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Dokumentenidentifikation DE202005013781U1 29.12.2005
Titel Transportbehälter für den Versand von Proben aus der medizinischen und tiermedizinischen Diagnostik
Anmelder Külps, Heinz-Jürgen, Dr., 55278 Dalheim, DE;
Gellermann, Siegfried T., 55124 Mainz, DE
DE-Aktenzeichen 202005013781
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.12.2005
Registration date 24.11.2005
Application date from patent application 01.09.2005
IPC-Hauptklasse A61J 1/10
IPC-Nebenklasse B65D 30/22   B65D 65/38   B65D 65/28   

Beschreibung[de]
Zusammenfassung:

Sicherheitsbehältnis für den Transport von Proben aus dem medizinisch, tiermedizinisch diagnostischen Bereich, der im Auslieferungszustand aus zwei Beuteln besteht, die über eine Perforation verbunden sind; dadurch gekennzeichnet, dass in einen Beutel Taschen so eingearbeitet sind, dass auf der einen Seite Probebehälter eingesteckt werden können und auf der anderen Seite Aufsaugmaterial eingefüllt ist und der Beutel auf der Seite der Probenbehälter durch einen Verschluss dicht verschlossen werden kann. Der zweite Beutel kann an der Unterseite des ersten Beutels durch eine Perforation getrennt werden und den verschlossenen ersten Beutel mit den Proben aufnehmen, wobei der zweite Beutel ebenfalls durch einen Verschluss dicht verschlossen wird.

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein beutelförmiges Behältnis für die Aufbewahrung und den Versand von Proben aus der Medizin und Tiermedizin.

In der medizinischen/tiermedizinischen Diagnostik werden in zunehmendem Maße Proben von Körperflüssigkeiten und Organen entnommen, die zur weiteren Untersuchung an spezialisierte Laboratorien geschickt werden. An diese Transporte werden aus infektionspräventiver Sicht hohe Anforderungen gestellt.

Um ein mögliches Risiko zu begrenzen, müssen daher auch an die Transportbehältnisse hohe Anforderungen gestellt werden. Die internationalen Transportvorschriften schreiben Mindestanforderungen für den Aufbau und die Zusammensetzung der Transportbehältnisse für diese medizinischen/tiermedizinischen Materialien vor. Danach sind für den sicheren Transport dieser Proben fünf verschiedene Packmittel notwendig. Das Zusammenfügen dieser Packmittel zum sicheren Transport stellt einen erheblichen Aufwand an Zeit und Material dar. Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, dass durch fehlerhaftes Verpacken, die Sicherheit beim Transport vermindert wird.

Um diese Gefahr zu vermindern, ist in der Gebrauchsmusterschrift DE 20303981 U1 ein doppelwandiger Tank beschrieben, der aber nur zur Aufnahme von Abfällen aus dem klinischen und medizinischen Bereich dient. In ihm soll aber offenbar nur jeweils ein Probenbehälter mit medizinischem Material entsorgt werden. Andere Transportbehältnisse, wie sie in DE A2 722621 und DE A3 545 768 beschrieben werden, haben den Nachteil, dass in ihnen das notwendige Aufsaugmaterial zusätzlich eingefüllt werden muss.

Der hier vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu Grunde, die verschiedenen Packmittel in einem Behältnis zusammen zu fassen.

Das Behältnis und das Aufsaugmaterial sind fest in einer Einheit integriert. Daher kann das Aufsaugmaterial nicht vergessen werden. In dieses Behältnis sind mehrere Taschen eingearbeitet, so dass auch mehrere Probenbehälter mit medizinischem/tiermedizinischem Material eingesetzt werden können, ohne sich zu berühren.

Das beutelförmige Behältnis wird nach Einsetzen der Probenbehälter dicht verschlossen. Anschließend wird es in ein zweites beutelförmiges Behältnis, das Sicherheitsbehältnis, gesetzt, das vorher durch eine Perforation mit dem ersten beutelförmigen Behältnis verbunden war. Durch Verschließen dieses Sicherheitsbehältnisses ist der Verpackungsvorgang abgeschlossen. Auf diese Weise erfüllt der Transportbehälter die notwendigen internationalen Transportvorschriften.

