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Dokumentenidentifikation DE102004012897B4 12.01.2006
Titel Verfahren zur Darstellung von Grafikobjekten und Kommunikationsgerät
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Jarczyk, Alexander, Dr., 85356 Freising, DE
DE-Anmeldedatum 16.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012897
Offenlegungstag 13.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse G09F 9/30(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse G06F 3/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      G09B 29/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von Grafikobjekten und ein entsprechendes Kommunikationsgerät, insbesondere ein Mobiltelefon oder einen Computer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und des nebengeordneten Patentanspruchs 4. Ein solches Verfahren und ein solches Kommunikationsgerät sind aus der WO 01/88687 A2 bekannt.

Die ständig fortschreitende Entwicklung auf dem Gebiet der Mobiltelefone führt zu einer ständigen Miniaturisierung dieser Mobiltelefone einerseits und zu ständig verbesserten Grafikfähigkeiten dieser Mobiltelefone andererseits. Daraus ergibt sich das Verlangen der Nutzer solcher Mobiltelefone, die Grafikfähigkeiten der Mobiltelefone trotz der begrenzten zur Verfügung stehenden Fläche der Anzeigeeinrichtung effizient zu nützen.

Hierzu ist es bekannt, Grafikobjekte, wie beispielsweise Symbole, die auf eine Funktion oder ein Programm hinweisen, auf einem virtuellen Oberflächenfeld anzuordnen, das größer ist als ein zur Verfügung stehendes Anzeigefeld. Durch eine Verschiebung des Anzeigefeldes über dem virtuellen Oberflächenfeld kann der auf dem Anzeigefeld dargestellte Anteil des virtuellen Oberflächenfeldes variiert und durch den Nutzer ausgewählt werden, so dass der Nutzer beispielsweise durch einen Marker alle auf dem virtuellen Oberflächenfeld dargestellten Grafikobjekte selektieren kann.

Es stellte sich als Nachteil dieser Lösung heraus, dass für einen Nutzer immer nur ein Teil des virtuellen Oberflächenfeldes sichtbar ist. Der Nutzer kann daher das Vorhandensein und die Lage der momentan nicht auf dem Anzeigefeld dargestellten Grafikobjekte, die aber auf dem virtuellen Oberflächenfeld angeordnet sind, nur erahnen.

Aus der WO 01/88687 A2 ist gemäß dortiger 6 und zugehöriger Figurenbeschreibung bereits ein Verfahren der eingangs genannten Art zur Darstellung von Grafikobjekten 210, bei dem die Grafikobjekte auf einem virtuellen Oberflächenfeld, insbesondere einer elektronischen Landkarte angeordnet sind, bekannt. Dabei ist auch dort das virtuelle Oberflächenfeld größer als ein Anzeigefeld, vergleiche Seite 8, Zeilen 29 bis 34. Auch beim Stand der Technik nach der WO 01/88687 A2 wird auf dem Anzeigefeld nur ein Ausschnitt (z. B. Landkartenausschnitt, siehe 6) des virtuellen Oberflächenfeldes dargestellt.

Aus der US 2002/0065605 A1 ist es bei einem Navigationssystem bekannt, die Darstellung von Grafikobjekten derart verdrängend erfolgen zu lassen, dass sich die dargestellten Grafikobjekte nicht überlappen, siehe die 5, die linke obere Ecke der Displaydarstellung.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren und einem Kommunikationsgerät der eingangs genannten Art eine technische Lehre anzugeben, die eine übersichtliche Anzeige von Grafikobjekten ermöglicht, die auf einem virtuellen Oberflächenfeld angeordnet sind, das größer ist als ein zur Verfügung stehendes Anzeigefeld.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Weiterbildungen des Vorrichtungsanspruchs, die den abhängigen Verfahrensansprüchen entsprechen, sind von der Erfindung ebenfalls umfasst.

