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Dokumentenidentifikation DE102004028626A1 29.12.2005
Titel Vorrichtung zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen
Anmelder Graefe, Christian, 04626 Posterstein, DE
Erfinder Graefe, Christian, 04626 Posterstein, DE
DE-Anmeldedatum 12.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028626
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse A23P 1/08
IPC-Nebenklasse A21C 11/00   A21C 9/06   A23P 1/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen dient. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist mindestens zwei Formteile auf, welche mit jeweils einer Heizeinrichtung versehen sind. Die Vorrichtung kann eine oder mehrere Öffnungen im konkaven Formteil aufweisen, welche zum Entweichen von z. B. Flüssigkeiten und Teigüberschüssen dienen. Diese Öffnung/en können bei der Verarbeitung von dünnbreiigen oder dünnflüssigen Massen, um ein Herausquellen dieser Massen zu vermeiden, verschlossen werden. Das Verschließen dieser Öffnungen kann einzeln, komplett oder teilweise, je nach Bedarf, erfolgen. Durch diese Variationsmöglichkeiten der Formteile lassen sich alle Teigmischungen verarbeiten, was diese Vorrichtung in einem hohen Maße variabel einsetzbar macht. Die Abstände der Formteile im geschlossenen Zustand lassen die zu formende Speise als wesentlichen Bestandteil einer Mahlzeit darstellen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen.

Vorrichtungen zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen sind bekannt. Wie z. B. handelsübliche Waffeleisen, welche zur Aufnahme von beispielsweise Eis dienen. Diese hohlkörperförmige Waffel dient jedoch zumindest vorrangig zum Zweck der Aufnahme anderer Speisen und nicht als Hauptspeise. In der Offenlegungsschrift DE 43 04 631 A1 wird ein Verfahren und eine zugehörige Einrichtung zur Herstellung von weit geöffneten Hohlgebäcken beschrieben. Diese Gebäcke bestehen aus einem gebackenen Teig, wie beispielsweise Waffelgebäck zur Aufnahme von Beilagen, z.B. Fleischstreifen, Salate und Soßen. Die bekannte Lösung stellt ab, auf einseitig weit geöffnete Hohlgebäcke mit dünnen gleichmäßigen Wänden aus elastischen, gut beißbaren Gebäck, die aus allen vom Verbraucher gewünschten Teigen oder Massen in einem einzigen Backvorgang ausgebacken und auf der äußeren Oberfläche gebräunt werden. Dazu wird die zum Ausbacken des Backteiges und zum äußerlichen Bräunen der Hohlgebäcke in der Backform erforderliche Backtemperatur direkt in oder an der Wand der Backformen, durch die in der Wand eingebauten Heizelemente oder regelbare Bestrahlung der absorptiven Außenflächen mit Infrarotenergie erzeugt bzw. durch engen Flächenkontakt mit passend geformten Heizkörpern insbesondere auf die Oberfläche eines konkaven Formteils, übertragen. Die Backvorrichtung besteht aus einem konkaven und einem konvexen Formteil. Das konvexe Formteil passt in einem Abstand in das konkave Formteil. Der Backteig wird in vorbestimmter Menge in das auf ca. 40°C erwärmte konkave Formteil gefüllt und durch das konvexe Formteil beim Zusammenfügen in der Backform verteilt. Nach beendeter Gärung wird die äußere Backform schnell auf die für den jeweiligen Backteig erforderliche Backtemparatur erwärmt, die gegen Ende der Backzeit eine Bräunung der äußeren Oberfläche des Hohlkörpers bewirkt. Das innere, konvexe Formteil wird auf die Temperatur erwärmt, die ein schnelles Ausbacken bei nur geringer Verfestigung bewirkt, so dass ein leichtes Abstreifen des fertigen Hohlgebäcks von der konvexen Form gewährleistet ist. Es ist möglich, mehrere solcher Vorrichtungen zu verbinden. Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass die Ausführung der Vorrichtung den anwendbaren Garprozess auf das Backen beschränkt, wodurch zwangsläufig andere, als ausbackbare Massen und Teige, nicht verwendbar sind. Darüber hinaus weisen die herstellbaren Gebäcke ausschließlich die Form einer Tüte auf. Dies bedeudet, dass der gebackene Hohlkörper zumindest vorrangig zum Zweck der Aufnahme anderer Speisen benutzt wird und nicht als Hauptspeise.

