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Dokumentenidentifikation DE69732605T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000847020
Titel Dynamisches Cachespeicher-Vorladen über lose gekoppelte administrative Bereiche
Anmelder Sun Microsystems, Inc., Santa Clara, Calif., US
Erfinder Tsirigotis, Panagiotis, Mountain View, US;
Radia, Sanjay, Fremont, US
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69732605
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.12.1997
EP-Aktenzeichen 973098809
EP-Offenlegungsdatum 10.06.1998
EP date of grant 02.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse G06F 17/30
IPC-Nebenklasse G06F 12/08   H04L 29/06   

Beschreibung[de]

Diese Anmeldung bezieht sich auf Kommunizieren in Netzen und speziell auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Cache-Speichern in einem Netz, wobei die Elemente des Netzes unabhängig betrieben werden.

Die letzten Jahre haben einen gewaltigen Anstieg in der Popularität von Netzsystemen wie dem Internet gesehen. Ein Netz wird von unabhängig betriebenen Elementen gebildet, die in einer Weise miteinander verbunden sind, die es ihnen ermöglicht, Information zu übertragen. Zum Beispiel kann ein erstes Netzelement World-Wide-Web-Seiten an ein zweites Netzelement übertragen. Das World-Wide-Web ermäglicht es einem Benutzer, „Web Browser"-Software auf seinem Computersystem zu verwenden, um „Webseiten", die auf anderen Systemen im Netz gespeichert sind, zu betrachten. In ähnlicher Weise können Netzelemente Dateien an andere Netzelemente mittels des File Transfer Protocol (FTP) übertragen.

Die Menge der über Netze wie das Internet übertragener Information ist gewachsen und wird in Zukunft weiterhin wachsen. Während die Gesamtmenge der Information, die übertragen wird, gewachsen ist, schwankt die Menge an Information, die während eine Tages übertragen wird, immer noch zu unterschiedlichen Tageszeiten. Eine Tageszeit, zu der die meiste Information übertragen wird, wird „Spitzennutzungszeit" bzw. „Peak Usage Time" genannt. Eine Tageszeit, zu der eine relativ geringe Menge an Information übertragen wird, wird „Schwachnutzungszeit" bzw. „Low Usage Time" genannt. Zum Beispiel könnte ein Netz, das es einem Verbraucher ermöglicht, Information mittels eines Kabelmodems auf einen Personalcomputer herunterzuladen, eine Spitzennutzungszeit haben, wenn Leute von der Arbeit nach Hause kommen, und eine Schwachnutzungszeit in der Mitte der Nacht, wenn die Leute schlafen. Es ist wünschenswert, daß die Nutzung des Netzes so gut wie möglich ausgeglichen wird. Es ist ebenso wünschenswert, daß die Antwortzeit so viel wie möglich gesteigert wird.

Darüber hinaus haben in herkömmlichen Netzen verschiedene Elemente des Netzes unterschiedliche Ziele. Zum Beispiel kann in dem oben genannten Verbrauchernetz ein zentral angesiedeltes Netzelement ein Ziel haben, so viel Information wie möglich über das Netz auszusenden. Im Gegensatz dazu kann ein „lokaler" Computer ein Ziel haben, „seinen" Benutzern die bestmögliche Antwortzeit zu geben.

Lokale Computer speichern häufig eintreffende Information in einem Cachespeicher. Zum Beispiel kann ein Web Browser in seinem Speicher eine Kopie der zehn jüngsten Seiten, die von dem Benutzer betrachtet wurden, sichern. Auf diese Weise braucht die Browser-Software keine Anforderung für diese Webseite über das Netz auszusenden, wenn der Benutzer irgendeine der Webseiten im Cachespeicher betrachten möchte. Stattdessen kann der Browser nur die im Cache gehaltene Webseite aus seinem Speicher erhalten. Der Browser kann auf seinen Speicher viel schneller zugreifen, als er eine Webseite über das Netz anfordern und empfangen kann. Somit spart das Speichern im Cache die Zeit, die ansonsten zum Holen der Webseite über das Netz benötigt wird.

Lokale Computer speichern häufig die Information, auf die zuletzt zugegriffen wurde, so daß die Information verfügbar ist, sollte sie der Benutzer erneut anfordern. Ein mit dem herkömmlichen Speichern im Cache verbundenes Problem ist, daß der Benutzer warten muß, bis die Information in den lokalen Computer heruntergeladen ist, wenn der Benutzer eine erste Anforderung für diese Information stellt. (Speichern im Cache wird als Reaktion auf eine Benutzeranforderung für Information durchgeführt). Ein zweites Problem ist, daß die Information, die im Cache gespeichert werden soll, häufig zu Spitzennutzungszeiten angefordert und heruntergeladen wird.

