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Dokumentenidentifikation DE102004017372B4 12.01.2006
Titel Elektrischer Steckverbinder mit zwei Steckelementen
Anmelder Tyco Electronics AMP GmbH, 64625 Bensheim, DE
Erfinder Miksche, Dieter, 64686 Lautertal, DE;
Schindel, Rainer, 55278 Dexheim, DE
Vertreter Wilhelm & Beck, 80636 München
DE-Anmeldedatum 08.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004017372
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse H01R 13/639(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse H01R 31/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      H01R 13/627(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Es wird ein elektrischer Steckverbinder mit zwei Steckelementen beschrieben, die über ein Einsatzteil 10, 16, 17 miteinander verrastbar sind. Dazu sind erste Haltemittel zwischen dem ersten Steckelement 2 und dem Einsatzteil 3 vorgesehen. Weiterhin sind zweite Haltemittel 18, 19, 47, 48 zwischen dem Einsatzteil 3 und dem zweiten Steckelement 5 vorgesehen. Auf diese Weise sind das erste und das zweite Steckelement 2, 5 über das Einsatzteil 3 miteinander verbunden. Das zweite Steckelement 5 weist ein Schiebeelement 26 mit Verriegelungsarmen 30, 31 auf, die bei einem verrasteten Steckverbinder die ersten und die zweiten Haltemittel 10, 16, 17, 18, 19, 47, 48 in der Verrastposition halten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder mit zwei Steckelementen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Elektrische Steckverbinder werden in den verschiedensten technischen Bereichen, insbesondere in der Kraftfahrzeugtechnik, eingesetzt. Der Steckverbinder eignet sich insbesondere zum Anschluss an ein Airbag-System, bei dem eine Zündpille an Steuerleitungen angeschlossen ist. Über die Steuerleitungen wird von einem Steuergerät bei Erkennen eines Aufpralls ein Zündstrom an die Zündpille geleitet. Bei Erhalt des Zündstroms löst die Zündpille ein Aufblasen eines Airbags aus, der zum Schutz der Insassen eines Kraftfahrzeugs dient.

Aus US 5,314,345 ist ein elektrisches Verbindungssystem für einen Airbag bekannt, das aus zwei Elementen besteht. Das erste Element weist ein Paar von Kontaktstiften auf, die zur elektrischen Kontaktierung von Kontakthülsen des zweiten Elementes vorgesehen sind. Zudem ist in der ersten Komponente ein Kurzschlusseinsatz eingebracht, der über eine Rastnase in einer Nut der ersten Komponente eingerastet ist. Der Kurzschlusseinsatz weist eine Kurzschlussklemme auf, die in Abhängigkeit von der Steckposition des zweiten Elementes eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den zwei Kontaktstiften des ersten Elementes herstellt. Das zweite Element weist Rastmittel auf, die in die Nut des ersten Elementes eingreifen und in einer Verriegelungsposition durch Verriegelungselemente des zweiten Elementes in der Rastposition gehalten werden. Auf diese Weise ist eine sichere Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Element hergestellt.

Aus US 5,275,575 ist ein elektrisches Verbindungssystem bekannt, das ebenfalls aus zwei Verbindungselementen besteht. Ein erstes Verbindungselement weist Kontaktstifte auf, die zur elektrischen Kontaktierung von Kontakthülsen des zweiten Verbindungselementes vorgesehen sind. Zudem ist im ersten Verbindungselement eine Kurzschlussplatte eingelegt, die über eine Rastnase mit einer Nut des ersten Verbindungselementes verrastet ist. In der Kurzschlussplatte ist eine Kurzschlussklammer eingelegt, die bei nicht eingestecktem zweitem Verbindungselement eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den zwei Steckkontakten herstellt. Das zweite Verbindungselement weist Rasthaken auf, die in die Nut des ersten Verbindungselementes einrasten und die zwei Verbindungselemente miteinander lösbar verbinden. Im eingesteckten Zustand sind die Kontakthülsen des zweiten Verbindungselementes über die Kontaktstifte des ersten Verbindungselementes gesteckt. Das zweite Verbindungselement weist zudem einen Arm auf, der in der eingesteckten Position die Kurzschlussklammer von einem Steckkontakt wegdrückt und damit den Kurzschluss öffnet. Zudem weist das zweite Verbindungselement einen Schieber mit einem Sicherungsarm auf, der in der Rastposition die Rasthaken in der Nut hält. Somit ist ein Lösen des zweiten Verbindungselementes ohne eine Betätigung des Schiebers nicht möglich.