Erfindungsgemäß werden also Grafikobjekte, die auf einem virtuellen Oberflächenfeld angeordnet sind, das größer ist als ein zur Verfügung stehendes Anzeigefeld, auf den Rand des Anzeigefeldes projiziert, wenn sie außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes liegen. Dabei erfolgt die Darstellung der projizierten Grafikobjekte derart verdrängend, dass sich die dargestellten projizierten Grafikobjekte nicht überlappen.

Dadurch wird erreicht, dass auf einem kleinen zur Verfügung stehenden Anzeigefeld alle auf einem größeren virtuellen Oberflächenfeld angeordneten Grafikobjekte dargestellt werden können. Dabei wird vorzugsweise nur der Teil des virtuellen Oberflächenfeldes maßstabsgetreu auf dem Anzeigefeld dargestellt, den der Nutzer durch die Positionierung des Anzeigefeldes über dem virtuellen Oberflächenfeld ausgewählt hat. Die Grafikobjekte, die nicht auf dem durch das Anzeigefeld bedeckten Anteil des virtuellen Oberflächenfeldes angeordnet sind, werden dagegen nur auf den Rand des Anzeigefeldes projiziert dargestellt.

Unter Grafikobjekte versteht man im Rahmen dieser Anmeldung auch Symbole, Symbolteile, Icons, Iconteile, Anzeigefenster, Anzeigefensterteile, Bilder, Bildausschnitte oder Texte bzw. Textelemente.

Das Anzeigefeld ist vorzugsweise durch eine Anzeigeeinrichtung, wie ein Grafikdisplay, oder einen Teil einer Anzeigeeinrichtung gebildet. Insbesondere kann ein Anzeigefeld durch ein Grafikfenster realisiert sein.

Das virtuelle Oberflächenfeld ist vorzugsweise gebildet durch in einer Speichereinrichtung abgelegte Informationen, welche die Positionen von Grafikobjekten relativ zu einem Bezugspunkt auf dem virtuellen Oberflächenfeld beschreiben. Ergänzend dazu können diese Informationen auch die Grafikobjekte selbst oder einen Darstellungsmaßstab beschreiben. Auch kann durch diese oder andere Informationen bestimmt sein, welcher Ausschnitt des virtuellen Oberflächenfeldes aktuell in welcher Darstellungsgröße auf dem Anzeigefeld darzustellen ist. Die Darstellungsgröße bzw. der Darstellungsmaßstab des virtuellen Oberflächenfeldes und der darauf angeordneten Grafikobjekte kann beispielsweise durch den Nutzer geändert werden, so dass auch der Fall eintreten kann, dass die Darstellung des virtuellen Oberflächenfeldes kleiner als das Anzeigefeld wird. In diesem Fall kann eine projizierte Darstellung von Grafikobjekten entfallen.

Das virtuelle Oberflächenfeld ist vorzugsweise dann größer als ein Anzeigefeld, wenn die aktuellen Längen- und/oder Breiten-Abmessungen des Anzeigefeldes kleiner als die aktuellen Längen- bzw. Breiten-Abmessungen des virtuellen Oberflächenfeldes sind, wobei für die Berechnung der Abmessungen des virtuellen Oberflächenfeldes der aktuell hierfür geltende Darstellungsmaßstab verwendet wird.

Je nach Ausführungsvariante liegt ein Grafikobjekt vorzugsweise dann außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes, wenn es ganz oder teilweise außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes liegt, oder wenn sein Zentrum außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes liegt.

Die Projektion auf den Rand des Anzeigefeldes umfasst insbesondere den Fall, dass das Grafikobjekt ganz oder teilweise von seiner eigentlichen Position auf dem virtuellen Oberflächenfeld in Richtung des Zentrums des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes verschoben wird und ganz oder teilweise in dem Randbereich des Anzeigefeldes dargestellt wird. Der Randbereich ist dabei insbesondere weit auszulegen.

Vorzugsweise werden projiziert dargestellte Grafikobjekte gegenüber dem aktuell für das virtuelle Oberflächenfeld geltenden Darstellungsmaßstab verkleinert dargestellt, verzerrt dargestellt und/oder als einfache geometrische Formen, wie beispielsweise Linien, dargestellt.

