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Dokumentenidentifikation DE202005014955U1 29.12.2005
Titel Gefäßflöte (Okarina) aus einem Blockflötenkopf gefertigt und mit einem verschiebbaren Zapfen fein- und umstimmbar
Anmelder Voß, Richard, 91325 Adelsdorf, DE
DE-Aktenzeichen 202005014955
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.12.2005
Registration date 24.11.2005
Application date from patent application 22.09.2005
IPC-Hauptklasse G10D 7/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Gefäßflöten, auch gedackte Flöten oder Okarinas genannt, deren Herstellung durch Umgestaltung von im Handel erhältlichen Kopfstücken von Blockflöten erfolgt, mit wenigstens vier, höchstens sechs exakt gestimmten Grifflöchern, auf denen wenigstens die Töne einer diatonischen Tonleiter im Umfang einer Oktave (z. B. c' bis c'') und zusätzliche Halbtöne (z. B. fis', gis' und ais') gespielt werden können und deren Grundtöne durch einen beweglichen Zapfen fein gestimmt und bis um einen Ganzton umgestimmt werden können.

Stand der Technik:

Flöten zählen zu den ältesten Musikinstrumenten. Die ältesten bekannten Exemplare sind ca. 35.000 Jahre alt. Neben einröhrigen Längsflöten (Obertonflöten, Kerbflöten, Blockflöten, Querflöten) und mehrröhrigen Längsflöten (Panflöten) sind in verschiedenen Kulturen (Asien, Polynesien, Südamerika, Europa) auch Gefäßflöten bekannt.

Im Gegensatz zu den Längsflöten, die unten offen sind, weisen Gefäßflöten einen geschlossenen Resonanzraum auf, weshalb sie häufig aus hohlen Schalen von Früchten, Nüssen und Schalentieren (Kalebassen, Kokosnussschalen, Muscheln) oder Tierhörnen (Kuhhorn) gefertigt werden. Weltweit sind auch Gefäßflöten aus gebranntem Ton zu finden.

Die Tonhöhe bzw. der Grundton einer Gefäßflöte hängt vom Volumen des Resonanzraumes und der Größe des Luftfensters (Breite des Fensters und Abstand zwischen Windkanalende und Labiumkante) ab: je größer das Volumen ist, desto tiefer ist der Ton und je größer das Luftfenster ist, desto höher ist der Ton.

Die wenigsten dieser nativen Gefäßflötenarten sind für das konzertante Zusammenspiel mit anderen Musikinstrumenten geeignet, da einerseits der Grundton nicht genau auf einen genormten Ton (z. B. nach Kammerton a = 440 Hz) gestimmt ist und oft auch die Grifflöcher unsauber gestimmt sind. Das liegt an den nicht genormten, natürlich gewachsenen Naturmaterialien, die sich meistens schlecht fein stimmen lassen.

Von Gefäßflöten der Art „Gemshorn" sind keine Originalflöten überliefert. Vorhanden sind jedoch Abbildungen, vor allem im Buch "Musica getutscht und außgezogen" des Sebastian Virdung von 1511. Da Gemshörner hauptsächlich aus Kuh- und Ziegenhörnen gefertigt wurden und werden, wäre der Alternativname „Tierhornflöte" zutreffender. Heute sind Nachbauten dieser historischen Gefäßflöten mit 4 bis 8 Grifflöchern in verschiedenen Größen bzw. Stimmungen („Gemshorn-Familie") zum Spielen von Folklore und alter Musik in Gebrauch.

Der Italiener Giuseppe Donati entwickelte 1860 eine Gefäßflöte aus Ton, die aus einem Schnabelmundstück und einem ovalem Körper mit 10 Grifflöchern bestand. Diese wurde nach ihrer Form italienisch „Okarina" (deutsch: „Gänschen") genannt. Es handelte sich hierbei um eine Weiterentwicklung der einfachen vier- bis sechslöcherigen südamerikanischen Keramikgefäßflöten, die häufig die Gestalt von Tieren hatten.

Donati's Okarinas werden in verschiedenen Stimmungen hergestellt, als komplette „Okarina-Familie" in Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassausführung. So ist bei exakter Stimmung auch mehrstimmiges Spiel in einem Okarina-Quartett möglich.

Angeregt durch die einfachen vier- bis sechslöcherigen südamerikanischen Keramikgefäßflöten entwickelte 1963 der Engländer John Taylor seine vier- und sechslöcherigen Okarinas, die deshalb auch „englische Okarinas" genannt werden.

