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Dokumentenidentifikation DE102004012854A1 12.01.2006
Titel Pocket PC mit verschiedenen Betriebszuständen
Anmelder Fujitsu Siemens Computers GmbH, 80807 München, DE
Erfinder Höhnke, Thorsten, 86343 Königsbrunn, DE
Vertreter Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80339 München
DE-Anmeldedatum 16.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012854
Offenlegungstag 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse G06F 1/32(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse G06F 3/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen tragbaren Computer, insbesondere Pocket PC, mit mindestens einer Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung und einer Steuereinrichtung (7) zum Einstellen verschiedener Betriebszustände. Es ist ein Betriebszustand vorgesehen, in dem wenigstens die mindestens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung in einem Zustand voller Funktionalität (A) ist, während weitere Komponenten in einem Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigter Stromaufnahme sein können, wobei bei jedem Umschalten in diesen Betriebszustand nach vorgegebenen Kriterien von der Steuereinrichtung (7) festgelegt wird, welche Komponenten in den Ruhezustand (S) gebracht werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen tragbaren Computer, insbesondere Pocket PC, mit mindestens einer Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung weiterhin ein Verfahren zum Einstellen verschiedener Betriebszustände für einen tragbaren Computer gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 13.

Als Pocket PC werden tragbare Computer bezeichnet, die bequem in einer Hand gehalten werden können. Sie werden alternativ auch als Handhelds oder Organizer bezeichnet. Mobiltelefone mit Funktionen, die über das Telefonieren und das Verschicken von SMS (Short Messenger Service) Meldungen hinausgehen und die häufig als Smartphones bezeichnet werden, gehören ebenfalls zu dieser Gruppe. Ihnen ist gemeinsam, dass sie deutlich kleiner als andere tragbare Computer wie zum Beispiel Laptops oder Notebooks sind. Anwendungsprogramme aus den Bereichen Adress- und Terminverwaltung, Textverarbeitung oder Datenpräsentation sind in Versionen mit leicht reduzierter Leistungsfähigkeit häufig auch für Pocket PCs verfügbar.

Viele Pocket PCs sind mit Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung ausgestattet, die entweder fest eingebaut sind oder optional als Einsteckkarten für entsprechende Steckplätze erhältlich sind. Unter Datenübertragung ist ein gegebenenfalls auch bidirektionaler Austausch von Informationen zu verstehen. Zur Datenübertragung ist in diesem Zusammenhang neben der Übertragung von Daten oder Datenpaketen in einem Datennetzwerk auch die Übertragung von Sprache, Bildern und Nachrichten, z.B. SMS oder e-mail, in einem Kommunikationsnetzwerk zu zählen. Konkrete Beispiele in diesen Bereichen sind Einrichtungen zur Datenübertragung in lokalen Netzwerken, zum Beispiel WLAN (Wireless Local Area Network) oder BT (Blue Tooth), und in globalen Kommunikationsnetzwerken wie GSM (Global System of Mobile Communication), GPRS (Global Packaging Radio System) oder UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) sowie Empfangseinrichtung für Funkdienste, wie zum Beispiel für GPS (Global Positioning System).

Aufgrund des größeren Funktionsumfangs, vor allem wegen der höheren Rechenleistung und des größeren Displays, haben Pocket PCs meist eine deutlich kürzere Betriebsdauer mit einer Batterieladung als z.B. reine Mobiltelefone. Insbesondere beim Betrieb von Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung weitet sich dieses zum Problem aus, wenn für einen längeren Zeitraum Erreichbarkeit im Funknetz gewährleistet sein soll. Die Betriebssysteme handelsüblicher Pocket PCs stellen üblicherweise nur zwei Betriebszustände mit verschiedener Leistungsaufnahme und somit verschiedener Betriebsdauer im Batteriebetrieb zur Verfügung.

In einem ersten Betriebszustand sind im wesentlichen alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Zustand mit voller Funktionalität. Einzige Ausnahme bei handelsüblichen Pocket PCs stellt hier das Display dar. Wenn vom Benutzer für längere Zeit keine Eingabe erfolgt, wird die Hintergrundbeleuchtung des Displays abgeschaltet, um Strom einzusparen. Aus dem gleichen Grund wird bei Batteriebetrieb das Display mit niedrigerem Kontrast betrieben als bei Netzbetrieb.