Die durch die projizierten Grafikobjekte belegten Randbereiche nehmen bei Liniendarstellung ein Minimum an Platzbedarf in Anspruch und selbst bei einer Darstellung durch skalierte Halbkreisprojektionen bzw. „Halb"-Objektprojektionen ist der Platzbedarf sehr klein. Das Resultat ist ein unverzerrter Bedienoberflächenausschnitt im Anzeigefeld, der mit einem Minimum an zusätzlichem Platzbedarf (im Extremfall ist es nur eine Pixel-Linie des Randbereiches) auskommt, um alle Grafikobjekte und ihre räumliche Beziehung zueinander visualisieren zu können.

Vorzugsweise wird die Größe der Darstellung eines projizierten Grafikobjekts in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen dargestelltem Ausschnitt des virtuellen Oberflächenfeldes und der Position des Grafikobjekts eingestellt. Der für die Berechnung der Entfernung herangezogene den dargestellten Ausschnitt repräsentierende Bezugspunkt wird vorzugsweise durch das Zentrum des dargestellten Ausschnitts bzw. des Anzeigefeldes, einen Eckpunkt des dargestellten Ausschnitts bzw. des Anzeigefeldes, den Schnittpunkt einer entsprechenden Projektionslinie mit dem Randbereich des Anzeigefeldes oder einen anderen Punkt des dargestellten Ausschnitts gebildet.

Die vorliegende Erfindung basiert auf einer zentrischen Projektion mit zusätzlichen Regeln welche die Anordnung der projizierten Objekte zueinander und deren Größe betrifft. Die Größe der Objekte wird dabei auf die Differenz von minimaler und maximaler Distanz der Objekte zueinander normiert. Der Vorteil des Verfahrens ist die Kompression von unterschiedlichsten Entfernungen auf eine Art, die es dem Benutzer erlaubt, Objekte miteinander auf engstem Raum zu betrachten und mit ihnen zu interagieren, ohne dass dabei verschiedene Zoomstufen durchlaufen werden müssen. Wird z.B. eine Reise von München nach Tokio betrachtet, bei der Information (wie Reisefotos) am Flughafen München am Flughafen Tokio, an verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Tokio etc. in das System aufgenommen wurden, so kann der Benutzer die Infos aus München direkt neben den Infos aus Tokio wahrnehmen, ohne dafür zoomen zu müssen. Er kann darüber hinaus mit einfachen Interaktionen diese komprimierte Informationsdarstellung z.B. zum schnellen Navigieren (was für Infos sind am Flughafen München, welche am Flughafen Tokio wichtig etc.) nutzen.

Im Folgenden werden bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung kurz erläutert:

a. Zentrische Projektion

Grafikobjekte (Objekte), welche außerhalb des Anzeigefeldes (peep-hole), also beispielsweise außerhalb eines dargestellten Kartenausschnittes liegen, werden zum Zentrum hin an den Rand desselben projiziert. Dabei sind die Orte durch kreisförmige Icons oder zumindest durch eine kreisförmige unsichtbare Randung gegen das peep-hole abgegrenzt (4).

b. Berechnung des Abstandes der projizierten Grafikobjekte

Hierbei wird eine schalenförmige Anordnung benutzt, solange die Objekte nach Projektion sich nicht berühren. Diese Anlage kann von ihrer „Dicke" her die Dicke eines projizierten Objektes bis hin zur Dicke null variieren (siehe 4 bis 7 und 8). Besonders wenn die Schalendicke null gewählt wird, ist das Verfahren auf die weiteren Punkte Verdrängung und Größenvariation angewiesen, um dem Benutzer das Gefühl der Entfernung bei gleichzeitiger Richtungsinformation noch geben zu können.

c. Größenberechnung in Abhängigkeit vom Abstand

Um die Grafikobjekte nach Projektion auf den Rand des peep-hole noch auf ihre Entfernung hin beurteilbar zu machen, wendet das Verfahren folgenden Größen-Variations-Algorhithmus an (siehe 9 und 10)

