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Dokumentenidentifikation DE19922986B4 12.01.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Halten einer Trommel in einem Drucker oder Kopierer
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Olbrich, Otto, Dipl.-Ing., 82024 Taufkirchen, DE;
Thiemann, Peter, Dipl.-Ing., 80804 München, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 19.05.1999
DE-Aktenzeichen 19922986
Offenlegungstag 07.12.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse G03G 21/16(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten einer Trommel auf einer Seite, insbesondere in einem Drucker oder Kopierer, mit einem auf einer zur Trommel konzentrischen Welle festgelegten inneren Ring, und mit einem äußeren Ring, der auf einer Schulter eine Stirnseite der Trommel trägt. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren unter Nutzung der vorgenannten Vorrichtung.

Ein wichtiger Anwendungsfall der vorliegenden Erfindung betrifft das Halten einer Trommel, die eine Mantelschicht hat, auf der ein Tonerbild zum Drucken oder Kopieren erzeugt werden kann. Die Mantelschicht kann eine fotoleitende Schicht oder eine magnetooptisch beeinflußbare Schicht sein. Eine derartige Trommel muß spielfrei und über den gesamten Temperaturbereich des Einsatzes zuverlässig fest in einer Lagervorrichtung eingespannt sein.

Beim Betrieb der Trommel können sich durch lokale Temperaturunterschiede unterschiedliche Ausdehnungen von Welle und Trommel ergeben. Beispielsweise ergeben sich große Ausdehnungsunterschiede dann, wenn die Welle zweckmäßigerweise aus Stahl und die Trommel aus Aluminium gefertigt sind. Wenn nun die Trommel in einem kalten Zustand in einen noch nicht aufgewärmten Drucker eingebaut wird, so können sich in der Aufwärmphase unterschiedliche Ausdehnungen von Trommel und Welle ergeben. Bei üblichen Abmessungen können die Dehnungsunterschiede deutlich größer als 0,1 mm sein. Das Halteelement, welches die Trommel auf einer Seite trägt, muß dann um diese Dehnungsdifferenz zurückweichen, da die infolge Wärmeausdehnung erzeugten Kräfte sehr groß sind. Wenn sich der Drucker und damit die Trommel wieder abkühlt, beispielsweise nach dem Abschalten, schrumpft die Trommel im allgemeinen stärker als die Welle – es ergibt sich ein umgekehrter Vorgang wie bei der Erwärmung. Es kann nun geschehen, daß das Halteelement, das die Trommel auf einer Seite hält, die Zurückziehbewegung der Trommel in axialer Richtung nicht mitmacht, beispielsweise weil die Vorrichtung mit dem Halteelement bei der Wärmeausdehnung auf der Welle gewandert ist und eine eventuell vorhandene Rückstellkraft nicht ausreicht, um die Rückwärtsbewegung zu erzwingen, besonders dann, wenn zum genauen Zentrieren des Trommelflansches auf der Antriebswelle zwischen der Antriebswelle und dem Trommelflansch Spreizelemente vorhanden sind, die sich beim Verschrauben aufspreizen. Die Folge davon ist, daß die Stirnseite auf der Vorrichtung locker aufliegt – es kann ein schräger und unrunder Lauf der Trommel auftreten. Theoretisch wäre es möglich, auf die Vorrichtung eine so große Rückstellkraft wirken zu lassen, daß die Vorrichtung auf der Welle beim Abkühlen die Rückziehbewegung mit ausführt. Diese Rückstellkraft muß jedoch extrem groß sein, was zu einem hohen technischen Aufwand führt. Wird zum genauen Zentrieren des Trommelflansches auf der Antriebswelle statt der Spreizelemente eine enge Passung verwendet, ist ein Verkanten und damit ein Klemmen der Vorrichtung wahrscheinlich.