In einem zweiten Betriebszustand sind dann im wesentlichen alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Ruhezustand mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigter Stromaufnahme. In diesem Zustand wird in der Regel lediglich die interne Uhr weiterbetrieben sowie überwacht, ob der Benutzer eine der Eingabetasten betätigt, wodurch dann wieder der erste Betriebszustand eingeschaltet wird. Zusätzlich kann ein weiterer Zustand vorhanden sein, in dem das gesamte Gerät, wieder mir Ausnahme einer internen Uhr, stromlos geschaltet ist und nur über einen Schalter eingeschaltet werden kann, und nicht über Tastendruck, wie im zweiten Betriebszustand.

Diese Betriebszustände sind für den dauerhaften Betrieb mit Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung oder Kommunikation ungeeignet. Entweder ist der Stromverbrauch zu hoch und dadurch die Betriebsdauer im Batteriebetrieb zu kurz, oder die Erreichbarkeit im drahtlosen Funknetz ist nicht gewährleistet.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen tragbaren Computer, insbesondere Pocket PC vorzustellen, bei dem trotz ständiger Erreichbarkeit über die Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung eine deutlich verlängerte Betriebsdauer im Batteriebetrieb gegeben ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein dritter Betriebszustand vorgesehen ist, in dem wenigstens die mindestens eine Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung in dem Zustand voller Funktionalität ist, während weitere Komponenten des tragbaren Computers, die nicht der drahtlosen Datenübertragung dienen, in dem Ruhezustand mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigter Stromaufnahme sind oder aus sind. Ebenso wird die Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil des in Anspruch 13 beschriebenen Verfahrens gelöst.

Der Erfindung liegt zugrunde, dass die Erreichbarkeit über die Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung auch dann sichergestellt werden kann, wenn die Funktionalität einiger anderer Komponenten des Computers eingeschränkt wird. Dadurch sinkt der Stromverbrauch des tragbaren Computers und die Betriebsdauer im Batteriebetrieb steigt. Zu diesem Zweck wird eine Steuereinrichtung beschrieben, das das Umschalten in den dritten Betriebszustand steuert und bei jedem Umschalten festlegt, welche Komponenten des tragbaren Computers in den Ruhezustand mit erniedrigtem Stromaufnahme gesetzt werden dürfen, ohne die Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung in ihrer Funktion einzuschränken. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass andere Benutzeranwendungen, die im dritten Betriebszustand weiterhin ausgeführt werden sollen, daran nicht gehindert werden.

Die Steuereinrichtung ist dabei vorteilhafterweise in der Lage, den tragbaren Computer bei Bedarf wieder in den ersten Betriebszustand zurückzuschalten, falls die mindestens eine Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung eingehende Daten signalisiert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Im folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand einer Figur näher erläutert.

Die Figur zeigt eine schematische Repräsentation des tragbaren Computers mit einer Steuereinrichtung zum Einstellen verschiedener Betriebszustände.

Als Komponenten eines tragbaren Computers sind in der Figur beispielhaft eine Bildschirmeinheit 1, ein Prozessor 2, eine Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung 3 sowie eine Einsteckkarte 4, die in einen Steckplatz 5 eingesteckt ist, dargestellt. Diese Komponenten sind mit einem Betriebssystem 6 sowie einer Steuereinrichtung 7 verbunden. Das Betriebssystem 6 nimmt Informationen von Bedienelementen 8, einer Batterie 9, sowie einem oder mehrerer Anwendungsprogramme 10 auf und leitet sie an die Steuereinrichtung 7 weiter. Die Steuereinrichtung 7 weist einen Zeitmesser 11, eine Überwachungseinheit 12, sowie eine Tabelle mit Anwendungsprogrammen 13 auf. Weiterhin ist ein Mittel 14 vorhanden, mit dem ein Umschalten in den zweiten Betriebszustand II blockiert werden kann und ein Erkennungsmittel 15, das den Eingang von Daten an der mindestens einen Einrichtung 3 zur drahtlosen Datenübertragung signalisiert.

Die dargestellte Figur erhebt nicht den Anspruch, ein vollständiges Blockschaltbild für einen tragbaren Computer zu sein, sondern stellt lediglich die Komponenten dar, die erfindungsgemäß zum Einstellen verschiedener Betriebszustände für einen tragbaren Computer notwendig sind.

