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Dokumentenidentifikation DE102004021097A1 29.12.2005
Titel Bedienelement eines Schalters
Anmelder Adam Opel AG, 65428 Rüsselsheim, DE
Erfinder Bald, Heiko, 64397 Modautal, DE;
Böhme, Aiko, 65474 Bischofsheim, DE
DE-Anmeldedatum 29.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021097
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse H01H 3/02
IPC-Nebenklasse G05G 5/03   
Zusammenfassung Ein Bedienelement eines Schalters umfasst eine Betätigungsseite für ein Schaltglied und eine der Betätigungsseite gegenüberliegende Bedienungsseite. Die Bedienungsseite weist eine Oberfläche auf, deren Form sich bei einem Wechsel des Schaltzustandes des Schalters ändert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Bedienelement eines Schalters mit einer Betätigungsseite für ein Schaltglied und einer der Betätigungsseite gegenüberliegenden Bedienungsseite.

Derartige Bedienelemente für Schalter, die im Inneren eines Kraftfahrzeuges zur Schaltung elektrischer Stromkreise eingesetzt werden, sind allgemein bekannt. Zur optischen Anzeige eines Schaltzustandes des Schalters verfügen die Bedienelemente häufig über ein Leuchtmittel, das je nach Schaltzustand anzeigt, ob der Stromkreis geschlossen oder geöffnet ist, wobei das Leuchtmittel im geschlossenen Zustand des Stromkreises üblicherweise aufleuchtet.

Dies ist insofern nachteilig, als eine Rückmeldung über den Schaltzustand des Schalters für einen Fahrer des Kraftfahrzeuges zwar sichtbar, jedoch nicht ohne Blickabwendung vom Fahrgeschehen wahrnehmbar ist. Hierdurch entsteht ein erhebliches Gefahrenrisiko, da der Fahrer die notwendige Beobachtung des Straßenverkehrs zwar nur für eine relativ kurze, aber doch hinreichend lange Zeit aufgibt, wodurch Verkehrsunfälle, zum Teil sogar mit Personenschäden, entstehen können.

Ferner sind Druckschalter mit Bedienelementen bekannt, die in gedrückter Stellung in dem gewünschten Schaltzustand verharren und sonach dem Fahrer eines Kraftfahrzeuges eine haptische Rückmeldung über den jeweiligen Schaltzustand geben. Derartige Druckschalter lassen sich lediglich als Umschalter realisieren, was in heutigen Fahrzeuginnenräumen zu einem äußerst unattraktiven Erscheinungsbild führt. In den modernen Fahrzeugelektronik-Architekturen werden vielmehr in erster Linie Tastschalter eingesetzt.

Die DE 33 08 776 C2 offenbart eine Tastatureinheit mit mehreren matrixartig in einer Ebene angeordneten und zur einen Seite der Ebene herausragenden, hohl ausgebildeten Schalterbetätigungselementen. Die Ebene wird von einer gleichzeitig die Schalterkreise tragenden Trägerschicht aus flexiblem Kunststoff gebildet, in die die jeweils eine Dachfläche aufweisenden Betätigungselemente einstückig eingeformt sind. Jedes Betätigungselement trägt auf der von der ersten Seite abgewandten Seite einen beweglichen Schalterkontakt. Wenigstens ein Teil jedes Betätigungselementes verändert bei Krafteinwirkung auf die Dachfläche seine Gestalt schnell, wodurch eine die Bewegung des beweglichen Schaltkontaktes taktile Rückwirkung erzeugt wird. Ferner weist die Tastatureinheit eine Deckschicht aus flexiblem Kunststoffmaterial mit Betätigungsstellen auf, die jeweils eine der Schaltfunktion des zugehörigen Schalters des Schalterfeldes entsprechende Kennzeichnung derart tragen, dass bei Krafteinwirkung auf die Betätigungsstellen diese in Richtung auf das jeweils zugehörige Betätigungselement durchgebogen werden und dadurch die Kraft auf das jeweilige Betätigungselement übertragen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Bedienelement eines Schalters der eingangs genannten Art zu schaffen, das mit einfachen Mitteln dem Nutzer des Schalters sowohl eine optische als auch haptische Überprüfung des Schaltzustandes des Schalters ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Bedienungsseite eine Oberfläche aufweist, deren Form sich bei einem Wechsel des Schaltzustandes des Schalters ändert.