Aus der EP 0 345 270 B1 ist eine spielfreie Lagereinrichtung für eine Fotoleitertrommel in einem Drucker oder Kopiergerät bekannt. Die dort beschriebene Fotoleitertrommel ist auf einer Seite der Antriebswelle fest angeordnet. Das andere freie Ende der Trommel wird durch einen in axialer Richtung beweglichen Aufnahmeflansch gehalten. Eine Spannvorrichtung drückt federnd gegen die Trommel. Zum Zentrieren des Trommelflansches auf der Antriebswelle sind zwischen der Antriebswelle und dem Trommelaufnahmeflansch sich beim Verschrauben verspreizende Spreizelemente angeordnet. Auf diese Weise soll bei leichter Austauschbarkeit der Fotoleitertrommel eine hohe Rundlaufgenauigkeit erreicht werden.

Aus der DE 43 15 274 C1 ist eine Befestigungsvorrichtung für eine Fotoleitertrommel eines elektrografischen Druck- oder Kopiergerätes bekannt. Die Fotoleitertrommel ist zwischen zwei Trommelflanschen eingespannt, wobei ein Trommelflansch mithilfe einer auf die Welle aufschraubbaren Spannmutter lösbar auf der Welle gehalten ist. Zwischen dem Trommelflansch und der Spannmutter ist eine Druckfeder wirksam, welche einen der Trommelflansche gegen die Trommel drückt. Mithilfe eines Klemmteils werden die Spannmutter und der zugehörige Trommelflansch lösbar miteinander verbunden.

Die vorgenannten beiden Druckschriften basieren auf Entwicklungen derselben Anmelderin. Der Inhalt der beiden Druckschriften wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Patentanmeldung einbezogen.

Aus der JP 03-181 983 A mit Abstract ist eine Vorrichtung zum Halten einer Trommel auf einer Seite in einem Drucker oder Kopierer bekannt, bei der die Trommel im Haltezustand von der Schulter eines äußeren Rings getragen wird. Dieser äußere Ring ist axial verschieblich auf einem inneren Ring angeordnet, der auf einer konzentrisch zur Trommelachse verlaufenden Welle angeordnet ist. Dieser innere Ring ist in axialer Richtung beweglich und stützt sich gegen eine Feder ab. Auf diese Weise wird der äußere Ring in starrer Verbindung mit dem inneren Ring im Haltezustand der Fotoleitertrommel elastisch gegen den Rand der Fotoleitertrommel gedrückt.

Die JP 62-67580 A mit Abstract beschreibt eine Haltevorrichtung zum Halten einer Fotoleitertrommel. Eine kegelförmige Abschrägung der Fotoleitertrommel wird von einer kegelförmigen Gegenfläche eines Lagerrings gehalten. Der Lagerring ist auf einer Welle in axialer Richtung frei beweglich und wird mittels einer Feder gegen den Rand der Fotoleitertrommel gedrückt.

Die Dokumente JP 01-254971 A mit Abstract und JP 05-289588 A mit Abstract betreffen ebenfalls Halterungen für Fotoleitertrommeln. Die jeweiligen Elemente zum Halten eines Endabschnitts der Fotoleitertrommel sind in axialer Richtung beweglich auf der konzentrischen Welle angeordnet.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Halten einer Trommel auf einer Seite anzugeben, die bzw. das es ermöglicht, daß die Trommel spielfrei über den gesamten Betriebstemperaturbereich zuverlässig eingespannt ist.