Das Dokument XP-000764867 offenbart ein Protokoll, um Daten von einem Server an Server zu verteilen, die näher beim Kunden sind.

Spezielle und bevorzugte Aspekte der Erfindung sind in den anhängenden unabhängigen und abhängigen Ansprüchen dargelegt. Eigenschaften der abhängigen Ansprüche können mit denen der unabhängigen Ansprüche nach Bedarf und in anderen als in den Ansprüchen ausdrücklich dargelegten Kombinationen kombiniert werden.

Die vorliegende Erfindung überwindet die Probleme und Nachteile des Standes der Technik, indem ein Cachespeicher-Server implementiert wird, der schnellere Zugriffszeiten für unabhängig betriebene Netzelemente bereitstellen kann. Von solchen unabhängig betriebenen Netzelementen sagt man, daß sie „lose gekoppelte Verwaltungsdomänen" besitzen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung leitet der Cachespeicher-Server eine Informationsübertragung ein und hält die angeforderte Information in seinem Speicher, anstatt Informationsübertragung als Reaktion auf eine Benutzeranforderung im Cache zu speichern.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung lädt der Cachespeicher-Server Information vorab von einem anderen Server in seinen Speicher basierend auf einem Satz von vorher festgelegten Kriterien. Zum Beispiel kann der Cachespeicher-Server so viele von den größten Dateien herunterladen, wie in seinem Cachespeicher passen. Solches Vorab-Laden findet vorzugsweise während Zeiten schwacher Nutzung statt. Speziell fordert der Cachespeicher-Server einen „Katalog" von verfügbarer Information von einer Informationsquelle wie einem anderen Server. Die Informationsquelle sendet den Katalog über das Netz. Der Cachespeicher-Server entscheidet dann, welche Information er vorab zu laden wünscht und fordert diese Information von der Informationsquelle an. Sobald die Information empfangen ist, hält der Cachespeicher-Server die Information in einem Cachespeicher, so daß die Information verfügbar ist, wenn sie von einem Benutzer angefordert wird.

Das Vorab-Laden des Cachespeichers hat zwei Hauptvorteile: 1) es beseitigt die Verzögerungszeit, die mit dem Zugriff auf die Information durch einen Benutzer beim ersten Mal verbunden ist, und 2) das Holen der Information zwischen der Informationsquelle und dem Cachespeicher-Server kann außerhalb der Spitzen-Stunden stattfinden, wodurch die Netzlast zu Spitzenzeiten reduziert wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung legt die Informationsquelle fest, welche Information in dem Katalog gemäß einem von einem Satz von vorher festgelegten Kriterien beschrieben wird. Zum Beispiel kann der Katalog entsprechend der Größe organisiert sein und die Informationsquelle organisiert den Katalog nach Dateigrößen. Als ein zweites Beispiel kann der Katalog danach organisiert werden, welche Dateien am häufigsten von Benutzern heruntergeladen werden. In diesem Fall lädt der Cachespeicher-Server so viele häufig verwendete Dateien vorab, wie in seinen Cachespeicher passen. Als ein drittes Beispiel kann der Katalog danach organisiert sein, für welche Dateien Werbetreibende bezahlt haben, um sie in den Katalog zu plazieren. In diesem Fall lädt der Cachespeicher-Server so viele von diesen Dateien vorab, wie in seinen Cachespeicher passen.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum schnellen Zugriff auf Information in einem Netz bereitgestellt, das ein mit einem Cachespeicher-Server verbundenes Ursprungssystem umfaßt, wobei das Verfahren die von dem Cachespeicher-Server durchgeführten Schritte aufweist: Anfordern eines Katalogs von dem Ursprungssystem, der die von dem Ursprungssystem verfügbaren Dokumente auflistet; Empfangen des Katalogs von dem Ursprungssystem; Anfordern eines in dem Katalog beschriebenen Dokumentes, wobei das angeforderte Dokument einem zuvor festgelegten Kriterium des Cachespeicher-Servers entspricht; Empfangen des Dokumentes von dem Ursprungssystem; und Speichern des Dokumentes in einem Cachespeicher des Cachespeicher-Server.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Cachespeicher-Server mit einem Cachespeicher vorgesehen, wobei der Cachespeicher-Server Teil eines Netzes ist, das ein mit dem Cachespeicher-Server verbundenes Ursprungssystem beinhaltet, wobei der Cachespeicher-Server aufweist: einen ersten Teil, der dafür ausgelegt ist, einen Katalog von dem Ursprungssystem anzufordern, der die von dem Ursprungssystem erhältlichen Dokumente auflistet; einen zweiten Teil, der dafür ausgelegt ist, den Katalog von dem Ursprungssystem zu empfangen; eine dritten Teil, der dafür ausgelegt ist, ein in dem Katalog beschriebenes Dokument anzufordern, wobei das angeforderte Dokument einem zuvor festgelegten Kriterium des Cachespeicher-Servers entspricht; einen vierten Teil, der dafür ausgefegt ist, das Dokument von dem Ursprungssystem zu empfangen; und einen fünften Teil, der dafür ausgelegt ist, das Dokument in dem Cachespeicher zu speichern.

