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Dokumentenidentifikation DE10113779B4 12.01.2006
Titel Positioniersystem für entfernbare Datenspeicherkassetten
Anmelder Hewlett-Packard Development Co., L.P., Houston, Tex., US
Erfinder Alten, Thomas W. von, Boise, Id., US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Anmeldedatum 21.03.2001
DE-Aktenzeichen 10113779
Offenlegungstag 06.12.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 10164927.4
IPC-Hauptklasse G11B 15/675(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Datenspeichervorrichtungen, die entfernbare Kassetten verwenden, und spezieller auf ein System zum ordnungsgemäßen Positionieren einer entfernbaren Datenspeicherkassette bei einem Lese/Schreib-Mechanismus.

Ein weit verbreitet verwendetes Medium zum Speichern von Daten stellt ein Aufnahmeband dar, das typischerweise ein Band aus Polymer mit einem magnetischen Überzug ist. Bandkassetten sind eines der am meisten populären Formate zum Speichern von Daten auf einem Band. Bandkassetten sind im allgemeinen kleiner und günstiger als Spule-Zu-Spule-Bänder. Zwei weit verbreitet verwendete Typen von Bandkassetten sind die Doppel-Spulen-Kassette und die Ein-Abwickelspulen-Kassette. Durch das Umschließen des Bands in einer Kassette sind das Band und die Daten, die auf dem Band gespeichert sind, bezüglich einer Beschädigung besser als die freiliegenderen Spule-Zu-Spule-Bänder geschützt. Bei einer Doppel-Spulen-Bandkassette sind sowohl die Abwickelspule als auch die Aufwickelspule in der Kassette untergebracht. Bei einer Ein-Abwickelspulen-Bandkassette ist die Aufwickelspule zusammen mit einem automatischen Bandeinfädelmechanismus in der Bandantriebsvorrichtung eingebaut.

Bei vielen Bandkassettenantriebssystemen werden die Bandkassetten auf einer Ablage, die in die Bandantriebsvorrichtung und aus derselben heraus bewegt wird, in der Bandantriebsvorrichtung in eine ordnungsgemäße Position getragen. Die Ablage bewegt sich zwischen einer ausgezogenen Ladeposition zum Empfangen einer Bandkassette und einer eingezogenen Betriebsposition in der Antriebsvorrichtung zum Positionieren der Kassette für Lese- und Schreiboperationen.

Wenn die Kassette geladen wird, wird gebräuchlich ein gepaartes Loch/Schlitz-Positioniersystem verwendet, um die Kassette in der Bandantriebsvorrichtung ordnungsgemäß zu positionieren. Bei diesem System sind ein Loch und ein Schlitz auf der unteren Seite der Kassette entlang einer Linie gebildet, die parallel zu der vertikalen Ebene der vorderen Seite der Kassette ist. Wenn die Ablage in die eingezogene Position bewegt wird, trägt sie die Kassette hinein und abwärts über ein Paar von Ausrichtungsstifte, die an der Bandantriebsvorrichtung befestigt sind. Einer der Ausrichtungsstifte ragt in das Loch in der unteren Seite der Kassette hinein. Der andere Ausrichtungsstift ragt in den Schlitz hinein. Das Loch/Schlitz-Paar auf der Kassette und die Ausrichtungsstifte bei der Bandantriebsvorrichtung sind derart angeordnet, daß die Kassette und entsprechend das Band in der Kassette in der Bandantriebsvorrichtung ordnungsgemäß positioniert ist, wenn die Stifte in das Loch und den Schlitz ragen.