  • 1. Zunächst werden die minimalen und die maximalen Abstände aller außerhalb des peep-hole gelegener Objekte berechnet.
  • 2. Sodann wird für das minimal entfernte Objekt die maximale, für das maximal entfernte die minimale Icongröße festgelegt.
  • 3. Objekte die in ihrer Entfernung dazwischen liegen, werden über entweder eine lineare oder aber eine nicht lineare Interpolation in ihrer Größe zwischen den beiden Extremen dargestellt. Die nicht-lineare Größenbestimmung orientiert sich dabei an der Dichteverteilung der projizierten Objekte auf einer Abstandsskala (je mehr Objekte in einem bestimmten Entfernungsintervall angesiedelt sind um so größer die Detaillierung der Größenänderung und umgekehrt).

d. Verdrängende Anordnung der projizierten Grafikobjekte

Ist nach Projektion der Grafikobjekte mindestens eine Überlappung der kreisförmigen Areale derselben zu verzeichnen, so wird/werden diese Überlappung(en) aufgelöst bzw. es kommt bei der Berechnung der Projektionen von Beginn an zu folgendem Algorithmus (siehe 10):

  • 1. Aus der Menge der noch nicht an den Rand des peep-hole projizierten Objekte wird immer das nächste zum Zentrum des peep-hole gelegene genommen und versucht an den Rand des peep-hole zu projizieren.
  • 2. Kommt es bei dem Projektionsversuch zu einer Überlappung, so wird das projizierte Objekt auf dem Projektionsstrahl so lange weiter vom Zentrum entfernt, bis es zu keiner Überlappung mit irgendwelchen zuvor projizierten Objekten mehr kommt.
  • 3. Dies wird so lange fortgesetzt, bis alle Objekte überlappungsfrei zum Rand des peep-hole projiziert sind.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher beschrieben, zu deren Erläuterung nachstehend aufgelistete Figur dient:

1 Blockschaltbild eines Mobiltelefons;

2 erstes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

3 zweites Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

4 drittes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

5 viertes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

6 fünftes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

7 sechstes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

8 siebtes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

9 achtes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten;

10 neuntes Ausführungsbeispiel der Darstellung und Projektion von Grafikobjekten.

1 zeigt ein Mobiltelefon MS, welches eine Bedieneinrichtung MMI, eine Hochfrequenzeinrichtung HF und eine Prozessoreinrichtung PE enthält. Die Bedieneinrichtung MMI umfasst eine Anzeigeeinrichtung ANZE, wie beispielsweise ein Grafikdisplay, und Betätigungselemente, wie beispielsweise Tasten oder Softkeys.

Zur Steuerung des Mobiltelefons MS, der Bedieneinheit MMI des Mobiltelefons MS und der Verfahren, welche durch das Mobiltelefon ausgeführt werden, ist eine programmgesteuerte Prozessoreinrichtung PE, wie beispielsweise ein Mikrocontroller vorgesehen, die auch einen Prozessor CPU und eine Speichereinrichtung SPE umfassen kann.

Je nach Ausführungsvariante können dabei innerhalb oder außerhalb der Prozessoreinrichtung PE weitere – der Prozessoreinrichtung zugeordnete, zur Prozessoreinrichtung gehörende, durch die Prozessoreinrichtung gesteuerte oder die Prozessoreinrichtung steuernde – Komponenten, wie beispielsweise ein digitaler Signalprozessor oder weitere Speichereinrichtungen angeordnet sein, deren prinzipielle Funktion im Zusammenhang mit einer Prozessoreinrichtung zur Steuerung einem Mobiltelefon einem Fachmann hinreichend bekannt ist, und auf welche daher an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird. Die unterschiedlichen Komponenten können über ein Bussystem BUS oder Ein-/Ausgabeschnittstellen und gegebenenfalls geeignete Controller mit dem Prozessor CPU Daten austauschen.

