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Dokumentenidentifikation DE102004018502B3 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung
Anmelder Phoenix Contact GmbH & Co. KG, 32825 Blomberg, DE
Erfinder Henkel, Hartmut, Dipl.-Ing., 32825 Blomberg, DE;
Heinemann, Michael, 32791 Lage, DE;
Zeuch, Jochen, Dipl.-Ing., 32825 Blomberg, DE
Vertreter Blumbach Zinngrebe, 65187 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 14.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018502
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse H02J 9/06(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse H02J 7/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      H02M 3/156(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      H02H 9/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Um die Funktionsfähigkeit von elektronischen Geräten und Anlagen, wie zum Beispiel private Computernetze, auch bei Netzausfall sicherzustellen, werden sogenannte USV(unterbrechungsfreie Stromversorgungs)-Anlagen eingesetzt. USV-Anlagen sorgen dafür, dass bei Ausfall der Netzspannung eine Notstromversorgung der elektronischen Geräte oder Anlagen über die USV-Anlage erfolgt. Mit anderen Worten sorgt eine USV-Anlage dafür, dass bei einer Störung der Netzversorgung eine Umschaltung vom Netzbetrieb in einen Notstrombetrieb vorgenommen wird. Sobald die Netzversorgung wieder in Betrieb geht, schaltet die USV-Anlage vom Notstrombetrieb auf Netzbetrieb um.

Aus der DE 195 39 928 A1 ist eine Vorrichtung zur Pufferung der Gleichspannung am Ausgang einer Stromversorgung bekannt. Bei der Stromversorgung handelt es sich um ein Modul, welches die netzseitige Wechselspannung in eine Gleichspannung umsetzt. Die Vorrichtung weist ferner eine Pufferbatterie auf, die zugeschaltet wird, wenn der Istwert der Gleichspannung kleiner als ein vorgegebener Minimalwert ist. Das heißt, zusätzlich zu der Stromversorgung wird die Pufferbatterie an die Ausgangsklemmen angelegt, um sicherzustellen, dass die Ausgangsspannung nicht unter einen vorgegebenen Minimalwert fällt. Ferner ist eine Steuereinheit vorgesehen, die die Ausgangsspannung mit einer vorgegebenen Minimalspannung vergleicht, wobei ein Schaltelement über ein von der Steuereinheit abgegebenes Schaltsignal betätigt wird, um die Batterie zuzuschalten. Ferner sieht die bekannte Vorrichtung eine in der Puffervorrichtung integrierte elektronische Kurzschlussstrombegrenzung vor, um den Batteriestrom auf einen definierten Wert zu begrenzen.

Aus der DE 40 30 123 A1 ist eine Anordnung zum Betrieb von Verbrauchern an einer redundanten Stromversorgung bekannt. Die bekannte Anordnung weist eine Stromversorgungs-Speiseeinrichtung für den Normalbetrieb sowie eine zweite Stromversorgungs-Speiseeinrichtung für den Notstrombetrieb auf. Weiterhin ist ein Konstantstromregler zwischen dem Zusammenschaltungspunkt der Stromversorgungs-Speiseeinrichtungen und einem Verbraucher vorgesehen. Die Regelung des Verbraucherstroms erfolgt durch das abwechselnde Laden und Entladen der Kapazität eines Feldeffekttransistors in Verbindung mit einer Hilfsspannung kontinuierlich, wobei der Feldeffekttransistor vollständig gesperrt wird, wenn ein Überstrom für eine längere Zeit fließt.

In dem Aufsatz „DC-USV-Systeme für den industriellen Einsatz: Bulletin SEV/VSE, Heft 11/00,2000" beschreibt Stefan Seitz eine unterbrechungsfreie Gleichstromversorgungseinrichtung, bei der eine Batterie über einen schnellen elektronischen Leistungsschalter auf den DC-Ausgang geschaltet werden kann. In Reihe mit dem schnellen elektronischen Leistungsschalter ist eine Entkopplungsdiode geschaltet, die dazu dient, den Batterie- und Lastkreis zu entkoppeln.

