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Dokumentenidentifikation DE69732682T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000833070
Titel Festellbremse
Anmelder Freni Brembo S.p.A., Curno, Bergamo, IT
Erfinder Giorgetti, Alberto, 24030 Terno D'Isola (Bergamo), IT;
Braiato, Antonio, 10136 Torino, IT
Vertreter Diehl & Partner, 80333 München
DE-Aktenzeichen 69732682
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.07.1997
EP-Aktenzeichen 972022867
EP-Offenlegungsdatum 01.04.1998
EP date of grant 09.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse F16D 65/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Feststellbremse für Fahrzeuge, wie sie in dem Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben wird.

Bei Fahrzeugen, die mit Scheibenbremsen an den Hinterrädern ausgestattet sind, ist es Teil des Standes der Technik, jede Scheibenbremse mit einer trommelartigen Feststellbremse bereitzustellen, die eine Trommel und mindestens eine Backe umfasst, die gegen die Trommel, gedrückt wird, wenn die sogenannte Handbremse betätigt wird.

Bekannt ist auch, um zu gewährleisten, dass der Benutzer das Fahrzeug auch beim ersten Betätigen der Handbremse ordnungsgemäß parken kann, dass die Bremse bei der Herstellung des Fahrzeugs "eingelaufen" werden muss, indem das Fahrzeug, bei dem es sich insbesondere um ein Industriefahrzeug, einen Lastwagen oder Ähnliches handelt, wiederholten Bremsvorgängen, d.h. einem bestimmten Einlaufen der Bremse, unterzogen wird. Durch dieses Verfahren erhöhen sich natürlich die Kosten.

Vorgeschlagen wird, dass die zylindrische Fläche, die auf der Innenseite der Trommel ausgebildet ist, mit einer Chrom-Schicht beschichtet wird. Diese Lösung macht das Einlauf-Verfahren verzichtbar, ist aber im Hinblick auf die Kosten uninteressant, da sie mit zusätzlicher Arbeit in der Phase verbunden ist, in der die Trommel verarbeitet wird, da die Trommel einem komplexen und kostspieligen zusätzlichen Verfahren unterzogen werden muss, was teilweise darauf zurück zu führen ist, dass die Teile des Bauelementes mit geeigneten Beschichtungen geschützt werden müssen, die nicht verchromt sind.

Am Anfang der vorliegenden Erfindung bestand die Aufgabe darin, eine Feststellbremse zu entwickeln, deren Aufbau und Funktionsmerkmale so beschaffen sind, dass sie die vorhergehend beschriebenen Nachteile überwinden.

In der WO 95/31650 wird eine Bremse gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben.

Diese Aufgabe wird durch eine Feststellbremse der beschriebenen Art gelöst, die gemäß dem kennzeichnenden Teil des beigefügten Anspruchs 1 gekennzeichnet ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Feststellbremse gemäß der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Beispiels einer ihrer Ausführungsformen, die als nicht begrenzende Beschreibung anhand der beiliegenden Zeichnungen bereitgestellt ist.

1 ist eine Schnittansicht eines Teils eines Fahrzeugs mit einer Feststellbremse gemäß der Erfindung.

2 ist eine Endansicht des selben Abschnitts des Fahrzeugs in 1.

3 zeigt eine perspektivische Ansicht mit einem Teilschnitt eines Bauelementes der Feststellbremse gemäß der vorliegenden Erfindung.

4 zeigt eine perspektivische deutlich vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts des Bauelementes in 3.

Bezugnehmend auf die beiliegenden Figuren bezeichnet die Bezugszahl 1 allgemein einen Teil eines Fahrzeugs, beispielsweise eines Industriefahrzeugs, eines Lastwagens, eines Autos oder Ähnlichem, der eine Hinterachse 2 mit den Achsen X-X und eine Nabe 3 für ein Hinterrad umfasst, wobei die Nabe drehbar von der Achse 2 auf Lagern 4 getragen und von einer Welle 5 gedreht wird.

6 ist eine Scheibenbremse, an sich herkömmlich, von der die Zeichnung nur einen Bremsring 7 ihrer Scheibe 8 zeigt.

9 ist eine Feststellbremse gemäß der Erfindung.

Die Feststellbremse 9 umfasst eine Trommel 10, die bei 10a mit einem Stift an der Nabe 3 befestigt ist, und zwei Backen 11, die an der Achse 2 befestigt sind und, wenn sie durch ein an sich bekanntes Steuermittel betätigt werden, gegen eine zylindrische Fläche 12 drücken sollen, die auf der Innenseite der Trommel 10 ausgebildet sind.