Problem:

Der Nachteil von Keramikgefäßflöten liegt dann, dass sich beim Brennvorgang durch Schrumpfen des Materials der Flötenkörper und somit der Resonanzraum, der Windkanal, das Labium und die Löcher verändern, und der Keramikkörper rissig werden kann, so dass bei der Herstellung viel Ausschuss anfällt. Eine Korrektur der Stimmung durch Nacharbeiten der Löcher ist bei gebranntem Ton oder Porzellan nicht so leicht durchzuführen! Außerdem sind Keramikgefäßflöten sehr empfindlich, da sie zerbrechlich sind. Für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten wichtige und notwendige Stimmungskorrekturen der Keramikgefäßflöten, z. B. bei hohen Temperaturen im Sommer, sind nicht möglich. Da der Resonanzraum dieser Keramikgefäßflöten nicht geöffnet werden kann, ist das Reinigen und Trocknen des Resonanzraums nur sehr schwer möglich, z. B. mit hohem Luftdruck. So kann das Instrument z. B. durch Kondenswasser während eines Konzertes unbrauchbar werden, da ein schnelles Reinigen nicht möglich ist.

Da eine saubere Tonerzeugung von der Qualität des Labiums und des Windkanals abhängt, sind bei gebrannten Ton- oder Porzellangefäßflöten produktionsbedingt häufig Abweichungen des Klangs und der Ansprache des Instruments vom Ideal der Fall.

Neben dem am häufigsten verwendeten Material Ton zur Herstellung von Okarinas wurden in den letzten Jahrzehnten traditionelle und neue Formen von Gefäßflöten auch aus Kunststoff, Pappe oder Holz gefertigt.

Die modernen, aus Kunststoff oder aus Holz gefertigten Okarinas sind in der Regel besser gestimmt, als diejenigen aus gebranntem Ton. Außerdem sind durch die Verwendung moderner Maschinen zur Fertigung dieser Okarinas auch größere Stückzahlen in nahezu gleich bleibender Qualität möglich.

Bisher sind keine Okarinas bekannt, deren Grundton fein- oder umgestimmt werden kann, was für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten von Nachteil ist!

Bedingt durch die Vielzahl von Okarinas mit uneinheitlicher Anzahl von Grifflöchern und unterschiedlichem Tonumfang gibt es keine einheitlichen Lehrwerke und Noten, die für alle Okarinas gelten, was für interessierte (Laien-)Musiker sehr verwirrend ist.

Aus pädagogischen Gründen ist die „englische Okarina" mit vier Grifflöchern zu bevorzugen. Kinder/Schüler müssen sich nur mit vier Löchern/Fingern zurechtfinden und können die übrigen Daumen und Finger zum Halten bzw. Abstützen des Instruments verwenden. Auch für gehandicapte Personen mit Einschränkungen einiger Finger (z. B. Verstümmelung, defekte Sehnen der kleinen Finger oder/und der Ringfinger) sind Okarinas mit vier Löchern eine Alternative, z. B. zur Blockflöte mit acht Löchern.

Ziel:

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, qualitativ hochwertige Gefäßflöten (Okarinas) mit vier Grifflöchern herzustellen, die folgende Kriterien erfüllen: genau abgestimmter und fein stimmbarer bzw. umstimmbarer Grundton, exakt gestimmte Grifflöcher, leichte Spielbarkeit und leichte Handhabung durch ergonomische Anordnung der Grifflöcher, Verwendbarkeit in der musikpädagogischen Arbeit, als eigenständiges Musikinstrument oder als Vorstufe zum Blockflötenunterricht, als Massenartikel produzierbar. Diese Instrumente sollen auch schnell gereinigt und von Kondenswasser befreit werden können. Auf diese Gefäßflöten abgestimmte Lehrwerke und Spielhefte sollen den Einsatz in der musikpädagogischen Praxis erleichtern.

Lösung:

Da bei den Kopfstücken handelsüblicher Blockflöten Windkanal und Labium, sowie die Innenbohrung (Resonanzraum) bereits optimal und weitgehend in gleich bleibender Qualität ausgebildet sind, bietet es sich an, aus ihnen durch kleine Modifikationen auch Gefäßflöten (Okarinas) herzustellen. Hierzu müssen lediglich der unten offene Resonanzraum (Innenbohrung mit Zapfenherz) durch Einstecken eines Zapfens luftdicht verschlossen und die vier Grifflöcher ergonomisch angeordnet gebohrt werden. Der Grundton der so hergestellten Okarinas hängt vor allem von der Größe und der Beschaffenheit/Form des Blockflötenkopfes ab.

