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Dokumentenidentifikation DE69827541T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000864700
Titel Duschanlage
Anmelder Oras Oy, Rauma, FI
Erfinder Rautavuori, Janne, 26100 Rauma, FI;
Vatka, Tapani, 27230 Lappi TL, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 69827541
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.03.1998
EP-Aktenzeichen 986600195
EP-Offenlegungsdatum 16.09.1998
EP date of grant 17.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse E03C 1/05

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist eine in Waschräumen installierte Duscheinrichtung, aufweisend eine an der Wand installierte Dusche, ein Ventil, das den Wassereinlass steuert, sowie ein Sensor, der die Präsenz einer unter die Dusche kommenden Person erkennt, wobei der Sensor das Ventil über einen Steuerblock einstellt. Die erfindungsgemäße Lösung kann in Dusch-Anlagen einen Einsatz finden, die in Waschräumen von sowohl privaten Haushalten als auch öffentlichen Einrichtungen zu installieren sind.

Bei einer herkömmlichen Lösung dreht die Bedienperson der Dusche den Kalt- und Warmwasserhahn auf; das dann fließende Wasser wird in einem Wassermischer gemischt und läuft von der Dusche auf die sich waschende Person. Bei vielen Lösungen ist der Kalt- und Warmwasserhahn kombiniert, wodurch die Temperatur-Einstellung durch Verwendung eines Steuerhebels bewerkstelligt wird, und die Intensität des Wasser-Einlasses durch einen anderen Hebel. Ferner gibt es Lösungen, bei denen sowohl die Temperatursteuerung als auch die Steuerung der Wassereinlass-Intensität in einem Steuerhebel miteinander kombiniert sind, so dass eine Steuerrichtung des Hebels die Temperatur einstellt und eine andere Steuerrichtung die Intensität des Wassereinlasses justiert.

Bei insbesondere in öffentlichen Anlagen installierten Duscheinrichtungen ist es immer öfter wünschenswert, eine von den herkömmlichen Lösungen abweichende, einfach zu verwendende Lösung vorzusehen. Die Einfachheit einer Verwendung in diesem Fall impliziert beispielsweise, dass die Wassertemperatur und/oder die Intensität des Wassereinlasses voreingestellt sind, so dass sie für die die Dusche verwendende Person geeignet sind, wodurch der eigentliche Waschvorgang einfacher und schneller durchführbar ist.

Eine gegenüber den herkömmlichen Lösungen einfacher zu verwendende Lösung ist eine Dusche, die mit einem mechanischem Druckknopf arbeitet, so dass die die Dusche verwendende Person durch einmaliges Drücken des Druckknopfes die Dusche startet, wobei das Wasser für eine vorbestimmte Zeitdauer aus der Dusche kommt. Der mechanische Druckknopf kann entweder zur Verwendung mit der Hand oder mit dem Fuß installiert sein.

Der mechanische Druckknopf sieht somit eine Wasserversorgung für eine vorbestimmte Zeitdauer vor, wobei die Bedienperson den Wasserlauf nicht nach Belieben unterbrechen kann. Ferner wird die Wasserabgabe nicht automatisch angehalten, wenn die Person die Dusche verlässt. Dies resultiert in einem unnötigen Verbrauch von Wasser. Gegenwärtig gibt es neue Duschlösungen, die Wasser einsparen und oft auf einer Photozellentechnologie basieren.

Diese bekannte Technologie wird im Folgenden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung 1 beschrieben, die eine Duschlösung unter Verwendung der Photozellen-Technik darstellt.

Die in 1 gezeigte Duschlösung umfasst eine an einer Wand 1 installierte Dusche 2, einen Photozellen-Sensor 3, ein Ventil 6, sowie einen Steuerblock 5, der das Ventil steuert.