Um gewisse anfängliche Fehlausrichtungen zwischen dem Loch und Schlitz und den Ausrichtungsstiften anzupassen, sind die Kanten des Lochs und des Schlitzes oder die Enden der Stifte oder beide abgeschrägt. Auf diese Weise werden die abgeschrägten Kanten der Abschrägungen die Kassette in die ordnungsgemäße Position zum Empfangen der Ausrichtungsstifte bewegen, wenn die Kassette nicht präzise ausgerichtet ist, während sie abwärts über die Stifte fällt. Die Größe des Lochs/Schlitzes und der Stifte und der abgeschrägten Kanten derselben bestimmt, wieviel Fehlausrichtung angepaßt werden kann und wieviel vertikaler Weg bzw. Hub erforderlich ist, um die Stifte in das Loch und den Schlitz zu bekommen. Ein Vergrößern des Lochs, des Schlitzes und der Stifte und deren Abschrägungen und eine Zunahme des vertikalen Wegs erhöht die erlaubte Fehlausrichtung. Es ist jedoch wünschenswert, den vertikalen Weg zu minimieren oder zu eliminieren, der notwendig ist, um die Kassette in der Bandantriebsvorrichtung ordnungsgemäß zu positionieren und das Loch, den Schlitz und die Stifte und die Abschrägungen so klein wie möglich zu halten, da durch alle diese Faktoren der Bandkassette und der Bandantriebsvorrichtung Kosten und eine Komplexität hinzugefügt werden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Vorrichtungen zu schaffen, die es ermöglichen, eine Positionierung einer Bandkassette in einer Bandantriebsvorrichtung auf eine präzise und vorteilhafte Weise durchzuführen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Die vorliegende Erfindung richtet sich folglich auf ein System zum Positionieren einer Datenspeicherkassette in einem Lese/Schreib-Mechanismus, bei dem Ausrichtungslöcher in der Kassette auf Ausrichtungsstrukturen auf dem Lese/Schreib-Mechanismus vorausgerichtet sind. Die Kassette kann durch eine erste ebene Oberfläche, die der Bandantriebsvorrichtung gegenüberliegt, und eine zweite ebene Oberfläche gekennzeichnet werden, die senkrecht zu der ersten ebenen Oberfläche ist und sich von derselben erstreckt. Die Kassette kann in einer ersten Richtung von einer Ladeposition zu einer vorausgerichteten Position, bei der die Kassette in dem Lese/Schreib-Mechanismus teilweise eingebaut ist, und daraufhin in einer zweiten Richtung, die transversal zu der ersten Richtung ist, von der vorausgerichteten Position zu einer ausgerichteten Betriebsposition bewegt werden, bei der die Kassette in dem Lese/Schreib-Mechanismus voll eingebaut ist.

Das erfindungsgemäße System umfaßt eine schräge Ausnehmung in der ersten ebenen Oberfläche der Kassette, ein Paar von Löchern in der zweiten ebenen Oberfläche der Kassette und vier Ausrichtungsstrukturen (eine erste, zweite, dritte und vierte Ausrichtungsstruktur), die an dem Lese/Schreib-Mechanismus befestigt sind. Die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur, die typischerweise Stifte sind, sind senkrecht zu der zweiten ebenen Oberfläche der Kassette orientiert und ragen zu derselben hin. Die erste Ausrichtungsstruktur ist in dem Lese/Schreib-Mechanismus derart angeordnet, daß die erste Ausrichtungsstruktur an der schrägen Ausnehmung anliegt, wenn die Kassette zu der vorausgerichteten Position der ersten Ausrichtungsstruktur hin bewegt wird. Die erste, zweite, dritte und vierte Ausrichtungsstruktur sind derart angeordnet, daß die erste Ausrichtungsstruktur in der Senke der schrägen Ausnehmung sitzt, die zweite Ausrichtungsstruktur an der ersten ebenen Oberfläche an einem Ort, der von der schrägen Ausnehmung entfernt ist, anliegt, die dritte Ausrichtungsstruktur im wesentlichen mit einem der Löcher in der zweiten ebenen Oberfläche ausgerichtet ist und die vierte Ausrichtungsstruktur im wesentlichen mit dem anderen der Löcher in der zweiten ebenen Oberfläche ausgerichtet ist, wenn die Kassette die vorausgerichtete Position erreicht. Entweder die Ausrichtungslöcher auf der Kassette oder die Ausrichtungsstifte auf dem Lese/Schreib-Mechanismus oder beide können abgeschrägt sein, um eine Fehlausrichtung zwischen den Löchern und den Stiften anzupassen.

Die Erfindung kann ferner in einem Gehäuse für die Kassette ausgeführt sein. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfaßt das Kassettengehäuse eine obere Seite, eine untere Seite und eine vordere Seite und Seiten, die mit der oberen und unteren Seite verbunden sind. In der vorderen Seite des Gehäuses ist eine schräge Ausnehmung gebildet, während auf der vorderen Seite des Gehäuses in einer Position, die von der schrägen Ausnehmung entfernt ist, eine flache Oberfläche angeordnet ist. Ein Paar von Ausrichtungslöchern sind auf der unteren Seite des Gehäuses vorzugsweise entlang einer Linie, die parallel zu der ebenen Oberfläche der vorderen Seite des Gehäuses ist, positioniert. Die schräge Ausnehmung, die ebene Oberfläche und die Ausrichtungslöcher werden in Verbindung mit Ausrichtungsstrukturen in dem Lese/Schreib-Mechanismus verwendet, wie es vorhergehend für das Systemausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben wurde, um die Kassette ordnungsgemäß auszurichten, wenn dieselbe in den Lese/Schreib-Mechanismus eingebaut ist.