Die DE 44 30 358 A1 offenbart einen Steckverbinder, aufweisend einen Zündkabelsteckverbinder und einen Gerätesteckverbinder, für ein Airbag-Sicherheitssystem eines Kraftfahrzeugs. Der Zündkabelsteckverbinder weist einen Rüssel auf, der in einen Aufnahmeraum eines Isolierkörpers des Gerätesteckverbinders einsteckbar ist, wobei der Zündkabelsteckverbinder Verriegelungsmittel mit Abstand gegenüber dem Rüssel aufweist, die zum Eingriff mit Gegenverriegelungsmitteln im Gerätesteckverbinder geeignet sind. Der Gerätesteckverbinder ist in einem Gehäuse ausgebildet, in welches der Isolierkörper eingesteckt ist, wobei die Gegenrastmittel im Gehäuse ausgebildet sind. Der Isolierkörper des Gerätesteckverbinders weist elektrische Kontaktstifte sowie einen Isolierring mit Kurzschlussfedermitteln auf.

Die DE 196 19 323 A1 offenbart eine aus einem Stecker und einem Gegenstecker bestehende elektrische Steckverbindung. Das Gehäuse des Steckers weist mindestens zwei davon abstehende, federnde Rasthaken auf, die sich auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten eines Steckteils des Steckers befinden. Der Gegenstecker weist zu den federnden Rasthaken des Steckers korrespondierende Rastelemente auf. Ein Verriegelungselement ist derart in den Stecker einschiebbar, dass die Rasthaken des Steckers nur bei eingestecktem Verriegelungselement ihre Verriegelungsposition einnehmen, während sie bei nicht eingestecktem Verriegelungselement auch in einer zusammengesteckten Position von Stecker und Gegenstecker frei von dessen Rastelementen sind.

Die US 5 924 885 A offenbart eine aus einem Stecker und einer Buchse bestehende axiale Steckverbindung für Airbags. Der Stecker weist einen verschiebbaren Deckel mit Verriegelungsarmen auf, die Rasthaken des Steckers verringeln können. Die Rasthaken des Steckers greifen beim Einstecken des Steckers in eine Ringnut innerhalb der Buchse ein, wobei die Verriegelungsarme die Rasthaken des Steckers in ihrer Position arretieren. Ferner weisen Buchse und Stecker zueinander korrespondierende Vorsprünge und Ausnehmungen auf, damit der Stecker ausschließlich in einer richtigen Orientierung in die Buchse eingesteckt werden kann.

Die DE 102 02 920 B4 offenbart eine Steckverbindung zum Herstellen einer elektrischen Verbindung zwischen einer Zündpille eines Airbags und einem Steuergerät eines Airbagsystems. Die Steckverbindung weist dabei einen Stecker und eine Buchse auf, wobei der Stecker mittels einer Verriegelungseinrichtung in der Buchse verriegelbar ist. Die Verriegelungseinrichtung weist einen Schieber auf, der mit Rasthaken am Stecker zusammenwirkt. In einer Verriegelungsposition werden Rastnasen der Rasthaken in einer Ringnut der Buchse gehalten, wodurch der Stecker in der Buchse verriegelt ist. Neben dem Schieber weist die Verriegelungseinrichtung einen Schlitten auf, der in einer Schlittenführung des Steckers parallel zur Einsteckrichtung des Steckers geführt ist, wobei der Schlitten beim Einstecken des Steckers in die Buchse gegen die Kraft einer Feder verschiebbar ist und den Schieber aus einer blockierten Stellung frei gibt. Ferner ist innerhalb der Buchse eine Kurzschlussbrücke vorgesehen, die beim Einsetzen des Steckers eine durch sie eingerichtete elektrische Kurzschlussverbindung frei gibt.

