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Dokumentenidentifikation DE102005030418A1 29.12.2005
Titel Schutzvorrichtung für eine Scheibenbremse
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Möhl, Andreas, Dipl.-Ing., 37351 Dingelstädt, DE;
Wenigmann, Mario, Dipl.-Ing., 34298 Helsa, DE
DE-Anmeldedatum 30.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005030418
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse B60T 1/06
IPC-Nebenklasse F16D 65/02   
Zusammenfassung Eine Schutzvorrichtung für eine an einer Fahrzeugachse (1) angeordnete Scheibenbremse (2) zur Abbremsung eines Fahrzeugrades. Sie enthält eine die Bremsscheibe (5) flankierende Abdeckung (3), welche einen Axialabdeckabschnitt (4) zur Flankierung der Bremsscheibe (5) mit axialem Abstand aufweist und einen mit dem Axialabdeckabschnitt (4) verbundenen Radialabdeckabschnitt (7) zur Flankierung der Bremsscheibe (5) mit radialem Abstand aufweist. Der Radialabdeckabschnitt (7) erstreckt sich in Axialrichtung (8) derart, dass er die Bremsscheibe (5) in Axialrichtung (8) vollständig abdeckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.

Gattungsgemäße Schutzvorrichtungen sind aus EP 1 191 245 A2 und DE 102 41 734 A1 bekannt. Dort enthalten die Schutzvorrichtungen jeweils ein Abdeckblech zum seitlichen Abdecken des nicht durch einen Bremssattel und/oder Bremssattelträger abgedeckten Bereichs einer Scheibenbremse auf. Dieses Abdeckblech weist einen Axialabdeckabschnitt zur Flankierung der Bremsscheibe mit axialem Abstand auf. Mit dem Axialabdeckabschnitt ist ein Radialabdeckabschnitt verbunden, der die Bremsscheibe mit radialem Abstand flankiert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Schutzvorrichtung hinsichtlich ihrer Schutzwirkung gegen Beschädigungen der Scheibenbremse zu verbessern.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß erstreckt sich der Radialabdeckabschnitt in Axialrichtung derart, dass er die Bremsscheibe in Axialrichtung vollständig abdeckt. Hierdurch sind die empfindlichen Bestandteile der Scheibenbremse selbst vor dem Eindringen von feinkörnigem Schüttgut, wie z.B. Sand, Staub auf Baustellen, Kiesgruben oder landwirtschaftlichen Flächen wirksam geschützt. Ein Verschleiß der Scheibenbremsanordnung wird reduziert.

Vorteilhafte Ausführungsformen und bevorzugte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Die Maßnahmen der Ansprüche 2 bis 7 verbessern die mechanische Schutzfunktion der Abdeckung gegen das Eindringen von unerwünschten Partikeln und dergleichen in die Scheibenbremsanordnung zusätzlich.

Anspruch 8 schafft eine raumsparende Anordnung der Abdeckung.

Die Ansprüche 9 bis 14 schlagen kostengünstige und einfache Maßnahmen vor, um eine wirkungsvolle mechanisch stabile Versteifung der Abdeckung zu erreichen.

Gemäß den Ansprüchen 15 bis 21 sind kostensparende Fixiermittel zur Fixierung bzw. Befestigung der Abdeckung an der Scheibenbremsanordnung vorgesehen. Dabei wird die Abdeckung gemäß Anspruch 17 ohne zusätzliche Bauteile mittels mindestens einer Schraube klemmfixiert, welche ohnehin für eine Schraubverbindung an der Scheibenbremsanordnung vorhanden ist.

Die symmetrische Ausgestaltung der Abdeckung gemäß Anspruch 22 unterstützt deren konstruktiv einfach handhabbaren Aufbau.

Vorzugsweise ist die Abdeckung aus einem metallischen Blech hergestellt. Alternativ kann auch ein geeigneter Kunststoff verwendet werden. Die Abdeckung ist vorzugsweise kostengünstig als Umformteil ausgebildet.

Die Erfindung wird anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 Eine perspektivische Ansicht einer Scheibenbremsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Abdeckung,

2 eine weitere perspektivische Ansicht der Scheibenbremsanordnung gemäß 1,

3 eine perspektivische Darstellung der Abdeckung gemäß 1,

4 eine weitere perspektivische Darstellung der Abdeckung gemäß 1,

5 eine perspektivische Darstellung der Scheibenbremsanordnung gemäß 1, jedoch ohne Bremsscheibe.

Die Schutzvorrichtung gemäß 1 für eine an einer Fahrzeugachse 1 angeordneten Scheibenbremse 2 zur Abbremsung eines hier nicht näher dargestellten Fahrzeugrades weist eine Abdeckung 3 auf.