In der Patentschrift DE 199 11472 C1 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel beschrieben.

In diesem Ausführungsbeispiel weist die Wandung des konkaven Formteils 2 Durchgänge 3 auf. Diese Durchgänge stellen eine Verbindung zum Innenraum des Gehäuses 7 her, um eine bessere und/oder schnellere Wärmeleitung zum Garobjekt herzustellen. Weiterhin dienen die Öffnungen 3 zur besseren Ableitung von Flüssigkeiten und/oder überschüssigem Teig.

Um einen ungewollten Austritt von z. B. sehr dünnflüssigem Teig zu verhindern, wird eine dünnwandige Einlage beschrieben, welche in das konkave Formteil 2 eingelegt wird und so die Öffnungen 3 verschließt. Die dünnwandige Einlage kann herausnehmbar ausgestattet – oder aus einem, sich mit dem Teig verbindenden, essbaren Masse bestehend, ausgeführt sein.

Ebenfalls wird in der Offenlegungsschrift DE 100 43 274 A1 eine Vorrichtung beschrieben, welche diese Öffnungen 3 besitzt und ebenfalls zum Verschließen dieser Öffnungen dünnwandige Einlagen bzw. eine sich mit dem Teig verbindende Masse aufweist.

Nachteilig an diesen bekannten Lösungen ist, dass wenn man die dünnwandigen Einlagen, um ein Herausquillen von dünnflüssigem Teig zu verhindern, einlegt, man diese mit erwärmen muss, um den gewünschten Garungsgrad zu erhalten. So erweist sich diese Ausführungsform als sehr energieaufwändig und verlängert den Garungsprozess. Gleichfalls erweist sich diese Lösung als sehr arbeits – und materialaufwändig und ist damit sehr kostenintensiv, da zusätzlich dünne Einlagen hergestellt und diese einer Beschichtung unterzogen werden müssen. Ein weiterer Nachteil solcher dünnwandigen Einlagen ist, dass durch das Vorhandensein der Einlage im konkaven Formteil sich das Volumen des eingeschlossenen Raumes der Formteile, im geschlossenem Zustand, verringert und weniger Rohmasse eingebracht werden kann und so die Speise zwangsläufig kleiner und auch leichter wird. Dies bedeutet, dass wöllte man die zu formende Speise nicht verkleinern, auch das konvexe Formteil verkleinert werden müsste, was wiederum einen weiteren Mehraufwand nachsichziehen würde. Eine weitere Einschränkung solch einer dünnwandigen Einlage ist die, dass man beim Einlegen alle Öffnungen verschließt und nicht nur einzelne. (z. B. bei einem Formteil mit mehreren Öffnungen)

In der Offenlegungsschrift DE 100 43 274 A1 wird eine Öffnung in der Form beschrieben, über die man eine Füllleitung angeschließen kann. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass beim Füllen der Form erst alle Öffnungen 3 verschlossen werden müssen, um ein Herausquillen des Teiges, bei einer Druckbefüllung des Hohlraumes der Formen im geschlossenen Zustand, zu verhindern. Ebenfalls nachteilig ist, dass die beschriebene Öffnung ausschließlich zum Füllen der Form gedacht ist. Dies erweist sich insofern als Nachteil, als dass bei nichtangeschlossensein an einer Versorgungsleitung, diese Öffnung nicht, als im Bedarfsfall verschließbaren Ablauf für Flüssigkeiten oder Teigreste, dienen kann. Dies schränkt die Flexibilität dieser Form und damit der Vorrichtung erheblich ein.

Desweiteren werden in der Patentschrift DE 199 11 472 C1 und in der Offenlegungsschrift DE 100 43 274 A1 Heizeinrichtungen 4a für das konkave Formteil und 4i für das konvexe Formteil beschrieben, wobei sich die Heizeinrichtung für das konvexe Formteil 4i in der jeweils beschriebenen Ausführungsmöglichkeit im Inneren der Heizeinrichtung befindet. Dies erweist sich in sofern als nachteilig, als das der Innenraum der Heizeinrichtung für das konvexe Formteil zu wenig Platz für die Unterbringung leistungsstarker Heizelemente bietet, was bedeudet, dass diese Heizeinrichtung zu schnell abkühlt und nicht den gewünschten Gareffekt, gerade bei dickwandigen Speisen, erzielt. Dies erschwert das Ausgaren für bestimmte Teige, Massen und Formen der Speisen und schränkt somit die Flexibilität ein.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Vorrichtungen zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen für den sowohl gastronomischen als auch häuslichen Bereich so schaffen, dass eine einfache Handhabbarkeit bei gleichzeitiger Verbesserung der Flexibilität und Abwechslung der zu garenden Speisen sowie Reduzierung des Herstellungsaufwandes gegeben ist.

Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Die Vorrichtungen zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen für den sowohl gastronomischen als auch häuslichen Bereich zeichnen sich insbesondere durch eine einfache Handhabbarkeit bei gleichzeitiger Verbesserung der Flexibilität und Reduzierung des Herstellungsaufwandes aus. Das wird dadurch erreicht, indem ein zweites Formteil in einem ersten Formteil so platzierbar ist, dass diese wenigstens teilweise einen Hohlraum zur Aufnahme der ungegarten Speise begrenzen. Der Abstand kann vorteilhafterweise in Abhängigkeit der Konsistens und/oder der Zusammensetzung und/oder der Dichte und/oder des Garverhaltens der zu formenden Masselen gewählt werden. Damit kann auch die Wandungsstärke und/oder die Größe der Speise leicht bestimmt werden. Über wenigstens eine verschließbare Öffnung des ersten Formteils gelangen beim Einfüllen und/oder Garen anfallende Abprodukte aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Das erste Formteil kann auch mehrere Öffnungen aufweisen, um bei beispielsweise sehr fett- und/oder wasserhaltigen zu formenden Massen die Flüssigkeiten schnell abzuleiten. Die Öffnungen können hierbei, von den Hersteller bzw. Betreiber solcher Geräte, an als sinnvoll betrachteter Stelle angeordnet sein. Die Öffnungen können als Ablauf für z. B. Flüssigkeiten und Teigüberschüssen als auch zum besseren Eindringen von Bestrahlungswärme und/oder Garflüssigkeiten dienen. Zum Verschließen der Öffnungen seien beispielhaft Schraub-, Steck- und Rastverbindungen genannt. Die Verschlüsse sind so ausgelegt, dass sie wenig Fläche des Formteils bedecken, dass sie schnell einzubringen – und im Bedarfsfall wieder zu entfernen sind, was eine Reinigung der Öffnungen problemlos ermöglicht.

Durch die zweckmäßige Einbringung der Verschlüsse erhöht sich nur sehr unwesentlich der Energiebedarf um diese aufzuheizen, bei minimalstem Materialaufwand für deren Herstellung. Mit der steuerbaren Heizeinrichtung können speisespezifische Gartemperaturen eingestellt werden. Jedem einzelnen oder mehreren Formteil/en kann mindestens eine Heizeinrichtung regelbar und/oder unabhängig voneinander arbeitend, zugeordnet sein. So wird ein zu schnelles Abkühlen der Formteile beim Garen verhindert und eine bessere, gleichmäßigere und schnellere Ausgarung auf der Innen- und Außenseite der Speise erreicht.

Dies macht die Vorrichtung gegenüber anderen Vorrichtungen universell einsetzbar. In Abhängigkeit der Formgebung und Größe der Formen können alle möglichen Rohmassen, Teige, Breie usw. mit den unterschiedlichsten Konsistensen oder Bestandteilen der zuformenden Masse, bis hin zu Fleischscheiben, grobkörnigen und/oder grobfasrigen und/oder zähflüssigen Bestandteilen geformt werden, ohne die ihr gegebene Form, beim Entnehmen aus der Form zu verlieren oder zu zerstören, was die Vorrichtung sehr flexibel in ihren jeweiligen Einsatzbereichen macht. Das Einbringen der zugarenden Massen erfolgt über die entsprechenden Öffnungen der Formteile. Der Formenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Beispielhaft seien geometrische Figuren genannt wie Hohlkegel, Hohlzylinder, hohle Kegelschnittkörper, Hohlpyramiden, Hohlkegel, Röhrenformen oder flachgezogene Formen mit einem allseits umgebenden Rand. Eine Anordnung mehrerer gleichartiger oder auch hinsichtlich der Geometrie der Formteile voneinander abweichender Formteile sind von der Erfindung ebenfalls umfasst, wie die Ausstattung mit unterschiedlichen Heizeinrichtungen. Deren Ausstattung kann im Einzelnen, in für den Fachmann bekannter Weise, dem Zweck entsprechend, beliebig vorgenommen werden. Zu beachten ist lediglich, dass mit der Vorrichtung nach der Erfindung die verschiedensten Garprozesse ausführbar sind. Beispielhaft genannt seien Backen, Braten, Frittieren, Kochen. Zur Aufnahme von Hilfsmitteln wie Frittierfett oder Kochwasser dient das Gehäuse, das dann insbesondere als dichter Behälter ausgestattet ist.

