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Dokumentenidentifikation DE69827535T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000856616
Titel Grundfolie für Dachanordnung
Anmelder Building Materials Corp. of America, Wayne, N.J., US
Erfinder Grazman, Brent L., Livingston, New Jersey 07039, US;
Woodring, William J., Bound Brook, New Jersey 08805, US
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69827535
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.02.1998
EP-Aktenzeichen 983007295
EP-Offenlegungsdatum 05.08.1998
EP date of grant 17.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse E04D 5/12
IPC-Nebenklasse E04D 3/35   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Ein Problem, das sich in Zusammenhang mit Dachanordnungen immer wieder stellt, ist das Abheben durch den Windsog, der zu einer Abtrennung einer Unterlagsfolie von einem Substrat, wie beispielsweise der Dachfläche oder einer mit einer Dämmschicht abgedeckten Dachfläche, führt. In Gebieten mit relativ höherer Windgeschwindigkeit war es schwierig, die von Vorschriften oder Bauplanern geforderte Windsogbeständigkeit zu erreichen, ohne dafür finanziell nicht tragbare Bautechniken anzuwenden. Im Falle von nagelbaren Dachflächen ist es oft notwendig, die Dachfläche an den Abdeckungschichten in kurzen Abständen zu befestigen, wodurch sich Zeit- und Kostenaufwand der Montage erhöhen. Andererseits waren mehrere nichtnagelbare Dachflächen nicht imstande, eine ausreichende Beständigkeit gegenüber der Windsogkraft bereitzustellen. Dementsprechend wurden mehrere alternative Verfahren vorgeschlagen, die ein Versagen der Befestigung verhindern sollen. Zunächst ist dies die Verwendung einer gleichmäßig gelochten Unterlagsfolie mit runden Perforationen in der Anordnung, die ein Fließen von Klebstoff durch die Löcher hindurch ermöglichen, sodass die Folie am Substrat anhaftet. Der Klebstoff kann durch ein Heißgießverfahren auf der gelochten Unterlagsfolie aufgebürstet werden, wodurch ein Durchtritt durch die Folie und ein Anhaften dieser an der Dachfläche oder einer untergelegten Dämmschicht am gelochten Bereich ermöglicht wird. Während dieses Verfahren zwar zeit- und kostensparend ist, da kein Bedarf an Befestigungsvorrichtungen an bestimmten Abständen besteht, hat sich herausgestellt, dass es in Umgebungen, die relativ höheren Windgeschwindigkeiten ausgesetzt sind, nicht wirkungsvoll ist, da die derzeit erhältlichen Unterlagsfolien keine ausreichende Haftfestigkeit und Folienfestigkeit bereitstellen, um starken Windsogkräften widerstehen zu können. Im Falle einer herkömmlich gelochten Unterlagsfolie ist ein einfaches Vergrößern der Perforationen oder Anheben der Anzahl keine angemessene Lösung, da beide Ansätze die Festigkeit der Folie mindern.

Die DE-A Nr. 3.231.372 offenbart eine Dichtungslage, die eine Schicht aus einer gestanzten Folie oder einen solchen Film, die bzw. der aus einem leicht schmelzbaren Kunststoff oder aus einer Papier- oder Kunststofflage bestehen kann, mit Löchern umfasst, durch die das Fließen eines Klebstoffs das Anhaften an ein Substrat ermöglicht. Obwohl das System fest genug sein muss, dass der Wind die verschiedenen Schichten nicht trennen kann, wird eine Maximierung der Haftung und die gleichzeitige Maximierung der Windbeständigkeit nicht erwähnt.

Demgemäß ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Dachflächenanordnung bereitzustellen, die eine verbesserte Beständigkeit gegenüber der Auftriebskraft des Windes und andere Schäden, die durch Verwitterung entstehen, aufweist, ohne dabei die Festigkeit der Folie zu beeinträchtigen.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer neuen und verbesserten Unterlagsfolie für Bedachungssysteme mit hoher Windsogbeständigkeit, die günstig herzustellen und praktisch zu montieren ist.

Die Ziele der vorliegenden Erfindung werden gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 erreicht. Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Die Löcher sind nicht-zylindrische gestanzte Ausschnitte in der Gestalt einer geschlossenen Figur oder eines Polygons mit zumindest zwei Seiten oder Umrisslinien von ungleicher Länge.