Die DE 199 39 407 A1 offenbart ein kontaktgeschütztes Steckverbindungssystem für die Kraftfahrzeugtechnik. Das Steckverbindungssystem weist einen Stecker mit einem Paar elektrischer Kontaktbuchsen und einen Gegenstecker mit einem Paar elektrischer Kontaktstifte auf. Im eingesteckten Zustand des Steckers in der Buchse ist eine in der Buchse vorhandene Kurzschlussbrücke zwischen den Kontaktstiften derart von einem der Kontaktstifte gelöst, dass die Kurzschlussbrücke keine elektrische Kurzschlussverbindung zwischen den beiden Kontaktstiften realisiert. Der Stecker ist mittels einer Primärverrastung, ausgebildet durch Rasthaken und entsprechende Ausnehmungen in der Buchse, in der Buchse verriegelt. Eine Sekundärverrastung, ausgebildet als U-förmiger Schieber, ist in seiner Verriegelungsposition in Eingriff mit den Rasthaken des Steckers.

Ausgehend vom letztgenannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten elektrischen Steckverbinder mit zwei Steckelementen bereitzustellen. Insbesondere sollte der elektrische Steckverbinder ein einfaches und sicheres Verrasten mit einer Buchse gewährleisten.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen elektrischen Steckverbinder gemäß dem Merkmal des Anspruchs 1 gelöst. Der elektrische Steckverbinder gemäß dem Anspruch 1 weist den Vorteil auf, dass die lösbare Verbindung zwischen den zwei Steckelementen jeweils über einen Kurzschlusseinsatz hergestellt wird. Dabei sind erste Haltemittel vorgesehen, die eine Halterung des Einsatzteils im ersten Steckelement ermöglichen. Zudem sind zweite Haltemittel vorgesehen, die eine Halterung des zweiten Steckelementes am Einsatzteil ermöglichen. Damit wird eine Halterung der zwei Steckelemente am Einsatzteil erreicht. Diese Art der Halterung ermöglicht einen veränderten Gestaltungsspielraum bei der Ausbildung der zwei Steckelemente und des Einsatzteils.

Die ersten und die zweiten Haltemittel sind in Form von Rastmitteln ausgebildet, wobei die Rastmittel in Form einer Nut und einer Rastnase realisiert sind. Die Verbindung einer Nut und einer zugeordneten Rastnase realisiert eine durch einen einfachen Einsteckvorgang herzustellende Verbindung zwischen den Steckelementen und dem Einsatzteil.

Weitere vorteilhafte Ausführungen des elektrischen Steckverbinders sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rastnase an einem Rasthaken ausgebildet, der biegeelastisch ist. Durch die Ausbildung des biegeelastischen Rasthakens ist eine lösbare Verbindung zwischen den Steckelementen und dem Einsatzteil bereitgestellt. Somit kann durch einfaches Umbiegen des Rasthakens die Verbindung zwischen den Steckelementen und dem Einsatzteil wieder gelöst werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind am Einsatzteil ein innerer und ein äußerer Rasthaken nebeneinander angeordnet, wobei die Rastnasen der Rasthaken in entgegengesetzten Richtungen angeordnet sind. Jeweils ein Rasthaken ist dem ersten bzw. dem zweiten Steckelement zugeordnet. Durch diese Anordnung der Rasthaken ist eine einfache Verriegelung der zwei Rasthaken durch das Einschieben einer Platte zwischen die Rasthaken möglich. Somit können durch eine Platte die zwei Rasthaken in der Rastposition verriegelt werden. Damit ist ein einfacher Aufbau des Verriegelungselementes gegeben.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwei Paare von inneren und äußeren Rasthaken vorgesehen, die an gegenüber liegenden Seiten des Einsatzteils ausgebildet sind. Auf diese Weise ist eine symmetrische und gleichmäßige Einbringung der Haltekräfte in das Einsatzteil gegeben. Durch diese Anordnung wird ein seitliches Verkippen der Steckelemente gegenüber dem Einsatzteil vermieden.