Die Erfindung besteht aus zwei beutelförmigen Behältnissen, die aus Kunststoff gefertigt sind, vorzugsweise aus Polyethylen. Es können aber auch je nach Bedarf andere Kunststoffe oder Verbundmaterialien zum Einsatz kommen.

In der Zeichnung ist eine Ausführung des Tranportbehältnisses dargestellt (1).

Das Transportbehältnis besteht aus zwei Beuteln (1, 2), die durch eine Perforation (3) miteinander verbunden sind. Der erste Beutel (1) dient als Probenbehältnis, der zweite (2) wird als Sicherheitsbehältnis eingesetzt.

Das Probenbehältnis ist an seiner Vorderkante (4) offen und in der Mitte in der Weise unterteilt, dass zu beiden Seiten jeweils ein oberer und ein unterer Halbraum mit Taschen gebildet wird (5, 6). Eine Verbindung zwischen den Halbräumen besteht nicht. In den unteren Halbraum (6) wird ein Aufsaugmittel eingefüllt, das ein Vielfaches der maximalen transportierbaren Flüssigkeiten aufnehmen und gleichzeitig antiseptische Wirkung besitzen kann. Dieses Aufsaugmittel füllt den Halbraum und die Taschen teilweise.

Der Halbraum (5), der zur Vorderkante hin offen ist, dient zur Aufnahme der Probenbehälter, die in der Weise eingesetzt werden, dass sich zwischen den Probenbehältern immer eine Tasche von der Gegenseite mit dem Granulat befindet. Der Halbraum besitzt an seiner Vorderkante eine Lasche (7) mit der das Probenbehältnis dicht verschlossen wird.

Das Sicherheitsbehältnis (2) ist an seiner Vorderkante offen und mit einer Lasche (8) versehen. Auf dieser Lasche ist eine Verschlussmöglichkeit, wie zum Beispiel ein Klebestreifen (9), angebracht.

Das Probebenhältnis wird an der Vorderkante geöffnet. Von dort werden die Probengefäße in die einzelnen Taschen eingesetzt. Anschließend wird das Behältnis mit der Verschlussvorrichtung dicht verschlossen.

Nun wird das Sicherheitsbehältnis von dem Probenbehältnis an der Perforation getrennt und das Probenbehältnis in das Sicherheitsbehältnis eingesetzt. Zum Schluss wird das Sicherheitsbehältnis verschlossen.

Der Beutelförmiges Behältnis ist nun in geeigneten Aussenverpackungen für den Transport bereit.


Anspruch[de]
  1. Transportbehälter für den Transport diagnostischer Proben aus dem medizinischen und tiermedizinischen Bereich dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter aus zwei beutelförmigen Behältnissen besteht, die im unbenutzten Zustand zusammenhängen und durch eine Perforation getrennt werden können,
  2. Beutelförmiges Behältnis nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet dass dass in dem einem beutelförmigen Behältnis Taschen in der Weise eingearbeitet sind, dass zwischen den Taschen und am Ende dieser Taschen ein Raum zur Aufnahme des Aufsaugmaterials geschaffen wird und dieser Raum verschlossen ist, so dass das Aufsaugmaterial nicht auslaufen kann.
  3. Beutelförmiges Behältnis nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet dass zur anderen Seite hin die Taschen offen sind und mit Probenträgern, wie z.B. Küvetten, Reagenzgläsern, Probenröhrchen, bestückt werden können. Sie sind außerdem etwas vom Beutelrand versetzt sodass die Taschen insgesamt dicht verschlossen werden können.
  4. Beutelförmiges Behältnis nach Anspruch 1–3 dadurch gekennzeichnet dass, das beutelförmige Behältnis Kunststoffen oder Verbundstoffen besteht
  5. Beutelförmiges Behältnis nach Anspruch 1–4 dadurch gekennzeichnet dass, das Aufsaugmaterial als Pulver, Granulat oder Flies eingefüllt wird
  6. Beutelförmiges Behältnis nach Anspruch 1–5 dadurch gekennzeichnet dass, das Aufsaugmaterial auch antiseptische Eigenschaften besitzen kann.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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