Die Vorausrichtungsmerkmale der Erfindung reduzieren die vertikale Bewegung, die notwendig ist, um die Datenspeicherkassette (beispielsweise eine Bandkassette) in dem Lese/Schreib-Mechanismus (beispielsweise einer Bandantriebsvorrichtung) zu positionieren, und die Ausrichtungslöcher auf der Kassette und die Ausrichtungsstifte auf dem Lese/Schreib-Mechanismus und die Abschrägungen so klein wie möglich zu halten.

Die verschiedenen Ausführungsbeispiele der Erfindung können unter Bezugnahme auf die Zeichnungen und die folgende detaillierte Beschreibung besser verstanden werden.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend bezugnehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische obere Seitenansicht einer Ein-Abwickelspulen-Bandkassette, die gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgebaut ist;

2 eine perspektivische untere Seitenansicht der Ein-Abwickelspulen-Bandkassette von 1;

3 eine Draufsicht der unteren Seite der Kassette von 1;

4, 5 und 6 Ansichten von oben auf eine Bandantriebsvorrichtung, die gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgebaut ist, wobei in einer Folge der Einbau einer Bandkassette gezeigt ist;

7 eine Querschnittansicht entlang der Linie 7-7 in 5;

8 eine Querschnittansicht entlang der Linie 8-8 in 6;

9 bis 12 eine Folge des Einsetzens einer Bandkassette in die Bandantriebsvorrichtung von 4 aus einer perspektivischen Ansicht.

Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die in den 1 bis 3 gezeigte Bandkassette 10 und die in den 4 bis 12 gezeigte Bandantriebsvorrichtung 50 beschrieben. Der Beschreibung von zugehörigen strukturellen Merkmalen jeder Vorrichtung folgt eine Beschreibung der zusammenwirkenden Wechselwirkung und Operation der zwei Vorrichtungen. Allgemein umfaßt die erfindungsgemäße Bandkassette 10 eine schräge Ausnehmung, die auf einer ebenen vorderen Fläche der Kassette für eine Grobpositionierung zusammen mit einem Loch/Schlitz-Paar für eine präzisere Positionierung auf der unteren Seite der Kassette gebildet sind. Diese Merkmale werden in Verbindung mit Ausrichtungsstiften oder anderen geeigneten Ausrichtungsstrukturen in der Bandantriebsvorrichtung verwendet, um die Kassette 10 in der Bandantriebsvorrichtung 50 für Lese- und Schreiboperationen ordnungsgemäß zu positionieren.

Unter Bezugnahme zuerst auf die 1 bis 3, umfaßt eine Ein-Spulen-Bandkassette 10 ein Gehäuse 12, eine Bandabwickelspule 14 und ein Band 16. Die Spule 14 und das Band 16 sind in dem herausgeschnittenen Abschnitt von 1 gezeigt. Die Spule 14 umfaßt eine Nabe 15 und Wangen bzw. Flansche 17, die sich von der Nabe erstrecken. Das Gehäuse 12 stellt eine allgemein rechteckige, kastenartige Struktur dar, die konfiguriert ist, um eine einzelne Spule eines Bands zu umschließen. Das Gehäuse 12 umfaßt eine obere Seite 18, eine untere Seite 20 und Seitenwände 22, die sich zwischen der oberen und unteren Seite erstrecken. Eine Bandantriebsvorrichtung kann durch ein Zugriffsfenster 24 auf der linken Seite 26 des Gehäuses 12 auf das Band 16 zugreifen. Eine Tür 28 bedeckt das Zugriffsfenster 24, wenn die Kassette 10 in keiner Bandantriebsvorrichtung eingebaut ist. Die Tür 28 wird in eine offene Position gedrückt und in der offenen Position gehalten, wenn die Kassette 10 in die Bandantriebsvorrichtung eingebaut ist.