In einer weiteren Ausführungsform des Steckverbinders ist das Verriegelungselement mit einem Schiebeelement des zweiten Steckelements gekoppelt. Zudem sind Rastmittel vorgesehen, mit denen das Schiebeelement lösbar in einer Verrastposition am zweiten Steckelement gehalten wird. In der Verrastposition des Schiebeelements ist das Verriegelungselement angrenzend an den ersten und den zweiten Rasthaken angeordnet und begrenzt die zwei Rasthaken in der Rastposition. Durch das Vorsehen des Schiebeelements, das entgegen der Rastposition über ein Federelement vorgespannt ist, ist eine einfache Überprüfung der sicheren Verrastung der zwei Steckelemente mit dem Einsatzteil gegeben. Vorzugsweise weist das Schiebeelement auch ein Entriegelungselement auf, das in der Raststellung des Schiebeelements die Kurzschlussbrücke öffnet. Auf diese Weise wird mit einer einzigen Betätigung des Schiebeelements sowohl die Sicherung der Rasthaken in der Rastposition als auch die Öffnung der Kurzschlussbrücke bewerkstelligt. Somit ist eine einfache Bedienung bei der Montage des Steckverbinders gegeben.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Explosionsdarstellung des Steckverbinder,

2 eine perspektivische Darstellung des ersten Steckelementes,

3 eine perspektivische Darstellung des zweiten Steckelementes,

4 einen Querschnitt durch das erste Steckelement mit eingesetzten Einsatzteil und das zweite Steckelement,

5 einen Querschnitt durch einen in der Vorraststellung befindlichen Steckverbinder, und

6 einen Querschnitt durch einen verrasteten Steckverbinder.

1 zeigt in einer Explosionsdarstellung Teile eines Steckverbinders 1, der im wesentlichen ein erstes Steckelement 2, ein Einsatzteil 3, eine Kurzschlussbrücke 4 und ein zweites Steckelement 5 aufweist. Der Steckverbinder 1 stellt beispielsweise einen Zündpillensteckverbinder dar. Das erste Steckelement 2 stellt eine Zündpille und das zweite Steckelement 5 einen Zündpillenstecker für eine Zündeinheit, insbesondere für ein Airbagsystem eines Kraftfahrzeuges dar. Das erste Steckelement 2 weist ein Dosengehäuse 9 auf, in das eine zylinderförmige Ausnehmung 6 eingebracht ist. Das Dosengehäuse 9 weist einen Gehäuseboden 7 auf, in dem Steckkontakte 8 gehaltert sind. In der Seitenwand der Ausnehmung 6 ist im Dosengehäuse 9 eine umlaufende erste Nut 10 eingebracht. Das Dosengehäuse 9 weist einen umlaufenden Randbereich 11 auf, der die Ausnehmung 6 umgrenzt. Der Randbereich 11 ist an zwei gegenüberliegenden Seiten der Ausnehmung 6 durch zwei Einführnuten 12 schmäler ausgebildet. Die Einführnuten 12 erstrecken sich in axialer Richtung der Ausnehmung 6 und führen vom Randbereich 11 bis in die erste Nut 10. Die Einführnuten 12 ermöglichen eine einfachere Einführung des Einsatzteils 3 in die Ausnehmung 6. In einer einfachen Ausführungsform kann auf die Einführnuten 12 auch verzichtet werden.

Das Einsatzteil 3 weist in der Außenkontur im Wesentlichen eine Zylinderform auf. In das Einsatzteil 3 ist eine zweite Ausnehmung 13 eingebracht, die von Seitenwänden 14 begrenzt ist. An Innenseiten der Seitenwände 14 sind gegenüberliegend Halteausnehmungen 15 für die Halterung der Kurzschlussbrücke 4 vorgesehen.

Weiterhin sind an gegenüberliegenden Seiten die Seitenwände 14 beabstandet und im Zwischenraum ist jeweils ein Rasthakenpaar mit einem äußeren und einem inneren Rasthaken 16, 17, 18, 19 vorgesehen.

Die Kurzschlussbrücke 4 besteht im Wesentlichen aus einem rechteckförmigen Rahmen, der an gegenüberliegenden Eckpunkten jeweils eine Federklammer 20, 21 aufweist.

