Die Erfindung betrifft eine Matte mit der Funktion zur Temperaturregulation,
insbesondere einen Temperaturregler, mit dessen Hilfe eine doppelseitige Einstellung
der Temperatur der Matte auf einen physiologisch günstigen Bereich möglich ist und
der bei Autositzkissen, Schlafunterlagen, Schlafsäcken, Matratzen, Rückenpolstern,
Kopfkissen, Sofas, Sitzmöbeln, usw. zum Einsatz kommt.
Aus TW 418787, CN ZL98248912.9, CN ZL00224803.4, CN ZL00243381.8 und
CN1522628A sind verschiedene Matten mit der Funktion zur Temperaturregulation bekannt,
die alle jedoch die folgenden Nachteile aufweisen: große Abmessungen, großen Lärm,
komplizierte Konfiguration, benutzerunfreundlichen Auf- und Abbau sowie schwierige
Reinigung. Beim Kühlvorgang entsteht leicht Kondenswasser, das durch die Matte durchdringt.
Außerdem erfolgt die Wärme-/Kälteerzeugung zu langsam. Daher wird eine erwünschte
Temperatur häufig nicht schnell oder sogar nicht erreicht. Insbesondere sind die
oben erwähnten Matten für den Einsatz bei Autositzkissen und Rücklehnen ungeeignet.
Durch die Erfindung wird eine Matte mit der Funktion zur Temperaturregulation
geschaffen, die eine Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung, einen Anschlussschlauch
und eine innen mit einer Rücklaufleitung versehene Matte aufweist. Die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
umfasst einen zur Wärme-/Kälteerzeugung dienenden Temperaturunterschied-Halbleiterchip,
ein temperaturleitfähiges Element, einen Ventilator, eine Heiz-/Kühleinheit, einen
Flüssigkeitskasten und eine Hydraulikpumpe, wodurch sich ein Luftkühlungssystem
bildet. Außerdem sind die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung und die Matte über den
Anschlussschlauch zu einem Umlaufkanal zusammenfügbar. Durch den Austausch des positiven
und des negativen Pols der Gleichspannung erzeugt der Temperaturunterschied-Halbleiterchip
die Wärme/Kälte. Durch das Luftkühlungssystem wird der Wärme-/Kälteerzeugungsvorgang
beschleunigt, was eine wirksame Einstellung der Temperatur auf einen physiologisch
günstigen Bereich bewirkt. Hierdurch ergibt sich eine Steigerung des Wirkungsgrads
der Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung.
Die Erfindung weist insbesondere die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
auf. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Im Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Funktionsweise der Erfindung
anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der beigefügten Zeichnungen näher
erläutert werden. Es zeigen:
1 eine perspektivische Zeichnung eines
Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
2 eine perspektivische Zeichnung einer
erfindungsgemäßen Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung gemäß 1;
3 eine perspektivische Explosionszeichnung
der erfindungsgemäßen Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung gemäß 1;
4 eine perspektivische, detaillierte
Explosionszeichnung der erfindungsgemäßen Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung gemäß
3; und
5 einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße
Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung.
Bezugnehmend auf 1 weist eine erfindungsgemäße
Matte mit der Funktion zur Temperaturregulation eine Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1, einen Anschlussschlauch 2 und eine Matte 3 auf. Aus
2 bis 4 ist
ersichtlich, dass die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung 1 einen die Wärme-/Kälteerzeugung
bewirkenden Temperaturunterschied-Halbleiterchip 10, ein temperaturleitfähiges
Element 11, einen Ventilator 12, eine Heiz-/Kühleinheit
13, einen Flüssigkeitskasten 14, eine Hydraulikpumpe
15 und eine Leiterplatte 16 umfasst, die alle von einem aus einem
Ober- und einem Unterabschnitt 171, 172 bestehenden Gehäuse
17 umschlossen sind. Der Flüssigkeitskasten 14, die Hydraulikpumpe
15 und das temperaturleitfähige Element 11 sind über den Anschlussschlauch
2 mit einer im Inneren der Matte 3 befindlichen Rücklaufleitung
31 verbunden, wodurch sich ein Umlaufkanal bildet. Hierzu ist darauf hinzuweisen,
dass die Anordnung der Rücklaufleitung 31 unbeschränkt ist. Das temperaturleitfähige
Element 11 ist als Metallrohr gewisser Länge ausgebildet, das innen mit
einer Mehrzahl von Flüssigkeitskanälen 111 versehen ist, die hintereinander
oder parallel zueinander verbunden sind. Ein Temperaturunterschied-Halbleiterchip
10 ist jeweils an der oberen und der unteren Seite des temperaturleitfähigen
Elements 11 angebracht. Die Heiz-/Kühleinheit 13 umschließt die
längliche Seite des Temperaturunterschied-Halbleiterchips 10. Die Heiz-/Kühleinheit
13 weist eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Kühlplatten
131 auf. Der Ventilator 12 ist an einer den Kühlplatten
131 zugewandten Seite der Heiz-/Kühleinheit 13 angebracht. Der
Ventilator 12 erlaubt eine zuverlässige Luftzufuhr zur Heiz-/Kühleinheit
13, wobei die Luftströmung durch Spalte zwischen den Kühlplatten
131 führt, um eine effektive Luftkühlung zu ermöglichen. Eine nicht näher
dargestellte Gleichstromleistung zusammen mit der Leiterplatte 16 steuert
die Aktivierung des Temperaturunterschied-Halbleiterchips 10, der Hydraulikpumpe
15 und des Ventilators 12. Auf dem temperaturleitfähigen Element
11 kann ein nicht näher dargestellter Temperaturfühler
installiert werden, der mit der Leiterplatte 16 in Verbindung steht, um
den Betrieb der Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung 1 derart zu steuern,
dass die Temperatur der Matte 3 in einen physiologisch günstigen Bereich
gehalten wird.
