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Dokumentenidentifikation DE69732556T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000847185
Titel Lichtstrahlabtastgerät und Steuerverfahren dafür
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Takada, Norihisa, Ashigarakami-gun, Kanagawa, JP
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69732556
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.12.1997
EP-Aktenzeichen 971213475
EP-Offenlegungsdatum 10.06.1998
EP date of grant 23.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse H04N 1/047

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Lichtstrahl-Abtastvorrichtung, die mit Hilfe einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung aufgetrennte Lichtstrahlen abtastend führt, außerdem betrifft sie ein dazugehöriges Steuerverfahren.

Beschreibung des Standes der Technik

In einer Lichtstrahl-Abtastvorrichtung, die ein Bild durch Abtasten mit Lichtstrahlen aufzeichnet, sind Mehrstrahl-Abtastsysteme bekannt, bei denen mehrere Lichtstrahlen verwendet werden, um die Bildaufzeichnungsgeschwindigkeit zu steigern. Bei einem dieser Verfahren wird ein Lichtstrahlbündel durch eine akusto-optische Mehrfrequenz-Einrichtung (einen akusto-optischen Modulator, im folgenden als AOM bezeichnet) in mehrere Lichtstrahlen aufgetrennt.

Der Mehrfrequenz-AOM wird dadurch gebildet, daß ein piezoelektrischer Dünnschichtwandler auf ein transparentes Medium aufgebracht wird. An den Wandler wird ein Treibersignal gelegt, das ist ein Signal mit Spannungen mehrerer Frequenzen, die einander überlagert sind. Wenn daher der AOM mit dem Treibersignal angesteuert wird, wird ein einfallender Lichtstrahl um einen Beugungswinkel zu mehreren Lichtstrahlen aufgetrennt, abhängig von den in dem Treibersignal enthaltenen Frequenzen.

Durch Verwendung des Mehrfrequenz-AOM wird der Lichtstrahl in einer Nebenabtastrichtung aufgetrennt, die Bildaufzeichnung erfolgt durch abtastendes Führen der aufgetrennten Lichtstrahlen. Die Frequenzen des Treibersignals für den AOM werden von einem binären Bildsignal ein- und ausgeschaltet. Insbesondere werden die durch unterschiedliche Frequenzen aufgetrennten Lichtstrahlen basierend auf einem Ein-/Aus-Zustand der Bildsignale für Abtastzeilen, über die einzelne Lichtstrahlen geführt werden, ein- und ausgeschaltet.

Allerdings weist der bisher verwendete Mehrfrequenz-AOM folgende beiden Probleme auf: ein Problem besteht darin, daß, wenn die einander überlagerten Frequenzen zu eng benachbart sind, die Intervalle zwischen aufgetrennten Lichtstrahlen extrem klein werden, was zu einer Interferenz zwischen benachbarten Lichtstrahlen führt. Das weitere Problem besteht darin, daß eine Beschränkung des nutzbaren Frequenzbands besteht. Aus diesem Grund läßt sich die Anzahl von aufgetrennten Lichtstrahlen nicht besonders stark erhöhen, was ein Hindernis für die Aufzeichnung eines Bilds mit einer höheren Geschwindigkeit darstellt.

D1 (US-A-4 310 757 (CHECK JR FRANK T ET AL), 12. Januar 1982) offenbart akustooptische Modulatoren (AOMs) zur Lichtmodulation sowie eine Leseoptik sowie Regelschleifenelektronik zur Korrektur-Kompensation.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung entstand unter den oben aufgezeigten Umständen, und es ist ihr Ziel, ein Steuerverfahren für eine Lichtstrahl-Abtastvorrichtung zu schaffen, in der bei Verwendung einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung durch starke Erhöhung der Anzahl von Lichtstrahlen die Aufzeichnungsgeschwindigkeit zum Aufzeichnen eines Bilds erhöht werden kann, wie es in den Ansprüchen 1 und 4 angegeben ist.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung, die direkt einsetzbar ist zum Ausführen des Steuerverfahrens.