Diese Aufgabe wird für eine Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und für ein Verfahren durch die Merkmale nach Anspruch 17 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gemäß der Erfindung enthält die Vorrichtung einen auf der Welle festgelegten inneren Ring sowie einen äußeren Ring, der auf einer Schulter eine Stirnseite der Trommel trägt. Der äußere Ring ist relativ zum inneren Ring axial verschiebbar. In dem Zustand, in welchem die Trommel von der Vorrichtung gehalten wird, drückt ein elastisches Element den äußeren Ring gegen die Stirnseite der Trommel, wobei sich das elastische Element auf dem inneren Ring abstützt. Wenn nun infolge von Temperaturänderungen sich unterschiedliche Ausdehnungen von Trommel und Welle ergeben, so werden diese Ausdehnungen vom elastischen Element abgefangen, wobei sich eine axiale Verschiebung zwischen äußerem und innerem Ring ergibt. Es werden somit die bei der Wärmeausdehnung wirkenden Kräfte vom elastischen Element sicher abgefangen. Wenn nach erfolgter Ausdehnung eine Abkühlung der Trommel und der Welle stattfindet, so bewirkt das elastische Element, daß der äußere Ring der Längenschrumpfung der Trommel folgt, wobei die Einspannkraft auf die Stirnseite der Trommel erhalten bleibt. Eine Lockerung der Einspannung der Trommel am äußeren Ring wird vermieden. Dadurch bleibt die Trommel in allen Temperaturzuständen in einer definierten konzentrischen Lage zur Welle – ein unrunder oder ein schräger Lauf der Trommel wird vermieden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Halten einer Trommel auf einer Seite angegeben. Mithilfe dieses Verfahrens werden die in Zusammenhang mit der Vorrichtung bereits beschriebenen vorteilhaften Wirkungen erreicht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt

1 eine Vorrichtung zum Halten einer Trommel auf einer Seite im montierten Zustand ohne Welle und Trommel,

2 die auf die Welle aufgesetzte Vorrichtung,

3 einen Zustand der Vorrichtung, bei der eine äußere sternförmige Feder bereits gespannt ist,

4 die Vorrichtung mit vollkommen gespannter Feder,

5 eine Ansicht der sternförmigen Feder,

6 eine Vorderansicht eines radialen Spannelements,

7 einen Querschnitt durch das radiale Spannelement einmal im unbelasteten und einmal im belasteten Zustand, und

8 eine perspektivische Explosionsdarstellung wesentlicher Teile der Vorrichtung.

1 zeigt in einer Querschnittdarstellung die Vorrichtung zum Halten einer Fotoleitertrommel im montierten Zustand. Eine solche Fotoleitertrommel ist in einem Drucker oder Kopierer eingebaut. Ein innerer Ring 10 umfaßt eine Lagerbuchse 12. Der innere Ring 10 ist mithilfe einer Schraube 14 mit einem Flansch 16 verbunden. Mithilfe dieses Flansches 16 ist eine äußere sternförmige Feder 18, deren Aufbau weiter unten noch genauer beschrieben wird, mit Schrauben 20 und Klemmstücken 22 an einem äußeren Ring 24 befestigt und hält diesen äußeren Ring 24. Die Feder 18 dient als elastisches Element. Der äußere Ring 24 hat eine Schulter 26 mit einer kegelförmigen Fläche.

Ein Drehknopf 28 hat ein Innengewinde 30 und stützt sich mittels eines Kugellagers 32 mit Kugeln 34 am inneren Ring 10 ab. Eine Druckfeder 36 drückt gegen eine am inneren Ring 10 ausgebildete Innenschulter 38.