Aus der EP 09 54 081 A1 ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung bekannt, bei der eine Diode parallel zu einem Feldeffekttransistor geschaltet ist, um zu verhindern, dass ein Strom von einer Batterie zu einer externen Versorgungsspannung zurückfließt. Ein zweiter FET-Transistorschalter ist zwischen einer Versorgungsleitung und einer Batterie zwischengeschaltet, um im Notbetrieb die Versorgungsleitung mit der Batterie zu verbinden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung zu schaffen, die mit niedrigerer Verlustleistung als herkömmliche USV-Einrichtungen betrieben werden kann. Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung liegt in einer Maßnahme zur Begrenzung des Ausgangsstroms im Notstrombetrieb.

Das technische Problem löst die Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Danach ist eine Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung, kurz auch USV-Vorrichtung genannt, vorgesehen, welche Eingangsanschlüsse zum Anschalten an eine primäre Energieversorgungseinrichtung, Anschlüsse zum Anschalten einer Ersatzstromquelle, erste Ausgangsanschlüsse zum Anschalten einer Last, eine Einrichtung zum Entkoppeln der Eingangsanschlüsse von den ersten Ausgangsanschlüssen bei Störung der primären Energieversorgungseinrichtung, eine erste steuerbare Schalteinrichtung zum gesteuerten Anschalten der Ersatzstromquelle an die ersten Ausgangsanschlüsse bei Störung der primären Energieversorgungseinrichtung und eine der ersten steuerbaren Schalteinrichtung zugeordnete Steuereinrichtung aufweist. Darüber hinaus weist die erste steuerbare Schalteinrichtung einen schnell schaltbaren Leistungstransistor auf. Ferner ist eine Überwachungseinrichtung zum Überwachen des durch den schnell schaltbaren Leistungstransistor fließenden Ausgangsstroms vorgesehen. Die Steuereinrichtung ist zur Pulsbreitenmodulation des schnell schaltbaren Leistungstransistors in Abhängigkeit von dem überwachten Strom ausgebildet, um den von der Ersatzstromquelle während des Notstrombetriebs lieferbaren Strom zu begrenzen.

Die Entkopplung zwischen Ein- und Ausgang der USV-Vorrichtung erfolgt in der Regel über übliche Dioden oder Schottky-Dioden. Die Dioden sind derart geschaltet, dass sie im Netzbetrieb den Eingangsstrom an den Ausgang der USV-Vorrichtung weiterleiten. Im Notstrombetrieb verhindern sie, dass der Notstrom zum Eingang der USV-Vorrichtung verzweigen kann. Nachteilig bei üblichen Dioden oder Schottky-Dioden ist, dass im Netzbetrieb an diesen Dioden eine relativ hohe Verlustleistung abfällt, die sich aus dem Produkt der Vorwärtsspannung und dem Versorgungsstrom ergibt. Um die Verlustleistung der Entkopplungseinrichtung während des Netzbetriebes reduzieren zu können, wird parallel zur Diode eine zweite steuerbare Schalteinrichtung, vorzugsweise ein als Leistungstransistor fungierender Feldeffekttransistor geschaltet. Im leitenden Zustand fällt an einem solchen Feldeffekttransistsor eine kleinere Spannung ab als an einer herkömmlichen Diode, so dass die Verlustleistung gegenüber der Verwendung einer Diode deutlich vermindert wird. Dank der Reduzierung der Verlustleistung in der Entkopplungseinrichtung können kleinere Kühlkörper verwendet werden, was zu einem geringeren Herstellungsaufwand der USV-Vorrichtung führt. Die Überwachungsvorrichtung ist in diesem Falle zur Überwachung einer Eingangsspannung ausgebildet, wobei die Steuereinrichtung die zweite steuerbare Schalteinrichtung ausschaltet, wenn die überwachte Eingangsspannung eine Störung der primären Energieversorgungseinrichtung signalisiert.

Um zu verhindern, dass im Netzbetrieb ein Strom über den schnell schaltbaren Leistungstransistor zur Ersatzstromquelle fließt, ist mit dem schnellen Leistungstransistor eine Einrichtung zum Sperren eines von der primären Energieversorgungseinrichtung gelieferten Stroms in Reihe geschaltet, die im Notstrombetrieb in Durchlassrichtung und im Netzbetrieb in Sperrrichtung betrieben wird.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei der primären Energieversorgungseinrichtung beispielsweise um ein Gleichstromnetzteil oder ein Versorgungsnetz, welches Wechselspannungen liefert, handeln kann. Die Ersatzstromquelle kann einen oder mehrere Akkumulatoren enthalten. Die Ersatzstromquelle kann aber auch eine Wechselstromquelle enthalten.