Die Kassette 10 wird mit der Nordseite (39) voran in das Bandlaufwerk eingesetz, wie es durch einen Pfeil 32 in 1 angezeigt ist. Eine untere Seite 20 und eine vordere Seite 30 umfassen jeweils ebene Oberflächen 20a und 30a. Die ebenen Oberflächen 20a und 30a sind senkrecht zueinander.

Ein kreisförmiges Zahnrad 34 ist durch eine Öffnung 36 in der unteren Seite 20 des Gehäuses 12 freigelegt. Das Zahnrad 34, das mit der Spule 14 gekoppelt ist, liefert eine operative Schnittstelle bzw. Grenzfläche zwischen der Bandantriebsvorrichtung und der Kassette 10. Das Zahnrad 34 ist durch ein passendes koaxiales Zahnrad in dem Antriebsmechanismus der Bandantriebsvorrichtung in Eingriff genommen, um die Spule 14 zu drehen.

Eine schräge Ausnehmung 38 ist in einem Teil der vorderen ebenen Oberfläche 30a des Gehäuses 12 gebildet. Ein Paar von Ausrichtungslöchern 40 und 42 sind in der unteren ebenen Oberfläche 20a des Gehäuses 12 gebildet. Obwohl es nicht notwendig ist, ist es wünschenswert, daß die Löcher 40 und 42 über die untere Seite 20, so weit wie es praktikabel ist, gemäß einer Messung entlang einer Linie, die parallel zu der vorderen ebenen Oberfläche 30a ist, oder entlang einer Linie, die parallel zu einer Mittellinie 44 ist, beabstandet sind. Typischerweise werden die Löcher 40 und 42 entlang einer Linie, die parallel zu der vorderen ebenen Oberfläche 30a ist, in der Nähe der vorderen Seite 30 oder entlang einer Linie, die parallel zu einer Mittellinie 44 ist, in der Nähe der Seite 26 angeordnet sein.

Die ebenen Oberflächen 20a und 30a sind spezifisch herausgehoben, um andere strukturelle Merkmale unterscheiden zu können, die in der unteren Seite 20 und der Seite 30 des Gehäuses 12 enthalten sein können. Die ebenen Oberflächen 20a und 30a können sehr klein sein, wobei dieselben lediglich einen sehr kleinen Teil der unteren Seite 20 oder der Seite 30 des Gehäuses 12 abdecken, oder dieselben können wesentlich größer sein, wodurch das meiste der unteren Seite 20 oder der Seite 30 des Gehäuses 12 abgedeckt ist. Beispielsweise muß die ebene Oberfläche 30a lediglich einen ausreichenden Oberflächenbereich vorlegen, damit die entsprechende Ausrichtungsstruktur an eine Bandantriebsvorrichtung 50 anstoßt, wie es nachfolgend beschrieben wird. Die ebene Oberfläche 20a kann zwei nicht-zusammenhängende Bereiche aufweisen, die an Ausrichtungslöchern 40 und 42 lokalisiert sind. In jedem Fall ist, wenn die Kassette 10 in der Bandantriebsvorrichtung korrekt positioniert ist, die ebene Oberfläche 20a parallel zu einer ersten Bezugsebene, die als die Bezugslage (datum) A bezeichnet wird, während die ebene Oberfläche 30a parallel zu einer zweiten Bezugsebene ist, die als die Bezugslage B bezeichnet wird. Die Bezugslagen A und B sind jeweils senkrecht zu einer dritten Bezugsebene, die als die Bezugslage C bezeichnet wird.

Unter Bezugnahme nun auf die 412 stellt die Bandantriebsvorrichtung 50 allgemein die Konfiguration einer Bandantriebsvorrichtung dar, die typisch für diejenige ist, die bei Ein-Spulen-Bandkassetten verwendet werden, mit der Ausnahme, daß die Bandantriebsvorrichtung 50 für eine Verwendung bei der vorliegenden Erfindung angepaßt wurde. Die Bandantriebsvorrichtung 50 umfaßt Bandführungen 52 und 54, einen magnetischen Lese/Schreibkopf 56, eine Aufwickelspule 58 und einen Kassettenhalter 60. Wenn die Bandkassette 10 in die Bandantriebsvorrichtung 50 für Lese- und Schreiboperationen eingebracht wird, läuft das Band (nicht gezeigt) um die erste Bandführung 52, über den magnetischen Schreib/Lesekopf 56, um die zweite Bandführung 54 zu der Aufwickelspule 58. Der Kopf 56 ist an einer Träger- und Betätigungsanordnung 62 befestigt, die den Kopf 56 über die gewünschte Spur oder Spuren auf dem Band positioniert.