Die Heiz-/Kühleinheit 13 ist aus einem oder mehreren Stücken
von Kupfer oder Aluminium hergestellt. Außerdem sind eine oder beide längliche Seiten
der Heiz-/Kühleinheit 13 mit den Kühlplatten 131 versehen.
Der Anschlussschlauch 2 ist als einstückig ausgebildeter
Doppelschlauch ausgeführt. Außerdem kann er aus Wärmedämmstoff bestehen.
Das temperaturleitfähige Element 11 ist innen mit einer Mehrzahl
von Flüssigkeitskanälen 111 versehen, die hintereinander oder parallel
zueinander verbunden sind. Das temperaturleitfähige Element 11 ist an einer
oder beiden Seiten mit einem Wassereinlauf 112 und einem Wasserauslauf
113 versehen. Auf diese Weise kann die Flüssigkeit über die Hydraulikpumpe
15 aus dem Flüssigkeitskasten 14 herausgepumpt werden, wobei die
herausgepumpte Flüssigkeit durch den Wassereinlauf 112 in die Flüssigkeitskanäle
111 des temperaturleitfähigen Elements 11 eintritt und dann durch
den Wasserauslauf 113 aus dem temperaturleitfähigen Element 11
austritt.
Das Herstellungsmaterial der Matte 3 ist nicht zwingend.
Je nach Anwendungsfall kann sie aus Material bestehen, das wasserdicht, öldicht
und antibiotisch ist sowie magnetische Behandlung, Massage und ferne Infrarotstrahlung
bewirkt. Es kann aber auch nur eine der oben erwähnten Funktionen besitzen oder
über eine übliche Funktion verfügen. Beispielsweise kann die Matte 3 als
Sitzkissen aus Schaumstoff ausgeführt sein. Die Anordnung der innerhalb der Matte
3 befindlichen Rücklaufleitung 31 ist nicht zwingend. Die Rücklaufleitung
31 ist als ein oder mehrere Schläuche ausgeführt, die so ausgebildet sind,
wie in 1 dargestellt ist . Ist die Matte
3 als Autositzkissen ausgeführt, kann die Rücklaufleitung 31 zunächst
im Schaum-, Schmelz-, Kleb- oder Nähverfahren einstückig mit der Matte
3 verbunden und dann außen an den Anschlussschlauch 2 angeschlossen
sein. Hierdurch ergibt sich eine benutzerfreundliche Anwendung.
Die Leiterplatte 16 weist eine Steuerkonsole auf oder ist
mit einem nicht näher dargestellten Steuergerät versehen, mit dem eine einfache
Steuerung erzielt wird. Das Steuergerät kann in drahtgebundener Weise eine Steuerung
oder in drahtloser Weise eine Fernsteuerung ausführen. Die Fernsteuerung erfolgt
durch eine Bluetooth-Technologie, ein Infrarot-Fernschaltgerät. Auf diese Weise
werden die Aufgaben von Einschaltung, Ausschaltung, Kühlen, Heizen, Temperaturreglung,
Temperaturanzeige und Zeitschalter erfüllt. Alternative dazu kann ein Drehknopfschalter
oder Gangschalter Verwendung finden, mit dessen Hilfe die Wärme-/Kälteerzeugung
und Leistung einstellbar sind.
Je nach Anwendungsfall der Matte 3 kann die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 entweder die Wärme- oder Kälteerzeugung durchführen. Wird der Autositzkissen
in der subtropischen Zone verwendet, dann kann die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 nur die Aufgabe der Kälteerzeugung erfüllen, um die Herstellungskosten
zu reduzieren. Die Matte 3 ist als Sitzkissen, Bettdecke, Schlafunterlage,
Autositz, Taillenpolster oder Halspolster ausgeführt. Die Matte 3 kann
aber auch separat ausgeführt sein und an einer ursprünglichen Unterlage angebracht.