Zur Glättung der Ausgangsspannung der USV-Vorrichtung ist ein Kondensator zwischen die ersten Ausgangsanschlüsse geschaltet. Insbesondere dient der Kondensator dazu, den während des Notstrombetriebs von dem schnell schaltbaren Leistungstransistor gelieferten pulsbreitenmodulierten Strom zu glätten. Darüber hinaus sorgt der Kondensator dafür, dass beim Umschalten vom Netzbetrieb in den Notstrombetrieb die dabei auftretenden Schaltverzögerungen ausgeglichen werden.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass unter Störung der primären Energieversorgungseinrichtung unzulässige Spannungsschwankungen, insbesondere aber ein Totalausfall der primären Energieversorgungseinrichtung verstanden wird.

Handelt es sich bei der Ersatzstromquelle um einen Akkumulator, ist zwischen den Eingangsanschlüssen und der aufladbaren Ersatzstromquelle eine durch die Steuereinrichtung steuerbare Ladeeinrichtung geschaltet, die während des Netzbetriebs die Ersatzstromquelle auflädt. Der Ladeeinrichtung ist ein Gleichrichter zugeordnet, wenn die primäre Energieversorgungseinrichtung einen Wechselstrom liefert. Der Gleichrichter kann vorteilhafter Weise zwischen die Eingangsanschlüsse und die Entkopplungseinrichtung geschaltet sein. Wird der Gleichrichter an einer anderen Stelle vorgesehen, ist die zweite steuerbare Schalteinrichtung als bidirektionaler Schalter auszubilden.

Um die Leistungsfähigkeit der USV-Vorrichtung steigern zu können, ist parallel zu den ersten Ausgangsanschlüssen ein strombegrenzter Speiseausgang vorgesehen, der sowohl im Netzbetrieb als auch im Notstrombetrieb funktionsfähig ist. Der Speiseausgang ist über einen Strombegrenzer mit den ersten Ausgangsanschlüssen verbunden. Der Strombegrenzer kann einen zuschaltbaren Gleichrichter aufweisen, wenn die Eingangsspannung eine Wechselspannung ist. Ferner ist der Strombegrenzer in Reihe mit einer Diode geschaltet, die einen Strom zum strombegrenzten Speiseausgang leitet, aber einen vom Speiseausgang kommenden Strom sperrt. Dadurch wird eine Rückspeisung der USV-Vorrichtung verhindert.

In Verbindung mit dem strombegrenzten Speiseausgang können nach Wunsch des Kunden externe Einrichtungen, beispielsweise Zustands-Signalisierungseinrichtungen betrieben werden. Hierzu weist die USV-Vorrichtung wenigstens eine dritte steuerbare Schalteinrichtung, welche vorzugsweise ein Relais, beispielsweise ein Wechselrelais ist, zum Ein- und Ausschalten wenigstens einer Zustands-Signalisierungseinrichtung auf. Die Zustands-Signalisierungseinrichtung ist an jeweils einen zweiten Ausgangsanschluss, der der dritten steuerbaren Schalteinrichtung zugeordnet ist, anschaltbar, wobei ein dritter Ausgangsanschluss, der der dritten steuerbaren Schalteinrichtung zugeordnet ist, in einem vorbestimmten Abstand zu dem strombegrenzten Speiseausgang angeordnet ist. Auf diese Weise ist es möglich, mit Hilfe einer vordefinierten Kontakt-Brücke den strombegrenzten Speiseausgang mit dem dritten Ausgangsanschluss kurzzuschließen. Relais und Zustands-Signalisierungseinrichtungen können auf diese Weise einfach und sicher verdrahtet werden und eine Fehlverdrahtung wird verhindert.

