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Dokumentenidentifikation DE102004022476B4 29.12.2005
Titel Gelenkwelle und Verfahren zur Herstellung einer solchen
Anmelder MTU Friedrichshafen GmbH, 88045 Friedrichshafen, DE
Erfinder Schmid, Reiner, Dipl.-Ing., 72511 Bingen, DE
DE-Anmeldedatum 06.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004022476
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse F16C 3/00
IPC-Nebenklasse B60K 17/22   F16D 3/76   F16D 3/77   
Zusammenfassung Es werden eine Gelenkwelle und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen beschrieben. Die Gelenkwelle umfasst ein an ein Ende der Welle angeschlossenes Außenrohr (2) und eine zumindest teilweise in das Außenrohr (2) eingeschobene und an das andere Ende der Welle angeschlossene Kernwelle (3) und ein elastomeres Dämpfungselement (4), das zwischen dem Außenrohr (2) und der Kernwelle (3) eingefügt und an der Innenseite des Außenrohrs (2) und an der Außenseite der Kernwelle (3) anvulkanisiert ist. Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit der Welle sind erfindungsgemäß zusätzlich zu dem elastomeren Dämpfungselement (4) zwischen dem Außenrohr (2) und der Kernwelle (3) mehrere Stützringe (5) vorgesehen, die sowohl an der Innenseite des Außenrohrs (2) als auch an der Außenseite der Kernwelle (3) anliegen, wobei die Stützringe (5) eine Relativbewegung von Außenrohr (2) und Kernwelle (3) in Umfangsrichtung gestatten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gelenkwelle mit einem an ein Ende der Welle angeschlossenen Außenrohr und einer zumindest teilweise in das Außenrohr eingeschobenen und an das andere Ende der Welle angeschlossenen Kernwelle und mit einem elastomeren Dämpfungselement, das zwischen dem Außenrohr und der Kernwelle eingefügt und an der Innenseite des Außenrohrs und an der Außenseite der Kernwelle anvulkanisiert ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Gelenkwelle.

Bei Fahrzeugen dienen Gelenkwellen zur Übertragung der Antriebskräfte von Motor/Getriebe beispielsweise zum Hinterachsdifferential des Fahrzeugs. Zur Dämpfung von Torsionsschwingungen im Triebstrang sind in der Gelenkwelle typischerweise Dämpfungselemente vorgesehen, die aus einem elastomeren Dämpfungsmaterial bestehen.

So ist in der DE 101 51 714 A1 eine Gelenkwelle beschrieben, die ein an ein Ende der Welle angeschlossenes Außenrohr und eine zumindest teilweise in das Außenrohr eingeschobene und an das andere Ende der Welle angeschlossene Kernwelle und ein elastomeres Dämpfungselement enthält. Das elastomere Dämpfungselement ist zwischen dem Außenrohr und der Kernwelle eingefügt und sowohl an der Innenseite des Außenrohrs als auch an der Außenseite der Kernwelle anvulkanisiert.

Die US 3,304,747 zeigt einen Torsionsdämpfer mit einer Innenwelle und einer Außenwelle, die koaxial zueinander angeordnet sind. Innenwelle und Außenwelle sind über ein elastomeres Dämpfungselement miteinander gekoppelt, das in einem Ringzwischenraum zwischen Innen- und Außenwelle eingebracht ist. In der Außenwelle sind einander gegenüberliegende Bohrungen angeordnet, die das Eingießen des Elastomers in den Ringzwischenraum erleichtern sollen.

Weiterhin ist aus der DE 922 502 C eine Gelenkwelle bekannt, die ebenfalls eine Hohlwelle und eine in diese eingeschobene Kernwelle enthält, zwischen denen sich ein elastisches Element befindet, welches insbesondere aus Gummi bestehen soll. Dabei kann das elastische Element zwischen die Wellenteile vulkanisiert sein. Weiterhin wird angegeben, dass zur Erhöhung der Biegesteifigkeit der Welle aus Gummi hergestellte elastische Teilelemente mit ringförmigen Metalleinlagen versehen sein können, über die jedoch keine näheren Angaben gemacht werden.

Eine weitere Gelenkwelle, bei der in ein Außenrohr eine Kernwelle eingeschoben und zwischen beiden ein elastomeres Dämpfungselement vorgesehen ist, ist in der GB 459 105 beschrieben.