Bei dieser bekannten Lösung detektiert ein Infrarotstrahl 4 des Photozellen-Sensors 3 die unter die Dusche 2 kommende Person und gibt ein Signal darüber an den Steuerblock 5 ab. Der Steuerblock 5 öffnet seinerseits das Ventil 6, das den Wassereinlass steuert, woraufhin Wasser in die Dusche 2 und ferner auf die eine Dusche nehmende Person läuft. Dementsprechend wird durch den Infrarotstrahl 4 erkannt, wenn die Person die Dusche 2 verlässt, woraufhin ein Signal an den Steuerblock 5 gegeben wird, der das den Wassereinlass steuernde Ventil 6 schließt, womit der Wassereinlass der Dusche 2 unterbrochen ist.

Bei dieser beschriebenen Lösung mit einer Verwendung der Photozellen-Technik wird die Wasserabgabe minimiert, weil das Ventil 6 der Dusche nur dann geöffnet ist, wenn sich eine Person unter der Dusche 2 befindet. Wenn die Dusche 2 nicht oft benutzt wird, befindet sich oft kaltes Wasser in dem Leitungssystem; deshalb liegt ein Schwachpunkt bei dieser Lösung darin, dass die erste Wasserabgabe direkt auf die Bedienperson 2 kommt. Ferner muss die Bedienperson zum Unterbrechen des Wassereinlasses während dem Einseif-Vorgang aus der Dusche 2 heraustreten, um den Wassereinlass zu unterbrechen.

Dokument EP-A-0 501 263 zeigt eine Vorrichtung zum Fernsteuern einer Dusche, aufweisend einen ersten Sensor mit einem ersten Detektorfeld und einem zweiten Sensor mit einem zweiten Detektorfeld. Wenn eine Bedienperson in das erste Detektorfeld eintritt, schaltet ein stromabwärts des Sensors angeschlossener Detektorschaltkreis, der gewährleistet, dass das Magnetventil geöffnet wird, das den Wasserstrom durch den Duschkopf steuert. Wenn die sich unter der Dusche befindende Bedienperson ihre Hand in das zweite Detektorfeld bewegt, wird ein Detektor-Schaltkreis geschaltet, der stromabwärts des Sensors angeordnet ist und gleichermaßen ein Ausgangssignal generiert. Die Ausgangssignale der beiden Detektorschaltkreise werden dann für den Schaltzustand des elektrisch betätigten Ventils verwendet.

Dokument EP-A-0 722 019 zeigt ein automatisches Dusch-Steuersystem, aufweisend eine Proximalfeld-Detektion und eine Auswert-Vorrichtung zur Detektion der Anwesenheit einer Bedienperson, wobei der Proximalfeld-Detektor ein Signal mit einer Intensität ausgibt, die von einer ersten Intensität aufgrund der Detektion eines Objekts in dem Nahbereich bis zu einer zweiten Intensität variiert, sobald ein Objekt in dem Normalbereich detektiert wurde und das System durch die Anwesenheit eines Objekts in dem unmittelbaren Nahbereich eingeschaltet ist.

Dokument GB 2 280 025 offenbart einen für eine sanitäre Einrichtung geeigneten Bereichssensor, bei dem ein Signal-Schaltkreis des Bereichssensors mit einem Funktionsverstärker vorgesehen ist, um den an einem der Endklemmen eines positionssensitiven Photodetektors (PSD) ausgehenden Strom in eine Spannung zu konvertieren, sowie ein Funktionsverstärker zum Konvertieren des aus einem gemeinsamen Anschlusspunkt kommenden Stroms in eine Spannung. Ferner lehrt das Dokument GB 2 280 025 wie Fehler reduziert werden, die durch die Funktionsverstärker selbst produziert werden, indem die Anzahl der Verstärker reduziert wird und eine Sanitäreinrichtung vorgesehen wird, die einen menschlichen Körper oder dergleichen detektieren kann und das elektromagnetische Ventil oder dergleichen durch Herabsetzen des Lichtprojektions-Niveaus des Licht emittierenden Elements genau steuern kann, wenn der von dem Strom-/Spannungskonverter ausgegebene Spannungswert einen vorbestimmten Wert aufgrund des Störlichts überschreitet, das in den positionssensitiven Photodetektor eintritt, und so den Spannungswert proportional zu dem aufgenommenen reflektierten Licht ohne Überschreitung der Grundspannung variiert.

