkehaltigen Verfleckungen und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glykosylhydrolasen können darüber hinaus durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung und zur Erhöhung der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche bzw. zur Hemmung der Farbübertragung können auch Oxidoreduktasen eingesetzt werden. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyceus griseus, Coprinus Cinereus und Humicola; insolens sowie aus deren gentechnisch modifizierten Varianten gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease, Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch Protease und/oder Lipase haltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden Enzymen von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch wirkende Enzyme sind die bekannten Cutinasen.

Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere alpha-Amylasen, iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen, Endoglucenasen und Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen durch ihre CMCase- und Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.

Die Enzyme können an Trägerstoffe adsorbiert oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Bevorzugte sind Enzyme in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 8 Gew.-% und insbesondere von 1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte (abgepuderte) Mittel enthalten.

Um den ästhetischen Eindruck der resultierenden Mittel zu verbessern, können sie mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden, wobei diese Farbstoffe vorteilhafterweise in dem Pudermittel enthalten sind. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der abzupudernden Mittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben. Es sind alle Färbemittel bevorzugt, die im Waschprozeß oxidativ zerstört werden können sowie Mischungen derselben mit geeigneten blauen Farbstoffen, sog. Blautönern. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen Färbemittel einzusetzen, die in Wasser oder bei Raumtemperatur in flüssigen organischen Substanzen löslich sind. Geeignet sind beispielsweise anionische Färbemittel, z.B. anionische Nitrosofarbstoffe.; Ein mögliches Färbemittel ist beispielsweise Naphtholgrün (Colour Index (CI) Teil 1: Acid Green 1; Teil 2: 10020), das als Handelsprodukt beispielsweise als Basacid Grün 970 von der Fa. BASF, Ludwigshafen, erhältlich ist, sowie Mischungen dieser mit geeigneten blauen Farbstoffen. Als weitere Färbemittel kommen Pigmosol Blau 6900 (CI 74160), Pigmosol Grün 8730 (CI 74260); Basonyl Rot 545 FL (CI 45170), Sandolan Rhodamin EB400 (CI 45100) , Basacid Gelb 094 (CI 47005), Sicovit Patentblau 85 E 131 (CI 42051), Acid Blue 183 (CAS 12217-22-0, CI Acidblue 183), Pigment Blue 15 (CI 74160), Supranol Blau GLW (CAS 12219-32-8, CI Acidblue 221)), Nylosan9 Gelb N-7GL SGR (CAS 61814-57-1, CI Acidyellow 218) und/oder Sandolan Blau (CI Acid Blue 182, CAS 12219-26-0) zum Einsatz.

Bei der Wahl des Färbemittels muß beachtet werden, daß die Färbemittel keine zu starke Affinität gegenüber textilen Oberflächen und hier insbesondere gegenüber Kunstfasern aufweisen. Gleich zeitig ist auch bei der Wahl geeigneter Färbemittel zu berücksichtigen, daß Färbemittel unter schiedliche Stabilitäten gegenüber der Oxidation aufweisen. Im allgemeinen gilt, daß wasser unlösliche Färbemittel gegen Oxidation stabiler sind wasserlösliche Färbemittel. Abhängig von der Löslichkeit und damit auch von der Oxidationsempfindlichkeit variiert die Konzentration des Färbe-; mittels in den Wasch- oder Reinigungsmitteln. Bei gut wasserlöslichen Färbemitteln, z.B. dem oben genannten Basacid Grün oder dem gleichfalls oben genannten Sandolan Blau, werden typischer weise Färbemittel-Konzentrationen im Bereich von einigen 10–2 bis 10–3 Gew.-% gewählt. Bei den auf Grund ihrer Brillanz insbesondere bevorzugten, allerdings weniger gut wasserlöslichen Pigmentfarbstoffen, z.B. den oben genannten Pigmosol -Farbstoffen, liegt die geeignete Konzentration des Färbemittels in Wasch- oder Reinigungsmitteln dagegen typischerweise bei einigen 10–3 bis 10-Gew–4%.

Auch Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthalten sein, um den ästhetischen Eindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben der Leistung des Produkts ein visuell und sensorisch "typisches und unverwechselbares" Produkt zur Verfügung zu stellen.

Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyciohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenyl-glycinat, Allylcyciohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8-18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, Isomethylionon und Methyl-cedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geranlol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limonen und Pinen.

Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Ollbanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.

Die Duftstoffe können direkt in die resultierenden Mittel eingearbeitet werden, es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubringen. Als solche Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt, wobei die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden können. Es ist auch möglich, die Duftstoffe mit einer LCST-Substanz zu konfektionieren.

Als Schauminhibitoren, die in den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteilen und/oder jenen weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffen, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, enthalten sein können und die insbesondere in der Textilreinigung eingesetzt werden, kommen beispielsweise Seifen, Paraffine oder Silikonöle in Betracht, die gegebenenfalls auf Trägermaterialien aufgebracht sein können. Geeignete Antiredepositionsmittel, die auch als soil repellents bezeichnet werden, sind beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil an Methoxygruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropylgruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether sowie die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglycolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Insbesondere bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.

Optische Aufheller (sogenannte "Weißtöner") können ebenfalls zugesetzt werden, sofern diese als Wasch- und Reinigungsmittel eingesetzt werden, um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten Textilien zu beseitigen. Diese Stoffe ziehen auf die Faser auf und bewirken eine Aufhellung und vorgetäuschte Bleichwirkung, indem sie unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares längerwelliges Licht umwandeln, wobei das aus dem Sonnenlicht absorbierte: ultraviolette Licht als schwach bläuliche Fluoreszenz abgestrahlt wird und mit dem Gelbton der vergrauten bzw. vergilbten Wäsche reines Weiß ergibt. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren), 4,4'-Distyryl-biphenylen, Methylumbelllferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline, Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der durch Heterocycien substituierten Pyrenderivate.

Vergrauungsinhibitoren in Textilreinigungsmitteln haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Als Vergrauungsinhibitoren einsetzbar sind weiterhin Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische.

Die erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile und/oder jene weiteren Waschmittel-Inhaltsstoffe, welche den erfindungsgemäß abzupudernden teilchenförmigen Waschmittelbestandteile beispielsweise durch Vermischen in vorteilhafter Weise beigefügt werden können, können zur Bekämpfung von Mikroorganismen antimikrobielle Wirkstoffe enthalten. Hierbei unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum und Wirkungsmechanismus zwischen Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und Fungiziden usw. Wichtige Stoffe aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride, Alkylarylsulfonate, Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei bei den erfindungemäßen Mitteln auch gänzlich auf diese Verbindungen verzichtet werden kann.

Beispiel 1

1000 g eines MES-Pulvers* zum MES-Pulver: Das eingesetzte Methylestersulfonat-Pulver hatte eine C-Kette im Bereich C16 und C18 (1:1). Es hatte eine Körnung von 0,1 bis 1,0 mm, wobei der mittlere Durchmesser 0,51 mm betrug. Das Schüttgewicht lag bei 610 g/l. Das MES-Pulver setzte sich aus 90,7 Gew.-% MES, 2 Gew.-% Wasser und 7,3 Gew.-% Salzen zusammen. wurden mit 100 g Na-Cumolsulfonat** zum Na-Cumolsulfonat: Dieses bestand zu 93 Gew.-% aus Na-Cumolsulfonat, der Rest entält neben ca. 0,5-1,5 Gew.-% Wasser Natriumsalze und Unsulfieretes. Die Körnung dieses Pudermittels lag bei 0,05 bis 0,2 mm. (Eltesol SC 92 von Albright & Wilson) abgepudert. Im anschliessenden Rieseltest*** zum Rieseltest: Hierbei wurde die Auslaufzeit von 1000 g des Pulvers aus einem Trichter gemessen. Dieser Rieseltest wurde für jedes Pulver 5 mal wiederholt. Die Auslaufzeit wurde dann als Mittelwert aus den fünf Einzelbestimmungen in Sekunden angegeben. Bei Abweichungen der Einzelergebnisse um mehr als 20% voneinander werden üblicherweise weitere Versuche durchgeführt; dies war bei den vorliegenden Untersuchungen aber nicht erforderlich. wurde eine Auslaufzeit von 20 Sekunden festgestellt bezogen auf 1000 g des abgepuderten Pulvers.