Es können die Kopfstücke von Sopranino-, Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöten verwendet werden. Durch die Beschaffenheit des Zapfens ist ein exaktes Stimmen des Grundtones (= Ton, der beim Anblasen entsteht, wenn alle vier Grifflöcher abgedeckt sind) möglich: wenn der Zapfen tiefer in den Resonanzraum (Zapfenherz und Innenbohrung) ragt, ist der Ton höher, als wenn er nur wenig hinein ragt. Je nach gewünschtem Grundton und der Beschaffenheit des Blockflötenkopfes kann es nötig sein, den Zapfen kürzer zu halten oder auch teilweise auszuhöhlen, wodurch der Grundton tiefer als bei einem länger in das Zapfenherz oder sogar bis in den Resonanzraum ragenden, nicht ausgehöhlten Zapfen wird.

Durch Kombination der vier Grifflöcher können die Töne einer Oktave einer diatonischen Durtonleiter, plus drei Halbtöne erzeugt werden, was für viele Kinder- und Volkslieder ausreicht.

Der Zapfen sollte vorzugsweise lösbar und verstellbar ins Zapfenherz des Blockflötenkopfes gesteckt werden, damit für das Zusammenspiel auch kleine Stimmungsanpassungen an die anderen Instrumente durch Verstellen des Zapfens möglich sind (herausziehen = Ton wird tiefer, weiter hinein schieben = Ton wird höher). Der Grundton kann so bis zu einem Ganzton umgestimmt werden. Sollte die Tonhöhe des Grundtons weiter erhöht werden müssen und der Zapfen bereits an der Anschlagkante des Zapfenherzens anstoßen, kann das Volumen des Resonanzraumes weiter verkleinert werden, indem auf das innen liegende Zapfenende modellierbare Knetmasse oder Weichwachs aufgetragen wird. Eine Stimmungskorrektur kann z. B. bei hohen Temperaturen im Sommer oder nach längerem Halten der Flöte in der warmen Hand nötig werden. Zum Reinigen des Resonanzraumes (Auswischen des Kondenswassers) mittels eines Tuches oder Flötenwischers kann der Zapfen vollständig herausgezogen werden.

Das Blockflötenmittelstück der in eine Gefäßflöte umzuwandelnden Blockflote kann einfach zu einem „Zapfen" zum Verschließen des Blockflötenkopfes modifiziert werden, indem die Innenbohrung im Bereich des Verbindungszapfens mit einem Füllstopfen aus elastomeren Material (z. B. Gummi, Moosgummi, Silikon) luftdicht verschlossen und vom Mittelstück oberhalb des Daumenloches durch Absägen abgetrennt wird (was nicht zwingend erforderlich ist!). Dieser Elastomer-Stopfen in der Innenbohrung des Zapfens kann zum Zweck des Fein- oder Nachstimmens mit einem Rundstab leicht verschoben werden. Selbstverständlich ist ebenso ein nicht lösbares Verbinden dieses Stopfens durch Einkleben in die Innenbohrung möglich, um z. B. ein unbeabsichtigtes Verstimmen der Flöte durch Kinder zu verhindern. Auch ist ein luftdichtes Verschließen der Innenbohrung des Blockflötenmittelstücks durch ein fest abbindendes Material (z. B. Spachtelmasse, Epoxydharz) im Bereich des Verbindungszapfens möglich.

Ob für die Herstellung der Okarinas Blockflöten bzw. Blockflötenköpfe aus Holz oder aus Kunststoff verwendet werden, ist dabei zweitrangig. Aus Kostengründen ist allerdings Kunstoffblockflöten/-köpfen der Vorzug zu geben. Zudem sind Kunststoffblockflöten/-köpfe robuster und unempfindlicher und somit besser für Kinder geeignet. Auch können diese ohne Probleme gereinigt werden.

Passgenaue Zapfen zum Verschließen der Blockflötenköpfe können auch aus Holz oder Kunststoff gedrechselt werden. Die Luftdichtigkeit kann durch eine Dichtung aus elastomerem Material (z. B. Gummi-O-Ring) oder einem eingeklebten Korkstreifen in eine umlaufende Nut in der Zapfenwand verbessert werden. Für Holzblockflötenköpfe ist eine Korkdichtung und für Kunststoffblockflötenköpfe eine Gummidichtung jeweils besser geeignet. Damit die Finger beim Herausziehen des Zapfens, z. B. zum Reinigen, einen besseren Halt finden und nicht so leicht abrutschen können, sollte das heraus ragende Zapfenende eine Wulst aufweisen.