Schließlich ist aus der DE 1 044 637 B eine Gelenkwelle bekannt, bei der eine Kernwelle auf ihrer ganzen Länge in einer diese umgebende Hohlwelle zentriert geführt ist. Zwischen der Außenseite der Hohlwelle und einer diese konzentrisch umfassenden, an der Einführungsseite mit der Kernwelle verbundenen Büchse ist ein elastisches Dämpfungselement vorgesehen, welches einerseits mit der Hohlwelle und andererseits mit der Büchse verbunden ist. Durch die Zentrierung der Kernwelle in der Hohlwelle sollen Biegeschwingungen verhindert werden.

Die Aufgabe der Erfindung ist es eine ein Dämpfungselement zum Dämpfen von Torsionsschwingungen enthaltende und gegen Biegeschwingungen unempfindliche Gelenkwelle zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch eine Gelenkwelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Gelenkwelle sind in den Unteransprüchen angegeben.

Weiterhin soll durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Gelenkwelle angegeben werden.

Durch die Erfindung wird eine Gelenkwelle mit einem am Ende der Welle angeschlossenen Außenrohr und einer zumindest teilweise in das Außenrohr eingeschobenen und an das andere Ende der Welle angeschlossenen Kernwelle und mit einem elastomeren Dämpfungselement, das zwischen dem Außenrohr und der Kernwelle eingefügt und an der Innenseite des Außenrohrs und an der Außenseite der Kernwelle anvulkanisiert ist, geschaffen. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass zusätzlich zu dem elastomeren Dämpfungselement zwischen dem Außenrohr und der Kernwelle mehrere Stützringe vorgesehen sind, die sowohl an der Innenseite des Außenrohrs als auch an der Außenseite der Kernwelle anliegen, wobei die Stützringe eine Relativbewegung von Außenrohr und Kernwelle in Umfangsrichtung gestatten. Durch die Stützringe wird die Durchbiegung der Gelenkwelle reduziert und dadurch Biegeschwingungen verhindert. Besondere Vorteile der erfindungsgemäßen Gelenkwelle sind, dass sie einfach aufgebaut, dauerhaft und platzsparend ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gelenkwelle sind die Stützringe fest mit der Kernwelle verbunden und liegen außen lose an der Innenseite des Außenrohrs an.

Vorzugsweise sind die Stützringe in vorgegebenen axialen Abständen angeordnet und in den Abständen zwischen benachbarten Stützringen jeweilige Teilbereiche des elastomeren Dämpfungselements vorgesehen.

Vorzugsweise liegen die Teilbereiche des elastomeren Dämpfungselements in axialer Richtung spielfrei an den benachbarten Stützringen an.

Vorzugsweise sind die Teilbereiche des elastomeren Dämpfungselements jeweils an der Innenseite des Außenrohrs und an der Außenseite der Kernwelle anvulkanisiert, nicht jedoch an den Seiten der benachbarten Stützringe.

Vorzugsweise sind die Stützringe aus einem gleitfähigen Material hergestellt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Stützringe aus Kunststoff hergestellt. Ein Vorteil der Verwendung von Kunststoff für die Stützringe ist eine Geräuschentkopplung zwischen Außenrohr und Kernwelle.

Insbesondere sind die Stützringe vorteilhafterweise aus Polyamid oder PPS hergestellt, wobei PPS bei höheren Temperaturen zur Anwendung kommen kann.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die Stützringe aus Metall hergestellt sein. Ein Vorteil der Verwendung von Metall für die Stützringe ist eine verbesserte Maßhaltigkeit und damit eine verbesserte Möglichkeit zur Abstimmung von Maßtoleranzen.

Gemäß noch einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die Stützringe als Verbundringe von Kunststoff und Metall hergestellt sein. Bei einer Herstellung der Stützringe als Verbundringe von Kunststoff und Metall sind die Geräuschentkopplung von Kunststoff und die Maßhaltigkeit von Metall in vorteilhafter Weise miteinander verbunden.

Hierbei können insbesondere die Stützringe Verbundringe mit einem inneren, an der Außenseite der Kernwelle anliegenden aus Kunststoff bestehenden Teil und einem äußeren, an der Innenseite des Außenrohrs anliegenden, aus Metall bestehenden Teil sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gelenkwelle ist der die Stützringe bildende Kunststoff auf die Kernwelle aufgespritzt.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gelenkwelle ist es vorgesehen, dass das Außenrohr in den Anlagebereichen der Stützringe durch Rundhämmern auf Maß gebracht ist.