Die einzige Figur zeigt eine Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), die nachfolgend kurz als USV-Vorrichtung bezeichnet wird. Die USV-Vorrichtung ist allgemein mit dem Bezugszeichen 10 versehen. Eingangsseitig weist die USV-Vorrichtung 10 zwei Eingangsklemmen 90, 91 auf, an die eine primäre Energieversorgungseinrichtung 230 angeschlossen ist, die im vorliegenden Beispiel eine Gleichspannung UE liefert. Bei der primären Energieversorgungseinrichtung 230 kann es sich um ein 24V- Stromversorgungsgerät oder ein 24V-Netz handeln. Ausgangsseitig weist USV-Vorrichtung 10 zwei Ausgangsklemmen 100 und 101 auf, an die eine zu speisende, Last 220 angeschlossen ist. Zwischen der Eingangsklemme 90 und der Ausgangsklemme 100 ist eine Entkopplungseinrichtung 20 geschaltet. Die Entkopplungseinrichtung 20 weist eine Parallelschaltung aus einer Diode und einem Feldeffekttransistor 24 auf, der als Leistungstransistor betrieben wird. Der Kathodenanschluss ist mit der Ausgangsklemme 100 verbunden, wohingegen der Anodenanschluss der Diode 21 mit dem Eingangsanschluss 90 verbunden ist. Der Source-Anschluss S des Feldeffekttransistors 22 ist mit dem Anodenanschluss der Diode 21 verbunden, wohingegen der Drain-Anschluss D des Feldeffekttransistors 22 mit dem Kathodenanschluss der Diode 21 verbunden ist. Der Gate-Anschluss G des Feldeffekttransistors 22 ist mit einer Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 verbunden. Die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 ist derart ausgebildet, dass sie den Feldeffekttransistor 22 über den Gate-Anschluss G im Netzbetrieb einschaltet und im Notstrombetrieb ausschaltet. Die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 ist eingangsseitig mit dem Source-Anschluss S und dem Drain-Anschluss D des Feldeffekttransistors 22 verbunden, um die Eingangsspannung der USV-Vorrichtung 10 überwachen und auswerten zu können. Die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 steuert den Gate-Anschluss G des Feldeffekttransistors 22 in Abhängigkeit von der überwachten Eingangsspannung an, um im Netzbetrieb die Verlustleistung zu reduzieren. Hierzu wird im Netzbetrieb der Feldeffekttransistor 22 über die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 eingeschaltet, wodurch die Diode 21 überbrückt wird.

Ferner weist die USV-Vorrichtung 10 zwei Eingangsklemmen 190 und 191 auf, an die eine Ersatzstromquelle 60 angeschlossen ist. Die Ersatzstromquelle 60 kann wie im vorliegenden Beispiel ein Akkumulator sein. In diesem Fall ist zwischen der Eingangsklemme 90 und der Anschlussklemme 190 eine Ladeeinheit 50 geschaltet, die während des Netzbetriebes den Akkumulator 60 auflädt. Bei der Ladeeinheit 50 handelt es sich um eine an sich bekannte Einrichtung, welche automatisch erkennt, wenn der Akkumulator 60 aufgeladen ist. Die Ladeeinrichtung 50 wird ebenfalls über die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 derart angesteuert, dass im Notstrombetrieb eine Aufladung des Akkumulator 60 nicht erfolgt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Ladeeinrichtung 50 mehrere Funktionen bereitstellt. So dient sie einmal der Begrenzung des Ladestroms des Akkumulators 60. Ferner passt sie die Ladespannung im Verlauf der Aufladung an die Erfordernisse des Akkumulators 60 an. Die Aufladung wird beendet, wenn beispielsweise die primäre Energieversorgungseinrichtung 230 einen maximalen Laststrom bereitstellen muss. Eine Abschaltung der Batterieladung erfolgt ebenfalls, wenn der Akkumulator 60 aufgeladen ist.