Bei Gefäßflöten (Okarinas), die aus Kopfstücken von Sopranino- oder Sopranblockflöten gefertigt sind, ist es vorteilhaft, wenn diese mittels Kordel um den Hals gehängt werden können. Dieses Umhängeband kann durch ein Bohrloch im heraus ragenden Teil des Zapfens befestigt werden. Das Bohrloch darf allerdings nicht mit dem Resonanzraum des Blockflötenkopfes in Strömungsverbindung stehen!

Bei entsprechend großer Nachfrage ist eine Neuanfertigungo der die Modification der Spritzgussformen der Kunststoffblockflötenköpfe, in der die vier Grifflöcher gleich mit eingearbeitet sind, für die Massenproduktion sinnvoll. Ebenso kann der Zapfen zum Verschließen des Blockflötenkopfes durch Spritzgussverfahren (z. B. durch entsprechende Modifikation des Blockflötenmittelstücks oder durch Anfertigen einer neuen Spritzgussform) hergestellt werden.

Durch die Herstellung von Gefäßflöten (Okarinas) in verschiedenen Grundtönen (z. B. C, D, F, G) und Tonlagen (Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass) ist ein vielseitiger Einsatz und mehrstimmiges Ensemblespiel mit der „Okarina-Familie" möglich.

Um diese neuartige, fein nachstimmbare Okarina von den üblichen starren, nicht nachstimmbaren Okarinas zu unterscheiden, ist die neue Handelsbezeichnung „Blockarina" (= aus einem Blockflötenkopf hergestellte Okarina) von Vorteil.

Lehr- und Spielhefte mit Noten von geeigneten Liedern und Spielstücken sollen den Einsatz dieser Gefäßflöten („Blockarinas") in der musikpädagogischen Praxis ermöglichen. Griffbildgrafiken über den Noten sollen dem Anfänger hierbei das Lernen bzw. Spielen der Melodien erleichtern.

