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Dokumentenidentifikation DE202005014101U1 29.12.2005
Titel Fußpflegemittel und Wundauflagen (Pharmazeutika, Pflege- und Hygienemittel, Wundtherapeutika) mit Oreganoöl bzw. Oreganoprodukte (Tinktur, Extrakt, Oreganowasser und Oreganoessenz) für Fußpflege, Wundtherapie und Infektionsprophylaxie
Anmelder Öktem, Alper, Dr. med., 33617 Bielefeld, DE
DE-Aktenzeichen 202005014101
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.12.2005
Registration date 24.11.2005
Application date from patent application 08.09.2005
IPC-Hauptklasse A61K 35/78
IPC-Nebenklasse A61P 17/02   

Beschreibung[de]
Bezeichnung

Die Erfindung betrifft Fußpflegemittel und Wundauflagen (Pharmazeutika, Pflege- und Hygienemittel, Wundtherapeutika) mit Oreganoöl bzw. Oreganoprodukte (Tinktur, Extrakt, Oreganowasser und Oreganoessenz) für Fußpflege, Wundtherapie und Infektionsprophylaxie.

Beschreibung

Die Erfindung betrifft die Zuführung bzw. Integration des Oreganoöls bzw. Oreganoprodukte (Tinktur, Extrakt, Oreganowasser und Oreganoessenz) in die Zubereitungen (Pharmazeutika, Pflege- und Hygienemittel, Wundtherapeutika) für Fußpflege und Wundtherapie zwecks antiinfektive Prophylaxe.

Durch den Stand der Wissenschaft ist bekannt:

Die antimikrobielle Wirkung des Oregano-Öls mit der Hauptkomponente Carvacrol gegen mehrere Bakterien und Pilze, u.a. Staphylokokken sowie MRSA, E.coli, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus pneumoniae, Corynebacterium xerosis, A. niger, Candida albicans ist bekannt.

(Gebrauchsmuster Nr. 20 2004 015 396.3 vom Anmelder.

"Oregano", edited by Spiridon E. Kintzios, Kapitel 4, Taylor & Francis.

D. Horne et al.: Antimicrobial Effects of essential Oils on Streptococcus pneumoniae, J. Essent. Oil Res.,13 (September/October 2001) : 387–392 Lacoste et al : Antiseptic properties of Lippia sidoides Cham. Application to the cuteneous microflora. Ann Pharm Fr 1996;54 (5):228-30"

Manohar et al.: Antifungal activities of origanum oil against Candida albicans. Molecular and Cellular Biochemistry 2001; Vol. 228 (1/2): p: 111–117)

a) Fußpflege: Der diabetische Fuß entwickelt sich durch Durchblutungsstörungen und Neuropathie. Die Haut des diabetischen Fußes ist wundanfällig. Das wesentliche Problem entsteht dann durch die Infizierung der Druckstellen, Hautrisse und Wunden. Die infizierten Wunden sind schwer behandelbar. Sie greifen auf die tiefer gelegenen Schichten bis zum Knochen über und sie müssen häufig (teil)amputiert werden.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass der (professionelle) pflegebedürftige diabetische Fuß mit oder ohne Wunden/Druckstellen zugleich in höchstem Maße infektionsgefährdet ist. S. aureus – einschließlich MRSA –, E. coli Streptokokken und P. aeruginosa machen dabei einen Großteil der pathogenen Keime aus, die an diabetischen Füßen festgestellt werden. Es handelt sich dabei um die Anflugsflora.

Dieses Problem wird mit der Zuführung bzw. Integration des Oreganoöls bzw. o.e. Oreganoprodukte in die Fußpflegemittel (Cremeschaum, Creme, Balsam, Salben) gelöst. Durch das Oreganoöl bzw. Oreganoprodukte wird die Fußpflege mit einer antiinfektiven Prophylaxe verbunden.

Das Oreganoöl bzw. entsprechende Oreganoprodukte bieten Schutz gegen die Infizierung von Wunden bzw. gegen die Kolonisation an der noch nicht verwundeten Haut beim diabetischen Fuß durch die Unterdrückung der Anflugsflora.

b) Wundtherapie: Die feuchte Wundtherapie mit Wundauflagen hat bei der Behandlung der (Problem)wunden eine große Bedeutung.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass die feuchte Wundbehandlung mit Wundauflagen neben der Wundheilung auch das Bakterienwachstum fördert. Lokale Antibiotika sind keine Lösung, da diese die Wundheilung hemmen. (Deutsches Ärzteblatt, 11. Juni 2004, 5.1410).

Dieses Problem wird mit der Zuführung bzw. Integration des Oreganoöls bzw. Oreganoprodukte in die Wundauflagen gelöst. Durch das Oreganoöl bzw. Oreganoprodukte wird die feuchte Wundheilung mit einer antiinfektiven Prophylaxe verbunden.

Oreganoöl bzw. entsprechende Oreganoprodukte bieten sich als lokale Antiinfektiva bei der feuchten Wundtherapie an, da sie das Bakterienwachstum verhindern ohne die Wundheilung zu hemmen.

Ausführungsbeispiele:

  • 1) Creme oder Cremeschaum mit 10 % Urea und 10% Oreganoöl bzw. 20 % Oreganoextrakt.
  • 2) Balsam oder Salbe mit 10 % Oreganoöl bzw. 20 % Oreganoextrakt.
  • 3) Wundfolien und Schaumstoffe, die in ihrer Konstruktion Oregaoöl bzw. Oreganoextrakt beinhalten.
  • 4) Hydrokolloidverbände, in denen Oreganoöl bzw. Oreganoextrakt eingelagert ist.
  • 5) Hydrogele mit eingelagertem Oreganoöl bzw. Oreganoextrakt.


Anspruch[de]
  1. Fußpflegemittel und Wundauflagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Cremes, Cremeschäume, Salben, Balsame und interaktive Wundauflagen Oreganoöl bzw. Oreganoprodukte enthalten.
  2. Mittel und Auflagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie weniger bzw. bis zu 50 % Oreganoöl bzw. Oreganotinktur oder 90 % Oreganowasser bzw. Oreganoextrakt aufweisen.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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