Vorzüge der Erfindung werden zum Teil in der folgenden Beschreibung dargelegt und sind zum Teil aufgrund der Beschreibung offensichtlich oder können durch Einsetzen der Erfindung erfahren werden. Die Ziele und Vorzüge der Erfindung werden erkannt und erreicht mittels der Elemente und Kombinationen, die im Einzelnen in den beigefügten Ansprüchen und Äquivalenten dargelegt werden.

Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend nur als Beispiel unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, von denen:

1 ein Blockdiagramm eines Datenverarbeitungssystems gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.

2 ein Diagramm ist, das Schritte eines Verfahrens zum Vorab-Laden eines Cachespeicher-Server zeigt.

3 ein Diagramm ist, das Schritte eines Verfahrens zum Erfüllen einer Anforderung von Information durch einen Benutzer zeigt.

4a bis 4c Beispiele möglicher Katalogformate zeigen.

Es wird nun im Detail auf die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung Bezug genommen, wobei Beispiele dafür in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht werden. Wo immer möglich werden dieselben Bezugsnummern in allen Zeichnungen verwendet, um auf gleiche oder ähnliche Teile Bezug zu nehmen.

1 ist ein Blockdiagramm eines Computernetzes 100 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Das Computernetz 100 beinhaltet ein Ursprungscomputersystem 101 und ein Cachespeicher-Computersystem 151. Das Ursprungssystem bzw. Ausgangssystem 101 und das Cachespeicher-System 151 sind durch die Verbindung 130 verbunden. Das Computersystem 100 kann jede Art von Netz wie etwas das Internet, ein LAN, ein WAN, ein Intranet, etc. sein, das es den Systemen 101 und 151 ermöglicht, miteinander zu kommunizieren. Das Ursprungssystem 101 und das Cachespeicher-System 151 werden unabhängig voneinander betrieben und kommunizieren mittels irgendeines bekannten Protokolls wie etwa das Hyper Text Transfer Protocol (http). Auch wenn nur zwei Systeme 101 und 151 abgebildet sind, sollte es sich verstehen, daß zusätzliche Systeme in dem Computernetz 100 beinhaltet sein können, ohne von der vorliegenden Erfindung abzuweichen.

Das Ursprungscomputersystem 101 beinhaltet einen Prozessor 102 und einen Speicher 104. Der Speicher 104 beinhaltet Urspungsserver-Software 112 und einen Katalog 114. Der Katalog 114 enthält zum Beispiel eine Beschreibung der Information, die von dem Ursprungssystem 101 erhältlich ist. Das System 101 ist vorzugsweise mit einer Anzeigeeinrichtung 132 und einer Eingabeeinrichtung 134 verbunden, was irgendwelche aus einem weiten Bereich von unterschiedlichen I/O-Einrichtungen wie Plattenlaufwerke, Tastaturen, Modems, Netzadapter, Drucker und Anzeigen sein können. Entsprechende computerlesbare Einrichtungen 136 wie ein Plattenlaufwerk oder ein CD-ROM-Laufwerk sind an das Ursprungssystem 101 und das Cachespeicher-System 151 angeschlossen abgebildet. Die Ursprungsserver-Software 112 und die Cacheserver-Software 162 sind vorzugsweise über die Einrichtungen 136 in den Speicher geladen.