Die Formgebung der Speisen erfolgt durch das Zusammendrücken von mindestens zwei Formteilen, indem eine vorbestimmte Menge in das konkave Formteil eingegeben wird, welche sich in dem verbleibenden Hohlraum zwischen den Formteilen gleichmäßig verteilt. Die feste Konsistens kann die Speise durch das Garen und/oder durch Druckeinwirkung erhalten. So können auch Halbprodukte hergestellt werden, welche gleichmäßig verteilt nur angegart werden und zusätzlich mit Druck ihre feste Konsistens erhalten und/oder nur durch Druck ihre feste Konsistens bekommen und zu einem späteren Zeitpunkt und/oder auch außerhalb der erfindungsgemäßen formgebenden Vorrichtung, z. B. in einer Friteuse oder auf einem Grill, fertiggestellt werden können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 13 angegeben.

In einer ersten Ausgestaltung nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 2, ist die Öffnung gleichzeitig ein Anschluss für ein rohr- oder rinnenförmiges Element, welches zum Füllen des Formteils und/oder zum Entweichen von Flüssigkeiten dient, woduch bei der letzteren Variante ein Verbrennen der Flüssigkeiten im Innenraum der Vorrichtung vermieden werden soll. Andere Füllvarianten werden dadurch nicht ausgeschlossen.

Nach der Weiterbildung nach Patentanspruch 3, ist die erste Form so ausgelegt, dass diese nur eine Öffnung zum Füllen und zum Entleeren der ersten Form aufweist, welche nach dem Zusammendrücken mit der zweiten Form durch diese verschlossen wird. Diese Weiterbildung der Form eignet sich insbesondere zur Herstellung von weit geöffneten Speisen, wie beispielsweise für Hohlkegel oder flachgezogene Formen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung nach Patentanspruch 4, ist das erste Formteilen ein Rohr, bei welchem entweder die Querschnitte der Rohröffnungen gleich sind oder der Querschnitt der Rohröffnung zum Einführen des zweiten Teils größer ist als der Querschnitt der anderen Rohröffnung als die Öffnug des zweiten Formteils. Mit dieser Weiterbildung der Formteile, lassen sich durchgehend hohle, an beiden Enden offenen Speisen herstellen.

Die vorteilhafte Vorrichtung kann nach der Weiterbildung nach Patentanspruch 5 dahingehend ausgestaltet sein, dass die Wandung des zweiten Formteils mindestens einen Durchbruch aufweist, um einen direkten Kontakt zum zugarenden Medium herzustellen, was ein gleichmäßiges Ausgaren im Innenraum der Speise ermöglicht. Bei dieser Variante eignet sich beispielsweise ein flüssiges, ein warmluftumspülendes Garmedium oder eine Mikrowelle, wobei dann lediglich ein Garmedium mindestens ein Formteil beheizen kann.

Bei dieser Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung können eine oder mehrere, aneinandergereihte erste Formteile gleichzeitig oder nacheinander auch außerhalb der Vorrichtung gefüllt – und mit einer entsprechenden Anzahl zweiter Formteile zusammengedrückt werden. Die zusammengedrückten Formteile können danach dem entsprechenden Garmedium zugeführt werden. Die ersten und die zweiten Formteile können für die Zeit des Garvorganges mit einer lösbaren Verbindung zusammengehalten werden.

In einer Weiterbildung der Vorrichtung nach Patentanspruch 6, kann im Innenraum des zweiten Formteils eine weitere Heizeinrichtung angeordnet sein. So wird ein zu schnelles Abkühlen des Formteiles verhindert und die Garzeit verkürzt.

In einer nächsten Weiterbildung der Vorrichtung nach Patentanspruch 7, kann das erste Formteil eine weitere Heizeinrichtung erhalten, in dem beispielsweise die erste Heizeinrichtung bereits im Formteil eingegossen ist und eine weitere Heizeinrichtung sich in einem Abstand zum Formteil befindet. Was wiederum eine Beschleunigung des Garungsprozesses und die Herstellung größerer Stückzahlen an Speisen in kürzerer Zeit ermöglicht.

