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Dokumentenidentifikation EP1371454 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001371454
Titel Schraubendreher mit einem Zusatzwerkzeug
Anmelder Weidmüller Interface GmbH & Co., 32758 Detmold, DE
Erfinder Heggemann, Christian, 32758 Detmold, DE
DE-Aktenzeichen 50301718
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 14.05.2003
EP-Aktenzeichen 030107387
EP-Offenlegungsdatum 17.12.2003
EP date of grant 23.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse B25B 15/00
IPC-Nebenklasse B25F 1/02   H02G 1/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schraubendreher mit einem Schaft und einem Handgriff sowie einem als Abisoliervorrichtung ausgebildeten Zusatzwerkzeug.

Bei Elektroinstallationen ist ein Schraubendreher ein viel benötigtes Werkzeug. Es werden aber auch weitere Werkzeuge benötigt, beispielsweise solche, mit denen elektrisch leitende Kabel durchtrennt werden können und auch solche, mit denen ein Teil des Isoliermantels von elektrisch leitenden Kabeln entfernt werden kann.

Aus der DE 297 22 355 U1 ist ein Schraubendreher bekannt geworden, bei dem innerhalb des Handgriffes ein als Abisoliervorrichtung ausgebildetes Zusatzwerkzeug integriert ist. Dabei ist der Handgriff mit einer Aussparung versehen, in die ein entgegen der Wirkung von Federn betätigbares Druckstück eingesetzt ist. Im Grund der Aussparung einerseits sowie an der gegenüber liegenden Seite des Druckstückes andererseits sind Mittel vorgesehen, die das Abisolieren von elektrisch leitenden Kabeln ermöglichen.

Eine derartige Konstruktion ist vergleichsweise aufwendig und beeinträchtigt unmittelbar die Gestaltung des Handgriffes. Außerdem wird dessen Handhabbarkeit bei Nutzung des Werkzeuges als Schraubendreher durch das integrierte Zusatzwerkzeug negativ beeinflußt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubendreher der gattungsgemäßen Art zu schaffen, der sich durch einen einfachen und unkomplizierten Aufbau und durch eine ebenso einfache und unkomplizierte Handhabung bei der Nutzung sämtlicher Funktionen auszeichnet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abisoliervorrichtung aus einem auf dem Schaft vorzugsweise festlegbaren Klemmstückaufsatz und einem daran schwenkbeweglich gelagerten Hebel besteht, wobei der Klemmstückaufsatz einerseits und der Hebel andererseits jeweils mindestens eine Aussparung aufweisen und die Aussparungen in Wirkstellung einander gegenüber liegen.

Die zusätzliche Abisoliervorrichtung beeinträchtigt zunächst einmal nicht die Gestaltung des Handgriffes des Schraubendrehers, so daß auch dessen Handhabung bei Nutzung des Kombi-Werkzeuges als Schraubendreher nicht negativ beeinträchtigt wird.

Die Betätigung des Zusatzwerkzeuges erfolgt einfach und unkompliziert durch Betätigung des am Klemmstückaufsatz schwenkbar gelagerten Hebels.

Das Zusatzwerkzeug kann an jedem vorhandenen Schraubendreher nachträglich angebracht werden oder, falls dies erwünscht oder notwendig ist, zeitweise auch vom Schraubendreher abgenommen werden.

Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Abisoliervorrichtung mehrere, für unterschiedliche Kabeldurchmesser einsetzbare Arbeitsstationen aufweist.

Hierdurch wird der Einsatzbereich des Zusatzwerkzeuges in einfacher Art und Weise erhöht.

Der gleiche Vorteil kann erzielt werden, wenn die Abisoliervorrichtung lediglich eine, aber auf verschiedene Kabeldurchmesser einstellbare Arbeitsstation aufweist.

Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß am Klemmstückaufsatz und am Hebel jeweils mehrere, miteinander korrespondierende und halbkreisförmige Aussparungen mit unterschiedlichen Durchmessern vorgesehen sind.

Diese die Arbeitsstationen der Abisoliervorrichtung bildenden Aussparungen können auf gängige Kabeldurchmesser ausgelegt sein.

