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Dokumentenidentifikation DE102004026947A1 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur Lärmdämmung
Anmelder Friedrich, Volker, 97230 Estenfeld, DE
Erfinder Friedrich, Volker, 97230 Estenfeld, DE
DE-Anmeldedatum 25.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004026947
Offenlegungstag 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse E01F 8/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine entlang einer circa in Ost-West-Richtung verlaufenden Schnellverkehrsstrecke errichtete Lärmdämmung mittels an einem Erdwall befestigten und über dessen Krone in annähernd gleicher Länge hinausragenden, mit Solarmodulplatten bestückten Trägerschienen. Diese Lärmdämmung ist auch beidseitig einer Schnellverkehrsstrecke in der Form eines "Solartroges" vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lärmdämmung insbesondere entlang von Schnellverkehrsstrecken mit annähernder Ost-West-Richtung.

Vorrichtungen zur Lärmdämmung besonders entlang von Strecken des Straßen- und Schienenschnellverkehrs sind bereits in verschiedenen Ausführungen bekannt. Ihr bisheriger Stand der Technik ist beispielsweise in SONNENENERGIE Nr.2/2004 (Seiten 42-45) beschrieben. Hiernach werden Solarmodulplatten in einer Doppelfunktion sowohl zur Stromerzeugung als auch zur Lärmdämmung eingesetzt, beispielsweise entlang von Brücken (A 6 bei Sausenheim) oder in ebenem Gelände (A 92 bei Freising). Solche Konstruktionen erfordern nachteilig einen überdurchschnittlich teuren Aufwand bei Träger- und Stützmaterial Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Minimierung der Kosten für Träger- und Stützmaterial der Solarmodul- und Lärmdämmplatten bei vorteilhafter Auswahl der Geländeform und bei gleichzeitiger optimaler photovoltaischer Nutzung der Sonneneinstrahlung.

Zur Durchführung der Aufgabe wird die Anordnung von mit lärmdämmenden Solarmodulplatten verbundenen Trägerschienen auf einer in annähernder Ost-West-Richtung entlang einer Schnellverkehrsstrecke verlaufenden Hanglage des nach Norden hin ansteigenden Teils eines Erdwalles so vorgeschlagen, daß diese in Richtung der Steigung verlaufen, mindestens auf dem oberen Drittel der Wallsteigung angeordnet sind und annähernd um dieselbe Länge über die Wallkrone in fortgesetzter Schrägrichtung dachartig hinausragen. Diese Form der Anordnung von Trägerschienen schräg über die Wallkrone hinaus bringt den Vorteil, daß die auf den Nordhang des Erdwalls treffenden Lärmemissionen einer dort wallparallel verlaufenden Schnellverkehrsstrecke nach oben reflektiert und dort von den lärmdämmenden Solarmodulplatten teils absorbiert teils wieder nach unten zurückgeworfen werden, also an der Ausfehnung in Richtung des südlichen Wallteiles gehindert werden. Ortschaften, die sich im Süden des Erdwalles befinden, bleiben somit von den nördlich des Erdwalles entstehenden Lärmemissionen unbehelligt.

In einer besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Trägerschienen nahe ihres Mittelpunktes und vor der Wallkrone auf einer Achse vertikal schwenkbar gelagert sind. Zur Durch- führung der Schwenkung ist nahe des unteren Endes der Trägerschienen eine Antriebsvorrichtung z.B. elektrischer oder hydraulischer Art vorgesehen, die eine Anpassung des Trägerschienenwinkels an den optimalen und wandernden Sonnenstrahlungseinfall ermöglicht.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß die oberhalb der Wallkrone befindlichen Solarmodulplatten mindestens rückseitig schallabsorbierende oder -reflektierende Zusatzschichten aufweisen.

Als Ausführungsbeispiel ist in Abb.1 die auf einem Erdwall (1) angeordnete einzelne Trägerschiene (2) mit Lagerachse (3) und Antriebsvorrichtung (4) am Schienenende dargestellt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Lärmdämmung, bestehend aus in Sonnenrichtung angereihten Solarmodulplatten, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der Steigung eines annähernd in Ost-West-Richtung parallel einer Schnellverkehrsstrecke verlaufenden Erdwalles ihre Trägerschienen mindestens auf dem oberen Drittel der Wallsteigung angeordnet sind und annähernd um dieselbe Länge über die Wallkrone in fortgesetzter Schrägrichtung hinausragen.
  2. Vorrichtung zur Lärmdämmung nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschienen nahe ihres Mittelpunktes und vor der Wallkrone auf einer Achse vertikal schwenkbar gelagert sind und nahe ihres unteren Endes ein in Anpassung an den Sonnenstrahlungseinfallwinkel steuerbarer Antrieb angeordnet ist.
  3. Vorrichtung zur Lärmdämmung nach Anspruch1), dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Achse vorgesehenen Solarmodulplatten wallseitig Lärmdämmschichten aufweisen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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