Nach einer Weiterführung der Vorrichtung nach Patentanspruch 8, begrenzt das erste Formteil und das zweite Formteil einen Hohlraum, wobei sich die Formteile im geschlossenen, zusanmengedrückten Zustand befinden und die zu garende Masse über eine Zuleitung durch eine beschriebene Öffnung in den begrenzten Hohlraum der Form gelangt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Patentanspruch 9, können eine oder mehrere Formteile zur Erwärmung nebeneinander in und/oder auf und/oder neben einem Gehäuse lose platziert sein und sich mittels Griffstücke, um ein Verbrennen der Hände zu vermeiden, herausnehmen – und mit dem Selbigen, nach dem diese beispielsweise übereinander geschwenkt wurden, zusammendrücken lassen.

Nach einer Weiterbildung der Vorrichtung kann das nach Patentanspruch 10 zweite Formteil, mit einem Stempel einer Hubvorrichtung verbunden sein, wobei der Stempel über ein Hubgestänge geführt werden kann.

Eine weitere Variante der Vorrichtung wird im Patentanspruch 11 so dargestellt, dass das erste Formteil und das zweite Formteil über ein Drehgelenk miteinander verbunden ist. Wobei die Drehbewegung beispielsweise horizontal oder vertikal ausgeführt werden kann.

Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Patentanspruch 12 ist so ausgestattet, dass die Oberflächen der Formteile eine gleitfähige Schicht und/oder eine Antihaftbeschichtung aufweisen und/oder dass die Wandungen der Formteile aus glattem Edelstahl bestehen.

Die Vorrichtung wird nach Patentanspruch 13 dahingehend weiterentwickelt, dass das rohr- oder rinnenförmige Element an der Öffnung entweder im Gehäuse geführt und/oder mit einer Gehäuseöffnung verbunden ist oder über eine Öffnung unterhalb der Formen im Gehäuseboden ausgestattet ist, um ein Ableiten von überschüssigen Flüssigkeiten und/oder Teigüberschüssen aus dem Gehäuse zu erreichen.

Diese Variante eignet sich jedoch nicht, wenn das Gehäuse der Vorrichtung als dichter Behälter, etwa zur Aufnahme von Frittierfett oder Kochwasser, ausgelegt ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Die Fig. zeigt eine prinzipielle Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen.

Eine Vorrichtung zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen besteht im wesentlichen aus mindestens zwei Formteilen, wobei das erste Formteil als konkav und das zweite Formteil als konvex dargestellt wird. Das erste Formteil weist wenigstens eine verschließbare Öffnung, zum Füllen und/oder zum Entweichen von beim Garen entstehenden Flüssigkeiten und/oder Überschüssen der ungegarten Speise, auf und hat wenigstens eine steuerbare Heizeinrichtung.

In der Fig. ist eine Vorrichtung zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen prinzipiell dargestellt.

In einer Deckplatte 1 eines Gehäuses 2 sind eine oder mehrere Öffnungen 3 angeordnet, von denen aus jeweils ein konkaves Formteil 4 in den Innenraum des Gehäuses 2 ragend auf der Deckplatte 1 aufliegt. Die Wandung des konkaven Formteils 4 weist einen oder mehrere Durchgänge 5 auf, die das Innere des konkaven Formteils 4 mit dem Innenraum des Gehäuses 2 verbinden. In das erste Formteil 4 wird eine vorbestimmte Menge Teig 6 gefüllt. Dies kann vorteilhafterweise mittels einer nicht dargestellten Dosiereinrichtung erfolgen, deren Ausgang in der Öffnung des konkaven Formteils 7 mündet und nach dem Einfüllvorgang weggeschwenkt wird.

