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Dokumentenidentifikation DE202004011589U1 12.01.2006
Titel Ablage für einen Kraftwagen
Anmelder fischer automotive systems GmbH, 72160 Horb, DE
DE-Aktenzeichen 202004011589
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 23.07.2004
IPC-Hauptklasse B60R 7/08(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B60N 3/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ablage für einen Kraftwagen.

Als Ablagen in Kraftwagen sind beispielsweise muldenartige Vertiefungen in einer Mittelkonsole oder einem Armaturenbrett des Kraftwagens, Handschuhfächer und verschließbare Aufbewahrungsfächer in Mittelkonsolen der Kraftwagen bekannt. Auch ein Kofferraum bildet ein Ablagefach.

Aufgabe der Erfindung ist eine einfache Ablage für einen Kraftwagen, die gut im Kraftwagen unterbringbar ist, die auch in einem vorhandenen Ablagefach des Kraftwagens beispielsweise als Fachteiler unterbringbar ist und die bei Nichtgebrauch wenig Platz benötigt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Ablage weist ein biegeschlaffes Flächenelement auf. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Folie oder ein Gewebe handeln. Ein Rand des Flächenelements ist ortsfest befestigt, ein gegenüberliegender Rand des Flächenelements ist mit einer Führung zwischen zwei Stellungen hin- und her bewegbar geführt. Zwischenstellungen können in Stufen oder stufenlos möglich sein. In einer ersten Stellung ist der beweglich geführte Rand dem ortsfesten Rand des Flächenelements nahe, so dass die Ablage fast keinen Platz einnimmt. In einer zweiten Stellung befindet sich der beweglich geführte Rand des Flächenelements in Abstand vom ortsfesten Rand, so dass es aufgespannt ist. Dabei ist unter aufgespannt auch ein ohne Spannung offenes, d.h. eine Fläche einnehmendes, durchhängendes Flächenelement zu verstehen. Es kommt nicht auf eine etwaige Spannung des Flächenelements an. In der zweiten Stellung können Gegenstände zur Aufbewahrung auf das Flächenelement der erfindungsgemäßen Ablage gelegt werden. Auch in der ersten Stellung können Gegenstände mit der Ablage aufbewahrt werden, wenn das biegeschlaffe Flächenelement schlaufenartig hängt. Da die einander gegenüberliegenden Ränder des Flächenelements einander nahe sind, können die aufbewahrten Gegenstände nicht nach oben herausfallen. Die Gegenstände müssen in der zweiten Stellung auf das Flächenelement gelegt bzw. entnommen werden. Weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ablage ist deren Klapperfreiheit, d.h. aufbewahrte Gegenstände klappern nicht in Zusammenwirkung mit der Ablage durch Stöße, Vibrationen und Rütteln während der Fahrt.

Die Erfindung ermöglicht eine preisgünstige und einfache Ablage für einen Kraftwagen, die zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten schafft. In der ersten Stellung benötigt die Ablage fast keinen Platz und stört deswegen nicht.

Die Befestigung der beiden gegenüberliegenden Ränder des biegeschlaffen Flächenelements der erfindungsgemäßen Ablage an der Führung und ortsfest können linienförmig über die Länge der Ränder durchgehend, abschnitts- oder punktweise auch nur an Ecken des Flächenelements erfolgen.

Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Schiebeführung als Führung für den bewegbaren Rand des Flächenelements vor. Eine Schiebeführung kann beispielsweise Nuten in zwei einander gegenüberliegenden Seiten eines Ablagefachs aufweisen, in denen eine Querstange verschiebbar geführt ist. An der Querstange ist der bewegbare Rand des Flächenelements befestigt. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine einfache, kostengünstige und stabile Ausführung der Schiebeführung.

Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Schwenkhebelführung als Führung für den bewegbaren Rand des Flächenelements vor. Die Schwenkhebelführung weist Schwenkhebel auf, deren eines Ende schwenkbar um einen ortsfesten Punkt gelagert sind und an deren anderes Ende beispielsweise Ecken des Flächenelements befestigt sind. Auch eine Schwenkhebelführung ermöglicht eine einfache und stabile Ausbildung der Führung des bewegbaren Randes des Flächenelements.

Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Wickeleinrichtung vor, mit der das Flächenelement aufwickelbar ist. Derartige Wickeleinrichtungen sind beispielsweise von Fensterrollos bekannt. Die Wickeleinrichtung kann selbsttätig, d.h. selbst aufwickelnd sein. Die Wickeleinrichtung vermeidet, dass das Flächenelement in der ersten Stellung und in Zwischenstellungen zwischen der ersten und der zweiten Stellung durchhängt, das Flächenelement ist mit einer Aufwickelkraft der Wickeleinrichtung gespannt.

Außer der Ablage als solches hat die Erfindung ein Aufbewahrungsfach in einem Kraftwagen zum Gegenstand, in dem eine erfindungsgemäße Ablage untergebracht ist, wie sie vorstehend erläutert worden ist. Das Aufbewahrungsfach kann außer beispielsweise einem Handschuhfach oder einem Fach in einer Mittelkonsole eines Kraftwagens beispielsweise auch ein Kofferraum sein. Die erfindungsgemäße Ablage bildet einen Fachteiler des Aufbewahrungsfachs, der bei Nichtgebrauch in die erste Stellung verbringbar ist, in der er fast keinen Platz im Aufbewahrungsfach einnimmt. Die vorstehenden Erläuterungen gelten entsprechend.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ablage gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung;

2 eine Schnittdarstellung der Ablage aus 1;

3 einen Schnitt der Ablage aus 1 in einer anderen Stellung;

4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in perspektivischer Darstellung; und

56 zwei Abwandlungen des erfindungsgemäßen Ablagefachs in Schnittdarstellung.

1 zeigt ein Handschuhfach 10 in einem Armaturenbrett 12 eines im Übrigen nicht dargestellten Personenkraftwagens. Ein Deckel 14 des Handschuhfachs 10 ist geöffnet. Das Handschuhfach 10 bildet ein Aufbewahrungsfach im Personenkraftwagen, in dem eine erfindungsgemäße Ablage 16 als Fachteiler untergebracht ist. Die Ablage 16 weist eine Folie 18 auf, die ein biegeschlaffes Flächenelement bildet. Die Folie 18 ist rechteckig und gleich breit wie das Handschuhfach 10, die Folie 18 reicht von einer zur anderen Seitenwand 20 des Ablagefachs 10. Ein Rand der Folie 18 ist ortsfest an einer Rückwand 22 des Handschuhfachs 10 befestigt (2), ein anderer, gegenüberliegender Rand der Folie 18 ist an einer Querstange 24 befestigt, die quer im Handschuhfach 10 angeordnet ist und von Seitenwand zu Seitenwand 20 reicht. Die Seitenwände 20 des Handschuhfachs 10 weisen horizontal verlaufende Nuten 26 auf, in denen die Querstange 24 verschiebbar geführt ist. Die Nuten 26 bilden eine Schiebeführung für die Querstange 24 und den an der Querstange 24 befestigten bewegbaren Rand der Folie 18. Die Querstange 24 lässt sich in den Nuten 26 hin- und her verschieben zwischen einer in 1 und 2 dargestellten, von der Rückwand 22 des Handschuhfachs 10 beabstandeten Stellung und einer in 3 dargestellten Stellung, in der sich die Querstange 24 nahe an der Rückwand 22 des Handschuhfachs 10 befindet. In dieser Stellung hängt die Folie 18 schlaufenartig nach unten. Ein zuvor auf die Folie aufgelegter Gegenstand kann nicht aus der Folie 18 herausfallen. Befindet sich kein Gegenstand in der Folie 18, ist das Handschuhfach 10 in seiner vollen Größe nutzbar.

In der in 1 und 2 dargestellten Stellung ist die Folie 18 durchhängend aufgespannt bzw. geöffnet und es können Gegenstände wie beispielsweise die in 1 dargestellte Brille aufgelegt werden. In dieser Stellung bildet die Folie 18 bzw. die Ablage 16 einen Fachteiler des Handschuhfachs 10.