Das zweite Steckelement 5 weist ein Steckergehäuse 22, Hülsenkontakte 23 mit elektrischen Leitungen, einen Ferritblock 24, eine Zugentlastung 25, ein Schiebeelement 26 und elektrische Kabel 27 auf. Das Steckergehäuse 22 weist ein aus dem Steckergehäuse 22 herausragendes Steckteil 28 auf. In das Steckteil 28 werden die Hülsenkontakte 23 eingesteckt und gehaltert. Zudem weist das Steckergehäuse 22 eine dritte Ausnehmung 29 auf, in die das Schiebeelement 26 eingesteckt und im Steckergehäuse 22 verschiebbar gehaltert ist. Das Schiebeelement 26 weist eine Gehäuseplatte 32 auf, von der ausgehend sich im senkrechten Winkel nach unten ein erster und ein zweiter Verriegelungsarm 30, 31, ein Sicherungsarm 33 und ein Entriegelungsarm 34 erstreckt. Der Sicherungsarm 33 ist als Transportsicherung vorgesehen und mittig an einer Stirnseite der Gehäuseplatte 32 ausgebildet. Der erste und der zweite Verriegelungsarm 30, 31 gehen an gegenüberliegenden Seitenbereichen von der Gehäuseplatte 32 aus. Der Entriegelungsarm 34 ist zwischen dem Sicherungsarm 33 und dem zweiten Verriegelungsarm 31 angeordnet.

2 zeigt eine perspektivische Darstellung des Steckelements 2 mit montiertem Einsatzteil 3 und montierter Kurzschlussbrücke 4. Zur Montage wird das Einsatzteil 3 mit den äußeren Rasthaken 16, 17 auf die Einführnuten 12 ausgerichtet und durch ein leichtes Biegen der äußeren Rasthaken 16, 17 nach innen in die Ausnehmung des ersten Steckelementes 2 so tief eingeschoben, bis die äußeren Rasthaken 16, 17 in die erste Nut 10 des ersten Steckelementes 2 eingreifen. Anschließend wird das Einsatzteil 3 gegenüber der Montageposition verdreht, so dass die äußeren Rasthaken 16, 17 nicht mehr genau unter den Einführnuten 12 angeordnet sind. Die Einführnuten 12 weisen vorzugsweise die Form eines Teilkreisbogens auf. In entsprechender Weise sind vorzugsweise Rastnasen der äußeren Rasthaken 16, 17 ebenfalls in Form eines Teilkreisbogens abgerundet ausgebildet.

Die in das Einsatzteil 3 montierte Kurzschlussbrücke 4 liegt mit den zwei Federklammern 20, 21 an den Steckkontakten 8 an und stellt somit eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den zwei Steckkontakten 8 her. Der äußere Rasthaken 16, 17 ist über einen Schlitz 35 von dem zugeordneten inneren Rasthaken 18, 19 beabstandet. In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Randbereich 11 an einer inneren Kante eine ringförmig umlaufende Abphasung 36 auf. Durch die Abphasung 36 ist eine einfachere Justierung und Einführung des Einsatzteils 3 gegeben, dessen Außenradius im Wesentlichen dem Innenradius der Ausnehmung 6 des ersten Steckelementes 2 entspricht. Zum Lösen des Einsatzteils 3 wird ein Werkzeug verwendet, um die äußeren Rasthaken 16, 17 nach innen in den Schlitz 35 zu biegen und damit ein Lösen des Einsatzteils 3 aus dem ersten Steckelement 2 zu ermöglichen. Vorzugsweise wird zum Lösen das Einsatzteil 3 mit dem ersten und dem zweiten äußeren Rasthaken 16, 17 unter die Einführnuten 12 geschoben. In dieser Position ist ein besonders einfacher Ansatz des Werkzeuges möglich.