Das Cachespeicher-Computersystem 151 beinhaltet einen Prozessor 152 und einen Speicher 154. Der Speicher 154 beinhaltet Cacheserver-Software 162 und einen Katalog 164, der von dem Ursprungssystem 101 übertragen wurde. 1 zeigt auch einen Cachespeicher 174. Der Cachespeicher 174 kann ein Teil des Speichers 104 (wie abgebildet) oder ein separater Speicher sein. Der Cachespeicher 174 hat eine vorbestimmte maximale Größe. In der beschriebenen Ausführungsform ist das Cachespeicher-System 151 mit einem Client#1 190 und einem Client#2 192 verbunden. In der beschriebenen Ausführungsform bilden der Client#1 190 und das Cachespeicher-System 151 zusammen einen Cachespeicher-Server 194. In anderen Ausführungsformen kann der Client#1 entweder in demselben oder in einem anderen Computer als dem Cachespeicher-System 151 angesiedelt sein. In noch anderen bevorzugten Ausführungsformen führt das Cachespeicher-System 151 die Funktionen von Client#1 190 durch. Client#2 kann entweder in demselben oder in einem anderen Computer als dem Cachespeicher-System 151 liegen.

Das Vorab-Laden des Cachespeicher-Systems 151 wird aus dem Ursprungssystem 101 ermöglicht, wobei die Prioritäten von Einheiten, die die Systeme 101 und 151 verwalten, verschieden sind. Zum Beispiel wird das Ursprungssystem 101 wünschen, so viel Information wie möglich „auszustoßen" („push out"), während das Cachespeicher-System 151 nur bereit ist, eine bestimmte Menge von Information im Cache zu speichern. Das Ursprungssystem 101 kann zum Beispiel ein großer, zentral angesiedelter Server sein, der eine große Anzahl von HTTP-Dokumenten wie Webseiten und Dateien speichert. Das Cachespeicher-System 151 kann zum Beispiel ein regionaler Server sein, der für Clients in einer geographischen Region zugänglich ist. Ein typisches Netz kann mehrere Ursprungssysteme 101 und/oder mehrere Cachespeicher-Systeme 151 beinhalten.

2 ist ein Diagramm, das Schritte eines Verfahrens zum Vorab-Laden eines Cachespeicher-Systems 151 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. Die Figur ist in drei Bereiche unterteilt, die den Client#1 190, das Cachespeicher-System 151 bzw. das Ursprungssystem 101 repräsentieren. In der beschriebenen Ausführungsform kommunizieren der Client und die Server miteinander über das HTTP-Protokoll, obwohl andere geeignete Protokolle verwendet werden könnten. Der Prozessor 152 führt Cacheserver-Software 162 aus, um die Schritte der mittleren Spalte durchzuführen. Der Prozessor 102 führt Ursprungsserver-Software 112 aus, um die Schritte der Spalte ganz rechts durchzuführen. Client#1 190 und Client#2 192 beinhalten vorzugsweise einen Prozessor, der Software zum Durchführen der abgebildeten Schritte ausführt. Wie oben diskutiert zeigt 1 Client#1 190 als einen separaten Prozeß, der auf einer separaten Maschine ablaufen kann oder nicht. Nach einer alternativen Ausführungsform werden die Funktionen von Client#1 190 von der Cacheserver-Software 162 durchgeführt.

In Schritt 202 leitet der Client#1 190 eine Anforderung für einen Katalog an das Cachespeicher-System 151 ein. Nach der beschriebenen Ausführungsform sendet der Client#1 190 eine solche Anforderung zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt wie etwa in der Mitte der Nacht. Es ist wünschenswert, daß die Anforderung von Schritt 202 zu einem Zeitpunkt durchgeführt wird, wenn das Netz nicht stark beschäftigt ist. Eine solche Zeitsteuerung hilft, die Netzlast zu Spitzenzeiten zu reduzieren. In Schritt 204 sendet das Cachespeicher-System 151 eine Anforderung für einen Katalog an das Ursprungssystem 101. In Schritt 206 sendet das Ursprungssystem 101 den Katalog 114 an das Cachespeicher-System 151. In Schritt 208 sendet das Cachespeicher-System 151 den Katalog an Client#1 190.