2 zeigt die auf einer Welle 40 befestigte Vorrichtung. Zum Befestigen dienen eine erste Hülse 42 und eine zweite Hülse 44, zwischen denen als radiales Spannelement eine innere Sternfeder 46 angeordnet ist. Die erste Hülse 42 ist reibschlüssig mit der Welle 40 verbunden, oder stützt sich mit der Stirnseite an einer Wellensicherung 41 oder an einer Schulter der Welle ab; die zweite Hülse 44 ist in axialer Richtung verschiebbar. Eine Schraube 43a in einem Langloch 43b legt die Lage der Hülse 44 fest. Wenn die zweite Hülse 44 in Richtung der ersten Hülse 42 bewegt wird, so wird die Sternfeder 46 in radialer Richtung ausgelenkt und verkeilt die Lagerbuchse 12, so daß diese weitgehend starr mit der Welle 40 verbunden ist und sich in axialer Richtung nur bei Aufwenden sehr hoher Kräfte verschieben kann. Die Sternfeder 46 richtet die Lagerbuchse 12 und damit den inneren Ring 10 und indirekt wiederum den äußeren Ring 24 konzentrisch zur Welle 40 aus. Dieser äußere Ring 24 trägt auf der Schulter 26 die Stirnseite einer Fotoleitertrommel 48. Diese Fotoleitertrommel 48 ist an ihrer anderen Stirnseite mit einem Flanschelement verbunden, welches wiederum mit der Welle 40 verbunden ist. Der Aufbau eines solchen Flanschelementes ist beispielsweise in den eingangs erwähnten Dokumenten EP 0 345 270 B1 und DE 43 15 274 C1 beschrieben. Die Welle 40 wird angetrieben, wodurch sich auch die Fotoleitertrommel 48 drehend bewegt. Die Fotoleitertrommel 48 hat an ihrer Außenseite eine fotoempfindliche Schicht, durch deren Belichtung ein elektrostatisch latentes Bild erzeugt werden kann. Dieses latente Bild wird mit Toner eingefärbt. Das Tonerbild wird dann in einem Drucker oder in einem Kopierer auf ein Trägermaterial übertragen.

Beim Stand der Technik ist im allgemeinen der äußere Ring 24 und der innere Ring 10 als eine einzige starre Einheit ausgebildet. Die dabei auftretenden Probleme sollen anhand der 2 kurz angesprochen werden. Aus konstruktiven und statischen Gründen ist die Welle 40 im allgemeinen aus Stahl. Die Fotoleitertrommel 48 besteht im wesentlichen aus Aluminium. Die beiden Materialien haben einen stark unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten. Beim Betrieb der Fotoleitertrommel 48 wärmt sich diese sowie die Welle 40 auf. Da Aluminium einen größeren Ausdehnungskoeffizienten hat, würde der äußere Ring 24 bei starrer Kopplung mit dem inneren Ring 10 in Richtung rechts in 2 trotz der Verkeilung mittels der Sternfeder 46 verschoben, d.h. die Lagerbuchse 12 wird trotz hoher Reibungskräfte an der Sternfeder 46 nach rechts relativ zur Welle 40 bewegt. Beim Abkühlen schrumpft die Fotoleitertrommel 48 in axialer Richtung. Trotz der Federkraft der Druckfeder 36 würde die Lagerbuchse 12 und damit der innere Ring 10 und der starr gekoppelte äußere Ring 24 nicht zuverlässig nach links in 2 bewegt, da die Sternfeder 46 eine axiale Auslenkung verhindert. Die Folge davon wäre, daß die Fotoleitertrommel 48 an ihrer rechten Stirnseite sich von der Schulter 26 löst und nur noch locker auf dieser aufliegt. Demgemäß liefe die Fotoleitertrommel unrund oder schräg zur Mittelachse, was zu einer Druckbildverschlechterung führte. Zudem könnte die Fotoleitertrommel 48 rutschen, d.h., daß die Fotoleitertrommel 48 der Drehbewegung der Antriebswelle nicht oder nicht voll folgt, was zu einer unerwünschten Druckbildverzerrung und/oder einer Druckbildverschiebung führen würde. Wie weiter unten noch näher erläutert wird, wird durch die Aufteilung in einen inneren Ring 10 und einen äußeren Ring 24, die über die sternförmige Feder 18 verbunden sind, der beschriebene negative Effekt vermieden.

Es ist noch darauf hinzuweisen, daß in 2 der Zustand gezeigt ist, bei dem der Drehknopf 28 über sein Innengewinde 30, das mit einem Außengewinde 31 auf der Welle 40 in Eingriff steht, so weit nach links vorgeschoben ist, daß die Stirnseite der Fotoleitertrommel 48 in Kontakt mit der Schulter 26 gelangt. Zwischen der Stirnseite 50 des Drehknopfes 28 und der Stirnseite der zweiten Hülse 44, diese Stirnseite bildet einen Anschlag 52, ist in dem in 2 gezeigten Zustand noch Spiel vorgesehen.