Es wäre auch eine Konstruktion denkbar, die einstückig mit einem Bettgestell, Nachttisch,
Sofa, Autositz, einer Rücklehne oder Kopfstütze verbunden ist.
Die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung 1 kann mit einer oder
mehreren Matten 3 zusammenwirken. In einem Umlaufkanal, der von einem Flüssigkeitskasten
14, einer Hydraulikpumpe 15, einem temperaturleitfähigen Element
11, einem Anschlussschlauch 2 und einer Matte 3 gebildet
ist, steht eine gewisse Menge von Flüssigkeit zur Verfügung.
In der erfindungsgemäßen Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 ist ein nicht näher dargestellter Temperaturfühler vorgesehen, der auf
der Rücklaufleitung 31 aufliegt, die von der Heiz-/Kühleinheit
13, dem temperaturleitfähigen Element 11, dem Flüssigkeitskasten
14, dem Anschlussschlauch 2 und der Matte 3 gebildet
ist.
Beim Gebrauch wird die Flüssigkeit mithilfe der Hydraulikpumpe
15 aus dem Flüssigkeitskasten 14 herausgepumpt. Die Flüssigkeit
dient als wärmeleitendes Mittel wie Wasser. Sie tritt durch ein Zuleitungsrohr
141 und den Wassereinlauf 112 in das temperaturleitfähige Element
11 ein. Wird die Flüssigkeit durch die Flüssigkeitskanäle 111
des temperaturleitfähigen Elements 11 geführt, wird die vom Temperaturunterschied-Halbleiterchip
10 erzeugte Wärme/Kälte auf das temperaturleitfähige Element
11 und die Flüssigkeit übertragen. Nachdem die Flüssigkeit die im Inneren
des temperaturleitfähigen Elements 11 befindliche Wärme/Kälte aufnimmt,
tritt sie aus dem Wasserauslauf 113 aus und gelangt dann über einen ersten
Mattenschlauch 21 in die Rücklaufleitung 31 der Matte
3. Danach fließt die Flüssigkeit aus einem zweiten Mattenschlauch
22 heraus und tritt dann über ein Rücklaufrohr 142 in den Flüssigkeitskasten
14 ein. Hierdurch bildet sich ein Umlaufkanal. Außerdem wird die Veränderung
der Temperatur der Matte 3 realisiert.
Führt die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung 1 die Kälteerzeugung
aus, muss die vom Temperaturunterschied-Halbleiterchip 10 erzeugte Wärmeenergie
mithilfe des Ventilators 12 und der Heiz-/Kühleinheit 13 abgeführt
werden, um eine erwünschte Kühlwirkung zu erzielen. Führt die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 die Wärmeerzeugung aus, muss hingegen die vom Temperaturunterschied-Halbleiterchip
10 erzeugte Kühlquelle abgeführt werden.
Der Anschlussschlauch 2 kann als Doppelschlauch aus Wärmedämmstoff
integral ausgebildet sein, um ein erhöhtes Wärmehaltevermögen zu ermöglichen. Beim
Kühlvorgang entsteht kein Kondenswasser, was für eine optimale Kühlung/Heizung sorgt.
Der aus dem ersten und dem zweiten Mattenschlauch 21, 22 bestehende
Anschlussschlauch 2 kann jeweils über eine Muffe 18 mit der Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 verbunden sein.
Durch den Austausch des positiven und des negativen Pols der Gleichspannung
erzeugt der Temperaturunterschied-Halbleiterchip 10 die Wärme/Kälte. Durch
das Luftkühlungssystem, das vom temperaturleitfähigen Element 11, Ventilator
12 und der Heiz-/Kühleinheit 13 gebildet ist, wird der Wärme-/Kälteerzeugungsvorgang
beschleunigt, was eine wirksame Einstellung der Temperatur auf einen physiologisch
günstigen Bereich bewirkt. Außerdem weist die Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
1 eine einfache Konfiguration, eine kleine Baugröße und einen leichten
Auf- und Abbau auf.
1- Wärme-/Kälteerzeugungsvorrichtung
10- Temperaturunterschied-Halbleiterchip
11- temperaturleitfähiges Element
111- Flüssigkeitskanal
112- Wassereinlauf
113- Wasserauslauf
12- Ventilator
13- Heiz-/Kühleinheit
131- Kühlplatten
14- Flüssigkeitskasten
141- Zuleitungsrohr
142- Rücklaufrohr
15- Hydraulikpumpe
16- Leiterplatte
17- Gehäuse
171- Oberabschnitt
172- Unterabschnitt
18- Muffe
2- Anschlussschlauch
21- erster Mattenschlauch
22- zweiter Mattenschlauch
3- Matte
31- Rücklaufleitung