Verzeichnis der Zeichnungen
Bezugzeichenliste

Anspruch[de]
  1. Gefäßflöte (Okarina) (1) mit einem gefäßförmigen Flötenkörper, dessen innerer Resonanzraum mit einer Anblasöffnung und mit Grifflöchern in Strömungsverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Flötenkörper (2) aus einem gebrauchsfertigen Kopfstück (A) einer Blockflöte besteht, der mit einer Anblasöffnung (3) über einen, sich in der Symmetrieachse des Flötenkörpers (2) erstreckenden, länglichen Windkanal (4) mit dem Resonanzraum (5) in Verbindung steht, wobei sich im Übergangsbereich des Windkanals (4) in den Resonanzraum (5) das Luftfenster (6) und das Labium (7) befinden und der Resonanzraum (5) mit wenigstens vier Grifflöchern (8) unterschiedlichen Durchmessers durchsetzt ist, und dessen Zapfenherz (9) durch einen Zapfen (10) luftdicht verschlossen ist.
  2. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zapfenherz (9) des Blockflötenkopfes (A), in das normalerweise das Blockflötenmittelstück (B) gesteckt wird, durch einen nahezu zylindrischen, leicht konisch verlaufenden Zapfen (10) luftdicht verschlossen ist, wobei der Zapfen (10) soweit in das Zapfenherz (9) oder den Resonanzraum (5) hineinragt, dass durch Anblasen bei geschlossenen Grifflöchern (8) der gewünschte Grundton erklingt.
  3. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flötenkörper (2) aus einem Blockflötenkopf (A) aus Massivholz besteht.
  4. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flötenkörper (2) aus einem Blockflötenkopf (A) aus Kunststoff besteht.
  5. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass zum luftdichten Verschließen des Blockflötenkopfes (A) ein Zapfen (10) vorzugsweise lösbar und verschiebbar in das Zapfenherz (9) gesteckt ist.
  6. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum luftdichten Verschließen des Blockflötenkopfes (A) ein Zapfen (10) nicht lösbar mit dem Zapfenherz (9) durch Kleben oder Verschweißen dauerhaft verbunden ist.
  7. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) zum luftdichten Verschließen des Blockflötenkopfes (A) aus hartem, nicht flexiblem Material (Holz, Kunststoff, NE-Metall) gefertigt ist, wobei der Zapfen (10) an der Zapfenwand (11) wenigstens eine umlaufende Vertiefung in Form einer schmalen oder breiten Nut (12a und 12b) zur Aufnahme eines elastomeren Dichtungsringes (13) oder eines umlaufenden flachen Korkstreifens (14) vorweist.
  8. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer schmalen Nut (12a) des Zapfens (10) ein elastomerer Dichtungsring = O-Ring (13) lösbar liegt, wobei der Profildurchmesser des Dichtungsringes (13) geringfügig größer als die Höhe der Nut (12a) des Zapfens (10) ist, und der Durchmesser des Zapfens (10) ohne eingelegten Dichtungsring (13) geringfügig kleiner als der Durchmesser des Zapfenherzens (9) ist.
  9. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer breiten Nut (12b) des Zapfens (10) ein Korkstreifen (14) durch Kleben angebracht ist, wobei die Dicke des Korkstreifens (14) geringfügig größer als die Höhe der Nut (12) des Zapfens (10) ist, und der Durchmesser des Zapfens (10) ohne Korkstreifen (14) geringfügig kleiner als der Durchmesser des Zapfenherzens (9) ist.
  10. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) mit seiner Zapfenanschlagkante (15) nur bis zur inneren Anschlagkante (16) des Zapfenherzens (9) und nicht in den Resonanzraum (5) eingeführt ist.
  11. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) über das Zapfenherz (9) hinaus in den Resonanzraum (5) des Blockflötenkopfes (A) ragt, wobei der Durchmesser des Resonanzraumzapfens (17) geringfügig kleiner als der Resonanzraumdurchmesser (18a) ist.
  12. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) eine Innenbohrung (19) enthält, wobei der Innenbohrungsdurchmesser (18b) dem Resonanzraumdurchmesser (18a) entspricht und der Zapfen (10) mit seiner Zapfenanschlagkante (15) bis zum inneren Anschlag (16) des Zapfenherzens (9) eingeführt ist.
  13. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) zum luftdichten Verschließen des Blockflötenkopfes (A) aus luftdichtem elastomerem Material (Gummi, Moosgummi, Weichkunststoff, Silikon) gefertigt ist, wobei der Durchmesser des Zapfens (10) geringfügig größer als der Durchmesser des Zapfenherzens (9) ist und der Zapfen (10) lösbar oder nicht lösbar (durch Festkleben) im Zapfenherz (9) steckt.
  14. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (10) nach völligem Einschub in das Zapfenherz (9) des Flötenkopfes (A) wenigstens soweit aus dem Zapfenherz (9) herausragt, dass er zum Herausziehen und Verschieben bequem mit Daumen und Zeigefinger umfasst werden kann, und dass das Ende des herausragenden Zapfenteils (10a) vorzugsweise eine halbrunde reifenförmige Wulst (20) aufweist.
  15. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das herausragende Zapfenteil (10a) eine durchgehende Bohrung (21) zur Aufnahme einer Umhängekordel vorweist.
  16. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grifflöcher (8) außerhalb der Symmetrieachse unterhalb des Labiums (7) und oberhalb des eingeführten, innen liegenden Zapfenteils (10b) gebohrt sind, wobei jeweils zwei Löcher links und zwei Löcher rechts von der Symmetrieachse angeordnet sind.
  17. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich wenigstens ein Daumen-Griffloch (8a), höchstens zwei Daumen-Grifflöcher (8a) auf der Unterseite des Blockflötenkopfes angeordnet sind.
  18. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Zapfens (10) das zum Blockflötenkopf (A) gehörende Blockflötenmittelstück (B) bzw. das komplette Blockflötenunterteil (= Mittelstück B plus Fußstück C) verwendet wird, wobei dessen Innenbohrung (22) im Bereich des Verbindungszapfens (23) luftdicht verschlossen ist.
  19. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenbohrung (22) des Blockflötenmittelstücks im Bereich des Verbindungszapfens (23) mit einem zylindrischen Füllstopfen (24) aus elastomerem Material (Gummi, Moosgummi, Silikon) luftdicht verschlossen ist.
  20. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenbohrung (22) des Blockflötenmittelstücks im Bereich des Verbindungszapfens (23) mit einer Füllung (24) aus zähflüssigem, fest aushärtendem Material (Gießharz, Spachtelmasse) luftdicht verschlossen ist.
  21. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 18, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungszapfen (23) des Blockflötenmittelstücks (B) durch Sägen oder Fräsen vom Blockflötenmittelstück (B) oberhalb des Daumenloches (25) abgetrennt ist.
  22. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Blockflötenmittelstück abgetrennte Zapfen (10) im Bereich des aus dem Blockflötenkopf herausragenden Teils (10d) ein Bohrloch (21) für die Aufnahme einer Umhängekordel vorweist, wobei das Bohrloch (21) keine Verbindung zum Resonanzraum (5) des Blockflötenkopfes (A) hat.
  23. Gefäßflöte (Okarina) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Blockflötenkopf (A) komplett mit allen vier Grifflöchern (8), sowie der Zapfen (10) zum Verschließen des Blockflötenkopfes durch Spritzgussverfahren aus Kunststoff gefertigt wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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