Dabei gibt es jedoch einige Nachteile bei bekannten Duschlösungen, wie beispielsweise in Systemen, die durch eine Detektiervorrichtung implementiert sind, die auf der Detektion der Intensität des von einer Oberfläche eines Objekts reflektierten Lichts basieren, wie das beispielsweise in dem Dokument EP-A-0 722 019 aufgezeigt ist, weil die Intensität des reflektierten Lichts von mehreren Umständen abhängt, wie beispielsweise den Oberflächen, den Eigenschaften der Oberflächen, den Farben der Oberflächen und den Materialien der Oberflächen, von denen der Lichtstrahl reflektiert wird, womit einige falsche Auswertungen einer Präsenz der Bedienperson in dem zu detektierenden Bereich leicht auftreten können.

Zusätzlich sind Duschlösungen, die mit mehreren separaten Detektor-Sensoren ausgerüstet sind, wie sie beispielsweise in dem Dokument EP-A-0 501 263 aufgezeigt sind, komplex, woraufhin auch die Detektor-Schaltkreise und die Steuerung der Duscheinrichtung komplex wird. Die Komplexität führt oft zu Fehlfunktionen, wobei komplexe Lösungen schwierig zu erhalten sind und auch die Kosten von komplexen Lösungen schnell in die Höhe steigen können. Ferner ist die Genauigkeit und Eindeutigkeit des Abstandes eines Objektes von der Dusche nicht genau, weil das Detektor-Feld sehr grob ist. Ferner können auch Fehlfunktionen mit mehreren separaten Detektor-Sensorblöcken auftreten, weil ein erster (separater) Sensorblock mit einem ersten Detektor-Feld leicht an einer anderen Stelle angelegt sein kann als ein zweiter (separater) Sensorblock mit einem zweiten Detektor-Feld, woraufhin eine Bedienperson im schlimmsten Fall in das zweite Detektor-Feld anstelle des ersten Detektor-Feldes eintreten kann.

Darüber hinaus können beim Bestimmen einer Distanz eines Objektes gemäß einer Lösung, wie sie in der GB 2 280 025 beschrieben ist, leicht falsche Ergebnisse auftreten, weil der PSD-Sensor der GB 2 280 025 aus einem Lichtemissionselement und einem Lichtaufnahmeelement besteht, wie beispielsweise einem Streifen einer Silikon-Photodiode, wobei die Distanz durch eine Umwandlung von Spannungs-/Stromwerten bestimmt wird, die durch den Streifen der Silikonphotodiode erzeugt werden. Hier können insbesondere Probleme auftreten, wenn der von dem Strom-/Spannungs-Konverter ausgegebene Spannungs-Wert einen vorbestimmten Wert aufgrund des Störlichtes überschreitet, das in den positionssensitiven Photodetektor einfällt, um so den Spannungswert im Verhältnis zum aufgenommenen reflektierten Licht ohne Überschreitung der Grundspannung zu variieren.

