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Dokumentenidentifikation DE202005009237U1 12.01.2006
Titel Blendschutzvorrichtung
Anmelder Schmiddem, Jochen, 10777 Berlin, DE;
Stahl, Alexander von, 10629 Berlin, DE;
Dapp, Katrin, 10829 Berlin, DE
Vertreter Hammonds Rechtsanwälte Patentanwälte, 80539 München
DE-Aktenzeichen 202005009237
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 13.06.2005
IPC-Hauptklasse H04N 5/64(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Blendschutzvorrichtung zur Anbringung an einem Bildschirm oder einem Fernseher.

Bei Arbeiten am Computer bzw. Bildschirm oder beim Fernsehen kann der Benutzer durch das einfallende Licht insbesondere dadurch gestört werden, dass sich Spiegelungen ergeben oder sich die Bildschirmschärfe durch Sonneneinstrahlung oder auch durch Tageslicht oder diffuses Licht verschlechtert. Somit besteht ein Bedarf, dass ein Benutzer eines Bildschirms oder Fernsehers je nach Wunsch einen Blendschutz anbringen kann, um bei gegebenen äußeren Verhältnissen für ein angenehmes Betrachten des Bildschirms bzw. Fernsehers zu sorgen. Insbesondere bei Arbeiten am Bildschirm oder beim Fernsehen im Freien bzw. im Garten verbessert sich die Bildqualität aufgrund eines geeigneten Blendschutzes erheblich.

Darstellung der Erfindung

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Blendschutzvorrichtung zu schaffen, welche in einfacher Art und Weise herstellbar und an dem Bildschirm oder dem Fernseher ohne Hilfsmittel montierbar ist. Ferner ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dass die Blendschutzvorrichtung an Bildschirme bzw. Fernseher von unterschiedlicher Größe in einfacher Art und Weise angepasst werden kann.

Diese Aufgaben werden durch eine Blendschutzvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine Blendschutzvorrichtung zur Anbringung an einem Bildschirm oder einem Fernseher bereitzustellen, welche ein Basiselement mit einem vertikal verlaufenden Steg und zwei Abdeckelemente umfasst, die jeweils ein Seitenelement und ein Deckelement aufweisen. Das Seiten- und das Deckelement können aus einem Stück gefertigt sein oder mittels einer Steckverbindung miteinander verbunden werden. Die Blendschutzvorrichtung ist auf Bildschirme oder Fernseher unterschiedlicher Größe dadurch anpassbar, dass die Seitenelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms mittels einer Nutverbindung auf den Steg aufgesteckt werden, wobei sich die Deckelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms überlappen. Der Kontrast des Bildes bzw. des Bildschirms wird somit durch den einfach zu montierenden Blendschutz erheblich verbessert, so dass ein Fernsehen auch im Freien bei Sonnenlicht möglich ist. Durch das Zusammenstecken der einzelnen Elemente ist die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung in besonders einfacher Art und Weise ohne Hilfsmittel montierbar. Ferner kann die Blendschutzvorrichtung durch den Aufbau aus plattenförmigen Elementen einfach hergestellt und transportiert werden, welche vorzugsweise aus Kunststoff oder Pappe aufgebaut sind. Des weiteren ermöglicht die Anpassung an die Breite des Bildschirms bzw. Fernsehers durch das wahlweise bzw. stufenlose Aufstecken der Seitenelemente auf den Steg des Basiselements eine Anbringung der Blendschutzvorrichtung an Bildschirme bzw. Fernseher von beliebiger Größe.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. So ist die Blendschutzvorrichtung besonders einfach zu montieren, wenn die Seitenelemente der beiden Abdeckelemente jeweils eine entsprechende im montierten Zustand vertikal verlaufende Nut aufweisen, welche entweder eingeschnitten oder perforiert ist, um die Nutverbindung zwischen den Abdeckelementen und dem Steg des Basiselements zu bilden.

Wenn die beiden Abdeckelemente für den Übergang zwischen den Seitenelementen und den Deckelementen jeweils eine vorgefertigte Gehrung aufweisen, dann kann das Abdeckelement einstückig ausgeführt sein, wobei sich aus der vorgefertigten Gehrung ein entsprechend trichterförmiger Blendschutz ergibt, um die Sichtweise des Betrachters nicht zu beeinträchtigen. Die Gehrung zwischen dem Seitenelement und dem Deckelement ermöglicht ein einfaches Auseinanderklappen der beiden Elemente nach dem Transport, um daraufhin die Abdeckelemente auf den Steg des Basiselements aufzustecken.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Deckelemente der Abdeckelemente im am Fernseher oder Bildschirm montierten Zustand vorzugsweise mittels eines Klettverschlusses verbindbar, um auch bei Wind im Freien für eine entsprechende Stabilität der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung zu sorgen.