Zwischen die Anschlussklemme 190 und Ausgangsklemme 100 ist eine weitere Schalteinrichtung 40 in Reihe mit einer Diode 70 geschaltet. Die Schalteinrichtung 40 enthält einen schnell schaltbaren Leistungstransistor 42 in Form eines Feldeffekttransistors 42, der zusammen mit der herstellungsbedingten inversen Diode 41 dargestellt ist. Der Drain-Anschluss D ist bei dieser Ausführungsvariante mit der Anschlussklemme 190 verbunden, während der Source-Anschluss S des schnell schaltbaren Feldeffekttransistors 42 mit dem Anodenanschluss der Diode 70 verbunden ist. Der Kathodenanschluss der Diode 70 ist mit der Ausgangsklemme 100 verbunden. Der Gate-Anschluss G des schnell schaltbaren Feldeffekttransistors 42 ist mit einem Ausgang der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 verbunden. Die Diode 70 ist derart angeschaltet, dass sie im Notstrombetrieb in Durchlassrichtung und im Netzbetrieb in Sperrrichtung geschaltet ist, so dass im Netzbetrieb eine Ladung des Akkumulators 60 über die Schalteinrichtung 40 verhindert wird. Zwischen die Ausgangsklemmen 100 und 101 ist ein Kondensator 80 geschaltet, der insbesondere die im Notstrombetrieb vom Akkumulator 60 bereitgestellte Spannung glättet. Die Schalteinrichtung 40 dient zusammen mit der Diode 70 nicht nur zur Entkopplung des Akkumulator 60 von den Ausgangsklemmen 100 und 101, sondern auch zur Begrenzung des Notstroms während des Notstrombetriebs. Hierzu wird der Notstrom, das ist der durch den Feldeffekttransistor 42 fließende Strom des Notstrombetriebs, von der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 überwacht und ausgewertet. In Abhängigkeit des gemessenen Notstroms wird der schnell schaltbare Feldeffekttransistor 42 über die Gate-Elektrode G pulsbreitenmoduliert, wodurch eine Reduktion des Stromes möglich ist.

An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass es erfindungsunerheblich ist, ob die Ersatzstromquelle 60, welche äquivalent auch als Ersatzspannungsquelle bezeichnet werden kann, interner Bestandteil der USV-Vorrichtung 10 ist, oder, wie in der Figur dargestellt, extern anschaltbar ist.

Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung ist parallel zu den Ausgangsklemmen 100 und 101 ein strombegrenzter Speiseausgang 130 vorgesehen. Der Speiseausgang 130 ist über eine Diode 180 und einen Strombegrenzer 110 mit der Ausgangsklemme 100 verbunden. Der Kathodenanschluss der Diode 180 ist mit dem Speiseausgang 130 verbunden, wohingegen der Anodenanschluss der Diode 180 mit dem Ausgang des Strombegrenzers 110 verbunden ist. Auf diese Weise wird eine Rückspeisung der USV-Vorrichtung 10 über den Speiseausgang 130 vermieden.

Ferner weist die USV-Vorrichtung 10 vorzugsweise ein Wechselrelais auf, dessen symbolisch dargestellter Erregerstromkreis das Bezugszeichen 120 trägt, während der Ausgangsstromkreis des Wechselrelais durch das Bezugszeichen 122 gekennzeichnet ist. Der Erregerstromkreis 120 des Wechselrelais ist ausgangsseitig mit der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 verbunden. Der Ausgangsstromkreis 122 weist im vorliegenden Beispiel drei Anschlüsse 140, 160 und 170 auf. An die Anschlüsse 160 und 170 können jeweils eine Leuchtdiode 200 beziehungsweise 210 zur Signalisierung des Zustandes der USV-Vorrichtung 10 angeschlossen sein. Beispielsweise signalisiert die Leuchtdiode 200, dass die USV-Vorrichtung 10 im Netzbetrieb arbeitet, während ein Aufleuchten der Leuchtdiode 210 signalisieren kann, dass die USV-Vorrichtung 10 im Notstrombetrieb arbeitet. Der weitere Anschlusskontakt 140 des Ausgangsstromkreises 122 ist in einem fest vorgegebenen Abstand zu dem Speiseausgang 130 angeordnet. Mittels einer entsprechend definierten Einlegebrücke 150 kann der Speiseausgang 130 mit der Ausgangsklemme 140 des Ausgangsstromkreises 122 kurzgeschlossen werden. Auf diese Weise ist es möglich, den Ausgangsstromkreis 122 des Wechselrelais fehlerfrei und sicher entweder im Netzbetrieb mit der Eingangsspannung UE oder im Notstrombetrieb über den Akkumulator 60 zu speisen. Die Funktionsweise eines Wechselrelais ist allgemein bekannt, so dass eine detaillierte Beschreibung entfallen kann.