Die Erfindung verwendet vier Ausrichtungsstrukturen 64, 66, 68 und 70 in der Bandantriebsvorrichtung 50. Jede dieser Ausrichtungsstrukturen ist an dem Gehäuse, Gestell oder einem anderen stationären Teil der Bandantriebsvorrichtung befestigt. Die erste und zweite Ausrichtungsstruktur 64 und 66 und die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 sind an entgegengesetzten Seiten der von vorne nach hinten verlaufenden Mittellinie 44 des Kassettengehäuses 12 gemäß einer Festlegung positioniert, wenn die Kassette 10 in der Bandantriebsvorrichtung 50 eingesetzt ist. Zusätzlich sind die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 entlang einer Linie positioniert, die parallel zu der Bezugslage B ist. Diese Konfiguration der dritten und vierten Ausrichtungsstruktur 68 und 70 in der Bandantriebsvorrichtung 50 und der Ausrichtungslöcher 40 und 42 stellt sicher, daß die vordere ebene Oberfläche 30a parallel zu der Bezugslage B ist, wenn die Ausrichtungslöcher 40 und 42 in der Kassette 10 abwärts über die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 fallen.

Die erste Ausrichtungsstruktur 64 wird an die Ausnehmung 38 in der Kassette 10 stoßen, um die Kassette 10 mit den Bezugslagen B und C auszurichten und die Löcher 40 und 42 über die Stifte 68 und 70 entlang der Bezugslage B (in einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung) zu positionieren. Die erste Ausrichtungsstruktur 64 muß daher in einer Ebene stationär sein, die parallel zu der Bezugslage A ist. Die erste Ausrichtungsstruktur 64 kann ein vertikal herausragender Stift, wie es in den Figuren gezeigt ist, ein horizontal herausragender Stab oder jede andere Struktur sein, die geeignet konfiguriert ist, um in die Ausnehmung 38 in der Kassette 10 zu ragen und an dieselbe anzustoßen.

Die zweite Ausrichtungsstruktur 66 wird an der vorderen ebenen Oberfläche 30a der Kassette 10 anstoßen, um eine Ausrichtung der Kassette 10 mit den Bezugslagen B und C zu unterstützen. Da die zweite Ausrichtungsstruktur 66 die Kassette nicht bezüglich einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung anordnet (die erste Ausrichtungsstruktur 64 führt dies durch, wenn es in die Ausnehmung 38 ragt und an dieselbe anstoßt), muß die zweite Ausrichtungsstruktur 66 lediglich von vorne nach hinten stationär sein. Das heißt, daß sich die zweite Ausrichtungsstruktur 66 innerhalb der Begrenzungen der vorderen ebenen Oberfläche 30a auf und ab und in einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung bewegen kann, wobei dieselbe sich jedoch nicht von vorne nach hinten bewegen kann. Die zweite Ausrichtungsstruktur 66 kann ein vertikal herausragender Stift, wie es in den Figuren gezeigt ist, ein horizontal herausragender Stab oder jede andere Struktur sein, die geeignet konfiguriert ist, um an die vordere ebene Oberfläche 30a der Kassette 10 anzustoßen.

Die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 wird in die Löcher 40 und 42 in der unteren ebenen Oberfläche 20a der Kassette 10 ragen, um die Kassette 10 mit den Bezugslagen B und C präzise auszurichten. Die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 müssen daher in einer Ebene stationär sein, die parallel zu der Bezugslage A ist. Das heißt, daß sich die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 innerhalb der Begrenzungen der Löcher 40 und 42 aufwärts und abwärts bewegen kann, wobei sich dieselben jedoch nicht von vorne nach hinten oder in einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung bewegen können. Die dritte und vierte Ausrichtungsstruktur 68 und 70 sind im allgemeinen vertikal herausragende Stifte, wie es in den Figuren gezeigt ist, wobei jedoch jede andere Struktur verwendet werden kann, die konfiguriert ist, um in die Löcher 40 und 42 hineinzuragen.