Um diese sowie weitere Ziele zu erreichen, schafft die Erfindung ein Steuerverfahren für eine Lichtstrahl-Abtastvorrichtung zur Abtastung mit mehreren Lichtstrahlen, die unter Verwendung einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung aufgetrennt sind und eine Abtastung in Nebenabtastrichtung durchführen. Mehrere einfallende Lichtstrahlen werden durch unterschiedliche akusto-optische Mehrfrequenz-Einrichtungen in Nebenabtastrichtung aufgetrennt, eine Gruppe von aufgetrennten Lichtstrahlen werden so versetzt, daß sie einander innerhalb der Gruppe von Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung nicht überlappen, und Gruppen von durch die akusto-optischen Einrichtungen aufgetrennten Lichtstrahlen werden während des Abtastvorgangs in einer Hauptabtastrichtung abgelenkt. Das Ablenken in Hauptabtastrichtung wird mit einer Taktsteuerung des Bildsignals kompensiert.

Wenn die von den AOMs aufgetrennten Lichtstrahlen abwechselnd in Nebenabtastrichtung positioniert werden, vergrößern sich die Intervalle unter den von einem AOM aufgetrennten Lichtstrahlen, was in geeigneter Weise die Interferenz unter den aufgetrennten Lichtstrahlen vermeidet. Wenn außerdem eine Gruppe von Lichtstrahlen, die durch einen AOM aufgetrennt sind, benachbart zu einer Gruppe von Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung angeordnet wird, wobei letztere Lichtstrahlen von einem anderen AOM aufgetrennt sind, so wird eine Frequenzbandbreite des AOM nicht übermäßig groß.

Die Erfindung schafft außerdem eine Lichtstrahl-Abtastvorrichtung zum Abtasten mit mehreren Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung, wobei die Lichtstrahlen unter Verwendung einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung aufgetrennt sind. Die Vorrichtung besitzt mehrere akusto-optische Mehrfrequenz-Einrichtungen zum Auftrennen mehrerer Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung, eine Steuerung für akusto-optische Einrichtungen zum Steuern der Einrichtungen derart, daß die Gruppen von Lichtstrahlen, die von den akusto-optischen Einrichtungen aufgetrennt wurden, einander in Nebenabtastrichtung nicht überlappen, ein optisches Abtastsystem, welches Gruppen von Lichtstrahlen, die von der akusto-optischen Einrichtung aufgetrennt wurden, zur Abweichung in Hauptabtastrichtung zwecks Abtastung bringt, und einen Taktgenerator zum Steuern der Takt-Zeitsteuerung eines Bildsignals, um eine Abweichung der Gruppen von Lichtstrahlen in der Hauptabtastrichtung zu kompensieren.

Es kann ein Lichtstrahlpositionsdetektor vorhanden sein. Basierend auf einer nachgewiesenen Lichtstrahlposition werden Daten zum Kompensieren von Ablenkwinkeln der AOMs und Daten zum Kompensieren der Takt-Zeitsteuerung gewonnen und gespeichert. In diesem Fall erfolgt vor dem eigentlichen Abtastvorgang eine Vorabtastung, indem die AOMs separat angesteuert werden, um die Lichtstrahlpositionen der einzelnen AOMs zu erfassen. Unter Verwendung eines Detektionsergebnisses können die Daten gewonnen und in einem Speicher abgespeichert werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt ein Diagramm einer Ausführungsform der Erfindung; und

2A und 2B sind anschauliche Darstellungen, die die Anordnungen von auf einer Abtastfläche auftreffenden Abtast-Lichtstrahlen veranschaulichen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

In 1 steht Bezugszeichen 10 für eine Laserquelle, beispielsweise einen He-Ne-Laser, einen Ar-Laser oder dergleichen. Ein von der Laserquelle 10 emittierter Laserstrahl L0 wird von einem polarisierenden Strahlaufspalter 12 in zwei Lichtstrahlen L1 und L2 aufgetrennt. Der Lichtstrahl L1 wird durch eine Linsengruppe auf einen Mehrfrequenz-AOM1 projiziert.