Die Anwenderfreundlichkeit der Dusche und eine Wassereinsparung während des Duschens durch insbesondere eine Verminderung einer unnötigen Wasserabgabe sind sehr wichtig geworden und bilden zentrale Merkmale beim Entwickeln neuer Dusch-Lösungen. Die bekannten Dusch-Lösungen sind jedoch noch nicht effizient genug beim Lösen der oben beschriebenen Probleme.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dusch-Lösung für die Installation in Waschräumen vorzusehen, mit der oben beschriebene Probleme gelöst und die Mängel behoben werden. Um das zu erreichen, weist die erfindungsgemäße Einrichtung einen positionssensitiven Sensor auf, beispielsweise einen PSD-Sensor, der Distanzen erkennt und für den mindestens zwei unterschiedliche Distanz-Felder definiert sind; d.h. ein Proximalfeld unmittelbar in der Nähe des Sensors, sowie ein Fernfeld in dem Normalbereich einer Bedienperson der Dusche. Der positionssensitive Sensor gemäß der Erfindung umfasst eine Licht emittierende Diode, die als ein Sender S funktioniert, und eine Licht sensitive Anordnung von Dioden, die als Empfänger R funktionieren, die vorteilhafterweise in demselben kleinen Raum angeordnet sind. Der Steuerblock dient zur Steuerung des Ventils, auf der Grundlage des Ein- und Austretens der Person in einerseits das Fernfeld und andererseits auf der Grundlage des Eintritts in das Proximalfeld, z.B. durch die Bewegung einer Hand der Bedienperson, sodass die Bedienperson die Dusche während dem Duschvorgang die Dusche zeitlich ein- oder ausschalten kann, ohne den eigentlichen Duschbereich zu verlassen.

Die Dusch-Einrichtung gemäß der Erfindung ist durch den kennzeichnenden Teil des unabhängigen Hauptanspruchs gekennzeichnet.

Gemäß der Erfindung steuert der Steuerblock das den Wassereinlass einstellende Ventil über den gesamten Duschvorgang auf intelligente Weise.

Im Folgenden wird die Erfindung im Detail mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in diesen zeigen:

1 die oben beschriebene bekannte Duschlösung,

2 eine erfindungsgemäße Duschlösung, bei der die auf einem positionssensitiven Sensor basierende Technik eingesetzt wird,

3 den Aufbau eines bekannten positionssensitiven Sensors,

4 das Schaltdiagramm eines bekannten positionssensitiven Sensors (PSD),

5 das Fließbild des Duschverfahrens der erfindungsgemäßen Dusch-Lösung,

6 das betriebliche Zeitdiagramm des Duschverfahrens der erfindungsgemäß auf einem positionssensitiven Sensor basierenden Dusch-Lösung.

2 zeigt eine Dusch-Lösung, bei der eine Technologie basierend auf einem positionssensitiven Sensor gemäß der Erfindung implementiert ist. Sie umfasst eine an einer Wand 1 installierte Dusche 2, einen Sensor 7, ein Ventil 6, sowie einen das Ventil 6 steuernden Steuerblock 10.

Der Sensor 7 liefert Distanz-Daten, die sich aus einem proximalen Feld 8 und aus einem Fernfeld 9 ergegeben. Die Distanzgrenzen des proximalen Feldes und des Fernfeldes können gemäß jedem Anwendungsgegenstand der Erfindung definiert werden. Beispielsweise liegt bei einer herkömmlichen Dusch-Anwendung das proximale Feld 8 vorzugsweise in einer Distanz von ca. 0–10 cm (d) von dem Sensor 7, und dementsprechend das Fernfeld 9 vorzugsweise bei einer Distanz von ca. 10–80 cm (D) von dem PSD-Sensor 7.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das proximale Feld 8 des Sensors 7 als der Ein-/Ausschalter des Ventils 6 interpretiert, der den Wassereinlass der Dusche 2 in dem Steuerblock 10 steuert, wobei in Entsprechung das Fernfeld 9 des Sensors 7 durch den Steuerblock 10 als ein Detektor zum herkömmlichen Feststellen einer Präsenz einer Person interpretiert wird, die eine Dusche nimmt. Der Sensor 7 detektiert die Steuerbefehle, die die Person durch die Hand an das proximale Feld 8 gibt und überträgt diese Nachrichten an den Steuerblock 10. Bei dieser Ausführungsform werden die Messergebnisse eines Objektes, wie beispielsweise einer Hand, in dem proximalen Feld durch den Steuerblock als EIN-/AUS-Befehle interpretiert, d. h. Befehle, um den Wasserstrom zu unterbrechen, wenn das Ventil offen ist, oder um den Wasserstrom bei geschlossenem Ventil zu öffnen, je nachdem welcher Fall vorliegt. Der Steuerblock 10 steuert das Ventil 6 auf intelligente Weise, das den Wassereinlass während des gesamten Dusch-Vorgangs einstellt, wie das nachfolgend beschrieben wird. Das Magnetventil 6 kann beispielsweise als das Ventil 6 zum Steuern des Wassereinlasses verwendet werden.

Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steuert der Steuerblock 10 die Wasserabgabe auf der Grundlage der Ausgangssignale des Sensors 7. Wenn der Sensor 7 ein Objekt innerhalb des Bereiches des besagten proximalen Feldes 8 detektiert, verändert der Steuerblock 10 die Stellung des Ventils 6, wodurch die Bedienperson alternativ entweder den Wassereinlass starten oder unterbrechen kann, beispielsweise durch Heben der Hand in die Nähe des Sensors 7.

Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steuert der Steuerblock 10 das Ventil 6 ebenso auf der Grundlage von Objekten, die der Sensor 7 in dem Fernfeld 9 detektiert. Bei dieser Ausführungsform öffnet das Steuerelement das Ventil 6 aufgrund einer Detektion eines Objektes nur in dem proximalen Feld 8, wenn der Sensor 7 ferner ein Objekt in dem Fernfeld 9 detektiert. Wenn der Sensor 7 feststellt, dass das Objekt in dem Fernfeld 9 das Fernfeld 9 verlässt, schließt der Steuerblock 10 das Ventil 6, wenn das Ventil 6 in seiner geöffneten Stellung ist.

Bei der dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung öffnet das Steuerelement 10 das Ventil 6 aufgrund einer Detektion eines Objekts in dem proximalen Feld 8, obwohl kein Objekt in dem Fernfeld 9 ist. Bei diesem Situationstyp schließt das Steuerelement 10 das Ventil 6 nach einer bestimmten, vorbestimmten Zeit, wenn kein Objekt in das Fernfeld 9 eintritt.

Bei der erfindungsgemäßen Dusch-Einrichtung wird beispielhaft ein PSD-Sensor als der positionssensitive Sensor verwendet. Zur Darstellung der Funktionsweise eines solchen Ausführungsbeispiels der Erfindung wird der Aufbau des PSD-Sensors im Detail mit Bezug auf die 3 und 4 kurz beschrieben. Der fragliche Sensor ist ein kommerziell erhältlicher PSD-Sensor (z.B. Hamamatsu Typ Nr. 55674). Eine als Sender S fungierende, Licht emittierende Diode, und eine als Empfänger R fungierende lichtsensitive Anordnung von Dioden sind in demselben kleinen Raum angeordnet. Ein durch die Linse L1 austretender Lichtstrahl trifft auf das Objekt T, wobei der Auftreffpunkt durch den Empfänger R durch die Linse L2 detektiert wird, genauer gesagt so, dass die Diode oder die Dioden des fraglichen Empfängers R durch den Abstand des Objekts definiert sind. Die Ausgangssignale von sowohl der Sender-Diode und der Anordnung der Empfänger-Dioden werden in den Prozessor P über einen Verstärker gegeben. Das Ausgangssignal des Prozessors wird an einen Steuerblock 10 gegeben, wobei alternativ der Prozessor selbst als der Steuerblock arbeitet.