Die Ausrichtungsstrukturen 64, 66, 68 und 70 werden nun für eine bequemere Darstellung einfach als Ausrichtungsstifte bezeichnet. Bei dem in den 4 bis 12 gezeigten Ausführungsbeispiel anstelle der abgeschrägten Löcher der in 3 dargestellten Kassette werden abgeschrägte Ausrichtungsstifte 68 und 70 verwendet. Entweder die Ausrichtungsstifte 68, 70 oder die Löcher 40, 42 oder beide können nach Bedarf oder nach Wunsch abgeschrägt sein, um eine Fehlanpassung zwischen den Stiften und den Löchern anzupassen.

Die Ausnehmung 38 in der vorderen ebenen Oberfläche 30a des Kassettengehäuses 12 wird verwendet, um eine Ausrichtung der Kassette 10 mit den Bezugslagen B und C zu unterstützen. Die von vorne nach hinten verlaufende Tiefe der Ausnehmung 38 wird verwendet, um die Ausrichtung der Kassette 10 mit der Bezugslage B in Verbindung mit einem ersten und zweiten Ausrichtungsstift 64 und 66 in der Bandantriebsvorrichtung 50 zu unterstützen. Der Zweck dieser vergleichsweise groben Vorausrichtung besteht darin, die Fehlausrichtungstoleranz zwischen den Löchern 40, 42 und den Ausrichtungsstiften 68 und 70 zu minimieren. Ein Minimieren dieser Fehlausrichtungstoleranz reduziert die vertikale Bewegung, die erforderlich ist, um die Kassette 10 an den Stiften 68 und 70 präzise auszurichten.

Bezugnehmend nun auf die Bewegung, die durch ein Vergleichen der 4/5 und 9/10 gezeigt ist, stoßen der erste und zweite Ausrichtungsstift 64 und 66 bei der Ausnehmung 38 bzw. der ebenen Oberfläche 30a an die vordere Seite 30 der Kassette 10, wenn der Halter 60 in die Bandantriebsvorrichtung 50 eingezogen wird, um die Kassette 10 in die Betriebsposition zu bewegen. Der Halter 60 wird solange horizontal eingezogen, bis die erste Ausrichtungsstruktur 64 in die Sohle der Ausnehmung 38 sitzt und die zweite Ausrichtungsstruktur 66 an die ebene Oberfläche 30a anstoßt, wie es in den 5 und 10 gezeigt ist. Die erste Ausrichtungsstruktur 64 ist mit einem Abstand, der gleich der Tiefe der Ausnehmung 38 ist, hinter der zweiten Ausrichtungsstruktur 66 positioniert, so daß die erste Ausrichtungsstruktur 64 in der Sohle der Ausnehmung 38 sitzt, wobei die zweite Ausrichtungsstruktur 66 gleichzeitig an die ebene Oberfläche 30a anstoßt. Zu diesem Zeitpunkt ist die vordere ebene Oberfläche 30a im allgemeinen mit der Bezugslage B ausgerichtet. In manchen Fällen kann es gemäß 5 wünschenswert sein, eine Fehlausrichtung der dritten und vierten Ausrichtungsstifte 68 und 70 leicht hinter den Löchern 40 und 42 absichtlich durchzuführen. Diese Fehlausrichtung wird verwendet, um die Kassette 10 von den Stiften 64 und 66 weg leicht zurückzuziehen, wenn die Kassette 10 abwärts zu der voll eingebauten Betriebsposition bewegt wird.

Danach wird der Halter 60 abwärts bewegt, um die Kassette 10 an den Ausrichtungsstiften 68 und 70 zu positionieren. Diese Bewegung ist durch ein Vergleichen der 5/6, 7/8 und 10/11/12 zu sehen. Die leichte Fehlausrichtung, die vorhergehend erwähnt wurde, bewirkt, daß die abgeschrägten Stifte 68 und 70 die Kassette 10 leicht zurückziehen, wenn die Stifte in die Löcher 40 und 42 gleiten. Die Endposition der Kassette 10 ist in den 6, 8 und 12 gezeigt.