Das elastomere Dämpfungselement kann vorteilhafter Weise insbesondere aus einem Silikonkautschuk bestehen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gelenkwelle sind im Außenrohr mehrere Bohrungen zum Einspritzen eines zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements vorgesehenen fließfähigen Elastomers in die Zwischenräume zwischen Kernwelle und Außenrohr und zum Entlüften derselben während des Einspritzens des Elastomers vorgesehen.

Vorzugsweise sind dabei in Axialrichtung der Gelenkwelle benachbarte Bohrungen in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet.

Weiterhin wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Gelenkwelle geschaffen. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass die Kernwelle in eine Bearbeitungsmaschine eingespannt wird, dass die Stützringe auf die Kernwelle aufgebracht werden, dass die Kernwelle zusammen mit den darauf aufgebrachten Stützringen in das Außenrohr eingeschoben wird, und dass ein zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements vorgesehenes fließfähiges Elastomer in die Zwischenräume zwischen Kernwelle und Außenrohr eingespritzt wird. Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, dass eine Torsionsschwingungen dämpfende und gleichzeitig gegen Biegeschwingungen unempfindliche Gelenkwelle auf einfache Art hergestellt werden kann. Ein besonderer Vorteil dabei ist es, dass die Stützringe eine Zentrierung zwischen Außenrohr und Kernwelle bewirken, ohne dass dazu eigens Maßnahmen erforderlich sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements vorgesehene fließfähige Elastomer durch im Außenrohr vorgesehene Bohrungen eingespritzt und entlüftet.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Stützringe durch Aufspritzen von Kunststoff auf die Kernwelle hergestellt.

Dabei können die Stützringe am Außenumfang spanend bearbeitet werden, um sie auf Mal zu bringen.

Schließlich kann es gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass das Außenrohr in den Anlagebereichen der Stützringe durch Rundhämmern auf Maß gebracht wird. Durch ein solches Rundhämmern wird im Anlagebereich der Stützringe eine besondere Maßhaltigkeit des Außenrohrs sicher gestellt. Das Rundhämmern kann jedoch entfallen, wenn Rohre mit besonders kleinen Maßtoleranzen zur Verfügung stehen.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gelenkwelle anhand der Zeichnung beschrieben.

Es zeigt:

1 eine Seitenansicht einer Gelenkwelle gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 einen Teil der erfindungsgemäßen Gelenkwelle mit einem Außenrohr und einer teilweise in das Außenrohr eingeschobenen Kernwelle und einem zwischen beiden angeordneten elastomeren Dämpfungselement; und

3 einen vergrößerten Ausschnitt aus 2 zur Erläuterung eines Details derselben.

1 zeigt in der Seitenansicht eine praktische Ausführungsform einer Gelenkwelle gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wie sie im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs enthalten sein kann. Die insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete Gelenkwelle beinhaltet drei Gelenke 6, 7, 8, von denen sie mit den beiden äußeren Gelenken 6, 8 an benachbarte Baugruppen, beispielsweise der Ausgangswelle eines an eine Brennkraftmaschine angeblockten Verteilergetriebes bzw. an ein Differentialachsgetriebe angeschlossen ist. Ein weiteres Gelenk 7, ein Kreuzgelenk, ist innerhalb der Gelenkwelle 1 angeordnet und dient dazu, eine Abwinkelung derselben zu ermöglichen. Die Gelenke 6, 8 sind Gleichlaufgelenke, die Axialverschiebungen zum Längenausgleich zulassen. Änderungen des gegenseitigen Abstands der beiden äußeren Gelenke 6, 8, beispielsweise Bewegungen von Motor/Getriebe und Hinterachsdifferential, können ausgeglichen werden. Ein zweites Stück 1a der Gelenkwelle 1, welches sich zwischen dem einen äußeren Gelenk 6 und dem inneren Gelenk 7 befindet, ist mittels eines Lagers 11 etwa am Fahrgestell bzw. am Chassis des Fahrzeugs fixiert. Ein erstes Stück 1b der Gelenkwelle 1 ist zwischen dem inneren Gelenk 7 und dem anderen äußeren Gelenk 8 getragen.