In das befüllte, konkave Formteil 4 wird mittels einer Hubvorrichtung 8 ein konvexes Formteil 9 eingeführt, das im Abstand in das konkave Formteil 4 passt, so dass der eingefüllte Teig 6 verdrängt wird und den Raum zwischen den Formteilen 4 und 9 ausfüllt. Einer mit dem konvexen Formteil 9 verbundenen Stopfen 10 verschließt hierbei die Öffnung 7. Überschüssiger Teig 6 und/oder aus dem Teig 6 austretende Flüssigkeit, beispielsweise Wasser oder auch Fett, gelangen durch den Durchgang 5 in den Gehäuseinnenraum, der auf diese Weise als Auffangbehälter dient, wodurch einfachste Entsorgung und Reinigung gegeben sind. Der Durchgang 5 kann auch im Bedarfsfall als Anschluss für eine, nicht dargestellte, Versorgungsleitung für Rohmassen dienen. Der Garprozess erfolgt mittels einer ersten, dass konkave Formteil 4 erwärmenden Heizung 11 und einer zweiten, dass konvexe Formteil 9 erwärmenden Heizung 12. Die erste Heizung 11 ist vorteilhafterweise mit einem, gegen Flüssigkeiten und Gardämpfen geschützten Heizstab ausgestattet und das konkave Formteil 4 umgebend angeordnet. Die zweite Heizung 12 befindet sich im Inneren des konvexe Formteils 9 und kann beliebig ausgeführt sein. Die Energiezufuhr zu den Heizeinrichtungen 11 und 12 erfolgt über eine oder mehrere Regeleinrichtungen 13, wobei die Regeleinrichtung 13 und die erste Heizung 11 starr und die Regeleinrichtung 13 und die zweite Heizung 12 über ein flexibles Kabel 14 verbunden sein können. Um ein ungewolltes Austreten von Massen, etwa bei der Verarbeitung von dünnflüssigen Breien zu vermeiden, kann das konkave Formteil 4, durch einen lößbaren Verschluß 15, verschlossen werden. Vorteilhafterweise sind die mit dem Teig 6 in Kontakt tretenden Flächen des konkaven Formteils 4 und des konvexen Formteils 9 und des Gehäusebodens mit einer Antihaftbeschichtung, beispielsweise aus Polytetrafluorethylen, um sowohl das gegarte Produkt rückstandsfrei aus der Form entnehmen zu können als auch eine einfache Reinigung zu gewährleisten.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Herstellung von hohlkörperförmigen Speisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus mindestens zwei Formteilen besteht, wobei ein erstes Formteil die ungegarte Speise aufnimmt, dass das zweite Formteil in den durch das erste Formteil begrenzten Raum verfahrbar ist, dass der Abstand der Formteile zueinander und damit der verbleibende Hohlraum die Wandungsstärke und/oder Größe der geformten hohlkörperförmigen Speise in Abhängigkeit der Konsistens und/oder der Zusammensetzung und/oder der Dichte und/oder des Garverhaltens der zu formenden Masse/en oder Stücke, bestimmt, dass wenigstens eine verschließbare Öffnung im ersten Formteil zum Füllen und/oder zum Entweichen von beim Garen entstehenden Flüssigkeiten und/oder Überschüssen der ungegarten Speise vorhanden ist und dass wenigstens eine steuerbare Heizeinrichtung mit dem ersten und/oder dem zweiten Formteil gekoppelt oder zugeordnet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung gleichzeitig ein Anschluss für ein rohr- oder rinnenförmiges Element ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Garprozess das erste Formteil durch das zweite Formteil verschlossen ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Formteil ein Rohr ist und dass entweder die Querschnitte der Rohröffnungen gleich sind oder der Querschnitt der Rohröffnung zum Einführen des zweiten Teils größer als der Querschnitt der anderen Rohröffnung als eine Öffnung des zweiten Formteils ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des zweiten Formteils mindestens einen Durchbruch aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Formteil eine Heizvorrichtung angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Formteil eine weitere Heizeinrichtung angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Formteil und das zweite Formteil einen Hohlraum begrenzen und die zu garende Masse über eine Zuleitung durch eine Öffnung in den Hohlraum geleitet wird.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile nebeneinander in und/oder auf und/oder neben einem Gehäuse lose platziert sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Formteil mit einem Stempel einer Hubvorrichtung verbunden ist und dass der Stempel über ein Hubgestänge geführt ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Formteil und das zweite Formteil über ein Drehgelenk miteinander verbunden ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der Formteile eine gleitfähige Schicht und/oder eine Antihaftbeschichtung aufweisen und/oder dass die Wandungen der Formteile aus glattem Edelstahl bestehen.
  13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das rohr- oder rinnenförmige Element an der Öffnung entweder im Gehäuse geführt oder mit einer Gehäuseöffnung verbunden ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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