Sofern die Abisoliervorrichtung nur eine Arbeitsstation aufweist, ist es zweckmäßig, wenn sowohl am Klemmstückaufsatz wie auch am Hebel jeweils eine muldenförmige Aussparung vorgesehen und der Schwenkwinkel des Hebels durch eine Einstellvorrichtung begrenzt ist, so daß die wirksame Größe der Arbeitsstation stufenlos einstellbar ist.

Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Figur 1
eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Schraubendrehers mit integrierter Abisoliervorrichtung in Wirkstellung,
Figur 2
eine der Figur 1 entsprechende Ansicht bei geöffneter Abisoliervorrichtung,
Figur 3
eine Ansicht eines Schraubendrehers nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung mit in Wirkstellung befindlicher Abisoliervorrichtung,
Figur 4
eine Ansicht des Schraubendrehers nach Figur 3 bei geöffneter Abisoliervorrichtung.

In den Figuren 1 und 2 ist mit dem Bezugszeichen 1 jeweils insgesamt ein Schraubendreher bezeichnet, der einen Schaft 2, einen Handgriff 3 sowie ein als Abisoliervorrichtung 4 ausgebildetes Zusatzwerkzeug aufweist.

Wie die Zeichnungen deutlich erkennen lassen, besteht die Abisoliervorrichtung 4 im wesentlichen aus einem Klemmstückaufsatz 5 und einem daran schwenkbar gelagerten Hebel 6. Der Klemmstückaufsatz 5 ist auf den Schaft 2 des Schraubendrehers 1 aufgeschoben und beispielsweise durch eine Klemmschraube 7 gegenüber dem Schaft 2 festgelegt.

Die zur Abisolierung von elektrisch leitenden Kabeln nutzbare Abisoliervorrichtung 4 weist beim Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 mehrere Arbeitsstationen auf, die durch Aussparungen, 8 bzw. 9 am Klemmstückaufsatz 5 einerseits sowie am Hebel 6 andererseits gebildet sind. Die Aussparungen 8 bzw. 9 sind beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 halbkreisförmig gestaltet und weisen verschiedene Durchmesser auf. Die Aussparungen 8 bzw. 9 mit den jeweils unterschiedlichen Durchmessern liegen bei in Wirkstellung befindlichem Hebel (siehe Figur 1) einander gegenüber und bilden die erwähnten Arbeitsstationen, innerhalb derer Kabel unterschiedlicher Durchmesser abisoliert werden können.

Zur Betätigung der Abisoliervorrichtung 4 wird der Hebel 6 über ein Griffstück 10 betätigt. Dieses Griffstück 10 kann zur Verbesserung der Handhabbarkeit als Kunststofformteil ausgebildet und auf den aus Metall gefertigten Hebel 6 aufgeschoben sein.

Das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich von der oben beschriebenen Ausführungsform lediglich dadurch, daß die Abisoliervorrichtung 4 lediglich eine Arbeitsstation aufweist, die durch zwei muldenartige Aussparungen 8a und 9a am Klemmstückaufsatz 5 einerseits sowie am Hebel 6 andererseits vorgesehen sind. Diese muldenartigen Aussparungen 8a und 9a sind vorteilhafterweise V-förmig gestaltet mit bevorzugt rechtwinkligem Verlauf.

Durch eine am Klemmstückaufsatz 5 angebrachte und im Schwenkweg des Hebels 6 liegende Einstellschraube 11 kann der maximale Schwenkweg des Hebels 6 begrenzt werden und somit der maximale Abstand zwischen den beiden Aussparungen 8a und 9a vorbestimmt werden. Hierdurch ist eine Anpassung der Arbeitsstation zum Abisolieren eines elektrisch leitenden Kabels an unterschiedlich große Durchmesser von elektrisch leitenden Kabeln möglich.

Figur 4 zeigt besonders anschaulich, daß das auf den Hebel 6 aufgeschobene Griffstück 10 eine deutlich größere Breite als der Hebel 6 selbst aufweist, wodurch unter anderem die Verbesserung bei der Handhabung des Hebels 6 erzielt wird.