Schritte 210 bis 220 werden mehrmals durchgeführt, bis Client#1 190 feststellt, daß der Cachespeicher 174 voll ist (oder daß eine bestimmte maximale Menge von Cachespeicher gefüllt ist). Alternativ kann Client#1 190 eine Liste von Information, die vorab zu laden ist, an das Cachespeicher-System 151 senden und das Cachespeicher-System 151 wird so viele der Einträge in der Liste laden, wie in den Cachespeicher 174 passen. In Schritt 210 fordert der Client#1 190 einen Gegenstand bzw. ein Objekt (Datenobjekt) in dem Katalog von dem Cachespeicher-System 151 an. Das Cachespeicher-System 151 sendet die Anforderung an das Ursprungssystem 101, das den angeforderten Gegenstand zurückliefert. Das Cachespeicher-System 151 speichert den zurückgelieferten Gegenstand im Cachespeicher 174. 2 zeigt, daß der Gegenstand danach an den Client#1 190 weitergeleitet wird, der ihn verwirft, aber Information über den Gegenstand wie etwa die Größe aufheben kann. Alternativ kann das Cachespeicher-System 151 den Gegenstand einfach im Cache speichern, ohne ihn an Client#1 190 zu senden. Somit wurde am Ende von Schritt 216 die Information vorab in das Cachespeicher-System 151 geladen und wartet darauf, daß der Benutzer Information anfordert.

2 zeigt auch einen Schritt 230, in dem der Client#1 190 spezielle Anweisungen an das Cachespeicher-System 151 sendet. Diese speziellen Anweisungen können zum Beispiel angeben, daß bestimmte Information in dem Cachespeicher 174 eine vorbestimmte Zeit lang nicht aus dem Cachespeicher entfernt werden sollte. Als ein weiteres Beispiel kann die spezielle Anweisung das Cachespeicher-System 151 anweisen, bestimmte Information in dem Cachespeicher 174 sofort zu löschen. Die Information kann zum Beispiel durch ihre URL (Uniform Resource Locator) spezifiziert werden. Alternativ kann die spezielle Anweisung das Cachespeicher-System 151 anweisen, Information in einer last-in, first-out Reihenfolge oder in irgendeiner anderen passenden Reihenfolge zu löschen (oder zu sichern).

3 ist ein Diagramm, das Schritte eines Verfahrens zum Erfüllen einer Benutzeranforderung von Information zeigt. Die Schritte in 3 werden durchgeführt, nachdem das Cachespeicher-System 151 einige Information in den Cachespeicher 174 vorab geladen hat, wie in 2 gezeigt. In dem Beispiel ist der Benutzer auf Client#2 192 eingeloggt. In Schritt 302 fordert der Benutzer Information wie eine Datei oder eine Webseite mittels URL an. Wenn in Schritt 304 die angeforderte Information vorab geladen ist und im Cachespeicher 174 vorliegt, wird die Information aus dem Cachespeicher 174 kopiert und an den Client#2 192 gesendet. Wenn in Schritt 308 die Information nicht vorab geladen ist, dann fordert das Cachespeicher-System 151 in Schritt 310 die Information von dem Ursprungssystem 101 an, das die angeforderte Information zurückliefert. In Schritt 314 speichert das Cachespeicher-System 151 die Information im Cachespeicher 174 und sendet die Information in Schritt 316 an den anfordernden Client. Das Cachespeicher-System 151 stellt mit irgendeiner einer Vielzahl von bekannten Cachespeicher-Techniken fest, ob bestimmte Information in dem Cachespeicher 174 vorhanden ist.

Man beachte, daß Schritt 314 das Löschen (Verwerfen) von Einträgen aus dem Cachespeicher 174 nach sich ziehen kann, um Platz für neue Einträge zu schaffen. Wenn das Cachespeicher-System 151 spezielle Anweisungen erhalten hat, bestimmte, im Cachespeicher gehaltene Information nicht zu verwerfen, dann wird in Schritt 314 diese Information nicht aus dem Cachespeicher gelöscht, auch wenn sie als nächstes an der Reihe wäre, gelöscht zu werden.

Die 4a bis 4c zeigen entsprechende Beispiele von Formaten des Katalogs 114. Jedes Beispielformat beinhaltet einen Abschnitt oder eine Zeile in dem Katalog für jede Datei oder URL, die zum Herunterladen aus dem Ursprungssystem zur Verfügung steht. Diese Formate werden nur als Beispiel angegeben und sind nicht dazu gedacht, den Anwendungsbereich bzw. Schutzumfang der vorliegenden Erfindung einzuschränken. Der Katalog 114 ist vorzugsweise ein HTTP-Dokument vom Typ „text/plain". 4a zeigt ein Format, in dem der Katalog 114 zwei Felder enthält: ein Uniform-Resource-Locator-(URL)-Feld 403 und ein Größenfeld 404. Der Katalog kann optional nach steigenden oder fallenden Größen organisiert sein.