Auf der zylindrischen Fläche 12 befinden sich Oberflächenunregelmäßigkeiten 13, im Wesentlichen Unregelmäßigkeiten in der Form, die in der Form mehrerer Vertiefungen 14 und mehrerer Erhöhungen 15 ausgebildet sind, die sich beide 14 und 15 entlang der Kante der Zylinderfläche 12 erstrecken. Die Vertiefungen 14 und die Erhöhungen 15 wechseln sich miteinander ab und sind in einem regelmäßigen Pitch-Abstand angeordnet. In dem Beispiel beträgt der Pitch-Abstand, der in der Figur mit p bezeichnet ist, 1 mm. Die Vertiefungen 14 sind im Wesentlichen mit einem Querschnitt in der Form eines gleichseitigen Dreiecks mit konvex ausgebildeten Seiten und einem abgerundeten Scheitelpunkt ausgebildet.

Die Vertiefungen 14 haben eine bestimmte begrenzte Tiefe, in der Figur mit h bezeichnet, von 0,03 mm bis 0,08 mm. Die Erhöhungen 15 sind mit einer grundsätzlich flachen Spitze ausgestattet, die zur zylindrischen Fläche 12 gehört.

Die Vertiefungen werden vorzugsweise mit Hilfe eines Rändelwerkzeugs auf der zylindrischen Fläche 12 hergestellt. Das Rändeln wird nach dem Fertigdrehen schnell auf der zylindrischen Fläche 12 ausgeführt.

Die Trommel umfasst einen ringförmigen Abschnitt 16, der integral auf der Außenseite ausgebildet ist und als Bremsring 7 der Scheibenbremse 6 dient.

Im Betrieb, wenn die Feststellbremse erstmalig betätigt wird, berühren die Backen die Innenfläche, wo sie auf die Flächenunregelmäßigkeiten treffen, die auf letzterer ausgebildet wurden. Zwischen den Backen und der Innenfläche kommt es zu einem umgehenden Einbetten.

Es hat sich herausgestellt, dass die Feststellbremse gemäß der vorliegenden Erfindung durch dieses Einbetten ab der ersten Betätigung mit maximaler Leistung wirkt, ohne dass ein vorbereitendes Einlaufen oder das vorherige Aufbringen teurer Beschichtungen erforderlich ist.

Ein anderer Vorteil der Feststellbremse gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Einfachheit ihrer Herstellung, was nicht der geringste Vorteil für ein Teil ist, das in der Massenfertigung hergestellt werden soll und eine lange und zuverlässige Leistung erbringen muss.

Natürlich kann ein Fachmann gemäß seinen gegebenen und besonderen Bedürfnissen die vorhergehend beschriebene Feststellbremse auf unterschiedliche Weisen verändern und variieren, wobei jedoch der Umfang des erfinderischen Schutzes nicht überschritten wird, der in den folgenden Ansprüchen beschrieben wird.


Anspruch[de]
  1. Feststellbremse für Fahrzeuge, wobei die Feststellbremse umfasst:

    eine Trommel (10), die aus einem einzelnen Material hergestellt ist, wobei die Trommel (10) eine zylindrische Bremsfläche (12), die aus dem einzelnen Material besteht, auf einer Innenseite der Trommel (10) aufweist, wobei auf der Bremsfläche (12) rillenartige Vertiefungen (14) und Erhöhungen (15) ausgebildet sind;

    wenigstens einen Backen (11) zur direkten kraftschlüssigen Ineingriffnahme der Bremsfläche (12) der Trommel (10);

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die rillenartigen Vertiefungen (14) und die Erhöhungen (15) mit Hilfe eines Rändelwerkzeugs auf der Bremsfläche (12) hergestellt werden;

    die rillenartigen Vertiefungen (14) und die Erhöhungen (15) axial auf der Bremsfläche (12) entlang verlaufen;

    die rillenartigen Vertiefungen (14) und die Erhöhungen (15) in einem regelmäßigen Pitch-Abstand quer zur Axialrichtung miteinander abwechseln; und

    die rillenartigen Vertiefungen (14) und die Erhöhungen (15) ein Einbetten des Backen (11) in der Bremsfläche (12) bewirken, wenn der Backen (11) die Bremsfläche (12) in direkten Eingriff nimmt.
  2. Feststellbremse (9) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (14) im Wesentlichen einen dreieckigen Querschnitt aufweisen.
  3. Feststellbremse (9) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hergestellte Pitch-Abstand (p) zwischen 0,5 und 2 mm beträgt und vorzugsweise 1 mm beträgt.
  4. Feststellbremse (9) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (14) eine bestimmte begrenzte Tiefe (h) zwischen 0,03 mm und 0,08 mm aufweisen.
  5. Feststellbremse (9) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen ringförmigen Abschnitt (16) umfasst, der integral mit der Trommel (10) auf deren Außenseite ausgebildet ist, wobei der Abschnitt (16) einen Bremsring (7) einer Scheibe einer Scheibenbremse (6) bildet.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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