Die Abdeckung 3 weist einen Axialabdeckabschnitt 4 zur Flankierung einer Bremsscheibe 5 mit axialem Abstand auf, wobei der axiale Abstand parallel zu einer Mittellängsachse 6 der Fahrzeugachse 1 verläuft. Der Axialabdeckabschnitt 4 ist mit einem Radialabdeckabschnitt 7 der Abdeckung 3 verbunden ( 3, 4), der die Bremsscheibe 5 mit parallel zur Radialrichtung 21 verlaufendem radialen Abstand flankiert. Der Radialabdeckabschnitt 7 erstreckt sich in Axialrichtung 8 derart, dass er die Bremsscheibe 5 in Axialrichtung 8 vollständig abdeckt und in Axialrichtung 8 über die Bremsscheibe 5 hinaussteht.

Die Bremsscheibe 5 ist mittels einer Nabe 17 an einem Achszapfen 18 der Fahrzeugachse 1 beweglich gelagert (1, 5). An der Nabe 17 sind außerdem Radbolzen 19 zur Lagerung des Fahrzeugrades gehalten, welche auf der der Bremsscheibe 5 axial gegenüberliegenden Seite der Nabe 17 angeordnet sind und in Axialrichtung 8 verlaufen. Mit der Fahrzeugachse 1 ist ein sich quer zur Axialrichtung 8 erstreckender Längslenker 20 verbunden.

In dem in 1 erkennbaren Montagezustand der Abdeckung 3 ist der Axialabdeckabschnitt 4 auf der dem Fahrzeugrad gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe 5 angeordnet.

Der Radialabdeckabschnitt 7 weist in einer Umfangsrichtung 9 einen kreisbogenförmigen Querschnitt bezüglich einer quer zur Axialrichtung 8 angeordneten Querschnittsebene auf. Dabei erstreckt sich das Bogenmaß des Radialabdeckabschnittes 7 in einem Winkel von etwa 180° oder etwas geringer als 180°. Das Bogenmaß der Abdeckung 3 ist mit der Scheibenbremsanordnung derart abgestimmt, dass ihre in Umfangsrichtung 9 einander gegenüberliegenden Abdeckungsfreienden 10 im Montagezustand einen der Bremsscheibe 5 zugeordneten Bremssattel 14 flankieren (1, 5).

In 3 und 4 ist gut erkennbar, dass der Axialabdeckabschnitt 4 im wesentlichen in einer einzigen Ebene einliegt. Diese Ebene verläuft im Montagezustand der Abdeckung 3 quer zur Axialrichtung 8 und parallel zur Radialrichtung 21. Im Verbindungsbereich zwischen Axialabdeckabschnitt 4 und Radialabdeckabschnitt 7 sind insgesamt vier Sicken 11 angeordnet, die in Umfangsrichtung 9 voneinander beabstandet sind. Die in den Zeichnungen nicht sichtbare erhabene Seite der Sicken 11 ist an der der Bremsscheibe 5 im Montagezustand zugewandten Innenseite der Abdeckung 3 angeordnet. Die Sicken 11 bewirken eine mechanisch stabilisierende Versteifung der Abdeckung 3.

Für eine zusätzliche Versteifung der Abdeckung 3 weist deren Axialabdeckabschnitt 4 eine Abschnitts-Sicke 12 auf. Die erhabene Seite der Abschnitts-Sicke 12 ist an der der Bremsscheibe 5 im Montagezustand abgewandten Außenseite des Axialabdeckabschnittes 4 angeordnet. Die Abschnitts-Sicke 12 ist konzentrisch zum bogenförmigen Querschnitt des Radialabdeckabschnittes 7 angeordnet.

Die Abdeckung weist insgesamt vier Fixierlöcher 13 zu ihrer Fixierung im Montagezustand auf (3, 4). Im Montagezustand liegt die Abdeckung 3 an der Scheibenbremsanordnung derart an, dass die Fixierlöcher 13 jeweils mit einem Innengewinde der Scheibenbremsanordnung (vorzugsweise mit einem Innengewinde des Bremssattels 14) fluchten. Jedes dieser Innengewinde wirkt mit einer Befestigungsschraube 15 zusammen. Nach ihrer Montage bewirken die Befestigungsschrauben 15 ohne zusätzliche Bauteile eine stabile Klemmfixierung der Abdeckung 3 zwischen den Schraubenköpfen und der Scheibenbremse 2 bzw. dem Bremssattel 14 (2).