Das erste Stück 1b der Gelenkwelle 1 umfasst ein an einem Ende der Welle, nämlich an dem einen äußeren Gelenk 8 angeschlossenes Außenrohr 2 und ein Innenrohr oder, allgemein gesprochen, eine Kernwelle 3, die an das andere Ende des ersten Stücks 1b der Gelenkwelle 1 angeschlossen ist, nämlich an das innere Gelenk 7.

Zwischen dem Außenrohr 2 und der Kernwelle 3 ist ein Dämpfungselement 4 eingefügt, das aus einem elastomeren Material besteht und zum Dämpfen von Torsionsschwingungen in dem Antriebsstrang dient, in welchem die Gelenkwelle 1 vorgesehen ist. Das elastomere Dämpfungselement ist sowohl an der Außenseite der Kernwelle 3 als auch an der Innenseite des Außenrohrs 2 anvulkanisiert. Durch Drehmomentenstöße verursachte Relativbewegungen der Gelenkwellenteile werden durch das Dämpfungselement 4 abgefedert.

In den 2 und 3 ist der das Dämpfungselement 4 enthaltende Teil der Gelenkwelle 1 näher dargestellt.

Wie 2 zeigt, sind zusätzlich zu dem elastomeren Dämpfungselement 4 zwischen dem Außenrohr 2 und der Kernwelle 3 mehrere Stützringe 5 vorgesehen, die sowohl an der Innenseite des Außenrohrs 2 als auch an der Außenseite der Kernwelle 3 anliegen. Die Stützringe 5 sind spielfrei zwischen der Innenseite des Außenrohrs 2 und der Außenseite der Kernwelle 3 angeordnet und sie sind mit der Kernwelle 3 fest verbunden, wogegen sie außen lose an der Innenseite des Außenrohrs 2 anliegen, also eine Art Gleitlager an dieser Stelle bilden. Auf diese Weise gestatten die Stützringe 5 eine Relativbewegung von Außenrohr 2 und Kernwelle 3 in Umfangsrichtung, wogegen sie in Biegerichtung der Gelenkwelle 1 bzw. genauer gesagt von deren erstem Stück 1b, in welchem das elastomere Dämpfungselement 4 enthalten ist, für eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Außenrohr 2 und der Kernwelle 3 sorgen. So kann das elastomere Dämpfungselement 4 sowohl Torsionsschwingungen in Drehrichtung wie auch, bis zu einem gewissen Grade, Längsschwingungen in axialer Richtung dämpfen, wogegen ein Durchbiegen des ersten Stücks 1b der Gelenkwelle 1 durch die zwischen das Außenrohr 2 und die Kernwelle 3 eingefügten Stützringe 5 verhindert wird.

Wie aus 2 ersichtlich ist, sind die Stützringe 5 in bestimmten vorgegebenen axialen Abständen zwischen der Kernwelle 3 und dem Außenrohr 2 angeordnet, wobei sich in den Abständen zwischen benachbarten Stützringen 5 jeweilige Teilbereiche 4a des elastomeren Dämpfungselements 4 befinden. Die Teilbereiche 4a des elastomeren Dämpfungselements 4 sind jeweils an der Innenseite des Außenrohrs 2 und an der Außenseite der Kernwelle 3 anvulkanisiert, nicht jedoch an den Seiten der benachbarten Stützringe 5, an welchen sie jedoch in axialer Richtung spielfrei anliegen sollen.

Wie weiterhin aus 2 und insbesondere aus der vergrößerten Detailansicht der 3 ersichtlich ist, ist das Außenrohr 2 in den Anlagebereichen 2a der Stützringe 5 durch Rundhämmern in seinem Radius vermindert und auf diese Weise auf ein genaues Maß gebracht, so dass die Stützringe 5 auch dann spielfrei an der Innerseite des Außenrohrs 2 anliegen, wenn dieses nicht mit hoher Präzision gefertigt ist. Wenn für das Außenrohr 2 ein Material verwendet wird, welches mit geringer Toleranz gefertigt ist, kann der gewünschte Effekt auch ohne das beschriebene Rundhämmern erreicht werden.

Die Stützringe 5 bestehen aus einem gleitfähigen Material, aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, PPS, oder aus Metall, oder aus einem anderen geeigneten Werkstoff.