Wie bereits erwähnt, dient der Feldeffekttransistor 42 ferner dazu, während des Notstrombetriebs eine Strombegrenzung des Laststromes vorzunehmen. Erkennt die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 dass der Strom durch den Feldeffekttransistor 42 zu groß wird, wird der Leistungsschalter 40 abgeschaltet. Nach einer kurzen Pause wird der Feldeffekttransistor 42 wieder eingeschaltet. Der Ein- und Aussschaltzyklus hängt von der Größe des überwachten Stromes durch die Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors 42 ab, welche von der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 überwacht und ausgewertet wird. Die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 sorgt in Verbindung mit dem Feldeffekttransistor 42 dafür, dass im Notstrombetrieb hohe Kurzschlussströme wesentlich schneller und zuverlässiger begrenzt werden können als dies beispielsweise bei Verwendung von Relais der Fall ist. Um ein Laden des Akkumulators 60 während eines Netzbetriebes zu verhindern, ist die Diode 70 vorgesehen, da Feldeffekttransistoren keine inversen Spannungen sperren können, wie dies symbolisch durch die inverse Diode 41 angedeutet ist. Dank der dynamischen Strombegrenzung mit Hilfe der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 und des Feldeffekttransistors 42 kann die Ausgangskennlinie der USV-Vorrichtung 10 der üblichen Ausgangskennlinie von Stromversorgungen angepasst und ein Spitzenstrom frühzeitig und zuverlässig begrenzt werden.

Nachfolgend wird die Funktionsweise der USV-Vorrichtung 10 kurz erläutert.

Der einfacheren Erläuterung wegen sei angenommen, dass an die Eingangsklemme 90 und 91 eine Gleichspannung UE angelegt sei, beispielsweise eine 24V-Gleichsspannung. Die Eingangsspannung wird von der Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 an dem Source-Anschluss S und Drain-Anschluss D des Feldeffekttransistors 22 abgegriffen, überwacht und ausgewertet. Solange die Eingangsspannung UE in einem vorgegebenen Toleranzbereich liegt, arbeitet die USV-Vorrichtung 10 im Netzbetrieb. Dies bedeutet, dass der Feldeffekttransistor 22 über den Gate-Anschluss G leitend gehalten wird. Für den Fall, dass der Akkumulator 60 nicht vollständig aufgeladen ist, erfolgt über die Ladeeinrichtung 50 die Aufladung des Akkumulators 60. Während des Netzbetriebs wird der zur Strombegrenzung benötigte Feldeffekttransistor 42 über die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 im gesperrten Zustand gehalten. Die in Reihe zum Feldeffekttransistor 42 geschaltete Diode 70 verhindert einen unerwünschten Stromfluss über den Feldeffekttransistor 42 zum Akkumulator 60. Sobald die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 eine Störung der Eingangsspannung UE, das können unerwünschte Spannungsschwankungen oder der komplette Ausfall der primären Energieversorgungseinrichtung 230 sein, detektiert, wird der Feldeffekttransistor 22 über den Gate-Anschluss G ausgeschaltet, so dass eine Entkopplung zwischen den Eingangsklemmen 90, 91 und den Ausgangsklemmen 70, 100 und 101 stattfindet. Gleichzeitig wird der Feldeffekttransistor 42 über die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 leitend geschaltet, so dass nunmehr eine Notstromversorgung der an die Ausgangsklemmen 100 und 101 angeschalteten Last 220 über den Akkumulator 6ß erfolgt. Während des Notstrombetriebs überwacht die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 den durch den Feldeffekttransistor 42 fließenden Strom, um ihn gegebenenfalls zu begrenzen. Wie bereits erwähnt, erfolgt die Begrenzung des Ausgangsstroms des Feldeffekttransistors 42 dadurch, dass die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 über den Gate-Anschluss G eine Pulsbreitenmodulation des Ausgangsstroms durchführt, d. h. der Ein- und Ausschaltzyklus des Feldeffekttransistors 42 bestimmt dessen Ausgangsstrom.