Für die Zwecke dieser Erfindung werden die folgenden Begriffe definiert:

Ein "Loch" ermöglicht den Durchtritt eines Klebstoffs.

Eine "Öffnung" ist eine nicht zylindrische geschlossene Figur oder ein Polygon mit zumindest zwei Seiten oder Umrisslinien von ungleicher Länge, z.B. ein Oval mit einer Haupt- und einer Nebenachse von ungleicher Länge oder andere hierin geoffenbarte Formen. Eine Öffnung kann schichtartig und im Kontinuum der Unterlagsfolie ausgeschnitten oder dreidimensional sein und einen "Öffnungsbereich" in der Unterlagsfolie unterhalb des Ausschnitts einschließen. Der Ausschnitts- und der Öffnungsbereich müssen nicht gleiche Größe aufweisen.

Das "Substrat" ist die Schicht, Folie oder Fläche, die unmittelbar unter der Unterlagsfolie liegt.

Die "Unterlagsfolie" ist die Folie, die geeignet gelocht ist, um eine Haftung am Substrat durch Ausschnitte in ihrem Kontinuum, die die Öffnungen bilden oder Teil dieser sind, zuzulassen.

Die "Isolierung" ist ein steifes oder halbsteifes Material, das den Wärmefluss verzögert.

Die "Membran" ist eine wasserdichte Schicht einer modifizierten Bitumenbahn, Dachpappe, Asphalt, Klebstoff usw.

Die "Dachanordnung" umfasst die Unterlagsfolie und alle Schichten oder Folien oberhalb und unterhalb der Unterlagsfolie.

Die Hilfsfolie oder -folien umfassen eine oder mehrere Schichten aus Dachpappe, modifiziertem Bitumen, eine Dämmung, eine Deckschicht, eine abriebfeste Oberflächenschicht und dergleichen, die über der Unterlagsfolie angeordnet sind.

In einer Unterlagsfolie bietet ein Loch mit kreisrunder Form die kleinsten Umfangsmaße für eine gegebene umgrenzte Fläche und somit den Mindestflächenbereich des potentiellen Eindringens von Klebstoff in ein Substrat in der Region, die die Lochstelle umgibt. Es wurde nun entdeckt, dass durch Verlängern des Umfangs des Lochs relativ zu seinem umschlossenen Flächenbereich und eigentlich durch jede beliebige Abweichung von der Konfiguration eines gleichseitigen, gleichwinkeligen Polygons die Nettofläche der Klebewechselwirkung zwischen der Folie und dem Substrat gesteigert und zusätzlich der Flächenbereich für das Eindringen des Klebstoffs in das Substrat in die Region, die den ausgeweiteten Umfang des Lochs umgibt, hinein ausgeweitet werden kann. Diese Neuerung sorgt für eine unerwartet stärkere Haftung zwischen dem Substrat und der darüber liegenden Anordnung, ohne dass damit eine Schwächung der Unterlagsfolienstruktur einhergeht, zu der es normalerweise beim Ausweiten der Perforationen nach dem Stand der Technik kommt. Somit liegt das Grundprinzip dieser Erfindung darin, dass je größer die Abweichung dieser Löcher von der Form eines Zylinders oder der Form eines Kreises, eines gleichseitigen Dreiecks oder Quadrats, desto größer die potentielle Klebefläche und desto größer die Beständigkeit gegenüber Windsog. Aus der folgenden Offenbarung wird deutlich hervorgehen, das der Grad der Befestigungsstärke direkt mit dem Umfang der vorliegenden nicht zylindrischen Löchern variiert und dass die Beständigkeit gegenüber Windsogkräften im Vergleich zu kreisrunden Perforationen nach dem Stand der Technik, die denselben inneren Flächenbereich umschließen, zumindest verdoppelt werden kann.

Unter den zahlreichen Lochformen und -konfigurationen, die für diese Erfindung in Betracht gezogen wurden, zählen eine eiähnliche und leierförmige Gestalt, Kanäle und Schlitze, die T-Form, I-Form, L-Form, Y-Form, Stern- und Blasenformen zu den besonders vorteilhaften für die Steigerung der Haftfestigkeit der Unterlagsfolie an einem darunter liegenden Substrat.