In der Speichereinrichtung SPE sind die Programmdaten, wie beispielsweise die Steuerbefehle oder Steuerprozeduren etc., die zur Steuerung des Mobiltelefons und der Bedieneinheit MMI herangezogen werden, und Informationen zur Beschreibung des virtuellen Oberflächenfeldes samt Grafikobjekte gespeichert.

In 2 ist ein virtuelles Oberflächenfeld VOF und ein kleineres Anzeigefeld ANF, in dem ein Ausschnitt des virtuellen Oberflächenfeldes VOF dargestellt ist, gezeigt. Auf dem virtuellen Oberflächenfeld VOF angeordnete Grafikobjekte GO werden entlang der dargestellten Linien auf den Rand des Anzeigefeldes ANF projiziert die derart projizierten Grafikobjekte PGO dort als Linien dargestellt. Zur Verdeutlichung ist rechts das Anzeigefeld ANF noch einmal vergrößert dargestellt. Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung kann der Nutzer durch eine Betätigung einer Navigationstaste das Anzeigefeld ANF über dem virtuellen Oberflächenfeld VOF verschieben bzw. das virtuelle Oberflächenfeld VOF unter dem Anzeigefeld ANF verschieben. Zudem ist eine Änderung des Darstellungsmaßstabs bzw. des Zoomfaktors, der sich auf das virtuelle Oberflächenfeld VOF, insbesondere auf den durch das Anzeigefeld ANF dargestelltem Anteil des virtuellen Oberflächenfeldes VOF, bezieht.

3 zeigt als virtuelles Oberflächenfeld VOF eine elektronische Landkarte, von der in einem Anzeigefeld ANF ein Ausschnitt dargestellt wird. Grafikobjekte GO sind auf dem virtuellen Oberflächenfeld VOF in einem Abstand zu einem – im Zentrum des Anzeigefeldes ANF – dargestellten Punkt des virtuellen Oberflächenfeldes angeordnet.

4 zeigt die Projektion eines Grafikobjektes (GO) 3, das außerhalb des dargestellten Ausschnittes liegt und den kürzesten Abstand zum Zentrum aufweist, an den Rand des Anzeigefeldes ANF. Dabei wird das Grafikobjekt 3 auf eine erste Schale SCHI des Randes projiziert (Projiziertes Grafikobjekt PGO).

5 zeigt die entsprechende Projektion eines Grafikobjektes 2, das außerhalb des dargestellten Ausschnittes liegt und den zweit kürzesten Abstand zum Zentrum aufweist, an den Rand des Anzeigefeldes ANF. Dabei wird das Grafikobjekt 2 auf eine zweite Schale SCH2 des Randes projiziert.

6 zeigt die entsprechende Projektion eines Grafikobjektes 1, das außerhalb des dargestellten Ausschnittes liegt und den dritt kürzesten Abstand zum Zentrum aufweist, an den Rand des Anzeigefeldes ANF. Dabei wird das Grafikobjekt 1 auf eine dritte Schale SCH3 des Randes projiziert.

7 zeigt die entsprechende Projektion eines Grafikobjektes 4, das außerhalb des dargestellten Ausschnittes liegt und den viert kürzesten Abstand zum Zentrum aufweist, an den Rand des Anzeigefeldes ANF. Dabei wird das Grafikobjekt 1 auf eine vierte Schale SCH4 des Randes projiziert.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstand zwischen den Schalen variabel. Wird der Abstand zwischen den Schalen auf Null eingestellt, d.h. die Radien aller Schalen sind gleich groß, so ergibt sich die Darstellung gemäß 8.

9 zeigt die Projektion der Grafikobjekte GO auf Schalen geringfügig verschiedener Radien kombiniert mit einer Variation hinsichtlich der Größe der Darstellung der projizierten Grafikobjekte PGO.