Die rechts in der Figur gezeigten Komponenten 1 bis 4 eines tragbaren Computers verfügen je über Steuermöglichkeiten, um von einem aktiven Zustand voller Funktionalität A in einen Ruhezustand S mit eingeschränkter Funktionalität und verringerter Stromaufnahme umzuschalten. Der Ruhezustand S kann für die verschiedenen Komponenten auf unterschiedliche Art und Weise ausgebildet sein. Für die Bildschirmeinheit 1 ist beispielsweise möglich, Strom durch das Ausschalten des Bildschirms oder der Hintergrundbeleuchtung einzusparen. Alternativ kann zusätzlich die Grafikeinheit, welche die Verarbeitung der Bildschirminhalte durchführt, abgeschaltet werden. Für den Prozessor 2 besteht die Möglichkeit, sowohl Arbeitsfrequenz wie Betriebsspannung abzusenken, wodurch der Prozessor zwar weniger leistungsfähig wird, aber auch der Stromverbrauch reduziert wird. Ebenfalls ist möglich, den Prozessor ganz anzuhalten und vorzusehen, dass durch ein sogenanntes Interruptsignal die Verarbeitung von Befehlen wieder aufgenommen wird. Andere Komponenten, wie beispielsweise die in den Steckplatz 4 eingesteckte Einsteckkarte zur Speichererweiterung, können im Ruhezustand komplett abgeschaltet werden, falls auf ihre Funktionalität verzichtet werden kann.

In der Ausgangssituation befinde sich der tragbare Computer in dem ersten Betriebszustand I. Der Zeitmesser 11 in der Steuereinrichtung 7 bestimmt die Länge der Zeitspanne, in der keines der Bedienelemente 8 betätigt wird. Die dafür notwendige Information wird vom Betriebssystem 6 bereitgestellt. Überschreitet diese Zeitspanne einen vorgegebenen, und unter Umständen durch den Bediener abänderbaren Zeitraum, weist die Steuereinrichtung 7 den dritten Betriebszustand III an.

Dieser dritte Betriebszustand III ist dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Komponenten des Computers in den Ruhezustand S mit verminderter Stromaufnahme geschaltet werden. Welche Komponenten in den Zustand S versetzt werden, wird bei jedem Umschalten vom ersten in den dritten Betriebszustand III von der Steuereinrichtung 7 nach vorgegebenen Kriterien ermittelt. Es ist sicherzustellen, dass Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung, die zum Zeitpunkt des Umschaltens eine aktive Funkverbindung haben, also beispielsweise in einem Funknetz angemeldet sind, weiterhin im Zustand A verbleiben. Darüber hinaus ermittelt die Steuereinrichtung 7 über das Betriebssystem 6 Informationen darüber, welche Anwendungsprogramme 10 zur Zeit des Umschaltens auf dem tragbaren Computer ausgeführt werden. Der Name dieser Anwendungsprogramme 10 wird mit den Einträgen in der Tabelle 13 verglichen. In der Tabelle 13 sind solche Anwendungsprogramme 10 gelistet, die beim Umschalten in den dritten Betriebszustand III weiterhin ausgeführt werden sollen. Wenn sich der Name des Anwendungsprogramms 10 nicht in der Tabelle 13 befindet, weist die Steuereinrichtung 7 das Betriebssystem 6 an, das Anwendungsprogramm 10 zu stoppen, da jedes im dritten Betriebszustand III ausgeführte Anwendungsprogramm 10 durch Speicherzugriffe und Prozessornutzung zu einem erhöhten Strombedarf führt.

Für den Fall, dass der Name des Anwenderprogramms 10 in der Tabelle 13 gelistet ist, wird es nicht gestoppt. In der Tabelle 13 ist ebenfalls aufgeführt, welche der Komponenten des tragbaren Computers zur Ausführung des Anwendungsprogramms 10 zwingend benötigt werden. Diese Komponenten des tragbaren Computers werden beim Umschalten in den dritten Betriebszustand III nicht in den Ruhezustand S versetzt. Ein solches Anwendungsprogramm 10 könnte beispielsweise ein Wiedergabeprogramm für Musikdateien sein. Damit die Musikwiedergabe beim Umschalten in den dritten Betriebszustand III nicht unterbrochen wird, darf beispielsweise eine Audioausgabeeinheit nicht in den Ruhezustand S versetzt werden, wohingegen der Prozessor 2 durchaus in den Ruhezustand S versetzt werden kann, da nicht seine volle Funktionalität benötigt wird.

Während des dritten Betriebszustandes III überwacht die Steuereinrichtung 7 mit Hilfe des Erkennungsmittels 15, ob eine der Einrichtungen 3 zur drahtlosen Datenübertragung eingehende Daten signalisiert. Eingehende Daten sind dabei ebenso Daten in einem Datennetzwerk wie Anrufe oder SMS (Short Messenger Service) in einem Kommunikationsnetzwerk. Die Steuereinrichtung 7 schaltet dann in den ersten Betriebszustand I zurück, wodurch sichergestellt wird, dass die eingehenden Daten adäquat verarbeitet werden können.