Im Allgemeinen ist die Anzahl der Löcher in der Unterlagsfolie der vorliegenden Erfindung in etwa gleich wie oder etwas geringer als die herkömmlich eingesetzte, und der Umfang der hierin geoffenbarten Löcher beträgt zwischen 7,5 und 15 cm (etwa 3 und etwa 6 Zoll). Diese Löcher weisen eine Länge von 0,63 bis 15 cm (etwa 1/4 bis 3 Zoll) und eine Breite, die zumindest 0,37 (1/8 Zoll) kürzer als die Länge ist, d.h. eine Breite von 0,37 bis 0,8 cm bei eiähnlicher und schlitzförmiger Gestalt, auf. Die bevorzugten Löcher dieser Erfindung sind jene mit runden Kantenabschnitten, wie beispielsweise solche in Form eines Ovals, einer Blase usw. Die bevorzugten nicht zylindrischen Löcher dieser Erfindung können durch die folgende Formel definiert werden: R/R' = > 2 worin R der Radius (a) eines Kreises ist, der rund um ein gegebenes Loch der vorliegenden Erfindung gezogen ist, und R' der Radius (a') eines Kreises ist, der konstruiert ist, um dieselbe Innenfläche wie das Loch aufzuweisen.

Die Löcher sind gleichmäßig auf der Unterlagsfolie beabstandet und sind üblicherweise um 2,5 bis 15 cm (etwa 1 bis etwa 6 Zoll), teilweise in Abhängigkeit von der Größe der Folie und der Art der Dachanordnung, z.B. dem Grad der Biegsamkeit, der Dicke usw., von den Außenkanten nach innen hin versetzt. Es genügt zu sagen, dass sie um einen Randabstand nach innen versetzt sind, der eine gute Herstellbarkeit und eine wirksame Haftung bei der Konstruktion der Dachanordnung bereitstellt. Geeigneterweise sind die Öffnungen in einer Distanz voneinander beabstandet, die zum Kleben der Unterlagsfolie auf das Substrat wirksam ist, z.B. mit einem Lochabstand von 7,5 bis 17,8 cm (etwa 3 bis etwa 7 Zoll), je nach Größe der Folie und entsprechend der Form und Größe des Lochs; obwohl, falls gewünscht, der Lochabstand in der Nähe der Kanten der Folie deutlich kleiner sein kann als jener, der im Mittelabschnitt verwendet wird. Zumeist ist eine einheitliche Beabstandung über die gesamte Folie hinweg bevorzugt. Auch wenn jedes herkömmliche Muster der Lochverteilung eingesetzt werden kann, wurde herausgefunden, dass ein Chevron-Muster, von dem eine Ausführungsform in III der Zeichnungen dargestellt ist, ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber dem Windsog und gute Herstellbarkeit bereitstellt.

Die gelochte Unterlagsfolie der vorliegenden Erfindung kann auf eine herkömmliche Dachfläche, wie beispielsweise eine, die aus Gips, Zement, Holz oder einem Metall, wie z.B. Stahl, besteht, in einem belüfteten oder unbelüfteten System gelegt werden. falls gewünscht, kann eine steife oder halbsteife Wärmedämmplatte mit einer Dicke von 0,63 bis 61 cm (0,25 bis 24 Zoll), vorzugsweise 1,2 bis 25 cm (0,5 bis 10 Zoll), die Perlit, Polyisocyanurat, Polystyrol, Polyurethan, Faserplatte, Schaumglas und Kombinationen dieser enthält, zwischen der Dachfläche und der Unterlagsfolie gelegt werden, obwohl auf die Dämmung auch wahlweise verzichtet werden kann.

Alternativ dazu kann die Dämmschicht in einer Foliendachanordnung (z.B. IRMA®) über der Unterlagsfolie aufgebracht werden.