3 zeigt einen Zustand, bei dem der Drehknopf 28 so weit axial nach links bewegt worden ist, bis das vorgenannte Spiel entfällt; der äußere Ring 24 wird aufgrund der Anschlagwirkung der Fotoleitertrommel 48 relativ nach rechts gegen die Kraft der sternförmigen Feder 18 ausgelenkt. Zu beachten ist, daß die innere Sternfeder 96 als radiales Spannelement noch nicht gespannt ist.

4 zeigt den Haltezustand der Vorrichtung, bei dem die zweite Hülse 44 durch Weiterdrehen des Drehknopfes 28 weiter nach links bewegt ist, wobei die Sternfeder 46 gespannt wird und sich in radialer Richtung ausdehnt, wodurch die Lagerbuchse 12 mit der Welle 40 kraftschlüssig verspannt wird. Zwischen dem Flansch 16 und dem äußeren Ring 24 ist ein Spiel s vorhanden. Dieses Spiel beträgt mehrere 1/10 Millimeter, also ein Mehrfaches des Ausdehnungsunterschiedes zwischen Welle 40 und Fotoleitertrommel 48 bei betriebsbedingten Temperaturwechseln. Wenn sich die Fotoleitertrommel 48 und die Welle 40 aufwärmen, so ergeben sich zwar Ausdehnungsunterschiede, die jedoch durch den Federweg der sternförmigen Feder 18 aufgefangen werden. Beim Abkühlen der genannten Vorrichtung federt die Feder 18 zurück, wodurch die Fotoleitertrommel 48 immer unter Spannung auf der kegelförmigen Schulter 26 aufliegt. Die Spannkraft, mit der die Fotoleitertrommel 48 auf der Schulter 26 gehalten ist, ändert sich zwar abhängig von der Temperatur etwas. Dies ist jedoch nicht kritisch, solange die Fotoleitertrommel 48 noch sicher unter Andruckkraft auf der Schulter 26 aufliegt.

5 zeigt eine Draufsicht auf die sternförmige Feder 18. Sie umfaßt lamellenartige Federelemente 54, die durch schmale Stege 56 miteinander verbunden sind. Die Feder 18 ist am inneren Ring 10 an vier Stellen 58 befestigt. Am äußeren Ring 24 erfolgt eine Befestigung an ebenfalls vier Stellen 60. Die innere Befestigung 58 und die äußere Befestigung 60 wechseln sich jeweils ab. Das an der inneren Befestigung 58 gegenüberliegende äußere Ende der Feder 18 drückt nur axial an den äußeren Ring 24; d.h. die Feder 18 ist diesbezüglich radial frei. In umgekehrter Weise drückt das einer äußeren Befestigung 60 gegenüberliegende innere Ende der Feder 18 nur axial an den inneren Ring 10; die Feder 18 ist diesbezüglich ebenfalls radial frei. Lamellen mit einer äußeren Befestigung 60 und mit einer inneren Befestigung 58 sind über die schmalen Stege 56 verbunden. Diese schmalen Stege 56 können die Durchmesseränderung, welche die Feder bei ihrer funktionsmäßig erforderlichen Durchfederung zwangsläufig zwischen ihrem Innendurchmesser und ihrem Außendurchmesser erfährt, weitgehend mit geringer Radialkraft ausgleichen und somit eine Lageänderung des Außenrings 24 in bezug auf den inneren Ring 10 weitgehend vermeiden. Bei Temperaturänderungen haben diese schmalen Stege 56 ebenfalls eine positive Wirkung, weil sich die vorzugsweise aus Stahl hergestellte sternförmige Feder 18 weniger stark ausdehnt, als der vorzugsweise aus Aluminium hergestellte innere Ring 10 und der äußere Ring 24, mit denen die Feder 18 verbunden ist.