Im ersten und im dritten Betriebszustand III verhindert die Steuereinrichtung 7 über das Mittel 14 ein eventuell vom Betriebssystem 6 angewiesenes Umschalten in den zweiten Betriebszustand II. Dadurch wird verhindert, dass durch das Betriebssystem ein Betriebszustand angewiesen wird, in dem die Erreichbarkeit in Funknetzen nicht gewährleistet ist.

Falls die Spannung der üblicherweise wiederaufladbaren Batterie 9 jedoch unter einen kritischen Wert sinkt, kann das Funktionieren der Einrichtung 3 zur drahtlosen Datenübertragung prinzipiell nicht mehr aufrecht gehalten werden. Es ist in diesem Fall wichtiger, dass die verbleibende Ladung der Batterie 9 genutzt wird, um den tragbaren Computer kontrolliert in den zweiten Betriebszustand II mit der geringsten Stromaufnahme zu bringen.

Das Umschalten in den zweiten Betriebszustand II ist ein komplexer Vorgang, da hierbei im wesentlichen alle Komponenten des tragbaren Computers in den Ruhezustand S versetzt werden und es sichergestellt werden muss, dass der Dateninhalt von flüchtigen Speichermedien erhalten bleibt. Zu diesem Zweck kontrolliert die Überwachungseinrichtung 12 die Spannung der Batterie 9. Fällt die Spannung unter einen vorgegebenen Wert, deaktiviert die Steuereinrichtung 7 das Mittel 14 zur Unterbindung des zweiten Betriebszustandes II und ermöglicht dem Betriebssystem 6 somit, das Umschalten in den zweiten Betriebszustand II durchzuführen. Das Zurückgeben der vollen Kontrolle über die Komponenten des Computers an das Betriebssystem 6 entbindet die Steuereinrichtung 7 von vorteilhafterweise davon, aufwendige Mittel zur Datensicherheit selbst bereitzustellen.

In einer weiteren Ausführungsform kann zusätzlich über die Bedienelemente 8 ein Umschalten zwischen den Betriebszuständen I bis III manuell vom Benutzer angewiesen werden.

Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Einstellen verschiedener Betriebszustände liegt darin, dass ein Betriebszustand definiert wird, bei dem nur bestimmte Komponenten des tragbaren Computers in den Ruhezustand S mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigter Stromaufnahme gesetzt werden. Dabei ist diese Zuordnung dynamisch in der Weise, dass bei jedem Umschalten in diesen Betriebszustand anhand vorgegebener Kriterien neu ermittelt wird, welche Komponenten in den Ruhezustand S versetzt werden dürfen. Dieses Verfahren ist vorteilhaft bei tragbaren Computern die Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung aufweisen anzuwenden, aber nicht auf diese beschränkt.

1Bildschirmeinheit 2Prozessor 3Einrichtung zur drahtlosen Datenübertragung 4Einsteckkarte 5Steckplatz 6Betriebssystem 7Steuereinrichtung zum Einstellen verschiedener Betriebszustände 8Bedienelemente 9Batterie 10Anwendungsprogramm 11Zeitmesser 12Überwachungseinrichtung 13Tabelle von Anwendungsprogrammen 14Mittel zum Unterbinden des zweiten Betriebszustands II 15Erkennungsmittel für den Eingang von Daten IErster Betriebszustand IIZweiter Betriebszustand IIIDritter Betriebszustand AZustand mit voller Funktionalität SRuhezustand mit eingeschränkter Funktionalität

Anspruch[de]
  1. Tragbarer Computer, insbesondere Pocket PC, mit wenigstens einer Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung, der eine Steuereinrichtung (7) zum Einstellen verschiedener Betriebszustände aufweist, wobei

    – ein erster Betriebszustand (I) vorgesehen ist, in dem im wesentliche alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Zustand mit voller Funktionalität (A) sind und