In einem Vergleichsversuch wurden 1000 g eines MES-Pulvers* mit 100 g Zeolith A abgepudert. Im anschliessenden Rieseltest*** wurde eine Auslaufzeit von 25 Sekunden festgestellt bezogen auf 1000 g des abgepuderten Pulvers.

In einem weiteren Vergleichsversuch wurden 1000 g eines MES-Pulvers*, welches nicht abgepudert war, einem Rieseltest*** unterworfen. Die Auslaufzeit betrug hierbei mehr als 30 Sekunden bezogen auf 1000 g des Pulvers.

Aus diesen Versuchen wird der Vorteil der Verwendung eines erfindungsgemäßen Pudermittels ersichtlich. Das mit Na-Cumolsulfonat abgepuderte MES-Pulver hat die kürzeste Auslaufzeit. Die Auslaufzeit eines mit der gleichen Menge Zeolith A abgepuderten MES-Pulver ist um 25 % größer. Die Auslaufzeit des nicht abgepuderten MES-Pulvers ist sogar um 50 % größer.

Beispiel 2

In einem andern Vergleichstest konnte die unerwartete Vorteilhaftigkeit von Zeolith P gegenüber Zeolith A bei der Abpuderung gezeigt werden. In diesem Vergleichstest (Scherbeanspruchung im Johanson Indicizer Hang-Up) konnte überraschend gezeigt werden, daß das Verdichten der abgepuderten Pulver dann wesentlich unkritischer war, wenn MES-Pulver* anstelle von Zeolith A mit Zeolith P abgepudert wurde.

Das mit Zeolith P abgepuderte MES-Pulver* hatte unerwarteter Weise in den unten aufgeführten Beispielen gegenüber dem mit Zeolith A abgepuderten MES-Pulver* jeweils die signifikant besseren Fließeigenschaften, da das Verhältnis von Vorpressung zu Schüttgutfestigkeit in den Beispielen im Fall des mit Zeolith P abgepuderten MES-Pulvers* jeweils erheblich größer war. In den Beispielen a) und b) konnte der Quotient aus Vorpressung und Schüttgutfestigkeit jeweils völlig überraschend um ca. 240% (bezogen auf das mit Zeolith A abgepuderte MES-Pulver) gesteigert werden, wenn mit Zeolith P abgepudert wurde.

a)
b)

Bei einem Verhältnis der Vorpressung zur Schüttfestigkeit von größer 10 ist das Ausfließen eines entsprechenden Pulvers aus einem Behälter, insbesondere Großbehälter, völlig unproblematisch: Bei einem Verhältnis der Vorpressung zur Schüttfestigkeit von 10 bis 4 gelangt das Ausfließverhalten eines entsprechenden Pulvers aus einem Behälter, insbesondere Großbehälter, in einem kritischen Bereich, wobei das Ausfließverhalten bei Werten die eher gegen 10 streben eher akzeptabel ist, während es bei Werten die eher gegen 4 streben immer unakzeptabler wird. Werte unterhalb von 4 sind völlig inakzeptabel. Die Beispiele a) und b) verdeutlichen daher, daß das Ausflussverhalten von mit Zeolith A abgepudertem MES-Pulver bei leichter Vorpressung (15000 Pa) bereits überaus kritisch bis inakzeptabel ist. Bei erhöhter Vorpressung (45000 Pa) ist ein Ausfluß gar nicht mehr möglich. Da diese Vorpressung mit den Gegebenheiten in einem Großbehälter korreliert werden kann, steht fest, daß Zeolith A nicht gut zur Abpuderung von MES-Pulver geeignet ist, wenn man solcherart abgepudertes MES-Pulver in einem Großbehälter lagern will. Der Eigendruck der großen Pulvermenge in einem Großbehälter führt hier zu mangelhaftem Ausfließverhalten, wenn man das Pulver aus dem Behälter durch Ausfließen entnehmen möchte. Demgegenüber ist die Abpuderung mit Zeolith P sehr vorteilhaft. Selbst bei erhöhter Verpressung (45000 Pa) ist der Ausfluss besonders akzeptabel.