Der von dem Strahlaufspalter 12 aufgetrennte Lichtstrahl L2 wird über einen Spiegel 14 und eine Linsengruppe in einen Mehrfrequenz-AOM2 projiziert. Die Lichtstrahlen L1 und L2 werden in den Linsengruppen vergrößert und anschließend von einem Spiegel 18 kombiniert, um einen zusammengesetzten Lichtstrahl L3 zu bilden.

Der AOM1 und der AOM2 bilden identische Einheiten 20 und 22, gemeinsam mit den vor und hinter den AOMs angeordneten Linsengruppen. Außerdem werden der AOM1 und der AOM2 mit Mehrfachfrequenzen angesteuert. Insbesondere können durch Anlegen von Treibersignalen mit überlappten mehreren Frequenzen an die AOMs1 und 2 die einfallenden Lichtstrahlen L1 und L2 in mehrere abgelenkte Lichtstrahlen aufgetrennt werden. Positionen der AOMs1 und 2 in einer Drehrichtung in bezug auf die Lichtstrahlen L1 und L2 sind derart eingestellt, daß die Lichtstrahlen L1 und L2 in zu beschreibender Weise in Nebenabtastrichtung auf einer Abtastfläche aufgetrennt werden.

Der von dem Spiegel 18 kombinierte Lichtstrahl L3 wird einem auf eine Trommel 32 aufgewickelten Aufzeichnungsfilm 34 über eine Linse 24, einen Strahlaufweiter 26 bildende Linsen 26a und 26b, einen Resonanz-Scanner 28, der ein optisches Abtastsystem 27 bildet, und eine Abtastlinse (f&thgr;-Linse) 30 zugeleitet.

Der Resonanz-Scanner 28 besitzt einen Spiegel, der um eine Achse rechtwinklig zur Abtastebene des Lichtstrahls L3 drehbar ist. Der Spiegel oszilliert aufgrund der Resonanz einer Blattfeder. Die Abtastlinse 30 konvergiert den Lichtstrahl L3 auf den Aufzeichnungsfilm 34. Außerdem sind Andruckwalzen 36 vorgesehen, welche den Aufzeichnungsfilm 34 in vollem Kontakt mit der Oberfläche der Trommel 32 halten.

Bezugszeichen 38 bezeichnet eines synchrone Lichtquelle zum Emittieren eines Laserstrahls zur Verwendung als Synchron-Lichtstrahl 40. Der Laserstrahl 40 wird über den Resonanz-Scanner 28 und die Abtastlinse 30 auf einen Kondensorstab 42 geleitet. Der Kondensorstab 42 ist eine stabförmige Kondensorlinse, die in enger Nachbarschaft und parallel zu der Trommel 32 angeordnet ist. Eine Synchron-Referenzplatte 44 befindet sich vor dem Kondensorstab 42, der ein Gitter zum intermittierenden Durchlassen des Lichtstrahls 40 in konstanten Intervallen besitzt, wobei an einem Ende des Kondensorstabs 42 ein Photosensor 46 befestigt ist.

Wenn der Lichtstrahl 40 durch die Referenzplatte 44 auf den Kondensorstab 42 auftrifft, detektiert der Photosensor 46 den Lichtstrahl 40 und dessen Abtastposition. Da der Lichtstrahl 40 von dem Resonanz-Scanner 28 in der gleichen Weise wie der Aufzeichnungslichtstrahl L3 abtastend geführt wird, läßt sich die Abtastposition des Aufzeichnungslichtstrahls L3 anhand der Abtastposition des Lichtstrahls 40 ermitteln. Zusätzlich ist ein Zeilen-Synchronphotosensor 48 vorgesehen, um den Abtast-Startzeitpunkt für den Lichtstrahl 40 zu erfassen.

Ein Synchronsignalgenerator 50 empfängt Ausgangssignale von den Photosensoren 46 und 48, um ein Synchronsignal ϕ zu erzeugen. Das Synchronsignal ϕ kennzeichnet die Abtastposition des Lichtstrahls L3 in der Hauptabtastrichtung, das heißt die Position der Lichtstrahlen, die mit Hilfe des Resonanz-Scanners 28 abgelenkt werden.