Die Abschrägung der Ausnehmung 38 positioniert die Löcher 40 und 42 über den Stiften 68 und 70 entlang der Bezugslage B (in einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung). Wenn die erste Ausrichtungsstruktur 64 bezüglich der Mitte der Ausnehmung 38 fehlausgerichtet ist, wird sich die Kassette 10 in einer von Seite zu Seite verlaufenden Richtung bewegen, wenn die Abschrägung der Ausnehmung 38 gegen den Ausrichtungsstift 64 getrieben wird, bis die Ausrichtungsstruktur 64 in der Mitte der Ausnehmung 38 in der Sohle sitzt. Es ist daher wünschenswert, daß die Ausnehmung 38 an beiden Seiten abgeschrägt ist, um den in den Figuren gezeigten V-förmigen Schlitz zu bilden, um eine Fehlausrichtung der ersten Ausrichtungsstruktur 64 zu jeder Seite der Mitte der Ausnehmung 38 anzupassen. Wenn die erste Ausrichtungsstruktur 64 ferner als ein vertikal herausragender Stift gebildet ist, muß die V-förmige Ausnehmung 38 bezüglich der unteren Seite 20 des Gehäuses 12 offen sein, um zu ermöglichen, daß die Kassette 10 bei der Ausnehmung 38 frei gegen die erste Ausrichtungsstruktur/Stift 64 gleitet.

Der erste und zweite Ausrichtungsstift 64 und 66 sind vorzugsweise so weit wie möglich beabstandet an entgegengesetzten Seiten der vorderen Seite 30 des Gehäuses 12 positioniert, um die Vorausrichtung der Bezugslagen B und C zu optimieren. Folglich ist es wünschenswert, die Ausnehmung 38 so weit wie möglich zu der Seite der vorderen Seite 30 des Gehäuses 12 anzuordnen. Die vordere ebene Oberfläche 30a muß nicht über die vordere Seite des Kassettengehäuses 12 zusammenhängend sein. Tatsächlich muß im Grunde genommen die vordere ebene Oberfläche 30a nicht vorhanden sein. Wichtig ist, daß, wenn die erste Ausrichtungsstruktur 64 in der Sohle der Ausnehmung 38 sitzt und die zweite Ausrichtungsstruktur 66 an gewisse strukturelle Merkmale der vorderen Seite 30 des Kassettengehäuses 12 anstoßt, die Kassette 10 im wesentlichen mit den Bezugslagen B und C ausgerichtet ist und die Löcher 40 und 42 über den Stiften 68 und 70 positioniert sind. "Im wesentlichen ausgerichtet" bedeutet, gut genug, um die Stifte 68 und 70 in dem Abschrägungsbereich der Löcher 40 und 42 (oder dem Abschrägungsbereich der Stifte 68 und 70, wenn die Stifte abgeschrägt sind) auszurichten.

Obwohl es zu erwarten ist, daß die vordere Seite 30 des Kassettengehäuses 12 im allgemeinen eine greifbare ebene Oberfläche umfaßt, ist eine solche greifbare Oberfläche für die Erfindung nicht notwendig. Folglich sollte der Begriff ebene Oberfläche breit aufgefaßt werden, um sowohl eine greifbare bzw. reale ebene Oberfläche als auch eine nicht-greifbare Ebene zu umfassen, die sich über eine unregelmäßige, unebene vordere Seite 30, Seite 26, obere Seite 18 oder untere Seite 20 des Kassettengehäuses 12 erstreckt. Eines der Löcher 40 oder 42 kann ein Schlitz sein, solange die lange Achse des Schlitzes mit der Linie zwischen den zwei Löchern zusammenfällt.

Die Erfindung, wie sie bei den darstellenden Ausführungsbeispielen gezeigt und beschrieben wurde, umfaßt die Schritte und Strukturen, die zum Verstehen und Erklären der Struktur und der Anwendung der Erfindung notwendig sind. Andere typische Schritte und Strukturen, die normalerweise auf die Verwendung einer Bandkassette und einer Bandantriebsvorrichtung bezogen sind, die einem Fachmann gut bekannt sind, jedoch nicht für das Verstehen der Erfindung wesentlich sind, sind nicht detailliert beschrieben. Obwohl das Positioniersystem der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf eine Ein-Spulen-Bandkassette, wie beispielsweise diejenige, die in 1 dargestellt ist, beschrieben wurde, kann das System bei verschiedenen anderen Typen von entfernbaren Datenspeicherkassetten und Vorrichtungen verwendet werden. Ferner wurde die Bandkassette unter Bezugnahme auf eine obere Seite, eine untere Seite und Seiten beschrieben. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, daß diese allgemeinen Beschreibungen einer ebenen Oberfläche die Erfindung auf horizontal orientierte Bandantriebsvorrichtungen begrenzt, bei denen Bandkassetten mit der Zahnradöffnung abwärts eingebracht werden. Die Erfindung kann genauso auf vertikal orientierte Bandantriebsvorrichtungen oder Bandantriebsvorrichtungen, die zu der horizontalen oder vertikalen Ebene verdreht sein können, angewendet werden. Folglich sollten die relativen Begriffe wie obere Seite und untere Seite oder oben und unten breit aufgefaßt werden, um vergleichbare Merkmale auf einer beliebigen Datenspeicher-Kassette oder -Vorrichtung ohne Rücksicht auf die operationelle Orientierung derselben zu umfassen.