Die Breite der Unterlagsfolie beträgt im Allgemeinen etwa 30,5, 61, 91,5, 100 oder 122 cm (12, 24, 36, 40 oder 48 Zoll), und die Folie ist üblicherweise in Rollen erhältlich. Obwohl die Dicke der Unterlagsfolie von etwa 1 bis etwa 5 mm variieren kann, ist eine Dicke von etwa 1,5 bis etwa 3 mm bevorzugt. Die Unterlagsfolie besteht aus einem organischen oder anorganischen Material, das mit oxidiertem oder nichtoxidiertem Asphalt, einem polymermodifizierten Asphalt oder Steinkohlenteer, beispielsweise mit einem Polyolefin, SBS, Kautschuk und dergleichen modifiziert, gesättigt oder beschichtet ist. Die Ober- und Unterseite der vorliegenden Unterlagsfolie sind mit einem Asphaltmaterial beschichtet, und Granulat kann in der Unterseite der Asphaltschicht eingebettet sein. Um das Verkleben der Schichten beim Transport in Form einer Rolle zu verhindern wird die Unterlagsfolie üblicherweise mit einem Trennmittel, wie beispielsweise Sand, Talk oder einer Seife in Kontakt gebracht. Auch kann die Oberfläche mit einem Belüftungsmaterial, wie beispielsweise einem Granulatüberzug, bedeckt sein, oder sie kann Kanäle aufweisen, sodass der sich nach der Montage und während der Lebenszeit der Dachanordnung ansammelnde Dampf freigesetzt werden kann.

Die Löcher der Unterlagsfolie können durch Ausschnitte in einer der hierin besprochenen Formen ausgebildet werden, oder sie können so ausgebildet werden, dass sie Öffnungsbereiche in ihren Unterschichten unter den Oberflächenperforationen einschließen.

Auf die Oberfläche der Folie kann ein Schmelzkleber im Heißgießverfahren aufgebürstet werden. Die Unterlagsfolie kann auch montiert und gleichzeitig am Substrat und den anderen Schichten der Dachanordnung mit den nachstehen beschriebenen Klebstoffen angebracht werden. Es liegt außerdem innerhalb des Schutzumfangs dieser Erfindung, das Heißgießverfahren und Aufbürsten zu umgehen, indem ein Ruberoid Modified Bitumen Adhesive oder einen anderen lösenden Bitumen-Asphaltkleber verwendet wird. Ein Flämmverfahren, das eine flämmbare Bedachungsfolie mit einem Substrat durch die Löcher verschmelzt, kann ebenfalls eingesetzt werden.

Herkömmliche Arten von Bindemitteln können zum Anbringen der Unterlagsfolie auf dem Substrat verwendet werden; diese umfassen Bitumen, wie beispielsweise Asphalte und Teerpech mit einem Schmelzpunkt bei etwa 37°C (100°F) bis etwa 500°F. Das Bindematerial kann 0 bis etwa 75 Gew.-% eines mineralischen Stabilisators, wie beispielsweise einen auf der Basis von Kalkstein, Gesteinsmehl, Sand oder anderen feinen oder granulierten Gesteinsteilchen enthalten. Vor dem Aufbringen wird das Bindemittel zu einen fließfähigen Zustand erwärmt. Die Unterlagsfolien können als Panele gelegt werden, die Seite an Seite aneinanderstoßen oder sich überlappen, bevor das Heißgießverfahren und Aufbürsten durchgeführt wird, oder sie können in einem einzigen Vorgang verlegt und gebürstet werden, z.B. mit einem Dachpappe-Befestigungsgerät. Wie zuvor bereits angedeutet liegt es ebenfalls im Schutzumfang der Erfindung, auf das heiße Aufbürsten zugunsten eines Flämmverfahrens zu verzichten, das für ein Schmelzen durch die Unterlagsfolie hindurch zum Substrat sorgt.

Die fertige Dachanordnung umfasst Schichten oberhalb der Unterlagsfolie, die gemeinhin in einer Dachanordnung Anwendung finden. Diese zusätzlichen Schichten umfassen gesättigte Dachpappe, polymermodifizierte Bedachungsmaterialien, wahlweise eine Dämmmembran und andere Schichten, die in der Anordnung gewünscht sind.

Nachdem nun die vorliegende Erfindung allgemein beschrieben wurde, wird nun auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, die gewisse Aspekte und bevorzugte Ausführungsformen veranschaulichen, jedoch nicht der Einschränkung des Schutzumfangs der Erfindung, wie er in den beigelegten Ansprüchen definiert ist, zu dienen.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

I ist eine perspektivische Ansicht der Unterlagsfolie 2 mit gleichmäßiger Lochung an den Stellen 3, die mit einem X gekennzeichnet sind.