Wie bereits erwähnt, wird die Änderung vom Netzbetrieb zum Notstrombetrieb dem Erregerstromkreis 120 des Wechselrelais von der Steuer- und Überwachungseinrichtung mitgeteilt, so dass der jeweilige Zustand über die Leuchtdiode 200 beziehungsweise 210 dem Nutzer angezeigt werden kann.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass weitere Relais oder auch Wechselrelais an die Steuer- und Überwachungseinrichtung 30, 31 angeschlossen werden können. Die entsprechenden Ausgangsanschlüsse der jeweilige Ausgangsstromkreise sind in definierten Abständen zu dem Speiseausgang 140 angeordnet, um auf eine einfache Art und Weise sowie fehlergesichert eine parallele Anschaltung der Relais beziehungsweise der Ausgangsstromkreise der Relais mittels der Einlegebrücke 150 zu ermöglichen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung mit

    – Eingangsanschlüssen (90, 91) zum Anschalten an eine primäre Energieversorgungseinrichtung (230),

    – Anschlüssen (190, 191) zum Anschalten einer Ersatzstromquelle (60),

    – ersten Ausgangsanschlüssen (100, 101) zum Anschalten einer Last (220),

    – einer ersten steuerbaren Schalteinrichtung (40) zum gesteuerten Anschalten der Ersatzstromquelle (60) an die ersten Ausgangsanschlüsse (100, 101) bei Störung der primären Energieversorgungseinrichtung,

    – einer der ersten steuerbaren Schalteinrichtung (40) zugeordneten Steuereinrichtung (31),

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – eine Einrichtung (20) zum Entkoppeln der Eingangsanschlüsse (90, 91) von den ersten Ausgangsanschlüssen (100, 101) bei Störung der primären Energieversorgungseinrichtung (230) vorgesehen ist,

    – die erste steuerbare Schalteinrichtung (40) einen schnell schaltbaren Leistungstransistor (41, 42) aufweist,

    – in Reihe mit dem schnellen Leistungstransistor (41, 42) eine Einrichtung (70) zum Sperren eines von der primären Energieversorgungseinrichtung (230) gelieferten Stroms zur Ersatzstromquelle (60) vorgesehen ist,

    – eine Überwachungseinrichtung (30) zum Überwachen des durch den schnell schaltbaren Leistungstransistor 41, 42) fließenden Ausgangsstroms vorgesehen ist,

    – die Steuereinrichtung (31) zur Pulsbreitenmodulation des schnellen Leistungstransistors (41, 42) in Abhängigkeit von dem überwachten Strom ausgebildet ist, um den von der Ersatzstromquelle (60) lieferbaren Strom zu begrenzen,

    – eine Parallelschaltung aus einer Diode (21) und einer zweiten steuerbaren Schalteinrichtung (22) die Entkopplungseinrichtung (20) bildet,

    – die Überwachungseinrichtung (30) zur Überwachung einer Eingangsspannung ausgebildet ist, und

    – die Steuereinrichtung (31) die zweite steuerbare Schalteinrichtung (22) ausschaltet, wenn die überwachte Eingangsspannung eine Störung der primären Energieversorgungseinrichtung (230) signalisiert.
  2. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersatzstromquelle (60) wiederaufladbar ist.
  3. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zwischen die ersten Ausgangsanschlüsse (100, 101) geschalteten Glättungskondensator (80).
  4. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der aufladbaren Ersatzstromquelle (60) und den Eingangsanschlüssen (90, 91) eine durch die Steuereinrichtung (31) steuerbare Ladeeinrichtung (50) geschaltet ist.
  5. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite steuerbare Schalteinrichtung (22) ein Leistungstranssistor, insbesondere ein Feldeffekttransistor ist.
  6. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen parallel zu den ersten Ausgangsanschlüssen (100, 101) geschalteten strombegrenzten Speiseausgang (130).
  7. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch wenigstens eine dritte steuerbare Schalteinrichtung (120) zum Ein- und Ausschalten wenigstens einer Zustands-Signalisierungseinrichtung (200, 210), die an jeweils einen zweiten Ausgangsanschluss (160, 170), der der dritten steuerbaren Schalteinrichtung (120) zugeordnet ist, anschaltbar ist, wobei ein dritter Ausgangsanschluss (140), der der dritten steuerbaren Schalteinrichtung (120) zugeordnet ist, in einem vorbestimmten Abstand zu dem strombegrenzten Speiseausgang (130) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine vordefinierte Kontakt-Brücke (150) zum Kurzschließen des strombegrenzten Speiseausgangs (130) und des dritten Ausgangsanschlusses (140).
  9. Vorrichtung zur unterbrechungsfreien Stromversorgung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte steuerbare Schalteinrichtung (120) ein Relais, insbesondere ein Wechselrelais ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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