4b zeigt ein Format, in dem der Katalog 114 drei Felder enthält: ein URL-Feld 410, ein Größenfeld 412 und ein „Wie-oft-heruntereladen"-Feld 414 (auch „Popularitätsfeld" genannt). Alternativ könnte das Popularitätsfeld 414 weggelassen werden, und der Katalog könnte einfach nach steigendem oder fallendem Popularitätswert sortiert werden.

4c zeigt ein Format, bei dem der Katalog drei Felder beinhaltet: ein URL-Feld 420, ein Größenfeld 422 und ein „Erwünschtheits-" bzw. „Attraktivitätsfeld" 412. Alternativ könnte das Erwünschtheitsfeld 412 weggelassen werden, und der Katalog könnte einfach nach steigender oder fallender Erwünschtheit sortiert werden. In diesem Beispiel zeigt Erwünschtheit ein Kriterium an, das in dem Ursprungssystem 101 definiert ist. Wenn zum Beispiel eine Werbetreibender eine Prämie bezahlt hat, um seine Information in den Katalog stellen zu lassen, würde die Information einen hohen Erwünschtheitswert in dem Katalog haben. Andere Beispiele von Katalogen könnte die URLs nach ihrer PICS-Bewertung sortiert haben oder irgendeiner ähnlichen Bewertung, die den Inhalt von Dateien bewertet.

Das Cachespeicher-System 151 sieht die Inhalte des Katalogs 114 durch und legt fest, welche verfügbare, im Katalog 114 beschriebene Information vorab geladen werden sollte. Diese Festlegung wird gemäß einer Reihe von Kriterien getroffen, die in dem Speicher des Cachespeicher-Systems 151 gespeichert sind. Ein einfaches Kriterium ist zum Beispiel einfach Dateien in dem Katalog nach Größe vorab zu laden, die größte zuerst, bis der Cachespeicher 174 voll ist (oder eine vorher festgelegte Grenze für die Cachespeichergröße erreicht wurde). Ein anderes mögliches Kriterium könnte sein, daß das Cachespeicher-System 151 sowohl nach Größe der Dateien als auch nach dem verfügbaren Cachespeicher-Platz und der „Popularität" oder „Erwünschtheit" der Datei vorab lädt. Ein weiteres mögliches Kriterium könnte sein, daß das Cachespeicher-System 151 gemäß einem der oben beschriebenen Kriterien vorab lädt, aber und keinen Umständen Information auf einer in seinem Speicher gespeicherten „Nicht-Herunterladen"-Liste herunterlädt. Zum Beispiel könnten bestimmte Cachespeicher-Systeme 151 niemals jugendgefährdendes Material oder Material von einer zuvor festgelegten Informationsquelle herunterladen wollen. Wie man aus den obigen Beispielen erkennen kann, sind die Kriterien, die verwendet werden, um festzulegen, welche Information herunterzuladen ist, in gewisser Weise dadurch beeinflußt, welche Information in dem Katalog 114 verfügbar ist. Eine große Anzahl von Katalogformaten und Kriterien für ein Cachespeicher-System sind mit Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kompatibel.

Nach einigen Ausführungsformen gibt das Ursprungssystem 101 „Hinweise" an das Cachespeicher-System/an den Client hinsichtlich dessen, wann es bzw. er das nächste Mal einen Katalog anfordern sollte. Diese Hinweise können als Teil des Katalogs gesendet werden oder können in einer separaten Verwaltungsnachricht gesendet werden. Wenn zum Beispiel der Katalog normalerweise alle vierundzwanzig Stunden aktualisiert wird, könnte das Ursprungssystem 101 vorschlagen, den Katalog durch das Cachespeicher-System alle vierundzwanzig Stunden herunterzuladen. Wenn jedoch irgendein wichtiges Ereignis eintritt, könnte das Ursprungssystem 101 vorschlagen, den Katalog häufiger herunterzuladen, weil er von dem Ursprungssystem 101 häufiger aktualisiert wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann in dem Fall, daß auf das Ursprungssystem 101 von mehreren Cachespeicher-Systemen zugegriffen wird, zu jedem Cachespeicher-Server 194 ein unterschiedlicher Katalog gesendet werden. Der Katalog wird dynamisch erzeugt, zum Beispiel auf der Basis von dem bei dem Ursprungssystem 101 beobachteten Zugriffsmuster, das von einem bestimmten Cachespeicher-Server erzeugt wird. Alternativ werden Kataloge durch Grundsatz- bzw. Strategie-Entscheidungen bei dem Ursprungssystem 101 festgelegt. Zum Beispiel können die an einen bestimmten Cachespeicher-Server gesendeten Kataloge so beschaffen sein, daß sie kein jugendgefährdendes Material enthalten.