Anspruch[de]
  1. System zum Positionieren einer Datenspeicherkassette (10) in einem Lese/Schreib-Mechanismus (50), wobei die Kassette (10) durch eine erste ebene Oberfläche (30a), die dem Lese/Schreib-Mechanismus (50) gegenüberliegt, und eine zweite ebene Oberfläche (20a) gekennzeichnet ist, die senkrecht zu der ersten ebenen Oberfläche (30a) ist und sich von derselben weg erstreckt, wobei die Kassette (10) in einer ersten Richtung von einer Ladeposition zu einer vorausgerichteten Position, bei der die Kassette (10) in den Lese/Schreib-Mechanismus (50) teilweise eingesetzt ist, und daraufhin in einer zweiten Richtung, die transversal zu der ersten Richtung ist, von der vorausgerichteten Position zu einer ausgerichteten Betriebsposition bewegt werden kann, bei der die Kassette (10) in den Lese/Schreib-Mechanismus (50) voll eingesetzt ist, wobei das System folgende Merkmale aufweist:

    eine schräge Ausnehmung (38) in der ersten ebenen Oberfläche (30a);

    ein Paar von Löchern (40, 42) in der zweiten ebenen Oberfläche (20a); und

    eine erste (64), zweite (66), dritte (68) und vierte (70) Ausrichtungsstruktur, die an dem Lese/Schreib-Mechanismus (50) befestigt sind, wobei die dritte (68) und vierte (70) Ausrichtungsstruktur senkrecht zu der zweiten ebenen Oberfläche (20a) orientiert sind und zu derselben hin herausragt;

    wobei die erste Ausrichtungsstruktur (64) derart angeordnet, daß die erste Ausrichtungsstruktur (64) an die schräge Ausnehmung (38) anstößt, wenn die Kassette (10) zu der vorausgerichteten Position der ersten Ausrichtungsstruktur (64) hin bewegt wird; und

    wobei die erste (64), zweite (66), dritte (68) und vierte (70) Ausrichtungsstruktur derart angeordnet sind, daß die erste Ausrichtungsstruktur (64) in der Sohle der schrägen Ausnehmung sitzt, die zweite Ausrichtungsstruktur (66) an einem Ort, der von der schrägen Ausnehmung (38) entfernt ist, an die erste ebene Oberfläche (30a) anstößt, die dritte Ausrichtungsstruktur (68) im Wesentlichen zu einem Loch (40,) in der zweiten ebenen Oberfläche (20a) hin ausgerichtet ist, und die vierte Ausrichtungsstruktur (70) im Wesentlichen zu einem anderen Loch (42) in der zweiten ebenen Oberfläche (20a) hin ausgerichtet ist, wenn die Kassette (10) die vorausgerichtete Position erreicht.
  2. System gemäß Anspruch 1, bei dem die Löcher (40, 42) entlang einer Linie, die parallel zu der ersten ebenen Oberfläche (30a) ist, voneinander beabstandet sind.
  3. System gemäß Anspruch 1, bei dem die Löcher (40, 42) entlang einer Linie, die senkrecht zu der ersten ebenen Oberfläche (30a) ist, voneinander beabstandet sind.
  4. System gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Löcher (40, 42) abgeschrägte Löcher umfassen.
  5. System gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die dritte (68) und vierte (70) Ausrichtungsstruktur abgeschrägte Stifte aufweisen.
  6. System gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die dritte (68) und vierte (70) Ausrichtungsstruktur in die Löcher (40, 42) ragen, wenn die Kassette (10) die Betriebsposition erreicht.
  7. System gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die schräge Ausnehmung eine V-förmige Ausnehmung (38) aufweist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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