6 zeigt eine Draufsicht auf die Sternfeder 46, die als radiales Spannelement dient. Die Sternfeder 46 ist ringförmig. Sie kann eine Mäanderform mit Federlamellen nach Art der in 5 gezeigten sternförmigen Feder 18 haben.

7 zeigt im linken Bildteil einen Querschnitt durch die Sternfeder 46. Zu erkennen ist, daß der Ring konvex aufgebogen ist. Im Bildteil rechts ist zu erkennen, daß bei einer Quetschung zwischen den beiden Hülsen 42, 44 der Ring in eine Ebene gedrückt wird, wobei er sich radial vergrößert. In 7 ist diese Vergrößerung des äußeren Durchmessers mit a und die Verkleinerung des inneren Durchmessers mit b bezeichnet. Aus Gründen der besseren Übersicht sind die Verhältnisse in 7 stark übertrieben dargestellt. Durch diese radiale Vergrößerung der Sternfeder 46 wird ein konzentrisches Verklemmen der Lagerbuchse 12 mit der Welle 40 erreicht.

8 zeigt in einer Explosionsdarstellung das Zusammenwirken der Elemente Flansch 16, äußerer Ring 24 und sternförmige Feder 18. Der Flansch 16 hat einen Außendurchmesser, der mit dem Durchmesser des äußeren Rings 24 fast übereinstimmt. Wie erwähnt, ist die sternförmige Feder 18 an ihrem Innendurchmesser mittels des Flansches 16 am inneren Ring 10 befestigt (vgl. hierzu z.B. 1). Der äußere Ring 24 kann mithilfe von Schrauben 62 auch starr mit dem Flansch 16 verbunden werden. Der äußere Ring 24 ist dann mit dem inneren Ring 10 und damit mit der Welle 40 starr verbunden. In diesem Zustand wird der äußere Ring 24 einer Feinbearbeitung unterzogen, wobei die Schulter 26 im Hinblick auf Konzentrizität mit der Welle 40 spanabhebend nachbearbeitet wird. Anschließend wird die starre Verbindung zwischen Flansch 16 und äußeren Ring 24 wieder gelöst und der äußere Ring 24 wird lediglich durch die sternförmige Feder 18 in seiner konzentrischen Lage zur Welle 40 gehalten. Durch dieses Nachbearbeiten wird erreicht, daß die Schulter 26 trotz der beweglichen Befestigung mittels der sternförmigen Feder 18 am inneren Ring 10 konzentrisch zur Welle 40 verläuft.

10Innerer Ring 12Lagerbuchse/innerer Ring 14Schraube 16Flansch 18sternförmige Feder 20Schrauben 22Klemmstücke 24äußerer Ring 26Schulter 28Drehknopf 30Innengewinde 31Außengewinde 32Kugellager 34Kugeln 36Druckfeder 38Innenschulter 40Welle 41Wellensicherung 42erste Hülse 43aSchraube 43bLangloch 44zweite Hülse 46Sternfeder 48Fotoleitertrommel 50Stirnseite 52Anschlag 54Federelemente 56Stege 58innere Befestigungsstellen 60äußere Befestigungsstellen 62Schrauben aradiale Vergrößerung bradiale Verkleinerung sSpiel zwischen Flansch und äußerem Ring