II veranschaulicht bevorzugte Formen von Löchern für die Unterlagsfolie 2, in der a bis d Löcher durch die Unterlagsfolien darstellen, bei denen die Ausschnitte mit einer durchgehenden Linie gezeigt sind und die Granulatunterschicht der Folie in den Öffnungsbereichen, deren Kanten mit einer punktierten Linie dargestellt sind, nicht gegenwärtig ist. Die Löcher e bis o zeigen andere Ausschnittkonfigurationen für die Löcher in der Unterlagsfolie 2.

III zeigt ein alternatives Muster einer Lochverteilung auf einem Abschnitt der Unterlagsfolie 2, bei dem eine Chevron-Anordnung aus schlitzähnlichen Öffnungen verwendet wird. Diese Ausführungsform verwendet ein 7,5 cm (3 Zoll)-Gitter 10 und Schlitze 12 mit einer Länge von 5 cm (2 Zoll) und einer Breite von 1,7 cm (0,5 Zoll), deren Mittelpunkte um etwa 11 cm (4 Zoll) versetzt sind. Es versteht sich von selbst, dass auch andere Längen und Dicken genauso wie auch andere Ausschnittformen für die Zwecke dieser Erfindung eingesetzt werden können.

IV ist eine planare Seitenansicht einer montierten und befestigten Unterlagsfolie einer Dachanordnung 8, die eine Dachfläche 5, eine Dämmplatte 4, eine Unterlagsfolie 2 mit Granulat 6 auf seiner Unterseite sowie eine Klebeschicht 7, die die Löcher 3 der Folie 2 und die umgebenden Oberflächen-Flächen der Dämmschicht 4 durchdringt, umfasst. Wie zuvor angedeutet wurde, umfasst die fertige Anordnung wahlweise eine oder mehrere herkömmliche Dämmschichten und/oder wetterbeständige Schichten über der Klebeschicht 7; die Neuerung dieser Erfindung liegt jedoch nicht in derartigen Modifikationen, ausgenommen in Kombination mit der vorliegenden Unterlagsfolie, die geänderte Lochkonfigurationen aufweist.

VERGLEICHSBEISPIEL A

Eine Vielzahl von nicht perforierten Unterlagsfolien mit den Maßen 61 × 61 cm (24 × 24 Zoll), bestehend aus einem nichtgewobenen Fiberglaskern, der mit einem eingefüllten, oxidierten Asphalt gesättigt ist, wurden modifiziert, sodass jede Folie Kanäle mit einer Breite von 0,47 cm (3/16 Zoll) und einer Länge von 7,5 cm (2,5 Zoll) mit einem Abstand von 12 cm (4,5 Zoll) auf der Unterseite aufwiesen. Die Fläche der Klebereindringung durch die nicht-perforierte Bahn war ungefähr null. Die Innenfläche eines jeden Kanals betrug in etwa 3 cm2 (0,47 Quadratzoll) und der Umfang in etwa 13,7 cm (5,4 Zoll). Die Unterlagsfolien wurden auf einer Lage aus 1,9 cm (3/9 Zoll) dickem Sperrholz aufgeklebt, indem eine dünne Schicht BUR-"Built-up Roofing"-Asphalt zum Aufbürsten, der seine äquiviskose Temperatur aufwies, auf das Sperrholz aufgebracht wurde und die Unterlagsfolie aneinander anstoßend auf den aufgebürsteten Asphalt gelegt wurden. Eine ähnlich dünne Schicht des viskosen Aufbürst-Asphalts wurde dann auf die Oberfläche der Unterlagsfolien aufgebracht und, während dieser noch heiß war, ein weiteres ähnliches Stück Sperrholz auf die Unterlagsfolienanordnung gelegt. Die fertige Anordnung wurde 3 Tage lang abkühlen gelassen, wonach eine Kraft von 3.250 kg/m2 (665 Pfund/Quadratfuß) in eine senkrecht zur Ebene der Folien stehenden Richtung angelegt wurde. Die Anordnung versagte bei einer Kraft von 730 kg/m2 (150 Pfund/Quadratfuß), was nach der Korrektur für das Gewicht des Testgeräts einer Kraft von 3.250 kg/m2 (665 Pfund/Quadratfuß) entspricht.