5 zeigt das funktionale Fließschema des durch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung implementierten Dusch-Verfahrens. Das Duschverfahren beginnt 11 mit einem Öffnen 12 des Hahns der Dusche 2 durch das Einbringen einer Hand in das proximale Feld 8 des Sensors 7. Wenn das kalte Wasser aus dem Leitungssystem geflossen ist und das Wasser angenehm und warm ist, kann sich die Bedienperson unter der Dusche in das Fernfeld 9 bewegen 13. Wenn sich die Bedienperson nicht innerhalb einer bestimmten, vorbestimmten Zeit in das Ferfeld 9 bewegt, schließt der Steuerblock 10 den Wasserstrom. Der Sensor 7 detektiert die Bedienperson in dem Fernfeld 9 und hält die Dusche geöffnet, während die Bedienperson nass wird und sich abbraust 14. Wenn die Bedienperson den Wasserstrom der Dusche 2 zum Auftragen von Seife 16 unterbrechen möchte, schließt sie 15 den Hahn der Dusche 2 beispielsweise durch Einbringen einer Hand in das proximale Feld 8 des Sensors 7. Auf diese Weise kann die Bedienperson ein Seifenmittel 16 auftragen, ohne den Bereich des Fernfeldes 9 des Sensors 7 verlassen zu müssen. Nach dem Auftragen der Seife 16 öffnet 17 die Bedienperson wieder den Hahn der Dusche 2, beispielsweise durch Heben einer Hand in das proximale Feld 8 des Sensors 7. Der Sensor 7 detektiert die Bedienperson im Fernfeld 9 und hält die Dusche während des Abbrausens 18 offen. Wenn die Bedienperson fertig ist und unter der Dusche 2 heraustritt 19 wird dies vom Fernfeld 9 des Sensors 7 detektiert, woraufhin der Hahn der Dusche nach einer kurzen Weile automatisch schließt 20 und das Duschverfahren beendet ist 21.

6 zeigt das funktionale Zeitdiagramm des Dusch-Verfahrens. In dem Diagramm ist die Funktion des Fernfeldes 9 des positionssensitiven Sensors 7 durch den Graphen 22 dargestellt. Der obere Bereich des Graphen 22 zeigt die Position der Person, die in dem Bereich des Fernfeldes 9 des Sensors 7 eine Dusche nimmt, und dementsprechend veranschaulicht der untere Bereich die Position der Person außerhalb des Bereichs des Fernfeldes 9 des Sensors 7. Dementsprechend veranschaulicht der Graph 22 des Diagramms die Arbeitsweise des proximalen Feldes 8 des Sensors 7. Der obere Bereich des Graphen 23 veranschaulicht die Position (der Hand) der eine Dusche innerhalb des Umfangs des proximalen Feldes 8 des Sensors 7 nehmenden Person, wobei dementsprechend der untere Bereich die Position der Bedienperson außerhalb des Umfangs des proximalen Feldes 8 des Sensors 7 darstellt. Der Graph 24 des Diagramms veranschaulicht die Arbeitsweise des Hahns der Dusche 2. Der obere Bereich des Graphen 24 veranschaulicht den geöffneten Zustand des Hahns der Dusche 2, und der untere Bereich veranschaulicht den geschlossenen Zustand des Hahns der Dusche 2. In 6 ist die Zeit t durch den Graphen 22 dargestellt, innerhalb welcher Zeit die Bedienperson unter der Dusche stehen muss, d.h. in dem Fernfeld 9, damit der Steuerblock 10 den Wasserzustrom nicht unterbricht.

Es ist zu beachten, dass sowohl ein Prozessor P als auch ein separater Steuerblock 10 dazu geeignet ist, aufgrund aufeinanderfolgender Wahrnehmungen in dem proximalen Feld des Sensors alternativ den Wasserzustrom zu öffnen und zu schließen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Dusch-Einrichtung mit einer Schaltung, einer Drahtbrücke, einem bestimmten Steuerwert in dem Speicher des Steuerblocks versehen oder es ist eine andere Steuervorrichtung vorgesehen, die dem Steuerblock 10 die Steuerung der Dusch-Einrichtung in ähnlicher Weise wie eine gewöhnliche Ein-/Aus-Dusch-Einrichtung ermöglicht, die mit einer Photozellen-Aufnahme oder einer anderen anwendbaren Sensor-Einrichtung vorgesehen sein kann. In einer solchen Ausführungsform kann eine Wahl getroffen werden, beispielsweise wenn das Duschsystem installiert wird oder zu Beginn des Wasch-Verfahrens, ob die Dusche gemäß des erfindungsgemäßen Modus funktioniert, wie er oben beschrieben ist, oder gemäß der bekannten Technik, so dass aufgrund der Wahrnehmung eines Objektes in dem Bereich des Sensors der Steuerblock mit dem Wassereinlass startet und aufgrund eines Heraustretens des Objektes aus dem Wahrnehmungsbereich des Sensors der Steuerblock den Wasserzustrom stoppt.