Ferner ist es von Vorteil, wenn die Seitenelemente der beiden Abdeckelemente in der Länge auf die Höhe des Fernsehers oder des Bildschirms dadurch angepasst werden, dass die beiden Seitenelemente der Abdeckelemente vor der Montage am Fernseher bzw. Bildschirm entsprechend gekürzt werden. Somit kann die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung in einfacher Art und Weise sowohl auf die Höhe als auch auf die Breite des Fernsehers oder des Bildschirms eingestellt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen und der entsprechenden Beschreibung. Die Erfindung wird nachfolgend rein beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigt:

1 zeigt eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung;

2 zeigt eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung in einer weiteren Ausführungsform, welche an einem stilisiert dargestellten Fernseher angebracht ist;

3 zeigt eine Darstellung von schräg vorne von 2; und

4 zeigt eine perspektivische Darstellung der Blendschutzvorrichtung von 2 und 3 von schräg oben.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung

Wie aus 1 ersichtlich ist, umfasst die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung ein Basiselement 10, welches im vorderen Bereich einen vertikal verlaufenden Steg 11 aufweist. Als Blendschutz sind jeweils zwei Abdeckelemente 20 vorgesehen, die jeweils aus einem Seitenelement 21 und einem Deckelement 25 aufgebaut sind.

Zur Montage an einem Bildschirm oder einem Fernseher wird das Deckelement 25 über eine Steckverbindung mit dem entsprechenden Seitenelement 21 verbunden. Die Steckverbindung umfasst an einem der beiden Elemente Fortsätze, im Fall von 1 jeweils zwei Fortsätze 22 an jedem Seitenelement 21, welche in entsprechende Öffnungen 26 der Deckelelemente 25 eingesteckt werden. Alternativ kann die Verbindung zwischen dem Deckelelement 25 und dem Seitenelement 21 auch dadurch gewährleistet werden, dass diese beiden Elemente einstückig ausgeführt sind und vorzugsweise über eine vorgefertigte Gehrung als Klappmechanismus verbunden sind.

Für die Montage der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung an einem Fernseher oder Bildschirm wird zuerst das Basiselement an bzw. unter dem Bildschirm oder Fernseher angebracht. Daraufhin werden die Abdeckelemente 20 dadurch an den Fernseher angepasst, dass die Seitenelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms stufenlos mittels der Nutverbindung auf den Steg 11 aufgesteckt werden. Hierzu weist jedes Seitenelement 21 einen Schlitz 24 auf, welcher im montierten Zustand im wesentlichen vertikal verläuft. Dieser Schlitz 24 wird nun entsprechend der Breite des Fernsehers in den Steg eingesteckt, wobei sich die beiden Deckelemente 25 der Abdeckelemente 20 im wesentlichen in der Mitte des Fernsehers oder Bildschirms überlappen. Zur Erhöhung der Stabilität können diese Deckelemente 25 in geeigneter Art und Weise miteinander verbunden werden, beispielsweise durch eine Klettschlussverbindung.

In 2 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung dargestellt, wobei die Abdeckelemente einstückig aus einem Seitenelement 121 und Deckelement 125 ausgeführt sind. Ferner ist der Steg 111 als Sponsorenbande ausgeführt, in welche die Seitenelemente 121 mittels der Nutverbindung bis zur Auflage auf das Basiselement 110 aufgesteckt sind. Als besondere graphische Ausgestaltung weisen die Seitenelemente 121 eine Abbildung einer Tribünenlandschaft auf, wobei die Deckelemente 125 einen Himmel darstellen. Die Deckelemente 125 sind in montiertem Zustand an einem Bildschirm, welcher durch die helle Bildschirmfläche dargestellt ist, entsprechend der Breite des Fernsehers überlappend angeordnet.

Die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung mit dem stilisierten Fernseher ist in 3 von der Seite dargestellt, woraus ersichtlich wird, dass die Seitenelemente 121 über einen Schlitz 124 auf den Steg 111 der Basisplatte 110 aufgesteckt sind. Die Gehrung zwischen dem Seitenelement 121 und dem Deckelement 125 ist in einer trichterförmigen Ausführung vorgenommen, wobei auch für eine Steckverbindung unterschiedliche Winkel möglich sind. Der Steg 111 kann vorzugsweise einstückig mit dem Basiselement 110 ausgeführt sein, wobei der Steg durch ein entsprechendes Hochklappen aus dem Basiselement 110 vorgesehen sein kann. Insbesondere können hierzu sowohl die Basisplatte 110 als auch die Seitenelemente 121 und die Deckelemente 125 aus Kunststoff oder Pappe hergestellt sein, wodurch ein Klappmechanismus zwischen dem Steg 111 und der Basisplatte 110 und auch zwischen dem Deckelement 125 und dem Seitenelement 121 an der Gehrung in einfacher Art und Weise bewerkstelligt wird.