VERGLEICHSBEISPIEL B

Die Anordnung aus Beispiel A wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Unterlagsfolien mit herkömmlichen runden Löchern von 1,6 cm (5/8 Zoll) mit 7,5 cm (3 Zoll) beabstandeten Mittelpunkten gelocht waren, und durch Bürsten auf einem Substrat, eine Polyisocyanuratplatte mit einer Dicke von 2,85 cm (1 1/8 Zoll) angebracht. Die Innenfläche eines jeden Lochs betrug in etwa 1,9 cm2 (0,3 Quadratzoll), und der Umfang eines jeden betrug in etwa 5 cm (2 Zoll). Nach dem Abkühlen wies diese Anordnung eine Windsogbeständigkeit von nur 3 kN (665 Pfund) auf, was korrigiert in etwa 730 kg/m2 (150 Pfund/Quadratfuß) entspricht.

BEISPIEL C

Die Anordnung aus Beispiel B wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Perforationen modifiziert wurden, sodass sie aus 2 Rillen mit einer Breite von 1,6 cm (5/8 Zoll) bestanden und die Perforationen umschrieben und direkt mit diesen kommunizierten; die Rillen wurden in die Unterschicht der Unterlagsfolien eingekratzt. Die Löcher waren mit jenen aus Beispiel B identisch, aber die zugehörigen Öffnungen wiesen ein Fläche von etwa 3,2 cm2 (0,5 Quadratzoll) und einen Umfang von 13,7 cm (5,4 Zoll) auf. Nach dem Abkühlen wies diese Anordnung eine Windsogbeständigkeit von mehr als 4,25 kN (eine Kraft von 965 Pfund) auf, was korrigiert mehr als 1.100 kg/m2 (225 Pfund/Quadratfuß) ergibt.

BEISPIEL D

Die Anordnung aus Beispiel B wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Löcher aus Schlitzen mit einer Breite von 0,63 cm (1/4 Zoll) und einer Länge von 7,5 cm (3 Zoll) bestanden, die an Mittelpunkten in einem Abstand von 12 cm (4,5 Zoll) angeordnet waren (Chevron-Art). Die Innenfläche dieser Löcher betrug 2 cm2 (0,8 Quadratzoll), und der Umfang belief sich auf etwa 17,3 cm (6,8 Zoll). Nach dem Abkühlen wies diese Anordnung eine Windsogbeständigkeit von mehr als 4,88 kN (1.000 Pfund/Quadratfuß) auf, was korrigiert mehr als 1.220 kg/m2 (250 Pfund/Quadratfuß) ergibt.

Wurden die Schlitze in der Unterlagsfolie aus Beispiel D durch T-förmige Löcher in der Unterlagsfolie ersetzt, so wird eine ähnliche Windsogbeständigkeit erzielt.

V der Zeichnungen vergleicht in einem Diagramm die Haftung zwischen Unterlagsfolie und Substrat, wie sie allgemein in den Beispielen A bis D beschrieben wurde. In dieser Figur ist die Beständigkeit gegenüber einem Abheben durch Windsog in Pfund/Quadratfuß entlang der X-Achse und die Innenfläche der Löcher in Quadratzoll entlang der Y-Achse dargestellt. Weiters steht in der Figur das Symbol

für die Löcher in der Unterlagsfolie der in Beispiel A beschriebenen Konfiguration; das Symbol • steht für die herkömmlichen Unterlagsfolienlöcher, die in Beispiel B beschrieben wurden; und das Symbol
steht für die Unterlagsfolienlöcher, die in Beispiel D beschrieben wurden. Wie die Kurve veranschaulicht hat insbesondere bei der Innenfläche von 0,4–0,45 die Konfiguration des Lochs eine signifikante Auswirkung auf die Beständigkeit gegenüber Windsogkräften. Die Löcher mit Innenflächen von weniger als 0,3 sind schlichtweg zu klein, um die gewünschte Haftung zwischen den Unterlagsfolien und den Substraten bereitzustellen, obwohl die Folie selbst eine gute Festigkeit beibehält. Eine Innenfläche von 0,45 ist in etwa das Maximum, das für eine Unterlagsfolienfestigkeit tolerierbar ist, wenn runde Löcher verwendet werden; im Fall von annähernd eiförmigen oder T-förmigen Löchern hingegen nahm die Festigkeit der Unterlagsfolie nicht merklich ab, wenn größere Löcher mit größeren Innenflächen eingesetzt wurden.