Die Stützringe 5 können, über ihren Querschnitt gesehen, aus einem einzigen Material bestehen, wie für den Stützring 5 auf der linken Seite von 3 gezeigt, oder sie können als Verbundring hergestellt sein, wie auf der rechten Seite von 3 zu sehen ist. Hier ist ein Stützring 5 als Verbundring von Kunststoff und Metall hergestellt, wobei dieser einen inneren, an der Außenseite der Kernwelle 3 anliegenden Teil 5a aufweist, der aus Kunststoff besteht und einen äußeren, an der Innenseite des Außenrohrs 2 anliegenden Teil 5b, der aus Metall besteht. Kunststoff sorgt für eine Geräuschdämpfung zwischen Kernwelle 3 und Außenrohr 2, während Metall hoher Präzision und Verschleißfestigkeit für die Anlagefläche zwischen dem Stützring 5 und dem Außenrohr 2 dienlich ist.

Wie 2 weiterhin zeigt, sind im Umfang des Außenrohrs 2 Bohrungen 12 vorgesehen, welche zum Einbringen und zum Entlüften eines für die Herstellung des elastomeren Dämpfungselements 4 dienenden fließfähigen Elastomers vorgesehen sind.

Das Dämpfungselement 4 kann auf herkömmliche Weise zwischen dem Außenrohr 2 und die Kernwelle 3 eingebracht werden, besonders vorteilhaft ist jedoch das folgende Verfahren: zunächst wird die Kernwelle 3 in eine geeignete Bearbeitungsmaschine eingespannt, dann werden die Stützringe 5 auf die Kernwelle 3 aufgebracht, die Kernwelle 3 zusammen mit den darauf aufgebrachten Stützringen 5 in das Außenrohr 2 eingeschoben und schließlich ein zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements 4 vorgesehenes fließfähiges Elastomer zwischen den Stützringen 5 durch die vorher angesprochenen Bohrungen 12 in die Zwischenräume zwischen Kernwelle 3 und Außenrohr eingespritzt. In Axialrichtung der Gelenkwelle 1 benachbarte Bohrungen 12 sind in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet.

Die Stützringe 5 werden vorzugsweise durch Aufspritzen von Kunststoff auf die Kernwelle 3 hergestellt, welcher dann am Außenumfang, sowie gegebenenfalls auch an den Seiten spanend bearbeitet werden kann, um sie auf Maß zu bringen.

Das elastomere Dämpfungselement 4 bzw. dessen Teilbereiche 4a sollen an der Innenseite des Außenrohrs 2 und an der Außenseite der Kernwelle 3 anvulkanisiert sein, nach Möglichkeit nicht jedoch an den Seiten der Stützringe 5, so dass hier, insbesondere radial außen am Übergang zwischen Stützring 5 und Innenseite des Außenrohrs 2, wo diese gleitend aneinanderstoßen, keine unzulässig großen Scherkräfte auf das elastomere Material des Dämpfungselements 4 ausgeübt werden. Dazu können die Stützringe 5 beispielsweise an ihren Seiten mit einer Beschichtung versehen sein, welche ein Vulkanisieren verhindert, oder sie bestehen als solche aus einem Material, an welchem das elastomere Material des Dämpfungselements 4 nicht vulkanisiert.

Das Material des elastomeren Dämpfungselements 4 kann ein geeignetes Elastomer sein, z. B. ein Silikonkautschuk. Es kommt jedoch auch Gummi oder ein anderer Kautschuk in Frage.

Das durch das elastomere Dämpfungselement 4 und die Stützringe 5 gebildete Verbindungselement zwischen dem Außenrohr 2 und der Kernwelle 3 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel möglichst nahe am Gelenk 7 angeordnet, jedoch so weit weg, dass Stützvorrichtungen angebracht werden können, die zur Aufnahme von Axialkräften dienen, welche auftreten, wenn Reibschweißen zum Herstellen der Welle verwendet werden soll.

Bei der erfindungsgemäßen Gelenkwelle ist das Dämpfungselement 4 in den Wellenrohren verbaut, so dass kein größerer Bauraum erforderlich ist als der maximale Rohrdurchmesser.

Der Temperatureinsatzbereich ist groß, beispielsweise –60°C bis +180°C.

Das Wuchten der Gelenkwellen erfolgt entsprechend herkömmlichen Standardwellen.