Zwischen der Linse 24 und dem Strahlaufweiter 26 befindet sich ein Lichtstrahlpositionsdetektor 52, der einen Strahlabtaster 54 zum Auftrennen des Lichtstrahls L3 hinter der Linse 24 und eine Fokussierlinse 58 zum Fokussieren der aufgetrennten Lichtstrahlen auf ein Viertel-Strahlpositionsdetektorelement 56 aufweist. Ein Ausgangssignal des Strahlpositionsdetektorelements 56 gelangt an einen Versatzdetektor 60.

Der Versatzdetektor 60 ermittelt einen Versatz a in Nebenabtastrichtung und einen Versatz b in Hauptabtastrichtung für die Lichtstrahlen L1 und L2, die von dem AOM1 bzw. dem AOM2 abgelenkt werden. Die Versetzungen a und b werden anhand der 2 erläutert.

2A und 2B zeigen Positionen der Lichtstrahlen L1 und L2, die in der Abtastebene aufgezeichnet werden, das heißt auf dem Aufzeichnungsbogen 34. Diese Lichtstrahlen L1 und L2 werden zur Abtastung zu einem einzigen Lichtstrahl L3 kombiniert. Tatsächlich besteht der Lichtstrahl L3 aus mehreren Lichtstrahlen L1a bis L1e und L2a bis L2e, die durch Auftrennen der beiden Lichtstrahlen L1 und L2 mit dem AOM1 bzw. dem AOM2 erhalten werden. Bei der in 2A gezeigten Ausführungsform besitzen die Lichtstrahlen der Gruppe von Lichtstrahlen L1a bis L1e, die von dem AOM1 aufgetrennt werden, ein Strahlmitten-Intervall 2d in Nebenabtastrichtung, und sie sind vertikal zu der Hauptabtastrichtung angeordnet.

Eine weitere Gruppe von Lichtstrahlen L2a bis L2e, die von dem AOM2 aufgetrennt werden, sind in einem Intervall a in Nebenabtastrichtung gegenüber den Lichtstrahlen L1a bis L1e versetzt und vertikal zur Hauptabtastrichtung angeordnet. Der oben beschriebene Versatz a in Nebenabtastrichtung für die Lichtstrahlen L1 und L2 bedeutet dieses Intervall a. Die Versetzung b in Hauptabtastrichtung bedeutet eine Positionsabweichung in Hauptabtastrichtung zwischen der Gruppe von Lichtstrahlen L1a bis L1e einerseits und der Gruppe von Lichtstrahlen L2a bis L2e andererseits. Der Versatz in Hauptabtastrichtung kann durch entsprechende Einstellung des optischen Systems hervorgerufen werden.

Bei der in 2B dargestellten Ausführungsform sind die aus dem Lichtstrahl L1 aufgetrennten Lichtstrahlen L1a bis L1e einander benachbart mit einem Strahlbündel-Mittenintervall d in Nebenabtastrichtung. Die aus dem Lichtstrahl L2 aufgetrennten Lichtstrahlen L2a bis L2e sind ebenfalls einander mit dem Intervall d beabstandet in Nebenabtastrichtung. Die Gruppe von Lichtstrahlen L1a bis L1e und die Gruppe von Lichtstrahlen L2a bis L2e sind mit einem Abstand oder Intervall a in Nebenabtastrichtung und einem Intervall b in Hauptabtastrichtung angeordnet. Die Intervalle a und b entsprechen den oben angesprochenen Versetzungen a und b.