Das Griffstück 10 kann auch in seinem Betätigungsbereich mit Rippen 12 oder anders gearteten Aufrauhungen zur Verbesserung der Griffigkeit ausgestattet sein.

Da die Abisoliervorrichtung 4 auf dem Schaft 2 des Schraubendrehers 1 festgelegt ist, wird die Gestaltung des Handgriffes 3 des Schraubendrehers 1 in keiner Weise beeinträchtigt, so daß die normale Funktion des gesamten Werkzeuges als Schraubendreher uneingeschränkt erhalten bleibt.

Sollte in bestimmten Anwendungsfällen die auf dem Schaft 2 festgelegte Abisoliervorrichtung 4 als störend empfunden werden, kann diese vorübergehend auch problemlos vom Schraubendreher 1 im übrigen abgenommen werden. Hierfür ist lediglich die Klemmschraube 7 zu lösen, anschließend kann die Abisoliervorrichtung 4 vom Schaft 2 abgezogen werden.

Die Aussparungen 8, 8a, 9 und 9a können vorteilhafterweise mit Schneiden ausgestattet oder in ihrem Wirkbereich selbst schneidenartig ausgebildet sein, um das Durchtrennen der Isolierung eines abzuisolierenden Elektrokabels zu erleichtern.


Anspruch[de]
  1. Schraubendreher (1) mit einem Schaft (2) und einem Handgriff (3) sowie einem als Abisoliervorrichtung (4) ausgebildeten Zusatzwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß die Abisoliervorrichtung (4) aus einem auf dem Schaft (2) vorzugsweise festlegbaren Klemmstückaufsatz (5) und einem daran schwenkbar gelagerten Hebel (6) besteht, wobei der Klemmstückaufsatz (5) einerseits und der Hebel (6) andererseits mindestens eine Aussparung (8, 8a, 9, 9a) aufweisen und die Aussparungen (8, 8a, 9, 9a) in Wirkstellung einander gegenüber liegen.
  2. Schraubendreher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abisoliervorrichtung (4) mehrere, für unterschiedliche Kabeldurchmesser einsetzbare Arbeitsstationen aufweist.
  3. Schraubendreher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abisoliervorrichtung (4) lediglich eine, aber auf verschiedene Kabeldurchmesser einstellbare Arbeitsstationen aufweist.
  4. Schraubendreher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Klemmstückaufsatz (5) und am Hebel (6) jeweils mehrere, miteinander korrespondierende und halbkreisförmige Aussparungen (8, 9) mit unterschiedlichen Durchmessern vorgesehen sind.
  5. Schraubendreher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl am Klemmstückaufsatz (5) wie auch am Hebel (6) jeweils eine muldenförmige Aussparung (8a, 9a) vorgesehen und der Schwenkwinkel des Hebels (6) durch eine Einstellvorrichtung begrenzt ist, so daß die wirksame Größe der Arbeitsstation stufenlos einstellbar ist.
  6. Schraubendreher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (8, 8a, 9, 9a) mit Schneiden ausgestattet oder in ihrem Wirkbereich schneidenartig ausgebildet sind.
  7. Schraubendreher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstückaufsatz (5) lösbar mit dem Schaft (2) des Schraubendrehers (1) verbunden ist.
  8. Schraubendreher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstückaufsatz (5) mittels einer Klemm- oder Befestigungsschraube (7) am Schaft (2) des Schraubendrehers (1) festgelegt ist.
  9. Schraubendreher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Hebel (6) an seinem den Aussparungen (9, 9a) gegenüber liegenden Ende ein Griffstück (10) aufgeschoben ist.
  10. Schraubendreher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) als Kunststofformteil ausgebildet ist.
  11. Schraubendreher nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) breiter ausgebildet ist als der Hebel (6).
  12. Schraubendreher nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (10) in seinem Betätigungsbereich mit Rippen (12) oder anderen, die Handhabbarkeit verbessernden Aufrauhungen versehen ist.






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