Zeolith P ist also vor diesem Hintergrund im Vergleich zu Zeolith A das unerwartet vorteilhaftere Abpuderungsmittel. Somit gilt, daß die Verwendung von Pudermitteln zur Abpuderung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, vorzugsweise Aniontensid-haltiger teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, insbesondere auch dann sehr vorteilhaft ist, wenn das Pudermittel zumindest anteilsweise Zeolith P umfaßt. Dies gilt vorzugsweise auch mit Blick auf eine langanhaltende Lagerung, insbesondere über Monate hinweg, bevorzugt in Großbehältern.

Gerät: Johanson Indicizer Hang-Up mit Winkel der Scherung 25°, Raumtemperatur und wissenschaftlicher Methode (Auswertung mit Angabe der Scherspannung).


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung nichtklebriger, aniontensidhaltiger Pulver oder Granulate, dadurch gekennzeichnet, daß man sie nach Herstellung abpudert und zur Abpuderung Pudermittel eingesetzt werden, die ausgewählt sind aus der Gruppe der Hydrotrope, hierbei vorzugsweise ausgewählt aus Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen und/oder aus der Gruppe der Zeolithe P, X und/oder Y, hierbei insbesondere Zeolith P.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aniontensidhaltiger Pulver oder Granulat Aniontenside in Mengen von größer 10 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 20 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 30 Gew.-%, in vorteilhafterer Weise größer 40 Gew.-%, in noch vorteilhafterer Weise größer 50 Gew.-%, in besonders vorteilhafter Weise größer 60 Gew.-%, in überaus vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, insbesondere größer 80 Gew.-% enthält, wobei Aniontensidmengen größer 90 Gew.-% am vorteilhaftesten sind, jeweils bezogen auf das aniontensidhaltige Pulver oder Granulat.
  3. Verwendung von Pudermitteln zur Abpuderung teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel zumindest ein Hydrotrop umfaßt, welches aus der Gruppe der aromatischen Sulfonate gewählt ist.
  4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Hydrotrop um Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen handelt.
  5. Verwendung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel aromatische(s) Sulfonat(e) in Mengen von mindestens 20 Gew.-%, vorteilhafterweise von mindestens 30 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 40 Gew.-%, insbesondere in Mengen von mindestens 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthält.
  6. Verwendung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteil Aniontenside enthält, vorzugsweise in Mengen von größer 10 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 20 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 30 Gew.-%, in vorteilhafterer Weise größer 40 Gew.-%, in noch vorteilhafterer Weise größer 50 Gew.-%, in besonders vorteilhafter Weise größer 60 Gew.-%, in überaus vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, insbesondere größer 80 Gew.-%, wobei Aniontensidmengen größer 90 Gew.-% am vorteilhaftesten sind, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil,
  7. Verwendung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die enthaltenen Aniontenside ausgewählt sind aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkoholsulfaten, Alkoholethersulfaten, Alkylsulfonaten und/oder Alkylestersulfonaten.
  8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylestersulfonat, insbesondere Methylestersulfonat, enthalten ist, vorzugsweise in Mengen von zumindest 20 Gew.-%, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en), jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil,
  9. Verwendung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkylbenzolsulfonat, vorzugsweise in Mengen von zumindest 40 Gew.-%, vorteilhafterweise von zumindest 50 Gew.-%, vorzugsweise von zumindest 60 Gew.-%, insbesondere in Mengen von zumindest 70 Gew.-% enthalten ist, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, wobei in weiter vorteilhafter Weise weitere(s) Aniontensid(en) enthalten ist.
  10. Verwendung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Aniontensid zumindest anteilsweise Alkoholsulfat enthalten ist, vorzugsweise solches mit verzweigter Kohlenstoffkette und/oder Doppelbindung(en) enthaltender Kohlenstoffkette, vorteilhafterweise in Kombination mit weiteren Aniontensid(en).
  11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der abgepuderte teilchenförmige Waschmittelbestandteil bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 20 Gew.-%, vorteilhafterweise 0,25 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 12 Gew.-% an Pudermittel enthält, jeweils bezogen auf den abgepuderten teilchenförmigen Waschmittelbestandteil.
  12. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Partikeldurchmesser der abzupudernden Waschmittelbestandteile im Bereich 100 bis 1800&mgr;m liegt.
  13. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel einen mittleren Partikeldurchmesser im Bereich von weniger als 200 &mgr;m, vorteilhafterweise weniger als 100&mgr;m, vorzugsweise weniger als 50 &mgr;m, insbesondere weniger als 20 &mgr;m aufweist.
  14. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel weitere Bestandteile enthält, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Carbonate, der Sulfate, der Silikate, insbesondere Kieselsäuren, und/oder der Aluminiumsilikate, vorteilhafterweise Zeolithe A, P, X und Y, insbesondere Zeolith P, welcher vorzugsweise übertrocknet ist.
  15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Pudermittelbestandteile in Mengen von weniger als 50 Gew.-%, vorteilhafterweise von weniger als 40 Gew.-%, vorzugsweise von weniger als 30 Gew.-%, insbesondere in Mengen von weniger als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthalten sind.
  16. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel eine Mischung aus aromatischem Sulfonat, vorzugsweise ausgewählt aus Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen aus diesen, und aus Aluminiumsilikat(en), vorzugsweise ausgewählt aus Zeolithe A, P, X und/oder Y, insbesondere Zeolith P, vorteilhafterweise übertrockneter Zeolith P, ist.
  17. Verwendung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischungsverhältnis der aromatischen Sulfonate zu den Aluminiumsilikaten im Bereich 6:1 bis 1:2, vorteilhafterweise 5:1 bis 1:1,2, vorzugsweise 3:1 bis 1:1,1, insbesondere 2:1 bis 1:1 liegt.
  18. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die abzupudernde teilchenförmige Waschmittelbestandteile zumindest anteilsweise durch Granulation, Agglomeration, Preßagglomeration oder Sprühtrocknung, insbesondere durch Naßgranulation, Walzenkompaktierung, Pelletierung, Vermahlung, Extrusion oder in der Wirbelschicht hergestellt wurden.
  19. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 18 zur Verbesserung der Fließeigenschaften teilchenförmiger Waschmittelbestandteile.
  20. Teilchenförmige Waschmittelbestandteile mit Aniontensidgehalten im Bereich von mindestens 10 Gew.-%, die mit 0,25 bis 30 Gew.-% Pudermittel abgepudert sind, jeweils bezogen auf den abgepuderten teilchenförmigen Waschmittelbestandteil, dadurch gekennzeichnet, daß