4 zeigt die Anordnung des Ablagefachs 16 in einem Staufach 28 in einer Mittelkonsole 30 eines im Übrigen nicht dargestellten Personenkraftwagens. Die Konstruktion der Ablage 16 aus 4 ist identisch mit derjenigen aus 1, die Ablage 16 aus 4 weist ebenfalls eine Folie 18 als biegeschlaffes Element auf, deren einer Rand an einer Endwand 32 des Staufachs 28 befestigt und deren gegenüberliegender Rand an einer Querstange 24 befestigt ist. Die Querstange 24 ist in Nuten 26 in Seitenwände 34 des Staufachs 28 verschiebbar geführt. Die Erläuterungen zur Ablage 16 aus 13 gelten für die Ablage 16 aus 4 entsprechend, für gleiche Bauteile werden gleiche Bezugszahlen verwendet.

5 zeigt eine Abwandlung des Ablagefachs aus 13 gemäß der Erfindung. Die Ablage 16 aus 5 weist eine Wickeleinrichtung 36 auf, die an der Rückwand 22 des Handschuhfachs 10 angeordnet ist. Die Wickeleinrichtung 36 wickelt die Folie 18 auf, wenn die Querstange 24 in Richtung der Rückwand 22 verschoben wird. Die Folie 18 hängt bei Nichtgebrauch also nicht durch sondern ist auch in Zwischenstellungen der Querstange 24 mit Durchhang aufgespannt. Im Übrigen ist die Ablage 16 aus 5 gleich ausgebildet wie diejenige aus 13, zur Erläuterung von 5 wird auf die Ausführungen zu 13 verwiesen. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen versehen.

6 zeigt eine weitere Abwandlung der Ablage 16 aus 13 gemäß der Erfindung. In 6 ist die Querstange 24 mit zwei Schwenkhebeln 38 auf einer Kreisbogenbahn geführt. Die beiden Schwenkhebel 38 sind parallel zueinander an den Seitenwänden 20 des Handschuhfachs 10 angeordnet. Untere Enden der Schwenkhebel 38 sind mit Schwenklagern 40 beispielsweise in Form von Zapfenlagern im Bereich eines Bodens 42 des Handschuhfachs 10 schwenkbar gelagert. An oberen Enden der Schwenkhebel 38 ist die Querstange 24 befestigt, so dass sich auch hier die Querstange 24 zwischen einer von der Rückwand 22 des Handschuhfachs 10 fernen Stellung in eine der Rückwand 22 nahen Stellung bewegen lässt. Nuten 26 zu einer verschiebbaren Führung der Querstange 24 sind für die Ablage 16 aus 6 nicht zwingend erforderlich, im dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind sie allerdings vorhanden. Die Nuten 26 verlaufen hier kreisbogenförmig um die Schwenklager 40 der Schwenkhebel 38. Im Übrigen wird zur Erläuterung von 6 auf die Erläuterungen zu 13 verwiesen.


Anspruch[de]
  1. Ablage für einen Kraftwagen, mit einem biegeschlaffen Flächenelement, dessen einer Rand ortsfest befestigt ist, und mit einer Führung (26; 38), mit der ein gegenüberliegender Rand des Flächenelements (18) zwischen einer dem ortsfesten Rand nahen Stellung und einer vom ortsfesten Rand beabstandeten Stellung hin- und her bewegbar geführt ist.
  2. Ablage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (16) eine Schiebeführung (26) aufweist.
  3. Ablage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (16) eine Schwenkhebelführung (38) aufweist.
  4. Ablage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (16) eine Wickeleinrichtung (36) aufweist, mit der Flächenelement (18) in der ersten Stellung aufwickelbar ist.
  5. Aufbewahrungsfach in einem Kraftwagen, mit einer Ablage (16), die ein biegeschlaffes Flächenelement (18), dessen einer Rand ortsfest befestigt ist, und eine Führung (26; 38), mit der ein gegenüberliegender Rand des Flächenelements (18) zwischen einer dem ortsfesten Rand nahen Stellung und einer vom ortsfesten Rand beabstandeten Stellung hin- und her bewegbar geführt ist, aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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