3 zeigt das montierte zweite Steckelement 5 von der Unterseite. Das Steckergehäuse 22 weist einen Steckerboden 45 auf, von dem ausgehend sich das Steckteil 28 heraus erstreckt. In einem mittigen Frontbereich ist im Steckerboden 45 eine erste Öffnung 37 eingebracht, durch die der Sicherungsarm 33 ragt. Zudem sind an gegenüberliegenden Seiten des Steckteils 28 im Steckerboden 45 eine zweite und dritte Öffnung 38, 39 vorgesehen, in denen der erste bzw. der zweite Verriegelungsarm 30, 31 angeordnet sind. Zudem ist angrenzend an das Steckteil 28 eine vierte Öffnung 40 im Steckerboden 45 eingebracht, durch die der Entriegelungsarm 34 zum Entriegeln der Kurzschlussbrücke 4 ragt. In der dargestellten Position befindet sich das Schiebeelement 26 in einer Ausgangsstellung, wobei die Gehäuseplatte 32 vom oberen Rand des Steckergehäuses 22 beabstandet ist.

Das Steckteil 28 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht nach unten in Bezug auf den Steckerboden 45 und weist eine Steckfläche 46 auf, die im Wesentlichen parallel zum Steckerboden 45 ausgebildet ist. In der Steckfläche 46 sind eine erste und eine zweite Kontaktöffnung 41, 42 eingebracht, in der die Hülsenkontakte 23 eingesteckt sind. Zudem ist die Steckfläche 46 jeweils angrenzend an die erste und die zweite Kontaktöffnung 41, 42 in einem Außenbereich nach oben zurückgesetzt ausgebildet, wobei angrenzend an die erste Kontaktöffnung 41 das Steckteil 28 einen ersten Absatz 43 und angrenzend an die zweite Kontaktöffnung 42 einen zweiten Absatz 44 aufweist. Der erste und der zweite Absatz 43, 44 dienen dazu, dass im vollständig eingesteckten Zustand des Steckteils 28 in das erste Steckelement 2 Raum für die erste und die zweite Federklammer 20, 21 vorgesehen ist, um die Steckkontakte 8 zu kontaktieren.

Das Steckteil 28 weist nahe dem Steckerboden 45 an gegenüberliegenden Seitenflächen eine dritte bzw. vierte Nut 47, 48 auf. Der Querschnitt der zweiten Ausnehmung 13 des Einsatzteils 3 und der Querschnitt des Steckteils 28 sind in den Außenkonturen aneinander angepasst, so dass nur eine festgelegte Steckposition des ersten und des zweiten Steckelementes 2, 5 möglich ist. Dadurch werden der erste und der zweite Verriegelungsarm 30, 31 auf die Schlitze 35 und der Entriegelungsarm 34 auf eine der zwei Federklammern 20, 21 ausgerichtet.

4 zeigt einen Querschnitt durch das erste Steckelement 2 mit dem Einsatzteil 3 und der Kurzschlussbrücke 4 und das zweite Steckelement. Das Einsatzteil 3 ist mit den äußeren Rasthaken 16, 17 in die erste Nut 10 eingerastet. In der Darstellung ist die erste Federklammer 20 teilweise geschnitten dargestellt, so dass das Anliegen der ersten Feder 20 an einem Steckkontakt 8 erkennbar ist. Auch die zweite Federklammer 21 liegt an dem zweiten Steckkontakt 8 an, was jedoch in 4 nicht dargestellt ist. Der erste und der zweite äußere Rasthaken 16, 17 weisen jeweils eine nach außen gerichtete Rastnase 49 auf, die in die erste Nut 10 eingreifen. Der erste und der zweite innere Rasthaken 18, 19 weisen jeweils eine nach innen gerichtete zweite Rastnase 50 auf. Über dem ersten Steckelement 2 ist im Querschnitt das zweite Steckelement 5 dargestellt.