    a) das Pudermittel zumindest anteilsweise aromatischen Sulfonate, insbesondere Toluol-, Cumol- und/oder Xylolsulfonat oder Mischungen enthält, und daß

    b) das Aniontensid zumindest anteilsweise ausgewählt ist aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkoholsulfaten, Alkoholethersulfaten, Alkylsulfonaten und/oder Alkylestersulfonaten, insbesondere aber aus der Gruppe der Alkylestersulfonate, vorzugsweise Methylestersulfonate.
  21. Mittel nach vorigem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel aromatische(s) Sulfonat(e) in Mengen von mindestens 20 Gew.-%, vorteilhafterweise von mindestens 30 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 40 Gew.-%, insbesondere in Mengen von mindestens 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Pudermittel, enthält.
  22. Mittel nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Aniontensidgehalt größer 50 Gew.-%, vorteilhafterweise größer 60 Gew.-%, in weiter vorteilhafter Weise größer 70 Gew.-%, noch vorteilhafter größer 80 Gew.-%, insbesondere größer 90 Gew.-% ist, jeweils bezogen auf den teilchenförmigen Waschmittelbestandteil.
  23. Mittel nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Pudermittel weitere Bestandteile enthält, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Carbonate, der Sulfate, der Silikate, insbesondere Kieselsäuren, und/oder der Aluminiumsilikate, vorteilhafterweise Zeolithe A, P, X und Y, insbesondere Zeolith P, welcher vorzugsweise übertrocknet ist.
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