Wie sich aus den 2 und 3 ergibt, können die Seitenelemente 121 entsprechend der Breite des Fernsehers stufenlos in den Steg 111 der Basisplatte 110 aufgesteckt werden, um so die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung der Breite des Fernsehers oder Bildschirms anzupassen. Dementsprechend überlappen die Deckelemente 125 in Abhängigkeit der aufgesteckten Breite der Seitenelemente auf den Steg 111.

Das Überlappen der Deckelemente 125 ist insbesondere in 4 dargestellt. Aus der Perspektive von schräg oben von 4 ist ferner die vorgefertigte Gehrung zwischen dem Deckelement 125 und dem Seitenelement 121 ersichtlich, welche je nach Verlauf einen unterschiedlichen Trichter und unterschiedliche Winkel zwischen dem Deckelement und dem Seitenelement ausbilden kann. Der trichterförmige Verlauf ist durch die Nutverbindung zwischen dem Steg der Basisplatte und dem Seitenelement ohne weiteres variabel, da hinsichtlich des Freiheitsgrades des Seitenelements nur die Anbringung des Schlitzes 24 bzw. 124 an dem Steg 111 maßgebend ist. Dies hat zur Folge, dass sich die trichterförmige Ausgestaltung der Abdeckelemente ohne Einschränkung an die Basisplatte 110 mit der Verbindung mittels des Steges 111 anpassen kann.

Wenn die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung ferner der Höhe des Bildschirms bzw. Fernsehers angepasst werden soll, so können die Seitenelemente 21, 121 entsprechend am unteren Ende abgeschnitten werden, so dass sich die Höhe des Seitenelementes 21 und auch die Länge des Schlitzes 24 verringert.

Als Alternative kann der Schlitz 24 auch als Längsnut ausgeführt sein, welche vorgefertigt entweder eingeschnitten oder vorperforiert ist. Gemäß der Konstruktion und dem Aufbau des erfindungsgemäßen Blendschutzes ist dieser auf alle gängigen Fernsehgrößen anpassbar.

Somit wird eine Blendschutzvorrichtung zur Anbringung an einem Bildschirm oder einem Fernseher beschrieben, welche ein Basiselement, das mit zumindest einem im montierten Zustand im wesentlichen vertikal verlaufenden Steg versehen ist, und zumindest zwei Abdeckelemente umfasst, die jeweils ein Seitenelement und ein Deckelement aufweisen, wobei das Seitenelement und das Deckelement entweder einstückig ausgeführt sind oder über eine Steckverbindung verbindbar sind, und wobei die Abdeckelemente und das Basiselement auf unterschiedliche Größen von Bildschirmen oder Fernsehern dadurch anpassbar sind, dass die Seitenelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms stufenlos mittels einer Nutverbindung auf den Steg aufsteckbar sind, und wobei sich die Deckelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms überlappen.


Anspruch[de]
  1. Blendschutzvorrichtung zur Anbringung an einem Bildschirm oder einem Fernseher, welche ein Basiselement, das mit zumindest einem im montierten Zustand im wesentlichen vertikal verlaufenden Steg versehen ist, und zumindest zwei Abdeckelemente umfasst, die jeweils ein Seitenelement und ein Deckelement aufweisen, wobei das Seitenelement und das Deckelement entweder einstückig ausgeführt sind oder über eine Steckverbindung verbindbar sind, und wobei die Abdeckelemente und das Basiselement auf unterschiedliche Größen von Bildschirmen oder Fernsehern dadurch anpassbar sind, dass die Seitenelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms stufenlos mittels einer Nutverbindung auf den Steg aufsteckbar sind, und wobei sich die Deckelemente entsprechend der Breite des Fernsehers oder des Bildschirms überlappen.
  2. Blendschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenelemente der beiden Abdeckelemente jeweils eine entsprechende im montierten Zustand vertikal verlaufende Nut aufweisen, welche entweder eingeschnitten oder perforiert ist, um die Nutverbindung zwischen den Abdeckelementen und dem Steg des Basiselementes zu bilden.
  3. Blendschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abdeckelemente für den Übergang zwischen den Seitenelementen und den Deckelementen jeweils eine vorgefertigte Gehrung aufweisen.
  4. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Deckelemente der Abdeckelemente im am Fernseher oder Bildschirm montierten Zustand vorzugsweise mittels eines Klettverschlusses verbindbar sind.
  5. Blendschutzvorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenelemente der beiden Abdeckelemente in der Länge auf die Höhe des Fernsehers oder des Bildschirms dadurch anpassbar sind, dass die Seitenelemente der beiden Abdeckelemente vor der Montage entsprechend gekürzt werden.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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