Um die Versetzungen a und b nachzuweisen, wird zunächst lediglich der AOM1 betrieben, um den Lichtstrahl L1 aufzutrennen in die Lichtstrahlen L1a bis L1e, und der Strahlpositionsdetektor 52 detektiert und speichert die Strahlpositionen der aufgetrennten Lichtstrahlen L1a und L1e. Anschließend wird ausschließlich der AOM2 angesteuert, um die Lichtstrahlpositionen für die Lichtstrahlen L2a bis L2e zu erfassen. Die Strahlpositionen werden verglichen mit den gespeicherten Strahlpositionen für die Lichtstrahlen L1a bis L1e. Auf diese Weise lassen sich die Versetzungen a und b ermitteln. Durch Verwendung einer Treiberfrequenz für die AOMs1 und 2 werden die Lichtstrahlen L1 und L2 nicht aufgetrennt, sondern abgelenkt. Damit besitzen die nicht aufgetrennten aber abgelenkten beiden Lichtstrahlen eine relative Position, die die gleiche ist wie die zwischen den Lichtstrahlen L1a und L2a. Hierdurch lassen sich die Versetzungen a und b erzielen.

Aus der in der oben beschriebenen Weise erhaltenen Versetzung a werden Daten zum Kompensieren von Ablenkwinkeln für den AOM1 und den AOM2 ermittelt und in einem Speicher 62 gespeichert. Die Daten dienen zum Entzerren des Versatzes a in bezug auf das Strahlintervall d. Auch aus der Versetzung b lassen sich Daten zum Kompensieren einer Abweichung in der Takt-Zeitsteuerung, mit der die Lichtstrahlen L1 und L2 ein Bild erzeugen, Ermitteln und in dem Speicher 62 Abspeichern. Die Daten zum Kompensieren der Zeitsteuerungs-Abweichung kennzeichnen eine Zeitdifferenz, die dem Versatz oder dem Intervall b entspricht.

Bezugszeichen 64 bezeichnet einen Taktgenerator. Basierend auf den Daten zum Kompensieren der Takt-Zeitsteuerung, abgespeichert im Speicher 62, liefert der Taktgenerator 64 Taktimpulse CL1 und CL2 zum Ansteuern des AOM1 bzw. des AOM2 synchron mit dem Synchronisationssignal &phgr;. Die Taktimpulse CL1 und CL2 haben eine Zeitdifferenz zum Kompensieren der Zeitdifferenz des Versatzes b.

Bezugszeichen 66 bezeichnet eine Steuereinheit für ein akusto-optisches Bauelement (eine AOM-Steuerung). Basierend auf den Daten zum Kompensieren der Ablenkwinkel des AOM1 und des AOM2, die in dem Speicher 62 abgespeichert sind, ändert die AOM-Steuerung 66 die Frequenzen der Ultraschall-Treibersignale für den AOM1 und den AOM2, um den Versatz a mit einem Strahlintervall d auszugleichen. Außerdem schaltet die AOM-Steuerung 66 die einzelnen überlagerten Frequenzen synchron mit den Taktimpulsen CL1 und CL2, die von dem Taktgenerator 64 geliefert werden, und abhängig von einem zwei Zustände einnehmenden (binären) Bildsignal ein und aus.

Im Ergebnis läßt sich durch selektives Ein-/Aus-Schalten von mehreren Lichtstrahlen abhängig vom Bildsignal und durch den Abtastvorgang ein Bild mit hoher Geschwindigkeit aufzeichnen. Bezugszeichen 68 bezeichnet eine Lichtquellensteuerung zum Ansteuern der Laserquelle 10.

Wenn die aufgetrennten Lichtstrahlen L1a bis L1e und L2a bis L2e in Nebenabtastrichtung abwechselnd angeordnet werden, wie in 2A gezeigt ist, werden die Intervalle zwischen den vom AOM1 und vom AOM2 aufgetrennten Lichtstrahlen größer. Hierdurch läßt sich verhindern, daß sich benachbarte Lichtstrahlen gegenseitig stören. Wenn außerdem die Gruppen von durch den AOM1 und den AOM2 aufgetrennten Lichtstrahlen voneinander in Nebenabtastrichtung getrennt sind, wie dies in 2B gezeigt ist, verringern sich die Ablenkungsbereiche des AOM1 und des AOM2, und eine Ansteuerungs-Bandbreite wird schmaler. Hierdurch vergrößert sich der nutzbare AOM-Selektionsbereich.