Die erfindungsgemäße Dusch-Lösung spart Wasser durch unnötige Wasserabgabe ein. Sie ist zur Verwendung äußerst zweckdienlich, wobei die Dusch-Lösung in Dusch-Einrichtungen verwendet werden kann, die in Waschräumen von sowohl privaten Haushalten als auch öffentlichen Einrichtungen installiert sein kann.


Anspruch[de]
  1. Duscheinrichtung für die Installation in Waschräumen, aufweisend eine Dusche (2), ein Ventil (6) zum Steuern des Wassereinlasses der Dusche, einen Sensor zum Detektieren einer in die Dusche in ein proximales Feld (8) sowie in ein Fernfeld (9) kommenden Person, wobei der Sensor ein positionssensitiver Sensor (7) mit einer lichtemittierenden Diode als ein Transmitter (S) und einem Steuerblock (10) zum Einstellen des Ventils (6) in Antwort auf den Sensor ist, wobei der Steuerblock dazu bestimmt ist, das Ventil in Antwort auf die Detektion eines Objekts in dem proximalen Feld und die Detektion eines Objekts in dem Fernfeld einzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ferner eine lichtsensitive Reihenanordnung von Dioden als ein Empfänger (R) aufweist, und dass der Sensor dazu bestimmt ist, Objekte (T) in dem proximalen Feld (8) und in dem Fernfeld (9) mit Hilfe des Lichtstrahls der lichtemittierenden Diode (S) zu detektieren, das von dem Objekt (T) zurückreflektiert wird und durch eine Diode der lichtsensitiven Diodenreihe detektiert wird, wobei die Diode der fraglichen lichtsensitiven Diodenreihe durch den Abstand des Objektes T definiert ist.
  2. Duscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das proximale Feld (8) in einem Abstand von annäherungsweise 0 bis 10 cm von dem positionssensitiven Sensor (7) befindet.
  3. Duscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Fernfeld (9) in einem Abstand von näherungsweise 10 bis 80 cm von dem positionssensitiven Sensor (7) befindet.
  4. Duscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock dazu bestimmt ist, die Detektionen eines Objekts in dem proximalen Feld als EIN/AUS-Befehle zum Steuern des Ventils (6) für den Wassereinlass der Dusche (6) zu interpretieren.
  5. Duscheinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock dazu bestimmt ist, das Ventil (6) als Antwort auf die Detektion eines Objekts in nur dem proximalen Feld zu öffnen, wenn ein Objekt in dem Fernfeld detektiert wird.
  6. Duscheinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock dazu bestimmt ist, das Ventil (6) als Antwort auf eine Detektion eines Objekts in dem proximalen Feld zu öffnen, und das Ventil nach einer speziellen vorbestimmten Zeit zu schließen, wenn keine Objekte in dem Fernfeld innerhalb der vorbestimmten Zeit detektiert werden.
  7. Duscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6) ein Solenoid-Ventil (6) ist.
  8. Duscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock dazu bestimmt ist, das Ventil (6) offen zu halten, wenn ein Objekt in dem proximalen Feld oder in dem Fernfeld detektiert wird, und es geschlossen zu halten, wenn keine Objekte detektiert werden.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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