Die Fixierlöcher 13 durchsetzen zwei Fixierstege 16, welche von dem Axialabdeckabschnitt 4 abstehen. Die Fixierstege 16 sind in derselben Ebene wie der Axialabdeckabschnitt 4 angeordnet. Dabei sind die Fixierstege 16 jeweils im Bereich eines Abdeckungsfreiendes 10 positioniert.

Bezüglich einer parallel zur Radialrichtung 21 der Bremsscheibe 5 bzw. quer zur Axialrichtung 8 verlaufenden Symmetrieachse ist die Abdeckung 3 spiegelsymmetrisch ausgestaltet.


Anspruch[de]
  1. Schutzvorrichtung für eine an einer Fahrzeugachse (1) angeordneten Scheibenbremse (2) zur Abbremsung eines Fahrzeugrades, mit einer die Bremsscheibe (5) flankierenden Abdeckung (3), welche

    – einen Axialabdeckabschnitt (4) zur Flankierung der Bremsscheibe (5) mit axialem Abstand aufweist und

    – einen mit dem Axialabdeckabschnitt (4) verbundenen Radialabdeckabschnitt (7) zur Flankierung der Bremsscheibe (5) mit radialem Abstand aufweist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    der Radialabdeckabschnitt (7) sich in Axialrichtung (8) derart erstreckt, dass er die Bremsscheibe (5) in Axialrichtung (8) vollständig abdeckt.
  2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radialabdeckabschnitt (7) in Axialrichtung (8) über die Bremsscheibe (5) hinaussteht.
  3. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialabdeckabschnitt (4) im Montagezustand auf der dem Fahrzeugrad gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe (5) angeordnet ist.
  4. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Radialabdeckabschnitt (7) in einer Umfangsrichtung (9) einen bogenförmigen, insbesondere kreisbogenförmigen, Querschnitt bezüglich einer quer zur Axialrichtung (8) angeordneten Querschnittsebene aufweist.
  5. Schutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abdeckung (3) in Umfangsrichtung (9) entlang eines Bogenmaßes von über 90° erstreckt.
  6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abdeckung (3) in Umfangsrichtung (9) entlang eines Bogenmaßes von etwa 180° erstreckt.
  7. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abdeckung (3) in Umfangsrichtung (9) derart erstreckt, dass ihre in Umfangsrichtung (9) einander gegenüberliegenden Abdeckungsfreienden (10) im Montagezustand einen der Bremsscheibe (5) zugeordneten Bremssattel (14) flankieren.
  8. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialabdeckabschnitt (4) im Wesentlichen in einer Ebene einliegt.
  9. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungsbereich zwischen Axialabdeckabschnitt (4) und Radialabdeckabschnitt (7) mindestens eine Sicke (11) angeordnet ist.
  10. Schutzvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabene Seite der Sicke (11) an der der Bremsscheibe (5) im Montagezustand zugewandten Innenseite der Abdeckung (3) angeordnet ist.
  11. Schutzvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich mehrere Sicken (11) aufweist, welche in Umfangsrichtung (9) voneinander beabstandet sind.
  12. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialabdeckabschnitt (4) mindestens eine Abschnitts-Sicke (12) aufweist.
  13. Schutzvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabene Seite der Abschnitts-Sicke (12) an der der Bremsscheibe (5) im Montagezustand abgewandten Außenseite der Abdeckung (3) angeordnet ist.
  14. Schutzvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitts-Sicke (12) konzentrisch zum bogenförmigen Querschnitt des Radialabdeckabschnittes (7) angeordnet ist.
  15. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) Mittel (13) zu ihrer Fixierung im Montagezustand aufweist.
  16. Schutzvorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch mindestens ein die Abdeckung (3) durchsetzendes Fixierloch (13) als Fixiermittel.
  17. Schutzvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierloch (13) an der Abdeckung (3) derart angeordnet ist, dass es im Montagezustand an einem Gewinde einer Schraubverbindung (15) für die Scheibenbremse (2) anliegt und mit diesem Gewinde fluchtet.
  18. Schutzvorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierloch (13) einen von dem Axialabdeckabschnitt (4) abstehenden Fixiersteg (16) durchsetzt.
  19. Schutzvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixiersteg (16) in derselben Ebene wie der Axialabdeckabschnitt (4) angeordnet ist.
  20. Schutzvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixiersteg (16) im Bereich eines Abdeckungsfreiendes (10) angeordnet ist.
  21. Schutzvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) zwei Fixierstege (16) aufweist, welche jeweils im Bereich eines Abdeckungsfreiendes (10) angeordnet sind.
  22. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) bezüglich einer parallel zur Radialrichtung (21) verlaufenden Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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