5 zeigt einen Steckverbinder 1, bei dem das zweite Steckelement 5 in einer Vorraststellung in das erste Steckelement 2 eingesteckt ist. In der Vorraststellung sind die Steckkontakte 8 und die Hülsenkontakte 23, die erste und zweite Kontakte darstellen, ineinander gesteckt und somit elektrisch miteinander kontaktiert. Zudem ist das Steckteil 28 vollständig in die zweite Ausnehmung 13 des Einsatzteils 3 eingesteckt. Beim Einstecken werden die inneren Rasthaken 18, 19 nach außen in den Bereich der Schlitze 35 gebogen, bis die zweiten Rastnasen 50 der inneren Rasthaken 18, 19 die dritte und die vierte Nut 47, 48 des Steckteils 28 erreicht haben. Beim Erreichen der dritten und vierten Nut 47, 48 federn die zweiten Rastnasen 50 in die dritte und vierte Nut 47, 48 ein. In dieser Position ist eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den ersten und den zweiten Kontakten 8, 23 hergestellt und das erste Steckelement ist mit dem Einsatzteil 3 und das Einsatzteil 3 mit dem zweiten Steckelement 5 verrastet. Jedoch ist die Rastverbindung zwischen den Steckelementen 2, 5 und dem Einsatzteil 3 noch nicht gesichert. Zudem ist die Kurzschlussbrücke 4 noch immer elektrisch leitend über die erste und die zweite Federklammer 20, 21 mit den zwei Steckkontakten 8 verbunden. Das Schiebeelement 26 weist eine Rastplatte 51 auf, die mit der Gehäuseplatte 32 verbunden ist. Zudem ist am Steckergehäuse 22 ein Rastelement 52 angeordnet, das in der Schieberichtung des Schiebeelements 26 unterhalb der Rastplatte 51 angeordnet ist.

6 zeigt einen Querschnitt durch den Steckverbinder 1 in der verrasteten Position. Zum Erreichen der verrasteten Position wird ausgehend von 5 das Schiebeelement 26 tiefer in das Steckergehäuse 22 eingedrückt. Dabei gleiten der erste und der zweite Verriegelungsarm 30, 31 in die Schlitze 35 zwischen den äußeren und inneren Rasthakenpaaren 16, 18, 17, 19. Auf diese Weise sind die äußeren und die inneren Rasthaken 16, 17, 18, 19 in ihrer Position festgelegt und ein Lösen der Rastverbindung zwischen dem ersten Steckelement 2 und dem Einsatzteil 3 und zwischen dem zweiten Steckelement 5 und dem Einsatzteil 3 ist nicht mehr möglich. Weiterhin wird durch das Einschieben des Schiebeelements 26 der Entriegelungsarm 34 an der Außenseite des Steckteils 28 nach unten bis zur ersten Federklammer 20 gedrückt, wobei die erste Federklammer 20 vom zugeordneten Steckkontakt 8 weggebogen wird. Auf diese Weise wird die Kurzschlussfunktion der Kurzschlussbrücke 4 aufgehoben. Zudem gleitet die Rastplatte 51 über das Rastelement 52, so dass das Schiebeelement 26 in der Verrastposition durch die Rastplatte 51 und das Rastelement 52 gehalten wird. Dazu weisen die Rastplatte 51 und das Rastelement 52 entsprechende Rastmittel, wie z.B. eine Nut und eine Nase, auf.

Zum Lösen der Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Steckelement 2, 5 wird vorzugsweise mit einem Werkzeug die Rastverbindung zwischen der Rastplatte 51 und dem Rastelement 52 gelöst und das Schiebeelement 26 nach oben aus dem Steckergehäuse 22 herausbewegt. Dadurch werden die Schlitze 35 freigegeben, so dass ein Abziehen des zweiten Steckelementes 5 aus dem Einsatzteil 3 durch ein nach außen Biegen der inneren Rasthaken 18, 19 möglich ist.

1Steckverbinder 2erstes Steckelement 3Einsatzteil 4Kurzschlussbrücke 5zweites Steckelement 6Ausnehmung 7Gehäuseboden 8Steckkontakte 9Dosengehäuse 10erste Nut 11Randbereich 12Einführnut 13zweite Ausnehmung 14Seitenwände 15Halteausnehmung 16erster äußerer Rasthaken 17zweiter äußerer Rasthaken 18erster innerer Rasthaken 19zweiter innerer Rasthaken 20erste Federklammer 21zweite Federklammer 22Steckergehäuse 23Hülsenkontakte 24Ferritblock 25Zugentlastung 26Schiebeelement 27Kabel 28Steckteil 29dritte Ausnehmung 30erste Verriegelungsarm 31zweite Verriegelungsarm 32Gehäuseplatte 33Sicherungsarm 34Entriegelungsarm 35Schlitz 36Abphasung 37erste Öffnung 38zweite Öffnung 39dritte Öffnung 40vierte Öffnung 41erste Kontaktöffnung 42zweite Kontaktöffnung 43erster Absatz 44zweiter Absatz 45Steckerboden 46Steckfläche 47dritte Nut 48vierte Nut 49erste Rastnase 50zweite Rastnase 51Rastplatte 52Rastelement