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Halten einer Trommel (48) auf einer Seite in einem Drucker oder Kopierer,

    mit einem inneren Ring (10, 12), der auf einer zur Trommel (48) konzentrischen Welle (40) angeordnet ist,

    und mit einem äußeren Ring (24), der auf einer Schulter (26) einen Endabschnitt der Trommel (48) trägt,

    wobei der äußere Ring (24) relativ zum inneren Ring (10, 12) axial verschiebbar ist und im Haltezustand mittels eines elastischen Elementes (18) gegen den Endabschnitt der Trommel (48) drückt,

    und wobei auf der Welle (40) ein Spannelement (46) angeordnet ist, das im Haltezustand die Welle (40) mit dem inneren Ring (10) verspannt und eine axiale Auslenkung verhindert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (18) eine scheibenförmige Feder ist, und daß als Trommel (48) eine Fotoleitertrommel für einen Drucker oder Kopierer vorgesehen ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmige Feder als sternförmige Feder mit mäanderförmig angeordneten Federlamellen (54) ausgebildet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulter (26) des äußeren Rings (24) eine Kegelfläche hat, auf der im Haltezustand die Stirnseite der Trommel (48) konzentrisch zur Welle (40) aufgespannt ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum schnellen lösbaren Halten von äußerem Ring (24) und innerem Ring (10) ein Verschiebeelement (28) vorgesehen ist, das in einem ersten Verschiebezustand den inneren Ring (10) kraftschlüssig mit der Welle (40) verbindet und das in einem zweiten Verschiebezustand den inneren Ring (10) von der Welle (40) frei beweglich löst.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeelement ein Drehknopf (28) ist, der durch ein Innengewinde (30) mit einem Außengewinde (31) auf der Welle (40) verbindbar ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlag (52) die axiale Bewegung des Drehkopfes (28) hemmt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschlag-Zustand die scheibenförmige Feder (18) mit einer vorbestimmten Federkraft gespannt ist und daß zwischen einem Flansch (16) zum Halten des äußeren Rings (24) und dem äußeren Ring ein Spiel (s) vorhanden ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (40) und die Trommel (48) unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten haben.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (40) Stahl und die Trommel (48) Aluminium aufweist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Federweg der scheibenförmigen Feder (18) im Haltezustand ein Mehrfaches des beim Betrieb der Trommel (48) entstehenden Ausdehnungsunterschiedes von Welle (40) und Trommel (48) beträgt.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Ring (10, 12) eine auf der Welle (40) befestigte erste Hülse (42) sowie eine axial verschiebbare zweite Hülse (44) umfaßt, auf denen eine Lagerbuchse (12) angeordnet ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen erster Hülse (42) und zweiter Hülse (44) das radiale Spannelement (46) angeordnet ist, das im gespannten Zustand die Lagerbuchse (12) radial konzentrisch zur Welle (40) ausrichtet.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das radiale Spannelement (46) eine Sternfeder ist, die bei Druck der zweiten Hülse (44) gegen die erste Hülse (42) sich radial ausdehnt und die Lagerbuchse (12) auf den Hülsen (42, 44) konzentrisch ausrichtet.
  15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Hülse (44) einen weiteren Anschlag (50) bildet, gegen den das Verschiebeelement (28) im Haltezustand anschlägt und die zweite Hülse (44) gegen die erste Hülse (42) unter Quetschung des radialen Spannelements (46) andrückt.
  16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die sternförmige Feder mäanderförmige Federelemente (54) enthält, die abwechselnd am inneren Ring (10) und am äußeren Ring (24) befestigt sind.
  17. Verfahren zum Halten einer Trommel (48) auf einer Seite in einem Drucker oder Kopierer,

    bei dem ein innerer Ring (10) auf einer zur Trommel (48) konzentrischen Welle (40) angeordnet wird,

    ein äußerer Ring (24) auf einer Schulter (26) einen Endabschnitt der Trommel (48) trägt,

    der äußere Ring (24) bei unterschiedlicher Ausdehnung von Trommel (48) und Welle (40) relativ zum inneren Ring (10) axial verschoben wird,

    im Haltezustand der äußere Ring (24) mittels eines elastischen Elementes (18) gegen den Endabschnitt der Trommel (48) gedrückt wird,

    und bei dem auf der Welle (40) ein Spannelement (46) angeordnet ist, das im Haltezustand die Welle (40) mit dem inneren Ring (10) verspannt und eine axiale Auslenkung verhindert.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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