Eine im Wesentlichen ähnliche Verbesserung wird mit den Löchern der hierin beschriebenen anderen, nicht zylindrischen Konfiguration erzielt.


Anspruch[de]
  1. Unterlagsfolie (2) für eine Dachanordnung (8), wobei die Unterlagsfolie so angepasst ist, dass sie an ein Substrat geklebt werden kann und eine Asphaltunterschicht sowie voneinander beabstandete Öffnungen in der Folie aufweist, die Löcher (3) bereitstellen, damit Klebstoff durch die Öffnungen auf das Substrat fließen kann, wobei die Öffnungen so modifiziert sind, dass sie eine Steigerung der Haftfestigkeit zwischen der Unterlagsfolie (2) und dem Substrat ermöglichen, ohne dass die Festigkeit der Folie beeinträchtigt wird, wobei die modifizierten Öffnungen nicht zylindrisch sind und eine Gestalt aus einer oder mehreren geschlossenen Figuren aufweisen; dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagsfolie (2) eine Dicke von 1,5 bis 3 mm aufweist und in ihre Asphaltunterschicht Granulat (6) eingebettet ist; dass die Öffnungen nicht zylindrisch in der Gestalt von Polygonen sind und zumindest zwei Seiten oder Ränder mit ungleicher Länge aufweisen; und dass die Öffnungen durch die Formel R/R' = > 2 definiert sind, worin R der Radius (a) eines Kreises ist, der eine gegebene Öffnung umschreibt, und R' der Radius (a') eines konstruierten Kreises ist, der die gleiche Innenfläche aufweist wie die betreffende Öffnung.
  2. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 1, worin die Öffnungen gestanzte Ausschnitte der genannten Gestalt in der Unterlagsfolie (2) sind oder umfassen.
  3. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 2, worin die gestanzten Ausschnitte nicht kreisförmig sind und mit nicht kreisförmigen Öffnungsbereichen in der Unterschicht mit eingebettetem Granulat (6) kommunizieren.
  4. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 3, worin die gestanzten Ausschnitte schlitzförmig sind.
  5. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 1, worin die Unterlagsfolie (2) einen Öffnungsbereich in ihrer Unterschicht umfasst, der die genannte Gestalt aufweist.
  6. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 1, worin der Öffnungsbereich in der Unterschicht größer ist als ein gestanzter Ausschnitt, der direkt darüber liegt und in offener Kommunikation mit dem Öffnungsbereich ist, wodurch ein Loch durch die Unterlagsfolie bereitgestellt wird und Klebstoff durch die Unterlagsfolie und den Öffnungsbereich in der Unterschicht mit eingebettetem Granulat (6) auf die Oberfläche des Substrats durchtreten kann.
  7. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 6, worin die Ränder des gestanzten Ausschnitts und des Öffnungsbereichs kreisförmig sind.
  8. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 6, worin sich Rinnen von einem kreisförmigen gestanzten Ausschnitt aus strahlenförmig erstrecken, um einen kontinuierlichen sternförmigen Öffnungsbereich bereitzustellen.
  9. Unterlagsfolie (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Öffnungen der Unterlagsfolie (2) gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
  10. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 9, worin die Öffnungen der Unterlagsfolie (2) in einem Chevron-Muster angeordnet sind.
  11. Unterlagsfolie (2) nach Anspruch 6, worin das Loch (3) in Gestalt einer dreidimensionalen Figur mit einem Öffnungsbereich in der Unterschicht die Gestalt einer Sanduhr, eines Sterns, eines Kleeblatts oder einer Blase aufweist.
  12. Dachanordnung (8), die eine Unterlagsfolie (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche umfasst.
  13. Dachanordnung (8) nach Anspruch 12, worin das Substrat eine Dachfläche (5) ist.
  14. Dachanordnung (8) nach Anspruch 12, worin das Substrat eine Isolationsschicht (4) ist.
  15. Dachanordnung (8) nach Anspruch 12, worin das Substrat eine Wärmeisolationsschicht aus starrem oder halbstarrem Faser-, Polymer- oder Glassschaummaterial ist, die zwischen der Unterlagsfolie (2) und der Dachfläche (5) angeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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