Anspruch[de]
  1. Elektrischer Steckverbinder (1) mit zwei Steckelementen (2, 5), wobei

    in einem ersten Steckelement (2) erste elektrische Kontakte (8) angeordnet sind und ein Einsatzteil (3) mit einer Kurzschlussbrücke (4) vorgesehen ist, wobei erste Haltemittel (10, 16, 17) vorgesehen sind, die das Einsatzteil (3) am ersten Steckelement (2) festhalten, wobei

    das zweite Steckelement (5) zweite elektrische Kontakte (23) aufweist, wobei

    im eingesteckten Zustand der zwei Steckelemente (2, 5) die ersten und die zweiten Kontakte (8, 23) miteinander kontaktiert und die Kurzschlussbrücke (4) von wenigstens einem der ersten Kontakte (8) abgehoben ist, wobei

    zweite Haltemittel (18, 19) vorgesehen sind, die das zweite Steckelement (5) am Einsatzteil (3) festhalten, wobei

    die ersten Haltemittel (10, 16, 17) in Form von Rastmittel mit einer Nut (10) im ersten Steckelement (2) und einer ersten Rastnase (49) am Einsatzteil (3) ausgebildet sind, wobei die erste Rastnase (49) in der Nut (10) eingerastet ist, und

    die zweiten Haltemittel (18, 19) in Form von Rastmittel mit einer zweiten Nut (47, 48) im zweiten Steckelement (5) und einer zweiten Rastnase (50) am Einsatzteil (3) ausgebildet sind, wobei die zweite Rastnase (50) in die zweite Nut (47, 48) eingreift, und

    die erste Rastnase (49) an einem ersten Rasthaken (16, 17) und die zweite Rastnase (50) an einem zweiten Rasthaken (18, 19) ausgebildet ist.
  2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Rasthaken (16, 18) durch einen Schlitz (35) beabstandet nebeneinander angeordnet sind, dass ein Verriegelungselement (30, 31) vorgesehen ist, dass das Verriegelungselement (30, 31) in der Verriegelungsposition in den Schlitz (35) zwischen die zwei Rasthaken (17, 18) einschiebbar ist, so dass die zwei Rasthaken (17, 18) nicht mehr aus den zugeordneten ersten und zweiten Nuten (10, 47) ausfedern können.
  3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als erste und zweite Haltemittel zwei Paare von ersten und zweiten Haltehaken (16, 18, 17, 19) mit zugeordneten ersten und zweiten Nuten (10, 47, 48) vorgesehen sind, dass die zwei Paare von Haltehaken (16, 18, 17, 19) an gegenüber liegenden Seiten des Einsatzteils (3) ausgebildet sind.
  4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Steckelement (5) ein erstes Steckteil (28) aufweist, dass an dem ersten Steckteil (28) die zweite Nut (47, 48) zur Aufnahme der zweiten Nase (50) ausgebildet ist, dass im zweiten Steckelement ein Schiebeelement (5) verschiebbar gehaltert ist, dass das Schiebeelement (26) das Verriegelungselement (30, 31) aufweist, dass das Schiebeelement (26) ein Rastelement (51) aufweist, das mit einem weiteren Rastelement (52) am zweiten Steckelement (5) in einer Verraststellung einrastet, und dass in der Verraststellung das erste und das zweite Haltemittel (16, 17, 18, 19) in der Halteposition durch das Verriegelungselement (30, 31) gehaltert sind.
  5. Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeelement ein Entriegelungselement (34) aufweist, das in der Verraststellung des Schiebeelements (26) die Kurzschlussbrücke (4) öffnet.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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