1Gelenkwelle 2Außenrohr 3Kernwelle 4elastomeres Dämpfungselement 5Stützring 6Gelenk 7Gelenk 8Gelenk 11Lager 12Bohrung

Anspruch[de]
  1. Gelenkwelle mit einem an ein Ende der Welle angeschlossenen Außenrohr (2) und einer zumindest teilweise in das Außenrohr (2) eingeschobenen und an das andere Ende der Welle angeschlossenen Kernwelle (3) und mit einem elastomeren Dämpfungselement (4), das zwischen dem Außenrohr (2) und der Kernwelle (3) eingefügt und an der Innenseite des Außenrohrs (2) und an der Außenseite der Kernwelle (3) anvulkanisiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem elastomeren Dämpfungselement (4) zwischen dem Außenrohr (2) und der Kernwelle (3) mehrere Stützringe (5) vorgesehen sind, die sowohl an der Innenseite des Außenrohrs (2) als auch an der Außenseite der Kernwelle (3) anliegen, wobei die Stützringe (5) eine Relativbewegung von Außenrohr (2) und Kernwelle (3) in Umfangsrichtung gestatten.
  2. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) fest mit der Kernwelle (3) verbunden sind und außen lose an der Innenseite des Außenrohrs (2) anliegen.
  3. Gelenkwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) in vorgegebenen axialen Abständen angeordnet sind, und dass in den Abständen zwischen benachbarten Stützringen (5) jeweilige Teilbereiche (4a) des elastomeren Dämpfungselements (4) vorgesehen sind.
  4. Gelenkwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche des elastomeren Dämpfungselements (4) in axialer Richtung spielfrei an den benachbarten Stützringen (5) anliegen.
  5. Gelenkwelle nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche (4a) des elastomeren Dämpfungselements (4) jeweils an der Innenseite des Außenrohrs (2) und an der Außenseite der Kernwelle (3) anvulkanisiert sind, nicht jedoch an den Seiten der benachbarten Stützringe (5).
  6. Gelenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) aus einem gleitfähigen Material hergestellt sind.
  7. Gelenkwelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) aus Kunststoff hergestellt sind.
  8. Gelenkwelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) aus Polyamid oder PPS hergestellt sind.
  9. Gelenkwelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) aus Metall hergestellt sind.
  10. Gelenkwelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) als Verbundringe von Kunststoff und Metall hergestellt sind.
  11. Gelenkwelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) Verbundringe mit einem inneren, an der Außenseite der Kernwelle (3) anliegenden aus Kunststoff bestehenden Teil (5a) und einem äußeren, an der Innenseite des Außenrohrs (2) anliegenden aus Metall bestehenden Teil (5b) sind.
  12. Gelenkwelle nach Anspruch 7, 8 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der die Stützringe (5) bildende Kunststoff auf die Kernwelle (3) aufgespritzt ist.
  13. Gelenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenrohr (2) in den Anlagebereichen (2a) der Stützringe (5) durch Rundhämmern auf Maß gebracht ist.
  14. Gelenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das elastomere Dämpfungselement (4) aus einem Silikonkautschuk besteht.
  15. Gelenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Außenrohr (2) mehrere Bohrungen (12) zum Einspritzen eines zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements (4) vorgesehenen fließfähigen Elastomers in die Zwischenräume zwischen Kernwelle (3) und Außenrohr (2) und zum Entlüften derselben während des Einspritzens des Elastomers vorgesehen sind.
  16. Gelenkwelle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Axialrichtung der Gelenkwelle (1) benachbarte Bohrungen (12) in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet sind.
  17. Verfahren zur Herstellung einer Gelenkwelle nach einem

    der Ansprüche 1 bis 16,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Kernwelle (3) in eine Bearbeitungsmaschine eingespannt wird, dass die Stützringe (5) auf die Kernwelle (3) aufgebracht werden, dass die Kernwelle (3) zusammen mit den darauf aufgebrachten Stützringen (5) in das Außenrohr (2) eingeschoben wird, und dass ein zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements (4) vorgesehenes fließfähiges Elastomer in die Zwischenräume zwischen Kernwelle (3) und Außenrohr (2) eingespritzt wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Bilden des elastomeren Dämpfungselements (4) vorgesehene fließfähige Elastomer durch im Außenrohr (2) vorgesehene Bohrungen (12) eingespritzt und entlüftet wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) durch Aufspritzen von Kunststoff auf die Kernwelle (3) hergestellt werden.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (5) am Außenumfang spanend bearbeitet werden, um sie auf Maß zu bringen.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenrohr (2) in den Anlagebereichen (2a) der Stützringe (5) durch Rundhämmern auf Maß gebracht wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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