Zusammenfassend ermöglicht es eine Ausführungsform der Erfindung einem Cachespeicher-Server, der vorzugsweise einen Client und ein Cachespeicher-System beinhaltet, eine Anforderung für einen Katalog von verfügbaren HTTP-Dokumenten einzuleiten. Diese Anforderung wird nachts oder während einer schwachen Zeit auf dem Netz gestellt. Nachdem der Katalog empfangen wurde, legt der Cachespeicher-Server fest, welche der Dokumente in dem Katalog vorab in einen Cachespeicher zu laden sind. Somit werden die vorab geladenen Dokumente in dem Cachespeicher des Cachespeicher-Server verfügbar sein, wenn ein Benutzer sie anfordert. Der Cachespeicher-Server kann festlegen, daß einige oder alle vorab geladenen Dokumente für eine zuvor festgelegte Zeitspanne nicht aus seinem Cachespeicher gelöscht werden sollten.

Andere Ausführungsformen liegen für Fachleute auf dem Gebiet aus der Betrachtung der Spezifikation und der Anwendung der hier offenbarten Erfindung auf der Hand. Die Spezifikation und die Beispiele sollen nur als Beispiele betrachtet werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren für den Zugriff auf Information in einem Netzwerk, welches ein Ursprungssystem enthält, das mit einem als Zwischenspeicher dienenden Server verbunden ist, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch die folgenden Schritte, die durch den als Zwischenspeicher (Cache) dienenden Server ausgeführt werden:

    Anfordern eines Katalogs aus dem Ursprungssystem, welcher Dokumente auflistet, die aus dem Ursprungssystem verfügbar sind,

    Empfangen des Katalogs aus dem Ursprungssystem,

    Anfordern eines Dokumentes, welches in dem Katalog beschrieben ist, wobei das Dokument entsprechend einem vorbestimmten Kriterium des als Zwischenspeicher dienenden Servers angefordert wird,

    Empfangen des Dokumentes aus dem Ursprungssystem, und

    Speichern des Dokumentes in einem Cache-Speicher des als Zwischenspeicher dienenden Servers.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin die Schritte aufweist:

    Empfangen einer Anforderung nach dem Dokument von einem Benutzer durch den zweiten Server, und

    Senden des in dem Cache-Speicher gespeicherten Dokumentes von dem als Zwischenspeicher dienenden Server an den Benutzer.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Anforderns eines Katalogs aus dem Ursprungssystem während einer Zeit mit geringer Nutzung des Netzwerkes ausgeführt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der als Zwischenspeicher dienende Server einen Client und ein Cache-System umfaßt und wobei der Schritt des Anfordern eines Katalogs aus dem Ursprungssystem die Schritte umfaßt:

    Senden der Anforderung nach dem Katalog von dem Client an das Cache-System, und

    Senden der Anforderung nach dem Katalog von dem Cache-System zu dem Ursprungssystem.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der als Zwischenspeicher dienende Server einen Client und ein Cache-System umfaßt und wobei der Schritt des Anforderns eines Dokumentes, welches in dem Katalog beschrieben ist, die Schritte aufweist:

    Senden der Anforderung nach dem Katalog von dem Client an das Cache-System, und

    Senden der Anforderung nach dem Katalog von dem Cache-System an das Ursprungssystem.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das von dem als Cache dienenden Server verwendete Kriterium, um zu bestimmen, ob ein Dokument aus dem Katalog angefordert wird, auf der Größe des Dokumentes beruht.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das von dem als Zwischenspeicher dienenden Server verwendete Kriterium, um zu bestimmen, ob ein Dokument aus dem Katalog angefordert werden soll, auf einer Bewertung beruht, welche mit dem Dokument verknüpft ist und welche in dem Katalog gespeichert ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das durch den als Zwischenspeicher dienenden Server verwendete Kriterium, um zu bestimmen, ob ein Dokument aus dem Katalog angefordert werden soll, auf einer Liste mit Namen nicht akzeptabler Dokumente beruht.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Netzwerk einen zweiten als Zwischenspeicher dienenden Server aufweist und wobei die ersten und zweiten als Zwischenspeicher dienenden Server unterschiedliche Kataloge aus dem Ursprungssystem empfangen.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Netzwerk einen zweiten als Zwischenspeicher dienenden Server aufweist und wobei die ersten und zweiten Zwischenspeicher unterschiedliche Dokumente von dem Ursprungssystem empfangen.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ursprungssystem und der Zwischenspeicherserver für ihre Kommunikation das http-Protokoll verwenden.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der als Zwischenspeicher dienende Server einen Client und ein Cache-System umfaßt, und welches weiterhin die Schritte aufweist:

    Senden eines Befehls von dem Client an das Cache-System, um das Dokument für eine spezifizierte Zeitdauer in dem Cache-Speicher zu halten, und

    Erhalten des Dokumentes in dem Cache-Speicher durch das Cache-System für die spezifizierte Zeitdauer.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der als Zwischenspeicher dienende Server einen Client und ein Cache-System umfaßt und welches weiterhin die Schritte aufweist:

    Senden eines Befehls durch den Client an das Cache-System, um das Dokument aus dem Cache-Speicher zu entfernen (auszuspülen), und

    Entfernen des Dokumentes aus dem Cache-Speicher durch das Cache-System.
  14. Als Zwischenspeicher dienender Server mit einem Cache-Speicher, wobei der Zwischenspeicherserver Teil eines Netzwerkes ist, welches ein Ursprungssystem umfaßt, welches mit dem Zwischenspeicherserver verbunden ist, wobei der Zwischenspeicherserver gekennzeichnet ist durch:

    einen ersten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er einen Katalog aus dem Ursprungssystem anfordert, welcher Dokumente auflistet, die aus dem Ursprungssystem verfügbar sind,

    einen zweiten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er den Katalog aus dem Ursprungssystem empfängt,

    einen dritten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er ein Dokument anfordert, welches in dem Katalog beschrieben ist, wobei das Dokument entsprechend einem vorbestimmten Kriterium des Zwischenspeicherservers angefordert wird,

    einen vierten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er das Dokument aus dem Ursprungssystem empfängt und

    einen fünften Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er das Dokument in dem Cache-Speicher speichert.
  15. Cache-Server nach Anspruch 14, wobei der Cache-Server einen Client und ein Cache-System aufweist, und wobei der erste Bereich umfaßt:

    einen sechsten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er die Anforderung nach dem Katalog von dem Client an das Cache-System sendet, und

    einen siebten Bereich, der so ausgestaltet ist, daß er die Anforderung nach dem Katalog von dem Cache-System an das Ursprungssystem sendet.
  16. Computerprogrammprodukt, welches aufweist:

    ein durch einen Computer verwendbares Medium, auf welchem ein computerlesbarer Code verkörpert ist, um einen Zugriff auf Information zu veranlassen, welche in einem Netzwerk gespeichert ist, das ein Ursprungssystem und einen Zwischenspeicherserver hat, wobei das Computerprogrammprodukt gekennzeichnet ist durch

    computerlesbare Programmcodeeinrichtungen, die so ausgestaltet sind, daß sie bewirken, daß ein Computer das Anfordern eines Katalogs von dem Ursprungssystem bewirkt, welcher Dokumente auflistet, die von dem Ursprungssystem erhältlich sind,

    computerlesbare Programmcodeeinrichtungen, die so ausgestaltet sind, daß sie einen Computer veranlassen, daß er den Empfang des Katalogs aus dem Ursprungssystem bewirkt,

    computeresbare Programmcodeeinrichtungen, welche so ausgestaltet sind, daß sie bewirken, daß ein Computer das Anfordern eines in dem Katalog beschriebenen Dokumentes bewirkt, wobei das Dokument entsprechend einem vorbestimmten Kriterium angefordert wird,

    computerlesbare Programmcodeeinrichtungen, welche so ausgestaltet sind, daß sie einen Computer veranlassen, daß er den Empfang des Dokumentes von dem Ursprungssystem bewirkt und

    computerlesbare Programmiercodeeinrichtungen, welche so ausgestaltet sind, daß sie einen Computer veranlassen, daß er das Speichern des Dokumentes in dem Cache-Speicher bewirkt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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