Durch diese Maßnahme wird ein Bedienelement zur Verfügung gestellt, das mittels einer Formänderung seiner Oberfläche den Schaltzustand des Schalters darstellt. Die Formänderung ist sowohl visuell erkennbar als auch haptisch wahrnehmbar. Die Oberfläche kehrt stets dann erst wieder in ihre vorher eingenommene Form zurück, wenn der Schalter mittels des Bedienelementes betätigt wird und somit seinen Schaltzustand ändert. Der Nutzer des Schalters kann also, ohne seinen Blick unmittelbar auf den Schalter zu richten, durch Ertasten der Oberfläche des Bedienelementes den Schaltzustand des Schalters feststellen. Insbesondere eignet sich das Bedienelement zum Einbau an Stellen im Inneren eines Kraftfahrzeuges, die ohne visuellen Kontakt, wie beispielsweise das Bedienelement eines Sitzverstellschalters, erreicht werden müssen. Weitere Anwendungen sind denkbar für so genannte „Hot-Keys", d. h. Schalter, die je nach Randbedingung oder Vorgabe durch ein Anzeigeelement unterschiedliche Funktionen ausführen.

In Ausgestaltung der Erfindung ist die Oberfläche mit einer Vertiefung versehen, die bei einem Wechsel des Schaltzustandes des Schalters in eine Erhebung übergeht. Befindet sich der Schalter beispielsweise in einem stromkreistrennenden Zustand, ist die Vertiefung sowohl visuell als auch haptisch wahrnehmbar. Wird der Schalter mittels des Bedienelementes in einen stromkreisschließenden Zustand überführt, dann ändert sich die Oberfläche des Bedienelementes zu einer Erhebung, die ebenfalls deutlich sowohl visuell als auch haptisch wahrnehmbar ist. Der Fahrer des Kraftfahrzeuges kann somit, ohne den Verkehr oder sich selbst durch Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen zu gefährden, mittels des Bedienelementes durch einfaches ertasten desselben den Schaltzustand des Schalters feststellen.

Denkbar ist aber auch, dass im Inneren des Kraftfahrzeuges mehrere Bedienelemente zur Betätigung eines jeweiligen Schalters in einer Reihe folgend, wie beispielsweise nebeneinander liegend, mit ihrer Oberfläche jeweils unterschiedlich ausgeführt sind, so dass nicht nur der Schaltzustand des Schalters, sondern auch die Schalterfunktion selbst sowohl visuell als auch haptisch wahrnehmbar ist. Hierzu lassen sich beispielsweise die Erhebungen bzw. Vertiefungen der Oberflächen von Bedienelementen unterschiedlicher Schalter in verschiedenen Geometrien ausführen, anhand derer der Fahrer eine Zuordnung treffen kann.

Mittels des erfindungsgemäßen Bedienelementes ist der Fahrer des Kraftfahrzeuges in der Lage, stets eine sichere Rückmeldung über den Schaltzustand des Schalters zu erhalten, ohne den Blick vom Straßenverkehr abwenden zu müssen. Zudem ist der jeweilige Schaltzustand derart sicher ertastbar, dass eine intuitive Bedienung bzw. Betätigung des Schalters ermöglicht wird. Dies wirkt sich äußerst positiv auf eine erhöhte Verkehrssicherheit aus. Weiterhin bietet sich das Bedienelement als äußerst attraktives Stylingelement für den Fahrzeuginnenraum an, wodurch das Kraftfahrzeug insgesamt erheblich aufgewertet wird.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der vorliegenden Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.


Anspruch[de]
  1. Bedienelement eines Schalters, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einer Betätigungsseite für ein Schaltglied und einer der Betätigungsseite gegenüberliegenden Bedienungsseite, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungsseite eine Oberfläche aufweist, deren Form sich bei einem Wechsel des Schaltzustandes des Schalters ändert.
  2. Bedienelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche mit einer Vertiefung versehen ist, die bei einem Wechsel des Schaltzustandes des Schalters in eine Erhebung übergeht.
  3. Bedienelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche je nach Funktion des jeweiligen Schalters derart ausgeführt ist, dass einer Oberfläche eine jeweilige Schalterfunktion zugeordnet ist.
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