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Dokumentenidentifikation DE10124687B4 12.01.2006
Titel Kreissägeblatt
Anmelder Leitz GmbH & Co. KG, 73447 Oberkochen, DE
Erfinder Humenberger, Herbert, Schardenberg, AT;
Patsch, Richard, Riedau, AT;
Pekec, Zeljko, Riedau, AT
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER GbR, 38122 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 18.05.2001
DE-Aktenzeichen 10124687
Offenlegungstag 05.12.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse B23D 61/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B27B 33/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kreissägeblatt, bestehend aus einem Tragkörper und einer Mehrzahl über den Umfang verteilt in den Tragkörper eingesetzter, eine vordere Spanfläche und eine rückseitige Anlagefläche sowie eine einen Flugkreisdurchmesser F bildende Schneidkante aufweisende Schneidplatten, mit einem vor jeder Schneidplatte ausgebildeten Spanraum und einer Mehrzahl von über den Umfang verteilt angeordneter, sich nach radial innen erstreckender Dehnungsschlitze, die eine im wesentlichen triangelförmige Abschlusskonfiguration mit einem innerhalb des Kurvenverlaufs liegenden Zentrum aufweisen und am Spanraumgrund entspringen.

Ein solches Kreissägeblatt ist beispielsweise aus der DE 92 16 744 U1 bekannt.

Die Dehnungsschlitze dienen der Aufnahme von Wärmedehnungen und der Unterbrechung von im Tragkörper auftretenden Schwinungen. Die triangelförmige Abschlusskunfiguration hat die Aufgabe, durch Reibung die Schwingungsenergie in Wärme umzuwandeln.

Es sind Kreissägemaschinen bekannt, bei denen die Sägeblätter zwischen Flansche auf der Welle fest eingespannt werden, und solche, bei denen die Sägeblätter lose auf eine Keil- oder Polygonwelle aufgesetzt und am Tragkörper zwischen festen und fließenden Führungen (Stammblattführungen) geführt werden.

Insbesondere bei neueren Kreissägemaschinen werden die Sägeblätter aber sowohl zwischen Flansche eingespannt als auch zusätzlich am Tragkörper geführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Kreissägeblatt so fortzubilden, dass es ein stabiles Schwingungsverhalten aufweist, wenn es in Kreissägemaschinen verwendet wird, in denen es sowohl zwischen Flanschen eingespannt als auch im äußeren Bereich des Tragkörpers geführt wird.

Zur Problemlösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes Sägeblatt durch folgende Merkmale aus:

  • a) der Flugkreisdurchmesser ist maximal 2 mm größer als der Durchmesser des Tragkörpers;
  • b) der Abstand der Dehnungsschlitze von ihrem Ursprung bis zum Zentrum beträgt maximal 17 mm;
  • c) der kleinste Spanraumdurchmesser jedes Spanraumes ist maximal 13 mm kleiner als der Flugkreisdurchmesser;
  • d) die Spanfläche der Schneidplatten verläuft gegenüber der Anlagefläche geneigt; und
  • e) der Tragkörper ist gleichzeitig zwischen Flanschen einspannbar und im äußeren Bereich führbar.

Durch diese Ausbildung wird eine geometrische Form gebildet, die für die mehrfache Einspannung des Werkzeuges die erforderlichen Innenspannungen im Tragkörper liefert. Außerdem führt die durch diese Maßnahmen erzielte Eigenfrequenz des Sägeblattes zu einem ruhigeren Laufverhalten.

Der Zahnkranz ist durch die kleinen Spanraumdurchmesser sehr geschlossen und durch den geringen Unterschied zwischen Flugkreisdurchmesser und Tragkörperdurchmesser wird ein kreisrunder Spandickenbegrenzer in einer Form geschaffen, dass sich eine maximale Spandicke von weniger als 1 mm ergibt. Diese Spandickenbegrenzung sorgt insbesondere bei astreichen und rissigen Hölzern für eine höchste Stabilität der Säge im Betrieb.

Durch die konische Anordnung von Spanfläche und Anlagefläche wird eine positive Veränderung der Nebenschneidengeometrie erreicht. Neben dem ruhigeren Betriebsverhalten insbesondere schnell laufender Kreissägeblätter wird zusätzlich die Schnittqualität erhöht.

Der Neigungswinkel zwischen Spanfläche und Anlagefläche der Schneidplatten liegt vorzugsweise im Bereich von 1° bis 7°.

Die Breite der Dehnungsschlitze beträgt vorzugsweise 0,3 mm. Die Dehnungsschlitze können mit einem dauerelastischen Material ausgefüllt sein, um eine Beeinträchtigung der Führungseigenschaften im äußeren Bereich des Tragkörpers zu vermeiden.

Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass ein weiter verbessertes Verhalten des Kreissägeblattes erreicht wird, wenn eine ungerade Anzahl von Schneidplatten eingesetzt wird und/oder die Dehnungsschlitze über den Umfang unregelmäßig im Tragkörper verteilt sind.

Zur Verhinderung von Harzansatz während des Betriebes kann der Tragkörper mit einer Oberflächenbeschichtung versehen sein. Dadurch wird die Sauberkeit der Führungsebene sowie eine erhöhte Schnittqualität und Werkzeuglebensdauer gewährleistet.

Es hat sich außerdem als sehr vorteilhaft herausgestellt, wenn die Dehnungsschlitze in ihrem gerade verlaufenden Bereich breiter ausgebildet sind als in dem triangelförmig verlaufenden Bereich.

Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend näher beschrieben werden. Es zeigt:

1 – die Ansicht eines Kreissägeblattes;

2 – einen vergrößerten Ausschnitt aus 1;

3 – einen vergrößerten Ausschnitt aus 2.

Das Kreissägeblatt besteht aus dem Tragkörper 1 und den in den Tragkörper 1 eingelöteten oder eingeklebten Schneidplatten 2, die die Sägezähne bilden. Vor jeder Schneidplatte 2 ist ein Spanraum 3 eingebracht. In der Mitte des Tragkörpers 1 ist eine Bohrung 7 zum Aufstecken auf die hier nicht näher dargestellte Welle einer Kreissägemaschine vorgesehen. In einigen Spanräumen 3 entspringt an der tiefsten Stelle (geringster Spanraumdurchmesser) ein Dehnungsschlitz 4, der zunächst in einem gerade verlaufenden Bereich 6 nach radial innen geführt ist und am Ende in eine triangelförmige Abschlusskonfiguration 5 übergeht. Die geometrische Mitte des triangelförmigen Bereichs 5 bildet das Zentrum Z. Der Abstand L des Dehnungsschlitzes 4 von seinem Ursprung bis zum Zentrum beträgt maximal 17 mm.

Der Flugkreisdurchmesser F der an der Schneidplatte 2 ausgebildeten Schneide ist, wie 3 zeigt, maximal 2 mm größer als der Durchmesser T des Tragkörpers 1. Dadurch stellt sich am Werkstück eine maximale Spandicke von maximal 1 mm (F/2 – T/2) ein. Durch den geringen Überstand ist der Spandickenbegrenzer kreisrund ausgebildet

Der kleinste Spanraumdurchmesser S jedes Spanraumes 3 ist maximal 13 mm kleiner ausgebildet als der Flugkreisdurchmesser F.

Die Spanfläche 2a der Schneidplatte 2 verläuft gegenüber der Anlagefläche 2b, mit der die Schneidplatte 2 im Tragkörper 1 anliegt, im Winkel von 1° bis 7° geneigt. Zur Reduzierung von Harzansätzen auf dem Tragkörper 1 ist das Kreissägeblatt mit einer Oberflächenbeschichtung versehen.

In dem gerade verlaufenden Bereich 6 ist der Dehnungsschlitz 4 breiter ausgebildet als in dem triangelförmig verlaufenden Bereich 5. Der Dehnungsschlitz 4 kann mit einer dauerelastischen Masse verfüllt sein, was für eine verbesserte Führung sorgen kann. Üblicherweise ist die in der Sägemaschine ausgebildete Führungseinrichtung druckluftbetrieben. Es wird also zur Führung des Tragkörpers 1 ein Luftkissen aufgebaut. Verschlossene Dehnungsschlitze reduzieren den zur Führung notwendigen Luftbedarf.

1Tragkörper 2Schneidplatte 2aSpanfläche 2bAnlagefläche 3Spanraum 4Dehnungsschlitz 5triangelförmig verlaufender Bereich 6gerade verlaufender Bereich 7Bohrung &agr;Winkel FFlugkreisdurchmesser LAbstand/Mündung bis Zentrum SSpanraumdurchmesser TDurchmesser Tragkörper ZZentrum

Anspruch[de]
  1. Kreissägeblatt, bestehend aus einem Tragkörper (1) und einer Mehrzahl über den Umfang verteilt in den Tragkörper (1) eingesetzter, eine vordere Spanfläche (2a) und eine rückseitige Anlagefläche (2b) sowie eine einen Flugkreisdurchmesser (F) bildende Schneidkante aufweisende Schneidplatten (2), mit einem vor jeder Schneidplatte (2) ausgebildeten Spanraum (3) und einer Mehrzahl von über den Umfang verteilt angeordneter, sich nach radial innen erstreckender Dehnungsschlitze (4), die eine im wesentlichen triangelförmige Abschlusskonfiguration (5) mit einem innerhalb des Kurvenverlaufs liegenden Zentrum (Z) aufweisen und am Grund des Spanraumes (3) entspringen, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) der Flugkreisdurchmesser (F) ist maximal 2 mm größer als der Durchmesser (T) des Tragkörpers (1);

    b) der Abstand (L) der Dehnungsschlitze (4) von ihrem Ursprung bis zum Zentrum (Z) beträgt maximal 17 mm;

    c) der kleinste Spanraumdurchmesser (S) jedes Spanraumes (3) ist maximal 13 mm kleiner als der Flugkreisdurchmesser (F);

    d) die Spanfläche (2a) der Schneidplatten (2) verläuft gegenüber der Anlagefläche (2b) geneigt;

    e) der Tragkörper (1) ist gleichzeitig zwischen Flanschen einspannbar und im äußeren Bereich führbar.
  2. Kreissägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (&agr;) zwischen Spanfläche (2a) und Anlagefläche (2b) im Bereich von 1° bis 7° liegt.
  3. Kreissägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Dehnungsschlitze (4) maximal 0,3 mm beträgt.
  4. Kreissägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsschlitze (4) über den Umfang unregelmäßig verteilt sind.
  5. Kreissägeblatt nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Oberflächenbeschichtung des Tragkörpers (1) zur Vermeidung von Harzansatz während des Betriebes.
  6. Kreissägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsschlitze (4) in ihrem gerade verlaufenden Bereich (5) breiter ausgebildet sind als in dem triangelförmig verlaufenden Bereich (6).
  7. Kreissägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsschlitze (4) mit einem dauerelastischen Material ausgefüllt sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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