    – ein zweiter Betriebszustand (II) vorgesehen ist, in dem im wesentlichen alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigtem Stromverbrauch sind oder aus sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    ein dritter Betriebszustand (III) vorgesehen ist, in dem wenigstens die mindestens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung in dem Zustand voller Funktionalität (A) ist, während weitere Komponenten des tragbaren Computers, die nicht der drahtlosen Datenübertragung dienen, in dem Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigter Stromaufnahme sind oder aus sind.
  2. Tragbarer Computer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zeitmesser (11) vorgesehen ist, der während des ersten Betriebszustandes (I) die Zeitspanne ermittelt, in der keine Eingabe auf dem tragbaren Computer erfolgt und dass die Steuereinrichtung (7) auf den dritten Betriebszustand (III) umschaltet, falls die Zeitspanne einen vorgegebenen Wert überschreitet.
  3. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tabelle (13) vorgesehen ist, in der alle auf dem tragbaren Computer ausführbaren Anwendungsprogramme (10) aufgeführt sind, die beim Wechsel in den dritten Betriebszustand (III) nicht unterbrochen werden dürfen.
  4. Tragbarer Computer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (7) beim Wechsel in den dritten Betriebszustand (III) alle zum Zeitpunkt des Wechsels aktuell ausgeführten Anwendungsprogramme (10) unterbricht, die nicht in der Tabelle (13) gelistet sind.
  5. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (7) in dem dritten Betriebszustand (III) nur solche weitere Komponenten des tragbaren Computers in den Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigtem Stromverbrauch versetzt oder ausschaltet, die von keiner der auf den tragbaren Computer zum Zeitpunkt der Umschaltung in den dritten Betriebszustand (III) ausgeführten und nicht in der Tabelle (13) gelisteten Anwendungsprogramme (10) benötigt werden.
  6. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Erkennungsmittel (15) vorgesehen sind, die während des dritten Betriebszustandes (III) überwachen, ob an der mindestens einen Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung Daten eingehen, und dass die Steuereinrichtung (7) den ersten Betriebszustand (I)einstellt, falls Daten eingehen.
  7. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (7) über Mittel (14) verfügt, ein eventuell vom Betriebssystem (6) des tragbaren Computers vorgesehenes Umschalten in den zweiten Betriebszustand (II) zu unterbinden.
  8. Tragbarer Computer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Batterie (9) und ein Überwachungsmittel (12) für den Ladezustand der Batterie (9) des tragbaren Computers vorhanden sind, und dass von der Steuereinrichtung (7) ein eventuell vom Betriebssystem (6) vorgesehenes Umschalten in den zweiten Betriebszustand (II) dann nicht verhindert wird, falls der Ladezustand der Batterie (9) einen vorgegebenen Wert unterschreitet.
  9. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Bedienelemente (8) vorhanden sind, durch die manuell zwischen den verschiedenen Betriebszuständen (I, II oder III) umgeschaltet werden kann.
  10. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung dem WLAN (Wireless Local Area Network), dem BT(Blue Tooth), dem GPRS(Global Packaging Radio System), dem GSM (Global System for Mobile Communication), dem UMTS (Universal Mobil Telecommunication System) oder dem GPS (Global Positioning System) Standard entspricht.
  11. Tragbarer Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Steckplatz (5) für Einsteckkarten (4) zur Erweiterung der Funktionalität des tragbaren Computers vorgesehen ist.
  12. Tragbarer Computer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung eine Einsteckkarte (4) sein kann.
  13. Verfahren zum Einstellen verschiedener Betriebszustände für einen tragbaren Computer, insbesondere Pocket PC, der wenigstens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung aufweist, wobei

    – ein erster Betriebszustand (I) vorgesehen ist, in dem im wesentliche alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Zustand mit voller Funktionalität (A) sind und

    – ein zweiter Betriebszustand (II) vorgesehen ist, in dem im wesentlichen alle Komponenten des tragbaren Computers in einem Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität und erniedrigtem Stromverbrauch sind oder aus sind, dadurch gekennzeichnet, dass

    ein dritter Betriebszustand (III) angewiesen werden kann, bei dem wenigstens die mindestens eine Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung in dem Zustand voller Funktionalität (A) ist, während weitere Komponenten des tragbaren Computers, die nicht der drahtlosen Datenübertragung dienen, in dem Ruhezustand (S) mit eingeschränkter Funktionalität (S) und erniedrigter Stromaufnahme sind oder aus sind.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass

    – aus dem ersten Betriebszustand (I) in den dritten Betriebszustand (III) umgeschaltet wird, falls für länger als für eine vorgegebene Zeit keine Eingabe auf dem tragbaren Computer erfolgt, und

    – aus dem dritten Betriebszustand (III) in den ersten Betriebszustand (I) umgeschaltet wird, falls bei der mindestens einen Einrichtung (3) zur drahtlosen Datenübertragung Daten eingehen.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass anhand vorgegebener Kriterien bei jedem Umschalten in den dritten Betriebszustand (III) festgelegt wird, welche der weiteren Komponenten im dritten Betriebszustand (III) im Zustand voller Funktionalität (A) verbleiben.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eventuell vorhandene Anweisungen des Betriebssystems (6) zum Umschalten des Betriebszustands unterbunden werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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