Bei der oben beschriebenen Ausführungsform wird der Lichtstrahl L0 aus einer Laserquelle 10 durch den Strahlaufspalter 12 in zwei Lichtstrahlen aufgetrennt, und die aufgetrennten Lichtstrahlen L1 und L2 werden dem AOM1 bzw. dem AOM2 zugeführt. Alternativ kann ein Lichtstrahl in drei oder noch mehr Strahlen aufgetrennt werden, um diese Strahlen drei oder noch mehr AOMs zuzuleiten. Die einzelnen Lichtstrahlen lassen sich von den AOMs auftrennen und anschließend kombinieren. Durch Erhöhen der Anzahl von AOMs und der Anzahl von den AOMs zugeleiteten Lichtstrahlen läßt sich die Bildausgabegeschwindigkeit zusätzlich steigern.

Bei dieser Ausführungsform trennen die AOMs1 und 2 den Lichtstrahlen in fünf Teilstrahlen L1a bis L1e bzw. L2a bis L2e auf. Die Anzahl der aufgetrennten Strahlen ist nicht beschränkt. Die Lichtquelle kann mehrere Laserdioden umfassen. In diesem Fall sind die AOMs separat mit den Laserdioden ausgestattet, und ein von jeweils einer Laserdiode abgestrahlter Laserstrahl wird separat zu dem entsprechenden AOM geleitet.

Erfindungsgemäß werden die von den Mehrfrequenz-AOMs in Nebenabtastrichtung aufgetrennten Lichtstrahlen so versetzt, daß sie einander in Nebenabtastrichtung nicht überlappen. Außerdem werden die Gruppen von durch die AOMs aufgetrennten Laserstrahlen in Hauptabtastrichtung zu Abtastung versetzt. Deshalb kommt es nicht zur Interferenz zwischen den aufgetrennten Lichtstrahlen. Außerdem läßt sich die Anzahl der Abtast-Lichtstrahlen stark erhöhen, ohne dazu das Ansteuerungs-Frequenzband des AOM übermäßig zu vergrößern. Deshalb wird die Abtastgeschwindigkeit deutlich erhöht, und man kann ein Bild mit hoher Geschwindigkeit aufzeichnen.

Wenn zwischen den von dem AOM aufgetrennten Lichtstrahlen die von einem anderen AOM aufgetrennten Lichtstrahlen einzeln eingefügt sind, können die von dem AOM aufgetrennten Lichtstrahlen ein vergrößertes Abstandsintervall aufweisen. Hierdurch läßt sich in wirksamer Weise verhindern, daß die Lichtstrahlen miteinander interferieren.

Außerdem können die Gruppen von durch die AOMs aufgetrennten Lichtstrahlen einander in Nebenabtastrichtung benachbart sein. Mit einer solchen Anordnung wird das Treiberfrequenzband des AOM nicht übermäßig groß, und der nutzbare AOM-Selektionsbereich läßt sich in vorteilhafter Weise ausweiten.

Außerdem schafft die Erfindung eine Lichtstrahl-Abtasteinrichtung, welche direkt zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt wird. Durch Schaffung eines Lichtstrahl-Positionsdetektors werden die Versetzungen in Neben- und in Hauptabtastrichtung der durch die AOMs aufgetrennten Lichtstrahlen ermittelt. Aus den ermittelten Versetzungen werden Daten zum Kompensieren der Ablenkung des AOM und zum Kompensieren der Takt-Zeitsteuerung erhalten und in dem Speicher abgespeichert. Durch Verwendung dieser Daten läßt sich die Steuerung ausführen.


Anspruch[de]
  1. Steuerverfahren für eine Lichtstrahl-Abtastvorrichtung zur Abtastung mit mehreren Lichtstrahlen, die unter Verwendung einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung aufgetrennt sind, umfassend folgende Schritte:

    Auftrennen eines ersten einfallenden Lichtstrahls in eine erste Gruppe von Lichtstrahlen mit Hilfe einer ersten akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung in einer Nebenabtastrichtung, wobei die einzelnen Lichtstrahlen innerhalb der ersten Gruppe einander nicht überlappen;