10 zeigt eine Projektion der Grafikobjekte GO mit einer Variation hinsichtlich der Größe der Darstellung der projizierten Grafikobjekte PGO. Dabei verdrängen sich Darstellungen projizierter Grafikobjekte PGO, die sich überlappen würden, derart, dass eine überlappende Darstellung verhindert wird, aber die Darstellungen der projizierten Grafikobjekte (insbesondere die Zentren dieser Darstellungen der projizierten Grafikobjekte) dennoch auf der Projektionslinie zwischen Zentrum und Grafikobjekt liegt (richtungsstabile Verdrängung).

Die vorliegende Erfindung kann auch im Rahmen folgender Anwendungen vorteilhaft Einsatz finden:

  • 1. Schnelles Browsing einer Bilddatenbank, die die Informationen des (Bild-Aufnahme-) Ortes von Location based Services oder direkten GPS-Ortsgebern bekommen hat. Hier werden besonders Bilder, die gerade nicht im Fokus liegen trotzdem als verzerrte aber richtungskorrekte Informationen an den Rand des peep-hole projiziert.
  • 2. Schnelles Browsing einer Sounddatenbank, welche die Informationen des (Sound-Aufnahme-)Ortes von Location based Services oder direkten GPS-Ortsgebern bekommen hat und vom Benutzer z.B. mit einer Diktaphon-Funktionalität des mobile device während seines Aufenthaltes an einem Ort aufgesprochen wurde.
  • 3. Komfortables Anzeigen von Nah- und Fernverkehrsverbindungen, besonders wenn Umsteigeorte weiter entfernt liegen als die aktuelle Nahsicht dies zulassen würde.
  • 4. Reiseplanung welche Zeit und Raum-abhängige Alarme vorbereiten lässt, welche dann bei der tatsächlichen Reise durch Location based und/oder GPS basierte Services getriggert werden.
  • 5. Urlaubsbrowsing von „Erinnerungen" aller Art, die sich multimedial darstellen lassen.
  • 6. Reiseinformationssystem
  • 7. Touristikinfo-System


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Darstellung von Grafikobjekten (GO),

    bei dem die Grafikobjekte (GO) auf einem virtuellen Oberflächenfeld (VOF), insbesondere einer elektronischen Landkarte, angeordnet sind,

    bei dem das virtuelle Oberflächenfeld (VOF) größer ist als ein Anzeigefeld (ANF),

    bei dem auf dem Anzeigefeld (ANF) ein Ausschnitt des virtuellen Oberflächenfeldes (VOF) dargestellt wird,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    Grafikobjekte (GO), die außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes (VOF) angeordnet sind, auf den Rand des Anzeigefeldes (ANF) projiziert werden, und die Darstellung der projizierten Grafikobjekte (PGO) derart verdrängend erfolgt, dass sich die dargestellten projizierten Grafikobjekte (PGO) nicht überlappen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass projizierte Grafikobjekte (PGO) verkleinert dargestellt werden.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Darstellung eines projizierten Grafikobjektes (PGO) mit dem Abstand zwischen dem Zentrum des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes (VOF) und der Position des Grafikobjektes (GO) kleiner wird.
  4. Kommunikationsgerät (MS),

    mit einer Anzeigeeinrichtung (ANZE) zur Realisierung eines Anzeigefeldes (ANF), auf dem Grafikobjekte (GO) darstellbar sind, und

    mit einer Prozessoreinrichtung (PE) die derart eingerichtet ist, dass

    Grafikobjekte (GO) auf einem virtuellen Oberflächenfeld (VOF) angeordnet sind und

    das virtuelle Oberflächenfeld (VOF) größer ist als ein Anzeigefeld (ANF), wobei

    auf dem Anzeigefeld (ANF) ein Ausschnitt des virtuellen Oberflächenfeldes (VOF) dargestellt wird,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    Grafikobjekte (GO), die außerhalb des dargestellten Ausschnitts des virtuellen Oberflächenfeldes (VOF) angeordnet sind, auf den Rand des Anzeigefeldes (ANF) projiziert werden und

    die Darstellung der projizierten Grafikobjekte (PGO) derart verdrängend erfolgt, dass sich die dargestellten projizierten Grafikobjekte (PGO) nicht überlappen.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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