    Auftrennen eines zweiten einfallenden Lichtstrahls, der von dem ersten Strahl verschieden ist, in eine zweite Gruppe mehrerer Lichtstrahlen mit Hilfe einer zweiten akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung in der Nebenabtastrichtung, wobei die einzelnen Lichtstrahlen innerhalb der zweiten Gruppe einander nicht überlappen;

    Abtasten mit sowohl der ersten als auch der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen unter Aufrechterhaltung der Abweichung der ersten Gruppe von Lichtstrahlen gegenüber der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen, in einer Hauptabtastrichtung; und

    Kompensieren einer Abweichung in der Abtastphase zwischen der ersten und der zweiten Gruppe, die verursacht wird durch den Versatz in der Hauptabtastrichtung, mit Hilfe einer Takt-Zeitsteuerung eines Bildsignals.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem ein Lichtstrahl aus der zweiten Menge von Lichtstrahlen zwischen benachbarten Lichtstrahlen der ersten Gruppe von Lichtstrahlen in der Nebenabtastrichtung positioniert ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die erste Gruppe von Lichtstrahlen benachbart zu der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen in der Nebenabtastvorrichtung positioniert ist.
  4. Lichtstrahl-Abtastvorrichtung zum Abtasten mit mehreren Lichtstrahlen unter Verwendung einer akusto-optischen Mehrfrequenz-Einrichtung, umfassend:

    eine erste akusto-optische Mehrfrequenz-Einrichtung (AOM1) zum Auftrennen eines ersten Lichtstrahls in eine erste Gruppe mehrerer Lichtstrahlen in der Nebenabtastrichtung;

    eine zweite akusto-optische Mehrfrequenz-Einrichtung (AOM2) zum Auftrennen eines zweiten, von dem ersten Strahl verschiedenen Lichtstrahls in eine zweite Gruppe mehrerer Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung;

    eine Steuerung (66) zum Steuern der ersten und der zweiten akusto-optischen Einrichtung, damit die Lichtstrahlen innerhalb der ersten und der zweiten Gruppe einander in der Nebenabtastrichtung nicht überlappen;

    ein optisches Abtastsystem (27) zum Abtasten unter Beibehaltung der Abweichung der ersten Gruppe von Lichtstrahlen gegenüber der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen in einer Hauptabtastrichtung;

    einen Taktgenerator (64) zum Steuern der Takt-Zeitsteuerung eines Bildsignals, um eine Abweichung zwischen der ersten und der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen in der Hauptabtastrichtung zu kompensieren.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, weiterhin umfassend:

    einen Lichtstrahlpositionsdetektor (52) zum Erfassen von Positionen der von der ersten und der zweiten akusto-optischen Einrichtung aufgetrennte Lichtstrahlen;

    einen Versatzdetektor (60) zum Ermitteln eines Versatzes der zweiten Gruppe gegenüber der ersten Gruppe in Nebenabtastrichtung und eines Versatzes in der Hauptabtastrichtung unter Bezugnahme auf die Positionen der von dem Lichtstrahlpositionsdetektor ermittelten Lichtstrahlen; und

    einen Speicher (62) zum Speichern erster Daten zum Kompensieren eines Ablenkungwinkels der ersten und der zweiten akusto-optischen Einrichtung, wobei die ersten Daten gewonnen werden aus dem Versatz in der Nebenabtastrichtung, außerdem zum Speichern zweiter Daten zum Kompensieren der Taktzeitsteuerung, die aus dem Versatz in der Hauptabtastrichtung erhalten werden; und

    wobei die Steuerung die ersten Daten dazu verwendet, den in dem Speicher gespeicherten Ablenkwinkel zu kompensieren, und der Taktgenerator die zweiten Daten dazu verwendet, die in dem Speicher gespeicherte Taktzeitsteuerung zu kompensieren.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der ein Lichtstrahl der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen zwischen benachbarten Lichtstrahlen in der ersten Gruppe von Lichtstrahlen in Nebenabtastrichtung positioniert ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die erste Gruppe von Lichtstrahlen benachbart zu der zweiten Gruppe von Lichtstrahlen in der Nebenabtastrichtung positioniert ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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